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Geändert von FGTH1308 (19.06.2008 um 18:26 Uhr) |
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Das Leben der Anderen
Jeder weiß, dass die DDR ein Überwachungsstaat war. Nur wie ging die Stasi vor und wie litten die Menschen darunter? Florian Henckel von Donnersmarck versucht mit seinen Spielfilmdebüt diese Fragen zu beantworten. Im Zentrum des Films stehen Gerd Wiesler (Ulrich Mühe), ein Stasihauptmann, und Georg Dreymann (Sebastian Koch), ein Theaterschriftsteller. Gerd Wiesler wird beauftragt den Schriftsteller zu beschatten. Am Anfang gibt es noch keine nennenswerte Resultate für die DDR. Erst nach dem Selbstmord von einem guten Freund, will Georg, die DDR bloßstellen. Gleichzeitig kämpft Gerd damit, ob er diese Informationen weitergeben will, denn so langsam fängt er an, das System zu hinterfragen. Ruhig und bedacht beginnt der Film, aber nach und nach bekommt er an Fahrt, sodass man zum Schluss richtig gefesselt ist. Die innerliche Zerrissenheit des Stasi Hauptmanns wird von Ulrich Mühe sehr gut gespielt und auch die Einsamkeit und die Ängste des Schriftstellers werden von Sebastian Koch perfekt gespielt. Die gedrückte Atmosphäre , die durch die Stasi hervorgerufen wird, werden von grauen Tönen und ruhiger melancholischer Musik unterstrichen. Florian Henckel von Donnersmarck gelang mit diesem Film ein großes Drama, welches authentisch die dunkle Seite der DDR beleuchtet. Doch den Vergleich mit Sophie Scholl hält dieser Film nicht stand, denn bei Sophie Scholl ist das Schauspiel noch intensiver und die Dramaturgie ist auch höher, doch dieses liegt alleine an der Geschichte und nicht an der Regie oder den Schauspielern. Also ob dieser Film denn Oscar wirklich verdient hat muss jeder für sich entscheiden, meiner Meinung nach hätte Sophie Scholl damals die Statue mehr verdient. Zuschauer, welche das Thema DDR und die generell ruhige Inszenierung von Filmen nicht mögen, werden diesen Film als Langweilig bezeichnen und sollten deswegen lieber einen Bogen um diesen Film machen. 8/10 |
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