Silent Madness

deadlyfriend

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Silent Madness

In einer psychiatrischen Anstalt werden die freien Plätze immer knapper bzw. Sie sind eigentlich jetzt schon rettungslos überfüllt. Deshalb entlässt man eben auch ein paar Patienten die als ungefährlich gelten, aber noch nicht geheilt sind. Durch den Stress schleicht sich auch noch ein Namensdreher ein, weshalb ein Killer auf freien Fuß gesetzt wird, der in der Vergangenheit eine Blutnacht in einem Studentenwohnheim anrichtete. Dorthin zieht es den Killer auch wieder hin, aber eine recht neue Ärztin erahnt dies und nistet sich selbst dort ein, um notfalls eingreifen zu können. Zeitgleich gehen in der Klinik aber auch weitere Machenschaften vor sich, die alles andere als legal zu sein scheinen.


Dieser recht unbekannte Slasher wurde im Jahr 1984 veröffentlicht und hatte als besonderes Gimmick 3D an Bord, welches auch heute noch sehr ansehnlich rüberkommt. Tatsächlich ist der Film auch insgesamt recht gut ausgefallen, hat aber mit persönlichen Abstrichen zu kämpfen, die ich im Allgemeinen nicht so mag. Obwohl der Ausgangspunkt des Films, nicht nur im Slasher, sondern auch im Thriller anzusiedeln ist, bietet er wirklich eine Menge Möglichkeiten, die er zuweilen auch hervorragend nutzt. Die Störfaktoren sind für mich abermals die Comic-Reliefs. Ich mag diese Figuren einfach nicht, wenn sie durch ihr Erscheinen die Atmosphäre oder die Spannung einreißen. Der faule Dorfpolist der kein Interesse daran hat, nervt beispielsweise nur. Noch schlimmer sind aber die beiden Typen aus der Klinik, die so blöd überzeichnet wurden, dass man das irgendwann nicht mehr ernst nehmen kann. Hätte man diese Figuren tatsächlich kalt und bedrohlich gezeichnet, wäre hier ein immenser Spannungsbogen aufgekommen, da die Story das durchaus hergibt. Die Kills sind durchaus ansehnlich und auch die Atmosphäre passt zu großen Teilen. Dadurch das "Silent Madness" auch als Thriller angesehen werden kann, waren die Möglichkeiten vorhanden einen Top Film abzuliefern, die aber eben durch solche Figuren ins Lächerliche gezogen werden. Dabei passt alles und gerade die Szenen im Studentenwohnheim sind im Genre hervorragend umgesetzt. Leider wirken auch die Ärzte nicht wie Ärzte, aber dafür die Teeny-Opfer wie Teeny-Opfer. Natürlich muss man aber auch hier bedenken, dass es halt ein Low Budget Streifen war und er ist auch wirklich gelungen. Wenn man diese überdrehten Comic Reliefs gerne sieht, wird er wahrscheinlich sogar einen richtig starken Eindruck hinterlassen.
 
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