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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Gewalt im Film


dax
18.08.2008, 17:43
Ein Thema über das ich schon länger intensiv nachdenke.
Nein, ich habe kein Problem mit harten Szenen, immerhin bin ich absoluter Horrorfan, aber so langsam wirds mir zu bunt.
Warum?
Weil ich persönlich der Meinung bin das der ewige Folterhorror langsam die Grenzen des guten Geschmacks überschreitet, bzw. schon überschritten hat.
Damit meine ich z.B. Saw 3, oder Hostel 2.
Sicherlich es gibt härtere Filme mit härteren Szenen, aber hier geht es nur darum in ellenlangen Szenen detailierte Foltermethoden zu zeigen.
Obwohl ich Verbote und Zensur verabscheue, kann ich die Beschlagnahme von Hostel 2 zwar nicht begrüßen, aber doch verstehen.
Ich finde auch, das der Film massiv gegen die Menschenwürde verstößt.
The Hills have eyes, TCM, u.s.w. sind alles harte Filme, die ich wirklich gerne sehe, aber die Gewalt sollte zumindest ansatzweise storydienlich sein und nicht reiner, purer menschenverachtender Selbstzweck eines Films.
Um es noch anders zu formulieren:
Es stört mich nicht wenn Köpfe rollen, wenn die Spannung einen zerreißt, wenn einem die Gedärme aus dem TV tropfen. Im Gegenteil, wenn der Film gut ist, immer her damit, aber 90 Minuten Folterhorror, ohne Spannung, mit einer Handlung die nur diesem dient, macht mir einfach keinen Spaß mehr.

Wie seht ihr das?

King-of-Leon
18.08.2008, 18:10
Sehe ich ganz ähnlich. Ich steh' auch total auf harte Filme und wenns fetzt, dann bin ich der erste, der sich freut. Aber diese ganze Saw-Hostel-Kacke geht mir echt auf den Zeiger. Saw 1 war genial, da hat die Brutalität gepasst, das war einfach verstörrend und auch nicht zu ausgeprägt. Saw 2 war dann schon mehr auf die Fallen ausgelegt und den dritten Teil hab ich nach der Hälfte ausgemacht, da ich mir so was einfach nicht anschauen muss.

Wenn ich mir blos den Schnittbericht anschaue....http://schnittberichte.com/schnittbericht.php?ID=4317...dann kommts mir echt schon hoch. Wer schaut sich sowas an?

Es gibt Filme, bei denen passt die Brutalität einfach, wie z. B. bei High Tension. Der ist sicher ähnlich schlimm wie Saw aber hier ist es einfach nur schockierend und es verkommt nicht zum Selbstzweck. Dieses ewige mit-der-Kamera-bis-zum-Schluss-draufhalten geht mir echt auf die Nerven. Ich finde es meist viel verstörender, wenn man eben nicht alles sieht.

Ich hoffe, diese Welle hört bald mal wieder auf. Wie gesagt, gegen Gewalt habe ich nichts, überhaupt nichts. Ich mags, wenns lustig ist (Planet Terror), wenns hart ist (Irreversibel) und wenns schockierend ist (American History X) aber diese ganze unnötige Brutalität muss ich mir echt nicht mehr geben. Ich fand' "The Hills Have Eyes" schon grenzwertig, aber der Film ist halt einfach gut und hat auch Story, deswegen hats mich nicht gestört.

Na ja, zusammenfassend kann man wohl sagen, dass es einfach auf den Film ankommt und auch was dieser ausdrücken und zeigen will.

Dwayne Hicks
18.08.2008, 18:23
naja ich sehs im prinzip genau wie du, hab hostel net gesehen, weder 1 noch 2 aber bei saw 3 kann ich mitreden.
hab den schnittbericht gesehen zwischen kinofassung und unrated extended ultrablutig dingsbums collectors cut.
Da hab ich mir so überlegt, eigentlich reicht die kinofassung...länger muss das gefoltere echt net gehen, das war schon im kino sehr derb.

Also ich hab kein problem wenns hart zu sache geht, ich fands auch gut das John Rambo malwieder richtig abgeht nach den ganzen blutleeren Actionfilmen aber dieses Foltergenre geht mir total auf den sack.

Genau wie der Bodycountbereich bei ein gewissen forum.....kaum noch actioner....aber folter gedöhnsfilme

edit: The Hills Have Eyes (remake) find ich übrigens klasse, obwohl ich net so horrorfan bin

2moulins
18.08.2008, 18:26
Interessantes Thema !

Eigentlich dürfte ich mir ja kein Urteil über die beispielhaft genannten Filme - wie "Saw 3", "Hostel 2" und ähnliches erlauben, da ich sie nicht gesehen habe. Aber mir reichen schon die Informationen, die man über solche Machwerke in den Medien (oder auch in einem Forum) bekommt, um mich zu entscheiden, einen Bogen um diese Art Filme zu machen. Ich halte von solchen Gewaltfilmen, die sich gegenseitig übertrumpfen wollen, der härteste und brutalste zu sein, gar nichts.

Ich habe nichts gegen einen spannenden Thriller oder Horror-Film, der mit einer gewissen Brutalität daher kommt (Beispiele: Das Schweigen der Lämmer, Sieben, Pulp Fiction). Aber ich setze hier ganz klar Grenzen, die von den Dir genannten Beispielen deutlich überschritten werden.

Auch härtere Szenen in Kriegsfilmen haben hier einen anderen Stellenwert - eine explodierende Bombe oder Handgranate kann natürlich ganz böse Wunden hervorrufen, und hier ist es halt die Freizügigkeit des Filmemachers, wie deutlich er die Folgen zeigt. Aber Krieg ist eine (leider) ständige, reale Begebenheit. Und wenn es sich um einen Film mit einem gewissen Anspruch handelt, kann ich solche Szenen sehr gut akzeptieren. Sowas wie "Rambo 4" zählt hier natürlich nicht dazu.

Ich finde die aufgeworfene Frage auch deshalb interessant, weil es ja offensichtlich viele gibt, die so etwas wie "Tatsächlich....Liebe" hervorragend beurteilen und auf der anderen Seite bei Filmen aus dem "Saw-Lager" unbedingt die ungeschnittete, unzensierte XXL-Brutalo-Version brauchen.

Wenn Köpfe rollen, finde ich das übigens auch nicht dramatisch, wenn dies im Kontext mit einer Grusel-Geschichte à la z.B. "Sleepy Hollow" oder z.B. in "Apocalypto" passiert. Wenn's aber ausschließlich der gesteigerten Brutalität willen passiert, kann ich das nicht gut heißen.

....aber die Gewalt sollte zumindest ansatzweise storydienlich sein und nicht reiner, purer menschenverachtender Selbstzweck eines Films.
Um es noch anders zu formulieren:
Es stört mich nicht wenn Köpfe rollen, wenn die Spannung einen zerreißt, ....., wenn der Film gut ist, immer her damit, aber 90 Minuten Folterhorror, ohne Spannung, mit einer Handlung die nur diesem dient, macht mir einfach keinen Spaß mehr.

Zustimmung !

Gruß
2moulins

maverik
18.08.2008, 18:39
Ich sehe das genauso wie ihr auch.
Ich hab auch nichts gegen harte Kost, und ich hasse auch geschnittene Filme.

Trotzdem muss es zum Film passen. Wenn die Story und die Spannung da sind, dann sind die brutalen Szenen in Ordnung. Wenn aber ein Film nur aus Gemetzel besteht und keine Handlung hat finde ich das auch nicht gut.

tikiwuku
18.08.2008, 19:48
Um es noch anders zu formulieren:
Es stört mich nicht wenn Köpfe rollen, wenn die Spannung einen zerreißt, wenn einem die Gedärme aus dem TV tropfen. Im Gegenteil, wenn der Film gut ist, immer her damit, aber 90 Minuten Folterhorror, ohne Spannung, mit einer Handlung die nur diesem dient, macht mir einfach keinen Spaß mehr.


Ganz meine Meinung! Filme die nur durch Gewalt unterhalten finde ich auch langweilig. The Hills have eyes ist zum Beispiel einer der miesesten Filme die ich gesehen habe, null Handlung.
Eine Ausnahme bilden hier allerdings Zombiefilme und Rambo 4.;)

Willy Wonka
18.08.2008, 19:51
Das Foltern, die Brutalität etc. wird in den neuen sogenannten "Terrorfilmen" als reines Stilmittel verwendet wie in den Pornos der Sex.

Ob das jetzt ethisch vertretbar ist oder ob es Konsequenzen auf unsere heutige Gesellschaft hat steht auf einem anderen Blatt.

Fakt ist doch, dass es schon immer Filme dieser Härte gab, als Paradebeispiel ist doch Die 120 Tage von Sodom zu nennen.

Doch diese Art von Filmen wird massentauglich und das doch der punctum saliens.
Stört es euch, dass sich viele Menschen diese Art von Filmen angucken und genießen? Oder stört es euch, dass zurzeit so viele Filme nach diesem Schema gedreht werden, einfach aus rein finanzieller Sicht der Produzenten?

Es ist doch vollkommen üblich, dass Studios die Filme produzieren, welche die größe Nachfrage besitzten, also die besten Chancen haben Profit abzuwerfen.

Das ist nicht neues in Hollywood.

Mich stört es auf jeden Fall nicht, da ich eh nicht soviel aus diesem Segment sehe und wenn die Nachfrage wieder zurüchgeht wird es wieder weniger dieser Sorte geben.

dax
18.08.2008, 20:19
Oder stört es euch, dass zurzeit so viele Filme nach diesem Schema gedreht werden, einfach aus rein finanzieller Sicht der Produzenten?

Nö, das ist mir ziemlich schnuppe, da ich mir die auch nicht mehr alle angucke.
Es wird einfach langweilig mit der Zeit.
Stuhl her, Leute fesseln und ab die Post...das ist nicht mehr originell.
Ich bin nur der Meinung, das diese Filme teilweise ethisch nicht vertretbar sind.
Der Mensch ist nichts mehr wert. Hat Jason noch ratzfatz zugeschlagen und man mitgefiebert und gefeiert, muß man heute ellenlange Torturen über sich bzw. die Protagonisten ergehen lassen.
Ich finde einfach, nur mal als Beispiel, das dieses "Uhrwerk" in Saw 3 und das genüßliche draufhalten nichts mehr mit guter Unterhaltung zu tun hat.
Da ist weder Spannung, noch Ironie, noch sonstwas, nur der reine Selbstzweck.
Wie gesagt, nichts gegen harte Kost, aber wenn jemandem so nebenbei (Hostel 2) der Dödel abgeschnitten wird, die Kamera draufhält, das ganze an die Hunde verfüttert wird und keiner der Darsteller das irgendwie sonderbar findet (weils so im Drehbuch steht) ist das für mich, milde ausgedrückt, befremdlich.
Fulci Horrorszenen waren damals ja auch schon hart, heute eher lustig, aber damals war der Mensch immer noch was wert. Man hat mit den Darstellern mitgefiebert, klar waren die harten Szenen auch "wichtig", sehr wichtig sogar, aber heute ist das ganze so kalt, so beiläufig und so selbstverständlich und aus meiner Sicht einfach menschenverachtend.
Da zweifelt man schon manchmal an seinem persönlichen Geisteszustand wenn man mit ner Tüte Flips und ner Cola in der Hand zelebriertem Foltern zuschaut.
z.B. Hostel 1 war noch originell, da hat man noch mitgefiebert, bei Hostel 2 nun wirklich nicht mehr.
Ich will immer noch harte Kost sehen, so meine ich das nicht, aber bitte mit mehr Spannung, oder meinetwegen auch Ironie (z.B.Planet Terror), aber nicht mehr sinnloses und stumpfsinniges rumgefolter mit allem was der Werkzeugkasten hergibt.

Pretender
18.08.2008, 20:23
Ich halte rein gar nichts von solchen Filmen, Saw 1 war ja noch in Ordnung, Hostel wollte ich mir anschauen, doch als ich davon mal einen Trailer und ein paar Bilder gesehen habe, hatte ich schon weniger Lust auf den Film und als dann noch eine Freundin davon erzählte, was da so alles passiert, hatte ich gar keinen Bock mehr drauf! Ich finde auch die ganzen Filme, die jetzt so rauskommen nicht besonders anschaubar, da geht es nur noch um Splatter und wer am meisten Gedärme zeigt oder wer die meisten und schlimmsten Folterszenen hat! Eine gewisse Brutalität gehört nunmal zu manchen Filmen dazu, doch das "zermatschen" und Folter bis aufs kleinste wie man jüngst in den Filmen sieht, hat da meiner Meinung nach nichts verloren und ich hoffe, das die Filmindustrie da die Schraube langsam wieder ein wenig runteregelt...

Alexboy
18.08.2008, 20:27
Ich habe auch nichts gegen Gewaltszenen im Film, aber es ist mir lieber wenn nicht alles gezeigt werden muss und die Geschichte an sich schockt.
Wenn jemand die genannten Filme sehen will - bitte, aber ich brauche so etwas nicht.

Ein Bekannter von mir geht gern in Autopsien von Unfall- und Mordopfern.
Für mich hat das keinen Unterhaltungswert.

Willy Wonka
18.08.2008, 20:37
z.B. Hostel 1 war noch originell, da hat man noch mitgefiebert, bei Hostel 2 nun wirklich nicht mehr.


Also da muss ich dir widersprechen, denn Hostel 2 bot auch Stellen zum "Mitfiebern", denn allein der Kniff, dass sich eine der Frauen an ihrem Folterer rächt, war doch eine richtige "Befriedigung" für den Zuschauer. Und hat doch zum "Mitfiebern" eingeladen.

Generell finde ich dieses "mirfiebern" auch nicht gerade ethisch vertretbar, sondern fast sogar noch schlimmer, denn so wird der Zuschauer noch mehr involviert und wird mehr selber zum "Täter".
Es wird also eine emotionale Bindung zum Serienkiller (in deinem Falle Jason) aufgebaut und die Opfer werden nur als Objekte gesehen (meist in Form von gutaussehenden Frauen).
Bei vielen Folterfilmen gibt es immerhin einen emotionalen Bezug zu den Opfern.

Selbstverständlich gibt es auch Filme, welche beides vollziehen also die Opfer als reine Objekte sehen, den Täter als cool darstellen und hinzu das extreme Foltern.

SAB
18.08.2008, 20:42
Doch diese Art von Filmen wird massentauglich und das doch der punctum saliens.
Und das ist immer noch das, was mich eigentlich noch ein wenig verwundert! Ich hätte vor 5 Jahren nie gedacht, das es massentauglich wird, sich im Kinosaal Folterungen anzuschauen!:rolleyes:

Ich gebe dax mit seinem Eröffnungsstatement absolut recht! Ich als Horror-Fan bin auch immer für eine "gesunde" Portion Härte und Brutalität zu haben! Aber auch mir gingen die Paradebeispiele "Saw 3" ("Saw 4" ging ja zum Glück wieder einen kleinen Schritt zurück! Hoffentlich bleibt das so!) und "Hostel 2" zu weit! Auch wenn zum Beispiel "TCM: The Beginning" extrem hart ist, empfinde ich das dort noch irgendwie anders, da der Film insgesamt halt auch sehr spannend inszeniert ist!
Aber "Hostel 2" war für mich die bisherige Spitze und ich hoffe sehr, das diese Welle schnell wieder verebbt!

Also immer her mit schaurigen Brutalitäten (aber nur wenn Story und Spannung stimmen!):grr:

deadlyfriend
18.08.2008, 20:46
Ich bin erstmal gegen jegliche Art von Zensur! Wenn Gewalt ein "Kunstprodukt" ist, ist es das eben. Alleine die wahnsinnig kunstvoll in Szene gesetzten Morde von Dario Argento. Einfach fantastisch. Zu doof wird es mir wenn es plakativ wird. Aber das ist widerum Geschmackssache. Wer es gern mag, soll auch das Recht haben sich das anzusehen . Ich für meinen Teil bin nach Saw 2 ausgestiegen. Nicht weil es zu brutal war sondern weil mich die Brutalität gelangweilt hat. Ich mag lieber Filme mit feinem Gespür an welcher Stelle man mal das Messer auspackt. Im 10 Minuten Takt ist mir künstlerisch zu anspruchslos. Hostel 1 habe ich auf Premiere gesehen. Mit einer vernünftigen Charaktereinfürhrung hätte der Film richtig gut werden können. Die dreckigen Locations waren stimmig und die Gewaltszenen waren zu einem gewissen Grad der Handlung wirklich dienlich. Das Sequel habe ich mir trotzdem nicht angesehen und Saw ist für mich eh zu blöd. Auch der erste Teil war dermaßen schwachsinnig das ich ihn für völlig überbewertet befinde. Zurück zum Thema:

Mir geht die momentane Folterwelle tierisch auf den Zeiger. Bestes Beispiel ist "Captivity". Den wollte ich eigentlich sehen, aber nachdem ich gelesen habe das der Film dem Studio nicht brutal genug war, und man einfach irgendwelche Foltersequenzen nachträglich in den Film eingefügt hat, hatte ich darauf keine Lust mehr. Lieber spannungsgeladene Filme wie "Them", "Wolf Creek" etc...Die gehen zwar in die gleiche Richtung aber sie legen mehr Wert auf Spannung als auf Brutalität. Davon hätte ich gerne mehr, aber das geht wohl nur wenn die Folterwelle wieder abflaut. Deshalb nervt sie mich.

SAB
18.08.2008, 20:48
Also da muss ich dir widersprechen, denn Hostel 2 bot auch Stellen zum "Mitfiebern",...

Das finde ich aber dennoch nicht! "Hostel" war wirklich noch so ausgelegt, das man hoffte, das die Jungs irgendwie noch entwischen können! Aber "Hostel 2" ist echt nur noch eine Aneinanderreihung von Gewaltszenen mit wenigen Handlungselementen dazwischen (wie Willy schon richtig bemerkte, genauso wie in einem Porno)!

BladeRunner2007
18.08.2008, 20:58
Also Hostel fand ich ganz unterhaltsam und würde ich wohl so 6/10 geben. Der war noch in Ordnung. Hostel II ist allerdings einfach nur Gewalt ohne jehliche Handlung. Hier geht es nur darum eine Gewaltszene nach der anderen zu zeigen und wenn möglich immer brutaler als die vorherige. Einfach nur furchtbar und sehr schlecht inszeniert 1/10.

dax
18.08.2008, 21:03
Aber "Hostel 2" ist echt nur noch eine Aneinanderreihung von Gewaltszenen mit wenigen Handlungselementen dazwischen (wie Willy schon richtig bemerkte, genauso wie in einem Porno)!

Das trifft es genau.

@deadlyfriend

Ich bin auch gegen jede Form von Zensur, das wird sich auch nicht ändern.
Ich sage nur das ich die Beschlagnahme von Hostel 2 nicht unterstütze und auch nicht gutheiße, aber nachvollziehen kann.
Dein Argentobeispiel trifft es auch sehr gut!:hoch:

Despair
18.08.2008, 21:06
Ich sehe gerne harte, bluttriefende Filme, wenn sie ein fiktives und nicht allzu realistisches Szenario haben. Zombies, Monster, Vampire, was auch immer - da darf es ruhig spritzen, bis die Putzkolonne kommt. Ebenso habe ich nichts dagegen, wenn Gewalt völlig überzogen dargestellt wird, wie beispielsweise in Kill Bill Vol. 1. Bei (Anti-)Kriegsfilmen wird es schon schwieriger. Wenn ein gewisser Anspruch dahintersteckt, dürfen die auch drastisch sein. Dumpfe Baller-Actioner im Dolph Lundgren-Stil lehne ich aber ab. Die Terrorfilm-Welle ist fast gänzlich an mir vorübergeschwappt, außer Saw 1 und 2 habe ich keinen davon gesehen. Da ich diese beiden nicht besonders gut fand (auch Saw 1 nicht), habe ich alle anderen Filme aus diesem Genre schlichtweg ignoriert. Da schaue ich lieber einen ordentlichen Teenie-Slasher. Jason und Freddy sind mir wesentlich lieber als irgendwelche perversen Folterknechte, die auch im wirklichen Leben vorkommen könnten.

Ansonsten darf es gerne auch "ästhetische" Gewaltdarstellung sein, wie Dario Argento sie früher praktiziert hat. Brutalität auf künstlerische Weise sozusagen. Hart, aber nicht allzu realistisch.

Was mich ebenfalls aufregt, ist die unrealistische Gewaltdarstellung im deutschen Fernsehen, beispielsweise im Tatort. Klar, man kann um 20:15 Uhr im öffentlich-rechtlichen TV keine Blutorgien zeigen. Aber ein Kopfschuss, bei dem maximal zwei, drei Blutstropfen austreten? Völlig unecht wirkende, in allen Farben schillernde Wunden? Die obligatorische Schürfwunde an der Backe inklusive Heftpflaster auf der Stirn? Sorry, aber das geht für mich schon in Richtung Gewaltverharmlosung...

SAB
18.08.2008, 21:13
Da schaue ich lieber einen ordentlichen Teenie-Slasher.

Ich auch, ich auch! Gegen die heutigen Terrorfilme sind Slasher wie Scream oder Ich weiß, was du letzten Sommer getan hast nur noch reine Kinderfilme! Aber genau diese Filme liebe ich immer noch und "fiebere" jedes Mal auf ein neues total mit!
Daran kann man schon ganz gut die Abstumpfung bzw. Verrohung in den letzten 10 Jahren erkennen!

dax
18.08.2008, 21:15
Daran kann man schon ganz gut die Abstumpfung bzw. Verrohung erkennen!

Was natürlich wieder die These, das Filme ein Spiegel ihrer Zeit sind, mehr als nur bestätigt.
Irgendwie erschreckend, oder?

Despair
18.08.2008, 21:16
Ich auch, ich auch! Gegen die heutigen Terrorfilme sind Slasher wie Scream oder Ich weiß, was du letzten Sommer getan hast nur noch reine Kinderfilme!
Daran kann man schon ganz gut die Abstumpfung bzw. Verrohung erkennen!

Wobei ich beispielsweise über die FSK 16-Einstufung von "Wrong Turn" ziemlich erstaunt war. Auch die Slasher werden härter...

BladeRunner2007
18.08.2008, 21:19
Ich finde die Horrorfilme sollten mal wieder auf das Gewaltniveau von Scream zurückkommen. Dort war die Gewalt hart, aber nicht zu übertrieben. Außerdem war der Film sehr spannend und hatte die richtige Mischung aus Spannung und Gewalt.

SAB
18.08.2008, 21:22
Ich finde die Horrorfilme sollten mal wieder auf das Gewaltniveau von Scream zurückkommen. Dort war die Gewalt hart, aber nicht zu übertrieben. Außerdem war der Film sehr spannend und hatte die richtige Mischung aus Spannung und Gewalt.

*absolutunterschreib*

zu Wrong Turn: Das hatte mich damals auch sehr überrascht!

SAB
18.08.2008, 21:23
Was natürlich wieder die These, das Filme ein Spiegel ihrer Zeit sind, mehr als nur bestätigt.
Irgendwie erschreckend, oder?

Tja, was kann man anderes sagen als: Ja!

Willy Wonka
18.08.2008, 21:26
Hostel II ist allerdings einfach nur Gewalt ohne jehliche Handlung. Hier geht es nur darum eine Gewaltszene nach der anderen zu zeigen und wenn möglich immer brutaler als die vorherige. Einfach nur furchtbar und sehr schlecht inszeniert 1/10.

Auch hier hat Eli Roth eigentlich nur die üblichen Konventionen eines Sequels verwendet und zwar "Mehr".
So wie bei einer Fortsetzung einer Action-Komödie mehr Action und mehr Humour in die Geschichte gepackt wurde, ist es bei Hostel Part 2 sind eben mehr Folterungen und härtere noch dazu.
Die Geschichte wurde bei Hostel 2 eigentlich noch bestmöglich umgesetzt, denn allein, dass man diesmal die andere Seite beleuchtet hat, war doch ein solider Gedanke des Autors.

BladeRunner2007
18.08.2008, 21:28
Erstmal ist das ganze sehr langatmig ausgefallen und es gibt nichts herrausragendes in seiner Inszenierung. Aber die Damen sehen alle sehr hüsch aus. Das hat Herr Roth gut gemacht. Alles andere ist ihm imo nicht gelungen. Seine beste Regieleistung hat er immernoch mit dem Thanksgiving Trailer abgeliefert!

Despair
18.08.2008, 21:30
Mich persönlich nehmen klassische Gruselstreifen viel mehr mit als blutige Gewaltorgien. Als Beispiel sei mal "The Grudge" genannt. Ja, ich weiß, den mögen Viele nicht und halten ihn für langweilig. Ich stehe aber dazu... :D

Insbesondere die Szene im Flur, als die schemenhafte Gestalt erscheint, die Protagonistin durch das langsam dunkel werdende Treppenhaus nach Hause in die vermeintlich sichere Wohnung flüchtet und anschließend unter der Bettdecke kalt erwischt wird... :eek:

Manche Filme treffen genau mein Angstzentrum, auch ohne Blut und Gekröse in den Vordergrund zu stellen.

SAB
18.08.2008, 21:33
Auch hier hat Eli Roth eigentlich nur die üblichen Konventionen eines Sequels verwendet und zwar "Mehr".
Die Regeln einer Fortsetzung (wo wir wieder bei "Scream" wären:D): Da hast du recht! Enttäuscht war ich dann aber als ich das Ergebnis sah, zumal Roth in Interviews vor VÖ noch betont hatte, nun eine stärkere Geschichte erzählen zu können! Das war dann aber leider nix!


Die Geschichte wurde bei Hostel 2 eigentlich noch bestmöglich umgesetzt, denn allein, dass man diesmal die andere Seite beleuchtet hat, war doch ein solider Gedanke des Autors.

Der Gedanke war auch sehr lobenswert! Nur die Umsetzung gefiel mir dann leider nicht! Nur bei einer einzigen Szene wurde mir doch sehr unbehaglich! Und zwar als die beiden Hauptdarsteller sich langsam fertig machten und daraufhin die Folterflure entlang zu ihren Verließen gingen untermalt von klassischer Musik! Das war gruselig!

BladeRunner2007
18.08.2008, 21:33
Für mich sind Atmo und Spannung auch viel wichtiger als Gore. Die besten Beispiele dafür sind meine Top 5:

- Dawn of the Dead (zwar viel Gore, besticht aber durch seine Gesellschaftskritik und seine apokalyptische und beklemmende Atmo!)
- Halloween
- Suspiria
- The Texas Chain Saw Massacre
- The Thing (klar gibt es auch hier harte Effekte, aber die Amto ist einmalig und fast unübertreffbar. Den Film guckt man sich nicht wegen den Gore Effekten an!)

Willy Wonka
18.08.2008, 21:34
Ja Roth ist wie ein Handwerker eines Ikea Möbelstückes vorgegangen und hat kein erstklassiges Material verwendet, sondern nur die üblichen Bestandteile und später fehlt auch noch die eine oder andere Schraube, aber trotzdem wird dieses Möbelstück gekauft und wird seinen Dienst für eine gewisse Zeit verrichten, im Gegensatz zu einem liebvoll selbst konziperten Möbelstück, welches irgendwann sogar eine Antiquität wird und somit sehr wertvoll.

SAB
18.08.2008, 21:35
Mich persönlich nehmen klassische Gruselstreifen viel mehr mit als blutige Gewaltorgien.

Mich oft auch! Ich z.B. bekomme jedes Mal total Angst, wenn ich "Das Grauen" mit George C. Scott ansehe! Das ist wahrer Horror!

maverik
18.08.2008, 21:36
Ich auch, ich auch! Gegen die heutigen Terrorfilme sind Slasher wie Scream oder Ich weiß, was du letzten Sommer getan hast nur noch reine Kinderfilme! Aber genau diese Filme liebe ich immer noch und "fiebere" jedes Mal auf ein neues total mit!


Da kann ich dir absolut zustimmen. Mir geht es genauso.


Also mir hat Hostel 1 schon nicht gefallen. Habe den zweiten zwar zu Hause, aber wenn ich das hier so lese, werde ich wohl darauf verzichten den zu sehen.

dax
18.08.2008, 21:37
Die Geschichte wurde bei Hostel 2 eigentlich noch bestmöglich umgesetzt, denn allein, dass man diesmal die andere Seite beleuchtet hat, war doch ein solider Gedanke des Autors.

Mir wäre es lieber gewesen, wenn der Überlebende aus Teil 1 sich daran gemacht hätte das Hostel zu "räumen" und die Organisation zu zerschlagen.
Das wäre was gewesen und nicht nur Teil 1 aus anderer Sicht neu zu verfilmen.
Da hätte er dann auch die Möglichkeit gehabt Härte reinzubringen ohne den Zwang sich selbst in der Darstellung der Folterszenen zu übertreffen.

Evil_Gonzo
19.08.2008, 00:31
Das ist ein wirklich interessantes und auch schwieriges Thema wie ich finde.
Diese ultrabrutalen sinnlosen Filme schaue ich mir auch gerne an, das gebe ich gerne zu.
Was mich bei der ganzen Sache nur stört ist, das viele Jugendliche an solche Filme herankommen diese auch schauen und teilweise darauf nicht klarkommen. Das zeigt sich in verschiedensten Sachen wieder, entweder verarbeiten das viele Jugendliche mit Gegengewalt, oder sie nässen nachts ein oder sie sind allgemein in ihrem Wesen gestört.
Denn gerade die Hostel und Saw Filme erfreuen sich bei den unter 18jährigen an großer Beliebtheit. Ich kenne 14 jährige, die diese Filme bereits gesehen haben. Teilweise sogar mit ihren Vätern. :motz:
Ich finde auch das solche Filme erst ab 21 Jahre verkauft werden dürfen, denn das 18 jährige diese schon sehen dürfen finde ich auch ein echt starkes Stück.
Klar, auch wenn diese Filme erst ab dem 21. Lebensjahr verkauft werden dürfen, kommen Jugendliche trotzallem immer noch an diese Filme dran....
Ich sags ja, es ist ein schwieriges Thema.

King-of-Leon
19.08.2008, 00:51
Ich finde auch das solche Filme erst ab 21 Jahre verkauft werden dürfen, denn das 18 jährige diese schon sehen dürfen finde ich auch ein echt starkes Stück.
Klar, auch wenn diese Filme erst ab dem 21. Lebensjahr verkauft werden dürfen, kommen Jugendliche trotzallem immer noch an diese Filme dran....
Ich sags ja, es ist ein schwieriges Thema.

Na ja, da muss ich aber sagen, dass ich auch schon mit zwölf Jahren 18ner-Filme gesehen habe. War halt schon früher ein Horror-Fan und ich denke, mit 18 ist bestimmt fast jeder im Stande die gesehen Bilder zu verarbeiten, ich denke eigentlich schon ein paar Jahre eher. Also mir hats bestimmt nicht geschadet. Kommt halt immer drauf an, wie man innerlich tickt. Hab mal mit ner Zweckbekanntschaft (der war 18-19) Hostel angeschaut und kurz bevor der einen das Auge abgeschnitten wird, sagte er "jetzt wirds gleich geil"...da hab ich dann nur mit dem Kopf geschüttelt, denn sowas kann ich irgendwie nicht verstehen, da der Film halt keinesfalls lustig ist. Bei Planet Terror würde das passen aber da halt nicht.

Um noch mal meine Position zu verdeutlichen: oft kann ich sogar gar nicht genug Gewalt haben. Beim neuen Rambo zum Beispiel, da fetzts einfach nur noch und auf sowas stehe ich total, das ist einfach Action pur mit schnellen Schnitten etc. Bei Saw etc. wird aber mehrere Minuten lang gefoltert und immer draufgehalten...das muss ich mir einfach nicht anschauen. Nicht dass es mir was ausmachen würde, ich kenne wohl schon deutlich schlimmeres, aber im meinem Kopf machts dann irgendwie klick und ich kann mich dann von sowas einfach nicht unterhalten lassen und schockieren tuts auch nicht. Wenns einmal in nem' Film vorkommt, ists ja ok, aber wenn eine Folter-Szene nach der anderen kommt, wirds einfach langweilig.

Und der von Willy angesprochene "Die 120 Tage von Sodom" ist meiner Meinung nach ein schlechtes Beispiel. Das ist so ein Film, der die Gewalt braucht um so sehr zu verstören. SO viel wäre eventuell nicht nötig gewesen aber wenn man sich dann noch einiges dazu durchliest, merkt man, dass der Regisseur mit seinem Film etwas ausdrücken wollte. Das war sicher keine Aufgeilung an der Gewalt. Bei dem Film würde sicher keiner sagen "boah geil", weil es einfach eklig und schockierend anzuschauen ist.

Ich glaube, das Problem liegt oft ganz woanders. Wenn ich viele Jugendliche (gehör ich ja eigentlich selber noch dazu) reden höre über Filme wie Hostel etc. dann denke ich mir oft , dass es denen einfach ein bisschen an Intelligenz und Feilgefühl fehlt...was da oft für Kommentare abgelassen werden, ist einfach nur peinlich. Wir haben z. B. mal "Schindlers Liste" in der Klasse angeschaut und selbst da werden oft blöde Sprüche eingeworfen...da denke ich mir dann nur "gehts noch?". Ich denke, Gewaltfilme machen den wenigstens was aus, nur der Umgang damit ist bei den meisten eben völlig falsch. Die meisten machen sich eben keine Gedanken über das, was sie sehen. Das kommt wohl bei vielen erst, wenn sie deutlich älter sind. Bei mir hat das Denken gott sei dank schon sehr früh angefangen. :)

Evil_Gonzo
19.08.2008, 01:29
Na ja, da muss ich aber sagen, dass ich auch schon mit zwölf Jahren 18ner-Filme gesehen habe. War halt schon früher ein Horror-Fan und ich denke, mit 18 ist bestimmt fast jeder im Stande die gesehen Bilder zu verarbeiten, ich denke eigentlich schon ein paar Jahre eher. Also mir hats bestimmt nicht geschadet. Kommt halt immer drauf an, wie man innerlich tickt.
Auch ich habe schon im frühen Alter viele krasse Filme gesehen. Aber du schreibst es ja selber, es kommt eben darauf an wie man innerlich tickt.
Und viele geben nach außen hin den coolen, kommen aber dann wie schon von mir beschrieben teilweise auf diese ganzen Gewaltszenen nicht klar.
Trifft ja nicht bei jeden Jugendlichen zu, aber durch meine Arbeit lerne ich immer wieder Jugendliche kennen....
Natürlich sind solche Filme auch nicht der Hauptgrund, warum bestimmte Jugendliche "abdrehen", aber sie geben ihren Teil dazu.

Willy Wonka
19.08.2008, 12:59
Und viele geben nach außen hin den coolen, kommen aber dann wie schon von mir beschrieben teilweise auf diese ganzen Gewaltszenen nicht klar.


Das ist auch ein sehr guter Punkt, denn so welche Szenarien kenne ich auch. Oder das man einfach ständig laut loslachen muss bei Horrofilmen, habe ich schon des öfteren gehört, doch dieses ist ein einfacher Abewehrmechanismus, da man den Film sonst zu spannend, zu ekelig oder sonst etwas findet.

Viel schlimmer finde ich es aber wenn man sich bei (Anti-)Kriegsfilmen jubelt oder es cool findet. Wie es King-of-Leon schon bei Schindlers Liste geschrieben hat.
Mein Extrembeispiel ist hier Der Soldat James Ryan, denn mit dem Gefechten am Beginn des Films wollte Spielberg eigentlich den Schrecken verdeutlichen, aber dieses wird genau gegensätzlich von vielen Jugendlichen behandelt.

Ich könnte noch viele Beispiele nennen und Meinungen äußern, aber da fehlt mir zurzeit einfach die Zeit.

Aber genrell finde ich, dass man Filme nicht nach bestimmen Alterskriterien festlegen darf, denn auch im jungen Alter kann man schon ein filmisches Verständis vorweisen.

Außerdem muss sehr viel in Deutschland an der Medienpädagogik gearbeitet werden. :bart:

deadlyfriend
19.08.2008, 19:10
Keine Ahnung ob das stimmt aber in Frankreich scheint es als Höchststufe die 16er Freigabe zu geben. Nur Pornos ist es vorbehalten eine 18er zu bekommen. Das heißt das Frontier(s) und Inside 16 jährigen frei zugänglich ist. Der nächste Hammer kommt nämlich wieder aus Frankreich und nennt sich "Martyrs". Der soll die anderen Sickos weit in den Schatten stellen. Der soll dort erstmals ein 18er Rating bekommen haben. Das Kultusministerium :eek: intervenierte und jetzt darf er doch ab 16 unter die Leute. Sachen gibts.

Aber Schade um Martyrs. Der Teaser (http://www.martyrs-lefilm.com/) hatte mir gut gefallen und mich neugierig gemacht. Der Trailer (http://mftm.blogspot.com/2008/06/martyrs-2008-trailer.html) hingegen hat mein Interesse dann erstmal gestillt. Ich hatte mich nämlich auf was spannendes gefreut.

Frankie
19.08.2008, 20:03
Keine Ahnung ob das stimmt aber in Frankreich scheint es als Höchststufe die 16er Freigabe zu geben.

Auch wenn es OT ist, in Frankreich ist Starship Troopers ab 12. klick (http://www.imdb.com/title/tt0120201/)

Bei imdb kann man zu jeden Titel sehr schön sehen welche Einstufung er in den einzelnen Ländern hat.

deadlyfriend
19.08.2008, 20:39
Oh, das wußte ich gar nicht. In jedem Fall sehr interessant wie unterschiedlich die Länder so bewerten.

Evil_Gonzo
19.08.2008, 22:00
Auch wenn es OT ist, in Frankreich ist Starship Troopers ab 12. klick (http://www.imdb.com/title/tt0120201/)
Bohr, wie krass ist das denn :eek:

BladeRunner2007
20.08.2008, 00:46
Naja, The Evil Dead ist dort auch ab 12.... diese Franzosen. Alles Idioten :D

Evil_Gonzo
20.08.2008, 01:05
Naja, The Evil Dead ist dort auch ab 12.... diese Franzosen. Alles Idioten :D
Hehehe.
Aber mir ist es auch schnuppe welche Alersfreigabe die Filme in anderen Ländern bekommen.
Ich gebe Willy Wonka Recht, wenn er schreibt es sollte hierzulande etwas an der Medienpädagogik gearbeitet werden. Aber in diesem Bereich fliesst vom Staat zu wenig Kohle rein.

BladeRunner2007
20.08.2008, 01:07
Mich interessiert es eigentlich auch nicht. Aber ist schon ein krasser Unterschied. In Deutschland beschlagnahmt und in Frankreich kann den jeder 12-jährige kaufen. Ist schon beachtlich.

dax
20.08.2008, 08:20
Hehehe.wenn er schreibt es sollte hierzulande etwas an der Medienpädagogik gearbeitet werden. Aber in diesem Bereich fliesst vom Staat zu wenig Kohle rein.

Die sollten die Kohle dann lieber mal als Schmiergeld für FSK-Bauftragte einsetzen, damit diese nervigen Schnittauflagen mal aufhören...;)

Taucher
20.08.2008, 10:45
Ein Thema über das ich schon länger intensiv nachdenke.
Nein, ich habe kein Problem mit harten Szenen, immerhin bin ich absoluter Horrorfan, aber so langsam wirds mir zu bunt.
Warum?
Weil ich persönlich der Meinung bin das der ewige Folterhorror langsam die Grenzen des guten Geschmacks überschreitet, bzw. schon überschritten hat.
Damit meine ich z.B. Saw 3, oder Hostel 2.
Sicherlich es gibt härtere Filme mit härteren Szenen, aber hier geht es nur darum in ellenlangen Szenen detailierte Foltermethoden zu zeigen.
Obwohl ich Verbote und Zensur verabscheue, kann ich die Beschlagnahme von Hostel 2 zwar nicht begrüßen, aber doch verstehen.
Ich finde auch, das der Film massiv gegen die Menschenwürde verstößt.
The Hills have eyes, TCM, u.s.w. sind alles harte Filme, die ich wirklich gerne sehe, aber die Gewalt sollte zumindest ansatzweise storydienlich sein und nicht reiner, purer menschenverachtender Selbstzweck eines Films.
Um es noch anders zu formulieren:
Es stört mich nicht wenn Köpfe rollen, wenn die Spannung einen zerreißt, wenn einem die Gedärme aus dem TV tropfen. Im Gegenteil, wenn der Film gut ist, immer her damit, aber 90 Minuten Folterhorror, ohne Spannung, mit einer Handlung die nur diesem dient, macht mir einfach keinen Spaß mehr.

Wie seht ihr das?

1000 % Zustimmung von mir.
Was mich viel mehr verärgert sind die geschnittenen Szenen gewisser Actionfilme,
die selbst im Kino nicht in der Orginalversion zu sehen sind und meiner Meinung nach daher ein "Kunstwerk" zerstückelt und damit unbrauchbar gemacht wird.
Es gibt nun einmal Filme deren Handlung härtere Tötungs,- Sterbeszenen unabdingbar machen um die Glaubwürdikeit zu erhalten. Zensur in diesen Bereichen lehne ich Grundsätzlich ab und werde mir auch niemals Filme auf DVD kaufen die in irgend einer Art beschnitten sind. Oben beschriebene Filme nenne ich nicht mein eigen, da ich diese Filme einfach nur für hirnlosen Schwachsinn halte und daher generell ablehne.
Wer es denn mag , soll sich an diesen Schlachtszenen ergötzen.
Ansonsten, wie gesagt 1000% Zustimmung , siehe oben.

mr.bauer
20.08.2008, 18:23
Auch wenn es OT ist, in Frankreich ist Starship Troopers ab 12. klick (http://www.imdb.com/title/tt0120201/)

Bei imdb kann man zu jeden Titel sehr schön sehen welche Einstufung er in den einzelnen Ländern hat.

:lol::hoch::respekt:
Das ist echt stark! Ich bin im falschen Land geboren worden. Werde denen nicht umsonst in Kürze mal nen Besuch abstatten. Hoffentlich erwische ich dann auch Inside und Frontier. Beim letzten Besuch hab ich Inside nicht entdecken können. Sind aber auch gar nicht so teuer musste ich auch feststellen.

SAB
26.08.2008, 09:10
Keine Ahnung ob das stimmt aber in Frankreich scheint es als Höchststufe die 16er Freigabe zu geben. Nur Pornos ist es vorbehalten eine 18er zu bekommen.

Ich glaube, das das in den Niederlanden auch so ist! Habe da eigentlich noch nie Filme ab 18 gesehen!

Evil_Gonzo
26.08.2008, 17:30
Ich glaube, das das in den Niederlanden auch so ist! Habe da eigentlich noch nie Filme ab 18 gesehen!
Bin mir auch nicht ganz sicher, aber ich glaube du hast Recht.

deadlyfriend
21.04.2009, 16:40
Ich möchte mal die Idee des Threads aufgreifen und was anderes ins Spielfeld werfen was ich an anderer Stelle schonmal versucht habe:


Gewalt im Film

Gewalt ist in vielen Filmen die Essenz, das Salz in der Suppe. Erinnern wir uns an die 70er und auch die 80er (sofern in der deutschen Fassung noch was übrig blieb). Die Gewaltspirale war enorm hoch. "Dawn of the dead" war für den Magen ein unangenehmer Film, die Fulci Filme hätten ohne Holzsplinte oder Rasierklingen im Auge deutlich weniger Wert. Argento schaffte es einen Mord in einer "Kunstform des Lichts" abzuliefern und auch viele andere benutzten harte Szenen um ihre Low-Budget Streifen unter das Volk zu bringen. Schmuddelfilmer wie Ruggero Deodato oder Umberto Lenzi sprengten allerdings auch die Grenzen und brachten echte Tiermorde auf die Leinwand. Bei vielen Kult, bei mir in allertiefster Verachtung!

Der Blutgehalt wurde dann zunehmend im Komödienfach untergebracht was durch übertriebenen Einsatz für Lacher sorgte. Als bestes Beispiel und stellvertretend wäre hier "Braindead" zu nennen. Für mich als "gewaltgeilen" Zuschauer gab es dann trotzdem Grenzen. Keine klare Linie die ich ziehen könnte, aber viele Morde im Film waren einfach "hart aber gerecht". Überhart war es aber nie. Ein Rest von Respekt schien in den Köpfen zu herrschen. Dieser Respekt könnte in möglichen dazugehörigen Motiven liegen oder aber auch aus Spannungsgründen existieren. Für mich ist diese Grenzlinie eindeutig nicht zu ziehen und dürfte bei jedem anders liegen. Als ich dann einige Japan "Sickos" zu sichten bekam wußte ich das bei mir die Grenze überschritten ist. Ich, der sich freut wenn Jason wieder jemanden aufschlitzt, starrte bei "Men behind the sun" oder auch "Guinea Pig" nur noch angewidert auf den Bildschirm. Nichts aber auch gar nichts konnte mich bei diesen "Filmen" fesseln, weshalb auch schnell die Vorspultaste und dann der "Eject" Knopf gedrückt wurde.

Inzwischen bin ich wieder soweit. Ist die Gewalt in den heutigen Folter und Terrorfilmen notwendig oder nähern bzw. überschreiten wir da nicht wirklich langsam den Paragraph 131 ? Wo ist für euch die Grenze? Man liest immer wieder bei Kindern hört der Spaß auf. Ich habe Berichte von kritischen Menschen gelesen, die es nicht gut fanden das in "John Rambo" Kinder erschossen wurden. Ist aber die Tatsache das das Opfer ein Kind ist, wirklich schlimmer als eine 25 jährige Frau, die aufs brutalste gequält und gefoltert wird ? In Nahaufnahme mit rein sadistischem Motiv? Mich würden zu dem Thema wirklich eure Gedanken interessieren. Ich habe schon einige Male gelesen das man "zu abgebrüht und abgestumpft" ist. "Schon zu viel gesehen als das das noch wirken könnte." Ich sehe seit über 30 Jahren Horrorfilme aber ich kann nicht behaupten das ich während der expliziten Mißhandlung eines Menschen zu Gähnen anfange. Natürlich kommt das wieder auf die Umsetzung des Films an. Also Leute, wie ist eure Meinung zu dem Thema? Ich hoffe hier kommt ein bißchen was Konstruktives und vor allem interessante verschiedene Sichtweisen zu Tage.

PS: Mir ist auch aufgefallen das die Mißhandlungen in den Genre-Vertretern nie sexueller Natur sind. Warum ist das so? Angst vor dem Rating oder kommt das erst noch?

Willy Wonka
21.04.2009, 17:20
Eine sehr gelungene Einführung in ein sehr interessantes Thema. Dennoch möchte ich daraufhinweisen, dass wir dieses Thema schon mal in einem Themenstrang hatten (Hier (http://www.filmvisionaere.com/showthread.php?t=712&highlight=gewalt+film)). Ich habe auch sehr viel Lust dieses Thema noch einmal aufzugreifen und neue und verschiedene Perspektiven zu vergleichen und zu erläutern, dennoch wäre ich dafür, dass das Thema irgendwo zusammen bleibt, denn sonst ist dasselbe Theme in verschiedenen Bereichen des Forums.

Stellung zu dem Thema kann ich noch nicht geben, da mir zurzeit die Zeit fehlt und ich will mir auch Zeit nehmen, um mich mit dem Thema näher zu befassen.

deadlyfriend
21.04.2009, 17:47
Eine sehr gelungene Einführung in ein sehr interessantes Thema. Dennoch möchte ich daraufhinweisen, dass wir dieses Thema schon mal in einem Themenstrang hatten (Hier (http://www.filmvisionaere.com/showthread.php?t=712&highlight=gewalt+film)). Ich habe auch sehr viel Lust dieses Thema noch einmal aufzugreifen und neue und verschiedene Perspektiven zu vergleichen und zu erläutern, dennoch wäre ich dafür, dass das Thema irgendwo zusammen bleibt, denn sonst ist dasselbe Theme in verschiedenen Bereichen des Forums.

Stellung zu dem Thema kann ich noch nicht geben, da mir zurzeit die Zeit fehlt und ich will mir auch Zeit nehmen, um mich mit dem Thema näher zu befassen.


Oh Mann! Käthe Alzheimer hat zugeschlagen. Ich habe den Thread völlig vergessen und sofort interessiert begonnen ihn zu lesen, weil ich sicher glaubte ihn nicht zu kennen. Bis ein Posting von mir selbst auftauchte. Da habe ich nicht schlecht gestaunt. Es geht langsam abwärts..............................
Aber Danke für den Hinweis. Mal sehen was ich jetzt mit dem geschriebenen Text mache.

Willy Wonka
21.04.2009, 17:51
Aber Danke für den Hinweis. Mal sehen was ich jetzt mit dem geschriebenen Text mache.

Vielleicht kann ja ein Moderator, denn Text dorthin verschieben, denn dein Text könnte dennoch viele neue Impulse bringen.

Louis Cypher
21.04.2009, 18:04
Ich bin sicher noch nicht abgestumpft,ist aber bei nicht eindeutig zu sagen,wie ich zur Gewalt im Filmen stehe.
Reine Folterfilme wie Saw,Hostel schaue ich mir nicht an.Davon wird mir schlecht.
Horrorfilme wie z.B.Texas Chainsaw Massacre landen selten im Player und bei manchen Szenen schaue ich weg.
Bei Actionfilmen wie Shoot em up oder Bad Boys 2(die überfahrenden Leichen) amüsiere ich mich köstlich und es stört mich nicht.

deadlyfriend
21.04.2009, 18:18
Ich bin sicher noch nicht abgestumpft,ist aber bei nicht eindeutig zu sagen,wie ich zur Gewalt im Filmen stehe.
Reine Folterfilme wie Saw,Hostel schaue ich mir nicht an.Davon wird mir schlecht.

Interessant! Wie äußert sich das "schlecht werden"? Richtige Übelkeit oder mehr ein Unwohlsein? Ein Unbehagen?

Horrorfilme wie z.B.Texas Chainsaw Massacre landen selten im Player und bei manchen Szenen schaue ich weg.

Klasse das du das erwähnst:hoch: Frühere Filme waren auf "Weggucken" als Möglichkeit spezialisiert. Meistens zumindest hatte man als Zuschauer noch die Chance bei "schlimmen" Szenen die Augen zu zumachen. Auch bei meiner Freundin ein sehr beliebtes Mittel. Halt immer nur kurz bis die Stelle vorbei ist. Heute muß man die Augen 30 Minuten lang schließen. Auch das ist bei meiner Freundin ein beliebtes Mittel aber das heißt mit anderen Worten nichts anderes als eingeschlafen:D
Das heißt man kann viele Filme heute nicht mehr zu 95% schauen, mit der Option die schlimmen Szenen auszulassen. Ganz oder gar nicht ist die Devise. Ein interessanter Aspekt wie ich finde.

Bei Actionfilmen wie Shoot em up oder Bad Boys 2(die überfahrenden Leichen) amüsiere ich mich köstlich und es stört mich nicht.

Genau! Die real wirkende Bedrohung ist nicht vorhanden und die möglicherweise "gleiche" Szene wirkt eher belustigend.

Louis Cypher
21.04.2009, 18:34
Interessant! Wie äußert sich das "schlecht werden"? Richtige Übelkeit oder mehr ein Unwohlsein? Ein Unbehagen?



In umgekehrter Reihenfolge.Aber dazu lasse ich es halt garnicht mehr kommen.Hab nur Saw 1 gesehen und mir die restlichen erspart

Mein Bruder liebt solche Filme.Die muss er aber alleine schauen,ich verlass das Zimmer.Da reicht mir ,was ich an Ton mitbekomme.Und mein Bruder lacht sich einen ab

Darkknight666
21.04.2009, 19:21
Bei mir ist es so ich schau mir gerne mal Filme wie SAW an einfach aus unterhaltungswert. Aber wenn es zu extrem wird werde ich auch nein sagen, ich habe mir mal Gesichter des Todes angeschaut und da musste ich sagen das ich nach 20 min ausgemacht habe das war mir viel zu heftig.

Aber es kommt immer auf den Film und meine Lust an ob ich einen Film gar anschauen mag oder nicht.

Travis
21.04.2009, 19:27
So, babe in meiner erneut nur kurzen Anwesenheit schnell zusammengeführt, was zusammengehört. Denke mal, daß es so am besten paßt.

Was das Thema anbetrifft, werden tatsächlich immer neue Meßlatten angefertigt, denen auch ich mich nicht mehr stellen möchte. Wie von dir, deadlyfriend, sehr richtig ins Feld geführt, sind gerade die Franzosen momentan dabei, die Widerwärtigkeiten der asiatischen "Filmemacher" ala "Giunea Pig" in einem Maße zu steigern, dem ich nicht ,ehr zu folgen bereit bin. Bestes Beispiel ist für mich "Martyrs". Ein völlig sinnloser Gewaltporno der übelsten Sorte. Sicher, am Ende erhält man eine Erklärung, wer dahinter steckt und warum all dies geschah. Die Erklärung ist aber lächerlich und fadenscheinig, dient einzig dem Martyrium des gequäten Zuseher am Ende ein lächerliches Deckmäntelchen überzuziehen. Das muß und will ich nicht haben. Auch "Inside" schlägt in eine ähnliche Kerbe.

Zu dem Thema hätte ich noch so viel zu sagen, aber momentan weder Zeit noch Motivation dies ausführlicher darzulegen. Wünsche euch aber dennoch gutes Gelingen und solide Erkenntnisse bei diesem wirklich wichtigen Thema. Wird leider noch einige Zeit aktuell bleiben, weshalb ich diesen Thread immer wieder von Neuem beleben würde.

Darkknight666
21.04.2009, 19:36
Martyrs konnte ich mir auch nicht ganz anschauen, das war auch viel zu blöd der Film für mich, ich werde mir mal SAW 5 holen kenne ihn noch nicht.

deadlyfriend
21.04.2009, 20:18
So, babe in meiner erneut nur kurzen Anwesenheit schnell zusammengeführt, was zusammengehört. Denke mal, daß es so am besten paßt.

Danke! Meine Einleitung paßt zwar nicht zwingend in den vorangegangenen Kontext, aber Vergeßlichkeit gehört bestraft. Zum Glück nicht im Stuhl mit ein paar Folterknechten.


Was das Thema anbetrifft, werden tatsächlich immer neue Meßlatten angefertigt, denen auch ich mich nicht mehr stellen möchte. Wie von dir, deadlyfriend, sehr richtig ins Feld geführt, sind gerade die Franzosen momentan dabei, die Widerwärtigkeiten der asiatischen "Filmemacher" ala "Giunea Pig" in einem Maße zu steigern, dem ich nicht ,ehr zu folgen bereit bin. Bestes Beispiel ist für mich "Martyrs". Ein völlig sinnloser Gewaltporno der übelsten Sorte. Sicher, am Ende erhält man eine Erklärung, wer dahinter steckt und warum all dies geschah. Die Erklärung ist aber lächerlich und fadenscheinig, dient einzig dem Martyrium des gequäten Zuseher am Ende ein lächerliches Deckmäntelchen überzuziehen. Das muß und will ich nicht haben. Auch "Inside" schlägt in eine ähnliche Kerbe.

Bei "Martyrs" finde ich es echt schade. Der Trailer zum FFF hatte mich schon sehr interessiert und für mich sah der sehr sehr gut aus. Düstere Kulissen, morbide Stimmung etc. Dann las ich das er die Speerspitze bildet und mit Abstand der Perverseste sei. Dann kam ich wiederum ins Wanken weil man viel über die Notwendigkeit der Gewalt gesprochen hat, was mich wieder neugierig machte. Angesehen habe ich ihn mir immer noch nicht und werde es wohl auch lassen.

Travis
22.04.2009, 01:10
Angesehen habe ich ihn mir immer noch nicht und werde es wohl auch lassen.
Meine ganz ehrliche Meinung. Laß von dieser dümmlichen Folterorgie auch weiterhin die Finger. Der ist genauso sinnig oder notwwendig, wie es einst "Guinea Pig" war. Wie geaagt, bekommst du am Ende ein fadenscheiniges Deckmäntelchen geboten, warum dieser unerträgliche Wahnsinn zuvor stattgefunden hat. Freilich ein Deckmäntelchen, das beim ersten Windstoß in Fetzen gerissen wird. Eine sinnlosere und unerträglichere Folterorgie habe ich zuvor noch nicht gesehen - außer eben bei den unerträglichen ersten zwei Folgen von "Guinea Pig".

Dabei bin ich wirklich nicht leicht zu erschüttern. Mir gefällt der 1. Teil von "Hostel" immer noch und auch dem 2. Teil kann ich durchaus positive Seiten abgewinnen.Denn beide Filme erzählen zumindest eine Geschichte, auch wenn diese fragwürdig ist. Mich hat die Geschichte, auch wenn sie noch so plakativ umgesetzt wurde, in ihrer Fülle erschlagen, da ich derartige Szenarien - wenn die Umstände passen - durchaus für möglich erachte. Der Mensch, so denn man ihn läßt, ist zu unglaublichen Grausamkeiten fähig. Das hat uns die Geschichte schon leider viel zu häufig gelehrt, Will da jetzt nicht näher darauf eingehen,. da ich ansonsten zu politisch würde.

Auch die Saw-Filme erzählen zumindest eine Geschichte, die in ihrer Kernaussage denkbar wäre, weshalt ich auch gerade beim 3. und teilweise auch beim 4. Teil der Reihe in Grenzberweich gewzwungen wurde,

Aber bei "Martyrs" wirst du auch im Ansatz keine wirklich plausible Geschichte entdecken. Da geht es wirklich nur mehr um die unerträgliche Folter als einziges Stilmittel, daß bis zum Exzeß ausgereizt wird. Gibt bestimmt Leute, die auch hieran noch ihre Schauwerte reflektiren. Mir war das aber einen entschieden Schritt zu weit und ich will das so nicht mehr sehen. "Martyrs" ist in Bereiche vorgestoßen, in die Filme nicht vorstoßen sollten. So jedenfalls meine Meinung.

dax
22.04.2009, 09:57
"Martyrs" ist in Bereiche vorgestoßen, in die Filme nicht vorstoßen sollten.

Nun bin ich mir sicher, das ich Martyrs ignorieren werde.
Ich will sowas einfach nicht mehr sehen, das hat mit Filmgenuss nichts mehr zu tun.

Travis
22.04.2009, 10:40
Ich will sowas einfach nicht mehr sehen, das hat mit Filmgenuss nichts mehr zu tun.
Genau da liegt das Problem. Ein Filmgenuß, wie auch immer geartet, kann sich da nicht einstellen. Warum? Weil.es sich aus meiner Sicht nicht um einen Horrorfilm handelt, sondern um ein explizites Foltervideo, daß fälschlicherweise dem Horrorgenre zugerechnet wird. Ich war, bin und werde wohl für immer ein Horrorfilmfan bleiben. Doch derartige Machwerke beschmutzen "mein" Genre geradezu und sollten deshalb diesen Genre nicht zugrechnet werden. Ist jetzt zwei Tage her, seit ich mich durch "Martyrs" in wahrsten Sinne des Wortes durchgequält habe und dennoch hält mein Ekel diesem "Film" gegenüber unvermittelt an. Da gehört schon etwas dazu, jemand wie mich so zu schockieren. Auch eine Leistung.

deadlyfriend
22.04.2009, 11:42
Was "Martyrs" aber erreicht hat ist die Kontroverse. Der hat in der ofdb unglaublich viele 10er Wertungen abgeräumt und einige Rezensionen lassen sogar auf einen genialen Film schließen. Zumindest ließt es sich so.
Stellvertretend weise ich mal auf diese Rezi (http://www.ofdb.de/review/150852,316827,Martyrs) hin.

Persönlich habe ich bislang auf auf Inside, Frontiers, Eden Lake, Saw 3-5 und Hostel 2 verzichtet. Da werde ich wohl bei "Martyrs" dann auch keine Ausnahme machen. Bei dem wirklich unterhaltsamen "Ruinen" hat mich beispielsweise die Amputation einfach nur genervt. Und das als Horrorfan. Aber die Szene war mir zu plakativ, brachte den Film nicht weiter und diente nur dem Selbstzweck. Natürlich waren die Brutalo Szenen bei "New York Ripper" auch nur reiner Selbstzweck, aber irgendwie wirkte das anders. Zumindest auf mich und leider kann ich die Unterschiede nicht in Worte formulieren.
Hostel 2 hatte mich anfänglich sogar sehr interessiert. Die Geschichte in Teil 1 mit dieser Organisation, mit Geld als Hauptmotiv, fand ich das erschreckende weil es im Zusammenhang mit Geld einfach nicht mehr auszuschließen ist. Es sind keine kaputten Hinterwäldler die Kannibalismus als Hobby betreiben oder ähnlich fiktionale "Menschen". Gerade die Preisstaffelung nach Nationen war eine unglaublich gute Idee. Wenn man die erste Hälfte des Films noch halbwegs vernünftig und interessant gestaltet hätte, wäre da ein Klassefilm entstanden. Bei Teil 2 las ich, das man sich mehr auf die Organisation dahinter kümmern würde. Meine Interesse war schnell geweckt, bis ich dann erfuhr das das nur Nebensache ist und man sich hauptsächlich auf Folterungen konzentriert. Aber auch da gab es Kontroversen. Einige sagen Teil 1 war viel härter und der zweite wäre gar nicht so schlimm und das Gleiche gab es auch umgekehrt.

Aber trotzdem möchte ich gerne nochmal auf 2 Fragen meiner Einleitung zurückkommen.

Wo ist für euch die Grenze? Man liest immer wieder bei Kindern hört der Spaß auf. Ich habe Berichte von kritischen Menschen gelesen, die es nicht gut fanden das in "John Rambo" Kinder erschossen wurden. Ist aber die Tatsache das das Opfer ein Kind ist, wirklich schlimmer als eine 25 jährige Frau, die aufs brutalste gequält und gefoltert wird ? In Nahaufnahme mit rein sadistischem Motiv?


Das zweite was mich brennend interessiert ist diese Frage:

Mir ist auch aufgefallen das die Mißhandlungen in den Genre-Vertretern nie sexueller Natur sind. Warum ist das so? Angst vor dem Rating oder kommt das erst noch?

Willy Wonka
22.04.2009, 15:38
Wo ist für euch die Grenze? Man liest immer wieder bei Kindern hört der Spaß auf. Ich habe Berichte von kritischen Menschen gelesen, die es nicht gut fanden das in "John Rambo" Kinder erschossen wurden. Ist aber die Tatsache das das Opfer ein Kind ist, wirklich schlimmer als eine 25 jährige Frau, die aufs brutalste gequält und gefoltert wird ? In Nahaufnahme mit rein sadistischem Motiv?

Für gibt es deutliche Unterschiede zwischen einer 25 jährigen Frau und einem Kind. Doch ich meine mich daran zu erinnern, dass im Original von Dawn of the Dead doch zwei Kinder erschossen wurden oder habe ich da etwas verwechselt? (Ich spreche von der 150 minütigen Version). Und auch hier empfand ich die Erschießung überhaupt nicht sinnvoll für die Handlung des Films, sondern die Szene war einfach nur da, um zu schockieren. Meiner Meinung sollte zwischen Erwachsenen und Kindern auf jeden Fall unterschieder werden, da Kinder immer noch die Unschuld verkörpern, aber im Falle von John Rambo, war es nicht falsch, denn der Film wollte damit etwas aussagen und auch auf die Lage des Landes hinweisen und versuchte mit sehr drastischen Mitteln, das den Menschen ins Hirn zu zementieren.
Was ich noch viel schlimmer empfand, war die Szenen in dem Film Menschenfeind, als eine schwangere Frau massiv geschlagen wurde, sodass Mutter und Kind sterben. Doch dieses Provozierende ist für mich deutlich mehr Fiktion als Realität und deswegen muss ich bei diesen Szenen nicht weggucken und leide auch nicht massiv darunter.



Mir ist auch aufgefallen das die Mißhandlungen in den Genre-Vertretern nie sexueller Natur sind. Warum ist das so? Angst vor dem Rating oder kommt das erst noch?

Gibt es keine Gewalt in Bezug auf sexuellen Missbrauch oder was willst du damit ausdrücken? Also vielleicht nicht genau im reinen Horrorgerne, aber sonst gibt es dieses sehr wohl und auch bei bekannteren Independetfilmen wie z.B. Irreversibel. Außerdem gibt es in vielen Filmen die Thematik Sex & Gewalt. Und auch diese neuen sogenannten "Terrorfilme" haben es schon aufgegriffen wie z.B. in The Hills have Eyes.

dax
22.04.2009, 15:50
deadlyfriend Wo ist für euch die Grenze? Man liest immer wieder bei Kindern hört der Spaß auf. Ich habe Berichte von kritischen Menschen gelesen, die es nicht gut fanden das in "John Rambo" Kinder erschossen wurden. Ist aber die Tatsache das das Opfer ein Kind ist, wirklich schlimmer als eine 25 jährige Frau, die aufs brutalste gequält und gefoltert wird ? In Nahaufnahme mit rein sadistischem Motiv?

In Carpenters Ende wurde z.B. auch ein Kind erschossen.
Ich finds auch absolut in Ordnung und legitim wenn Kindern im Film böses wiederfährt.
Nicht weil ich es gut heiße, sondern weil es in der Realität leider auch nicht anders ist.
Außerdem, wie soll der "Rambosche-Krieg" denn glaubhaft rüberkommen, wenn die Soldaten alle töten, aber den Kindern Bauklötze schenken würden?
Völkermord ist Völkermord und das sollte er auch im Film bleiben, sonst wird es albern.

Das zweite was mich brennend interessiert ist diese Frage:

Mir ist auch aufgefallen das die Mißhandlungen in den Genre-Vertretern nie sexueller Natur sind. Warum ist das so? Angst vor dem Rating oder kommt das erst noch?

Sowohl als auch.
1. Ist es die Angst vor dem Rating und
2. Wird dieser Tabubruch noch in allen Varianten folgen.

Immerhin sind Horrorfilme ein Spiegelbild Ihrer jeweiligen Zeit und daher steht uns mancher Taburuch noch erst bevor. Ich vermute aber erst in einigen Jahren, da die Folterwelle momentan ihren Zenit überschritten hat und der nächste harte Horrortrend erst noch geboren werden muss.
Vielleicht sind es dann ja Szenen, wie sie in American Psycho zu lesen waren.
(Was ich nicht hoffe!)

Travis
22.04.2009, 16:32
Meine Interesse war schnell geweckt, bis ich dann erfuhr das das nur Nebensache ist und man sich hauptsächlich auf Folterungen konzentriert.
Stimmt! Stimmt aber auch wieder nicht. Es wird auch die Täterseite anhand zwei exemplarischer Beispiele recht gut beleuchtet. So empfand ich das jedenfalls. Mehr war in der Kürze der Laufzeit nicht drin. Und aus dem gegebenen hat imho Eli Roth noch das Maximum herausgeholt.

Mein Rat an dich. Bevor du auch nur eineSekunde mit dem Gedanken spielst, dich "Martyrs" zu stellen, ziehe lieber "Hostel 2" in Betracht. Da bekommst du mit Sicherheit den besseren Film geboten.

Einige sagen Teil 1 war viel härter und der zweite wäre gar nicht so schlimm und das Gleiche gab es auch umgekehrt.
Auch ich empfand Teil 1 als den härteren der beiden.
Aber in Teil 2 wurde
ein Kind erschossen

Was vermutlich dazu führte, daß der 2. Teil bei den meisten einen höheren Härtegrad erhielt. Aber zu diesem Thema gleich mehr.

[QUOTE]Ist aber die Tatsache das das Opfer ein Kind ist, wirklich schlimmer als eine 25 jährige Frau, die aufs brutalste gequält und gefoltert wird ? In Nahaufnahme mit rein sadistischem Motiv?
Das wird immer eine Ansichtssache des Betrachters sein. Eltern von Kindern empfinden da natürlich ganz anders, als kinderlose Paare.Aber auch da wird es Unterschiede geben und die Proportionen werden im Laufe der Jahre vermutlich in andere Richtungen tendieren. Um es ganz profan auszudrücken. Während Eltern kleinerer Kinder, den Mord an Kindern als unerträglich empfinden, werden Eltern von Spät-Teenies, bzw. Anfang-Twens dies dann wieder ganz anders sehen, wenn sie sich vorstellen, daß das Opfer auch ihr Tochter sein könnte. So jedenfalls meine Amateur-Psychotheorie.


Das zweite was mich brennend interessiert ist diese Frage:

Mir ist auch aufgefallen das die Mißhandlungen in den Genre-Vertretern nie sexueller Natur sind. Warum ist das so? Angst vor dem Rating oder kommt das erst noch?
Da liegt der Fall für mich relativ eindeutig und ist psychologisch begründbar. Da spielt die Rating-Angst nur eine eher untergeordnete Rolle. Tatsache ist, daß Sex in diesen Fällen, wenn überhasupt, nur eine höchst untergeordnete Rolle spielt. Hier geht es nicht um Sex, jedenfalls nicht in seinem eigentlichen Sinne. Sinn und Zweck die Attacken sind die Ausübung grenzenloser Macht des Täters gegenüber dem Opfer, der eben diese sexuelle Basis dazu mißbraucht, sich als ein Gott zu empfinden und das Opfer hierdurch schlimmstmöglich zu erniedrigen und zu unterjochen. Könnte dazu ellenlange Abhandlungen schreiben, oder es knackig auf den entscheidenden Punkt bringen, da ich mich gerde mit diesem Aspekt vor einigen Jahren beruflich bedingt intensiv auseinandergestzt habe. Weshalb ich mich aufgrund meiner derzeitigen Situation eindeutig für Option 2 entscheide. Hier geht es einzig um Machtausübung in seiner grausamsten Facette, mit der Sex überhaupt nicht zu tun hat. Hoffe, daß einigermaßen nachvollziehbar transporiert zu haben, ohne wirklich viele Worte dafür einsetzten zu müssen. .

Die wilde 13
22.04.2009, 18:07
Diese ganzen Gewaltorgien kann ich ( natürlich :D) auch nicht ab.Nix gegen einen guten Horrorfilm, Blut und fliegende Gliedmaßen aber all das sollte nicht " zu real" bzw. zu ernst rüberkommen. Diesen "immer blutiger,immer menschenverachtendere-Wettlauf " muss ich nun wirklich nicht haben.Bis auf Saw 1 ( noch erträglich) habe ich zwar keinen gesehen ,aber gesehene Ausschnitte,die Schilderungen hier oder von meinem Bruder,der auf sowas total abfährt,reichen mir völlig. Ich muss bei solch einem Film nicht unbedingt alles im Detail sehen. Für mich entsteht guter Horror mehr im Kopf,wo mehr angedeutet als gezeigt wird.Oder bei Filmen wie z.B. Die Fliege (Cronenberg) ,wo die Gewalt und der Horror so surreal sind das ich meine Augen nicht abwenden kann !!
Aber vielleicht bin ich auch nur zu zart besaitet,da ich auch im realen Leben kein Blut sehen kann. Beim Blut abnehmen fall ich regelmäßig um,weil ich Depp auch jedesmal hinsehen muss :ugly: Auch bei Emergency Room muss ich bei manch einer OP-Szene weggucken.


Bei Actionfilmen sieht die Sache etwas anders aus. Da bin ich über jeden Armverlust,der von der FSK rausgeschnippselt wird stinksauer :D!! Außerdem nehmen sich viele Actionfilme gar nicht mehr so ernst so das die Gewalt fast schon lustig ist .....

In Kriegsfilmen (Platoon,Stalingrad,Der Soldat James Ryan) ist Gewalt,Folter und Schlachtengetümmel ein "Muss" sonst würde das ganze ja ad absurdum geführt. Ebenso ist Gewalt in historischen Filmen (Braveheart,Gladiator,Apokalypto) zu sehen. Die Zeiten waren nun mal härter und grausamer und sollten auch so dargestellt werden ! Nur sollte alles nicht ausarten nur um der Gewalt willen !

Getötete Kinder gehören leider in der Welt zum Alltag und somit sollte auch dies im Film mitunter gezeigt werden( z.B.Assault ).

Zum Thema Sex und Gewalt kann ich leider nix sagen,da ich verheiratet bin :ugly:

Im ernst,sehe das ungefähr so,wie es dax unter 2. beschrieben hat und das macht mir schon Angst,da es das letzte Tabu ist,was dann gebrochen wird. Irgendeiner wird es tun.......bald.... und dann ??

dax
22.04.2009, 19:27
Im ernst,sehe das ungefähr so,wie es dax unter 2. beschrieben hat und das macht mir schon Angst,da es das letzte Tabu ist,was dann gebrochen wird. Irgendeiner wird es tun.......bald.... und dann ??

...und dann stürmen wir wieder den Online-Versand um uns die uncut-Verison über Österreich zu ordern, da der erste Tabubruch vielleicht noch relativ neu und originell daherkommt und irgendwann haben wir dann alle wieder die Nase voll davon, da sich das Gezeigte in seiner Brutalität und Ausführlichkeit von Film zu Film immer weiter steigert.

kelte
22.04.2009, 22:13
zu dem Thema ist ja schon vieles gesagt worden. Ich bin pro Gewalt in Filmen, wenn diese zum Genre gehört.
Folterfilme sind eh bald Out weil diese zu durchschaubar sind vomKonzept her. Dabei bin ich den Franzosen doch dankbar, denn sie zelebrieren mit Filme wie High Tension oder Frontier(s) dem Terrorkino in all seiner Konsequenz. Die Realität ist leider weitaus Brutaler als das bisschen Film....
Real gesehen bin ich gegen sinnlose Gewalt aber der Standpunkt ist zu politisch und wer will schon entscheiden wann Gewalt Gut oder Böse ist? Ich jedenfalls nicht...

Despair
30.04.2009, 13:06
Von mir aus kann es gerne äußerst derbe zur Sache gehen, sofern der Kontext stimmt. Wird eine ordentliche Geschichte erzählt, steckt eine Aussage dahinter - oder geht's nur um die Gewaltdarstellung an sich? Ist letzteres der Fall, klinke ich mich aus. Weswegen ich die meisten Folterfilme der neueren Generation nicht gesehen habe (und das höchstwahrscheinlich auch nicht tun werde). Das betrifft aber nur Filme mit realistischem Hintergrund. Wenn es um Zombies, Monster oder ähnliches Gewürm geht, darf geschnetzelt werden bis der Arzt kommt. Auch Werke wie das TCM-Remake oder "Wrong Turn" ordne ich unter unrealistisch ein. Gleiches gilt natürlich für Comicverfilmungen wie "Sin City". Mit einer Ausnahme: den Punisher kann und will ich mir immer noch nicht geben... ;)

Turrican
02.05.2009, 16:52
Als Fan von Horror Filmen hab ich schon alle arten von gewalt gesehen und es hat mich eigendlich auch nie gestört aber die richtung die zuzeit eingeschlagen wird ist echt nix mehr für mich.
Filme wo es nur noch um Foltern geht sind echt nicht meine Welt,nix gegen Saw wo es noch eine Story gibt aber Filme wie Hostel oder Martyrs wo es nur noch geht immer extremere sachen zu zeigen und dabei sachen zusehen sind wo man denkt das ist echt müssen für mich nicht mehr sein.
Irgendwann ist die schmerz grenze überschritten und ich werde mir die Filme nicht mehr antuen.
Ich brauche keine Filme wo man im detail sehen kann wie bei jemand die Haut abgezogen wird oder jemand auf wer weis was für arten zerstückelt wird.
Dann schaue ich mir lieber Poltergeist an wo es noch gepfleckten Horror gibt.
Ich hab keine probleme damit wenn jemand im Film die Arme oder Beine abgehackt werden die eingeweide rumspritzen und es Blut ohne ende gibt solange es nicht zuecht aussieht.
Bei Action und Kriegsfilme stört es mich nicht weil es zumteil dazu gehört wen es solche sachen zusehen gibt weil es zumteil ja auch möglich ist.

Cable
08.05.2009, 21:32
So, ich stelle mich jetzt hier hin und gebe offen und ehrlich zu, dass ich bisher keinen einzigen der Folterfilme, egal ob jetzt einen Saw-Teil, Hostel oder wie auch immer gesehen habe noch habe ich vor, mir diese "Schundwerke" anzusehen. Ich habe vor Jahren in der Schule mal eine Zusammenstellung echter Folter im 1 Irakkrieg durch Saddams Truppen gesehen und das schlägt mir bis heute auf den Magen, da kann und will ich nicht verstehen, warum man solche Unmenschlichkeiten auch noch in filmischer Form vorführen muss. Wenn man gesehen hat, wie Menschen mit Stöcken die Fußsohlen bis auf die Knochen abgeschlagen werden oder Männer in Badewannen voller Eingeweide anderer Menschen getaucht werden, von Enthauptung mit einem Militärmesser ganz zu schweigen, braucht man solche Filme nicht zu sehen. Dieses Leid gibt es oft genug in unserer Welt, dafür sollte man nicht auch noch Werbung machen.

Ich bin jetzt nicht gegen Gewalt in Filmen, ich liebe die alten Carpenter-Horrorfilme, ich mag meine Action-Filme auch blutig aber bei minutiös gezeigter Folter hört es sich für mich auf.

Evil_Gonzo
09.05.2009, 00:17
So, ich stelle mich jetzt hier hin und gebe offen und ehrlich zu, dass ich bisher keinen einzigen der Folterfilme, egal ob jetzt einen Saw-Teil, Hostel oder wie auch immer gesehen habe noch habe ich vor, mir diese "Schundwerke" anzusehen.
und das ist doch ok so. Wenn du dich für dieses Genre nicht interessierst, aus welchen Gründen auch immer, muss man diese Filme ja auch nicht sehen.
Ich habe vor Jahren in der Schule mal eine Zusammenstellung echter Folter im 1 Irakkrieg durch Saddams Truppen gesehen und das schlägt mir bis heute auf den Magen, da kann und will ich nicht verstehen, warum man solche Unmenschlichkeiten auch noch in filmischer Form vorführen muss.
ich kann dich sehr gut verstehen, die Welt ist eben brutal genug und du meinst das man eben solche Art von Filme nicht drehen und veröffentlichen soll. Aber es gibt auch (perverse) Freaks die auf sowas stehen. Dadurch macht man eben Kohle und deshalb werden solche Filme auch gedreht. Ich schaue mir solche Filme auch an, bin zwar, glaube ich zumindest, kein perverser Freak. Aber ich interessiere mich für solche Filme.
Und reale Filme aus dem wirklichen Leben habe ich schon ausreichend gesehen. Es gibt da diverse Videos wie sich Menschen selber umbringen oder auf andere Weise sterben. Das habe ich mir früher auch reingezogen, ich habe eben kein Problem mit diesem Thema.

BladeRunner2007
09.05.2009, 00:21
Ich habe nichts gegen Gewalt in Filmen, solange sie in einem angemessenen Grad gezeigt wird. Und wenn möglich auch zur Handlung passt und nicht nur absolut selbstzweckhaft rüberkommt. Martyrs ist ansich kein schlechter Film, aber ich finde hier wurde die Gewaltgrenze deutlich überschritten. Das war mich echt zu viel. Gegen solche Gewalt habe ich dann schon etwas.

Willy Wonka
09.05.2009, 00:36
Ich will zum Thema noch mal ein kurzes Statement abegeben:

Jede Fiktion, welche versucht so real wie möglich zu erscheinen, finde ich grundlegend nicht schlecht. Ob einem dieser Film schlussendlich gefällt muss jeder für sich entscheiden und ich kann auch jedem nachvollziehen, der diese Filme meidet.

Evil_Gonzo
09.05.2009, 00:51
Ob einem dieser Film schlussendlich gefällt muss jeder für sich entscheiden und ich kann auch jedem nachvollziehen, der diese Filme meidet.
So siehts aus. Wir Menschen sind eben aus verschiedenen Gründen total unterschiedlich und jeder von uns hat bislang sein Leben gelebt und seine Erfahrungen gesammelt. Ich interessiere mich eben allgemein für Filme und auch deshalb habe ich ein neugieriges Auge auf gewalttätige Filme.

Despair
09.05.2009, 11:10
Ich will zum Thema noch mal ein kurzes Statement abegeben:

Jede Fiktion, welche versucht so real wie möglich zu erscheinen, finde ich grundlegend nicht schlecht.

Im Prinzip sehe ich das genauso. Aber trifft das auch noch zu, wenn es allein um die möglichst realistische Gewaltdarstellung geht, ohne Handlung oder Aussage? So in Richtung "Gesichter des Todes" oder "Guinea Pig"?

Ich bin echt mal auf das Remake von "The Last House On The Left" gespannt. Angeblich wollen sie auf das Original noch einen draufsetzen. Ob das auch auf die Vergewaltigung zutrifft..? :kaffee:

Ob einem dieser Film schlussendlich gefällt muss jeder für sich entscheiden und ich kann auch jedem nachvollziehen, der diese Filme meidet.

Sehe ich absolut genauso!

Willy Wonka
09.05.2009, 17:18
Im Prinzip sehe ich das genauso. Aber trifft das auch noch zu, wenn es allein um die möglichst realistische Gewaltdarstellung geht, ohne Handlung oder Aussage? So in Richtung "Gesichter des Todes" oder "Guinea Pig"?


Ich dachte immer, dass Gesichter des Todes auch reale Aspekte beinhaltet. Denn wenn reale Szenen in einem Film vorhanden sind, gehört es für mich nicht mehr zu dem Medium des unterhaltenden Spielfilms und wird deswegen von mir rigoros boykottiert.

Ob ein Film eine Aussage hat ist auch immer zwiespältig, denn jeder kann irgendwelche Dinge in einen Film sehen, welche vielleicht vorhanden sind oder eben auch nicht.
Eine Handlung sollte ein Film haben, ob jetzt die Gewalttaten oder die Handlung primär ist, wird auch nicht bei jedem Film ersichtlich. Beides kann meiner Meinung nach funktionieren und gut sein.
Das Medium des Films kann sehr experimentell sein und deswegen akzeptiere ich alles und viele Sachen gefallen mir, aber sobald es nur noch um einzelne Clips geht, in denen zu sehen ist, wie einer gefoltert oder getötet wird, da hört bei mir der Spaß auf. Doch ich glaube, dass wir davon nicht mehr weit entfernt sind, da es in der Pornoindustrie schon ähnliche Entwicklungen gegeben hat.

Um meine Meinung jetzt mal auf konkrete Beispiele zu übertragen – ich mag Filme wie "Hostel" und "Saw", obwohl ich Hostel erst bei der zweiten Sichtung mochte, und auch extreme Filme wie z.B. Menschenfeind oder Irreversibel. Dennoch gibt es auch Filme, wie z.B. "Texas Chainsaw Massacre: The Beginning", der mir gar nicht gefallen hat, weil er mir einfach zu einfallslos und dämlich war.
Eine wirklich konkrete Meinung zu den aktuellen „Terrorfilmen“ kann ich nicht geben, da ich viele Filme auch noch nicht gesehen habe wie z.B. "Martys", aber generell bin ich den Filmen positiv aufgeschlossen und sehe diese Filme nur als eine weitere Facette des sehr umfassenden Begriffes des Horrorfilms.

Travis
09.05.2009, 19:25
Ich bin echt mal auf das Remake von "The Last House On The Left" gespannt. Angeblich wollen sie auf das Original noch einen draufsetzen. Ob das auch auf die Vergewaltigung zutrifft..? :kaffee:

Den gibt es schon. Er heißt "Chaos!" (http://shop.dtm.at/product_info.php?products_id=37004) und soll angeblich schier unerträglich sein. Vor allem in den von dir angsprochenen Folter- und Vergewaltigungsszenen, weshalb ich von einer Begutachtung dieses Films Abstand genommen habe.

kelte
09.05.2009, 20:03
der Film ist auch übelst aber einfach nur weil der übelst abgedreht ist. Irreversible ist da wesentlich heftiger. Chaos einfach nur dümmlichstes Terrorkino auf Amateurniveau

dax
09.05.2009, 20:04
Danke euch beiden!:hoch:
Dann kann ich Chaos ja ignorieren!

kelte
09.05.2009, 20:09
Danke euch beiden!:hoch:
Dann kann ich Chaos ja ignorieren!
absolut...
der ist wie ein Amateurfilm und die Darsteller nervten mich dermaßen das ich ne weitaus heftigere Version im Schädel hatte was denen so passieren würde, wäre ich am Set...

deadlyfriend
09.05.2009, 20:27
Den gibt es schon. Er heißt "Chaos!" (http://shop.dtm.at/product_info.php?products_id=37004) und soll angeblich schier unerträglich sein. Vor allem in den von dir angsprochenen Folter- und Vergewaltigungsszenen, weshalb ich von einer Begutachtung dieses Films Abstand genommen habe.


Ich habe mir gerade mal den Schnittbericht angesehen und der mir völlig verhaßte §131 gewinnt langsam an Symphatien.............

Willy Wonka
10.05.2009, 00:27
Den gibt es schon. Er heißt "Chaos!" (http://shop.dtm.at/product_info.php?products_id=37004) und soll angeblich schier unerträglich sein. Vor allem in den von dir angsprochenen Folter- und Vergewaltigungsszenen, weshalb ich von einer Begutachtung dieses Films Abstand genommen habe.

Ich glaube Despair mein diesen Film: The last House on the left (http://www.imdb.com/title/tt0844708/)

Oder verwechsele ich etwas?

kelte
10.05.2009, 08:01
ich muss ganz ehrlich sagen, bei last House ist es mir auch wurscht denn ich fand den Original schon Strunzdoof. Ähnlich bei I Spit on your Grave. Ich mag so Themen irgendwie nicht oder die Inzenierung :runter:

Despair
10.05.2009, 11:14
Ich glaube Despair mein diesen Film: The last House on the left (http://www.imdb.com/title/tt0844708/)

Oder verwechsele ich etwas?

Genau den meinte ich. Zielt wohl eher auf den Mainstream ab als der oben genannte "Chaos", der mehr ein Undergroundwerk zu sein scheint. Ich hatte bisher nichts von diesem Film gehört - und offensichtlich auch nix verpasst.

deadlyfriend
10.05.2009, 19:57
Genau den meinte ich. Zielt wohl eher auf den Mainstream ab als der oben genannte "Chaos", der mehr ein Undergroundwerk zu sein scheint. Ich hatte bisher nichts von diesem Film gehört - und offensichtlich auch nix verpasst.


Zumindest ist es interessant das das "Last House" Remake von Cunningham/Craven produziert wurde.

Travis
12.05.2009, 14:28
Danke euch beiden!:hoch:
Dann kann ich Chaos ja ignorieren!
Sieht so aus. Ich werde mich dieser "Prüfung" auch nicht stellen. Da werden definitiv Grenzen überschritten, die nicht überschritten werden dürfen. Mit dem von mir weiterhin heiß geliebten Horrorfilm hat dieser Müll nichts gemeinsam.

Ich habe mir gerade mal den Schnittbericht angesehen und der mir völlig verhaßte §131 gewinnt langsam an Symphatien.............
Ja, muß man so kraß sagen. Das erste Mal, daß ich Verständnis dafür aufbringen konnte, war bei den beiden unsäglichen ersten Teilen der "Guinea-Pig"-Reihe, die an Widerwärtigkeit in letzter Zeit gar noch übertroffen wurden. Hätte nicht gedacht, daß dies noch möglich sein könnte und ich selbst diese Meßlatte noch nach unten korrigieren muß. Ganz traurig..

Ich glaube Despair mein diesen Film: The last House on the left (http://www.imdb.com/title/tt0844708/)
Genau den meinte ich. Zielt wohl eher auf den Mainstream ab als der oben genannte "Chaos", der mehr ein Undergroundwerk zu sein scheint. Ich hatte bisher nichts von diesem Film gehört - und offensichtlich auch nix verpasst.
Ganz klar meine Schuld. Das gemeinte Remake hatte ich da noch nicht richtig im Hinterkopf, sondern lediglich den Schnittbericht zu "Chaos!", der mich mehr als schockierte.

Despair
02.06.2009, 23:46
Ich wollte mir gerade einen mexikanischen Film namens "Japan" zu Gemüte führen. Da wurde innerhalb der ersten Minuten doch glatt einem Vogel der Kopf abgerissen. Was verdammt echt aussah. Um nicht zu sagen - zu echt. Woraufhin ich den Film sofort abgeschaltet habe. Bin mir zwar nicht sicher, ob die Szene tatsächlich echt war, aber allein die Vorstellung, dass es so sein könnte, kotzt mich an. Hat zwar irgendwie nur am Rande mit der eigentlichen Intention dieses Threads zu tun, sollte aber durchaus mal erwähnt werden: Tiere für einen Film zu quälen oder gar um die Ecke zu bringen geht gar nicht!