Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Death Sentence - Todesurteil
crizzero
28.06.2008, 21:21
Gesamtübersicht aller Kritiken zu Death Sentence - Todesurteil:
#02 28.06.08 crizzo (http://www.filmvisionaere.com/showpost.php?p=3692&postcount=2)
crizzero
28.06.2008, 21:46
Death Sentence - Todesurteil (http://www.ofdb.de/film/128792,Death-Sentence---Todesurteil)
Was für ein Film! Selten bin ich in einem Film mehrmals zu Tränen gerührt, selten starre ich so fasziniert auf den Bildschirm. Was der gerade mal 31-Jährige James Wan hier auf die Beine gestellt hat, ist schlichtweg fantastisch.
Die ersten 20 Minuten gehören mit zum Traurigsten, was ich je gesehen habe. Da allein im Intro derart viele Emotionen einer Familienidylle vermittelt werden, ist der bevorstehende Schock kaum auszuhalten. Eine Gang ermordet nachts bei einem Raubüberfall an einer Tankstelle auf brutalste Art und Weise den ältesten Sohn und der Vater kann nur tatenlos zusehen. Was folgt ist ein emotionaler Absturz, dem man als Zuschauer nicht entweichen kann. Selten war ich nach nur so kurzer Zeit derart geschafft. Und es bleibt nicht mal viel Zeit, die Vorkommnisse verarbeiten zu können, da sofort wieder an der Spannungsschraube gedreht wird. Und wie! Eine Hetzjagd auf den verzweifelten Vater beginnt, die mehrere hammerharte Höhepunkte aufbietet und schließlich in einen Rollentausch mündet, der zu einem brutalen Finale führt.
Kevin Norwood Bacon brilliert mal wieder mit einer grandiosen Vorstellung. Eine Vorstellung, die mich nach "She's Having a Baby", "Mystic River" und "The Woodsman" nunmehr zum vierten Mal bei einem Bacon-Film die Höchstwertung aus dem Handgelenk schütteln lässt. Dieser Mann ist einfach einer der besten Schauspieler, die Hollywood je gesehen hat. Ich liebe es, ihm zuzuschauen. Ich sauge die Intensität, mit welcher der mittlerweile 50-Jährige jedesmal vor der Kamera agiert, förmlich auf. Ich behaupte sogar, dass es außer Sean Penn kein anderer Schauspieler der Welt schaffen würde, eine so grenzenlos desperate Situation wie diese derart authentisch zu vermitteln. Ein fieser John Goodman und eine bildhübsche Kelly Preston sind - obwohl sie ihren Teil grundsolide beisteuern - bei dieser gewaltigen One-Man-Show einfach nur nettes Beiwerk.
Was unterm Strich herauskommt, ist der für mich beste Genrefilm überhaupt! Ein hartes Schicksal, pure Emotionen, eine ordentlich angezogene Spannungsschraube und brutale Auseinandersetzungen sind die Zutaten für einen wahrlich beeindruckenden Rache-Thriller.
10/10
Louis Cypher
29.06.2008, 01:40
Was ist passiert?Kaum bin ich hier gelandet,bin ich mit Crizzo bei einem Film absolut einer Meinung.Das hat es in unser gemeinsamen Forumsgeschichte nur ein paar x gegeben.
Wer von uns ist jetzt reifer und weiser geworden ???
Endlich mal kein Superheld,der alle ummäht und dann " in den Sonnenaufgang reitet".Sondern ein Familienvater von nebenan,der einfach seine Familie beschützen will und dabei Emotion zeigt,ddas einem nichts anderes übrig bleint als mitzuleiden und bangen.
KEVIN BACON einer der meist unterschätzten Mimen Hollywood.
Dieser Streifen kann ich nur jedem empfehlen,der auf anspruchsvolle Unterhaltung steht.
Auch von mir 10/10
X sehen ob das eine Seltenheit bleibt,Crizzzo :D
LivingDead
29.06.2008, 01:58
Hui... 10/10? Also ich empfand den Film alles andere als perfekt:
Kevin Bacon zeigt eine Glanzleistung, Regisseur James Wan gibt sich solide, das Drehbuch schrammt knapp an einer Katastrophe vorbei. Die Dialoge bewegen sich teils extrem auf Soap-Opera Niveau. Da ist es einzig und allein den sehr gut aufspielenden Darstellern zu verdanken, dass sie das Boot noch auf Kurs bringen können.
Insgesamt ein kleiner, brutaler Actionfilm, der gerne mehr sein möchte und durchaus das Potenzial dafür gehabt hätte. Doch so reiht er sich nur im Wulst der unzähligen Revenge-Filme der 80er ein, ohne irgendwelche Akzente zu setzen.
4,5/10
Schließe mich da eher LD an, als den beiden Vorrednern. :D
Bei dem Film muß man den Kopf schon gewaltig abschalten, um sich geistig um all die haarsträubenden Logiklöcher herummogeln zu können. Wenn man dies tut, kann man sich durchaus kurzweilig unterhalten lassen. Mehr aber auch ncht. Er bietet, wie LD richtig bemerkt, das volle Programm alter Rache-Thriller im Stil von Punisher. Optisch nett und mit rauher Brutalität umgesetzt, kommen Fans schießwütiger Actionfilme voll auf ihre Kosten. Aber wenn man einen Blick auf die Storyline und des von Kevin Bacon verkörperten Protagonisten wirft, rollen sich die Fußnägel hoch. Der Typ macht alles falsch, was man nur falsch machen kann und gefährdet den Rest seiner angeblich so geliebten Famlie in einem derart unerträglichen Maße, daß er sie eigentlich auch gleich selbst auslöschen könnte. Die langsame Entwicklung vom biederen Bürohengst, zum von Rachegerlüsten getriebenen Rächer ist holprig. Dem ganzen die Krone setzt aber das Finale auf, in welchem der Bürohengst zur Ein-Mann-Armee in Rambo-Manier mutiert, ohne im Vorfeld auch nur annähernd eine Spur dieses Potentials erkennen zu lassen. Tut mir leid, aber einen derartigen Film kann und darf man nicht ernst nehmen. Deshalb von mir zwei Wertungen.
7/10 wenn man den Kopf ausschaltet, einfach nur den vorbeilaufenden Bildern folgt, sich an den mehr als soliden Darstellerleistungen erfreut und sich keinesfalls Gedanken um Logik oder plausible Nachvollzierhbarkeit macht, die den Genuß nachhaltig stören würden.
4/10 wenn man den Film mit eingeschalteten Hirn ansieht und bald mehr mit den teilweise in stakkatoartigen Tempo folgenden Logiklöcher und gravierenden Schwächen des Drehbuchs beschäftigt ist, die einem Offenbarungseid gleichkommen.
deadlyfriend
29.06.2008, 12:04
Absoluter Wahnsinn! Ich habe die Beiträge von Crizzo und Louis gelesen, sofort einen neuen Tab aufgemacht mit der Absicht den Film zu kaufen. Dann kamen noch die Postings von LD und Travis hinzu und jetzt bin ich schon wieder mächtig am straucheln. Grrrr! Da ich immer noch keine 18er online Videothek gefunden habe weiß ich mal wieder gar nicht was ich jetzt machen soll.
Wie von mir geschrieben. Wenn du keine Probleme mit sinnfreier Actionware auf dem NIveau der 80er-Rächerfilme hast, kann man sich bei dem Film schon ganz gut unterhalten lassen. Man darf nur nicht zu denken beginnen.
Wenn du z.B. mit dem neuen Punisher was anfangen konntest, machst du auch hier wenig verkehrt. Wenn du jedoch einen Film sehen möchtest, der sich der Thematik mit Tiefgang und Logik annähert, dann laß die Finger weg.
Dwayne Hicks
29.06.2008, 13:08
Ich find den Film klasse, vorallem die Kameraführung ist schon der wahnnsinn, die Parkhausszene ist absolut großartig und dieser showdown ..... :rock::rock:
Ich find der Film bringt im gegensatz zu "Die Fremde in dir" wenigstens rüber das Selbstjustiz eigentlich nix bringt.
Es handelt sich also um Selbstjustiz-Actiongedöns, dass zu allem Übel auch noch versucht, Tiefgang vorzutäuschen? Ich halte mich fern... :D
Dwayne Hicks
29.06.2008, 13:23
Es handelt sich also um Selbstjustiz-Actiongedöns, dass zu allem Übel auch noch versucht, Tiefgang vorzutäuschen? Ich halte mich fern... :D
nö aber es ist ein schön pessimistischer film, wie ich es mag :)
crizzero
29.06.2008, 14:22
4,5/10
Ähm, also diese Wertung empfinde ich Anbetracht dieses Hammerfilms als glatte Fehleinschätzung. Unterdurchschnittlich? Also nee, hätte nicht gedacht, dass man bei ein und demselben Film derart weit auseinander liegen kann.
Agent Orange
29.06.2008, 14:23
Von mir bekommt der Film eine 7/10. Mehr ist da leider nicht drin, gerade zum Schluss war er dann teilweise doch zu unkonsequent. Auch bleibt der Film zu oberflächlich um aus der Masse herrauszustechen.
Ansonsten, nette, kurzweilige Unterhaltung. Auf jeden Fall mal ansehen.
@ Crizzo und Travis: Na endlich habt ihr den Film gesehen!
Meine KK aus dem cynamite-Forum wiederhole ich hier nicht komplett,
aber crizzo ist von meiner Wertung nicht weit entfernt.
Für mich ein absolut rockender Selbstjustizfilm mit einem grandiosem Kevin Bacon, oder quasie die zeitgemäße Fortführung von Vigilante (Street Fighters).
Ich finde diesen Film in seiner Grundaussage tiefsinniger wie den nervigen Die Fremde in Dir, wo einem die Stimme aus dem Off schon permanent sagt was man denken soll und einem die vielen unglaubwürdigen Zufälle schon die Grundaussage des Films einhämmern, um dann am Ende genau diese Aussage wieder mit dem Holzhammer einzureißen. Das war nervig und albern.
Death Sentence dagegen ist gradlinig und schnörkellos, simpel aber effektiv.
Hier wird zwar auch eingehämmert, manchmal auch comicartig überzogen, aber dennoch viel greifbarer, plastischer und glaubwürdiger als in vielen anderen Filmen.
Dieses ist sicherlich gerade der Darstellung von Kevin Bacon, einem überdurchschnittlich gutem Soundtrack und den extrem gut gewählten Locations zu verdanken, die diesen Rächerfilm deutlich über den Durchschnitt heben.
Meine Kritik an diesem Streifen kaum im Handbuch für Waffen geblättert entwickelt er sich zu einem wahren Meisterschützen bleibt bestehen und führt dazu, das der Film nicht die Höchstnote erhält.
Daher " nur"
9/10
nach mittlerweile 3 Durchläufen.
crizzero
29.06.2008, 14:38
Bei dem Film muß man den Kopf schon gewaltig abschalten, um sich geistig um all die haarsträubenden Logiklöcher herummogeln zu können.
Ganz und gar nicht. Der Film hat weder Logiklöcher, noch sollte man den Kopf abschalten. Jede einzelne Emotion ist total nachvollziehbar und muss man als Zuschauer gebannt aufnehmen, wenn man sich auf den Film einlassen will. Wenn nicht, schaut man den falschen Film.
Er bietet, wie LD richtig bemerkt, das volle Programm alter Rache-Thriller im Stil von Punisher. Optisch nett und mit rauher Brutalität umgesetzt, kommen Fans schießwütiger Actionfilme voll auf ihre Kosten.
Mit "The Punisher" hat der Film höchstens das Thema Rache gemeinsam, aber sonst rein gar nichts. Und mit Geilheit auf schießwütige Action hat das auch nichts zu tun. Da dreht ein Vater am Rad, der sich nicht mehr einkriegt, weil sein Sohn tot ist. Wie gesagt, trauriger als am Anfang geht's gar nicht. Und die vermittelte Trauer überwiegt im ganzen Film, bis zum Ende, wesentlich mehr, als jegliche Brutalität. Das ist ein untergeordneter Faktor, der zur Gesamtkomposition gehört. Aber primär ist die fatale Trauer und deren Entwicklung zum Hass auf die Täter. Das ist genial gemacht, sowohl vom Drehbuch, als auch von der Regie.
Der Typ macht alles falsch, was man nur falsch machen kann und gefährdet den Rest seiner angeblich so geliebten Famlie in einem derart unerträglichen Maße, daß er sie eigentlich auch gleich selbst auslöschen könnte.
Und er macht den menschlichsten aller Fehler: Er gibt sich seinen Gefühlen hin. Nach dieser extremen Trauer kommt nunmal Rache. Das ist Evolutionspsychologie in Reinkultur und so, wie es Bacon verkörpert, absolut nachvollziehbar und meisterhaft umgesetzt.
Die langsame Entwicklung vom biederen Bürohengst, zum von Rachegerlüsten getriebenen Rächer ist holprig. Dem ganzen die Krone setzt aber das Finale auf, in welchem der Bürohengst zur Ein-Mann-Armee in Rambo-Manier mutiert, ohne im Vorfeld auch nur annähernd eine Spur dieses Potentials erkennen zu lassen. Tut mir leid, aber einen derartigen Film kann und darf man nicht ernst nehmen.
Absoluter Käse, Travis! Natürlich muss man das Gesehene ernst, meinst du ich heule aus Spaß an der Freude 3-4 Mal während des Films? Diese Entwicklung zum Rambo findet doch niemals und zu keiner Sekunde statt, deshalb finde ich den Film ja so genial. Er ist immer Bürohengst mit dünnen Ärmchen gewesen, dass bleibt er bis zum Schluss. Als er aus dem Krankenhaus flieht, rasiert er sich die Haare ab, kauft Waffen, mit denen er bis zum Schluss nicht umgehen kann, da er öfters daneben schießt, und sieht dem Tod mit einer totalen "Scheiß egal!"-Einstellung ins Gesicht, weil er bereits alles verloren hat. Hinter jeder Ecke kann er erschossen werden, aber das juckt ihn nicht. Nicht weil er der Punisher ist, sondern weil er alles verloren hat, was ihm wichtig war. Das ist Dramatik pur. Diesem Film die Niveaulosigkeit einer Comic-Verfilmung anheften zu wollen, finde ich absolut unpassend.
deadlyfriend
29.06.2008, 14:39
Also nee, hätte nicht gedacht, dass man bei ein und demselben Film derart weit auseinander liegen kann.
Das geht schon. Du findest 300 aus meiner Erinnerung heraus für ziemlich genial und ich habe ihn nach Ansicht sofort wieder verkauft weil ich damit gar nichts anfangen konnte. Bei diesem Film bin ich jetzt durch die kontroversen Meinungen ebenfalls im Zwiespalt. Für Blindkäufe fehlt mir inzwichen die Lust, bis auf wenige Ausnahmen. Hinzu kommt das ich einen zum Teil merkwürdigen Geschmack besitze. Damit kann man von anderen Meinungen extrem weit entfernt sein.
Alle Welt verehrte damals "Im Körper des Feindes". Ich hatte den gesehen ohne je eine Meinung dazu gehört zu haben. Ich finde ihn unterirdisch und war völlig überrascht das plötzlich jeder ankam und den Film genial fand. Ich dachte anfänglich es gibt zwei mit dem Namen, da ich mir einfach nicht vorstellen konnte das diesen Rotz jemand gut finden kann. Tja, es ist aber so;)
crizzero
29.06.2008, 14:41
Absoluter Wahnsinn! Ich habe die Beiträge von Crizzo und Louis gelesen, sofort einen neuen Tab aufgemacht mit der Absicht den Film zu kaufen.
Schau ihn dir an und bestaune einen grandiosen Kevin Bacon in einer extrem traurigen Geschichte... ich werde den Film jedenfalls nicht mehr vergessen.
weiß ich mal wieder gar nicht was ich jetzt machen soll.
Von mir auch ne klare Kaufempfehlung!
deadlyfriend
29.06.2008, 14:45
Schau ihn dir an und bestaune einen grandiosen Kevin Bacon in einer extrem traurigen Geschichte... ich werde den Film jedenfalls nicht mehr vergessen.
Anschauen will ich ihn mir jetzt in jedem Fall!!! Nur kann ich ihn bei Amazon nicht leihen und eine 18er Videothek (online) finde ich nicht. Zumindest keine die mir gefällt. Blindkäufe mag ich nicht mehr und somit werde ich wohl auf Premiere warten müssen.
Als Rachefilm gefiel mir "Man on Fire" sehr sehr gut. Der fand aber hier auch nicht so den Anklang. Ich befinde ihn jedoch als einen der besten Vertreter des Genres.
crizzero
29.06.2008, 14:47
Meine KK aus dem cynamite-Forum wiederhole ich hier nicht komplett
Die sollst du nicht wiederholen, sonder hier reinkopieren. Das sollten eigentlich alle mit ihren Kritiken machen, wenn man dafür Zeit findet. :)
Meine Kritik an diesem Streifen kaum im Handbuch für Waffen geblättert entwickelt er sich zu einem wahren Meisterschützen bleibt bestehen und führt dazu, das der Film nicht die Höchstnote erhält.
Deshalb gebe ich ja die Höchstnote, weil auch das bis zum Schluss nachvollziehbar blieb. Er wird eben nicht der Meisterschütze, er schießt bis zum Schluss daneben oder trifft erst nur Beine und im zweiten oder dritten Schuss der Oberkörper. Er muss immer wieder die Schrotflinte hochziehen, weil er sie nicht lange obenhalten kann. Und steckt immer wieder unbeholfen neue Patronen in die Waffen. Das kann überhaupt kein Vorwurf sein, wenn das letzte Drittel ganz genau ansieht.
Klingt gut.
Da ich Mr. Bacon schon seit - Footloose - über - Murder in the first - bis - The Wodsman - begeistert betrachte, wird auch dieser Film nicht all zu schlecht ausfallen.
Und Punisher mochte ich auch.:p
crizzo Die sollst du nicht wiederholen, sonder hier reinkopieren. Das sollten eigentlich alle mit ihren Kritiken machen, wenn man dafür Zeit findet. :)
Ich EDV-Depp? Ich bin schon froh, das ich weiß wo die Tastatur ist und wie ich den PC anbekomme.
Deshalb gebe ich ja die Höchstnote, weil auch das bis zum Schluss nachvollziehbar blieb. Er wird eben nicht der Meisterschütze, er schießt bis zum Schluss daneben oder trifft erst nur Beine und im zweiten oder dritten Schuss der Oberkörper. Er muss immer wieder die Schrotflinte hochziehen, weil er sie nicht lange obenhalten kann. Und steckt immer wieder unbeholfen neue Patronen in die Waffen.
Alles richtig Crizzo. Aber er wird mit Typen fertig, die deutlich mehr Erfahrung mit Waffen, sowie deren Gebrauch haben wie er.
Die sind mit Gewalt und Kampf aufgewachsen, er wußte bis dato nur aus den Nachrichten was das ist.
So schnell kann man sich nicht auf die gleiche Stufe "hochkämpfen".
Das kann überhaupt kein Vorwurf sein, wenn das letzte Drittel ganz genau ansieht.
Habe ich, schon 3 Mal!:D
Grundsätzlich sind wir ja einer Meinung, auch ich liebe diesen Film!
Und zwar weil er so ist, wie er ist: Für mich fast perfekt!
crizzero
29.06.2008, 15:01
Aber er wird mit Typen fertig, die deutlich mehr Erfahrung mit Waffen, sowie deren Gebrauch haben wie er.
Die sind mit Gewalt und Kampf aufgewachsen, er wußte bis dato nur aus den Nachrichten was das ist.
So schnell kann man sich nicht auf die gleiche Stufe "hochkämpfen".
Macht er doch auch nicht. Er wird mit den Schweinen nur fertig, weil er psychisch total auf Rache aus ist. Was Emotionen lostreten können und aus Menschen machen können, ist doch nichts Neues. Auch als nachts eingebrochen wird, haut er mit dem Baseball-Schläger dazwischen und kämpft auf Teufel komm raus. Das macht man schonmal, wenn man die Familie beschützen will. Würde wohl genauso handeln wie Bacon, wenn mir Derartiges widerfahren würde. Und wie Bacon seinem Büro-Kollegen auch richtig erklärt, weiß man immer erst, was man machen würde, wenn man in der Situation ist.
Und wie Bacon seinem Büro-Kollegen auch richtig erklärt, weiß man immer erst, was man machen würde, wenn man in der Situation ist.
Stimmt! Einer der Gründe warum ich diesen Film so liebe.
Er macht alles um seinen Sohn zu rächen und tötet dadurch seine ganze Familie.
Je mehr er kämpft, desto schlimmer wird es.
Selten habe ich Gewaltspirale so dermaßen glaubhaft in einem Film gesehen.
Es gibt einfach keinen Ausweg mehr für ihn.
Er wollte das genaue Gegenteil und hat doch genau dadurch das Todesurteil für seine Familie unterschrieben.
Absolute Gänsehautgarantie!
crizzero
29.06.2008, 15:13
Alles richtig, daher ist der Film genial! Schön, dass er dir auch so gut gefällt, dax. :)
Spoiler brauchst du aber nicht zu setzen. In den FAQs steht doch, dass die Diskussion mit Spoilern verläuft. Nur die Kritiken sollten spoilerfrei und daher auch über den Link im ersten Beitrag problemlos erreichbar sein.
deadlyfriend
29.06.2008, 15:15
Jetzt war ich doch kurz davor ihn zu kaufen aber 24,95 für einen Blindkauf ist mir zuviel.
deadlyfriend
29.06.2008, 15:15
Ich bin ganz froh das er die Spoiler gesetzt hat:-))
crizzero
29.06.2008, 15:16
Ich bin ganz froh das er die Spoiler gesetzt hat:-))
Und dennoch sind die Regeln eindeutig. Wer in den Diskussionen mitliest, setzt sich der Spoiler-Gefahr aus.
deadlyfriend
29.06.2008, 15:20
Und dennoch sind die Regeln eindeutig. Wer in den Diskussionen mitliest, setzt sich der Spoiler-Gefahr aus.
So soll es ja auch sein sonst kann man eh nicht vernünftig diskuttieren. Da ich den Film jetzt halt sehen will war ich trotzdem froh:D
Dex_McCroul
29.06.2008, 15:41
Wenn du z.B. mit dem neuen Punisher was anfangen konntest, machst du auch hier wenig verkehrt.
Gerade hier möchte ich Travis widersprechen. Denn, der neue "The Punisher"-Film nimmt sich keinesfalls ernst. Zu oft spürt man seine Comicherkunft und insbesondere die satirisch angehauchten Storys von Garth Ennis.
Dem entgegen ist "Death Sentence -Todesurteil" ein ganz anderes Stück Film. Er will ein Actiondrama sein. Dass er hier über sein Ziel hinausschießt, Travis sprach die Logiklöcher schon an, lässt ihn bisweilen grotesk bzw. unfreiwillig komisch sein.
Dennoch, wenn man sich auf den Film einlässt, UND die GEWALTIGEN Logiklöcher ausblendet, kann man mit dem von Bacon verkörperten Charakter mitfühlen. Aufgrund der Fehler, aber auch guten Darstellerleistungen, die den Film am Leben halten, würde ich nicht so hart wie Travis ins Gericht gehen und nur 4 objektive Punkte geben. Aber auch nicht so überschwänglich wie Crizzo.
Eine 5,5-6/10 ist wohl bei diesem Film angebracht.
crizzero
29.06.2008, 15:46
Gerade hier möchte ich Travis widersprechen. Denn, der neue "The Punisher"-Film nimmt sich keinesfalls ernst. Zu oft spürt man seine Comicherkunft und insbesondere die satirisch angehauchten Storys von Garth Ennis.
Allerdings. Schön, dass noch jemand den Vergleich unpassend findet.
Dennoch, wenn man sich auf den Film einlässt, UND die GEWALTIGEN Logiklöcher ausblendet, kann man mit dem von Bacon verkörperten Charakter mitfühlen.
Wo zur Hölle sollen in dem Film denn gewaltige Logiklöcher sein? Werdet doch mal konkret...
Agent Orange
29.06.2008, 15:56
Blindkäufe mag ich nicht mehr und somit werde ich wohl auf Premiere warten müssen.
Da brauchst du nicht warten, auf Premiere Direkt läuft der zur Zeit:)
Dwayne Hicks
29.06.2008, 16:02
also wenn man fan des genre ist dann ist der schon irgendwie ein muss der film.
mich selbst hat er wie schon gesagt irgendwie "fasziniert"
deadlyfriend
29.06.2008, 16:12
Da brauchst du nicht warten, auf Premiere Direkt läuft der zur Zeit:)
Na ds ist ja mal ne Info. Habe zwar Premiere aber ich nutze es kaum außerhalb der Bundesliga. Wahrscheinlich fehlt dazu die Zeit weshalb ich nie weiß was gerade so im Moment läuft.. Danke für den Tipp. Da werde ich ihn mir die Woche doch mal ansehen!
Agent Orange
29.06.2008, 16:40
Wo zur Hölle sollen in dem Film denn gewaltige Logiklöcher sein? Werdet doch mal konkret...
Was mich am meisten gestört hat war die Tatsache dass kaltblütige Killer, die selbst den eigenen Vater mit einem Kopfschuss umbringen, bei der Familie Hume ne Ausnahme machen und sich mit Schüssen in die Rippen zufrieden geben.
Das finde ich einfach unkonsequent, und dient lediglich dazu dass Bacon zum Schluss noch mal ne Ballerorgie veranstaltet.
Dex_McCroul
29.06.2008, 17:45
Was mich am meisten gestört hat war die Tatsache dass kaltblütige Killer, die selbst den eigenen Vater mit einem Kopfschuss umbringen, bei der Familie Hume ne Ausnahme machen und sich mit Schüssen in die Rippen zufrieden geben.
Das finde ich einfach unkonsequent, und dient lediglich dazu dass Bacon zum Schluss noch mal ne Ballerorgie veranstaltet.
Das wäre ein Punkt. Ein anderer ist, dass die Entwicklung von Bacons Charakter nicht so nachvollziehbar ist, denn er kennt sich am Ende schon sehr gut aus, wie er seine Waffen zu handhaben hat. Und:
Und dann frag ich mich warum er seine Familie wieder in Gefahr bringt indem er weiter auf die Jagd geht. Thomas Jane hatte im Punisher nichts mehr zu verlieren. Aber er hatte eine Familie zu schützen. Und er räumt weiter gnadenlos auf.
Louis Cypher
30.06.2008, 00:04
Zu Punkt 1 Ist doch nur konsequent.Kein Feind = Keine Gefahr
Zu Punkt 2 Es hat ne schnelle Auffassungsgabe und Talent im Umgagng mit Waffen
Dex_McCroul
30.06.2008, 00:44
Wenn du das ironisch meintest: Guter Humor!:hoch:
Wenn nicht, dann frag ich mich, ob die Reaktion "Keine Feinde - Keine Gefahr", die Art Reaktion sein soll, die ein Familienvater zeigen sollte. Und leider erhebt Death Sentence für sich den Anspruch ein realistisches (Action)Drama zu sein, ganz im Gegensatz zu "The Punisher".
Und da kann Bacons Charakter ein noch so großes Naturtalent im Umgang mit Waffen sein.
Und leider erhebt Death Sentence für sich den Anspruch ein realistisches (Action)Drama zu sein, ganz im Gegensatz zu "The Punisher".
Sehr gut und völlig richtig erkannt. Genau hier liegt das Hauptproblem dieses Films. Er nimmt sich viel zu ernst und wichtig, was in der Folge zu zahlreichen eklatanten Fehltritten führt, die in ihrer Summe dann schon wieder in hohem Maße ärgerlich sind. Was dem Film in vielen Momenten schlichtweg fehlt, ist ein ironisches Augenzwickern, welches dem Szenario ewas von seiner überzogen dargestellten Brisanz und somit Schärfe nehmen würde. Da mag manch einem die Off-Stimme in "Die Fremde in dir" in ihrer moralisierende Wirkung zu aufdringlich erscheinen, was sicher nicht falsch ist, so erfüllt sie dennoch den bei deratigen Rächerfilmen notwendigen Gegenpol zur Glorifizierung der Selbstjustiz. Genau den entgegengesetzten und in meinen Augen nicht gerade unbedenklichen Weg geht "Death Sentence". Er zieht das Publikum mit Brachialgewalt auf die Seite Bacons und drückt ihm quasi den Revolver mit in die Hand. Derartig einseitige Stellungnahmen sollte man vermeiden. Das ist das generelle Problem bei den meisten Filmen, die sich um die Thematik der Selbstjustiz oder das Pro- und Kontra der Todesstrafe drehen. Sie schlagen sich im Verlauf des Films zu eindeutig auf eine Seite und zwingen dem Publikum ihre Sicht der Dinge auf. Gibt kaum einen Film in dieser Richtung, der perfekt zu unterhalten versteht, Denkanstöße liefert und sich trotzdem seiner Meinung enthalt oder sich gar eine moralische Wertung verkneifen kann. Einzig Tim Robbins hat mit seinem Meisterwerk "Dead Man Walking" diesen extrem schmalen Grat perfekt ausbalanciert, diverse Sichtweisen kommentarlos gegenübergestellt und dem Publikum seine Entscheidung selbst überlassen.
Das ist der Kernpunkt, weshalb "Death Sentence" von einem Meisterwerk weit entfernt ist und als solches keinesfalls tituliert werden kann. Das ist ein ganz sachlicher Aspekt, der mit seinem Unterhaltungswert zunächst nicht das geringste zu tun hat. Weitere Punkte zeigen allerdings deutlich auf, daß "Death Sentence" auch in anderen Belangen absolut kein Meisterwerk ist. Bietet der Film tatsächlich etwas Neues, was man in der Art noch nicht gesehen hat.? Wohl kaum. Da wurde querbeet durch das Genre gewildert und eifrig bekannte Vorbilder am laufenden Band zitiert. Zugegeben, in sehr unterhaltsamer Weise, aber ohne einen Funken Originalität. Das sollte aber schon der Fall sein, wenn man einen Film als ein Meisterwerk titulieren möchte. Bestes Beispiel ist doch das Finale. Da hat man den Bürohengst mit dem Dampfhammer zu einem Travis Bickle zurechtkloppen wollen, inklusive der Haarrasur. Nur was bei einem Travis Bickle in seiner psychologischen Entwicklung folgerichtig über den kompletten Film vorbereitet wurde und dann in dem bekannten Finale mündete, verkommt hier zur lächerlichen Farce. Dazu könnte ich jetzt seitenweise dozieren, was ich aber euch und mir erspare. Deshalb nur der wichtigste Punkt. Travis Bickle hat als hochdekorierter Vietnamsoldat das notwendige Rüstzeug, psychologisch und waffentechnisch, seinen abschließenden Amoklauf durchzuführen. Dies fehlt dem Bürohengst vollständig. Bis weit über die Mitte des Films hinaus weiß der nicht einmal wirklich, wo bei einer Waffe die Kugeln rauskommen - um es mal ein wenig überspitzt zu formulieren. Aber am Ende des Films wird er quasi von jetzt auf gleich zum Waffenexperten und Meisterschützen. Das ist so hochgradig lächerlich, daß man nicht weiß, ob man lachen oder weinen soll. Ich denke mal, ihr versteht, was ich damit zum Ausdruck bringen möchte, ohne hier noch länger und ausführlich werden zu müssen.
Um es zum Schluß noch einmal ganz klar auf den Punkt zu bringen. Als reiner Unterhaltungsfilm hat "Death Sentence" seine Daseinsberechtigung und auch seine unbestreitbaren Highlights, di3e ich ihm keinesfalls abspreche. Aber ein Meisterwerk ist er definitiv nicht, da ihm sämtliche Attribute fehlen, die für eine derartige Klassifizierung notwendig sind.
Travis Da mag manch einem die Off-Stimme in "Die Fremde in dir" in ihrer moralisierende Wirkung zu aufdringlich erscheinen, was sicher nicht falsch ist, so erfüllt sie dennoch den bei deratigen Rächerfilmen notwendigen Gegenpol zur Glorifizierung der Selbstjustiz. Genau den entgegengesetzten und in meinen Augen nicht gerade unbedenklichen Weg geht "Death Sentence". Er zieht das Publikum mit Brachialgewalt auf die Seite Bacons und drückt ihm quasi den Revolver mit in die Hand.
Ich will keinen moralinsauren Gegenpol in einem Rächerfilm, denn dann brauche ich mir so einen Film nicht ansehen.
Ich will pure Emotionen.
Und die habe ich bei Death Sentence erhalten.
Wenn es ein Selbstjustizstreifen schafft, das man die Waffe in die Hand gedrückt bekommt, mitkämpft, mitfiebert und mitleidet, dann hat der Film alles erreicht was er erreichen kann.
Das hat Death Sentence wunderbar geschafft.
Baut sich nicht fast jeder Actionfilm einen unsypathischen Popanz auf, nur um ihn später dann mit der vollen Zustimmung des Publikums zu meucheln?
Aber so emotional wie bei Death Sentence habe ich selten mitgekämpft.
Klar hinterher sieht die Welt wieder anders aus, aber stelle Dir mal ein ein Ego-Shooter auf der PS2 vor, der bei jedem Schuß Untertitel einblendet..."Wieso zittern meine Hände nicht"...u.s.w.
Das ist für mich nicht der Sinn eines solchen Films.
Rächerfilme müssen emotional sein und rocken.
Das hat Death Sentence perfekt vermittelt und mehr erwarte ich von solch einem Fiilm nicht.
ich denke da nur an die Klasse von 1984 oder Vigilante, beides keine Moralapostel, aber für mich gehören sie zu den besten Filmen ihrer Art, vielleicht sogar weil sie keinen Anspruch haben und sich ein Scheiß darum scheren diesen zu vermitteln.
Dafür gibt es dann andere Filme.
Um es zum Schluß noch einmal ganz klar auf den Punkt zu bringen. Als reiner Unterhaltungsfilm hat "Death Sentence" seine Daseinsberechtigung und auch seine unbestreitbaren Highlights, di3e ich ihm keinesfalls abspreche.
Und schon liegen wir wieder dicht beieinander.
Aber ein Meisterwerk ist er definitiv nicht, da ihm sämtliche Attribute fehlen, die für eine derartige Klassifizierung notwendig sind.
Meisterwerk nenne ich diesen Film auch nicht.
Aber ein Meisterwerk des puren Unterhaltungskinos ist er schon.
Wenn es ein Selbstjustizstreifen schafft, das man die Waffe in die Hand gedrückt bekommt, mitkämpft, mitfiebert und mitleidet, dann hat der Film alles erreicht was er erreichen kann.
Genau über diesen Punkt kann man eben geteilter Meinung sein. Ich mag es eben, wenn man mir meine freie Meinungsbildung letztendlich selbst überläßt und diese nicht rigide aufdrängt. Hätte sich der Film nur ein bißchen weniger ernst genommen oder zumindest das geringste Augenzwinkern erkennen lassen, hätte ich diesen Kritikpunkt nicht angebracht. Aber so konnte ich nicht darüber hinwegsehen und mich völlig frei fallenlassen. So wie ich deine Meinung respektiere und akzeptiere, hoffe ich, daß du mit meiner Sicht der Dinge dasselbe machen kannst.
Klar hinterher sieht die Welt wieder anders aus, aber stelle Dir mal ein ein Ego-Shooter auf der PS2 vor, der bei jedem Schuß Untertitel einblendet..."Wieso zittern meine Hände nicht"...u.s.w.
Kann ich mir nicht vorstellen, da ich keine Ego-Shooter spiele. ;)
ich denke da nur an die Klasse von 1984 oder Vigilante, beides keine Moralapostel, aber für mich gehören sie zu den besten Filmen ihrer Art
Völlig richtig und "Ein Mann sieht rot" aka "Death Wish" mußt du da auch noch einordnen. Alles blendend gemachte Rächerfilme ohne weiterführende Anspruchsallüren. Und genau darauf und nichts anderes wollte ich hinaus. Es ist sauber und geradlinig inszenierte Unterhaltungsware, was ich nie in Abrede gestellt habe. Aber eben kein filmisches (cineastisches) Meisterwerk, für das andere Meßlatten gelten. NIcht mehr, aber auch nicht weniger wollte ich damit verdeutlichen, ohne damit den Unterhaltungswert des Films zu untergraben.
Willy Wonka
30.06.2008, 13:28
Death Sentence ist mein persönliches Meisterwerk. :ugly:
Wann es ein Film verdient hat, als Meisterwekt tituliert zu werden muss jeder für sich entscheiden. Denn jeder hat doch eine andere subjektive Wahrnehmung und manche werden eben von Death Sentence mehr in den Sog der Emotionen hineingezogen und manche eben z.B. von Taxi Driver.
Death Sentence bietet im Gegensatz zu Die Fremde in dir viel mehr Facetten. Die Fremde in dir begeisterte durch pure Emotionen und eine dramatische Ballade über Rache.
Death Sentence hingegen will nicht nur die Dramatik des Geschehens zeigen, sondern auch gleichzeitig Action und auch ein bisschen Coolness bieten. Jezt könnte der Film die gleichen Probleme bekommen wie die meisten Filme, welche sehr viele Facetten verbinden wollen. Doch Death Sentence schafft es einfach alles gezielt einzusetzen die sogenannten Logiklöcher sind mir während des Film nicht sauer aufgestoßen, da ich sie schlicht nicht bemerkt habe.
Vielleicht wurde ich vom Film beeinflusst und eben auf eine "Seite" gezerrt, aber das ist doch nicht schlimm, denn ich bewundere es, wenn Filme dieses bei mir noch auslösen können. Das ich intensiv mitfiebern kann, dass die Zeit wie im Nu vergeht und wenn der Endtitel dann erscheint wieder in die reale Umwelt katapultiet werde.
Death Sentence schafft es real, aber auch gleichzeitg comichaft zu wirken. Und ich würde diesen Film niemals mit The Punisher oder anderen Testosteron getreiften Actionfilme mit Segal, Ludgren und Konsorten vergleichen.
Ich vergebe 9/10
Louis Cypher
30.06.2008, 13:41
Death Sentence ist mein persönliches Meisterwerk. :ugly:
Wann es ein Film verdient hat, als Meisterwekt tituliert zu werden muss jeder für sich entscheiden. Denn jeder hat doch eine andere subjektive Wahrnehmung und manche werden eben von Death Sentence mehr in den Sog der Emotionen hineingezogen und manche eben z.B. von Taxi Driver.
Genau so ist es
Von mir gibt es 10 / 10
Travis So wie ich deine Meinung respektiere und akzeptiere, hoffe ich, daß du mit meiner Sicht der Dinge dasselbe machen kannst.
Das steht für mich völlig außer Frage, da es selbstverständlich ist!
Kann ich mir nicht vorstellen, da ich keine Ego-Shooter spiele. ;)
Ich auch eher selten, aber ab und an macht es schon derben Spaß.:D
Völlig richtig und "Ein Mann sieht rot" aka "Death Wish" mußt du da auch noch einordnen. Alles blendend gemachte Rächerfilme ohne weiterführende Anspruchsallüren. Und genau darauf und nichts anderes wollte ich hinaus. Es ist sauber und geradlinig inszenierte Unterhaltungsware, was ich nie in Abrede gestellt habe.
Dem stimme ich absolut zu! Ein cineastisches Meisterwerk ist Death Sentence sicherlich nicht.
Ich glaube aber auch nicht, das der Regisseur dieses so sieht, oder dieses so beabsichtigt hat.
Vielleicht einigen wir uns ja darauf, das Death Sentence ein Meisterwerk seines Genres ist?
Ich fühlte mich jedenfalls auch nach dem 3. Durchlauf immer noch glänzend unterhalten und das obwohl der Film danach immer noch dieses verstörende Gefühl zurückläßt.
Vielleicht ist er ja doch ein kleines Meisterwerk.;)
Jedenfalls finde ich meine 9/10 nicht zu hoch gegriffen.
Es ist selten bei mir das ein Film seine Wertung auch nach mehrmaligem Ansehen komplett behält.
Meistens stößt mir beim 2. oder 3. Mal was sauer auf, hier aber nicht, außer den von mir angesprochenen Kritikpunkten, die nur die absolute Höchstwertung verhinderten, aber schon von Anfang an vorhanden waren.
Dex_McCroul
30.06.2008, 14:07
Der Film scheint immer mehr zu polarisieren. Darum will ich jetzt auch nicht wieder anfangen zu diskutieren, was ein Meisterwerk ist und was nicht.
Ich will einfachmal schildern wie der Prozess bei mir mit Death Sentence war.
Ich habe den Film bereits 4 Mal gesehen. Beim ersten Schauen ging es mir fast ähnlich wie Crizzo, dax und den anderen Fürsprechern. Jedoch nahm die Intensität des Filmes immer mehr ab, bis ich dann auf dem Level von ca. 06/10 Punkten beim dritten und 4.- Mal Gucken stehen geblieben bin.
Ich will damit sagen, dass der Film beim ersten Sehen eine unglaubliche Wirkung entfalten KANN. Macht man sich jedoch Gedanken über die Thematik, wie der Film gegliedert ist, ganz einfach "gemacht" wurde, so verlor er immer mehr an Substanz. Und gerade neben dem von Travis zitierten Meisterwerk "Dead Man Walking" macht er eine ganz schlechte Figur. Nun mag der genannte Film kein Selbstjustizstreifen sein. Das ist richtig. Dennoch haben beide Filme den gleichen Anspruch: Nämlich mit ihrem jeweiligen Thema realistisch umzugehen. Und da verliert "Death Sentence" leider.
Des Weiteren finde ich, dass Filme wie "Death Wish", "The Punisher" etc. Unterhaltungsfilme mit explosivem Inhalt sind. Man kann und soll mitfiebern, wie auch bei vielen anderen Actionstreifen, in denen der Gute dem Bösen am Ende, unter glorrweichem Jubel des Publikums, das Licht ausbläst. Da muss und will ichdir auch zusprechen, dax.;):truppe:
Aber es sind "Unterhaltungsfilme" mit einem kontroversen Thema als Kenrstück.
Death Sentence erhebt dagegen von sich selbst den Anspruch nicht unterhalten zu wollen, sondern zu schildern wie die Gewalt eine Familie zerstören kann. Im Grunde will er ein Drama mit Actionelementen sein und hier schießt er über sein Ziel hinaus.
Man, ich könnt ich alle alle piesacken.:motz: Jetzt hab ich doch wieder argumentiert und wollte das gar nicht.:p
Egal, haben uns ja trotzdem gern.:truppe:
herrnergal
30.06.2008, 14:32
von mir gibts auch 9/10 Punkten.
Gefiel mir doch wesentlich besser als der Pseudo-Rachefilm Die Fremde in Dir.
Die Foster hat gut gespielt. Nur halt die Aussage fand ich halt blöd. Die bist eine Frau, die Polizei hilft dir, Selbstjustiz kein Problem. Sie kommt natürlich in die komischsten Lagen, eine Referenz an Death Wish im Zug (oder nur geklaut) ist auch drin, sie kann auch sehr gut mit der Waffe umgehen, der Polizist findet sie ja voll sympathisch und kommt nachdem sie Ihre Lust ausgetobt hat noch ungeschoren davon.
Wie ich schonmal geschrieben habe, zeigt Death Sentence, dass Gewalt nur Gegengewalt erzeugt und es dadurch kein gutes Ende nimmt.
Natürlich hat der Film Ungereimtheiten, wie fast jeder Film. Nur finde ich ihn irgendwie ehrlicher als den Foster-Film.
King-of-Leon
30.06.2008, 16:17
Hab ihn mir jetzt mal bestellt, da mich die Meinungen hier schon sehr interessiert gemacht haben.
Glaube aber fast, dass meine Wertung mehr in dem Bereich von Travis und deadlyfriend liegen wird. Selbstjustiz ist für mich ein schwieriges Thema, bei dem fast alles passen muss, damit ich den Film ernst nehmen kann.
Ich lasse mich jetzt aber einfach mal überraschen.
Ist aber auf jeden Fall schon mal ein gutes Zeichen, dass er besser wie "Die Fremde in Dir" sein soll. Den hab ich nämlich mit 3/10 Punkten abgespeist, da ich den sehr lächerlich fand und einfach nicht ernst nehmen konnte.
crizzero
30.06.2008, 16:30
Tut mir bitte einen Gefallen und unterlasst diese Spoiler-Buttons. Das hier ist eine Filmdiskussion. Da kann nicht allen Ernstes einer mitlesen wollen, der den Film noch sehen will...
Ein anderer ist, dass die Entwicklung von Bacons Charakter nicht so nachvollziehbar ist, denn er kennt sich am Ende schon sehr gut aus, wie er seine Waffen zu handhaben hat.
Das Argument habe ich bereits entkräftet. Er kann eben nicht gut mit Waffen umgehen... bis zum Schluss. Er schießt daneben, lädt unbeholfen nach und kann die Schrotflinte nicht immer oben halten. Einzig seine Einstellung stimmt und das ist der pure Hass auf das Volk dort. Daher geht er mit breitem Kreuz da durch. Weil er nichts mehr zu verlieren hat. Aber mit den Waffen geht er bis zum Schluss nicht sicher um!
Thomas Jane hatte im Punisher nichts mehr zu verlieren. Aber er hatte eine Familie zu schützen. Und er räumt weiter gnadenlos auf.
Er killt den Mörder seines Sohnes, das war's. Und ab dann kämpft er um sein Überleben, als sie ihn auf dem Nachhauseweg killen wollen. Dann kommt die geniale Parkhausszene. Das ist ja gerade dieser wunderbar verzweifelte Strudel. Erst will er seinen Sohn rächen. Dann bringt er unbewusst seine Familie in Gefahr, obwohl er nur überleben will. Die Abwärtsspirale ist ja das Tolle an dem Film.
Dwayne Hicks
30.06.2008, 16:30
Ist aber auf jeden Fall schon mal ein gutes Zeichen, dass er besser wie "Die Fremde in Dir" sein soll. Den hab ich nämlich mit 3/10 Punkten abgespeist, da ich den sehr lächerlich fand und einfach nicht ernst nehmen konnte.
den würd ich zwar mehr punkte geben aber das ende war sowas von oberdämlich
crizzo Tut mir bitte einen Gefallen und unterlasst diese Spoiler-Buttons.
O.K.!;)
Er killt den Mörder seines Sohnes, das war's. Und ab dann kämpft er um sein Überleben, als sie ihn auf dem Nachhauseweg killen wollen. Dann kommt die geniale Parkhausszene. Das ist ja gerade dieser wunderbar verzweifelte Strudel. Erst will er seinen Sohn rächen. Dann bringt er unbewusst seine Familie in Gefahr, obwohl er nur überleben will. Die Abwärtsspirale ist ja das Tolle an dem Film.
Ganz genau das finde ich auch so genial an diesem Film.
Und Logiklöcher habe ich auch keine gefunden.
crizzero
30.06.2008, 16:39
Was dem Film in vielen Momenten schlichtweg fehlt, ist ein ironisches Augenzwickern, welches dem Szenario ewas von seiner überzogen dargestellten Brisanz und somit Schärfe nehmen würde.
Das kann doch nicht dein Ernst sein? In einem Film, in dem ein Vater auf schrecklichste Art und Weise seinen Sohn verliert? Und anschließend den Rest der Familie? Ein Augenzwinkern??? Das ist der ernsthafteste und traurigste Film seit "Flug 93" und keine Splatter-Komödie! Da gehört nun wirklich kein Bißchen Humor, Ironie und Augenzwinkern rein. Glaube das gerade echt nicht....
Er zieht das Publikum mit Brachialgewalt auf die Seite Bacons und drückt ihm quasi den Revolver mit in die Hand.
Man ist seit dem Intro mit dem Glück der Familie vertraut, mehr nicht. Dann bekommt man den Hass auf den Mörder. Danach wünscht man sich am liebsten einen Rache-Akt und obwohl sich Hume selbst noch fragt, was er da nachts eigentlich macht, möchte man insgeheim, dass er den Täter zur Strecke bringt. Und er erfüllt den Wunsch des Zuschauers. Der Protagonist bringt sich dadurch auf die Seite des Zuschauers, nicht der Zuschauer auf die Seite des Protagnists. Und auch wenn die Ausführung des Wunsches unmoralisch war, so drückt man ihm und seiner Familie fortan die Daumen...
Das ist der Kernpunkt, weshalb "Death Sentence" von einem Meisterwerk weit entfernt ist und als solches keinesfalls tituliert werden kann.
Hmm, tja... also ich kann das. "Death Sentence" ist ein Meisterwerk. Ist ganz leicht. :)
Aber am Ende des Films wird er quasi von jetzt auf gleich zum Waffenexperten und Meisterschützen.
Habe ich bereits mehrfach erklärt, dem ist einfach nicht so.
King-of-Leon
30.06.2008, 16:42
den würd ich zwar mehr punkte geben aber das ende war sowas von oberdämlich
Das erste Mal hatte ich 20 Minuten vorm Ende abgeschalten und ihn mit 1/10 Punkten abgespeist. Nach dem Unverständnis einiger User hab' ich mir dann auch noch das Ende angesehen, um die Wertung dann noch auf gut gemeinte drei Punkte aufzuwerten.
Na ja, Totalausfälle gibts ja eher selten, für mich gehört der Film aber dazu.
Da sind meine drei Punkte eigentlich schon zu viel. Aber ist ja egal, den Film werd' ich eh nie wieder sehen.
herrnergal
30.06.2008, 16:45
Tut mir bitte einen Gefallen und unterlasst diese Spoiler-Buttons. Das hier ist eine Filmdiskussion. Da kann nicht allen Ernstes einer mitlesen wollen, der den Film noch sehen will...
Das Argument habe ich bereits entkräftet. Er kann eben nicht gut mit Waffen umgehen... bis zum Schluss. Er schießt daneben, lädt unbeholfen nach und kann die Schrotflinte nicht immer oben halten. Einzig seine Einstellung stimmt und das ist der pure Hass auf das Volk dort. Daher geht er mit breitem Kreuz da durch. Weil er nichts mehr zu verlieren hat. Aber mit den Waffen geht er bis zum Schluss nicht sicher um!
Er killt den Mörder seines Sohnes, das war's. Und ab dann kämpft er um sein Überleben, als sie ihn auf dem Nachhauseweg killen wollen. Dann kommt die geniale Parkhausszene. Das ist ja gerade dieser wunderbar verzweifelte Strudel. Erst will er seinen Sohn rächen. Dann bringt er unbewusst seine Familie in Gefahr, obwohl er nur überleben will. Die Abwärtsspirale ist ja das Tolle an dem Film.
Definitiv. Und das Ende bzw. die Geschehnisse zeigen, dass Selbstjustiz nichts Gutes an sich hat
Die Fremde in dir kommt mir irgendwie vor wie Death Wish, jedoch mit einer Frau und mehr blabla. Und irgendwie geht mir der Film nicht ab, da irgendwie pseudo. Death Wish dagegen fand ich klasse. Der macht wenigstens keinen Hehl drum, dass er Selbstjustiz propagiert ;)
crizzero
30.06.2008, 16:50
Definitiv. Und das Ende bzw. die Geschehnisse zeigen, dass Selbstjustiz nichts Gutes an sich hat
Richtig, die "Message" des Films stimmt durchweg. Zum Schluss kommt ja noch die Gewissheit, dass es der jüngere Sohn wohl doch schaffen wird. Und nun, da er als mehrfacher Mörder lebenslang in den Knast wandert, wird er sich nicht einmal um das letzte hinterbliebene Familienmitglied kümmern können. Extrem tragisch und mit unverkennbarer Moral veredelt.
LivingDead
30.06.2008, 17:04
Nun, um es mal deutlich zu machen, was genau mir an dem Film nicht gefallen hat; und ich glaube, dass es vor allem diese Punkte sind, an denen sich die Moserer reiben:
Zum einen gefällt mir schon diese pseudo-fröhlich-schleimige Einleitung nicht, die mit falschen Emotionen eine glückliche Familie vorgaukelt... da wartet man ja regelrecht schon auf die (dann auch schon bald eintretende) große Katastrophe, die dieses großartige Glück auseinanderreißt. In meinen Augen ist das ziemlich dilettantisch gelöst für einen Film, der sich ernst nehmen möchte. Etwas mehr Subtilität hätte dem Streifen gut getan.
Ebenfalls gefällt mir die überzogene Darstellung von Gewalt und Action nicht. Ich meine CGI-Blut ist bei mir sowieso immer ziemlich ungern gesehen, aber dann auch noch diese unnötigen Mätzchen, wie computergenerierte Kamerafahrten durch Windschutzscheiben und Einschusslöcher. Passt mir persönlich nicht zum angestrebten Grundton des Filmes, welcher sich wohl nicht recht zwischen Reißer und ernstem Familiendrama mit Actionelementen entscheiden kann. Da kann ich James Wan nur beipflichten, wenn er sagt, dass er mit diesem Film kein ernstzunehmendes Drama machen wollte, sondern nur eine Demonstration seiner Fähigkeiten abseits von "Saw" zur Schau stellen wollte.
Größtes Manko ist und bleibt aber das katastrophale Drehbuch... der Aufbau des Filmes ist so langweilig, wie innovationslos. Das alles gab es schon zigfach zu sehen und bot mir keinerlei Überraschungen. Die Dialoge sind zum Teil haarsträubend und bieten kaum charakterlichen Tiefgang. Alles 08/15, und insgesamt auch ziemlich trashig.
Für mich ist der Film nichts anderes als ein kleiner, dreckiger Actionfilm... ein höchstens durchschnittlicher noch dazu. Nicht mehr - aber auch nicht weniger.
crizzero
30.06.2008, 17:11
Ich stelle gerade fest, dass ich jedes negative Argument gar nicht kritisch wahrnehmen kann, weil mir an dem Film einfach alles gefällt, daher ja auch die volle Punktzahl...
In meinen Augen ist das ziemlich dilettantisch gelöst für einen Film, der sich ernst nehmen möchte. Etwas mehr Subtilität hätte dem Streifen gut getan.
In der Einleitung werden Familienvideos zu allerlei verschiedenen Kindheitsszenen der Söhne gezeigt. Schöner und persönlicher kann man in so kurzer Zeit doch keine Emotionen erschaffen. Ich fand das richtig schön.
Ebenfalls gefällt mir die überzogene Darstellung von Gewalt und Action nicht. Ich meine CGI-Blut ist bei mir sowieso immer ziemlich ungern gesehen, aber dann auch noch diese unnötigen Mätzchen, wie computergenerierte Kamerafahrten durch Windschutzscheiben und Einschusslöcher.
CGI-Blut? Woran erkennt man denn, dass da CGI-Blut spritzen soll? Und unrealistische Kamerafahrten habe ich keine Ausmachen können.
Größtes Manko ist und bleibt aber das katastrophale Drehbuch... der Aufbau des Filmes ist so langweilig, wie innovationslos. Das alles gab es schon zigfach zu sehen und bot mir keinerlei Überraschungen. Die Dialoge sind zum Teil haarsträubend und bieten kaum charakterlichen Tiefgang. Alles 08/15, und insgesamt auch ziemlich trashig.
Oh Mann, unsere Geschmäcker driften immer weiter auseinander. Irgendwie erschreckend.
LivingDead
30.06.2008, 17:21
Ich stelle gerade fest, dass ich jedes negative Argument gar nicht kritisch wahrnehmen kann, weil mir an dem Film einfach alles gefällt, daher ja auch die volle Punktzahl...
Na, ist doch super so. Wäre ja schlimm, wenn das bei 10/10 Punkten nicht der Fall wäre... :)
In der Einleitung werden Familienvideos zu allerlei verschiedenen Kindheitsszenen der Söhne gezeigt. Schöner und persönlicher kann man in so kurzer Zeit doch keine Emotionen erschaffen. Ich fand das richtig schön.
Nun, nur war mir gerade dieses "wir zeigen jetzt all die schönen Momente, die diese Familie erlebt hat", um sie dann in den nächsten Augenblicken auseinanderzureißen, zu klischeehaft, zu schablonenhaft, zu konstruiert.
CGI-Blut? Woran erkennt man denn, dass da CGI-Blut spritzen soll? Und unrealistische Kamerafahrten habe ich keine Ausmachen können.
Zum Ende hin, oder auch gleich zu Beginn in der Tankstelle sieht man genug davon, ist aber nur ein optisches Manko, welches mir nicht sonderlich gefällt. Trägt eher dazu bei, dass ich den Film eher künstlich als ehrlich empfinde... aber das liegt natürlich auch extrem am Betrachter. Kenne auch mehr als genug Leute, die den Film lieben, so wie er ist.
Oh Mann, unsere Geschmäcker driften immer weiter auseinander. Irgendwie erschreckend.
Hmm... liegt vielleicht am Genre. Waren ja bisher immer nur Actionfilme oder Blockbuster, bei denen wir meinungstechnisch divergierten. Erst wenn mir "Garden State" nicht mehr gefällt, (um den ich dir immer noch mehr als dankbar bin :kiss: ) würde ich mir Sorgen machen. ;)
crizzero
30.06.2008, 17:53
Nun, nur war mir gerade dieses "wir zeigen jetzt all die schönen Momente, die diese Familie erlebt hat", um sie dann in den nächsten Augenblicken auseinanderzureißen, zu klischeehaft, zu schablonenhaft, zu konstruiert.
Natürlich war es konstruiert, es war ein Intro mit Videoausschnitten. Klar haben das schon andere Filme vorher getan, aber hier wirkt es auf mich eben. Fand das wirklich schön gemacht.
Zum Ende hin, oder auch gleich zu Beginn in der Tankstelle sieht man genug davon, ist aber nur ein optisches Manko, welches mir nicht sonderlich gefällt.
Ja, aber woran erkennst du CGI-Blut? Ich meine, ich habe jetzt nicht darauf geachtet, aber wie sieht man denn, dass es CGI-Blut ist? Du bist zwar für die Kamera hier zuständig, aber normalerweise fallen mir solche Dinge auch auf... nur hier konnte ich das Blut nicht als künstlich oder störend empfinden, daher meine Frage nach der Erkennung.
Erst wenn mir "Garden State" nicht mehr gefällt, (um den ich dir immer noch mehr als dankbar bin :kiss: ) würde ich mir Sorgen machen. ;)
Oh Gott, nein. Das wäre eine Katastrophe! :ugly:
herrnergal
30.06.2008, 18:29
Ich muss ehrlich sagen, dass mir der Anfang bzw. das Leid der Familie wirklich nahe gegangen ist. Und ich bin eigentlich eher jemand, der was Film angeht, eher hart ist.
Für diese kurze Einleitung ist das sehr erstaunlich. Die meisten anderen Filme schaffen das nicht in der kompletten Spieldauer.
Das kann doch nicht dein Ernst sein?
Das hat so alles keinen Sinn, womit ich mich aus dieser Diskussion zurückziehe. Eine solide Diskusion ist mit dir ausgeschlossen, wie ich leider erneut feststellen mußte. Im Gegensatz zu dir, bin ich durchaus bereit, auch deine Argumente zu sehen und zumindest teilweise zu akzeptieren, wie du meiner entspannten Diskussion mit dax hätrtest eigentlich entnehmen können. Du aber behälst dir das Recht vor, die absolut gültige Meinung zum Film zu haben und wenn ich dagegen argumentiere, rede ich Käse oder es kann nicht mein Ernst sein. Das ist sinnlos und ermüdend.
Danach wünscht man sich am liebsten einen Rache-Akt und obwohl sich Hume selbst noch fragt, was er da nachts eigentlich macht, möchte man insgeheim, dass er den Täter zur Strecke bringt.
Das man eine derartige Machart nicht ohne Grund manipulativ nennt, sollte selbst dir bewußt sein.
Zum Abschluß habe ich extra noch gegoogelt und mir die Kritik von Filmstarts.de (http://www.filmstarts.de/kritiken/73455-Death-Sentence.html) rausgesucht. Eine Seite und deren Kritiken, die gerade du immer besonders lobend erwähnst. Aber der Kritiker dort redet jetzt mit Sicherheit auch nur Käse und hat keinerlei Ahnung, da diese nicht mit deiner konform geht.
Willy Wonka
30.06.2008, 19:30
Nun, nur war mir gerade dieses "wir zeigen jetzt all die schönen Momente, die diese Familie erlebt hat", um sie dann in den nächsten Augenblicken auseinanderzureißen, zu klischeehaft, zu schablonenhaft, zu konstruiert.
Es hat aber funktioniert. :ugly: Okay nicht bei allen, aber bei vielen.
Das hat so alles keinen Sinn, womit ich mich aus dieser Diskussion zurückziehe. Eine solide Diskusion ist mit dir ausgeschlossen, wie ich leider erneut feststellen mußte. Im Gegensatz zu dir, bin ich durchaus bereit, auch deine Argumente zu sehen und zumindest teilweise zu akzeptieren, wie du meiner entspannten Diskussion mit dax hätrtest eigentlich entnehmen können.
Meiner Meinung nach war es eine solide Diskussion und beide haben versucht auch die Argumente des anderen zu erörtern. Wieso jetzt also crizzo den schwarzen Peter zuschieben.
Du aber behälst dir das Recht vor, die absolut gültige Meinung zum Film zu haben und wenn ich dagegen argumentiere, rede ich Käse oder es kann nicht mein Ernst sein. Das ist sinnlos und ermüdend.
Nur zu dem Aspekt der Selbstironie konnte er es nicht verstehen, was ich auch durchaus nachvollziehen kann, da ein dramatischer Film nicht unbedingt lustig sein will.
Außerdem stützt du deine Meinung jetzt auf
die Kritik von Filmstarts.de (http://www.filmstarts.de/kritiken/73455-Death-Sentence.html)
wobei ein Film noch lange nicht gut bzw. schlecht ist nur, weil ihn sehr sehr viele Menschen mögen oder nicht mögen.
PS: Tut mir Leid, dass ich mich jetzt in eurer Diskussion so einmische, aber ich muss das jetzt einfach mal sagen. Du darfst es jetzt auch keinesfalls als persönlichen Angriff ansehen.
crizzero
30.06.2008, 21:19
Eine solide Diskusion ist mit dir ausgeschlossen, wie ich leider erneut feststellen mußte.
Stimmt, deshalb diskutiere ich auch mit LD sehr ausschweifend, obwohl wir uns bei dem Film nicht einig werden.
Im Gegensatz zu dir, bin ich durchaus bereit, auch deine Argumente zu sehen und zumindest teilweise zu akzeptieren, wie du meiner entspannten Diskussion mit dax hätrtest eigentlich entnehmen können.
Du gehst auf kein einziges meiner Argumente ein, Travis. In Beitrag #50 liefere ich genug Diskussionspunkte, die du mit diesem platten, beleidigenden Geschwätz herabwürdigst. Wenn du nicht über den Film diskutieren willst, musst du es dazuschreiben.
Das man eine derartige Machart nicht ohne Grund manipulativ nennt, sollte selbst dir bewußt sein.
Selbst mir... selbst mir unwissendem Dummkopf... selbst mir Trottel. Ich verstehe.
Willy Wonka wobei ein Film noch lange nicht gut bzw. schlecht ist nur, weil ihn sehr sehr viele Menschen mögen oder nicht mögen.
Richtig!
Was meinst Du was ich für Diskussionen habe, wenn ich im Bekanntenkreis meine Liebe zu Dawn of the Dead offenbare, da heißt es dann nur....der schon wieder.
Aber wenn es im Gegenzug um Dirty Dancing geht und mir dann der Hut hochgeht, heißt es nur...ja, ja, der schon wieder mit seinen Zombiefilmen, der weiß ja nicht was gut ist....
Was ich sagen will, Geschmäcker sind nunmal grundverschieden.
Diese lassen sich weder durch andere noch durch Filmkritiken beeinflussen.
Es soll ja auch Leute geben die keine Onkelz hören...kann ich kaum glauben...aber soll tatsächlich so sein.
Wir reden hier nur von einem Film!
Dem einen gefällt er, dem anderen nicht.
So what?
Dex_McCroul
30.06.2008, 21:30
Wir reden hier nur von einem Film!
Dem einen gefällt er, dem anderen nicht.
So what?
Du darfst es jetzt auch keinesfalls als persönlichen Angriff ansehen.
Ich glaube man sollte diese zwei Statements wirklich beherzigen. Wieso im Streit auseinander gehen wegen dem Film?
Wie ich bereits erwähnte, scheint "Death Sentence" zu polarisieren wie schon lange kein anderer Film. Da sollte es beiden Lagern gestattet sein ihre Meinung vertreten zu dürfen. Und diese muss dann auch respektiert werden von der gegenteiligen Front. Wie ihr beide gerade miteinander umgeht, ist zu extrem und sollte wirklich vermieden werden. Zumal es euch beiden nicht würdig ist.:(
Ich bin zwar kein Mod, aber jetzt muss ich mal wie ein solcher eingreifen.;)
Vertragt euch wieder!
herrnergal
30.06.2008, 22:00
Es soll ja auch Leute geben die keine Onkelz hören...kann ich kaum glauben...aber soll tatsächlich so sein.
Dann hast du hier jemanden gefunden :D
Dann hast du hier jemanden gefunden :D
Ich habe aber nicht danach gesucht!:rolleyes:
King-of-Leon
30.06.2008, 22:28
Aber wenn es im Gegenzug um Dirty Dancing geht und mir dann der Hut hochgeht, heißt es nur...ja, ja, der schon wieder mit seinen Zombiefilmen, der weiß ja nicht was gut ist....
lol, ab und zu passen deine Zeilen charakterlich einfach perfekt zu deinem Avatarbild von Ian McShane. Ist schon lustig, wie die Forumskollegen langsam mit ihren Avataren zusammenwachsen. Man stellt sie sich dann auch charakterlich so ähnlich vor.
Als ich letztens z. B. Jushua Jackson in "Bobby" gesehen habe, dachte ich gleich: "ahh, da ist Sab". ;)
herrnergal
01.07.2008, 09:16
Ich habe aber nicht danach gesucht!:rolleyes:
Du hast eine These aufgestellt und ich habs nur bestätigt ;)
Willy Wonka
01.07.2008, 10:11
Es soll ja auch Leute geben die keine Onkelz hören...kann ich kaum glauben...aber soll tatsächlich so sein.
Hier der Beweis. :ugly:
Hier der Beweis. :ugly:
Und noch einer....Junge, Junge, das war doch nur ein leicht ironisches Beispiel.
Ihr seit hier aber echt pingelig geworden.
Nicht das ich noch ständig mein Avatar putzen muß.
Nach dem Motto: Zieh die Schuhe aus wenn Du ins Forum gehst."
LivingDead
01.07.2008, 11:00
Und noch einer....Junge, Junge, das war doch nur ein leicht ironisches Beispiel.
Ihr seit hier aber echt pingelig geworden.
Nicht das ich noch ständig mein Avatar putzen muß.
Nach dem Motto: Zieh die Schuhe aus wenn Du ins Forum gehst."
Bestimmt nicht, dax. Denke mal, dass Willy als auch der herrnergal deine Frage nur als Aufhänger für einen kleinen Joke benutzten. Hier wird alles locker as usual genommen... wie gehabt! :)
Davon ab, sollten wir uns einmal davon verabschieden uns gleich auf den Schlips getreten zu fühlen, wenn uns einmal ein Film (oder eine Musikband) nicht gefällt. Freuen sollten wir uns doch, wenn uns etwas gefällt und ans Herz gewachsen ist. Natürlich liegt es in der Natur des Menschen, wenn etwas, was wir sehr lieben und schätzen von anderen "niedergemacht" wird. Da greift dann plötzlich eine Art Beschützerinstinkt durch, und wir wollen auf Gedei und Verderb unseren Lieblingsfilm verteidigen... So ist doch unser Gegenüber derjenige, der die Qualitäten des Filmes einfach nicht erkennen will. Doch so geht es jedem hier und davon sollten wir uns schleunigst entfernen...
Wir sind doch eine große Gemeinschaft, ein Großteil der Userschaft würde ich sogar als engste Freunde bezeichnen, und da dürfte es doch nicht die Welt sein, wenn man einmal Kritik an seinem Lieblingsfilm einsteckt und sich dafür in Ruhe die Argumente der Gegenseite anhört und direkt darauf eingeht, ohne gleich Rot zu sehen... Außerdem ist es wichtig zu erkennen, dass hier einige gerne mit ironischen Argumentationen arbeiten. Also ersteinmal ein paar Gänge zurück schalten, überlegen und dann der Diskussion freien Lauf gestatten... Dann klappt's auch mit dem Nachbarn. ;)
Bestimmt nicht, dax. Denke mal, dass Willy als auch der herrnergal deine Frage nur als Aufhänger für einen kleinen Joke benutzten. Hier wird alles locker as usual genommen... wie gehabt! :)
Jetzt hast Du mich aber falsch verstanden!
Meine Antwort war ebenfalls pure und komplette Ironie.
Kein Grund zur Sorge, der dax ist komplett ruhig und entspannt.
LivingDead
01.07.2008, 11:11
Jetzt hast Du mich aber falsch verstanden!
Meine Antwort war ebenfalls pure und komplette Ironie.
Kein Grund zur Sorge, der dax ist komplett ruhig und entspannt.
Nun muss ich mir wohl selbst an die Nase fassen... :rolleyes: :D
Na, aber galt ja auch nicht nur dir, sondern vor allem der Diskussion, die allmählich wieder zum Streit entartete.
Eine phantastische Ansprache, LD, die ich aus vollem Herzen Silbe für Silbe unterschreibe und dir herzlich dafür danke. Da ist wieder etwas aus dem Ruder gelaufen, das in dieser Art nicht sein soll und sein darf. Von meiner Seite gibt es in dieser Angelegenheit kein weiteres "böses" Wort, da dies auch von Anfang an nicht in meiner Absicht lag.
crizzero
01.07.2008, 18:40
Ich habe eigentlich alles zu dem Film gesagt. Es stehen immer noch reichlich haltlose Anschuldigungen an ein "Rambo-Ende mit Scharfschützen-Skills" im Raum, aber dazu äußere ich mich nicht mehr...
Mag sein, dass ich diesen Beschützerinstinkt in mir habe und den dann auch rauslasse, wenn mir ein Streifen die 10/10 entlockt. Bin eben ein sehr emotionaler, begeisterungsfähiger Mensch. Aber das ist auch nur normal, weil ich in dem Moment für mich weiß, warum dieser Film diese Ehre verdient hat.
Ich finde - und das gilt ganz allgemein für die Filmdiskussion hier - man sollte an dieser Stelle dann aber etwas Respekt mitbringen, wenn ein Film von einem User aus wohlüberlegtem Grund die maximale Punktzahl bekommt. Das Beste im Genre. Ein Meilenstein in der Filmwelt. Ein Meisterwerk, von dessen Machart man komplett begeistert ist. Wenn jemand 10/10 zückt, sollte man da etwas bedächtiger rangehen, anstatt gleich erstmal damit anzufangen, wie Scheiße der Film doch ist, zumal sich da jemand richtig Gedanken gemacht hat, wie er seine Emotionen in Worte fassen kann, als er da eine Kritik ins Forum gestellt hat. Das will der Verfasser bestimmt nicht gleich zu Beginn hören und fühlt sich angegriffen. Und das muss nicht sein. In diesem Forum sollte ein höflicher, respektvoller Umgang herrschen, der allerdings hier und da etwas Fingerspitzengefühl verlangt. Das ist nur fair und von niemandem zu viel verlangt. Auch nicht von mir.
deadlyfriend
01.07.2008, 19:32
Naja, aber wenn du eine Kritk in ein Kritikforum stellst ist doch klar das die auch auf anders lautende Meinungen treffen wird. Dafür ist das Forum schließlich da. Auch wenn es um einen 10er geht. Wenn du Angst hast das dein persönliches Meisterwerk angegriffen wird solltest du es besser nicht veröffentlichen. Da sollte man schon kritikfähig sein;)
Ich finde - und das gilt ganz allgemein für die Filmdiskussion hier - man sollte an dieser Stelle dann aber etwas Respekt mitbringen, wenn ein Film von einem User aus wohlüberlegtem Grund die maximale Punktzahl bekommt. Das Beste im Genre. Ein Meilenstein in der Filmwelt. Ein Meisterwerk, von dessen Machart man komplett begeistert ist. Wenn jemand 10/10 zückt, sollte man da etwas bedächtiger rangehen, anstatt gleich erstmal damit anzufangen, wie Scheiße der Film doch ist
Ehrliche Meinung? Nö! Wenn ich eine 10 unter eine Kritik schreibe, ist das allein meine persönliche Ansicht und keinesfalls in Stein gemeißelt.
Es sollte doch ein Jeder hier im Diskussionsforum kundtun dürfen, warum er deine Meinung eventuell nicht teilt. Man muss natürlich nicht gleich den Holzhammer auspacken - aber gerade das macht am Diskutieren doch am meisten Spaß! Es sagt doch niemand: "du bist doof, weil du diesem Film 10 Punkte gegeben hast, ich aber nur 3 Punkte gebe". Es geht einzig und allein um unterschiedliche Sichtweisen zum Film.
Die Note unter einer Kritik sagt ebenso rein gar nichts über die Qualität derselben aus. Ich habe hier schon sehr viele gute Reviews gelesen, mit deren Notengebung ich absolut nicht konform gehe. Alles eine Frage des individuellen Geschmacks - und über den streiten... ähm, diskutieren wir doch so gerne hier.
Ich finde - und das gilt ganz allgemein für die Filmdiskussion hier - man sollte an dieser Stelle dann aber etwas Respekt mitbringen, wenn ein Film von einem User aus wohlüberlegtem Grund die maximale Punktzahl bekommt. Das Beste im Genre. Ein Meilenstein in der Filmwelt. Ein Meisterwerk, von dessen Machart man komplett begeistert ist. Wenn jemand 10/10 zückt, sollte man da etwas bedächtiger rangehen, anstatt gleich erstmal damit anzufangen, wie Scheiße der Film doch ist, zumal sich da jemand richtig Gedanken gemacht hat, wie er seine Emotionen in Worte fassen kann, als er da eine Kritik ins Forum gestellt hat. Das will der Verfasser bestimmt nicht gleich zu Beginn hören und fühlt sich angegriffen. Und das muss nicht sein. In diesem Forum sollte ein höflicher, respektvoller Umgang herrschen, der allerdings hier und da etwas Fingerspitzengefühl verlangt. Das ist nur fair und von niemandem zu viel verlangt. Auch nicht von mir.
Beim Film halte ich mich mal raus, den kenne ich noch nicht, aber was das Zitierte hier betrifft: selten so einen Quatsch gelesen, crizzo. Sorry. Man muss die begeisterten 10/10-Verteiler also mit Samthandschuhen anfassen, damit denen nicht die gute Laune verdorben wird? Das kann doch nicht dein Ernst sein, oder? Wenn jemand eine niedrige Note geben möchte und dazu auch noch gute Gründe hat (und Travis' und LDs Argumentation klingt mir mehr als einleuchtend), dann soll er das auch tun und nicht vor deiner Begeisterung kuschen. Zumal das hier
Das Beste im Genre. Ein Meilenstein in der Filmwelt. Ein Meisterwerk, von dessen Machart man komplett begeistert ist.
ja bei dir längst Standard ist. So viele Meisterwekre wie du schon gesehen hast, da muss ich 100 Jahre alt werden, um so viele zu finden. ;)
Ich weiß, du bist begeisterungsfähig, die Tendenz ging in diesem Thread aber wirklich dahin, dass du deine Meinung als relativ unumstößlich dargestellt hast. Und ich habe zu dem Film auch schon überzeugende Kritiken gelesen, die von 1/10 bis 3/10 gingen. Gibts alles und darf es alles geben, solange die Argumentation schlüssig ist. Das ist sie von der Gegenseite gewesen, also versteh ich nicht dein Problem.
crizzero
02.07.2008, 16:22
Ehrliche Meinung? Nö! Wenn ich eine 10 unter eine Kritik schreibe, ist das allein meine persönliche Ansicht und keinesfalls in Stein gemeißelt.
Natürlich nicht.
Es sollte doch ein Jeder hier im Diskussionsforum kundtun dürfen, warum er deine Meinung eventuell nicht teilt.
Selbstverständlich.
Man muss natürlich nicht gleich den Holzhammer auspacken - aber gerade das macht am Diskutieren doch am meisten Spaß!
Mir nicht. Es tut mir weh, wenn man mir bei 10/10 mit dem Holzhammer kommt. Sorry, finde sowas nicht in Ordnung. Man kann es auch anders kundtun, dass man den schlechter fand, ohne dem Kritiker die komplette Grundlage umzupflügen.
Es sagt doch niemand: "du bist doof, weil du diesem Film 10 Punkte gegeben hast, ich aber nur 3 Punkte gebe".
Nein, aber es kann sich anhören bzw. lässt sich so lesen. Und das meine ich mit Fingerspitzengefühl.
Zumal das hier ja bei dir längst Standard ist. So viele Meisterwekre wie du schon gesehen hast, da muss ich 100 Jahre alt werden, um so viele zu finden.
Aha. Danke für diesen Kommentar. Durch Leute wie dich fühlt man sich nämlich dazu verpflichtet, schlechtere Wertungen zu vergeben, obwohl für einen persönlich doch alles gestimmt hat. Das ist absoluter Blödsinn, Vince. Ich kann 20.000 Meisterwerke sehen und du nur 4 und trotzdem haben wir beide Recht. Weil es um Geschmäcker geht. Also dreh mir daraus keinen Strick. Auch wenn da ein Smiley stand, hatte ich gerade bei dir immer diesen viel zu strengen Eindruck, der mich beim Tippen dann noch manches Mal gehemmt hat, den besseren Punkt zu geben. Und das obwohl ich genug Mist gesehen habe.
Aber gut, wir sollten das hier beenden. Ich habe überreagiert. Ich bin der Doofe. Belassen wir's dabei, mit der Rolle konnte ich seit frühster play-Forums-Zeit prima umgehen. Das werde ich auch jetzt können.
Ich habe gerade ein Interview mit John Carpenter gelesen und finde sein Statement passt richtig gut in diesen Thread:
"Filme sind keine intellektuelle, sondern eine emotionale Kunstform.
Dem schließe ich mich an, da ich oft Filme liebe, bei denen ich weiß das sie unlogisch und blöd sind (wieviele dämliche aber geile Horroschocker habe ich nicht schon gesehen), die aber trotzdem Punkten, weil sie mich emotional mitgerissen haben.
Wenn beides in einem Film stimmt, umso besser.
Willy Wonka
03.07.2008, 00:52
"Filme sind keine intellektuelle, sondern eine emotionale Kunstform.
Ein sehr schönes Zitat. :hoch:
...immer diesen viel zu strengen Eindruck, der mich beim Tippen dann noch manches Mal gehemmt hat, den besseren Punkt zu geben.
Das musst du dirch gar nicht hemmen lassen. Und wenn du eben öfters mal Filme besser bewertest was soll's? Ich habe auch schon zahlreichen Filmen 10/10 gegeben, aber ich stehe dazu und kann jede Bewertung argumentieren.
Jeder Film wirkt bei jeder Person anders und dieses liegt nicht nur an den unterschiedlichen Charaktern, sondern auch vielen weiteren Aspekten wie z.B. Erwartungen an den Film und einfach die Umstände wie man z.B. einen Film sieht oder wie oft man ihn schon gesehen hat.
Ich glaube uns fehlt noch ein eigener Thread wie man Filme bewertet. ;)
Aha. Danke für diesen Kommentar. Durch Leute wie dich fühlt man sich nämlich dazu verpflichtet, schlechtere Wertungen zu vergeben, obwohl für einen persönlich doch alles gestimmt hat. Das ist absoluter Blödsinn, Vince. Ich kann 20.000 Meisterwerke sehen und du nur 4 und trotzdem haben wir beide Recht. Weil es um Geschmäcker geht. Also dreh mir daraus keinen Strick. Auch wenn da ein Smiley stand, hatte ich gerade bei dir immer diesen viel zu strengen Eindruck, der mich beim Tippen dann noch manches Mal gehemmt hat, den besseren Punkt zu geben. Und das obwohl ich genug Mist gesehen habe.
Der Smiley war wichtig, denn das "Jeden-zweiten-Film-zu-einem-Meisterwerk-erklären" gehört zu dir wie die Butter aufs Brot und das sollst du um Gottes Willen nicht abstellen. Würdest du das nicht mehr tun, wärst du nicht mehr der liebe crizzo. Was ich nicht mag ist nur, wenn man für seine Meinung Allgemeingültigkeit beansprucht. Das ist hier meiner Meinung nach geschehen und das muss ja nicht sein.
crizzero
03.07.2008, 15:23
Der Smiley war wichtig, denn das "Jeden-zweiten-Film-zu-einem-Meisterwerk-erklären" gehört zu dir wie die Butter aufs Brot und das sollst du um Gottes Willen nicht abstellen. Würdest du das nicht mehr tun, wärst du nicht mehr der liebe crizzo.
Jeder Zweite? Also bitte... :kaffee:
Was ich nicht mag ist nur, wenn man für seine Meinung Allgemeingültigkeit beansprucht. Das ist hier meiner Meinung nach geschehen und das muss ja nicht sein.
Es tut mir leid, wenn das so rüberkam, aber das ist nicht wahr. Ich beanspruche nie Allgemeingültigkeit für meine Meinung. Ich bringe sie wohl nur zu begeistert hervor. Mir ging es im Vergangenen um die Art und Weise, wie damit umgegangen wurde. Aber das hat sich jetzt erledigt. Vielleicht war dieser "Einstiegsstreit" gar nicht so schlecht, um mal ein paar Kanten an bestimmten Meinungsvorstellungen abzuhobeln. Das wird schon in Zukunft! Ich bin halt auch selten so gerührt (nicht geschüttelt) gewesen wie bei diesem Film, daher die vielen Emotionen und daher die 10/10. Aber wurscht jetzt, war alles heißer gekocht, alles es letztlich gegessen wurde. Und ich werde auch zukünftig Filme als "perfekt" und "Meisterwerke" bezeichnen, wenn sie meiner Meinung nach keinen Kritikpunkt offenbaren und etwas ganz Besonderes an sich haben. Keine Sorge. ;)
Jeder Zweite? Also bitte... :kaffee:
Das war natürlich eine Übertreibung zur Betonung deiner Begeisterungsfähigkeit. ;)
Es tut mir leid, wenn das so rüberkam, aber das ist nicht wahr. Ich beanspruche nie Allgemeingültigkeit für meine Meinung. Ich bringe sie wohl nur zu begeistert hervor. Mir ging es im Vergangenen um die Art und Weise, wie damit umgegangen wurde. Aber das hat sich jetzt erledigt. Vielleicht war dieser "Einstiegsstreit" gar nicht so schlecht, um mal ein paar Kanten an bestimmten Meinungsvorstellungen abzuhobeln. Das wird schon in Zukunft! Ich bin halt auch selten so gerührt (nicht geschüttelt) gewesen wie bei diesem Film, daher die vielen Emotionen und daher die 10/10. Aber wurscht jetzt, war alles heißer gekocht, alles es letztlich gegessen wurde. Und ich werde auch zukünftig Filme als "perfekt" und "Meisterwerke" bezeichnen, wenn sie meiner Meinung nach keinen Kritikpunkt offenbaren und etwas ganz Besonderes an sich haben. Keine Sorge. ;)
Ok, passt schon! Wir werden uns noch oft genug reiben, einfach weil ich viele deiner Meisterwerke einfach nur zum Schütteln finde (mit "Death Sentence" wird es mir sicher genauso sein, dank der bisherigen Kritiken weiß ich glaub ich ziemlich genau, was da auf mich zukommt), und ich denke viele meiner Meisterwerke findest du im Gegenzug zum Gähnen, aber so ist mir persönlich das am liebsten, da hat man wenigstens mal ein bisschen Reibung drinne. Ohne ist langweilig.
und ich denke viele meiner Meisterwerke findest du im Gegenzug zum Gähnen,
Auch da kann es, wie du ohnehin weißt, zu völlig verschiedenen Koalitionen kommen. Bei "Death Proof" habt ihr beide ziemlich eng mit euren Meinungen gelegen, während dax und ich den Gegenpol bildeten. Beim nächsten Todesfall "Death Sentence" lagen nun dax und crizzo in etwa auf einer Wellenlänge, während LD und ich den Gegenpol bildeten. Dich, Vince, rechne ich jetzt einfach mal dazu. Aber genau das ist ja das Schöne an einer Filmdiskussion, wenn eben unterschiedliche Sichtweisen verteten werden. Sonst ist es ja auch keine Diskussion, sondern ein gegenseitiges Abnicken. Auch in Ordnung, aber nicht sonderlich spannend.
aber so ist mir persönlich das am liebsten, da hat man wenigstens mal ein bisschen Reibung drinne.
Genau. Einziges Problem ist, wenn man gegenteilige Sichtweisen des anderen als persönlichen Angriff auffaßt. Aber auch dieses Problem werden wir in den Griff bekommen. Bin da optimistisch.
King-of-Leon
17.07.2008, 20:43
So, hab ihn jetzt auch gesehen. Und eine Wertung fällt mir schwer. Fängt stark an, fällt stark ab und endet dann wieder recht gelungen.
Die erste Stunde fand' ich zum Teil richtig gut, war doch recht emotional und zum Teil hervorragend gespielt. Als dann aber der richtige Rache-Akt beginnt, wirds einfach nur dämlich. Musste der Regisseur da noch so auf pseudo-cool getrimmte Action reinbringen? Der ganze Showdown ist total für die Katz, die Logik schrammt ab und zu an einer Katastrophe vorbei und da ist dann genau das eingetreten, was ich mir vorher vom Film erwartet hatte. Wenn der Film so geendet hätte, wäre er mir wohl nur 4 Punkte wert gewesen, trotz des starken Anfangs, allerdings kommt dann noch eine gute Schlusspointe, die den Film wieder hochzieht. So gibts von mir 6/10 Punkten für einen Film, der leider viel Potenzial verspielt.
Gebe mal eine Empfehlung aus, da "Death Sentence" auf jeden Fall viele Stärken hat, vor allem auch die Kameraführung und die schon genannten Schauspielerleistungen. Aber auf keinen Fall einen Überfilm erwarten. Für einen unterhaltenden Abend aber durchaus geeignet.
Willy Wonka
17.07.2008, 20:47
Musste der Regisseur da noch so auf pseudo-cool getrimmte Action reinbringen?
Genau das empfand ich als sehr gelungen, denn der Film hat für mich eine gute Balance gehalten zwischen Drama und Action-Rachefilm.
King-of-Leon
17.07.2008, 20:59
Genau das empfand ich als sehr gelungen, denn der Film hat für mich eine gute Balance gehalten zwischen Drama und Action-Rachefilm.
Na ja, die Rache an sich fand ich ja gar nicht so schlimm, nur wie das ganze eben verpackt wurde passt mir gar nicht. Wenn er sich so die Haare abrasiert und dann die coole Rockmusik zu spielen beginnt, da dachte ich mir nur "oh ne, jetzt fängts an". Dann noch ein paar coole Sprüche ("nichts weiter du Blödmann" :rolleyes:), mega-tolle Szenen (Schuss durch die Wand und ist ja auch klar, dass das gleich ein Treffer ist), Unverwundbarkeit des Hauptdarstellers, übertriebene Brutalität (Bein ab) und schon war der Film für mich zerstört.
Der Regisseur hätte lieber bei der anfangs eingeschlagenen Richtung bleiben sollen.
Ich habe gerade ein Interview mit John Carpenter gelesen und finde sein Statement passt richtig gut in diesen Thread:
"Filme sind keine intellektuelle, sondern eine emotionale Kunstform.
Dem schließe ich mich an, da ich oft Filme liebe, bei denen ich weiß das sie unlogisch und blöd sind (wieviele dämliche aber geile Horroschocker habe ich nicht schon gesehen), die aber trotzdem Punkten, weil sie mich emotional mitgerissen haben.
Wenn beides in einem Film stimmt, umso besser.
absolut treffend.
es gibt Filme die sind wirklich Schwachsinn (wie Death Sentence) überzeugen aber durch rohe Brutalität oder einem Comichaften Charakter (wie Death Sentence).
Anders gesagt,- ich bin froh das Steelbook zu haben und werde es auch weiterhin behalten oder öfters den Film sehen,---obwohl mir beim ersten Mal sehen Die Fremde in Dir besser gefallen hat von der Story. Aber Death Sentence ist halt mehr für den Feierabend zuständig, dem zurücklehnen und dem denken "mach die Schweine platt!"
deadlyfriend
07.10.2008, 01:23
Tja, jetzt ist der Zug zwar schon abgefahren aber ich habe einen später genommen und bin trotzdem jetzt hier angekommen. Heißt: Ich habe ihn heute endlich gesehen:D
Mir hat er sehr gut gefallen. Stark an die 80er angelehnt was ich ja schonmal nicht schlecht finde und spannend bis zum Ende. Die Charakterentwicklung war für mich in jedem Fall nachvollziehbar. Auch der Umgang mit Waffen ist schnell erlernt wie ich selbst beim Bund erfahren durfte. Es gab aber ein paar andere Sachen die mich störten: Die Schießerei auf dem Parkhausdeck blieb ein Deck darunter scheinbar ungehört, weil die Typen erst reagierten als das Auto abstürzte. In einem Film der sich ernst nimmt, mag ich sowas nicht haben. Schlimmer fand ich allerdings das er gar nicht auf die Idee kommt seine Familie woanders hinzuschicken, obwohl er jetzt genau wußte das sie ihn kennen und wohl schnell seinen Wohnort rausfinden werden. Ebenso hat mich die Polizistin genervt. Die ging irgendwie gar nicht. Die One-man Endshow war aber einfach nur fulminant. Er hat mich zwar bei weitem nicht so getroffen wie Crizzo aber das ist wohl bei jedem anders. Zum völligen Einschlag war er mir in seiner vorgehensweise zu konstruiert. Irgendwie hatte ich das Gefühl das mir der Regisseur die Emotionen befehlen will. Es fehlte ein wenig Entwicklungsfreiraum für einen selbst. Trotzdem ein guter Fim der auch wohl ins Regal wandern wird.
crizzero
08.10.2008, 11:38
Tja, jetzt ist der Zug zwar schon abgefahren aber ich habe einen später genommen und bin trotzdem jetzt hier angekommen.
In der Filmdiskussion sind Züge niemals abgefahren, das ist ja das Schöne! :hoch:
Mir hat er sehr gut gefallen.
Freut mich, dass er dir gefällt! Klar, auf mich hat der eben auch so derbe gewirkt, weil ich mich da total reinversetzen konnte. Warum auch immer. Vielleicht liegt's eben an Bacon, der mich meistens sofort in einer Handlung abtauchen lässt. Jedenfalls war das eine Tour de Force sondergleichen für mich. Eine Gefühlsachterbahn aus Hass und Trauer. Und wenn das ein Film bei mir so schafft, muss ich ihn einfach lieben. Finde es daher prima, dass du mit dem Streifen immerhin auch etwas anfangen konntest. ;)
deadlyfriend
08.10.2008, 12:58
Ich ging auch irgendwie vorher davon aus das der mir gefallen wird. Ich mag auch "Ein Mann sieht rot" total gerne", wobei ich den als den Höhepunkt im Genre sehe. Da gefiel mir die Charakterzeichnung noch um einiges mehr.
Ich konnte aber wirklich mehr als "nur mit dem Film etwas anfangen". Der hat mich schon gefesselt. Bei Filmen die ernsthaft dargestellt sind, bin ich nur wesentlich schneller kritisch. Da muß dann alles stimmen und nichts darf mich dann aus meiner Gefühlswelt raus reißen. Das ist ihm durch einige Szenen halt nicht gelungen. Zu oft hatte ich zwischendrin diese "das ist jetzt aber blöd" Gedanken, die mich dann nicht vergessen lassen das ich nur einen Film sehe.
Ich liebe "Man on Fire". Bei dem geht es mir wie dir bei Death Sentence. Der hat mich noch stundenlang danach beschäftigt und mein Hass war um ein vielfaches Größer. Da war wohl nichts dabei was mich persönlich aus der Materie rausgeholt hat. Ich denke aber mal das das kleine Nuancen sind, die bei jedem anders in der Bedeutsamkeit eine Rolle spielen.
Willy Wonka
08.10.2008, 13:37
Ich liebe "Man on Fire". Bei dem geht es mir wie dir bei Death Sentence. Der hat mich noch stundenlang danach beschäftigt...
Original oder Remake?
Denn der Film von Tony Scott hat mich überhaupt nicht so mitgenommen wie Death Sentence. Mann unter Feuer bot hauptsächlich Action und hinzu kamen dann die dramatischen Elemente, aber diese wurden eigentlich nicht weiter forciert. Klar war das schon ein dramatischer Plot, aber die Inszenierung wirkte doch vielmehr wie ein guter Actioner.
deadlyfriend
08.10.2008, 13:43
Nei, ich meine ausnahmsweise mal das Remake. Ich kenne das Original aber auch nicht!
Death Sentence 9/10
Kevin Bacon war überzeugend, der Film unterhalsam. Ziel erreicht!:bart:
Habe mir ersparrt, die 7 Seiten zu lesen, will nämlich ohne beinflussende Infos meine Kritik schreiben.
kann deshalb sein, dass vielleicht irgendwas doppelt vorkommt - sorry !
Kevin Bacon ist einer meiner Lieblingsdarsteller, deshalb musste der Film in meine Sammlung.
Allerdings wurde ich doch ein bischen enttäuscht.
Story wäre gut, aber nicht gut umgesetzt.
Fangt schon beim Beginn an, beim Mord an seinen Sohn, Mit einem Messer ??
Sorry, aber das ist doch Irre, wenn man grad den Schaltermenschen abgeknallt hat.
Die Entwicklung von Nick ist dann gut, ausser dass er sofort den Mörder auflauert. Denke mal, wenn sowas in echt passieren wird, wird man und der "Killer" sicher überwacht, und niemand hat etwas gesehen, ausser natürlich die schwester im dunkeln !
und klar deshalb trägt er ja den anzug wieterhin, nicht was dunkleres, was nicht so auffällt.
Und seine Kurzeinführung in Waffentechnik ist Matrix-Verdächtig !
Kaum Bedinungsanleitung gelesen, da haut ihn auch kein Rückstoss die Schulter zusammen, vor allem weil er eh so fit ist.
So das wären die Kritiken von mir.
Genial ist das doppelte offene Ende, Killt er Billy, bzw. stirbt er ?
Keiner weiss es, es regt zum Nachdenken an, ebenso wie die Story, was würde man in seiner Situation machen ?
Auch der Strudel der Gewalt, je mehr er sich wehrt, desto mehr verliert er, ist super.
Dennoch kann ich weger der o.a. Kritiken nicht mehr als 7/10 geben - Sorry
Stupider, traditioneller Rächerfilm mit grausamer Charakterzeichnung, folglich auch grausigen Dialogen und schrecklich pathetischer Mucke von Charlie Clouser, bei der man sich ja fast schon schämt, die Nine Inch Nails zu hören. Unterhaltsam mag er ja aufgrund der effektehaschenden Regie (Kamerafahrt an der Außenwand des Parkhauses, dann ins Parkhaus rein, Bacon folgend, wie er ins Auto einsteigt und losfährt... coooool) sein, aber sonst ist er nichts. Schon gar nicht polarisierend, wie es die TV Spielfilm mit ihrem Verriss andeutet. Ich versteh gar nicht, wieso der solche Wellen geschlagen hat.
4/10 de moi...
crizzero
12.01.2009, 18:17
Ich versteh gar nicht, wieso der solche Wellen geschlagen hat.
Weil er eben einfach nur dramatisch, spannend und schauspielerisch bärenstark ist. Ich verstehe halt nicht, wie man den Film nicht als mindestens überdurchschnittlich ansehen kann...
Da haben wir also beide unsere Verständnislücke. ;)
Naja, das mit dem Wellen schlagen war allerdings auch sowohl im positiven Sinne als auch im negativen Sinne gemeint... die TV Spielfilm schrieb ja:
Death Sentence: Selbstjustizthriller. Man sieht die Neonazis schon im Kino jubeln. Spätestens wenn sich Kevin Bacon den Schädel rasiert, um eine Horde Latinos abzuballern, ist der Film politisch nicht mehr fragwürdig, sondern indiskutabel. Zumal Regisseur James Wan Kevin Bacon als Sympathieträger aufbaut, dessen Leben durch den Mord an seinem Sohn zerstört wird. So wird der Zuschauer manipuliert, den Rachefeldzug zu bejubeln. Und da wundern sich die Amis noch über Schul-Amokläufe.
Und das ist imo genauso überzogen wie ihn als Meisterwerk zu titulieren. Denn die Schädelrasur hat, so sieht man im Finale, eine Aussage, die gar nix mit dem Quatsch zu tun hat, den die TV Spielfilm da verzapft.
Ich meine einfach nur, das ist ein nettes, kleines, etwas schlampiges Selbstjustizfilmchen, wie man es in den 80ern als Dutzendware sehen konnte, und das dem ein oder anderen aufgrund seiner Inszenierung halt zusagen mag. Besonderes seh ich da aber nix dran.
crizzero
12.01.2009, 18:41
Denn die Schädelrasur hat, so sieht man im Finale, eine Aussage, die gar nix mit dem Quatsch zu tun hat, den die TV Spielfilm da verzapft.
Natürlich nicht. Als ob die TV Spielfilm eine ernstzunehmende Quelle für Filmkritiken wäre... :rolleyes:
Ich meine einfach nur, das ist ein nettes, kleines, etwas schlampiges Selbstjustizfilmchen, wie man es in den 80ern als Dutzendware sehen konnte, und das dem ein oder anderen aufgrund seiner Inszenierung halt zusagen mag. Besonderes seh ich da aber nix dran.
Naja, ich kenne jedenfalls keinen Rachefilm, bei dem man so extrem mitleiden kann. Und ein Schauspielgott wie Kevin Bacon hat eben auch nicht jeden 80er-Jahre-Selbstjustizfilm gedreht und macht hier schon einen Riesenunterschied aus.
Als ob die TV Spielfilm eine ernstzunehmende Quelle für Filmkritiken wäre...
Nee natürlich nicht, aber Fakt ist, dass der Film Wellen aufgeschlagen hat... und mir will nicht in den Kopf, weshalb.
Naja, ich kenne jedenfalls keinen Rachefilm, bei dem man so extrem mitleiden kann. Und ein Schauspielgott wie Kevin Bacon hat eben auch nicht jeden 80er-Jahre-Selbstjustizfilm gedreht und macht hier schon einen Riesenunterschied aus.
Also mir fallen da einige ein. Wie wärs mit der "Vengeance"-Trilogie oder "Straw Dogs"... wenn du auf der Suche nach Meisterwerken bist, wirste da wohl eher fündig. Und Bacon war okay, ist aber auch nicht unersetzlich...
crizzero
12.01.2009, 20:50
Wie wärs mit der "Vengeance"-Trilogie oder "Straw Dogs"...
"Oldboy" ist spitze und "Lady Vengeance" habe ich hier noch ungesehen rumliegen.
wenn du auf der Suche nach Meisterwerken bist, wirste da wohl eher fündig.
Das überlass' mal mir, was ich als Meisterwerk bezeichne und was nicht. Ich muss die nicht suchen. Ein Film, der mir hundertprozentig gefällt, bekommt dieses Prädikat von mir und fertig. Ob dir das in dein Filmfachwissen passt oder nicht, ist dabei ziemlich wurscht. :uff:
"Oldboy" ist spitze und "Lady Vengeance" habe ich hier noch ungesehen rumliegen.
Ich persönlich mag ja vor allem "Mr. Vengeance", der ist aber sehr gewöhnungsbedürftig.
Das überlass' mal mir, was ich als Meisterwerk bezeichne und was nicht. Ich muss die nicht suchen. Ein Film, der mir hundertprozentig gefällt, bekommt dieses Prädikat von mir und fertig. Ob dir das in dein Filmfachwissen passt oder nicht, ist dabei ziemlich wurscht. :uff:
Passt schon. ;)
bei dem Film kann ich mich noch an die Diskussion erinnern mitm Dax :)
für mich ist der Film weiterhin nur bedingt tauglich. Hirn abschalten schaffe ich nicht, denn das Drehbuch regt mich auf. Aber der blutige Showdown ist recht Nett,- der Rest einfach nur Schrott
Obwohl ich Selbstjustiz-Filme in 90% aller Fälle hasse, habe ich jetzt doch mal ein Auge riskiert. Und ich muss zugeben, dass "Death Sentence" anschaubar ist, obwohl sich ein Klischee an das nächste reiht. Und das liegt einzig und allein an Kevin Bacon, der den langsam durchknallenden Daddy trotz aller Rachegelüste irgendwie sympathisch rüberkommen lässt. Er kommt zwar nicht an Michael Douglas' Meisterleistung in "Falling Down" heran, vermittelt aber recht gut, wie sinnlos seine Taten im Endeffekt sind. Sollte es irgendwann mal eine neue, vorlagengetreuere Filmumsetzung des Spiels "Max Payne" geben, muss Kevin Bacon die Hauptrolle bekommen.
Leider werden die guten schauspielerischen Leistungen des Herrn Bacon durch zuviel Pathos, Schwarzweißmalerei und Kitsch getrübt. Die Rambo-Nummer am Ende ist schlichtweg überflüssig, aber ein bleihaltiger Showdown musste wohl sein. Ich hätte den Film bereits enden lassen, als die Familie erschossen auf dem Fußboden lag. Aber solch ein Ende hätte wohl viele Zuschauer verärgert - die Bösen dürfen schließlich nicht gewinnen. Zumindest hat mich die letzte Einstellung (Bacon auf dem Sofa) wieder etwas versöhnlich gestimmt.
6/10 Punkte
crizzero
25.07.2010, 16:08
Dass er sich die Waffen holt und all die Schweine killen will, die seine Familie auf dem Gewissen haben, ist doch eigentlich nachvollziehbar. Er hat doch eh nichts mehr zu verlieren. Ich finde, dass der Film zu jeder Zeit eine traurige, hoffnungslose Grundstimmung hat. Auch wenn er mit den Waffen auf die Gangster losgeht. Man weiß von Anfang an, dass es keinen "Sieger" geben wird.
Dass er sich die Waffen holt und all die Schweine killen will, die seine Familie auf dem Gewissen haben, ist doch eigentlich nachvollziehbar. Er hat doch eh nichts mehr zu verlieren.
Naja, sein zweiter Sohn ist ja noch am Leben, wenn auch im Koma. Wer soll sich um den kümmern, wenn die Gangsterbande auch noch Daddy wegballert? Und in einem realistischen Szenario hätten sie das hunderprozentig geschafft, da sie ja sozusagen die "Profis" in diesem Metier sind, während Hume nur ein Schreibtischtäter ist. Durch solche Unstimmigkeiten kann ich den Film nicht besonders ernst nehmen. Ist halt doch in erster Linie nur ein Actionfilm, wenn auch mit angedeuteter Message. Ich wundere mich nur, dass ausgerechnet "Death Sentence" so polarisiert. Da finde ich Schrott wie "The Punisher" trotz des Comic-Hintergrundes tausendmal schlimmer.
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