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Kratos666
28.03.2010, 08:34
Gesamtübersicht aller Kritiken zu MR 73:

#02 28.03.10 Kratos666 (http://www.filmvisionaere.org/showpost.php?p=160195&postcount=2)
#11 11.06.10 deadlyfriend (http://www.filmvisionaere.com/showpost.php?p=182063&postcount=11)

Kratos666
28.03.2010, 08:34
MR 73 (http://www.ofdb.de/film/151809,MR-73)

MR73 erzählt die Geschichte von Louis Schneider (Daniel Auteuil), dieser ist ein geistiges und körperliches Wrack.
Seine kleine Tochter starb bei einem Autounfall und seine Frau ist seit dem pflegebedürftig und nicht mehr ansprechbar.
Immer wieder holen ihn diese Bilder ein.
Seinen Schmerz versucht er mit Unmengen Alkohol zu betäuben.
Selbst zum Dienst bei der Polizei erscheint er nicht mehr nüchtern, was ihm unter anderem eine Strafversetzung in den Innendienst einhandelt.
Nichts desto trotz ist er ein hervorragender Polizist, egal ob Betrunken oder nüchtern.
Daher bleibt er auch einem Serienmörder auf den Fersen, der auf bestialische Art alleinstehende Frauen tötet.
Sein Nachfolger, der korrupte Beamte Kovalski(Francis Renaud) kommt in dem Fall nicht weiter.
Schneider findet aber eine Spur, die zum Täter führt.
Allerdings sagt er das nicht Kovalski sondern seinem früheren Kollegen Mateo(Gerald LaRoche).

Zur gleichen Zeit wurde der Doppelmörder Charles Subra(Phillipe Nahon) nach 25 jähriger Haftstrafe, wegen guter Führung und der scheinbaren Findung zu Gott, aus dem Gefängnis entlassen.
Dieser hatte Justin´s (Olivia Bonamy) Eltern grausam abgeschlachtet.
Als sie erfährt das diese Bestie frei kommt, wendet sie sich in ihrer Verzweiflung an Schneider, er war es, der ihn damals überführen konnte.
Was Justine aber nicht wusste ist, dass Schneider im Grunde selbst Hilfe braucht.
Nichts desto trotz nimmt er sich ihrem Problem auch noch an.

Was mich wahnsinnig beeindruckt hat ist, dass Olivier Marchals es verstanden hat, eigentlich 3 "Geschichten" in einen Film zu packen und zwar so, dass sie wirklich zu 100% zusammen passt.
Diese 3 Geschichten basieren allerdings auch auf einer wahren Begebenheit, vielleicht wirkt der ganze Film auch gerade deshalb so intensiv.
Sehr bemerkenswert ist auch, dass man im Grunde nicht erkennt, was nun eigentlich die Hauptgeschichte ist.
Die Suche nach dem Serienkiller, die Geschichte von Justine und ihren abgeschlachteten Eltern oder doch der Absturz eines top Polizisten?
Besonders herausheben muss ich hier auch noch mal die schauspielerische Leistung von Daniel Auteuil.
Ich empfand es als absolut faszinierend, wie er diese Rolle gelebt hat.

Abschließend vergebe ich noch eine Wertung von (9/10) und empfehle jedem Krimi und Thriller Fan, diesen Film anzuschauen.:hoch:

Die wilde 13
28.03.2010, 10:58
Klingt sehr interessant und ich habe den Film sofort auf meine Leihliste gepackt.
Ansonsten eine schöne Kritik,wobei die Inhaltsangabe mir zu ausführlich geraten ist:)

Kratos666
28.03.2010, 11:55
Danke für die netten Worte und den Hinweis.
Werds mir fürs nächste Mal merken.:)

kelte
28.03.2010, 13:20
Danke für die netten Worte und den Hinweis.
Werds mir fürs nächste Mal merken.:)
seh ich anders. ich wusste bis Dato nichts über den Film und solange in einer Kritik nicht gespoilert wird stört mich die Inhaltsangabe eher weniger wenn sie zur Kritik passt. Auf den Film bin ich nun Neugierig, ich mags wen mehrere Plots gewebt werden die zu einem Ganzen werden. :) ne gute Kritik Kriegsgott

Kratos666
28.03.2010, 16:59
seh ich anders. ich wusste bis Dato nichts über den Film und solange in einer Kritik nicht gespoilert wird stört mich die Inhaltsangabe eher weniger wenn sie zur Kritik passt. Auf den Film bin ich nun Neugierig, ich mags wen mehrere Plots gewebt werden die zu einem Ganzen werden. :) ne gute Kritik Kriegsgott
Dir auch nen herzlichen Dank.
Da hast Du natürlich Recht, allen kann man es eh nicht Recht machen, man sollte halt so schreiben wie man es selber für Richtig hält.:)

Was allerdings seltsam ist ist die Inhaltsangabe auf dem Film.
Denn da ließt man, dass seine Frau bei dem Autounfall ums Leben kam, aber das stimmt nicht.
Sie ist zu einem Pflegefall geworden.
Irgendwie muss es da einen Übersetzungsfehler gegeben haben, der hat mich am Anfang nämlich ganz schön verwirrt.

Die wilde 13
28.03.2010, 20:03
seh ich anders. ich wusste bis Dato nichts über den Film und solange in einer Kritik nicht gespoilert wird stört mich die Inhaltsangabe eher weniger wenn sie zur Kritik passt.
Gestört hat mich die Inhaltsangabe doch nicht,sie war mir persönlich nur etwas zu lang :)
Auf den Film bin ich nun Neugierig, ich mags wen mehrere Plots gewebt werden die zu einem Ganzen werden. :) ne gute Kritik Kriegsgott
Geht mir genauso,daher ist MR73 ja auch auf meiner Leihliste gelandet


Da hast Du natürlich Recht, allen kann man es eh nicht Recht machen, man sollte halt so schreiben wie man es selber für Richtig hält.:)
Völlig richtig.Das du den Kern einer Kritik voll getroffen hast,merkst du ja daran,das du zwei völlig Ahnungslose neugierig auf den Film gemacht hast.Was will man mehr ? :hoch:

JaredKimberlain
28.03.2010, 23:18
Den Film habe ich auch hier liegen, wurde mir wärmstens empfohlen. Deine Kritik tut das ihrige, werde mich hier bald zu Wort melden. ;)

Gruß,
J.K.

Kratos666
29.03.2010, 17:43
Völlig richtig.Das du den Kern einer Kritik voll getroffen hast,merkst du ja daran,das du zwei völlig Ahnungslose neugierig auf den Film gemacht hast.Was will man mehr ? :hoch:Hehe, da hast Du natürlich Recht.:)

Den Film habe ich auch hier liegen, wurde mir wärmstens empfohlen. Deine Kritik tut das ihrige, werde mich hier bald zu Wort melden. ;)

O ja, dass würde mich freuen.
Da bin ich mal gespannt, wie Du darüber denkst.

Die wilde 13
19.04.2010, 19:34
...wobei die Inhaltsangabe mir zu ausführlich geraten ist:)
Ich nehme alles zurück :D

MR73 ist so intensiv und faszinierend gut,das auch mir es schwerfällt,den irgendwie zu beschreiben.Von einer (kurzen) Inhaltsangabe mal ganz abgesehen.:o

Eine formidable Leistung von Daniel Auteuil dem man das seelische und körperliche Wrack jederzeit abnimmt,doch sein kriminalistischer Instinkt ist hellwach auch wenn seine Alleingänge zumeist im Chaos enden.Da leidet man echt mit.
Das Ende fand ich sehr gelungen in dieser Kombination von Leben und Tod bzw. Rache und Sühne.
Interessant fand ich,das die blutigste Szene im Film - und es gibt ja einige davon - nichts mit Mord -und Totschlag zu hatte und trotzdem bin ich kurz zusammengezuckt.Da merkt man erst,wie abgestumpft man gegenüber Gewalt und Brutalität im Film geworden ist.Geht das nur mir so ?? :denk:
Insgesamt ist MR73 - kaum zu Glauben,aber der Titel macht wirklich Sinn - ein sehr empfehlenswerter Thriller mit einem tollen Hauptdarsteller. Ansehen !!

9/10

deadlyfriend
11.07.2010, 17:26
MR 73 (http://www.ofdb.de/film/151809,MR-73)


"Gott ist ein Drecksack. Irgendwann bringe ich ihn um."

Ein Serienkiller geht um. Dieser vergewaltigt und tötet auf bestialische Weise alleinstehende Frauen. Kommissar Schneider ermittelt, meist auf eigene Faust, da er für den normalen Dienst völlig unbrauchbar erscheint. Vom Schicksal gebeutelt ist er zum Säufer geworden und ohne anständige Promillezahlen kaum noch anzutreffen. Wer jetzt an einen coolen Bruce Willis denkt, liegt völlig falsch, da Schneider wirklich das Sinnbild von Hoffnungslosigkeit ist. Diese Rolle ist von Daniel Auteuil unglaublich perfekt dargeboten und erinnert keineswegs an einen Sprüche klopfenden Antihelden, sondern eher an den definitiven menschlichen Abgrund.

In einem zweiten Handlungsstrang geht es um die mögliche Entlassung eines Kriminellen, der in seiner 38-jährigen Haft zu Gott gefunden hat. Er saß unter anderem wegen Mordes an einem Ehepaar. Die Tochter des Paares hat die Greueltat mit ansehen müssen und kann es nicht fassen das dieser Mensch wieder auf freien Fuß kommen soll.

Beide Storys haben natürlich eine Verbindung, die aber jetzt nicht in einem Aha-Effekt mündet und darauf auch absolut nicht aus ist. Hier geht es eher um andere Themen als um Storytwists. Die religiöse Seite nimmt einen großen Teil ein, ohne das es danach aussieht. Geschwafel in dieser Richtung gibt es zwar nicht, aber die Themen Hoffnung, Tod, Geburt, Vergebung, Schuld und Moral werden an allen Ecken und Enden verarbeitet. Der Eingangs erwähnte Satz, ein mit Blutspritzern übersätes Kruzifix sowie einige heftige Einzeiler (Hast du etwa mit Gottes Pimmel vergewaltigt und gemordet?) werden Kirchenfreunden die Zornesröte ins Gesicht treiben.

Hinzu kommt unglaubliche Düsternis ohne einen Anflug von Hoffnungsschimmern. Lustig ist hier nichts, eher depressiv. Man sollte auch keinen Thriller erwarten bei dem die Mörderhatz im Vordergrund steht. Auch keine Actionorgie oder nervenzerfetzende Spannung. Hier steht der Verfall im Vordergrund. Dies ist wirklich "noir".
Hauptsächlich ruhige, aber zum Teil recht drastische Bilder die mit wunderschöner melancholischer Musik untermalt sind, werden hier abgeliefert und untermauern die, schon durch die Story, bedrückende Atmosphäre.
Absolute Empfehlung für alle Freunde des düsteren europäischen Kinos.

deadlyfriend
11.07.2010, 17:38
Passte nicht ganz in die Rezi, deshalb als Bonus;):

Danke Kratos, das war ein sehr sehr guter Tipp von Dir.:hoch: Zum Glück hast du eine KK geschrieben, sonst wäre der wahrscheinlich an mir vorbei gegangen. Da es in der ofdb nur 3 Rezis gab, habe ich auch noch schnell eine geschrieben. Der Film ist zu gut als das er nicht beachtet wird.

Eclipsed
11.07.2010, 17:42
Dies ist wirklich "noir".

Absolute Empfehlung für alle Freunde des düsteren europäischen Kinos.

Das hast du doch extra geschrieben, damit ich demnächst im Knast lande, weil mein Banküberfall gescheitert ist! :heul: ;)

deadlyfriend
11.07.2010, 17:45
Das hast du doch extra geschrieben, damit ich demnächst im Knast lande, weil mein Banküberfall gescheitert ist! :heul: ;)


Für dich "noir" und für Kelte und Tarantino den Rest:D An euch drei habe ich während dem Film auch gedacht;)

Eclipsed
11.07.2010, 17:47
Für dich "noir" und für Kelte und Tarantino den Rest:D An euch drei habe ich während dem Film auch gedacht;)

Im Umkehrschluss heißt das: "Für den Eclipsed brauchste einfach nur irgendwo in 'ner Rezi das Wort noir einzubauen...mehr braucht es nicht um den hinter'm Ofen hervorzulocken!"
Blöderweise stimmt das auch noch ansatzweise... :D

deadlyfriend
11.07.2010, 17:56
So ganz einfach mache ich es mir dann doch nicht. Er hat wirklich einige "noir" Elemente an Bord. Viel Regen;) und einen wirklichen Antihelden. Auch die Locations sind wirklich passend in der Richtung und eine "femme fatale" gibt es auch. Man sollte ihn aber absolut nicht unter dem Aspekt "noir" ansehen. Da geht man dann nur falsch ran. Konsequenz ist ein Wort was eher für den Film steht. Erschreckend konsequent.

Eclipsed
11.07.2010, 18:02
Man sollte ihn aber absolut nicht unter dem Aspekt "noir" ansehen. Da geht man dann nur falsch ran.

Hätte ich nicht gemacht! :)
Wirklich noir ist für mich auch nur die Schwarze Serie und einige sehr zitierende Spätwerke (Der Tod Kennt Keine Wiederkehr, Chinatown, Brick)...der Rest ist nur "noirig" und das ist eben kein Plot- oder Stilelement, sondern ein Gefühl...und ich denke, dass er in diese Richtung gehen wird...ähnlich wie die Red Riding Trilogy!

deadlyfriend
11.07.2010, 18:07
Da sind wir uns doch schon wieder einig. "Film noir" betrifft für mich ebenfalls nur die schwarze Serie plus Ausnahmen. Davon ist MR 73 dann doch schon wieder ein Stückchen entfernt, aber es schadet nichts wenn man diese Grundeigenschaften gerne mag.

Kratos666
11.07.2010, 19:59
Passte nicht ganz in die Rezi, deshalb als Bonus;):

Danke Kratos, das war ein sehr sehr guter Tipp von Dir.:hoch: Zum Glück hast du eine KK geschrieben, sonst wäre der wahrscheinlich an mir vorbei gegangen. Gern geschehen.:)

Schön das er Euch gefallen hat.

Russel Faraday
13.07.2010, 15:27
Da sind wir uns doch schon wieder einig. "Film noir" betrifft für mich ebenfalls nur die schwarze Serie plus Ausnahmen. Davon ist MR 73 dann doch schon wieder ein Stückchen entfernt, aber es schadet nichts wenn man diese Grundeigenschaften gerne mag.

so isses. würde "MR73" als eine art französischen "bad lieutenant" bezeichnen, da auch Schneider von anfang an konsequent in seinen untergang rennt.

sehr gelungen, super gespielt, hier und da vielleicht etwas zäh, aber niemals langweilig. solche filme könnte es öfter geben (und gibt es sicher auch, aber man wird nur selten auf sie aufmerksam, wenn man sie nicht gerade z.b. in foren wie diesen empfohlen bekommt)

2moulins
20.01.2011, 18:11
Wow - Ein sehr starker Film! :hoch::hoch:
Hat mich echt auf allen Ebenen überzeugt. Interessante Geschichte(n), tolle Darsteller-Leistungen, allen voran Daniel Auteuil, guter Soundtrack, düstere Locations (obwohl ich mich frage, ob französische Polizeizentralen, Gefängnisse und Wohnungen tatsächlich so heruntergekommen und schäbig sind, wie es hier offensichtlich Standard ist).

Es ist schon länger her, dass mich ein Film durchgehend so gefesselt hat und anschließend noch so intensiv nachwirkte. Danke an die Tip-Geber! :truppe:

Tarantino1980
22.09.2011, 02:00
Für dich "noir" und für Kelte und Tarantino den Rest:D An euch drei habe ich während dem Film auch gedacht;)

Unglaublich ich habe den Film am 15.07.2010 gekauft und heute hab ich ihn erst gesehen. Hätte ich auch nur ansatzweise geahnt was mich da erwartet, ich hätte ihn schon viel früher gesehen. Aber irgendwas kam immer dazwischen. :o

Ich wurde halt nur immer neugieriger auf diesen Film, zurecht!


Was mich wahnsinnig beeindruckt hat ist, dass Olivier Marchals es verstanden hat, eigentlich 3 "Geschichten" in einen Film zu packen und zwar so, dass sie wirklich zu 100% zusammen passt.


Sehr bemerkenswert ist auch, dass man im Grunde nicht erkennt, was nun eigentlich die Hauptgeschichte ist.
Die Suche nach dem Serienkiller, die Geschichte von Justine und ihren abgeschlachteten Eltern oder doch der Absturz eines top Polizisten?


Man muss generell die Regie-Arbeit von Olivier Marchals lobend erwähnen. Er hat hier einen wirklich sehr guten Film abgelierfert, welcher nicht nur durch eine gute Handlung und Story überzeugt, sondern welcher auch visuell sehr stark ist! Hinzu kommt halt noch, wie von Dir bereits erwähnt, das er es geschafft hat diese Handlungsstränge so zu verschmelzen, ohne das es wie ein Episodenfilm daherkommt, oder man das Gefühl hat das den ganzen Film über eine pseudo Spannung aufgebaut wird nur um alle Personen in einem Aha-Finale zusammenzubringen. Die Storylines waren in sich schlüssig und man hatte zu keinem Zeitpunkt das Gefühl das sie konstruiert wirken!


Hinzu kommt unglaubliche Düsternis ohne einen Anflug von Hoffnungsschimmern. Lustig ist hier nichts, eher depressiv. Man sollte auch keinen Thriller erwarten bei dem die Mörderhatz im Vordergrund steht. Auch keine Actionorgie oder nervenzerfetzende Spannung. Hier steht der Verfall im Vordergrund. Dies ist wirklich "noir".
Hauptsächlich ruhige, aber zum Teil recht drastische Bilder die mit wunderschöner melancholischer Musik untermalt sind, werden hier abgeliefert und untermauern die, schon durch die Story, bedrückende Atmosphäre.
Absolute Empfehlung für alle Freunde des düsteren europäischen Kinos.

Und genau das war dann auch noch ein Aspekt welcher mir an dem Film sehr gefallen hat. Die bedrückende Atmosphäre, die genialen Locations und Sets verpackt in sehr ruhige Bilder. Bei dem Film wurde die eigentliche Mordserie fast schon zur Nebensache, aber dennoch hat sie eine interessante Rolle in der Gesamtstory und im Handlungsablauf des Filmes eingenommen.


Besonders herausheben muss ich hier auch noch mal die schauspielerische Leistung von Daniel Auteuil.
Ich empfand es als absolut faszinierend, wie er diese Rolle gelebt hat.


Schauspielerich muss man nicht nur Daniel Auteuil erwähnen sondern auch den restlichen Cast welcher wirklich gut war. Natrülich sah man den Film sehr stark durch den Charakter Louis Schneider, aber auch Olivia und Marie fand ich ähnlich fazinierend.


Das Ende fand ich sehr gelungen in dieser Kombination von Leben und Tod bzw. Rache und Sühne.


Das Ende hat mir auch den Boden unter den Füßen weggezogen. Es passte zum Rest des Filmes und war nochmal das Sahnehäubchen! Der Film ansich war ja schon gut aber dann auch noch so ein gutes Ende, ohne wirkliches Happy End, einfach nur perfekt! Ich muss zugeben ich hatte kurz die Befürchtung das es doch noch in Richtung Happy End geht also das Schneider sein Leben irgendwie wieder in den Griff bekommt, er in Olivia wieder einen Lebenssinn sieht, also er für Sie und das Kind da sein will oder sowas in der Art. Oder aber das Marie noch mehr Einsatz gezeigt hätte. Aber das hätte nicht zum Rest des Filmes gepasst und von daher war das Ende so wie es war einfach perfekt!

Ich kann nur hoffen das Hollywood nie auf die Idee kommt von diesem Film ein Remake, oder wie auch immer sie es nennen wollen, zu drehen. Der Film ist so wie er ist perfekt und ein wirklich sehr schöner Film. Gerade diese Atmosphäre und die Spannung des Filmes, ohne das dieses typische Blockbuster Feeling mit dabei war, macht MR 73 zu einem sehr gelungen und schönen Film!

Wertung: 8.5/10