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Alt 22.05.2009, 00:10   #6
Tarantino1980
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Standard AW: Der Club der toten Dichter

Der Club der toten Dichter

Zuerst mal muss ich sagen das ich mich Deiner tollen Kritik deadlyfriend nur anschließen kann!

Der Club der toten Dichter ist ein wirklich bewegender Film der einem eine Sichtweise auf das Leben bietet wie es selten ein Film schafft. Robin Williams hat hier bewiesen, dass er nicht nur jemand ist der gute Komödien spielen kann, sondern auch bei ernstern Rollen brillieren kann und diesen einen Tiefgang verschafft, wie es nur wenige können. Generell gefällt mir sogar Williams in seinen ernsten Filmen besser aber das nur am Rande.

Die Atmosphäre des Films ist wirklich erstklassig. Hier wird bewusst, teilweise eine sehr beklemmende Atmosphäre geschaffen, damit der Zuschauer sich besser in die Schüler hineinversetzen kann, wie es wohl sein muss an diesem Ort zu "reifen" und wie versucht wird die jungen Erwachsenen in ein Muster hineinzuzwängen ohne Ihnen die Chance zu geben ihre eigene Persönlichkeit zu entwickeln, sprich jedes noch so kleine Gefühl von Individualität soll im Keim erstickt werden.

Der Charakter von Robin Williams, Mr, Keating, zeigt den Schülern das es außerhalb dieses Musters noch eine eigenständige Person gibt, die jeder für sich selbst finden muss. Im Laufe des Filmes merkt man wie dieser positive Einfluss des neuen Lehrers sich auf jeden einzelnen auswirkt. Jeder entwickelt seine eigene Meinung und vorallem jeder macht das, was er vorher sich nicht getraut hat oder wovon er nicht wusste das er dazu im Stande ist. Die Schüler, natürlich allen voran Ethan Hawke und Robert Sean Leonard aber auch Josh Charles spielen in ihren damalig jungen Jahren beeindruckend authentisch. Jeder dieser Schüler verkörpert die entsprechende Rolle perfekt. Man hat als Zuschauer das Gefühl das jeder dieser Schauspieler schon einmal selbst in einer ähnliches Situation gesteckt hat, sei es der Charakter von Ethan Hawke der nicht an sich selber glaubt, oder der von Robert Sean Leonard der lieber etwas anders machen würde, aber von seinen Eltern gezwungen wird einen Weg zu gehen oder natürlich die Rolle von Josh Charles welche sich nicht traut zu seinen Gefühlen zu stehen. Man fiebert regelrecht mit jedem mit, wie sich sein Schicksal entwickelt.

Auch Regisseur Peter Weir beweist hier sehr großes Feingefühl. Er hat diesen Film sehr leise inzeniert mit sorgfälltig positionierten Paukenschlägen die den Zuschauer fesseln. Die Kamerafahrten, teilweise sehr nah am Geschehen, geben einem das Gefühl das man selbst dabei ist. Es herscht immer eine packende Stimmung und obwohl es logischerweise ein sehr dialoglasticher Film ist, hat man zu keinem Punkt das Gefühl es würde zu langweilig, zu langatmig sein. Generell verfliegt die Laufzeit von 123 Minuten wie im Fluge und am Ende bleibt die Frage offen was aus den einzelnen Personen geworden ist. Haben Sie aus den Lehren von Mr. Keating etwas für Ihre persönliche Entwicklung lernen können oder sind sie doch wieder in das Muster reingepresst worden ohne einen Sinn für Individualität.

Ich finde solche Filme werden heute nicht mehr gemacht. Man merkt Ihm definitiv noch seinen 80ziger Jahre Scharm an. Ich bezweifele auch, das so ein Film heute noch eine Chance im Kino hätte. Bestenfalls wäre es noch eine B-Movie Perle, sozusagen ein Geheimtip für Filmfreunde. Also jeder der den Film noch nicht kennt ansehen es lohnt sich!

Wertung: 8.5/10 Punkte
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One night is all that stands between them and freedom. But it´s going to be one hell of a night.
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