Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Kino in der Krise
Willy Wonka
29.12.2010, 13:19
Das Kinojahr 2010 neigt sich dem Ende und die Zahlen sehen nicht gut aus, auch wenn die offiziellen FFA-Zahlen erst nächstes Jahr folgen werden.
Der Besucherrückgang ist 2010 vor allem in Deutschland enorm, auch wenn es nach dem Umsatz dank 3-D-Filmen und dem erhöhten Kinopreisen nicht so schlecht aussieht.
Dennoch sind mehr Besucher wichtiger als ein höherer Umsatz, denn schnell kann sich so eine Abwärtspirale entwickeln und darunter leiden dann alle Mitarbeiter der Branche.
Ich habe dieses Thema vor allem wegen des neuen Berichts von Mark G. eröffnet, denn seine Worte und Gedanken zum Thema sind sehr interessant und zeigen viele Mänger der deutschen Kinopolitik auf. Vorbei sind die Zeiten als nur Raubkopierer Schuld an der Misere haben!
Aber lest selbst: Mark G.'s Rundumschlag (http://www.insidekino.de/Y/Rundumschlag.htm)
Was haltet ihr von seinen Thesen und Analysen?
Wie wird für euch das Kinojahr 2011 und wird es positive Meldungen bereithalten?
Vorschläge, Anregungen und Meinungen jeder Art zum Thema „Kino in der Krise" sind willkommen.
Eclipsed
29.12.2010, 13:53
Was in dem Artikel viel zu kurz kommt und was für mich der einzige Faktor ist, ob ich ins Kino gehe oder nicht, ist die Qualität! Die Qualität der Filme, des Bildes, des Tons...gibt es O-Ton-Vorstellungen etc.!
Letztendlich hat mich der Artikel etwas zornig gemacht, weil er mal wieder gezeigt hat, was das Kino heute sein soll: ein Event, mit Filmen, die der breiten Masse gefallen (anspruchslose Komödien), die dann gefälligst noch Popcorn, Chips und Cola kaufen soll ("Und ich möchte diese Kinobesitzer daran erinnern, dass nicht Umsätze, sondern Besucher an der Theke Popcorn kaufen."; "[...]gibt es da vielleicht versteckte Quoten, dass für jede Komödie vier Dramen gefördert werden müssen?")...
Ich erliege ja immer wieder der (romantischen) Vorstellung, dass Film eine Kunst ist... :kaffee:
deadlyfriend
29.12.2010, 15:09
Ich kann das nur aus meiner persönlichen Sicht beschreiben was am Kino schief läuft und die ist nicht gerade auf die Allgemeinheit zu beziehen. Also schreibe ich mal nur meine ganz persönlichen Gründe:
1.) Die Qualität im Kino könnte deutlich besser sein. Ist irgendwie blöd wenn man aus dem Kino kommt und sich auf den BD Release freut, weil dann die Qualität besser ist.
2.) Die Qualität des Angebots ist nicht gerade begeisternd. "Salt" und so ein 0815 Müll zieht mich nunmal nicht ins Kino. Für die interessanteren Sachen muss man wieder in die Grossstadt. Das Publikum scheint zumindest im Laufe der Zeit immer dümmer zu werden. Für mich inzwischen unvorstellbar das nochmal ein Film wie "Der Pate" die Massen begeistert.
3.) Es sind Menschen im Kino.
3.) Es sind Menschen im Kino.
Erweiterung: es sind lautstark Knabberkram fressende, Cola schlürfende Menschen mit nicht ausgeschalteten Mobiltelefonen im Kino.
Bei mir kommen zum Kinobesuch noch eine mindestens halbstündige Autofahrt (einfache Strecke), ein kostenpflichtiger Parkplatz und ein Burger King-Besuch dazu. Ok, für letzteres kann das Kino nichts. :D Der halb- bis dreiviertelstündige Werbeblock vor dem Hauptfilm lässt meine Unlust auf einen Kinobesuch weiter steigen. Und das Programm samt 3D-Hype geht größtenteils an mir vorbei. Für Filme wie "Avatar" oder "Keinohrhasen" verlasse ich nicht das Haus. Für einen neuen Tarantino- oder Lynch-Streifen schon eher ("Mulholland Drive" im Kino kam schon klasse). Ebenso hätte ich nichts dagegen, den ein oder anderen Klassiker mal auf der großen Leinwand zu sehen.
Count Dooku
29.12.2010, 16:05
Die Sache mit dem Preis kann ich zustimmen.
Der Vorschlag z. B. während der WM/EM Filme wieder aufzulegen, würde imo nicht funktionieren. Ich bezweifle stark, dass es soviele Leute gibt, die sich einen Film wie "Der Pate" im Kino nochmal anschauen werden, wenn sie auch einfach in die Videothek gehen könnten.
Die Forderung nach mehr Komödien im Kino kann ich auch nicht nachvollziehen. Ich hab immer das Gefühl, dass schon genug davon auf der Leinwand zu sehen sind.
Und die nächste Werbekampagne sollte blos nicht den Fehler machen und Sachen behaupten wie, dass die Filme nur im Kino in ihrer ursprüglichen Form zu sehen sind.
Momentan nervt mich vor allem die 3D-Seuche im Kino. Vor allem, weil bei mir in der Umgebung keinerlei 2D-Variante als Alternative angeboten wird.
Dann natürlich Zuschauer, die zu blöd zum essen, waschen und reden sind (oder nicht wissen, dass man während des Filmes die Schnauze halten soll).
PS: Was die Preise angeht hier (http://www.wiwo.de/unternehmen-maerkte/kino-ist-zu-preiswert-439662/) ist die Aussage von dem Chef der Cinemaxx-Kette.
Willy Wonka
29.12.2010, 16:27
Was in dem Artikel viel zu kurz kommt und was für mich der einzige Faktor ist, ob ich ins Kino gehe oder nicht, ist die Qualität! Die Qualität der Filme, des Bildes, des Tons...gibt es O-Ton-Vorstellungen etc.!
Die breite Masse guckt keine O-Ton-Vorstellungen und daher fand das auch keine Beachtung im Artikel.
Letztendlich hat mich der Artikel etwas zornig gemacht, weil er mal wieder gezeigt hat, was das Kino heute sein soll: ein Event, mit Filmen, die der breiten Masse gefallen (anspruchslose Komödien), die dann gefälligst noch Popcorn, Chips und Cola kaufen soll ("Und ich möchte diese Kinobesitzer daran erinnern, dass nicht Umsätze, sondern Besucher an der Theke Popcorn kaufen."; "[...]gibt es da vielleicht versteckte Quoten, dass für jede Komödie vier Dramen gefördert werden müssen?")...
Ich erliege ja immer wieder der (romantischen) Vorstellung, dass Film eine Kunst ist... :kaffee:
Kino ist Kunst und Kommerz zugleich. Auch ich habe noch diese „romantische" Vorstellung von Kino vor allem, wenn ich in kleinere Kinos gehe, aber zweifelsohne ist Kino auch ein wichtiger Wirtschaftszweig an dem viele Arbeitsplätze hängen und der Artikel bezog sich eben nur auf den finanziellen und gewinnorientierten Teil der Kinowelt.
Und Kinobetreiben müssen auch irgendwie Geld verdienen, sodass sie ihr Kino weiter unterhalten können und da helfen nur mehr Zuschauer und nicht mehr Umsatz für die Studios. Denn wenn das Kinosterben weiter geht, kommen bald noch weniger Menschen in Genuss in der Nähe ein Kino zu haben und sich einen Film anzusehen. Wie gesagt eine Abwärtsspirale.
Der Vorschlag z. B. während der WM/EM Filme wieder aufzulegen, würde imo nicht funktionieren. Ich bezweifle stark, dass es soviele Leute gibt, die sich einen Film wie "Der Pate" im Kino nochmal anschauen werden, wenn sie auch einfach in die Videothek gehen könnten.´
Den Versuch könnten sie auf jeden Fall mal wieder machen, denn ich war bislang auch schon in ein paar Wiederauführungen von Filmen, die ich entweder noch nicht kannte („Alphaville") oder Klassikern die schon kannte („Dirty Harry" und „Erbarmungslos").
Die Forderung nach mehr Komödien im Kino kann ich auch nicht nachvollziehen. Ich hab immer das Gefühl, dass schon genug davon auf der Leinwand zu sehen sind.
Die Forderung nach Komödien bezog sich auch nur auf den deutschen Markt! Die meisten Komödien (vor allem die romantischen Komödien) stammen aus den USA. Mark G. hat schon Recht mit der Forderung, denn wie Zahlen zeigen, sind Komödien aus Deutschland in Deutschland am rentabelsten von sämtlichen Genres und darum sollten Produzenten und Studios mal wieder auf ein sicheres Pferd setzen - so wie es die Amis auch immer machen.
Momentan nervt mich vor allem die 3D-Seuche im Kino. Vor allem, weil bei mir in der Umgebung keinerlei 2D-Variante als Alternative angeboten wird.
Dann natürlich Zuschauer, die zu blöd zum essen, waschen und reden sind (oder nicht wissen, dass man während des Filmes die Schnauze halten soll).
Das Cineplex in Münster ist jetzt schon so weit, dass sie fast alle 3-D-Filme auch in 2-D anbieten, denn vor allem bei Familienfilmen fehlen einfach die Zuschauer.
Ich war dieses Jahr auch so selten wie lange nicht mehr im Kino. Zum einen nerven mich die erhöhten Ticketpreise und bei mir in der Nähe gibts einfach kein Kino das O-Ton anbietet. Zum anderen empfand ich den Jahrgang 2010 als ziemlich schlechten. Es gab einfach wenig Filme die mich ins Kino getrieben haben. Und bei denen, auf die ich richtig heiß war, war ich dann auch im Lichspielhaus (Inception, The Social Network, The Town, The Expendables). Der Kinojahrgang 2010 ist allerdings ein anderes Thema, das vielleicht einen eigenen Thread verdient hätte.
Evil_Gonzo
29.12.2010, 19:54
ich sehe das so wie deadlyfriend.
Die Qualität find ich schon erschreckend, macht mir persönlich aber nicht so viel aus. Viel nerviger ist der von deadlyfriend angesprochene 3. Punkt.
Da habe ich echt keine Lust mehr drauf. Aus verschiedensten Gründen.
tikiwuku
29.12.2010, 22:22
Ich geh selten ins Kino, weil es einfach nicht viel gezeigt wird, was mich anspricht.
Ben Stiller in der dritten Meine-Frau-was-auch-immer Neuaufwärmung, Otto Waalkes und der 10000. Animationsfilm interessieren mich einfach nicht.
crizzero
03.01.2011, 19:56
1.) Die Qualität im Kino könnte deutlich besser sein.
2.) Die Qualität des Angebots ist nicht gerade begeisternd.
3.) Es sind Menschen im Kino.
Du hast mit allen Punkten recht. Gegen das kuschelige Sofa, den breiten HDTV und den BD-Player kommt nunmal keine öffentliche Einrichtungen mit teilweise dummen Sitznachbarn, rissigen Filmrollen und teuren Softdrinks an.
Trotzdem hat es für mich immer noch einen gewissen Charme, im Kino einen neuen Film das allererste Mal erleben zu können. Noch lange bevor man ihn im Laden oder online kaufen kann. Aber ich zahle ja auch nichts dafür.
metalbeppi
03.01.2011, 20:56
Aber ich zahle ja auch nichts dafür.
Das ist ja so ein Grund warum ich nichtmehr ins Erlanger Cinestar gehe. Gut die haben nun endlich auch nen Digital Projektor, aber eben nur in 3D das dort viel zu teuer ist. Aber wenn ich ins Kino gehe dann meist mit Gesellschaft, und da gibt es eben zwei Kollegen mit denen ich gerne ins Kino gehe, aber die wollen nur dort rein weil sies eben kostenlos bekommen. Ich bin eher der Cinecitta Besucher weil ich dort mehr für mein Geld geboten bekomme. Da hab ich dann auch kein Problem eine längere Autofahrt auf mich zu nehmen und Parkgebühren zu zahlen.
Mich zieht es derzeit aber auch nicht wirklich ins Kino da ich vor oder während des Kinostarts erfahren muss das in 5-6 Monaten eine längere Fassung des Filmes rauskommt. Warum also für eine geschnittene Fassung zahlen?
Das Hauptproblem, welches das Kino hat, dürfte doch das Heimkino sein. Also daß man sich seit etlichen Jahren eine passable Ausrüstung für das Wohnzimmer kauft und sein eigener Programmdirektor wird, ohne schwer reich sein zu müssen. Dadurch verschwindet doch schon ein gewisser Anreiz, überhaupt ins Kino gehen zu "müssen". Man ist unabhängig von der Fernsehaustrahlung, indem man sich den Film ein paar Monate später einfach nach Hause holt. Man sammelt sich seine Favoriten zurecht und kann sie jederzeit gucken. In dem Punkt ist man doch erheblich flexibler geworden.
Was bleibt dem Kino also als Anreiz? Sicher die Atmosphäre, die große Leinwand und der Premierenbonus. Nicht wenige werden einen ruhigen Abend vor dem heimischen Bildschirm bevorzugen, weil dort nicht ein paar hundert Leute sitzen, die irgendwann mal husten müssen, aufs Klo rennen, rumknistern, irgendwelche Gespräche anfangen oder im Bild sitzen. An der großen Leinwand kann man sich sattsehen und für daheim einen Beamer beziehungsweise eine mächtige Glotze anschaffen. Bleib also der Anreiz, einen Streifen als erstes im Kino sehen zu können. Und was entscheidet nun darüber, ob ich dem erliege? Eclipsed hat es meiner Meinung nach schon richtig gesagt: einzig die Qualität des Filmes. Meinetwegen kann man hier die Qualität mit der Erwartung an den Film gleichsetzen.
Die Frage, die sich mir in erster Linie stellt, ist, ob ich einen Film unbedingt sehen will oder muß. Ist die Erwartungshaltung riesig, aus welchen Gründen auch immer, dann spielt der Preis für eine Ticket nicht die größte Rolle. Zu unterschätzen ist das sicher nicht, irgendwann mag man zu dem Gedanken kommen "Man, das war aber teuer". Und dann geht man ganz bewußt oder vielleicht sogar unterbewußt seltener hin. Bis ein Film wieder Großes verspricht und man ihn nicht erst in einigen Monaten zu Gesicht bekommen will.
Ganz so schlecht kann es dem Kino doch gar nicht gehen, solange noch neue Umsatzrekorde eingefahren werden. Mag sein, daß es sich etwas zuspitzt und ein Avatar dann alles in den Schatten stellt, während andere Produktionen darunter leiden. Dann ist es aber höchstens ein Problem in der Breite und keineswegs in der Spitze.
Und wenn ich mir die Zahlen (http://www.insidekino.de/DBO.htm#JAHRES_&_ALL-TIME_CHARTS_) der deutschen Kinogänger so Jahr für Jahr betrachte, dann wird doch deutlich, daß Ende der 60er, Anfang der 70er ein starker Abschwung da war. Seitdem ist das Bild doch ziemlich gleich geblieben, wenn man die Schwächephase Mitte bis Ende der 80er außen vorläßt. 1972 sind 149,8 Millionen Zuschauer in die Kinos gewandert, 2009 waren es 146,3 Millionen. Bei den ganzen gesellschaftlichen und medialen Entwicklungen eigentlich ziemlich erstaunlich, daß das Niveau gehalten werden konnte. Also ich sehe die Zahlen positiv angesicht der technischen Möglichkeiten von heute. Klar wünschen sich Kinobetreiber sicher einen stetig höheren Zulauf wie beim Volkssport Nr. 1 in den Fußballstadien. Nüchtern betrachtet ist geben die Zahlen aber keinen Raum für eine Krise.
Das Ergebnis für 2010 wird wohl einen Rutsch nach unten machen, wenn die Prognose dort hinkommt. Aber woran das nun genau liegen mag, schwierig. Ich denke, daß es eher die Qualität der Filme insgesamt war, die nicht noch mehr Menschen ins Kino gelockt hat. Ein "Rekordjahr" wie 2001, das schon heraussticht, ist für mich nicht anders zu erklären.
Damit wir uns nicht falsch verstehen, ich finde es auch bedenklich, daß man weiter an der Preisschraube bei den Tickets drehen will angesichts der Tatsache, daß die Wirtschaft erst die größten Teile einer wirklichen Krise hinter sich hat und der Durchschnittsbürger beziehungsweise die Leute mit geringerem Einkommen nicht automatisch mehr Geld zur Verfügung haben. Das ist gewiß keiner positiver Anreiz, damit mehr Leute ins Lichtspielhaus strömen.
Vielleicht hätte der Autor ganz einfach deutsche Filme und internationale Filme in der Betrachtung einfach strikter trennen müssen. Denn auf unser Thema hier übersetzt mußte die Frage ja lauten: Deutsche Kinofilme in der Krise?
Denn das scheint mir der Aufhänger zu sein, daß deutsche Produktionen im abgelaufenen Kalenderjahr kaum Zuspruch an den Kassen erfahren haben und er als Drehbuchlieferant indirekt darunter zu leiden hat. Ich bin ja auch der Meinung, daß sich Komödien wie die von oder mit Til Schweiger glänzend bei uns machen und die Leute das gerne sehen wollen. Ebenso Bullys Produktionen, die finden offensichtlich regen Zuspruch. Nur muß deshalb alles gleich Komödie sein? Auch hier sehe ich mehr ein generelles Qualitätsproblem. Kann sich ein deutscher Actionfilm mit einem aus Hollywood messen, dessen Budget womöglich vielfach höher ist und mit wesentlich bekannteren Gesichtern locken kann? Scheinbar nicht so richtig, das dürfte im humorigen Genre leichter sein, weil globale Produktionen aus der Traumfabrik sicher nicht die Feinheiten unseres Humors berücksichtigen oder den Streifen darauf zuschneiden. Das ist zwar verallgemeinert, aber immerhin mein Erklärungsansatz, warum Filme aus den USA in der Spitze sehr viel mehr Besucher anlocken und nur heimische Produktionen aus dem Genre Komödie mehrere Millionen Zuschauer vorzuweisen haben.
Ein guter Film ist ein guter Film, egal welcher Stilrichtung er nun angehört. Aufgrund von Alterbeschränkungen ist es manchen Genres halt nicht möglich, absolute Bestmarken aufzustellen. Aber deshalb will ich noch lange nicht nur seichte und lustig fröhliche Familienschmonzetten wie "Mein Vater, sein bester Freund und ich auf drei Hochzeiten an einem Tag" sehen.
Ansonsten kann ich aber dem Autor schon in einigen Punkten zustimmen. Wiederaufführungen hätten für mich einen speziellen Anreiz. Die würde ich gerne öfters und gezielt sehen. Denn drei Viertel der neuen Filmen jucken mich überhaupt nicht, geschweige denn werde ich sie sehen. Dann doch lieber einen meiner Favoriten vor großer Kulisse aufgeführt sehen, weil ich damals dazu keine Chance hatte oder es schlichtweg verpaßt habe. Solange das nicht überhand nimmt, wäre das in flauen Zeiten doch eine gute Sache.
Count Dooku
06.01.2011, 09:27
Respekt. Das ist ein toll geschriebener Beitrag.
Eclipsed
06.01.2011, 10:29
Erst mal: toller Beitrag, den ich nahezu komplett unerschreiben kann!
Nur muß deshalb alles gleich Komödie sein? Auch hier sehe ich mehr ein generelles Qualitätsproblem. Kann sich ein deutscher Actionfilm mit einem aus Hollywood messen, dessen Budget womöglich vielfach höher ist und mit wesentlich bekannteren Gesichtern locken kann?
Der Autor hat in dem Artikel zwar aufgezeigt, dass in Frankreich und Tschechien auch hauptsächlich einheimische Komödien-Unterhaltung angesagt ist...was er aber außen vor lässt ist Folgendes: Warum sind in Skandinavien Genre-Produktionen (hauptsächlich Thriller) so erfolgreich? Sind die Leute dort ernster? Schlauer? Hat die dortige Filmundustrie einfach mehr Selbstbewusstsein in dem Sinne, dass man sich der geringeren Budgets bewusst ist, aber trotzdem weiß, dass man gute Filme drehen kann? Sowas wie die Millenium-Trilogie (über 100 Mio. $ weltweit) oder So Finster Die Nacht (erfolgreich und von Kritikern weltweit in den höchsten Tönen gelobt) ist meiner Meinung nach in Deutschland nicht möglich...und zwar nicht, weil wir es nicht könnten, sondern weil wir es uns nicht zutrauen!
Der einzige deutsche Beitrag zum Thema Genrefilm, also endlich mal ein deutscher Film, der keine Komödie und keine historische Aufarbeitung ist, war 2010 Im Schatten (http://www.ofdb.de/film/192326,Im-Schatten): und was war? Hier in Köln lief er eine Woche, sodass ich ihn verpasst habe!
Tarantino1980
06.01.2011, 11:37
Warum sind in Skandinavien Genre-Produktionen (hauptsächlich Thriller) so erfolgreich? Sind die Leute dort ernster? Schlauer? Hat die dortige Filmundustrie einfach mehr Selbstbewusstsein in dem Sinne, dass man sich der geringeren Budgets bewusst ist, aber trotzdem weiß, dass man gute Filme drehen kann? Sowas wie die Millenium-Trilogie (über 100 Mio. $ weltweit) oder So Finster Die Nacht (erfolgreich und von Kritikern weltweit in den höchsten Tönen gelobt) ist meiner Meinung nach in Deutschland nicht möglich...und zwar nicht, weil wir es nicht könnten, sondern weil wir es uns nicht zutrauen!
Das ist eine sehr interessante Frage! Ich bin mir da nicht sicher ob es am fehlendem Talent oder am Zutrauen liegt. Fakt ist, das wenn mal ein deutscher Film gedreht wird es sich entweder um eine Komödie handelt, oder aber um eine TV Produktion die meisten mit immer den selben Leuten gedreht wird! Der Mut, auch mal unbekannten Schauspielen bei einem größeren Projekt die Chance zu geben sich zu beweisen scheint mir einfach in Deutschland nicht vorhanden. Da muss ein Mario Adorf oder ein Hannes Jänicke oder eine Veronika Ferres mit an Bord sein damit so ein Projekt irgendwie bemerkt wird und wahrscheinlich auch die nötige Finanzierung bekommt.
Welcher deutsche Film mir in letzter Zeit Positiv im Gedächtnis blieb war Soul Kitchen! Toller deutscher Film der im grunde zwar Deutsch ist, aber auch so gedreht wurde das man ihn auch als nicht deutscher ohne Hamburger Hintergrundwissen gut finden kann! Das ist nämlich auch noch so ein Aspekt. Vielen deutsche Filme, gerade so TV Produktionen, sieht man es an das es deutsche Filme sind. Sie versprühen einfach nicht einen "internationelen" Charme. Das man einen deutschen Film natürlich in Deutschland bzw. an deutsch wirkenden Schauplätzen dreht ist ja auch legitim, nur meistens schaffen sie es einfach nicht ihn gut aussehen zu lassen. Das war bei Soul Kitchen halt anders. Deutsche Stadt aber ein Thema und ein Aufbau wie es auch in einem Film aus den USA hätte sein können.
Aber häufig schafft man in Deutschland nur sowas wie zu letzt beim zappen gesehen. Es handelte sich um eine TV Produktion für RTL mit dem Titel Die Draufgänger. Super schlecht gedreht, hab mir tatächlich mal 30 min angesehen und was das schlimste war, einfach versucht sich an so Filmen wie Bad Boys zu orrientieren und sie "einzudeutschen". Also auch hier nicht der Mut den eigenen Weg mal zu gehen. Da musste dann auch einer der "Bullen" mit drei Tagebahrt und coolen Sprüchen unterwegs sein! Oder noch so ein negativ Beispiel, die Akte Golgatha. Eine Mischung aus National Tresure und Da Vinci Code! Furchtbar. Einzug und allein die Hauptdarstellerin sah süss aus :nice:. Aber von der Art und Weise her einfach nur miserabel, obwohl man versucht hat den ganzen Film etwas internationaler Wirken zu lassen, aber man hat halt wieder nur kopiert anstatt eigenes mit reinzubringen.
Und da sind die Schweden z.B. einfach konsequenter. Sie drehen Filme anders und so wie sie meinen das es wirkt und der Erfolg gibt einem recht. Man wird nie in einem schwedischen Film den üblichen Sterotyphen eines Cops aus den USA sehen. Es sind andere Charaktere die aber genau diesen Charme dieser Filme ausmachen!
Hier in Deutschland laufen nunmal einige Sachen anders als in den USA und das sollte auch erwähnung finden in einem deutschen Film. Es sollte nicht versucht werden die selben Charaktere wie in einer amerikanischen Produktion zu verwenden und diese dann krampfhaft versucht in eine deutsche Kullise reinzuprügeln. Hier müssten deutsche Filmemacher einfach mehr Mut haben! Also natürlich jetzt nicht wieder in die Heimatfilme aus den 60er Jahren zurückfallen :D, schon alles in einem aktuellen Weltbild darstellen, aber es halt auch so darstellen wie deutsche Polizisten ticken. Da wirst Du nunmal keinen Kommisar finden der eine Tür eintritt oder eine wilde Verfolgungsjagd über die A1 macht wo unzählige Autos zu Bruch gehen! Sowas würde sich kein Polizeibeamter in der Realität rausnehmen! Verdächtigte werden zwar verfolgt, aber halt nur solange nicht das Leben des Beamten oder anderer in Gefahr ist. Ich denke das Action Genre ist auch ein Bereich der hier in Deutschland nicht funktioniert weil es zu aufgesetzt und zu unrealistisch wirkt. Im Thriller oder im Drama bereich könnten wir da bestimmt gute Beiträge bieten, wenn halt Deutsche Filmemacher sich hier in Deutschland auch was zutrauen! Das sie es können beweist der ein odere andere ja schonmal!
Eclipsed
06.01.2011, 13:20
Welcher deutsche Film mir in letzter Zeit Positiv im Gedächtnis blieb war Soul Kitchen! Toller deutscher Film der im grunde zwar Deutsch ist, aber auch so gedreht wurde das man ihn auch als nicht deutscher ohne Hamburger Hintergrundwissen gut finden kann!
Sehr schönes Beispiel! Soul Kitchen ist nämlich sogar ein Sonderfall, weil Fatih Akin Teil des Multi-kulti ist...und Multi-kulti ist nun mal seit Jahren prägend für unser Land!
D.h.: Ich gebe dir recht, dass man den Film ohne Hintergrundwissen gut finden kann, trotzdem ist es eine Liebeserklärung an Hamburg. Der Film würde ganz anders aussehen, wenn er in München oder gar in den USA gedreht worden wäre. Deswegen war der Film auch international erfolgreich (zumindest bei den Kritikern)...er hat eine gute Geschichte, die universell verständlich ist, mit einem dicken deutschen/hamburgerischen Stempel erzählt!
Und das müssen deutsche Filme meiner Meinung nach sein um international Erfolg zu haben: weltweit vermarktbar, aber ohne sich dem großen Vorbild Hollywood anzubiedern...dann wird es nämlich ganz schnell lächerlich!
Das ist eine sehr interessante Frage! Ich bin mir da nicht sicher ob es am fehlendem Talent oder am Zutrauen liegt. Fakt ist, das wenn mal ein deutscher Film gedreht wird es sich entweder um eine Komödie handelt, oder aber um eine TV Produktion die meisten mit immer den selben Leuten gedreht wird!
Es gibt durchaus viele anders gelagerte deutsche Filme, als Beispiele seien nur mal "Gegen die Wand", "Das Experiment", "Muxmäuschenstill" oder "Requiem" genannt. Leider haben deutsche Filme dieser Art im Kino nur selten Erfolg (wenn sie dort überhaupt denn überhaupt laufen), weil eben die Leute lieber in Hollywood-Blockbuster rennen. Was ja auch irgendwie nachvollziehbar ist: eine bombastische Effektorgie kommt im Kino nunmal besser als ein dialoglastiger, womöglich noch ein eingeschaltetes Gehirn voraussetzender Film. Ich sehe Filme solche Filme sogar lieber alleine und unabgelenkt zuhause vor der Glotze als im Kino. Als ich noch aktiver Kinogänger war, bin ich (auch mangels Alternativen) zu 90 % in typische Hollywood-Blockbuster gegangen, die mich teils gar nicht besonders interessiert haben. Zwischendurch gab's mal einen Lynch oder einen Helge Schneider-Film. Heute erspare ich mir das, weswegen das Thema Kino für mich weitgehend erledigt ist.
Oder noch so ein negativ Beispiel, die Akte Golgatha. Eine Mischung aus National Tresure und Da Vinci Code! Furchtbar. Einzug und allein die Hauptdarstellerin sah süss aus :nice:. Aber von der Art und Weise her einfach nur miserabel, obwohl man versucht hat den ganzen Film etwas internationaler Wirken zu lassen, aber man hat halt wieder nur kopiert anstatt eigenes mit reinzubringen.
Du meinst bestimmt Katharina Schüttler (http://www.ofdb.de/view.php?page=person&id=2770), oder? Dann empfehle ich dir mal den Film Sophiiiie! (http://www.ofdb.de/film/32161,Sophiiiie), da kannst du sehen, wie verdammt gut die Frau schauspielen kann. Dürfte auch ein Problem der meisten deutschen Schauspieler sein: sie müssen Auftragsarbeiten erledigen, damit Geld ins Haus kommt. Und da ist halt auch viel (TV-)Mist dabei. Aber solange man nicht wie Fritz Wepper oder Christine Neubauer ausschließlich Fließbandmist produziert... :D
Ich glaube das die Probleme der Kinos , außer der schon bekannten( Menschen im Saal, Nachos Fresser, ColaSchlürfer, Eintrittspreise, Anreise ect.) in eine andere Richtung gehen.
Wer nimmt oben genannte Tatsachen auf sich, wenn er/sie genau weiß das in 6 Monaten( wenn es überhaupt so lange dauert) das Kinoerlebnis in den eigenen 4 Wänden stattfinden kann, zumeist in einer besseren Qualität als auf der Kinoleinwand und zu einem Preis der gleich zu setzen ist, mit der Eintrittskarte die ich im Kino lösen müßte( 15,-€ für eine Neuerscheinung BluRay ist ja keine Seltenheit mehr). Danach kann ich mir das Erlebnis so oft geben wie ich möchte.
Ich finde die Entwicklung ganz persönlich gesehen gut, doch der Weg müßte zur Rettung der Lichtspielhäuser ein anderer sein:
Ersterscheinung der Kinofilme auf den DVD/BluRay Markt frühestens 12 Monate nach Kinoauswertung und dann zum Preis von ca. 30 ,-€ für eine DVD und 50,-€ für eine BluRay. Das wäre für uns Sammler dann zwar das aus, doch der Kinobranche würde es helfen.:rolleyes:
Tarantino1980
06.01.2011, 17:02
Du meinst bestimmt Katharina Schüttler (http://www.ofdb.de/view.php?page=person&id=2770), oder? Dann empfehle ich dir mal den Film Sophiiiie! (http://www.ofdb.de/film/32161,Sophiiiie), da kannst du sehen, wie verdammt gut die Frau schauspielen kann.
Ja genau sie meine ich. Vielen Dank für den Tip. :kiss: Ich fand sie halt sehr hübsch und es war tatsächlich der einzige Grund warum ich den Film überhaupt etwas gesehen habe. Wenn Du jetzt sagst das sie sogar mal ein einem vernünftigen Film ihr Talent zeigen konnte ist das schon Grund für mich genug hier einen Blindkauf zu wagen. Ich habe mir den Film nämlich gerade bestellt :nice:.
Agent Orange
06.01.2011, 19:19
Ich denke auch dass es viele Faktoren sind, die die den langsamen Zerfall begründen. Faktoren die einfach mit der Veränderung unseres Umfeldes zusammenhängen. Wenn man sich nur mal den Technischen Fortschritt der letzten 20 Jahre anschaut, seien es Computer, Handys, Autos, Spielkonsolen, Fernseher oder was auch immer.
Dieser deutschen Kopierlaune, die Tarantino schon ansprach gebührt mit Sicherheit auch eine gewisse Schuld. Wie oft ist es schon vorgekommen dass man bei der typisch dummen Sat 1 Vorabendserie den Score eines berühmten Hollywood Filmes hört. Zumindest so oft, dass ich mich desöfteren gefragt habe, ob da tatsächlich Lizenzgebühren gezahlt werden. Ich kann es mir ehrlich gesagt kaum vorstellen.
Ich beschreibe mal wie ich das Kino als junger Bub kennengelern habe. Die Unterschiede zu heute werden da mehr als deutlich. Ich behaupte mal, beinahe alle sind Schuld an der Krise.
Kino war etwas für Jung und alt, es waren praktisch alle Alterklassen vertreten. Seit den Multiplexen hab ich das Gefühl, dass sich die ältere Generation immer mehr zurückzieht und keine Lust hat auf ein überfülltes Kino mit lauter Jugendlichen.
Im Nachbarort hatten wir ein kleines Kino und in der nächsten Stadt waren 3.
Das Kino im Nachbarort war relativ heruntergekommen, man zahlte 5 DM Eintritt bei einem alten Mütterchen an der Kasse, es lief logischerweise immer nur ein Film gleichzeitig, Reservieren war nicht möglich, wer zuerst kam hatte die freie Platzwahl. Es gab eine kleine Kasse mit einer Schlange bis zur Straße hinunter. Draußen hingen die Schaukästen mit den Filminformationen. An der gleichen Kasse bekam man auch Süßigkeiten und Getränge zu kaufen: Cola aus Glasflaschen! Diese putzigen kleinen Chipstüten und vieles mehr was man heute kaum mehr kennt.
Über das Soundsystem oder die Bildqualität hat sich eigentlich niemand wirklich einen Kopf gemacht. Welchen Film man sehen wollte und wann der lief konnte man sich aus der örtlichen Zeitung heraussuchen. Trailer hatte man mit Glück mal im Fernsehen oder im Kino gesehen, da konnte man sich dann ein ungefähres Bild machen ob einem der Film zusagt, ansonsten blieben da noch die Mundpropaganda und die Schaukästen. Altersnachweis und FSK...? Solange es keinen extremen Unterschied zwischen dem eigenen Alter und dem gezeigten Film gab, interessierte sich kein Schwein dafür. Nachdem der Film im Kino lief dauerte es eine gefühlte halbe Ewigkeit bis er endlich in den Verkauf oder die Videotheken kam. 30-40 DM waren da der Standartpreis wenn ich mich recht entsinne. Die Qualität ließ natürlich auch oft zu wünschen übrig, wenn man überhaupt in den Genuss des korrekten Bildformates kam.
Wie es heute aussieht muss ich wohl nicht lange erklären, der Charme dieser alten Kinos ist größtenteils verlorengegangen. Sie wurden ersetzt durch moderne Multiplexe, Kartenreservieren ist absolut Plicht, lieber eine mehr als zuwenig, den Trailer hat man sich natürlich schon längst im Internet angesehen, genauso wie etliche Meinungen gelesen. Diese Multiplexe sind natürlich alle an möglichst zentralen Orten, Parkhaus inklusive, denn ohne findet man eh keinen Parkplatz. Kino ist Stress geworden, Massenabfertigung, man geht nur noch hin wenn man einen Film unbedingt sehen will. Man weiß ja dass in spätestens einem halben Jahr, der Film zum gleichen Preis einer Kinokarte+Parkaus(ohne Fahrt) im Internet zu haben sein wird, und das in HD.
Dazu kommt, dass das Publikum auch meiner Meinung nach immer Dümmer wird. Man sieht sich lieber einen putzigen kleinen Schmachtfetzen an weil das eigene Teenie-Idol mitspielt als einen ordentlichen Film. Früher waren es Frauen wie Kim Basinger die die Teeniegirls ins Kino gelockt hatten, heute sind es solche Würste wie der Glitzervampir aus Twighlight, oder irgendwelche Pseudocoolen Streetdancer.
Wie gesagt, für mich ist die Krise ein Konstrukt aus diesen ganzen Veränderungen. Ich will ganz bestimmt nicht auf alle davon verzichten, aber so ein kleines gemütliches Kino zum kleinen Preis in der Nachbarschaft/Nachbarort...ja das hätte was. Da wären mir Bild und Ton auch nicht so wichtig, das Feeling wäre mir da viel wichtiger.
Ja genau sie meine ich. Vielen Dank für den Tip. :kiss: Ich fand sie halt sehr hübsch und es war tatsächlich der einzige Grund warum ich den Film überhaupt etwas gesehen habe. Wenn Du jetzt sagst das sie sogar mal ein einem vernünftigen Film ihr Talent zeigen konnte ist das schon Grund für mich genug hier einen Blindkauf zu wagen. Ich habe mir den Film nämlich gerade bestellt :nice:.
Ich hoffe, er gefällt dir. Sie hat übrigens auch in "Das weiße Rauschen" oder "Marcel Reich-Ranicki: Mein Leben" mitgespielt.
Count Dooku
07.01.2011, 07:39
Man sieht sich lieber einen putzigen kleinen Schmachtfetzen an weil das eigene Teenie-Idol mitspielt als einen ordentlichen Film. Früher waren es Frauen wie Kim Basinger die die Teeniegirls ins Kino gelockt hatten, heute sind es solche Würste wie der Glitzervampir aus Twighlight, oder irgendwelche Pseudocoolen Streetdancer.
Wenn ich deine Aussage richtig verstehe, haben die Mädels früher auf Frauen gestanden.
So ein Kino, wie du beschrieben hast, haben wir auch in der Nähe. Es bringt mehr die kleinen anspruchsvollen Filme. Es ist ziemlich altmodisch was ihm einen einmaligen Charme gibt.
Tarantino1980
07.01.2011, 09:30
Ein sehr schöner Beitrag Agent! Genauso ein Kino gab es in meiner Kindheit auch, nur mit dem unterschied das der Kinobetreiber und meines wissens auch einziger Mitarbeiter in diesem Kino selbst an der Kasse/Snackbar saß. Es war noch ein Kino ohne Surround Sound also hat man sich freiwillig eher mittig hingesetzt als ganz hinten, weil man hinten bei ruhigen Szenen schon genau hinhören musste :D. Der Eintritt kostete bis zur Euro Einführung auch 5 DM. 1996 wurde 12 km weiter das erste etwas größere Kino mit 6 Kinosählen und top aktueller Technik eröffnet. Mein erster Film den ich dort gesehen hatte war Independence Day. Ich war quasi wie erschlagen von der tollen Qualität, es war ein Unterschied wie Tag und Nacht. Aber dennoch bin ich noch in häufig noch in das ältere Kino gegangen. Die "effektreichen" Filme hab ich mir dann natürlich im größeren angesehen, aber alles was nicht umbedingt so von den Effekten her lebte wurde auch weiterhin in diesem kleinen aber feinen Kino gesehen. Leider gingen dann irgendwann die Besucherzahlen zurück, eben weil es nicht mehr der neuste Standart war. Ich weiß noch sehr gut das ich damals mit einem Kumpel zusammen mir in diesem Kino Face off angesehen habe weil wir den Film spontan sehen wollten. Wir waren nur zu zweit in dem großen Kinosaal und dennoch hat er den Film uns gezeigt, mit Werbung und Vorfilm. Ich glaube ein heutiges Multiplex würde sowas nicht machen :D.
Ich bin der Meinung, was hier auch schon mal erwähnt wurde, das die Kinos dann und wann einfach Themenabende machen sollten. Vieleicht mal eine "Schauspieler" oder "Regisseur" nacht wo dann von einer Person entsprechende Meilensteine seines schaffens gezeigt würden. Da viele Filme die ich gut fand leider vor meiner Geburt bzw. zu einem Zeitpunkt liefen wo ich mich noch nicht für solche Filme interessiert habe, würde ich mir sowas liebend gerne mal auf der großen Kinoleinwand ansehen. Da solche Themen Abende dann auch speziell wären, vieleicht würde man dadurch auch gleichgesinnte Leute kennen lerne. Ich würde sofort mir Tickets reservieren wenn ein Kino mal ein Wochenende lang Hitchcock oder Argento Filme zeigen würde. Aber leider wird sowas nicht gemacht. Was man allerdings nochmal positiv erwähnen muss das ab und an nochmal Filmreihen gezeigt werden. Als z.B. letztes Jahr der dritte Teil der Millenium Trilogie ins Kino kam zeigte meine Lokale UCI Kinowelt an einem Tag alle drei Filme hintereinander. Das war dann wiederum ein sehr schönes Event! Aber leider ist sowas die Ausnahme.
Ich bin der Meinung, was hier auch schon mal erwähnt wurde, das die Kinos dann und wann einfach Themenabende machen sollten. Vieleicht mal eine "Schauspieler" oder "Regisseur" nacht wo dann von einer Person entsprechende Meilensteine seines schaffens gezeigt würden. Da viele Filme die ich gut fand leider vor meiner Geburt bzw. zu einem Zeitpunkt liefen wo ich mich noch nicht für solche Filme interessiert habe, würde ich mir sowas liebend gerne mal auf der großen Kinoleinwand ansehen.
Das Problem: es geht keiner hin. Bei "Spiel mir das Lied vom Tod" waren ca. 10 Leute im Kino, bei der Zeichentrickversion von "Der Herr der Ringe" konntest du die Besucher an einer Hand abzählen. Keine Ahnung, ob das anders aussehen würde, wenn die großen High Tech-Kinos die alten Klassiker entstauben würden. Ich fürchte nicht...
Tarantino1980
07.01.2011, 12:11
Das Problem: es geht keiner hin. Bei "Spiel mir das Lied vom Tod" waren ca. 10 Leute im Kino, bei der Zeichentrickversion von "Der Herr der Ringe" konntest du die Besucher an einer Hand abzählen. Keine Ahnung, ob das anders aussehen würde, wenn die großen High Tech-Kinos die alten Klassiker entstauben würden. Ich fürchte nicht...
Das große Thema hier ist Marketing! So langsam entdecken die Kinos das es eben nicht nur ausreicht auf ihrer eigenen HP soetwas anzukündigen, man sollte auch solche Web 2.0 Anwendungen nutzen oder Social Networks um solche Themen Abende zu publizieren. Wenn ich z.B als Multiplex in Köln nur Werbung in der Kölner Umgebung für sowas mache ist die Wahrscheinlichkeit ziemlich hoch das auch nur Leute aus dem Großraum Köln dahinkommen. Wenn ich soetwas aber mit einem angemessenem Vorlauf bundesweit bewerbe könnte ich mir vorstellen das sich viele Fans, gerade in der heutigen Zeit wo Inlandsflüge erschwinglich sind, sammeln würden und für etwas spezielles auch mal eine Anreise in kauf nehmen würden. Ich bin mir sicher, das wenn man als Kinobetreiber ein Themenwochenende "Hitchcock" plant und dem Kunden einen guten anreitz bietet dorthinzukommen, das Fans die Anreise in kauf nehmen würden um nochmal ihre persönlichen Filmperlen auf der großen Leinwand zu sehen. Es müsste halt was spezielles sein für das es sich lohnt. Ich glaube die wenigsten von uns können behaupten das sie solche Filme wie Der unsichtbare Dritte, Die Vögel oder Psycho schonmal auf der großen Kinoleinwand gesehen haben. Wenn man das ganze dann entsprechend als Event plant wäre es aus meiner Sicht mal ein Versuch. Im Musik bereich klappt das doch auch. Wenn Künstler XY aus den USA seine Deutschland Tournee macht findet das ja meistens auch nur noch in ein paar größeren Städten statt. Und wenn ich halt ein großer Fan dieses Künsterls/Band bin nehme ich die Anreise in Kauf um dieses Event zu erleben. Und das wird ja auch bundesweit beworben. Wenn aber z.B die Stones z.B ein Konzert in Köln geben und es niemanden bekannt wäre, außer halt auf der Homepage des Veranstalltungsort und am Veranstalltungsort selber nur ein Aushang wäre bezweifele ich das dort viele Leute hingehen würden, nicht weil es sie nicht interessiert sondern weil sie es nicht wissen! Dadurch das solche Termine immer längerfristig bekannt sind gibt es sehr viele Wege wie man als Stones Fan an diese Information herankommt. Da ein Kino, wenn sie soetwas mal machen das max eine Woche im vorraus nur einem sehr lokalem möglichen Kundenkreis bekannt geben ist die Chance das Leute von Außerhalb anreisen natürlich sehr gering. Um es nochmal auf das Thema Kino zu beziehen wenn ich heute hier posten würde das ich gelesen habe das dieses oder nächstes Wochenende ein Hitchcock Wochenende in einem Kino in der Region Köln laufen würde gäbe es zwar mit sicherheit ein paar Leute hier die Lust auf solch ein Event hätten, aber auf Grund der kurzfristigkeit keine Zeit hätten. Wenn ich aber schreiben würde das in 2-3 Monaten dieses Event ansteht könnte man in ruhe planen sich nach Anreise und Übernachtungsmöglichkeiten umschauen. Klar das macht man nicht wenn nur 2-3 Filme gezeigt würden, aber wenn es ein bunter Mix wäre und das sogar noch über 2 Tage würden bestimmt alleine aus diesem Forum ein paar Leute interesse haben, auch wenn sie sonst nicht so die Kinogänger sind.
Ich fände sowas wäre mal einen Versuch wert. Wenn man natürlich nur immer wieder dieselben Filme die man eh schon im Kino gesehen hat zeigt ist die Chance gering das solche Themenabende funktionieren.
George Lucas
07.01.2011, 13:56
Wenn ich daran denke, dass ich BLADE RUNNER vor wenigen Monaten im KINO auf einer 22 Meter breiten CS-Leinwand gesehen habe, sind das schöne Erinnerungen.
Es waren unter 10 Zuschauer in dem 400 Plätzekino. Die Bild- und Tonqualität spottete jeder Beschreibung! Das war unterstes VHS-Niveau! - Ärgerlich!
Ich kann die Zuschauer verstehen, die solche Filme dann meiden. Wenn die Blu-ray und DVD zu Hause auf der Leinwand schon massiv (!) besser aussehen als eine völlig abgenudelte, unscharfe, ausgeblichene und farbverschobene, zerkratzte 35mm Kopie mit leiernden, rauschenden und knackenden Ton, muss sich der Kinobetreiber nicht wundern, wenn die Zuschauer aus bleiben.
Darüber hinaus investieren nur wenige Kinobetreiber in neue, aktuelle Technik oder besseren Komfort.
Die meisten Kinos, die aktuell geschlossen werden, haben IMO selber Schuld!!! Diese Drecksbuden ruinieren den Ruf des großen KINOS! Eigentlich sollte man Schadenersatz für das verlangen, was einige Kinobetreiber ihrem zahlenden Publikum zumuten!
Die Zuschauerentwicklung ist insgesamt aber nicht rückläufig, wie uns die Industrie immer wieder glauben machen will. Die Zuschauerzahlen schwanken über die Jahre.
Durchschnittlich geht halt jeder Deutsche heute wie vor 30 Jahren immer noch etwa 2-mal pro Jahr ins Kino.
Nur bekommen viele Kinobetreiber den Hals nicht voll. Da baut einer ein CinemaxX - dann muss der nächste gleich mal ein UCI daneben setzen. Das ist doch idiotisch. Die Menschen gehen doch deswegen nicht öfter in die Kinos. Die Kinobetreiber machen sich damit selbst das Leben schwer!
Ich wähle heute genau aus, in welches Kino ich gehe. Abhängig vom Film entscheide ich mich für die perfekte Bild/Tonqualität eines Multiplexes oder auch immer wieder gerne für ein atmosphärisch stimmiges Arthaus-Kino mit guter Bildqualität aber Kofferradiosound.
Ein Woody Allen Film macht mir in einem 50 Jahre alten Kino halt mehr Spaß, ein Kevin Smith Film gefällt mir in dem 50-Plätzekino "3001" eines Links-Autonomen-Stadtteils in Hamburg sehr gut und Harry Potter gibt es dann im CinemaxX mit neuer Soundanlage.
KINO MACHT HEUTE SPASS!
Kino ist die Erinnerung an schöne Zeiten von Morgen für mich!
metalbeppi
07.01.2011, 15:14
Wir waren nur zu zweit in dem großen Kinosaal und dennoch hat er den Film uns gezeigt, mit Werbung und Vorfilm. Ich glaube ein heutiges Multiplex würde sowas nicht machen :D.
Die lassen sogar den Film laufen wenn du kurz nach dem Start des Filmes noch reingehst, und der zweite Besucher ein Kinomitarbeiter ist der nix dafür zahlt. Ich hab das oft genug mit einem Kollegen gemacht der im Cinestar gearbeitet hat. Wir sind immer in die Spätvorstellungen unter der Woche gegangen, durch ihn hab ich dann sogar nur 6€ pro Ticket bezahlt. Wenn der Film zu dieser Zeit angeboten wird, auch wenn nur ein zahlender Kunde drin ist, muss der laufen.
Mir kommt es auch irgendwie so vor als nehmen die einzelnen Kinos nur soviel Geld ein das sie gerade so über die Runden kommen und deswegen nicht in neue Techniken etc investieren können. Wobei hier das Cinecitta in Nürnberg zeigt wies geht. Ich weiß garnicht wieviele digitale Projektoren die schon haben, aber es sind einige. Das Kino dort hat im Gebäude selbst mehrer Cafe, Bar und Restaurant Bereiche. Man fühlt sich manchmal garnicht als sei man in einem Kino.
Um auch nochmal auf das Thema dt. Film zu kommen. Gibt es hier nicht auch genug Filme die von der Story her zwar gut sind, aber durch die Leute im Hintergrund wird zuviel zurückgehalten, bzw sich nichts getraut? Ich denke da immer an das Thema Filmförderung...
George Lucas
07.01.2011, 15:41
Um auch nochmal auf das Thema dt. Film zu kommen. Gibt es hier nicht auch genug Filme die von der Story her zwar gut sind, aber durch die Leute im Hintergrund wird zuviel zurückgehalten, bzw sich nichts getraut? Ich denke da immer an das Thema Filmförderung...
Das Problem am Deutschen Film ist halt, dass diese Branche es nicht versteht, sich selbst zu vermarkten.
Die Musikindustrie macht das wesentlich besser.
Casting-Shows, X-Faktor, DSDS usw sind schon clevere Projekte.
Deutsche Filmschauspieler kennt hingegen kaum jemand. Hier fehlen ganz einfach die STARS. Um das für die BUNTE, GALA usw. interessant zu machen, müssen sich Stars auch wie eben solche verhalten und nicht nur in Jeans und T-Shirt auf Premieren auflaufen.
Frankreich macht das schon seit Jahrzehnten viel besser.
So eine Filmkultur fehlt in Deutschland leider.
Willy Wonka
07.01.2011, 17:20
Was bleibt dem Kino also als Anreiz? Sicher die Atmosphäre, die große Leinwand und der Premierenbonus. Nicht wenige werden einen ruhigen Abend vor dem heimischen Bildschirm bevorzugen, weil dort nicht ein paar hundert Leute sitzen, die irgendwann mal husten müssen, aufs Klo rennen, rumknistern, irgendwelche Gespräche anfangen oder im Bild sitzen. An der großen Leinwand kann man sich sattsehen und für daheim einen Beamer beziehungsweise eine mächtige Glotze anschaffen. Bleib also der Anreiz, einen Streifen als erstes im Kino sehen zu können. Und was entscheidet nun darüber, ob ich dem erliege? Eclipsed hat es meiner Meinung nach schon richtig gesagt: einzig die Qualität des Filmes. Meinetwegen kann man hier die Qualität mit der Erwartung an den Film gleichsetzen.
Es ist nicht nur der Anreiz des Films als erstes im Kino zu sehen, sondern Kino ist heutzutage mit Entertaiment gleichzusetzen und daher spiel die Qualität der Filme meines Erachtens auch nicht mehr so eine große Rolle wie früher. Zum Beispiel findet das erste Date oft im Kino statt und wird vielleicht mit einem Restaurantbesuch vor oder nach dem Film ausgeschmückt. Cliquen gehen ins Kino um gemeisam über die neue Adam Sandler- oder Ben Stiller-Komödie zu lachen. Kino ist Gemeinschaft und Unterhaltung und unsere heutige Zeit zeigt, dass Unterhaltung nicht gleichzusetzen ist mit Qualität. In diesem Sinne müssen Kinos mehr zu einem Event werden! Das schmeckt natürlich dem Cineasten gar nicht, welcher den neuen Lynch oder Woody Allen-Film im Kino sehen will, aber durch diese Vorgehensweise erwirtschaftet das Kino am meisten.
Die Frage, die sich mir in erster Linie stellt, ist, ob ich einen Film unbedingt sehen will oder muß. Ist die Erwartungshaltung riesig, aus welchen Gründen auch immer, dann spielt der Preis für eine Ticket nicht die größte Rolle.
Das stimmt auch wieder in einer Hinsicht und das beste Beispiel dürfte „Avatar“ darstellen, aber unter diesem Gesichtspunkt leiden vor allem kleinere Produktionen, Independentfilme und zum Teil auch die Durchschnittsware, welche für den gemütlichen Pärchenabend konzipiert worden sind, denn bei höheren Preisen überlegt man sich vielleicht zweimal ob man seine Freundin ins Kino einlädt oder vielleicht doch einen gemeinsamen Abend woanders verbringt.
Ganz so schlecht kann es dem Kino doch gar nicht gehen, solange noch neue Umsatzrekorde eingefahren werden. Mag sein, daß es sich etwas zuspitzt und ein Avatar dann alles in den Schatten stellt, während andere Produktionen darunter leiden. Dann ist es aber höchstens ein Problem in der Breite und keineswegs in der Spitze.
Wie schon oben geschildert. Die Eventfilme locken die Leute, denn schließlich hat fast jeder in Deutschland über „Avatar“ geredet und schließlich will man ja mitreden können.
Und wenn ich mir die Zahlen (http://www.insidekino.de/DBO.htm#JAHRES_&_ALL-TIME_CHARTS_) der deutschen Kinogänger so Jahr für Jahr betrachte, dann wird doch deutlich, daß Ende der 60er, Anfang der 70er ein starker Abschwung da war. Seitdem ist das Bild doch ziemlich gleich geblieben, wenn man die Schwächephase Mitte bis Ende der 80er außen vorläßt. 1972 sind 149,8 Millionen Zuschauer in die Kinos gewandert, 2009 waren es 146,3 Millionen. Bei den ganzen gesellschaftlichen und medialen Entwicklungen eigentlich ziemlich erstaunlich, daß das Niveau gehalten werden konnte.
In dieser Hinsicht sehen die Zahlen wirklich nicht so „schlecht“ aus, aber dennoch ist für mich noch deutlich Luft nach oben. Auch weiß ich nicht ob man in dieser Hinsicht die nackten Zahlen so einfach vergleichen kann aus dem Jahre 2009 mit denen aus den 70er Jahren, denn es wirken noch eine Menge andere Faktoren mit u.a. Anzahl der Kinos etc.. Ich werde mich auf jeden Fall noch näher mit den Zahlen auseinandersetzen.
Ich denke, daß es eher die Qualität der Filme insgesamt war, die nicht noch mehr Menschen ins Kino gelockt hat. Ein "Rekordjahr" wie 2001, das schon heraussticht, ist für mich nicht anders zu erklären.
Ich würde es wieder einmal nicht unbedingt nicht auf die Qualität schieben, sondern auf den 3-D-Zuschlag, den digitalen Zuschlag und generell der Preisanstieg, denn aus diesem Grund sind sehr viele Familien nicht mehr ins Kino genganen. Außerdem fand wieder einmal eine WM statt und diese bereitet den Kinos immer Probleme. Hinzu kommen noch komische Verleihfenster von Kinofilmen in Deutschland. Eine Schwemme an Animationsfilme am Ende des Jahres, „Oscarfilme“ zu Beginn und zwischenzeitlich jede Woche ein neuer „Frauenfilm“. Im Winter hat das Wetter verrückt gespielt und unter so welchen Faktoren leidet das Kino ungemein.
Vielleicht hätte der Autor ganz einfach deutsche Filme und internationale Filme in der Betrachtung einfach strikter trennen müssen. Denn auf unser Thema hier übersetzt mußte die Frage ja lauten: Deutsche Kinofilme in der Krise?
Das würde ich nicht als Aufhänger für den ganzen Artikel ansehen, denn schließlich stellt dieses Jahr für den deutschen Film eigentlich nur eine Ausnahme dar, denn die letzten Jahren liefen für den deutschen Film astrein und seine Forderung nach Komödien war nur zukunftsorientiert, denn auch mir scheint es so, dass zurzeit sehr viel mehr Dramen entstehen.
Denn das scheint mir der Aufhänger zu sein, daß deutsche Produktionen im abgelaufenen Kalenderjahr kaum Zuspruch an den Kassen erfahren haben und er als Drehbuchlieferant indirekt darunter zu leiden hat. Ich bin ja auch der Meinung, daß sich Komödien wie die von oder mit Til Schweiger glänzend bei uns machen und die Leute das gerne sehen wollen. Ebenso Bullys Produktionen, die finden offensichtlich regen Zuspruch. Nur muß deshalb alles gleich Komödie sein? Auch hier sehe ich mehr ein generelles Qualitätsproblem. Kann sich ein deutscher Actionfilm mit einem aus Hollywood messen, dessen Budget womöglich vielfach höher ist und mit wesentlich bekannteren Gesichtern locken kann? Scheinbar nicht so richtig, das dürfte im humorigen Genre leichter sein, weil globale Produktionen aus der Traumfabrik sicher nicht die Feinheiten unseres Humors berücksichtigen oder den Streifen darauf zuschneiden. Das ist zwar verallgemeinert, aber immerhin mein Erklärungsansatz, warum Filme aus den USA in der Spitze sehr viel mehr Besucher anlocken und nur heimische Produktionen aus dem Genre Komödie mehrere Millionen Zuschauer vorzuweisen haben.
Ihn als Drehbuchlieferant zu bezeichnen, ist eher unpassend, denn er beschäftigt sich viel mehr mit der Kinowirtschaft als mit der kreativen Arbeit dieses Gewerbes. Deine Ansichten, warum Komödien erfolgreichen sind als andere Filme kann ich vollkommen zustimmen.
Das ist eine sehr interessante Frage! Ich bin mir da nicht sicher ob es am fehlendem Talent oder am Zutrauen liegt. Fakt ist, das wenn mal ein deutscher Film gedreht wird es sich entweder um eine Komödie handelt, oder aber um eine TV Produktion die meisten mit immer den selben Leuten gedreht wird! Der Mut, auch mal unbekannten Schauspielen bei einem größeren Projekt die Chance zu geben sich zu beweisen scheint mir einfach in Deutschland nicht vorhanden. Da muss ein Mario Adorf oder ein Hannes Jänicke oder eine Veronika Ferres mit an Bord sein damit so ein Projekt irgendwie bemerkt wird und wahrscheinlich auch die nötige Finanzierung bekommt.
Das ist wahrlich eine Problem beim deutschen Film, aber auch beim deutschen Kinopublikum, denn viele schrecken generell vor deutschen Produktionen zurück und Experimente beim Thema Film werden in Deutschland zu wenig vorgenommen, was u.a. auch am Geld liegt.
Aber von der Art und Weise her einfach nur miserabel, obwohl man versucht hat den ganzen Film etwas internationaler Wirken zu lassen, aber man hat halt wieder nur kopiert anstatt eigenes mit reinzubringen.
Und dennoch haben diese Filme noch gute bis solide Einschaltquoten und daher gibt es anscheinend noch genug Leute, die sich für diese Kopien interessieren.
Und da sind die Schweden z.B. einfach konsequenter. Sie drehen Filme anders und so wie sie meinen das es wirkt und der Erfolg gibt einem recht. Man wird nie in einem schwedischen Film den üblichen Sterotyphen eines Cops aus den USA sehen. Es sind andere Charaktere die aber genau diesen Charme dieser Filme ausmachen!
Schweden ist ein gutes Beispiel für eine Filmkulutur, die sich in den letzten Jahren international ein gutes Image aufgebaut hat. Dennoch muss auch hier gesagt werden, wie bei allen anderen Filmnationen, dass nur ein Bruchteil der Filme es nach Deutschland ins Kino oder auf DVD schaffen. Es gibt also einen Filter, der den übelsten Schund sofort im anderen Land lässt. Diesen Filter gibt es bei den deutschen Film nicht und daher entsteht das subjektive Gefühl, dass Deutschland mehr Müll prodziert als andere Nationen.
Da wirst Du nunmal keinen Kommisar finden der eine Tür eintritt oder eine wilde Verfolgungsjagd über die A1 macht wo unzählige Autos zu Bruch gehen! Sowas würde sich kein Polizeibeamter in der Realität rausnehmen! Verdächtigte werden zwar verfolgt, aber halt nur solange nicht das Leben des Beamten oder anderer in Gefahr ist.
Im Amerika sind auch nicht alle Cops so drauf wie in den Filmen. ;)
Es gibt durchaus viele anders gelagerte deutsche Filme, als Beispiele seien nur mal "Gegen die Wand", "Das Experiment", "Muxmäuschenstill" oder "Requiem" genannt. Leider haben deutsche Filme dieser Art im Kino nur selten Erfolg (wenn sie dort überhaupt denn überhaupt laufen), weil eben die Leute lieber in Hollywood-Blockbuster rennen. Was ja auch irgendwie nachvollziehbar ist: eine bombastische Effektorgie kommt im Kino nunmal besser als ein dialoglastiger, womöglich noch ein eingeschaltetes Gehirn voraussetzender Film.
Genau das meine ich. Effekte und Bombast sind Anzieher für's Kino und nicht unbedingt die Qualität. Ausnahmen gibt es natürlich immer wieder.
Ich denke auch dass es viele Faktoren sind, die die den langsamen Zerfall begründen. Faktoren die einfach mit der Veränderung unseres Umfeldes zusammenhängen. Wenn man sich nur mal den Technischen Fortschritt der letzten 20 Jahre anschaut, seien es Computer, Handys, Autos, Spielkonsolen, Fernseher oder was auch immer.
Wie gesagt, für mich ist die Krise ein Konstrukt aus diesen ganzen Veränderungen. Ich will ganz bestimmt nicht auf alle davon verzichten, aber so ein kleines gemütliches Kino zum kleinen Preis in der Nachbarschaft/Nachbarort...ja das hätte was. Da wären mir Bild und Ton auch nicht so wichtig, das Feeling wäre mir da viel wichtiger.
Durch diese Veränderungen leidet das Kino indirekt auch und vor allem die mulimedilaen Dinge bieten auch Unterhaltung und sind somit Konkurrenz für's Kino.
Ich bin der Meinung, was hier auch schon mal erwähnt wurde, das die Kinos dann und wann einfach Themenabende machen sollten.
In dieser Hinsicht habe ich es sehr gut, denn in Münster gibt es sehr oft so welche spezielle Veranstaltungen. Entweder Aktionen, die über mehrere Wochen hinweg gehen und als Thema haben: Nouvelle Vague, Science-Ficiton-Klassiker, Filme von Jean Luc-Godard, Filme von den Coen-Brüdern und auch das Cineplex hat an einem Wochenende viele Eastood-Filme gezeigt.
Nur bekommen viele Kinobetreiber den Hals nicht voll. Da baut einer ein CinemaxX - dann muss der nächste gleich mal ein UCI daneben setzen. Das ist doch idiotisch. Die Menschen gehen doch deswegen nicht öfter in die Kinos. Die Kinobetreiber machen sich damit selbst das Leben schwer!
Dennoch geht das Kinosterben weiter voran und viele kleine Kinos können sich nicht mehr halten.
Das Problem am Deutschen Film ist halt, dass diese Branche es nicht versteht, sich selbst zu vermarkten.
Die Musikindustrie macht das wesentlich besser.
Casting-Shows, X-Faktor, DSDS usw sind schon clevere Projekte.
Deutsche Filmschauspieler kennt hingegen kaum jemand. Hier fehlen ganz einfach die STARS. Um das für die BUNTE, GALA usw. interessant zu machen, müssen sich Stars auch wie eben solche verhalten und nicht nur in Jeans und T-Shirt auf Premieren auflaufen.
Frankreich macht das schon seit Jahrzehnten viel besser.
So eine Filmkultur fehlt in Deutschland leider.
Auch hier kann ich zustimmen, denn Deutschland besitzt wirklich keine richtige Filmkultur. Dennoch bin ich froh, dass die Filmindustrie es nicht der Musikindustrie nachmacht, denn so vielen neuen Dreck, wie es die Musikindustrie macht, könnte ich in der Filmwelt nicht ertragen. Außerdem ist für mich DSDS schon lange keine Talensuche mehr, sondern eine Freakshow.
Ja genau sie meine ich. Vielen Dank für den Tip. :kiss: Ich fand sie halt sehr hübsch und es war tatsächlich der einzige Grund warum ich den Film überhaupt etwas gesehen habe. Wenn Du jetzt sagst das sie sogar mal ein einem vernünftigen Film ihr Talent zeigen konnte ist das schon Grund für mich genug hier einen Blindkauf zu wagen. Ich habe mir den Film nämlich gerade bestellt :nice:.
ich hab den Film auch grad bestellt. Despair vertraue ich beim deutschen Film eh blind :hoch::)
Tarantino1980
07.01.2011, 20:09
Das ist wahrlich eine Problem beim deutschen Film, aber auch beim deutschen Kinopublikum, denn viele schrecken generell vor deutschen Produktionen zurück und Experimente beim Thema Film werden in Deutschland zu wenig vorgenommen, was u.a. auch am Geld liegt.
Da stimme ich Dir zu, aber dieser Trent verbreitet sich auch in Hollywood. Natürlich gibt es da immer noch gute Filme und es werden auch noch "Storylastige" Filme gedreht, aber es gibt leider auch eine große Anzahl von "Popcorn Kinofilmen" was nicht auf eine Ideenarmut zurückzuführen ist sondern vielmehr auf die Tatsache das man lieber "sichere" Projekte produziert, also weniger auf Kreativität und Inovation wert legt und lieber massentaugliche Filme bzw. die x-te Fortsetzung zu einem bereits erfolgreichen Film dreht. Die Filmindustrie wird leider an dieser stelle immer mehr kommerzieller, vieleicht auch aus dem Druck heraus das sonst kaum noch einer ins Kino geht. Den genau wie Du beschrieben hast darf man nicht vergessen wer das derzeitige Publikum ist und das hat sich schon etwas geändert. Man sieht es ja ganz gut hier bei uns im Forum. Die Anzahl derer die wirklich noch ins Kino geht ist geringer und das ist kein Einzelfall. Aber die Leute die sich nicht so fanatisch mit dem Thema Film beschäftigen wie unser eins geht denke ich mal weiterhin ins Kino, eben weil sie keine Lust haben sich jeden Film zu kaufen. Und diese "Kundschaft" geht nun mal lieber in den neuen Adam Sandler Film als sich einen anspruchsvollen Film anzusehen. Und ich denke in der Beziehung ist Deutschland nicht alleine auf der Welt, dieser Trend wird sich weltweit ausbreiten. Leider.
Und dennoch haben diese Filme noch gute bis solide Einschaltquoten und daher gibt es anscheinend noch genug Leute, die sich für diese Kopien interessieren.
Mir völlig unbegreiflich. Ich kenne niemanden in meinem Freundeskreis der sich so einen Mist ansehen würde. Aber ich habe da meine eigene Theorie. Und zwar hat es damit zu tun das es einfach einen Schlag Mensch gibt der sich nicht mit dem Thema Film beschäftigen will. Man hat ja einen Fernseher und bezahlt dafür GEZ Gebühren, also will man nicht zusätzlich sich auf anderem Wege Filme besorgen. Also man leiht sie nicht aus, oder geht ins Kino. Diese Leute sind auf dem Standpunkt "Ach der läuft doch eh demnächst im Kino" Nur zwischen ihrem gefühltem Demnächst und der tatsächlichen Free TV Premiere liegt natürlich doch ein größerer Zeitraum und den gilt es zu füllen was die Sender halt mit Eigenproduktionen, Reportalgen und Reality Formaten versuchen zu stopfen. Ich stelle mal die These auf, wenn der durchschnittliche TV Zuschauer alternativen hätte und sie ihm bekannt wären, würde er sie auch schauen, nur da man halt mit dem versucht auszukommen entscheidet man sich für das kleinere Übel und wenn halt nichts anders im TV läuft schaut man sich halt den neusten RTL Eventmovie an, auch wenn er halt nicht gerade das Gelbe vom Ei ist. Wenn solche Leute quasi ihren eigenen TV Planer hätten und ihnen alternativen geboten würden wären diese Leute auch bereit sich einmal andere Filme anzusehen.
Ich habe zu dem Thema sogar eine Idee die aber eine inovatives Denken der deutschen Fernsehsender vorraussetzt und es wäre natürlich eine menge Geld nötig. Bei der Idee geht es darum das quasi das heutige Fernsehprogramm in der Form wie es zur Zeit ausgestrahlt ist nicht mehr existent ist. Jeder Sender hätte quasi sein eigenes Online Portal, welches man aber über Zusatzgeräte für den Fernseher, also nicht über den PC, abrufen kann. Jeder Zuschauer wäre dann quasi sein eigener Programm direktor und könnte aus dem Programm des jeweiligen Senders wählen wann und wie oft er was schaut. Das hätte auch den Vorteil das man dann einen sehr genauen Überblick über seine Zuschauer bekäme was wer sehen möchte. Man könnte Onlineumfragen starten, könnte aber auch, so wie es Amazon ja auch hat, ein gutes Kundenkontakt Managment System dahinter schalten um dem Zuschauer auch alternativen zu bieten. Sprich anhand von dem Konsumverhalten festellt um welche Filme es sich handelt und ihm so alternativen vorschlägt. Aus den alternativen könnten die Sender dann geziehlter Filme einkaufen. Im Moment wird sowas nur durch Umfragen und halt die Quote geregelt, das dies aber ein relativ veraltetet Instrument ist und aus meinen Augen nicht mehr in die heutige Gesellschaft passt hat leider wohl noch keiner dort begriffen. Die meisten leute schaffen es doch nicht mehr Serien oder Filme zu dem Zeitpunkt zu schauen wann sie laufen. Entweder nimmt man sie sich dann mit seinem Receiver oder DVD Recorder auf oder verzichtet gänzlich darauf. Somit fallen diese Leute schonmal raus aus der ermittelten Quote. Korrigiert mich wenn ich da falsch liege aber die TV Quoten werden doch nur aus den Leuten ermittelt die die Sendung auch direkt bei der Ausstrahlung sehen. Die Leute die sich es nur aufnehmen können nicht erfasst werden. Aber genau diese dunkelziffer ist doch mitlerweile im Zeitalter von DVD Recordern und Receivern mit Aufnahme Funktion sehr hoch geworden, so das man einfach nicht mehr von repräsentativen TV Quoten sprechen kann! Ich selber bin da ja nicht anders. Ich schaue mir auch vieles nicht direkt bei der Ausstrahlung an oder suche halt danach im Internet ob der Sender dieses Format dann Online zusätzlich anbietet. Aber es ist nur eine "wirre" Idee und wird, wenn überhaupt, wohl noch Jahrzehnte dauern bis eventuell sowas umgesetzt wird.
Im Amerika sind auch nicht alle Cops so drauf wie in den Filmen. ;)
War auch gewollt etwas überspitzt dargestellt von mir ;)
Genau das meine ich. Effekte und Bombast sind Anzieher für's Kino und nicht unbedingt die Qualität. Ausnahmen gibt es natürlich immer wieder.
In dieser Hinsicht habe ich es sehr gut, denn in Münster gibt es sehr oft so welche spezielle Veranstaltungen. Entweder Aktionen, die über mehrere Wochen hinweg gehen und als Thema haben: Nouvelle Vague, Science-Ficiton-Klassiker, Filme von Jean Luc-Godard, Filme von den Coen-Brüdern und auch das Cineplex hat an einem Wochenende viele Eastood-Filme gezeigt.
Solche Kinos gibt es leider in meiner direkten nähe nicht. Dann müsste ich schon in das 45 km weite Köln reinfahren und dann kommt auch noch die Parkplatzsuche hinzu und schon ist es wieder zu "aufwendig" :D Nein ernsthaft es liegt nach meinem Verständnis einfach am Marketing der Kinos. Ich bin mir sicher das es auch in Köln solche Kinos gibt, aber bisher hab ich einfach nicht danach gesucht. Natürlich kommt auch die "Bequemlichkeit" hinzu. Das UCI Kino ist nur 25 km von mir entfernt, hat sehr gute Parkmöglichkeiten und durch den ADAC Rabatt wird das ganze auch bei einer hohen Taktrate erschwinglich :nice:. Aber demnächst zieht ein guter Freund von mir nach Köln und dann werde ich mal gemeinsam mit Ihm schauen ob da für unseren Filmgeschmack das passende Themenkino vorhanden ist.
Dennoch geht das Kinosterben weiter voran und viele kleine Kinos können sich nicht mehr halten.
ich hab den Film auch grad bestellt. Despair vertraue ich beim deutschen Film eh blind :hoch::)
Ah sehr gut ein weiterer Mitstreiter :D. Ich freu mich auf Deine Meinung und es freut mich immer zu lesen wenn Leute experimentierfreudig sind und sich auch mal Filme ansehen von denen man noch nie was gehört hat bzw. sie einfach noch nicht auf dem Schirm hatte. Den genau das macht ein Filmforum aus das man sich auf die Meinung anderer Leute verlässt und einfach mal einen Blindkauf wagt oder zumindest versucht sich den Film irgendwo mal zu leihen. Also wir lesen uns im entsprechenden KK Thread wieder ;)
Eclipsed
07.01.2011, 20:58
Aber demnächst zieht ein guter Freund von mir nach Köln und dann werde ich mal gemeinsam mit Ihm schauen ob da für unseren Filmgeschmack das passende Themenkino vorhanden ist.
Ein guter Forenkollege wohnt bereits in Köln und kann gute Informationen zu Kinos, Spezialvorstellungen und Parkplatzmöglichkeiten liefern... :kaffee:
Agent Orange
07.01.2011, 21:22
Wenn ich deine Aussage richtig verstehe, haben die Mädels früher auf Frauen gestanden.
Ähm...nein :ugly: Ich wollte damit eher ausdrücken dass es zu meiner Kindheit/Jugend eher die Idole waren die einen ins Kino gelockt hatten. Bekannte Darsteller die nicht bekannt waren durch die Bravo, sondern durch ihre Leistungen. Ich kann mich noch gut an meinen ersten Kinobesuch erinnern und da fielen eben in der Schlange Namen wie Kim Basinger oder Jack Nicholson, nicht weil die Leute scharf auf die waren, sondern weil es Idole waren.
So ein Kino, wie du beschrieben hast, haben wir auch in der Nähe. Es bringt mehr die kleinen anspruchsvollen Filme. Es ist ziemlich altmodisch was ihm einen einmaligen Charme gibt.
Und ich denke, wenn diesen kleinen Schmuckstücken das Leben nicht so schwer gemacht werden würde, durch die Gier der Verleiher, dann könnten die auch ganz anders kalkulieren. Ich kenne mich bestimmt nicht gut aus in der Branche, aber was man immer so mitbekommt, unter anderem auch durch unseren Kinomenschen...huiuiui. Das dann irgendwann die Zuschauer weg bleiben, weil das technisch veraltete Kino gerade mal einen Euro billiger ist als das hochwertige Multiplex, ist ja irgendwo logisch.
Ein sehr schöner Beitrag Agent! Genauso ein Kino gab es in meiner Kindheit auch, nur mit dem unterschied das der Kinobetreiber und meines wissens auch einziger Mitarbeiter in diesem Kino selbst an der Kasse/Snackbar saß.
Eben, und das allein hat einfach schon Charme. Da können an noch sovielen Kassen die geilsten Studentinnen stehen, gegen ein solches Oldschool Kino kann einfach nichts anstinken.
Ich bin der Meinung, was hier auch schon mal erwähnt wurde, das die Kinos dann und wann einfach Themenabende machen sollten. Vieleicht mal eine "Schauspieler" oder "Regisseur" nacht wo dann von einer Person entsprechende Meilensteine seines schaffens gezeigt würden. Da viele Filme die ich gut fand leider vor meiner Geburt bzw. zu einem Zeitpunkt liefen wo ich mich noch nicht für solche Filme interessiert habe, würde ich mir sowas liebend gerne mal auf der großen Kinoleinwand ansehen. Da solche Themen Abende dann auch speziell wären, vieleicht würde man dadurch auch gleichgesinnte Leute kennen lerne. Ich würde sofort mir Tickets reservieren wenn ein Kino mal ein Wochenende lang Hitchcock oder Argento Filme zeigen würde. Aber leider wird sowas nicht gemacht. Was man allerdings nochmal positiv erwähnen muss das ab und an nochmal Filmreihen gezeigt werden. Als z.B. letztes Jahr der dritte Teil der Millenium Trilogie ins Kino kam zeigte meine Lokale UCI Kinowelt an einem Tag alle drei Filme hintereinander. Das war dann wiederum ein sehr schönes Event! Aber leider ist sowas die Ausnahme.
Das erinnert mich an die Special Edition von Star Wars Episode IV. Dafür sind wir auch extra ein ganzes Stück gefahren um den Film im größtmöglichen Kino der Umgebung(700 Plätze) zu sehen. Das war schon mächtig beeindruckend und vor allem waren da auch in erster Linie Fans anwesend.
Natürlich ist ein Rerelease von solchem Ausmaß nicht mit einer Wiederaufführung eines Hitchcock Klassikers zu vergleichen. Hier muss alles getan werden dass das Finanzielle Risiko für den Betreiber möglichst gering ausfällt. Generell sehe ich da den größten Stolperstein.
Das große Thema hier ist Marketing! So langsam entdecken die Kinos das es eben nicht nur ausreicht auf ihrer eigenen HP soetwas anzukündigen, man sollte auch solche Web 2.0 Anwendungen nutzen oder Social Networks um solche Themen Abende zu publizieren.
Finde ich nun gar nicht, ich finde sowas sollte viel spontaner möglich sein. Kino ist aber leider schon lange nichts spontanes mehr, man muss immer unglaublich viel Zeit einplanen und trotzdem ist es nur Fast Food, schnell rein, Film schauen, und schnell wieder verschwinden. Ein Kinobesuch eines 2 Stunden Filmes dauert mit An und Abfahrt locker 4-5 Stunden für mich. Das ist für mich zB unter der Woche meistens absolut uninteressant. Da geht der ganze Feierabend für einen 2 Stündigen Film drauf, von Erholung kann da kaum die Rede sein.
Wenn solche Leute quasi ihren eigenen TV Planer hätten und ihnen alternativen geboten würden wären diese Leute auch bereit sich einmal andere Filme anzusehen.
Da muss ich leider deine Illusion zerstören. Ich habe es selbst an meinen Eltern getestet, jahrelang, ohne Erfolg. Die schauen sich zwar nicht die ganze GZSZ Gülle an, dafür aber auch genug anderen Schrott. Ich bekomme das ja wunderbar mit da die ein Stockwerk über mir wohnen und ich zum rauchen immer hoch gehe, wer will schon Qualm in der Bude :D. Ich habe denen vor etlichen Jahren, als es die ersten DVD-Player für kleines Geld gab, denen einen zu Weihnachten geschenkt. Zusätzlich habe ich einen riesigen Ordner mithilfe des DVD-Profilers meiner gesamten Filme erstellt...Hoffnungslos, absolut Hoffnungslos. Der Druck auf die Pausetaste des Players ist schon zuviel, lieber wird ein Film geschaut der 5 mal durch Werbung unterbrochen wird.
Meine Schwester genauso, lieber wird ein und derselbe Film zum X-ten mal gesehen als etwas völlig unbekanntes auf Empfehlung.
Bei meinem besten Kumpel das gleiche Spiel, der hat eine ähnlich große DVD-Sammlung wie ich, als ich Sylvester bei denen war, dachte ich, ich wär gerade aufgetaut worden. Während ich ständig fragte wer denn das schon wieder ist im TV(bei diesen ganzen tollen Sylvestergalas), konnte seine Frundin mir genau erklären aus welcher Casting Show die entlaufen sind. Und das sind alles keine Einzelfälle.
Solche Kinos gibt es leider in meiner direkten nähe nicht. Dann müsste ich schon in das 45 km weite Köln reinfahren und dann kommt auch noch die Parkplatzsuche hinzu und schon ist es wieder zu "aufwendig" :D Nein ernsthaft es liegt nach meinem Verständnis einfach am Marketing der Kinos. Ich bin mir sicher das es auch in Köln solche Kinos gibt, aber bisher hab ich einfach nicht danach gesucht. Natürlich kommt auch die "Bequemlichkeit" hinzu.
Genau das meine ich, zuviele Steine, als dass man sich mal selbst sagt, "auf, jetzt geht´s mal schnell ins Kino" vom Preis mal ganz abgesehen. Meine Kinobesuche 2010 kann ich wohl an einer Hand abzählen, das ist sehr schade.
Turrican
08.01.2011, 00:06
Irgendwie alle Jahre das gleiche, die Kinobesucher zahlen gehen zurück.
Ich glaub es nicht so ganz, weil es sonst viel mehr Kinos in den letzten jahren nicht überlebt hätten.
Ok die WM hat bestimmt ein paar Besucher gekostet, aber das müßten die Kinobetreiber ja mitlerweile wissen gibt es die doch alle 4 jahre.
Also statt zu jammer sollten die lieber mal etwas Kundenfreundlicher werden.
Wenn ich mal bei uns im Kino war, war ich froh wenn ich wieder raus war.
Bei einer gefühlten temparatur von 30° macht es schon kein spaß mehr und wenn dann noch für eine lau warme 0,3 Cola fast 4€ haben will sag ich nö ohne mich.
Also wenn das preis leistungs gefälle wider stimmen würde und ich mich im Kino wohlfüllen würde, würde ich auch wieder öfters ins Kino gehen.
Tarantino1980
08.01.2011, 02:19
Ein guter Forenkollege wohnt bereits in Köln und kann gute Informationen zu Kinos, Spezialvorstellungen und Parkplatzmöglichkeiten liefern... :kaffee:
Sorry das vergesse ich immer wieder :o. Aber ich komme gerne auf Dein Anebot zurück!
Das erinnert mich an die Special Edition von Star Wars Episode IV. Dafür sind wir auch extra ein ganzes Stück gefahren um den Film im größtmöglichen Kino der Umgebung(700 Plätze) zu sehen. Das war schon mächtig beeindruckend und vor allem waren da auch in erster Linie Fans anwesend.
Daran kann ich mich auch noch sehr gut erinnern. Star Wars im Kino das war pflicht und wir waren auch in der Premiere und es waren sehr viele Fans anwesend. Als der Schriftzug am Anfang kam und der typische Star Wars Sound losging saßen alle wie in erfurcht in ihre sitze gepresst. ich glaub wäre einer aufgestanden und hätte seine recht hand auf Herz gelegt, also wie bei der Nationalhymne, es wären sehr viele Leute aufgestanden :nice:. Es war wirklich damals ein Erlebnis, vorallem weil man zu dem Zeitpunkt die Filme wirklich nur auf einem alten Röhrenfernseher und VHS Rekorder gesehen hat. Das war wirklich ein Meilenstein so einen Film dann mal mit vernünfitger Technik zu sehen!
Da muss ich leider deine Illusion zerstören. Ich habe es selbst an meinen Eltern getestet, jahrelang, ohne Erfolg. Die schauen sich zwar nicht die ganze GZSZ Gülle an, dafür aber auch genug anderen Schrott. Ich bekomme das ja wunderbar mit da die ein Stockwerk über mir wohnen und ich zum rauchen immer hoch gehe, wer will schon Qualm in der Bude :D. Ich habe denen vor etlichen Jahren, als es die ersten DVD-Player für kleines Geld gab, denen einen zu Weihnachten geschenkt. Zusätzlich habe ich einen riesigen Ordner mithilfe des DVD-Profilers meiner gesamten Filme erstellt...Hoffnungslos, absolut Hoffnungslos. Der Druck auf die Pausetaste des Players ist schon zuviel, lieber wird ein Film geschaut der 5 mal durch Werbung unterbrochen wird.
Meine Schwester genauso, lieber wird ein und derselbe Film zum X-ten mal gesehen als etwas völlig unbekanntes auf Empfehlung.
Bei meinen Eltern ist das genau dasselbe! Ich habe ihnen auch mal vor Jahren zu Weihnachten einen DVD Player geschenkt inkl. 2 DVDs (Dornenvögel und Doktor Schiwago) Erster war für meine Mutter gedacht und zweiterer für meinen Vater da ich weiß das sie die Filme mochten. Was soll ich sagen die DVDs liegen noch immer OVP auf dem Wohnzimmerschrank neben dem DVD Player :motz:und der ist auch nur angeschlossen weil ich es damals direkt gemacht habe sonst würde der auch noch OVP irgendwo rumstehen! Ich weiß nicht woran sowas liegt. Ist es einfach die Tatsache das man sich einfach mit dem TV Programm zufrieden gibt oder ist das wirklihc so aufwendig den Player anzuschalten, die DVD reinzulegen und den Film dann zu starten und später wieder die DVD rauszuholen udn wieder in die Hülle zu packen und weg zu stellen. Alleine das ist schon ein Ritual welches mir jedes mal aufs neue freude bereitet wenn ich einen Film schaue. Es ist irgendwie wie ein Vorspiel :lol:.
Bei meinem besten Kumpel das gleiche Spiel, der hat eine ähnlich große DVD-Sammlung wie ich, als ich Sylvester bei denen war, dachte ich, ich wär gerade aufgetaut worden. Während ich ständig fragte wer denn das schon wieder ist im TV(bei diesen ganzen tollen Sylvestergalas), konnte seine Frundin mir genau erklären aus welcher Casting Show die entlaufen sind. Und das sind alles keine Einzelfälle.
Ohja so geht es mir auch immer wenn ich mal bei Freunden zu besuch bin. Ein guter Freund von mir hat aus Liebe zu seiner damaligen Freundin so einen Mist auch immer mitgeschaut. Also das ganze Programm angefangen von GZSZ über DSDS bin hin zu Popstars usw... Also bei aller liebe dazu könnte mich keine Frau der Welt mehr zwingen! Daher ist, wenn man zusammenzieht, ein drittes Zimmer mit einem zweiten Fernseher pflicht! Ich könnte mir nie sowas ansehen und das will auch niemand das ich dabei bin wenn sowas im TV läuft :nice:. Ich kann da einfach nicht meinen Mund halten. Gerade bei so Soaps ist ja die Story relativ simpel und man muss nur mal mit etwas gesunden Menschenverstand etwas weiterspinnen und einfach das "abgedrehteste und wirklichkeitsfremdeste" nehmen. Eine Ex Freundin von mir meinte mal das ich doch mit ihr GZSZ schauen sollte. Das musste ich dann um genau zu sein 1x machen da ich dann, ohne die Charaktere zu kennen und ohne die ganzen inhalte zu wissen einfach mal was behauptet habe wie es weitergeht und genauso war es dann auch :lol:. Sie meinte dann nur zu mir "Toll wenn Du sagst wie es weitergeht ist die ganze Spannung ja weg :lol:". Man muss dazusagen zu dem Zeitpunkt war ich 23, also auch noch was jünger. Heutzutage würde ich sowas mir, egal wie verliebt ich bin, nichtmehr ansehen. Damals hat man sich dann halt noch überreden lassen. Aber wie gesagt ich musste es nur eine Folge ertragen danach bekam ich von Ihr sogar GZSZ verbot :D.
Count Dooku
08.01.2011, 09:23
Hier (http://www.schnittberichte.com/news.php?ID=2481) ist ein schönes Beispiel, warum das Kino in der Krise ist.
Da fällt mir wieder dieser tolle Werbeslogan wieder ein: Kino dafür werden Filme gemacht.
Hier (http://www.schnittberichte.com/news.php?ID=2481) ist ein schönes Beispiel, warum das Kino in der Krise ist.
Auch deshalb:hoch:
Ich habe zu dem Thema sogar eine Idee die aber eine inovatives Denken der deutschen Fernsehsender vorraussetzt und es wäre natürlich eine menge Geld nötig. Bei der Idee geht es darum das quasi das heutige Fernsehprogramm in der Form wie es zur Zeit ausgestrahlt ist nicht mehr existent ist. Jeder Sender hätte quasi sein eigenes Online Portal, welches man aber über Zusatzgeräte für den Fernseher, also nicht über den PC, abrufen kann. Jeder Zuschauer wäre dann quasi sein eigener Programm direktor und könnte aus dem Programm des jeweiligen Senders wählen wann und wie oft er was schaut.
Und wie erklärst du dem alten Mütterlein/Väterlein, das es bis heute nicht gelernt hat, einen Videorekorder zu bedienen, dass ihr Freitagskrimi nicht mehr freitags um 20:15 Uhr läuft, sondern über ihre DSL-Verbindung (:D) durch ein kleines, leicht zu bedienendes (:D) Zusatzgerät jederzeit abgerufen werden kann? Schöne Idee, aber wohl noch zu innovativ für die breite Masse.
Ah sehr gut ein weiterer Mitstreiter :D. Ich freu mich auf Deine Meinung und es freut mich immer zu lesen wenn Leute experimentierfreudig sind und sich auch mal Filme ansehen von denen man noch nie was gehört hat bzw. sie einfach noch nicht auf dem Schirm hatte. Den genau das macht ein Filmforum aus das man sich auf die Meinung anderer Leute verlässt und einfach mal einen Blindkauf wagt oder zumindest versucht sich den Film irgendwo mal zu leihen. Also wir lesen uns im entsprechenden KK Thread wieder ;)
Ich hoffe, ihr lasst mich leben, wenn euch der Film nicht gefallen sollte. Aber kelte hat ja immerhin schonmal den Ehering für die dann anstehende Prügelei abgelegt. :D
Tarantino1980
08.01.2011, 14:32
Und wie erklärst du dem alten Mütterlein/Väterlein, das es bis heute nicht gelernt hat, einen Videorekorder zu bedienen, dass ihr Freitagskrimi nicht mehr freitags um 20:15 Uhr läuft, sondern über ihre DSL-Verbindung (:D) durch ein kleines, leicht zu bedienendes (:D) Zusatzgerät jederzeit abgerufen werden kann? Schöne Idee, aber wohl noch zu innovativ für die breite Masse.
Ja das ist leider der einzige Haken bei der Idee, mal abgesehen von der Finanzierung, das es einfach zuviele Leute gibt die mit Technik nicht soviel am Hut sind und für die schon das programmieren eines alten VHS Rekorders eine Wissenschaft für sich war.
Ich hoffe, ihr lasst mich leben, wenn euch der Film nicht gefallen sollte. Aber kelte hat ja immerhin schonmal den Ehering für die dann anstehende Prügelei abgelegt. :D
Macht Dir da mal keine Angst das ist immer das Risiko wenn man sich auf was neues einlässt. Man kann natürlich auch enttäuscht werden. Aber dieses Risiko muss der wahre Filmfan wohl eingehen :nice:
Willy Wonka
08.01.2011, 15:52
Ich habe zu dem Thema sogar eine Idee die aber eine inovatives Denken der deutschen Fernsehsender vorraussetzt und es wäre natürlich eine menge Geld nötig. Bei der Idee geht es darum das quasi das heutige Fernsehprogramm in der Form wie es zur Zeit ausgestrahlt ist nicht mehr existent ist.
So welche Überlegungen gibt es schon länger, aber bis sich so etwas durchsetzen wird, dauert es vermutlich noch sehr sehr viele Jahre. Schade finde ich es dann nur, dass man bei der Selbstgestaltung des Fernsehprogramms vielleicht aufgrund von irgendwelchen Aversionen bestimmte Dinge nie sieht, obwohl sie vielleicht doch nicht so schlecht sind. Und das Diskussionspotenzial beim Thema Fernsehen würde bei vielen Leuten sinken, weil jeder was anderes guckt.
Ich fand es auf dem Schulhof immer super, wenn man sich am morgen über die letzte Lost-Folge oder ähnliches austauschen konnte.
Da muss ich leider deine Illusion zerstören. Ich habe es selbst an meinen Eltern getestet, jahrelang, ohne Erfolg.
In dieser Hinsicht könnte ich auch Geschichten erzählen... :kaffee:
Dennoch hat es bei meiner Mutter funktioniert, denn sie guckt nicht nur noch Fernsehen, sondern sehr viele DVDs und dann vor allem Serien von Sex and the City bis 24.
Von wegen Krise:
Dreijährige geht alleine ins Kino
08.01.2011 (http://www.augsburger-allgemeine.de/Home/Nachrichten/Startseite/Suche/Kalender/costart,1_date,08.01.2011_regid,2_puid,2_pageid,11 634.html) 12:30 Uhr
In Landshut hat ein dreijähriges Mädchen ihre Mutter in Panik versetzt und eine Suchaktion der Polizei ausgelöst.
In einem großen Einkaufszentrum nutzte die Dreijährige einen Moment der Unaufmerksamkeit der Mutter und machte sich aus dem Staub. Wie die Polizei am Samstag mitteilte, wusste die nach längerem Suchen schon völlig aufgelöste Frau nicht mehr weiter und rief die Beamten zu Hilfe.
Mit Unterstützung von Sicherheitskräften des Einkaufszentrums fanden die Polizisten die vermisste Tochter schließlich: Das Mädchen saß am Freitagnachmittag in einem benachbarten Kinosaal und schaute sich einen Kinderfilm an. dpa
Also für zukünftige Kunden ist gesorgt:lol:
Agent Orange
09.01.2011, 20:04
Daran kann ich mich auch noch sehr gut erinnern. Star Wars im Kino das war pflicht und wir waren auch in der Premiere und es waren sehr viele Fans anwesend. Als der Schriftzug am Anfang kam und der typische Star Wars Sound losging saßen alle wie in erfurcht in ihre sitze gepresst. ich glaub wäre einer aufgestanden und hätte seine recht hand auf Herz gelegt, also wie bei der Nationalhymne, es wären sehr viele Leute aufgestanden :nice:. Es war wirklich damals ein Erlebnis, vorallem weil man zu dem Zeitpunkt die Filme wirklich nur auf einem alten Röhrenfernseher und VHS Rekorder gesehen hat. Das war wirklich ein Meilenstein so einen Film dann mal mit vernünfitger Technik zu sehen!
Da fällt mir sogar ein, das war das erste mal dass ich im Kino Standing Ovations miterlebt habe. Das war schon was ganz besonderes :hoch:
Ist es einfach die Tatsache das man sich einfach mit dem TV Programm zufrieden gibt oder ist das wirklihc so aufwendig den Player anzuschalten, die DVD reinzulegen und den Film dann zu starten und später wieder die DVD rauszuholen udn wieder in die Hülle zu packen und weg zu stellen.
Einmal das und dann die Macht der Gewohnheit. Viele haben sich schon dran gewöhnt dass ein Film/Serie ständig unterbrochen wird. Ich glaube, wenn mal mal so Abends einen Spaziergang durch Deutschlands Wohnzimmer machen würde, würde man mehr Zombies treffen als in einem Romero-Film :D
Ein guter Freund von mir hat aus Liebe zu seiner damaligen Freundin so einen Mist auch immer mitgeschaut. Also das ganze Programm angefangen von GZSZ über DSDS bin hin zu Popstars usw...
Ich wollte es ursprünglich nicht schreiben, aber ich denke, dass dies auch ein großes Problem ist :nice:
In dieser Hinsicht könnte ich auch Geschichten erzählen... :kaffee:
Dennoch hat es bei meiner Mutter funktioniert, denn sie guckt nicht nur noch Fernsehen, sondern sehr viele DVDs und dann vor allem Serien von Sex and the City bis 24.
Immerhin etwas :hoch: manchmal gibt es zum Glück wirklich noch Ausnahmen
Count Dooku
12.02.2011, 19:12
Zum Thema hab ich diese Meldung (http://www.quotenmeter.de/cms/?p1=n&p2=47695&p3=) gelesen.
Als ich "Robin Hood" angeschaut habe, hab ich für Karte + Getränk gut 11 Euro gezahlt. Hätte ich noch jemanden mitgenommen, wären es vermutlich schon 22 Euro (evtl. mehr weil dann sicher noch Popcorn gekauft wäre) gewesen. Da war der Kauf der Blu-Ray billiger.
Zur Zeit kann ich mich nicht aufraffen, mal ins Kino zu gehen. Zum Teil wegen des Preises. Wenn ein Film 121 Minuten dauert darf man schon Überlängenzuschlag zahlen.
Dazu kommen noch die Filme selber. Bei den meisten Filmen hatte ich nach dem Kinobesuch das Gefühl, dass der Film das Eintrittsgeld nicht wert war. Entweder weil er schlecht ist oder weil der Film auch im Fernsehen genauso funktioniert.
metalbeppi
15.02.2011, 20:32
Zur Zeit kann ich mich nicht aufraffen, mal ins Kino zu gehen. Zum Teil wegen des Preises. Wenn ein Film 121 Minuten dauert darf man schon Überlängenzuschlag zahlen.
Dazu kommen noch die Filme selber. Bei den meisten Filmen hatte ich nach dem Kinobesuch das Gefühl, dass der Film das Eintrittsgeld nicht wert war. Entweder weil er schlecht ist oder weil der Film auch im Fernsehen genauso funktioniert.
Ja so gehts mir auch. Es gibt ja wirklich genug Filme die im Kino sicher gut funktionieren, vorallem eben die Acitoner. Was mir aber auch aufgefallen ist, zumindest bei mir selbst. Ich habe zwar Lust einen Film zu sehen, aber so wirklich in Stimmung bin ich nie. Da ist mir manchmal meine wenige Freizeit zu schade das ich sie mit einem Film vergeude.
Wird auch ein Grund sein, für den Kinobesuch kommen ja nochmal knapp 60 Minuten zum Film hinzu.
George Lucas
16.02.2011, 13:27
Da ist mir manchmal meine wenige Freizeit zu schade das ich sie mit einem Film vergeude.
Hallo Bebbi,
bemerkenswerter Beitrag. Du weißt aber schon, dass du in einem Forum schreibst, dass sich "Filmvisionäre" nennt...:nice:
metalbeppi
16.02.2011, 17:19
Hallo Bebbi,
bemerkenswerter Beitrag. Du weißt aber schon, dass du in einem Forum schreibst, dass sich "Filmvisionäre" nennt...:nice:
Ja das ist mir schon klar. Nur habe ich in den letzten Jahren immer weniger Freizeit, und in dieser wenigen Zeit möchte ich dann soviel wie möglich machen. Und da wird dann eben geschaut das ich diese Zeit mit Freunden etc verbringe. Dennoch überkommt mich immer wieder eine Phase in der ich gleich mehrere Filme sehe.
George Lucas
19.02.2011, 16:26
Dennoch überkommt mich immer wieder eine Phase in der ich gleich mehrere Filme sehe.
Na, das hört sich doch schon ganz anders an! :)
Agent Orange
20.02.2011, 20:38
Heute in Tron Legacy(3D) gewesen, 11,90 für die Karte, 6,90 für Nachos und ne 0,5er (Eichstrich, was ist das?) Coke plus Parkhaus 3,60 (geteiltes Leid ist zum Glück halbes Leid)...da kann es einem doch echt vergehen :spinner:
Mal ganz abgesehen davon, dass mich der 3D Effekt bei Tron nun auch nicht wirklich vom Hocker gehauen hat. Stellenweise ganz nett, aber mehr auch nicht.
George Lucas
20.02.2011, 20:51
Hättest du damals 14 DM für Nachos und Coke bezahlt? - Ich niemals! Daher zahle ich auch heute keine 7 Euro oder mehr (hier kostet dieses "Menü" sogar satte 9 Euro!!!).
12 Euro Eintritt finde ich auch schon viel zu viel!
Agent Orange
20.02.2011, 20:57
Hättest du damals 14 DM für Nachos und Coke bezahlt? - Ich niemals! Daher zahle ich auch heute keine 7 Euro oder mehr (hier kostet dieses "Menü" sogar satte 9 Euro!!!).
12 Euro Eintritt finde ich auch schon viel zu viel!
Niemals, manchmal macht man sich da keine Vorstellung mehr wie teuer der ganze Krempel geworden ist, wobei ich in dem Fall schon länger überlegen musste. Hatte halt einfach mal wieder totale Lust darauf. Zudem geht man ja so selten ins Kino.
Aber ist schon echt verrückt, gestern war bei mir Filmabend angesagt, da kam ich mit 4,90 für eine große(leckere) Schinkenpizza vom Pizzaboten davon. Da wir insg. über 21,50 kamen, gab es da auch noch ne Cola dazu.
Bei den Unterschieden überlegt man sich wirklich jeden Kinobesuch zweimal :runter:
Willy Wonka
20.02.2011, 23:14
Aber ist schon echt verrückt, gestern war bei mir Filmabend angesagt, da kam ich mit 4,90 für eine große(leckere) Schinkenpizza vom Pizzaboten davon. Da wir insg. über 21,50 kamen, gab es da auch noch ne Cola dazu.
So welche Vergleiche sind natürlich immer wieder erschreckend, aber so langsam sollte es doch bekannt sein oder? :kaffee:
Darauf könnte ich jetzt das Beispiel bringen, dass man in einem Restaurant auch deutlich mehr bezahlt als, wenn man Zuhause etwas leckeres kocht.
Vermutlich wird dann jemand sagen, dass man dieses nicht vergleichen kann uns so weiter... wird sich die Diskussion entwickeln. Bis wir uns wieder einmal im Kreis drehen.
Nichts gegen deinen Beitrag, aber ich lese bzw. höre so welche Statements einfach zu oft.
George Lucas
21.02.2011, 00:29
ich lese bzw. höre so welche Statements einfach zu oft.
Das ist ja das Erschreckende daran.
Es geht aber auch preiswerter.
Für Popcorn und Coke werde ich im Kino niemals 9 Euro bezahlen (wird hier tatsächlich aufgerufen).
Auch einen Liter Coke brauche ich nicht im Kino!
In den Arthäusern kostet ne Coke 0,2 oder 0,3 Liter zwischen 2 Euro und 2,50 Euro! Das sind faire Preise.
metalbeppi
21.02.2011, 00:59
Also ich finde es ja bei uns erschreckend was es für Preis/Leistungs Unterschiede gibt. Das Cinecitta(inkl IMAX Saal) ist zwar bei Getränken und Speisen teurer (0,5ltr. Cola ca 5€ rum) Was ich auch noch okay finde. In einer Bar zahlt man doch auch schon für eine 0,3ltr. Cola über 2,50€. Nuja auf jeden Fall ist das Cinecitta in Sachen 3D Preisen wesentlich günstiger als das qualitativ schlechtere Cinestar in Erlangen. Da muss man noch extra Geld für ne Brille zahlen die ich in Nürnberg umsonst bekomme. Das sind so Sachen die ich einfach nicht verstehe. Da kann ich verstehen das unser Cinestar in Erlangen immer mehr verranzt...
Das Cinecitta(inkl IMAX Saal) ist zwar bei Getränken und Speisen teurer (0,5ltr. Cola ca 5€ rum) Was ich auch noch okay finde. In einer Bar zahlt man doch auch schon für eine 0,3ltr. Cola über 2,50€. ......
Hallo:confused: Für 0,5 Liter Cola 10,- DM da kann ich mir ja für 2 solche Becher `ne ganze Kombikiste mit 12 Liter holen. Gehts noch:spinner:
Ich habe das früher immer so berechnet: 0,1 Liter Getränk = 10 Pfennig, das entsprach einem Pils von 0,3 Liter = 3,00 DM.
Damit kam ich super klar, bis der Euro kam und alle Gastronomen und Dienstleister meinten einfach alles 1:1 umzurechnen.
Aber genau das ist der Grund, weshalb man generell immer weniger raus geht. Es ist ja nicht so das ich es mir nicht leisten könnte, aber ich sehe es einfach nicht ein diese Preispolitik in Kinos, Restaurants,Diskotheken ( Dienstleister eben)oder wo auch immer mit zu machen.
Da lade ich mir lieber ein paar nette Leute ein, entweder in meine Kellerbar oder zu einem zünftigen Kinoabend, wenn gewünscht auch mit 3 D Brille :p
Agent Orange
21.02.2011, 16:43
So welche Vergleiche sind natürlich immer wieder erschreckend, aber so langsam sollte es doch bekannt sein oder? :kaffee:
Klar ist es bekannt, gestern wurde es mir nur einmal wieder extrem bewusst. Mit einer Diskussion darüber bringen wir es ja auch zu nichts, wie du schreibst, es wird immer das gleiche Thema sein, ändern wird sich nichts. Ich da da der gleichen Meinung wie du. Beim nächsten, spätestens beim übernächsten mal zahlt man wieder einen solchen Preis und ärgert sich wieder.
Ist eben wie das gejammere über Öl, Benzin, Strom, Wasser, Steuern...
Die Frage ist, was macht man mit dieser Erkenntnis, den Thread und etliche andere schließen?
Ich meine nein, ab und an hat man eben Mitteilungsbedarf, und fühlt sich in geselliger Runde mit anderen Meckerfritzen heimisch :D
George Lucas
21.02.2011, 16:47
Die meisten Kinos bieten preiswerte Kinotage an oder günstigere Preise zu bestimmten Uhrzeiten.
Wem der Kinobesuch am Wochenende zu teuer ist, sollte halt mal in der Woche ins Kino gehen. Da lässt sich ordentlich Geld sparen.
Die Preise für überteuertes Junkfood und zu teure Getränke muss niemand bezahlen. Die Sachen bleiben dann halt im Regal liegen.
Ich kann inzwischen jeden verstehen, der sich seine Coke selbst mitbringt (auch wenn nicht gerne gesehen oder sogar verboten)!
Agent Orange
21.02.2011, 17:01
Die meisten Kinos bieten preiswerte Kinotage an oder günstigere Preise zu bestimmten Uhrzeiten.
Wem der Kinobesuch am Wochenende zu teuer ist, sollte halt mal in der Woche ins Kino gehen. Da lässt sich ordentlich Geld sparen.
Natürlich lässt sich da Geld sparen, weil an den Tagen versucht wird die Leute ins Kino zu locken, da sonst kaum jemand kommen würde. Unter der Woche ist eben immer Mist, da mal mit mehreren Leuten auf einen gemeinsamen Nenner zu kommen ist eine Kunst für sich. Wenn man am nächsten morgen früh raus muss hat man auch wieder direkt Spass. Evtl ist das anders wenn man direkt in der Stadt wohnt und entsprechend kürzere Wege hat, auf dem Land hat man da meist etwas längere Wege zum nächsten Kino. Gibt ja nur noch die Multiplexe in den Städten.
Die Preise für überteuertes Junkfood und zu teure Getränke muss niemand bezahlen.
Klar, gezwungen wird keiner, etwas zu Trinken gehört für mich aber immer dazu, und da kommen wir schon zum nächsten Punkt...
t (auch wenn nicht gerne gesehen oder sogar verboten)!
...genau so ist es nämlich :runter:
Willy Wonka
21.02.2011, 18:09
Die Frage ist, was macht man mit dieser Erkenntnis, den Thread und etliche andere schließen?
Wobei ich mit diesem Thread eine gänzlich andere Intention verfolgte, was anhand des ersten Beitrags sehr gut ersichtlich wird, aber irgendwie hat sich die Diskussion mal wieder dahin verlagert, dass Kinopreise zu teuer sind, wobei dieses auch schon vor fünf Jahren kritisiert wurden und dennoch bezahlt man sogar jetzt die deutlich teureren Tickets.
Schlussendlich ist es wie mit den Benzinpreisen. Jeder regt sich auf, aber dennoch tanken alle weiterhin und nur die wenigsten weichen auf andere Verkehrsmittel aus, obwohl sie zum Teil gute Möglichkeiten hätten.
Agent Orange
21.02.2011, 19:56
Die Preise sind zumeist das erste was auffällt, deswegen muss dieser Grund eben am häufigsten herhalten. Ich selbst halte die Gründe ja auch für ganz andere, wie ich ja bereits in diesem Thread schon recht ausführlich geschrieben hatte. Die stetig steigenden Preise tun da eben ihr übriges dazu.
Ich kann die Preise auch ehrlich gesagt nicht mehr nachvollziehen, wenn ich Zahlen nennen sollte, würde ich sagen dass sich in den letzten 15 Jahren der Preis für ein Ticket verdoppelt hat. Im Gegensatz dazu hat sich der Preis eines Films auf einem physikalischen Datenträger halbiert. Selbst die Preise in den Videotheken wurden im Laufe der letzten Jahre wieder nach unten korrigiert.
Den Vogel abgeschossen hatten gestern aber die Kinogutscheine die ein Kumpel und seine Freundin hatten, die mussten satte 4,50 trotz Gutschein bezahlen :lol: Dann ist es doch imho geschickter Wertgutscheine auszustellen, da weiß man wenigstens woran man ist.
Count Dooku
22.02.2011, 10:41
Die Sache mit den Preisen steht bei mir in Relation mit der Qualität des Filmes. Bei einem guten Film wie Inception hab ich das Eintrittsgeld überhaupt nicht bereut und bin sogar mehrmals reingegangen. Beim letzten Potter hab ich die 7 Euro Eintritt bitter bereut.
Darauf könnte ich jetzt das Beispiel bringen, dass man in einem Restaurant auch deutlich mehr bezahlt als, wenn man Zuhause etwas leckeres kocht.
:lol: Der ist gut, weil total falsch gerechnet. Denn für den Durchschnittspreis einer Küche mit Geräten kannst du schon mal locker 10 bis 20 Jahre jeden Tag ein Menü im Wirtshaus deiner Wahl essen gehen. Aber das vergessen die meisten dabei. Zusätzlich dann natürlich noch Strom und eventuell Gas, das man ja für die Zubereitung der Speisen braucht und die "billige" Tiefkühlpizza kostet weit mehr als beim Pizzamann um die Ecke.
Hallo:confused: Für 0,5 Liter Cola 10,- DM da kann ich mir ja für 2 solche Becher `ne ganze Kombikiste mit 12 Liter holen. Gehts noch:spinner:
Ich habe das früher immer so berechnet: 0,1 Liter Getränk = 10 Pfennig, das entsprach einem Pils von 0,3 Liter = 3,00 DM.
Damit kam ich super klar, bis der Euro kam und alle Gastronomen und Dienstleister meinten einfach alles 1:1 umzurechnen.
Bei den Gastronomen liegt es vielleicht auch daran, dass die ganzen Vorlieferanten mit dem Euro einfach mal die Preise raufgeschraubt haben, schon mal daran gedacht? In Österreich wurden Bier, Cola usw. für die Gastronomie mit der Euro-Einführung mal eben über Nacht um rund 15% teurer. :spinner:
George Lucas
22.02.2011, 14:28
Gestern hab ich mir die Preise im CinemaxX Hamburg mal etwas genauer angesehen.
Menü:
Popcorn + 1 lt. Coke knapp € 8,50
Nachos + 1 lt. Coke € 9,35
Popcorn + 2 Geränke über € 11,00
Nachos + 2 Getränke knapp € 12,00
Kindermenü:
kl. Popcorn + kl. Coke (0,5 lt) über € 5 Euro
1/2 Liter Coke als kleinste Größe in einen KINDERMENÜ ist eine Frechheit! Angebrachter wären 0,2 Liter.
Genau diese Preise müssen mit zur Kinokarte addiert werden, weil für viele der Genuss von Popcorn, Nachos , Coke und Bier zu einem Kinobesuch dazugehört.
In sofern kann ich die Familien verstehen, wenn sie jammern, dass ein Besuch mit 4 Personen um die 80 Euro zu teuer ist.
80 Euro für 2 Std. Kino!
Das ist kein Konzert oder Theaterbesuch. Sogar das Theater ist in Hamburg oftmals preiswerter!
In sofern tragen die Eintrittspreise sicherlich auch zur Kinokrise mit bei. Familien meiden die Multiplexe aus diesen Gründen immer mehr.
metalbeppi
22.02.2011, 18:24
Ja die Gastropreise werden ja auch immer gern hergenommen für so Vergleiche. Aber das so ein Herdblock der einigermaßen was kann mal locker 70-100k € kostet weiß niemand. Sobald ein Gerät für die Gastro ist zahlt man einfach drauf. Mit Hausfraugeräten kommst da nich weit...
Was auch gern vergessen wird bei den ganzen Preisen. Die 19% Mwst. Wenn da ein Getränk 5€ kostet geht mal locker 1€ nur an den Staat! Oder läuft das unter 7% weil es ja zum "mitnehmen" ist?
Was auch gern vergessen wird bei den ganzen Preisen. Die 19% Mwst. Wenn da ein Getränk 5€ kostet geht mal locker 1€ nur an den Staat! Oder läuft das unter 7% weil es ja zum "mitnehmen" ist?
Ich dachte, das läuft überall so wie bei McDonalds. Die nehmen doch auch immer dieselben Preise, egal ob man im Restaurant ißt oder nicht. Dabei müßten diejenigen, die es sich zum Mitnehmen einpacken lassen, eigentlich weniger bezahlen.
Tony Soprano
22.02.2011, 18:34
Ja die Gastropreise werden ja auch immer gern hergenommen für so Vergleiche. Aber das so ein Herdblock der einigermaßen was kann mal locker 70-100k € kostet weiß niemand. Sobald ein Gerät für die Gastro ist zahlt man einfach drauf. Mit Hausfraugeräten kommst da nich weit...
Was auch gern vergessen wird bei den ganzen Preisen. Die 19% Mwst. Wenn da ein Getränk 5€ kostet geht mal locker 1€ nur an den Staat! Oder läuft das unter 7% weil es ja zum "mitnehmen" ist?
Genauso wie vergessen wird, dass auch das Kino als Gastronomiebetrieb zählt und die meisten Einnahmen über Concession macht. An der Karte verdient ein Kino meist kaum.
Und wenn man bedenkt was die Technik alles kostet... dann noch Personal, Nebenkosten etc.
Ja die Gastropreise werden ja auch immer gern hergenommen für so Vergleiche. Aber das so ein Herdblock der einigermaßen was kann mal locker 70-100k € kostet weiß niemand. Sobald ein Gerät für die Gastro ist zahlt man einfach drauf. Mit Hausfraugeräten kommst da nich weit...
Ich meinte eigentlich mehr den Preis für die Küche zu Hause, die viele vergessen wenn sie meinen zu Hause ist es billiger. Aber du hast recht, die Gastroküche kostet auch keine Pappenstiel.
Was auch gern vergessen wird bei den ganzen Preisen. Die 19% Mwst. Wenn da ein Getränk 5€ kostet geht mal locker 1€ nur an den Staat! Oder läuft das unter 7% weil es ja zum "mitnehmen" ist?
Weiß ja nicht wie das in Deutschland ist, aber in Ö ist da kein Steuerunterschied.
Ich dachte, das läuft überall so wie bei McDonalds. Die nehmen doch auch immer dieselben Preise, egal ob man im Restaurant ißt oder nicht. Dabei müßten diejenigen, die es sich zum Mitnehmen einpacken lassen, eigentlich weniger bezahlen.
Also aus eigener Erfahrung kann ich dir sagen dass das reinigen eines Pizzatellers weit billiger ist als der Karton für die Mitnahme. Ansonsten ist der Aufwand nicht viel anders ob jetzt im Lokal oder zum Mitnehmen. ;)
Willy Wonka
01.03.2011, 19:16
:lol: Der ist gut, weil total falsch gerechnet. Denn für den Durchschnittspreis einer Küche mit Geräten kannst du schon mal locker 10 bis 20 Jahre jeden Tag ein Menü im Wirtshaus deiner Wahl essen gehen. Aber das vergessen die meisten dabei. Zusätzlich dann natürlich noch Strom und eventuell Gas, das man ja für die Zubereitung der Speisen braucht und die "billige" Tiefkühlpizza kostet weit mehr als beim Pizzamann um die Ecke.
Ich hätte nicht damit gerechnet, dass ich mit meinem kleinen Vergleich so hohe Wellen schlage. Deine Rechnung ist schon logisch, aber auf die Realität nicht zu übertragen. Eine Küche und die jeweiligen Geräte gehören zu einer Grundausstattung eines Haushalts. Die Debatte finde ich irrsinnig.
Ich hätte nicht damit gerechnet, dass ich mit meinem kleinen Vergleich so hohe Wellen schlage. Deine Rechnung ist schon logisch, aber auf die Realität nicht zu übertragen. Eine Küche und die jeweiligen Geräte gehören zu einer Grundausstattung eines Haushalts. Die Debatte finde ich irrsinnig.
Also ich denke schon, dass das auf die Realität übertragbar ist, in vielen asiatischen Ländern ist es sogar Realität, dass man 3 mal täglich essen geht und zu Hause nur eine kleine Kochplatte hat. ;)
Auf der anderen Seite habe ich Freunde, die eine Küche um 150.000 Euro stehen haben, dort aber nie kochen, sondern immer essen gehen. Aber die Küche musste sein und muss ja auch gut ausschauen. :spinner:
metalbeppi
01.03.2011, 20:38
Genauso wie vergessen wird, dass auch das Kino als Gastronomiebetrieb zählt und die meisten Einnahmen über Concession macht. An der Karte verdient ein Kino meist kaum.
Und wenn man bedenkt was die Technik alles kostet... dann noch Personal, Nebenkosten etc.
Jap das stimmt auch. ICh weiß noch vor 1 oder 2 Jahren hat man bei uns im Cinestar für 1ltr. Cola 4,90€ bezahlt. In jeder kleinen Furzbar kostet aber eine Cola 0,2 evtl 0,3ltr locker 2,50€ Da meckert aber niemand.
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