Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Survival of the Dead
BladeRunner2007
16.03.2010, 23:58
Gesamtübersicht aller Kritiken zu Survival of the Dead:
#2 16.03.2010 BladeRunner2007 (http://www.filmvisionaere.com/showpost.php?p=157662&postcount=2)
#8 22.03.2010 Amras (http://www.filmvisionaere.com/showpost.php?p=158941&postcount=8)
BladeRunner2007
16.03.2010, 23:58
Survival of the Dead (http://www.ofdb.de/film/169998,Survival-of-the-Dead)
Am Anfang möchte ich noch einmal erwähnen, wie sehr ich Night, Dawn & Day liebe. Es gibt keine anderen Filme in diesem Subgenre, die die 10 Punkte mehr verdient haben, als diese 3. Doch Land hat mich ziemlich enttäuscht. Er ist zwar immer noch ein guter Film und sicherlich besser als die meisten anderen neueren Zombiefilme, aber irgend etwas fehlt einfach. Ich weiß auch nicht genau was, aber irgendwie schien Romero nur mit halben Herzen bei der Sache gewesen zu sein. Besonders die letzten 30 Minuten finde ich sehr enttäuschend. Diary war aber noch viel schlechter. Er war größtenteils einfach nur nervig und dumm. Für mich war das Romero's erster richtiger Tiefpunkt in seiner Untoten Reihe.
Als ich dann von Survival erfahren habe, habe ich meine Hoffnungen nicht allzu hoch angesetzt. Ich wusste zwar, dass ich ihn so schnell wie möglich ansehen würde, alleine schon aufgrund von Romero's Urtrilogie, aber hatte ich hohe Erwartungen? Nein. Also bin ich unvoreingenommen an den Film herangegangen und wurde positiv überrascht.
Von dem Moment an, als ich den Sarge in seiner Uniform sah, wie er seine Zigarette rauchte und über die Untoten redete, wusste ich, dass dieser Film besser sein würde als seine beiden Vorgänger. Und die darauffolgenden 80 Minuten haben dies bestätigt.
Die Schauspieler machen ihre Sache recht ordentlich und waren mir diesmal auch viel sympathischer. Die Handlung und die Charaktere fand ich auch deutlich interessanter als in Land und Diary. Die Kamera war wirklich gut. Eines der schönsten und besten Attribute, die dieser Film zu bieten hat. Jede Einstellung hat Plum Island einfach wunderschön aussehen lassen. Der Western Stil hat mir auch sehr gut gefallen. Und nun zum Gore. Er ist den ganzen Film über reichlich vertreten. Es muss aber nicht extra erwähnt werden, dass Romero sich das Beste für den Schluss aufgehoben hat ;) Einige Goreszenen schreien leider nach CG, doch der Humor in diesen Szenen hat das ganze dann doch noch etwas aufgebessert. Es wirkte dann einfach nicht mehr so billig, sondern endete eher in einem ironischen Augenzwinkern.
Apropos Humor. Survival ist voll davon. Ich fand das ehrlich gesagt total klasse. Hat super zum Film gepasst und ihn sogar noch etwas aufgewertet. Sozialkritische Untertöne? Selbstverständlich! Diese sind durchgehend präsent und funktionieren wunderbar mit dem Rest des Films. In Diary waren diese leider viel zu offensichtlich und haben nach einer gewissen Zeit einfach nur noch genervt. Ich bin froh, dass Romero diesen Fehler kein zweites Mal begangen hat.
Wenn man sich auf einen unheimlichen und spannenden Horrorfilm freut, ist man bei Survival definitiv an der falschen Adresse. Denn der Film ist nämlich keineswegs unheimlich und hat auch keine hochspannenden Szenen zu bieten. Trotzdem gab es eine Szene, bei der ich mich erschreckt habe :D Das Ende hat mir auch sehr gut gefallen.
Alles in allem hat mir Survival of the Dead wirklich gut gefallen und ist imo sogar Romero's bester Zombiefilm seit seiner Urtrilogie.
7/10
Sehr schöne Kritik, die mich auf äußerst gelungenen Zombiehorror hoffen lässt. :hoch:
Einen kleinen Vorschlag hätte ich aber: bitte, bitte, BladeRunner, baue ein paar Absätze in dein Review ein. Das verbessert die Lesbarkeit und schreckt weniger Leute vom Lesen ab. Dieser gewaltige Textblock erschlägt einen auf den ersten Blick regelrecht. :D
BladeRunner2007
17.03.2010, 12:30
Sehr schöne Kritik, die mich auf äußerst gelungenen Zombiehorror hoffen lässt. :hoch:
Einen kleinen Vorschlag hätte ich aber: bitte, bitte, BladeRunner, baue ein paar Absätze in dein Review ein. Das verbessert die Lesbarkeit und schreckt weniger Leute vom Lesen ab. Dieser gewaltige Textblock erschlägt einen auf den ersten Blick regelrecht. :D
Danke! Deinen Ratschlag habe ich befolgt :hoch:
Sieht gleich viel besser aus. Wir augenschwachen Leser danken dir. :D
ich werde immer unruhiger auf den Film :)
die Story klingt OK und Romero hat einfach die besten Zombies rumlaufen und erschafft eine beklemmende Atmosphäre (ich hab derzeit grosse Lust Land o.t.D. mir nochmal zu geben)
Survival of the Dead (http://www.ofdb.de/film/169998,Survival-of-the-Dead)
Etwas mehr als vierzig Jahren nach Night of the Living Dead präsentiert uns George A. Romero also seinen neusten Zombie-Streich. Ich ging nicht mit besonders hohen Erwartungen an diesen Film und wurde dennoch enttäuscht.
Die recht simple Story um den Zwist zweier irischstämmiger Clan-Führer und deren unterschiedliche Weltanschauung im romantischen Western-Ambiente ist auf dem Papier schnell erzählt, in bewegten Bildern zieht sich das Ganze endlos und ohne einen Anflug von Spannung in die Länge. Schnell wird klar, dass Menschen nicht unbedingt Zombies brauchen damit die Menschheit ausgerottet wird.
Abgesehen davon ziert das Skript mehr Löcher als ein durchsiebter Zombie-Schädel, die Darstellerriege bleibt alles in allem blass und wirkt austauschbar. Sogar noch blasser als die eigentlich schon blassen Zombies, so eine Leistung muss man erstmal hinbekommen. Relativ zu Beginn des Films wird die lose Verbindung zu einem anderen Film der Reihe geknüpft, dies spielt aber im weiteren Verlauf absolut keine Rolle mehr. Ein lauer Insidergag, mehr aber auch nicht. Gags gibt es verdammt viele in dem Film, man kann ihn aber dennoch nicht als schwarze Horror-Komödie ansehen. Dazu fehlt das Wesentliche, nämlich der Horror! Wenn man natürlich Horror mit Kopfschüssen nebst mittelprächtigem CGI-Gore gleichsetzt, dann wird man sicherlich nicht enttäuscht, mir war dies zu wenig. Auch die bedrohliche Stimmung glänzte mit Abwesenheit. Keine Ahnung, welcher Zombie Romero da geritten hat.
Kaffeesatzleser werden den minimalen Ansatz der Gesellschaftskritik aufgreifen und ihn zu einer großen Blase aufblähen. Auch das ist nichts Neues. Im Endeffekt fehlt dem Film alles, was die Reihe bisher – abgesehen von Diary of the Dead – ausgemacht hat. Und das ist das Enttäuschende an Survival of the Dead.
Bisher war ich der Meinung, das Diary of the Dead der Tiefpunkt des Schaffens von George A. Romero ist. Leider muss ich meine Meinung revidieren, denn Survival of the Dead gesellt sich direkt neben seinen letzten Rohrkrepierer. Sorry George, das war wohl nix, manchmal denke ich, du solltest die Hornbrille mal so langsam an den Nagel hängen.
5/10
BladeRunner2007
22.03.2010, 13:10
Hervorragende Kritik, Amras! Bin zwar anderer Meinung, aber deine Kritikpunkte kann ich durchaus nachvollziehen. Diese ruhige und langsame Inszenierung ist sicherlich nicht jedermanns Sache. Mit dem Plot hast du Recht. Der gibt nicht allzuviel her, aber für knappe 80 Minuten reicht das schon aus imo. Das der Film nicht spannend ist und keine unheimlichen Szenen oder eine beklemmende Atmo zu bieten hat, ist bestimmt eine herbe Enttäuschung, wenn man fest damit gerechnet hat. Da kann ich dir zustimmen. Ist ja immerhin ein Horrorfilm.
Hervorragende Kritik, Amras!
Das kann ich uneingeschränkt zurückgeben, auch wenn wir nicht ganz einer Meinung sind :D.
Trotzdem gab es eine Szene, bei der ich mich erschreckt habe :D
Da würde mich ja jetzt mal interessieren um welche Szene es sich handelt. Lass mich raten, in der Szene kommen nicht nur Menschen und Zombies vor, oder ;).
BladeRunner2007
22.03.2010, 13:23
Da würde mich ja jetzt mal interessieren um welche Szene es sich handelt. Lass mich raten, in der Szene kommen nicht nur Menschen und Zombies vor, oder ;).
War die Szene mit den Leichen am See. Als die eine Truller plötzlich aufgestanden ist, hab ich mich schon ein wenig erschrocken beim ersten mal :lol:
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