Do you wanna know a secret?

deadlyfriend

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Do you wanna know a secret?

College-Freunde, Urlaub, Sonne, Strand, Spring Break, ein gemietetes Haus und ein maskierter Killer.

Diese Inhaltsangabe ist völlig ausreichend, denn wirklich viel mehr gibt es hier nicht zu berichten. Theoretisch sind damit aber viele Voraussetzungen für einen Slasher erfüllt, aber eben nur theoretisch. Die Praxis sieht anders aus. Positiv zu verzeichnen ist in jedem Fall die Kamera, die allen Ansprüchen genügt. Ebenso ist die Musik phasenweise absolut passend und versucht für Atmosphäre zu sorgen. Diese beiden Komponenten wehren sich also stattlich im Kampf gegen die Charaktere und ihre Darsteller. Dies ist allerdings eine verdammt schwierige Aufgabe und spätestens, wenn man es mit dem Endgegner, der Story, zu tun hat, ist die Niederlage nicht mehr zu ändern. Gut, die Charaktere sind jetzt auch nicht extrem viel schlechter geschrieben als in vielen anderen Genre Vertretern, aber die Darsteller haben irgendwie so gar nichts, an was man sich erinnern könnte. Selbst das obligatorische Final Girl, wirkt eher selten sympathisch und ist nicht wirklich zum mitfiebern geeignet. Das ist aber alles nichts gegen den Verlauf der Story. Der Killer erledigt beispielsweise die Crew relativ kurz und schmerzlos, auch wenn er damit erst nach der drögen ersten Hälfte des Films beginnt. Allerdings nimmt er einen davon seltsamerweise gefangen. Nach einem erfolgreichen Ausbruch fesselt er ihn dann lediglich. Warum wird nicht erklärt, aber es ist völlig sinnfrei. Noch schlimmer ist allerdings der titelgebende Satz "Do you wanna know a secret", den der Maskenmann bei jedem Mord irgendwo gut sichtbar hinkritzelt, weshalb man darin das Motiv sucht. Also sehr ähnlich wie bei " I know what you did last summer". Allerdings weiß der Film damit nichts anzufangen und hat es nur eingebracht, damit es da ist. Die Erklärung ist nämlich wirklich der kreative Bankrott. Nicht in der Form von überzogen oder aus der Luft gegriffen, sondern einfach nur langweilig und noch unterhalb der Armutsgrenze von Ideen. Dann kommt noch der seltsame FBI Mann dazu, dem man diese Rolle in keiner Sekunde abnehmen kann. Ne, das Ding ist einfach eine hübsch verpackte Gurke mit schöner Kamera und ansprechender Musik. Ansonsten werden selbst hartgesottene Slasher-Freunde keinen großen Spaß finden. Wer nur Gore benötigt, geht ebenfalls verhältnismäßig leer aus.
 
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