Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Der Duft der Frauen
LivingDead
08.06.2008, 17:51
Gesamtübersicht aller Kritiken zu Der Duft der Frauen (1992):
#2 08.06.08 LivingDead (http://www.filmvisionaere.com/showpost.php?p=291&postcount=2)
LivingDead
08.06.2008, 17:52
Der Duft der Frauen (http://www.ofdb.de/film/12273,Der-Duft-der-Frauen)
Brest schickt seine Charaktere auf eine Odyssee. Eine Irrfahrt mit erlösendem Charakter. Beide Männer suchen nach Frieden, nach Liebe, und doch sind sie mit ihren Problemen alleine. Erst nach und nach wachsen die beiden Männer zusammen, finden heraus, was sie verbindet und werden so etwas wie Freunde, deren Harmonie zum Schluss auf eine harte Probe gestellt wird.
Im filmhistorischen Kontext mag diese Ausgangslage vielleicht nicht neu sein, doch was Brest aus dem Stoff macht, kann man getrost als meisterlich bezeichnen. Szenen wie der Tango-Tanz mit einer Fremden, die Ferrari-Szene, das „Familientreffen“ oder die ausgeklügelt pointierte finale Schlussrede sind nur Sahnehäubchen auf einer genussvoll aufgetischten Sahnetorte, deren Geschmack von pikanter Pistazie ein süßliches Aroma folgen lässt. Brest verliert niemals den Faden, lässt seine Darsteller die gesamte Laufzeit von rund 150 Minuten regelrecht durch die Szenen gleiten und beweist ein unglaubliches Gespür für Timing. Insgesamt ist „Der Duft der Frauen“ einer der besten Filme, die ich bisher sehen durfte. Selten hat mich ein Film dermaßen mitgenommen, und in so vielen Szenen zum Lachen und Weinen gebracht. Hoffnung und Hoffnungslosigkeit lagen nie näher beieinander. Für mich ein zeitloses Meisterwerk, lebensbejahend und erquickend.
10/10
crizzero
21.07.2010, 11:56
Vor Kurzem zum ersten Mal gesehen und für besonders wertvoll befunden. Ein starker Film, den man alleine wegen Al Pacinos Oscar-Leistung gesehen haben muss. Ich gebe ganz starke 8/10.
Szenen wie der Tango-Tanz mit einer Fremden, die Ferrari-Szene, das „Familientreffen“ oder die ausgeklügelt pointierte finale Schlussrede sind nur Sahnehäubchen auf einer genussvoll aufgetischten Sahnetorte, deren Geschmack von pikanter Pistazie ein süßliches Aroma folgen lässt.
Oh ja, das sind wirklich erstaunliche Szenen, die sich nachhaltig ins Hirn brennen. Der Tango war wundervoll, da sitzt jede Mimik von Pacino. Das war perfekt. Dem Geschehen folgt man als Zuschauer völlig beschwingt und sinniert über die potentiellen Gedanken von Colonel Slade. Er denkt wohl über die nächsten Schritte nach, genießt die körperlich nahe Anwesenheit der jungen Schönheit und verliert sich in diesem Tanz. Wahrscheinlich hat er sogar für eine kurze Zeit vergessen, dass er blind ist. Eine meisterhafte Szene.
Und die Schlussrede bei der Schulversammlung war fantastisch. Pacino legt mit aller Vehemenz den Finger in die Wunde der elitären Bildung und hat mit jeder Silbe recht. Das war ein Genuss, diesem Monolog zu lauschen. Ich war anschließend kurz davor, vom Sofa aus Applaus zu klatschen. :)
LivingDead
23.07.2010, 20:52
Vor Kurzem zum ersten Mal gesehen und für besonders wertvoll befunden. Ein starker Film, den man alleine wegen Al Pacinos Oscar-Leistung gesehen haben muss. Ich gebe ganz starke 8/10.
Schön, dass du dir die Perle auch zu Gemüte geführt hast. Sollte ich auch mal wieder machen, gehört der Film doch zu den wenigen, die ich mir in unregelmäßigen Abständen immer wieder gerne ansehe. :)
TheEnemy_Inside
20.10.2011, 01:22
Szene [...] der Tango-Tanz mit einer Fremden
Mir gefiel der Film ebenfalls. Pacinos Leistung war außerordentlich überzeugend und "mitreißend".
Besonders gelungen fand ich die Szene, als Frank sich erschießen wollte und Charlie sich dabei mit ihm auseinander setzt. Da ist der O-Ton imo absolute Pflicht. Die Tango-Szene war allerdings auch sehr gut.
Hervorragende Leistungen.
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