Lost Place - Dieser Ort ist auf keiner Karte
Eine Gruppe von Internetbekanntschaften verabredet sich zum Geocaching im Pfälzer Wald. Man wird dort auch recht schnell fündig, obwohl man sich in einem militärischen Sperrgebiet befindet, welches aber verlassen scheint. Die Anlage wurde nach dem kalten Krieg stillgelegt und rottet vor sich hin. In den 80ern gab es zudem mehrere seltsame Todesfälle, die sich im Zusammenhang mit der Anlage befinden. Nach einer halbwegs vergnüglichen Zeit geht es der Gruppe auf merkwürdige Art teilweise schlechter und ein Mitglied verschwindet spurlos.
Wie es heißt, ist "Lost Place" der erste 3D Film, der in Deutschland realisiert wurde. Von diesem Aspekt her, ist der Film auch absolut gelungen. Eine tolle räumliche Tiefe, die richtig was bietet. Auch die Story an sich ist absolut interessant und liefert unheimliche Momente und lässt Spannung aufkommen. Der Mystery-Thriller ist im Grundsatz nämlich stark geschrieben und bietet interessante Ideen. Leider wurden aber die Charaktere wieder mit allen verfügbaren Klischees beladen und nerven teilweise schon nach wenigen Minuten. Das will ich auch gar nicht an den Darstellern festmachen, wenn sie eben solche Menschen spielen müssen. Dem Mysterium selbst schiebt man dann bei der Entfaltung einen kompletten Riegel vor, da hier hauptsächlich Ungereimtheiten aufeinander folgen. Verschwörungstheoretiker könnten allerdings mit der Haarp-Anlage ihre helle Freude haben, nur werden sie sehen, dass ihre Theorien genauso wenig Logik besitzen, wie der Film. Ich finde es immer wieder unverständlich, wenn man eigentlich gute Ideen in so einen Nonsens münden lässt. Atmosphärisch hat der Film nämlich wirklich viel zu bieten und die bereits erwähnte 3D Kamera fängt wirklich hervorragende Bilder ein. Warum sagt man den Machern aber einfach nicht, dass ihr Drehbuch Schrott ist? Irgendjemandem muss doch auffallen, dass dies hanebüchener Unsinn ist und in so einem Film, wird es dann eben verdammt schwierig darüber hinweg zu sehen, da er sich dafür zu ernst nimmt. Schade, denn hier waren wirklich starke Ansätze vorhanden.