Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Der Omega Mann
deadlyfriend
05.07.2008, 16:23
Gesamtübersicht aller Kurzkritiken zu Der Omega Mann:
#02 05.07.08 deadlyfriend (http://www.filmvisionaere.com/showpost.php?p=5257&postcount=2)
deadlyfriend
05.07.2008, 16:24
Der Omega-Mann (http://www.ofdb.de/view.php?page=film&fid=1982)
Als Kind durfte/konnte ich den Omega Mann innerhalb der Sci-fi Reihe des ZDF genießen. Mit großen ängstlichen Augen habe ich die Szenerie um den vermeintlich einzigen Überlebenden einer globalen Katastrophe verfolgt. Aber auch phantasiert was man doch für tolle Möglichkeiten hätte. Alles Spielzeug der Welt liegt einem zu Füßen, man muß es nur greifen. Meine Phantasien waren aber schnell im Hintertreffen als ich die Leichen sah, die überall halb verwest in der Gegend lagen. Zudem machte mir eine fanatische religiöse Sekte Angst, die dem Hauptdarsteller nach dem Leben trachtete. Dies war aber nicht der einzige Grund, sondern eher das unheimliche Aussehen dieser Wesen die einen mit toten Augen durch den Bildschirm anstarrten.
Tja, 30 Jahre später sieht man das natürlich in einem etwas anderen Blick. Die Sekten-Thematik ist natürlich zeitlos und wirkt dadurch immer noch bedrohlich, weil Religionsfanatiker in der Realität immer noch vorhanden sind. Die Atmosphäre des Films ist immer noch fantastisch, obwohl die musikalische Untermalung ein wenig negativ ausfällt. Mit einem besseren Score wäre noch mehr möglich gewesen. Trotzdem wirkt der Film ein wenig angestaubt was ich ihm aufgrund seines Entstehungsjahres aber nicht anlasten will. Eher die etwas unpassende Romanze die in der zweiten Hälfte des Films ein wenig die allgegenwärtige Hoffnungslosigkeit unterbricht. Gegen Ende wird er jedoch wieder konsequent.
Charlton Hesten verkörpert den zynischen, in Selbstgesprächen vertieften Omega Mann hervorragend. Seine Desillusion ist absolut glaubwürdig und man merkt ihm die Jahre in der Isolation an. Hoffnung hat er kaum noch, aber er versucht das Beste aus der Situation zu machen und hat sich einfach damit abgefunden das er alleine ist. Ein toller Vertreter des 70er Jahre Sci-fi Films der die negative Grundeinstellung der Bevölkerung und die Angst vor einem weiteren Krieg sehr gut wiederspiegelt.
Ich finde den Film auch noch klasse, obwohl der große Schrecken vor der Sekte jetzt ein wenig verflogen ist. Aber der Film braucht sich, trotz des Alters, vor I Am Legend nicht zu verstecken. Die Romanze in der Mitte fand ich gar nicht so schlimm, da hat mich das Schluß mit den pathetischen Tod von Robert Neville viel mehr gestört. Etwas weniger wäre mehr gewesen.
Count Dooku
05.07.2008, 17:42
Ich fand den Film ziemlich grottig. Imo war das der totale 70er-Jahre-Trash. Heston spielt die Figur ziemlich unsympathisch, weshalb es mich überhaupt nicht gekümmert hat was mit ihm passiert. Die Mutanten sind an Lächerlichkeit nicht zu überbieten und die anderen Darsteller sind auch für die Tonne. Dazu noch ein nerviger Score und schlechte Bluteffekte und fertig ist der Müll. Imo war I am Legend trotz CGI-Viecher packender.
Ich fand den Film ziemlich grottig. Imo war das der totale 70er-Jahre-Trash.
Blasphemie!
Ne, aus heutiger Sicht kann ich das absolut verstehen.
Für heutige Sehgewohnheiten muß vieles an diesem Film ein Graus sein.
Für mich aber nicht.:D
Denn ich bin quasie mit Robert Neville aufgewachsen. Unzählige Male habe ich mir diesen Film nach der Schule angeguckt und meine Liebe zu diesem (subjektiven)
Meisterwerk (seiner Zeit) ist immer noch ungebrochen.
Klar ist das heute alles "etwas" antiquiert, aber mich packt der Film immer noch genauso wie damals. Jedesmal wenn der im Player rotiert ist das wie ne Zeitreise, wie Urlaub, pure Entspannung, ja absolutes Wegtauchen für mich.
Und was hackt ihr alle auf dem Soundtrack rum? Den liebe ich noch mehr! Der gehört so dazu wie er ist. Anders kann und möchte ich den garnicht haben.
Ich befürchte es ist mir anzumerken, das ich diesen Film einfach nicht objektiv bewerten kann, dazu habe ich den zu oft gesehen und dafür hat er zu sehr meine Liebe zu diesem Genre zementiert.
Ich kann einfach nicht anders, ich muß dem ne klare
10/10
geben.
Das ist einfach wahre Liebe....
deadlyfriend
05.07.2008, 20:54
Ich verstehe dich absolut mein Freund. Ich liebe diese 70er Jahre Sci-fi Klassiker und stehe damit in enger vertrauter Verbindung. Wenn nur endlich "Phase IV" auf DVD erscheinen würde.
Habe mir gestern das Original "The last Man on Earth" angesehen.
Robert Neville hat scheinbar als einziger eine Virusinfektion überlebt, der den Rest der Menschheit in vampirähnliche Wesen verwandelt hat.
Er verbarrikadiert sich nachts in seinem Haus und versucht tagsüber die Wesen aufzuspüren und systemathisch zu vernichten.
O.K., die Vampire, die bei Sonnenlicht nicht zu Staub zerfallen, sondern tagsüber wo sie gehen und stehen einfach umfallen und schlafen, sind heutzutage nicht mehr wirklich gruselig, aber die Story hat es in sich.
Das Setting ist mehr als nur gelungen und vermittelt viel von der pessimistischen und von Einsamkeit getragenen Grundstimmung des Films.
So wurde auch die permanente Bedrohung spürbar umgesetzt.
Das unerwartete Ende (Achtung Spoiler) setzt dem Film die Krone auf.
So ist er nicht der einzige wahre Überlebende, sondern das Relikt einer alten Welt, welcher dem Entstehen einer neuen Rasse und Kultur durch seine Versuche zu überleben und auch durch die versuchte Auslöschung aller Infizierten im Weg steht.
Das Ende ist grandios und zeigt doch gerade zur damaligen extrem konservativen Zeit das Veränderungen einfach eine logische Weiterentwicklung sind.
Ich denke daher das dieses, auch heute immer noch geniale Filmende, den Leuten damals förmlich um die Ohren geflogen sein muss.
Ansonsten erinerte mich der Film irgendwie an eine Mischung aus Vampirfilm und Night of the living Dead mit einem genialem Vincent Price, der manchmal aber auch die Tendenz zum Overacten nicht ganz verbergen kann.
7/10
vBulletin® v3.8.7, Copyright ©2000-2012, vBulletin Solutions, Inc.