Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Die Klapperschlange & Flucht aus L.A
Willy Wonka
10.07.2008, 21:01
Gesamtübersicht aller Kritiken zu Die Klapperschlange:
#2 10.07.08 Willy Wonka (http://www.filmvisionaere.com/showpost.php?p=6598&postcount=2)
Gesamtübersicht aller Kritiken zu Flucht aus L.A.:
Willy Wonka
10.07.2008, 21:04
Die Klapperschlange (http://www.ofdb.de/film/409,Die-Klapperschlange)
Snake Plissken ist der Bilderbuch-Antiheld. Nach Jahren in der Army wurde er später zum Kriminellen und jetzt soll er ins Gefängnis. Das Gefängnis ist ganz Manhattan, welches rundherum mit massiven Mauern umbaut wurde und überhall sind polizeiliche Wachen.
Im Gefängnis selber gibt es keine Wärter, denn unter den Insassen muss jeder selber sein Überleben sichern.
Nachdem die Air Force One über Manhattan abstürzte versuchte die Regierung diese zu bergen, doch die Verbrecher waren schneller. Da der Staatkaum eingreifen kann, weil sonst der Präsident sofort getötet werden würde, schicken sie den Verbrecher Snake hinein um den Präsident herauszuholen.
Die futuristische Gestaltung des Films ist sehr gelungen, denn vor allem das Gefängnis und deren Insassen sind richtig dreckig und atmosphärisch gestaltet. In jeder Szene sieht und fühlt man fast den Schmutz der Straßen.
Kurt Russel liefert mit Plissken den störrischen Einzelgänger, welcher nur dann was sagt, wenn es nötig ist und das restliche Ensemble liefert eine solide Vorstellung ab.
John Carpenter hat dem Film einen ruhigen Stil gegeben und der Film selbst behält sogar in den hektischen Szenen seinen ruhigen Charakter. Deshalb besitzt der Film einfach keine hohes Tempo und das darf bei einem Actionfilm nicht fehlen.
Ein Grund für das lahme Tempo liegt auf jeden Fall bei der Musik, denn diese besitzt einfach keine wuchtigen Sounds.
John Carpenters Musik wirkt wie billige Keyboard- und Synthesizer Melodien und besitzt den typischen Carpenter Stil. Doch dieser Stil passt nicht zu dem Film und stört im Gesamtbild massiv. Natürlich muss man berücksichtigen, dass es sich bei Die Klapperschlange um einen älteren Film handelt und nicht um einen Actionfilm aus der heutigen Zeit.
Denn im zeitlichen Kontext gesehen werden die Kritikpunkte auf jeden Fall geschwächt, aber sie sind weiterhin vorhanden.
6/10
Mein Fazit:
Ich würde mich sehr über eine Neufassung freuen, denn die Geschichte besitzt Potenzial, was man noch mehr nutzen könnte. Der Film ist keinesfalls wirklich schlecht, denn er besitzt eine sehr gute Atmosphäre, welche kaum gesteigert werden kann.
Dafür könnte ein Remake in anderen Aspekten überzeugen und somit ist es möglich, dass dabei ein guter Actionfilm entsteht.
Ich oute mich jetzt mal.
Ich bin absoluter Carpenter-Fan, aber mit der Klapperschlange konnte ich noch nie richtig warm werden.
Schon als der Film neu war und hier alle nach dem Kinobesuch im Fanfieber waren, fand ich den Film absolut öde und langweilig.
Zu klischeehaft die Charaktere, zu vorhersehbar die Story, zu billige Effekte und der erste Soundtrack von Carpenter mit dem ich auch nix anfangen konnte.
Kurt Russel spielt mir viel zu überzogen cool, soll ja auch so sein, fand ich aber schon immer einfach nur blöd. Allein die lächerliche Augenklappe,
fehlt nur noch der Papagei auf der Schulter.
Zu schlecht um gut zu sein, hat aber immerhin seine wenigen atmosphärischen Momente und ein paar gute Sprüche und ist dadurch zu gut um schlecht zu sein.
5/10
Filmfan1972
10.07.2008, 21:59
Ich oute mich jetzt mal.
Ich bin absoluter Carpenter-Fan, aber mit der Klapperschlange konnte ich noch nie richtig warm werden.
Schon als der Film neu war und hier alle nach dem Kinobesuch im Fanfieber waren, fand ich den Film absolut öde und langweilig.
Zu klischeehaft die Charaktere, zu vorhersehbar die Story, zu billige Effekte und der erste Soundtrack von Carpenter mit dem ich auch nix anfangen konnte.
Kurt Russel spielt mir viel zu überzogen cool, soll ja auch so sein, fand ich aber schon immer einfach nur blöd. Allein die lächerliche Augenklappe,
fehlt nur noch der Papagei auf der Schulter.
Zu schlecht um gut zu sein, hat aber immerhin seine wenigen atmosphärischen Momente und ein paar gute Sprüche und ist dadurch zu gut um schlecht zu sein.
5/10
Geschmäcker sind halt verschieden....
Ich finde es ist ein Kultfilm der 80er. Und einer von Carpenters Besten.
Eine einfache aber doch spannende Story....
Ein cooler Hauptdarsteller....
Ein hypnotischer Soundtrack....
Und genug Action um einen heidenspaß zu machen.... :-)
BladeRunner2007
10.07.2008, 22:10
Ich liebe diesen Film. Einfach unglaublich gut in allen Bereichen. Aber trotzdem fehtl noch eine Kleinigkeit um den Film perfekt zu machen. Daher auch "nur" 9/10. Muss den mal wieder gucken.
"The name's Plissken."
Escape from L.A. ist aber Trash hoch 10 und absolut schlecht! Keine Wertung!
deadlyfriend
10.07.2008, 22:49
Das sehe ich völlig anders. "Die Klapperschlange" ist einfach klasse. Die Atmosphäre sehr gelungen, die Action völlig ausreichend und die Story einfach nur brillant.
Die Darsteller sind absolut perfekt und da der Film immer mit einem Augenzwinkern versehen ist macht er sich auch nie lächerlich. Toller Film von Carpenter der seine Wandlungsfähigkeit mit diesem Film einmal mehr unter Beweis gestellt hat. Von mir gibt es mindestens 9 Punkte.
George Lucas
10.07.2008, 23:32
Die Klapperschlange gehört zu den wenigen Filmen, die ich damals 12 mal im Kino gesehen habe.
Später hab ich ihn mir auf allen Medien gekauft, die ich bei mir abspielen konnte, inkl. einer englischen 16mm Fassung, die ich dann leider mit meinem alten Siemens 2000 Projektor zum Teil geschrottet habe.
Heute auf DVD erwacht das alte Kinofeeling und vor allem die Erinnerung an die "damalige" Kinozeit aufs Neue, wenn ich den Film auf meiner 3 Meter breiten Cinemascope Leinwand sehe.
Objektiv betrachtet ist der Film für heutige Ansprüche sicherlich kitschig... aber damals fand ich Snake Plessken cool.
Ebenso die beeindruckenden Aufnahmen des zerstörten New York.
Auf der aktuellen DVD-Fassung wurden leider die original Hintergrundgeräusche aus Gründen eines Dynamikgewinns verändert.
In der Anfangsszene mit dem Schwenk über die Mauer, als zum ersten mal New York zu sehen ist, liegt nun auf der Originaltonspur des Films der Soundtrack von Das 5. Element (Anfangsszene in der Wüste).:autsch:
Flucht aus L.A. wirkt wie ein Remake von Die Klapperschlange und ist an vielen Stellen leider unfreiwillig komisch. Vor allem die Special Effects des Erdbebens mit den einstürzenden Wolkenkratzern in L.A. wirken sogar für damalige Verhältnisse sehr "billig".
Die Klapperschlange ist einer der wenigen "echten" Kultfilme der 1980er Jahre und Wegweiser des modernen Action-Kinos der damaligen Zeit... und wie das so mit "Kultfilmen" ist, gefallen diese nicht jedem.
Von einem möglichen Remake erwarte ich eine seelenlose Effektschlacht und denke, dass nicht alle Filme neu aufgelegt werden sollten. Die Klapperschlange ist einer dieser Filme, die besser so in Erinnerung bleiben sollten, wie sie damals gedreht wurden.
deadlyfriend
11.07.2008, 01:28
Jetzt weiß ich auch endlich wieder warum ich so viele DVDs habe. Beim lesen des Threads überkam mich die Lust den Film zu sehen und schon lag er im Player. Ab und an lohnt es sich also doch den Kram zu sammeln:D
Mein Eindruck bleibt aber unangefochten bestehen. Der Film ist und bleibt einfach geil. Schade nur, das man die Anfangssequenz mit dem Bankraub nicht im Film beließ. Ich finde diese Szene echt gut!
Filmfan1972
11.07.2008, 17:29
Mein Eindruck bleibt aber unangefochten bestehen. Der Film ist und bleibt einfach geil. Schade nur, das man die Anfangssequenz mit dem Bankraub nicht im Film beließ. Ich finde diese Szene echt gut!
Ich bin eigentlich froh das Carpenter sie rausgelassen hat. Denn der jetzige Anfang mit der Erklärung was New York nun ist paßt wie ich finde viel besser zur ganzen Story.
Es ist allerdings klasse das man sie im Rahmen des Bonusmaterials anschauen kann. So kann sich jeder selber ein Bild machen...
Wer sie noch nicht kennt...Schaut mal bei Youtube vorbei.....
Um diesen Bankraub wurden ja viele Gerüchte gemacht...Diese waren "spektakulärer" als die Szene eigentlich ist... :)
deadlyfriend
11.07.2008, 17:36
Ich bin eigentlich froh das Carpenter sie rausgelassen hat. Denn der jetzige Anfang mit der Erklärung was New York nun ist paßt wie ich finde viel besser zur ganzen Story.
:)
Das hätte man ja nicht weglassen müssen. Haben sie ja auch nicht in der entfernten Szene. Nur wurde es hinterher grafisch besser rausgearbetet.
Es würde aber erläutern wo Plissken jetzt auf einmal herkommt. Würde auch dazu beitragen warum jeder im Knast ihn kennt und glaubt er wäre tot.
Filmfan1972
11.07.2008, 17:42
Das hätte man ja nicht weglassen müssen. Haben sie ja auch nicht in der entfernten Szene. Nur wurde es hinterher grafisch besser rausgearbetet.
Es würde aber erläutern wo Plissken jetzt auf einmal herkommt. Würde auch dazu beitragen warum jeder im Knast ihn kennt und glaubt er wäre tot.
Das mag stimmen. Das wäre sicher eine Erklärung dafür gewesen. Aber für den Zuschauer selber ist es eigentlich nicht wichtig. Alleine durch sein Erscheinungsbild und die Art wie er in den Film eingeführt wird weiß man das es ein Outlaw ist. Ohne genauen Hintergrund des Charakters hat Snake Plissken ein viel "mystischeres" Auftreten. Es ist ein "BadGuy" aber man mag ihn trotzdem.
Willy Wonka
11.07.2008, 21:26
Es würde aber erläutern wo Plissken jetzt auf einmal herkommt. Würde auch dazu beitragen warum jeder im Knast ihn kennt und glaubt er wäre tot.
Ich glaube die Szenen muss ich mir auch mal unbedingt ansehen, denn mir kam es Film auch schon immer sehr merkwürdig vor, dass sie immer gesagt haben: Oh ich dachte du wärst tot. Nachdem fünften Mal wurde es langsam lächerlich.
deadlyfriend
11.07.2008, 22:49
Die Szene erklärt das nicht unbedingt aber man kann es sich eher vorstellen warum das Gerücht entstanden ist. Auch sein Bekanntheitsgrad nach dem Ding dürfte damit erklärbar sein. Es hatte mich damals immer schon gewundert das er so bekannt ist. Wegen der Leningrad Geschichte mit Sicherheit nicht. Aber vielleicht wollte man das auch gar nicht erkären und hat seinen Bekanntheitsgrad eben ohne Erklärung ins Drehbuch geschrieben.
Filmfan1972
12.07.2008, 06:49
Hier ist mal die diskutierte Banküberfall-Szene.
http://de.youtube.com/watch?v=1drBZe23dao
George Lucas
12.07.2008, 08:21
Es hatte mich damals immer schon gewundert das er so bekannt ist. Wegen der Leningrad Geschichte mit Sicherheit nicht.
Im Gespräch mit dem Gefängnisdirektor Hawk wurde das eigentlich ganz gut erklärt, durch die Aufzählung seiner ganzen Verdienste im Krieg.
Wir wissen ja, dass die Propaganda in Kriegszeiten Helden extrem ins Licht der Öffentlichkeit rückt.
Als Snake in Leningrad dann von Hawk im Stich gelassen wurde, machte er dieses Spiel nicht länger mit und wurde eben kriminell.
Auch diese Überfälle blieben der Öffentlichkeit sicherlich nicht verborgen. Hinzu kommt der Überfall (herausgeschnittener Anfang des Films). Auch dies wurde sicherlich Medienwirksam inszeniert.
Ich finde auch, dass Carpenter gut daran getan hat den Überfall herauszuschneiden.
Allerdings macht es mir auch heute noch Spaß, mal Neues von Snake zu sehen.
Ganz eindeutig kann auch ich mich zu den Fans des Films bekennen. Er hatte seinerzeit eine tolle, saucoole Atmosphäre, die ich auch bei heutiger Ansicht noch nicht anders empfinde. Auch Carpenters Score paßt meiner Meinung nach hervorragend zum Film. Die Hauptrollen sind perfekt besetzt, was vor allem (neben Kurt Russell) für Harry Dean Stanton, Ernest Borgnine, Isaac Hayes und mit kleinen Abstrichen für Carpenters damalige Ehefrau Adrienne Barbeau gilt. Auch den von manchen als Einschnitt in Carpenters Gesamtwerk bis dato empfundenen Stilbruch kann ich bis heute nicht nachvollziehen. Carpenter war zu diesem Zeitpunkt absolut nicht der auf Horrorfilme fixierte Regisseur, als den ihn manche sehen wollten. Beste Belege dafür sind seine abgedrehte "2001"-Persiflage "Dark Star" als sein Debüt-Spielfilm. Danach kam mit "Assault" (für mich weiterhin einer meiner liebsten Carpenter-Filme) eine tiefe Verbeugung vor den Howard Hawks Western, die mit Action- und Thrillerelementen gespickt war. Der dann folgende TV-Filme "Das unsichtbare Auge" war eine Verbeugung vor Hitchcocks Suspense-Kino. Erst mit seinem vierten Werk "Halloween" folgte der erste "echte" Horrorfilm, nur um mit seinem nächsten Werk, dem fulminanten TV-Biopic "Elvis - The King", eine eneute künstlerische Kehrtwende zu vollziehen. Nach der Rückkehr zum Horrorfilm und der gelungenen Reanimation des klassischen Gespenterfilms in "The Fog", folgte dann mit "Die Klapperschlange" ein Actioner, welcher für mich in seiner persönlichen Entwicklung folgerichtig war und somit keinen Stilbruch darstellte.
Wie gesagt, kann ich an dem Film auch heute noch genauso Gefallen finden, wie zu seinem Startzeitpunkt im Kino. Das einzig wirklich dämliche Detail ist dessen deutsche Titelgebung als "Die Klapperschlange", da selbst das Tattoo auf seinem Arm ganz eindeutig eine Königskobra darstellt und somit die in Deutschland titelgebende Klapperschlange keine wirklich ersichtliche Existenzberechtigungt hat. Für mich ist der Film immer noch eine solide 9/10 wert.
Nur mal so nebenbei. Wußtet ihr, daß für die Rolle des Snake eigentlich der als Napoleon Wilson in "Assault" bekanntgewordene Darwin Joston vorgesehen war? Erst kurz vor Drehbeginn entschied sich Carpenter die Rolle noch einmal um- und mit dem ihm durch die Zusammenarbeit an "Elvis - The King" sehr vertrauten Kurt Russell neu zu besetzen. Ein Entscheidung die im Nachinein aufzeigt, wie sehr ein einziger Film über die Karriere eines Darstellers entscheiden kann. Für Russel war es der Start zu einer großen Karriere, wenn man mal von seinem "Elvis" und seinen diversen Disney-Kinderrollen absieht. Joston jedoch versank bis zu seinem tragischen Tod am 1.6.1998 in der Vergessenheit und hatte lediglich noch einige Gastauftritte, vor allem in TV-Serien. Des einen Glück, des anderen Leid.
deadlyfriend
12.07.2008, 11:35
Nur mal so nebenbei. Wußtet ihr, daß für die Rolle des Snake eigentlich der als Napoleon Wilson in "Assault" bekanntgewordene Darwin Joston vorgesehen war?
Das ist laut Carpenter Interview im Bonusmaterial aber nicht korrekt. Die Rolle war für Clint Eastwood geschrieben der aber absagte. Wo hast du deine Info denn her?
Wo hast du deine Info denn her?
Ging seinerzeit durch die Presse, aber eine genaue Quellenangabe habe ich leider nicht. Das mit Eastwood ist richtig. Er war es, den Carpenter beim Schreiben des Parts im Kopf hatte. Nach dessen Absage, war eben Joston die nächste Wahl, bis diese zu Russells Gunsten noch einmal korrigiert wurde. Wenn ich noch irgendwo eine Quellenangabe auftreiben kann, werde ich sie selbstverständlich hier hinein posten.
deadlyfriend
12.07.2008, 11:46
Ne, ich glaube dir das auch so. Hatte mich nur gewundert weil ich eben jetzt gerade das Interview gesehen hatte.
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