Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Motel
deadlyfriend
09.07.2008, 18:53
Gesamtübersicht aller Kurzkritiken zu Motel:
#02 09.07.08 deadlyfriend (http://www.filmvisionaere.com/showpost.php?p=6275&postcount=2)
#09 21.07.08 Vince (http://www.filmvisionaere.com/showpost.php?p=9106&postcount=9)
deadlyfriend
09.07.2008, 18:53
Motel (http://www.ofdb.de/view.php?page=film&fid=123485)
Motel ist ein weitere Fabrikation des zur Zeit so beliebten Terrorfilms.
Der Unterschied zu manch anderen ist der ungewohnte Anblick der Darstellerriege. Ist man im Normalfall doch eher ein Massenschlachten von B oder C-Akteuren gewohnt, geben sich hier Kate Beckinsale und Luke Wilson die Ehre. Das verschiebt vor dem Sichten erstmal die Erwartungshaltung: Weniger Blut aber dafür mehr Spannung. Genau das hat man uns dann auch serviert. Die Story ist zwar eher aus der innovationsarmen B-Riege aber dafür bringt die Performance der beiden genannten doch weitaus mehr rüber, als kreischende Teenies die mal eben wieder die Treppe raufflitzen um definitiv erwischt zu werden. Luke Wilsons Charakter läßt sich nämlich lieber etwas einfallen wie man aus der Situation entfliehen könnte. Seine Frau verfällt ebenfalls nicht in sinnloses Gewimmere sondern unterstützt ihn dabei nach Kräften. Die Angst der beiden ist jedoch immer präsent und durchaus nachvollziehbar ohne ins Klischee abzudriften. Leider war man gegen Ende wieder mal nicht konsequent und läßt das bislang hinterlassene Bild ein wenig trüben. Kleinere Logiklöcher sind natürlich auch vertreten aber bis auf eins sind die meisten zu verschmerzen. "Motel" wird also keinesfalls in die Geschichtsbücher eingehen, aber er bietet wirklich mehr als solide Unterhaltung. Mehr ist bei der Thematik auch kaum rauszuholen.
Kleiner Tipp am Rande: Wem dieser Film gefällt sollte sich definitiv auch "Them" ansehen. Qualitativ sind kaum Unterschiede auszumachen.
King-of-Leon
09.07.2008, 21:35
Für mich war der Film zwar gut gemeint, mehr aber nicht. Es ist ja schön, dass man mal wieder einen Horrorfilm ohne Splatter-Effekte machen wollte, aber wenn dann sowas klischeehaftes und abwechslungsarmes bei rauskommt, hilfts auch nicht. Kann sein, dass nicht mehr rauszuholen war, für mich reichts aber nur für eine 5/10, auch wenn der Anfang stark war.
Fällt für mich ebenfalls in Richtung der Kategorie "Potenzial verschenkt". Ich fand den Anfang ebenfalls sehr gut, der Film hat es aber geschafft im Laufe der Handlung durch kleinere Ungereimtheiten immer mehr abzubauen. Allerdings, wie deadlyfriend beschrieb, sind hier zwei starke Darsteller vertreten, die auch vergleichsweise übermäßig intelligent handeln.
Alles in allem ein wenn auch etwas vorhersehbarer, aber spannender Film, der gut unterhält; aber eben auc hnichts zeigt, was man bis jetzt verpasst hätte.
7/10
Wieder einer dieser Filme, der sich hemmungslos bei allem bedient was Rang und Namen hat.
Nichts ist wirklich neu, nichts auch nur ansatzweise originell, aber dennoch gelingt es dem Film eine fast greifbare Spannung aufzubauen.
Die Location war super, die Darsteller konnte alle absolut überzeugen und der sich permanent steigernde Spannungsbogen war absolut glaubhaft inszeniert.
Mehr als einmal habe ich mich gefragt: Wie würde ich reagieren, was würde ich machen?
Ein kleiner Film dieser Art, welchem es gelingt einen ohne großartige Metzelszenen vor dem Bildschirm zu fesseln, ist leider heutzutage viel zu selten.
Ich fand den trotz fehlender Originalität richtig gut, nur bei der Laufzeit hätten die noch ne Schippe drauflegen können.
8/10
crizzero
10.07.2008, 23:58
Kann sein, dass nicht mehr rauszuholen war, für mich reichts aber nur für eine 5/10, auch wenn der Anfang stark war.
Da muss ich zustimmen. 5/10 gebe ich ebenfalls für einen in meinen Augen wirklich sehr durchschnittlichen Schocker.
Hier kann ich es kurz machen und mich dem Fazit von deadlyfriend und dax völlig anschließen. Nein, der Film bietet keinen Funken Innovation. Nein, der Film hat keine einzige neue Idee zu bieten. Nein, der Film ist alles andere als überraschend oder gar mit genialen Plottwists gesegnet. Aber ja, er ist ein höchst solide Mischung aus bekannten Zutaten, die zu einem für mich persönlich schmackhaften Eintopf aufgekocht wurden. Was mich an dem Film am meisten gefreut hat ist der Umstand, daß hier endlich mal nicht irgendwelche Standardteenies oder Twens in Bedrängnis geraten, sondern ein Ehepaar mittleren Alters. Das ist wirklich erfrischend, jedenfalls für eine Person meines Alters, deren Identifikationsgrad mit den Protagonisten dadurch deutlich steigt.
Richtig dankbar war ich am Ende, daß ein von mir persönlich im Laufe der Zeit befürchteter Plottwist ausblieb. Ich hatte wirklich Bedenken, daß sich zum Schluß rausstellt, daß die ganze Aktion vom Mann geplant war und die "Täter" nur seine Komparsen wären, mit deren Hilfe er sein heldenhaftes Verhalten durchzog, um dadurch seine Ehe zu kitten. Dies blieb zum Glück aus.
King-of-Leon
12.07.2008, 15:01
Richtig dankbar war ich am Ende, daß ein von mir persönlich im Laufe der Zeit befürchteter Plottwist ausblieb. Ich hatte wirklich Bedenken, daß sich zum Schluß rausstellt, daß die ganze Aktion vom Mann geplant war und die "Täter" nur seine Komparsen wären, mit deren Hilfe er sein heldenhaftes Verhalten durchzog, um dadurch seine Ehe zu kitten. Dies blieb zum Glück aus.
Also darauf wäre ich nie gekommen. :ugly: ;)
Mich hat es eher davor gekraust, dass die Leichen der Feinde auf einmal wieder verschwunden sind. Da gabs am Schluss so eine Szene. Aber das ist dann Gott sei dank auch nicht eingetroffen.
Motel (http://www.ofdb.de/view.php?page=film&fid=123485)
Opening Themes, die sich irgendwie an Hitchcock anbiedern, dann die Charakterexposition, wo irgendwie auch Hitchcock-Figuren eingeführt werden, aber ohne den nötigen Humor... das lässt nicht auf Gutes hoffen. Zum Glück kriegt man letztlich noch die Wende und distanziert sich von dem karikaturistisch-überzeichneten "ich hass dich genauso wie du mich"-Ehe-Bild und versucht, zwischen Beckinsale und Wilson etwas Realismus einzubauen. Luke Wilson versucht trotz seines inneren Zorns immer wieder, auf Kate Beckinsale zuzugehen und die blockt ab. Das funktioniert nach einigen Startschwierigkeiten schon irgendwie ganz gut und deswegen kommt Wilson auch mal etwas anders rüber als sonst.
Dass aber einem Film, der eh keine 80 Minuten läuft, die Hälfte der Zeit gar nix einfällt und die andere Hälfte der Zeit sich bloß im momentanen Genrefahrwasser suhlt, ist traurig. Wenn man zu Beginn an Hitchcock erinnert wird, erwartet man auch Raffinesse im Plot, aber das wird alles einfach humorlos runtergekurbelt, ohne dass mal irgendwas Überraschendes passieren würde. Vor 5-10 Jahren hätte "Motel" durchaus Akzente setzen können, heute gabs das schon x-mal und meist auch besser. Endgültig versaut wird's dann mit dem schwachen Ende.
Da wenigstens die Atmosphäre in Ansätzen zu überzeugen wusste, will ich mal nicht zu tief gehen mit der Note, aber eigentlich enthält "Motel" nicht mehr Substanz als eine durchschnittliche Folge der "Masters of Horror"-Anthologie.
4/10
Willy Wonka
21.07.2008, 22:39
Wie schon mehrmals geschrieben bot Motel keine Innovationen, wobei für manche Nicht-Experten bestimmt. ;)
Das Problem eines Horrorfilms ist, dass er einen fesseln muss, aber das habe ich schon lange nicht mehr richtig erlebt, außer zuletzt bei dem Thriller Funny Games. Motel bietet einfach eine solide Atmosphäre und zwei sterotypische Charktere. Denn auch wenn sie keine Jugendlichen waren, sind die Figuren doch sehr schablonenhaft entworfen und stört es mich?
Nein, denn wenn ich ich sehr gut gezeichnete Charaktere sehen will, gucke ich mir auf jeden Fall keinen Horrofilm an.
Der Film bietet einfach eine solide Horror-Thriller-Unterhaltung für zwischendurch und ich glaube viel mehr will der Film auch nicht sein.
Ich bin mir nicht sicher ob es auf der DVD-Hülle des Films auch steht oder stand, aber bitte liebe DVD Vermarkter, lasst den Spruch: Hitchcock hätte dieser Film gefallen oder Hitchcock hätte seinen Spaß gehabt.
Ich will diesen Murks nicht mehr lesen, wie oft muss er sich denn noch in seinen Graben umdrehen. :rolleyes:
Willy Wonka Der Film bietet einfach eine solide Horror-Thriller-Unterhaltung für zwischendurch und ich glaube viel mehr will der Film auch nicht sein.
Sehe ich absolut genauso! Ein fieser kleiner Thriller, nicht mehr und nicht weniger!
Diesen Anspruch hat er aus meiner Sicht absolut erfüllt.
Ich bin mir nicht sicher ob es auf der DVD-Hülle des Films auch steht oder stand, aber bitte liebe DVD Vermarkter, lasst den Spruch: Hitchcock hätte dieser Film gefallen oder Hitchcock hätte seinen Spaß gehabt.
Habe gerade mal nachgeschaut!
Nein steht nicht drauf.
Aber Du hast Recht! Der Spruch nervt und wird außerdem meist zu Unrecht und zudem noch völlig inflationär benutzt.
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Habe gerade mal nachgeschaut!
Nein steht nicht drauf.
Aber Du hast Recht! Der Spruch nervt und wird außerdem meist zu Unrecht und zudem noch völlig inflationär benutzt.
Stimmt, allerdings will "Motel" ganz offensichtlich ein kleener Hitchcock sein. Die Opening und Ending Credits sowie die ersten Spielfilmminuten machen das klar. Dass es in dem Bemühen immer nur bei schlampiger Kopie bleibt, versteht sich von selbst und genau aus diesem Grund hätte Hitchcock wohl nicht wirklich seinen Gefallen daran gehabt.
Stimmt, allerdings will "Motel" ganz offensichtlich ein kleener Hitchcock sein.
Sorry Vince, dieser Interpretation kann ich nicht folgen, da dieses so auch nicht auf mich gewirkt hat.
Ich sehe keinen Anhaltpunkt wo dieser kleine Thriller den Versuch macht Hitchvock zu kopieren.
Wegen der Credits? Das finde ich dann schon extrem weit hergeholt.
Der Film war auch in Farbe, upps sowas hat Hitchcock auch gedreht, doch ein Versuch?
Wie gesagt: Sorry Vince, aber für eine versuchte Hitchcock-Imitation ist mir das als Grund definitiv zu wenig.
Willy Wonka
22.07.2008, 12:53
Da muss ich aber Vince zustimmen, der Film ist auf jeden Fall eine kleine Hommage an Hitchcock.
Neben den Credtis ist es auch dieAmbiente, denn ein Motel war es ja auch in Psycho. Des weiteren kann ich mich an ausgestopfte Vögel erinnern, welche auf Hitchcocks Vögel anspielen.
Und nicht zuletzt der heruntergerissene Vorhang in der Dusche.
Sorry Vince, dieser Interpretation kann ich nicht folgen, da dieses so auch nicht auf mich gewirkt hat.
Ich sehe keinen Anhaltpunkt wo dieser kleine Thriller den Versuch macht Hitchvock zu kopieren.
Wegen der Credits? Das finde ich dann schon extrem weit hergeholt.
Der Film war auch in Farbe, upps sowas hat Hitchcock auch gedreht, doch ein Versuch?
Wie gesagt: Sorry Vince, aber für eine versuchte Hitchcock-Imitation ist mir das als Grund definitiv zu wenig.
Ich kann dir nur sagen, dass, als die ersten Takte ertönten und diese Bildcollage folgte, ich unweigerlich sofort an Hitchcock denken musste. Was sich verstärkte, als ich die beiden Protagonisten miteinander plappern hörte. Und siehe da, nach dem Film schaue ich ins Booklet und es ist von Hitchcock die Rede.
Zumal Hitchcock wohl nicht aus Zufall auch mal einen kleinen, gänzlich unbekannten Film über ein Motel drehte, in dem ein Wahnsinniger hauste... wie hieß der noch gleich... "Psycho" oder so...
Edit: ok, Willy Wonka hat das auch schon erwähnt. Ich sollte mir demnächst wohl besser mal alle Beiträge durchlesen. ;)
Ihr mögt ja recht haben, aber wenn jeder Film in dem das Übel in einem Motel lauert und ausgestopfte Vögel vorhanden sind mit Hitchcock zu tun haben, dann sind das schon verdammt viele.
Und im Booklett steht nur, das er sich Hitchcocks Lehre angenommen hat Spannung zu erzeugen, indem man sich viel Zeit nimmt die Hauptfiguren vorzustellen und einzuführen.
Darum biedert sich der Film noch nicht an Hitchcock an.
Ich finds einfach zu weit hergeholt.
Ich halt nicht, denn wenn ich 5 Sekunden nach Start ziemlich intensiv an Hitchcock erinnert werde, rein intuitiv ohne da jetzt irgendwas reinzuinterpretieren, kann man da wohl nicht von weit hergeholt sprechen...
Davon abgesehen ist die Hitchcock-Ähnlichkeit nicht die Tatsache, dass in einem Motel das Übel lauert, sondern die Art und Weise, wie das Übel aufgebaut wird. Sprich, die ausführliche, um Differenzierungen bemühte Charakterexposition. Wenn das nicht Hitchcock ist, weiß ich auch nicht...
BladeRunner2007
22.07.2008, 23:11
Boah, der Film ist ja mal ganz uebel. Die beiden Protagonisten gingen mir schon nach 2 Minuten aufn Sack! Und Logikloecher gibt es auch net gerade wenig. Das Ende war aber wohl der Abschuss! Wendungen waren absolut vorhersehbar und billig. Man hat alles schon mal gesehen, nur halt VIEL besser! 2/10
Boah, der Film ist ja mal ganz uebel. Die beiden Protagonisten gingen mir schon nach 2 Minuten aufn Sack! Und Logikloecher gibt es auch net gerade wenig. Das Ende war aber wohl der Abschuss! Wendungen waren absolut vorhersehbar und billig. Man hat alles schon mal gesehen, nur halt VIEL besser! 2/10
Da muss ich dir recht geben, Logik durfte man keine erwarten.
Warum zb. vermisst niemand den Cop ? Was passierte mit ihrem Kind ? wer war den der dritte Täter ?
man hat wirklich schon mal alles besser gesehen, zb. in Them.
Dennoch war er stellenweise spannend, von mir eine 7/10, grad noch !
deadlyfriend
11.08.2008, 12:08
Schön, das noch jemand "Them" kennt. Dazu habe ich übrigens ebenfalls ein Review (http://www.filmvisionaere.com/showthread.php?t=630) verfaßt.
Schön, das noch jemand "Them" kennt. Dazu habe ich übrigens ebenfalls ein Review (http://www.filmvisionaere.com/showthread.php?t=630) verfaßt.
Natürlich - Hammerfilm, geniales Ende, super spannend
so muss ein Thriller sein !!
deadlyfriend
11.08.2008, 12:37
Sehe ich genauso, nur das Ende habe ich etwas zwiespältig aufgenommen. Merkwürdigerweise scheinen den Film aber echt nicht viele zu kennen.
Sehe ich genauso, nur das Ende habe ich etwas zwiespältig aufgenommen. Merkwürdigerweise scheinen den Film aber echt nicht viele zu kennen.
Habs gesehen, 0 Antworten auf deine Kritik, seltsam ?
deadlyfriend
15.08.2010, 23:44
Habe mir jetzt gerade das Prequel angesehen und dieses war nicht so schlecht wie befürchtet. Natürlich nichts Besonderes, aber Fans des Genre können ein Auge riskieren. Die Charaktere sind natürlich nur Zubrot und können mit dem Original nicht mithalten, aber darum ging es hier auch nicht. Es ist ein netter kleiner B-Horror, der die Anfänge des Motels beschreibt. Mehr nicht, aber auch nicht weniger. Trotzdem nur für Komplettisten des Genre sehenswert.
Natürlich nichts Besonderes, aber Fans des Genre können ein Auge riskieren.
Nettes, typische B-Movie-Filmchen das Spaß macht.
Mir hat der auch gefallen.
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