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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Fear And Loathing In Las Vegas


Despair
27.06.2008, 14:25
Gesamtübersicht aller Kritiken zu Fear And Loathing In Las Vegas:

#02 27.06.08 Despair (http://www.filmvisionaere.com/showpost.php?p=3444&postcount=2)

Despair
27.06.2008, 14:26
Fear And Loathing In Las Vegas (http://www.ofdb.de/film/2423,Fear-and-Loathing-in-Las-Vegas)

Johnny Depp und Benicio del Toro haben über die Stränge geschlagen. Warum sonst sollten sie in diesem äußerst schrägen, aber extrem unterhaltsamen Film von Ex-Monty Python Terry Gilliam mitgewirkt haben? Egal, ich wette, sie hatten Spaß. Genauso wie Tobey Maguire, Cameron Diaz oder Christina Ricci. Aber genug des Namedroppings...

Reporter Raoul Duke und Dr. Gonzo (sein Anwalt) sind unterwegs nach Las Vegas. Im Gepäck: sämtliche Drogen, die man sich vorstellen kann. Grund: ein Autorennen, über das Duke berichten soll. Aber wen interessiert das? Genau, niemanden. Las Vegas hat auch ohne Wüstenrennen genug zu bieten – besonders, wenn im Kofferrraum reichlich Ablenkung liegt.

„Fear And Loathing...“ ist ein bildgewaltiger Drogentrip, der seinesgleichen sucht. Bunt, skurril, abgedreht und einfach saukomisch. Insbesondere die beiden Hauptdarsteller liefern eine Galavorstellung ab. Johnny Depp mit Halbglatze und nervösen Zuckungen, Benicio del Toro mit Bierplautze und extremen Stimmungsschwankungen – herrlich. Wer ein politisch korrektes Drogendrama erwartet, ist auf dem völlig falschen Dampfer. Hier geht es um die die Vorzüge des exzessiven Drogenkonsums. Naja, zumindest teilweise...

Fazit: Vorsicht! „Fear And Loathing...“ ist wie eine Droge: einmal angesehen, schon ist man süchtig. Es soll allerdings Leute geben, die immun sind und nach der Einfuhr dieses Streifens mit einem dicken Fragezeichen über dem Kopf zurückbleiben. Seltsame Leute müssen das sein. Ich gehöre definitiv zur Kategorie der Süchtlinge, gebe 10/10 Punkte und muss mir den Film immer und immer wieder anschauen. Und jetzt entschuldigt mich, ich muss diese lästigen Fledermäuse vertreiben...

crizzero
28.06.2008, 02:50
Eine Wertung, die unser Gonzo blind unterschreiben wird... :D

Carcass77
28.06.2008, 10:17
Nicht nur er... ;) Fantastischer Film, bei dem ich auch zur Höchstnote greifen würde...

Russel Faraday
30.06.2008, 12:20
oja, ein klasse film. aber fast schon als "sag JA zu drogen" zu deuten. :D

Willy Wonka
30.06.2008, 13:32
Es soll ja noch Leute geben, die sich diesen Film erst einmal angesehen haben. :o

Von mir bekommt er noch 9/10, aber nächstes Mal wird er auf Englisch angesehen und ich glaube da werde ich dann die 10 zücken.

Tarantino1980
07.11.2008, 03:03
Eine super Kritik Despair. Passender kann man den Film nicht beschreiben! Eins vorweg bei mir hat er auch ne klare 10/10. Es ist einer der Filme den ich 1x pro Jahr mir ansehe, was finde ich in unseren Sammlerkreisen schon viel ist wenn man bedenkt was es immer für Neuerscheinungen und "Must see Title" gibt. Also von daher kann er so schlecht ja nicht sein.

Er wird finde ich teilweise von den Kritikern und Medien nur falsch gedeutet. Ich finde er ist das abschreckenste Beispiel dafür, das man die Finger von Drogen lassen sollte, da sowohl Depp als auch del Toro an sehr vielen Stellen des Filmes dem Zuschauer auch die Schattenseiten von richtigem Drogenkonsumes aufzählen.

Aber aus meiner Sicht soll dieser Film auch gar kein Drogendrama oder ein pro/contra Drogen Film sein, er soll einfach nur unterhalten und das macht er von der ersten Minute des Films an! Ich kann immer wieder über den Film lachen und gerade die Szene mit dem Cabrio wie sie so schön, jenseits von aller Realität fahren und dann einen nichtsahnenen Anhalter mitnehmen, einfach herrlich. Und natürlich ein All-Time-Favorit wie verwüstet das Hotelzimmer im Film doch nach der "Party" aussiehst. Spätestens wenn man mal in so einem Zimmer aufwachen würde und nicht wüsste wie das Chaos entstanden ist sollte man sich ernsthaft fragen ob man nicht doch ein "kleines" Drogenproblem hat ;). Für mich ist dieser Film saukomisch und sollte in jeder guten Filmsammlung stehen.

stanleydobson
07.11.2008, 09:49
also ich konnte GAR NIX mit dem film anfangen damals 2/10 :D wegen ein paar schmunzlern

Evil_Gonzo
08.11.2008, 19:10
Der Film beruht auf wahren Begebenheiten, der Schriftsteller Hunter S. Thompson hat zusammen mit seinen Anwalt Oscar Zeta Acosta im Jahre 1971 in etwa das erlebt was man im Film zu sehen bekommt.
Wie es damals genau ablief kann keiner genau sagen, da sich Thompson der mittlerweile verstorben ist (hat sich mit ner Schrotflinte erschossen) kaum noch an seine Vergangenheit erinnern konnte und Acosta wahrscheinlich schon in den 70er Jahren gestorben ist. Seine Leiche wurde aber nie gefunden.

Auf jeden Fall hatte Thompson mit Hilfe einen Rekorders damals im Jahr 1971 viele Momente aufnhemen können die die beiden zusammen erlebt haben. Durch diese teils undefinierbaren Aufnahmen aus dem Rekorder und einigen Erzählungen von Thompson sowie der Buchvorlage entstand der Film, der 1998 in die deutschen Kinos kam und bis dahin als unverfilmbar galt..

Das es sich um eine wahre Geschichte handelt, das die Schauspieler sehr gut auserwählt und teilweise sehr bekannt sind und der Soundtrack der beste ist den ich kenne, sind nur ein paar wesentliche Gründe dafür, das ich den Film mehr liebe als jeden anderen Film auf dieser Welt.

Neben den beiden Hauptdarstellern Johnny Depp und Benicio del Toro, die Thompson und Acosta übriegens recht ähnlich sehen, sind die Nebenrollen mit Cameron Diaz, Christina Ricci, Tobey Maguire (besser bekannt als Peter Parker aus Spiderman) :bart:, Flea (Bassist der RedHot Chili Peppers und einen Kurzauftritt von Hunter S. Thompson persönlich prominent und brilliant besetzt.

Worum geht es in diesem Film:
Es geht um 2 geile Freaks die gerne Drogen nehmen. Sie sind durchgeknallt, intelligent und haben 2 gute Berufe (Journalist und Anwalt)
Hunter S. Thompson, der von Johnny Depp gespielt wird, bekommt einen Auftrag um über das Mint 400 in Las Vegas zu berrichten. Das Mint 400 ist ein Motorradrennen. Also schnappt er sich seinen Anwalt, Dr.Gonzo und jede mehr oder weniger bekannte Droge, um nach Vegas zu fahren.
Die beiden wollen ihr Leben leben, sie geniessen ihre Trips da die Realität schmerzt. Der Vietnamkrieg tobte, ihre Mitmenschen nehmen die beiden nicht für voll.
Es gibt in diesem Film so viele Details, "versteckte" und intelligente Witze und Szenen, das man das alles erst nach mehrmaligen Betrachten des Films entdecken kann. Und ich denke genau das machen Kultfilme auch aus.
Man muss diesen Film einfach öfter sehen um ihn zu verstehen, um ihn zu lieben.
Als ich den Film zum aller ersten Mal sah, fand ich ihn recht langweilig und öde. Glücklicherweise habe ich ihm noch eine Chance gegeben und direkt beim zweiten Mal hat mich das Fear and Loathing Fieber gepackt.
Wie oft ich den Film mittlerweile gesehen habe kann ich in etwa nur schätzen, es dürfte aber locker über 130 mal sein.
Denn als ich im Oktober 2001 die DVD erworben habe, es war damals meine aller erste DVD, habe ich den Film teilweise 3 bis 5 mal in der Woche gesehen. Mittlerweile läuft der bei mir noch 1 bis 2 mal im Jahr.

Jeder einzelne Satz, jede Szene aus diesem Film ist Gold wert. Wie sich alles wiederholt, das hat der Regisseur ebenfalls klasse hinbekommen. Es gibt 2 verschiedene Autos während der Zeit in Vegas, 2 Hotelzimmer, 2 mal flüchtet Dr.Gonzo, 2 verschiedene junge Menschen mit denen sie "Probleme" hatten (Maguire und Ricci), 2 verschiedene Zwerge und so weiter.....

Für mich ist und bleibt er ein Meisterwerk und mein Lieblingsfilm.
10/10 Punkte