Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Rambo
mr.bauer
20.06.2008, 14:04
Gesamtübersicht aller Kritiken zu Rambo:
#21 20.07.08 deadlyfriend (http://www.filmvisionaere.com/showpost.php?p=7134&postcount=5)
Gesamtübersicht aller Kurzkritiken zu Rambo 2 - Der Auftrag:
Gesamtübersicht aller Kurzkritiken zu Rambo 3:
Gesamtübersicht aller Kritiken zu John Rambo:
#02 20.06.08 mr.bauer (http://www.filmvisionaere.com/showpost.php?p=1341&postcount=2)
mr.bauer
20.06.2008, 14:05
John Rambo (http://www.ofdb.de/film/137750,John-Rambo)
Eben zu Ende geschaut. War nicht ganz die Granate die ich erhofft hatte. Trotzdem hat es Spaß gemacht sich einen der Helden aus der Kindheit wieder anzuschauen.
Was ein wenig Punktabzug verursacht, sind die Dialoge. Da (und auch beim Rest des Films) sollte man nicht allzu anspruchsvoll sein. Positiv hervorzuheben ist natürlich ganz klar die Action, bei der so richtig die Fetzen fliegen und die Anlage auf eine harte Probe gestellt wird. Über die Brutalität muss denk ich mal nicht mehr großartig gesprochen werden. Ich denke jedem Filmfreak ist bekannt dass es ordentlich zur Sache. Da kann man sich echt glücklich schätzen diesen Streifen in seiner ungeschnittenen Form begutachten zu dürfen.
Note: 2 (brings nicht übers Herz ihn schlechter zu bewerten)
BladeRunner2007
20.06.2008, 14:09
Der beste Actionfilm der letzten 10 Jahre. Einfach perfekt! 10/10 Punkten
"When you're pushed... killing's as easy as breathin'." :rock:
mr.bauer
20.06.2008, 14:15
Der beste Actionfilm der letzten 10 Jahre. Einfach perfekt! 10/10 Punkten
"When you're pushed... killing's as easy as breathin'." :rock:
Halte ich ganz ehrlich für nicht 100% objektiv. Oder habe ich da etwa Unrecht? :D
BladeRunner2007
20.06.2008, 17:40
Als großer Rambo Fan gibbets natürlich nen kleinen Bonus, aber ich finde auch rein objektiv betrachtet ist der Film locker der beste Actioner seit 10 Jahren!
crizzero
23.06.2008, 12:13
Als großer Rambo Fan gibbets natürlich nen kleinen Bonus, aber ich finde auch rein objektiv betrachtet ist der Film locker der beste Actioner seit 10 Jahren!
Hmm, da würden mir spontan zwei Dutzend Action-Filme einfallen, die ich weit darüber ansiedeln würde... :D
Aber ist doch schön, dass jeder seine Film-Vorlieben hat. So soll's sein!
Der Film war ein typischer Rambo. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.
Gefallen hat er mir gut, Abstriche mache ich aber dennoch.
Stellenweise hatte ich das Gefühl nur eine Neuauflage von Rambo 2 zu sehen und die Einbettung eines aktuellen politischen Bezugs in einen fiktiven Rambo-Streifen fand ich völlig deplaziert.
Die Überaction eines comicartigen Rambo paßt für mich nicht in solch eine brisanten politische Situation.
Außerdem hat mir was gefehlt. Ich weiß nicht ganz genau was, versuche aber es zu beschreiben.
Jeder Rambo-Teil war bisher, zu seiner Zeit, immer mit dem Spirit versehen etwas komplett Neues zu darzustellen.
Rambo 1 war damals in dieser Art völlig neu. Rambo 2 hatte spektakuläre Actionszenen (Hubschrauber) u.s.w.
Jeder Teil hatte für seine damalige Zeit etwas völlig Neues zu bieten, etwas was so in dieser Art vorher noch nie zu sehen war.
Das hat mir bei John Rambo gefehlt. Nur die Brutalität ist merklich angestiegen.
Bitte nicht falsch verstehen, ich mag den Streifen, aber aus dem Sessel gehauen hat er mich nicht, dafür war er einfach zu wenig innovativ.
Gerockt hat er aber trotzdem, wenn man sich darauf einläßt.
Toll fand ich das Stallone auch als alternder Rambo immer noch glaubhaft rüberkam.
8/10 getragenen Stirnbändern
Überbewertet? Wahrscheinlich ja! Aber Spaß hat der Film gemacht.
tikiwuku
23.06.2008, 20:44
Rambo 4 hat mir sehr gut gefallen, auf jeden Fall besser als Teil 2+3.
Der Film war im Kino verdammt laut, während der MG Szene hat man nichts anderes mehr gehört. Das war ein Spaß!:D
Der Film war ein typischer Rambo. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.
Das reicht mir schon. :D
Ich freue mich wie ein kleiner Schuljunge auf das Steelbook mit T-Shirt von WoV.:)
Rambo bleibt Rambo. Kaum mehr gibt es zu sagen. Die Actionszenen waren wirklich gut gemacht. Was mich aber extrem gestört hat sind Szenen in denen kleine Kinder in solch einer Deutlichkeit erschossen, verbrannt und niedergemetzelt werden. Man kann vieles zeigen, aber das ist mehr als unnötig.
6/10
Carcass77
28.06.2008, 11:23
Ich habe ihn gestern mit meiner Freundin angesehen. Es gab schon einige Szenen, wo ich schlucken musste. Was mich etwas gestört hat, dass offensichtlich viele der Splatter-Szenen mit CGI gebastelt wurde.
Sonst aber ein klasse Actioner, aber nicht der beste der Reihe...
7/10
Dex_McCroul
28.06.2008, 12:47
Hmm, da würden mir spontan zwei Dutzend Action-Filme einfallen, die ich weit darüber ansiedeln würde... :D
Aber ist doch schön, dass jeder seine Film-Vorlieben hat. So soll's sein!
Denke auch, dass es bessere Filme gab/gibt. Dennoch, gerockt hat Johnnie trotzdem!:hoch:
Bin gespannt, wie sich ein Dir. Cut macht, wenn er denn wirklich kommen sollte. Denn Potenzial hatte "John Rambo" m. E. ganz deutlich in den Dialogszenen. Es kam mir teilweise so vor, als ob immer nur die Anfänge der, möglicherweise, tiefgängigen Gespräche enthalten waren. Und gerade deshalb machte sich bei mir die Auffassung breit, als ob einiges unpassend, fast comichaft, wie es dax schon richtig ansprach, rüber kam. Es war einfach der Eindruck vorhanden, dass man bewusst auf coole Oneliner setzen wollte und diesem Umstand die Ernsthaftigkeit opferte. Schade. Ähnlichkeiten zu "First Blood" wären möglich gewesen, wie bei der Rückbesinnung in "Rocky Balboa" auf "Rocky 1".
Ich glaube, der Film könnte deutlich an Wirkung gewinnen und sich vom alleinigen Schlachtfetzen, den er in der jetzigen Fassung darstellt, zu einem ernsthaften Film weiterentwickeln, in dem dann auch die Actionszenen einen anderen Eindruck hinterlassen.
Letztlich, und mit etwas Sympathiebonus gibt es 8/10.
Ohne diesen eine gute 7/10, da einige Chance leider vertan wurden.
Pretender
28.06.2008, 16:22
Erstmal vorweg, der Ton (Blu-Ray) ist ja mal der totale Hammer, ich musste den Subwoofer ausschalten, da sonst wahrscheinlich meine Nachbarn die Sturmgeklingelt hätten:D Aber auch der Film an sich ist gut gelungen und man kauft es Sly noch voll ab, das er Rambo ist, ich könnte mir sogar noch einen fünften Teil mit ihm vorstellen. Klar sind die Dialoge alle etwas kurz geraten, doch hier handelt es sich um einen Rambo Film, im ersten Teil der reihe wurde nicht annähernd so viel vom Protagonisten gesprochen wie hier!
Das der Film so brutal daher kommt stört mich nicht im geringsten, doch man hätte hier und dort ein wenig an der, ich nenne es mal "Zerfetzung" der Menschen sparen können, da es doch stellenweise etwas heftig war!
Ansonsten hat mir der Film aber allemal Freude bereitet und ich werde ihn mir nochmal anschauen, wenn die Nachbarn weg sind und den Sub bzw. die Anlage so richtig aufdrehen:ugly:
Habe vergangene Woche nun endlich alle vier Teile angesehen und muss sagen, das mir die Reihe, bis auf den dritten Teil, doch sehr gut gefallen hat! Folgend also nochmal meine Bewertungen...
- First Blood (8,5 / 10 Punkte)
- Rambo - First Blood Part II (8 / 10 Punkte)
- Rambo III (5,5 / 10 Punkte)
- John Rambo (7,5 / 10 Punkte)
Ach, daß hat er schon ganz geschickt gemacht, der Regisseur Stallone. Er hat einen fulminanten Balleractioner inszeniert, in welchem seinem doch etwas in die Jahre gekommen Hauptdarsteller Sylvester sehr gut entgegengekommen wird. Der von Sylvester verkörperte Rambo wirkt explosiv wie ehemals, ohne dabei körperlich wirklich bis über die Altersgrenze hinaus gefordert zu werden. Da stellt Stallone seinen Sylvester beispielweise in der Abschlußsequenz an ein geschütztes MG und läßt ihn das tun, was ein Rambo tun muß, ohne das er hierfür großartig herumrennen oder gar große Sprünge vollführen muß. Wirklich eine geschickte Art, Sylvester weiterhin als Actionstar zu verkaufen, ohne das dieser zu sehr in dieselbige ausbrechen muß. Dafür mein Kompliment.
Der Film selbst bietet eigentlich all das, was ich mir im Vorfeld erwartet hatte. Der mit Sicherheit härteste Rambo-Teil, wobei da schon einige Szenen dabei sind, denen man das Zertifikat "Gewalt um der Gewalt willen" nicht mehr absprechen kann. Weniger wäre hier vermutlch mehr gewesen. Aber wer will es Stallone verdenken, daß er der Meinung war, der momentanen Gewaltspirale im Film auch bei seinem Rambo die nötige Referenz zollen zu müssen, um nicht im aktuellen Bild ins Hintertreffen zu geraten. Als Fazit bleibt für mich ein durchaus unterhaltsamer Film, der natürlich niemals die filmische Qualität des 1. Teiles erreichen kann. Aber im Vergleich zu Teil 2 und ganz besonders Teil 3 schneidet er dann doch mehr als ordentlich ab. Da ich mich hier wirklich nicht genau entscheiden kann, eine eher ungeliebte Zwischennote 6,5/10
Da stellt Stallone seinen Sylvester beispielweise in der Abschlußsequenz an ein geschütztes MG und läßt ihn das tun, was ein Rambo tun muß, ohne das er hierfür großartig herumrennen oder gar große Sprünge vollführen muß. Wirklich eine geschickte Art, Sylvester weiterhin als Actionstar zu verkaufen, ohne das dieser zu sehr in dieselbige ausbrechen muß. Dafür mein Kompliment.
Naja, aber mit der Claymore in der Hand hat er ja gezeigt das er noch durch den Wald laufen kann. Aber hast recht, er hat sich schon selbst in rechte Licht gerückt.
Die Gewalt gegen Kinder ist mir aber bitter im Hals stecken geblieben, das nehme ich Ihn übel.
Wirklich eine geschickte Art, Sylvester weiterhin als Actionstar zu verkaufen, ohne das dieser zu sehr in dieselbige ausbrechen muß. Dafür mein Kompliment.
Stimmt! Ist mir so direkt noch garnicht aufgefallen. Aber tatsächlich war es eine glaubhafte Actionheldendarstellung ohne größere körperliche Zurschaustellung einer solchen.
Aber John Rambo ist ein Film, der garantiert oft in meinem Player landen wird.
Gutes, hartes und sinnfreies Actionfutter für zwischendurch.
Hier weiß man was einen erwartet, es gibt keine Szenen in der es um die Auflösung lang aufbereiteter Spannung geht, also ein Film, den man unendlich oft rotieren lassen kann, weil es keine Überraschungen gibt, die beim 2. Mal schon uninteressant werden könnte, da man deren Auflösungen schon kennt.
Comichaft, aber gut gemacht mit permanent durchgetretenem Gaspedal.
Ich mag sowas zwischendurch immer ganz gern.
Da kann das Hirn dann mal Urlaub machen.
Stimmt! Ist mir so direkt noch garnicht aufgefallen. Aber tatsächlich war es eine glaubhafte Actionheldendarstellung ohne größere körperliche Zurschaustellung einer solchen.
Dann schau dir beim nächsten Durchlauf den Film mal genau unter diesem Aspekt an. Beim ersten Durchgang hatte ich nur das Gefühl, daß dem so wäre. Die Bestätigung holte ich mir bei der nächsten Besichtigung. Stallone wird körperlich zu keinem Zeitpunkt wirklich extrem gefordert und vermittelt dennoch den Eindruck einer unbesiegbaren Kampfmaschine. Genialer kann man das Altersproblem definitiv nicht lösen.
Aber John Rambo ist ein Film, der garantiert oft in meinem Player landen wird.
Gutes, hartes und sinnfreies Actionfutter für zwischendurch.
Dito, wie auch zum kompletten Rest. Der Film ist so herrlich sinnfrei und dazu noch so schön kurz. Das ideale Futter für Abende, an denen man rasant unterhalten werden möchte, nicht viel Zeit hat und der Kopf für anspruchsvolle Filme auch nicht frei ist.
das Stallone sich nicht viel bewegt ist wirklich gut umgesetzt worden und effektiv noch dazu.
die gewalt in diesem film halte ich für angebracht, denn rohe gewalt ist die einzige sprache die manch sorte mensch versteht. und so simpel ist auch die botschaft des filmes, die leider auch der realität entspricht. mit lieben worten allein kann man kein monster zähmen.
der film bekommt von mir 9/10 weil er noch oft angeschaut wird. danach bewerte ich auch und mittlerweile hab ich den schon dreimal gesehen, was mir auch ein zeichen gibt, das momentan nicht wirklich action in anderen filmen geboten wird.
mag auch sein das die schlussszene in mir sehr nachwirkt. wenn er die strasse entlang geht und die melodie einsetzt (für mich einer der besten soundtracks die es gibt!)
die 10 behalte ich mir vor, für einen hoffentlich fünften teil :-) denn Stallone hat talent für gute drehbücher
LivingDead
14.07.2008, 17:09
Für mich einer dieser Filme, bei denen ich Bewertungen von 1 Punkt bis zu 8 Punkten vollkommen nachvollziehen kann. Interessant, wie unreflektiert Stallone hier Brutalitäten ganz im Stile eines "Hostel" auf den Zuschauer niederprasseln lässt, ohne mal mit den Augen zu zwinkern, dies sogar noch als Ernsthaftigkeit verkauft, auch wenn sich manch eine Szene schon als zu übertrieben entblößt... Gewalt nur um der Gewalt Willen gezeigt wird. Kriegsfilm trifft auf Exploitation trifft auf Rambo... Nett anzusehen isser aber trotzdem und Sly macht eine agile Figur, auch wenn er meist nur passiv in den Actionszenen vertreten ist. Insgesamt komme ich auf...
6,5/10
deadlyfriend
20.07.2008, 18:36
Rambo - First Blood
(http://www.ofdb.de/film/542,Rambo)
Der Name "Rambo" gilt auch 26 Jahre nach dem ersten Teil als Synonym für Action Filme. In den 80ern konnte man bei Neuvorstellungen eines unbekannten B-Filmchens immer wieder hören das das ein Rambofilm sei. Natürlich seitens des Videothekars. Dabei waren dann solche "Perlen" wie "Missing in Action" oder "American Fighter" und noch viel schlechtere. Nie konnte man mit dieser Aussage dem Prototyp für Antihelden gerecht werden. Regisseur Ted Kotcheff verlieh John Rambo einen Charakter der mehrere Facetten beinhaltete. Eine Tatsache die in den meisten anderen Kopien keine Verwendung mehr fand. Aus heutiger Sicht wirkt es im Zusammenhang des Filmtitels fast befremdlich das er das "Prädikat Wertvoll" erhielt. Dabei war Rambo zu dem Zeitpunkt der Entstehung kein Klischeefilm, das Klischee hat ihn im Nachhinein überrannt, was an den zahlreichen billigen Nachahmern lag die niemals die Tiefe des Ursprungs erreichen konnten. Die Actionszenen waren atemberaubend und mit richtigen Menschen gedreht ohne den Zuschauer durch virtuelle Effekte zu quälen. Die Spannung war konstant auf dem Siedepunkt ohne das eine Wackelkamera den Sehnerv tötete. Ein Handmade Film der den heutigen Vertretern des Genres in allen Punkten überlegen ist. Für mich der beste Action-Film aller Zeiten.
Auch bei mir thront der 1. Teil auch ganz weit oben, obwohl ich den fast mehr als desillusionierten Thriller betrachte, anstatt als lupenreinen Actioner. Die Thematik des ausgelaugt heimkehrenden Vietnam-Soldaten, den sein Land in einen sinnlosen Krieg schickte und er, zurück in der Heimat, sich als Mörder und Unmensch beschimpfen lassen muß, wurde hier sehr gut mit der Problematilk der fast grenzenlosen Willkür-Herrschaft von Keinstadt-Sheriffs in ihrem privaten "Reich" kombiniert, Heraus kam ein extrem faszierender "Ein Soldat sieht extrem Rot"-Adrenalinschub, der bis heute in diesem Genre seine Maßstäbe setzt. Der 2. Teil enttäuschte mich in seinem Erscheinungsjahr maßlos. Mit der Zeit und vielen Filmen, die gerade diesen Teil wesentlich schwächer kopieren, hat er bei mir aber an Anerkennung und persönlichen Unterhaltungswert deutlich zugelegt. Der 3. Teil bleibt für mich aber Murks, da er lediglich das Grundthema des 2. Teils wiederkäut und dabei extrem überzieht.
Und der Threadtitel wird natürlich von "John Rambo" in "Rambo" abgeändert, da er irgendwann ja die komplette Reihe beinhalten soll.
BladeRunner2007
22.07.2008, 00:56
Tja, ich mag wie gesagt alle Teile sehr gerne und ich gebe auch allen die Hoechstwertung. Aber der erste Teil ist kar der beste! Eine unsterbliche Filmreihe.
Als Fan des ersten Rambo-Films war es nur eine Frage der Zeit, bis ich mir Teil 4 geben würde. Ich wusste natürlich, was mich erwartet und ging dementsprechend mit gebremsten Erwartungen ran. Und ich muss leider sagen, dass ich mich die meiste Zeit über gelangweilt habe. Öde Handlung, dämliche Dialoge und viel (gnadenlos übertriebenes) Gemetzel im grünen Walde. Die gelungene Action reisst es aber halbwegs heraus, sodass ich immerhin auf 5/10 Punkte komme. Teil 1 bleibt nach wie vor ungeschlagen.
tikiwuku
30.09.2008, 00:33
Interessant war nur das keiner der Soldaten auf die Idee kam Rambo von der Seite anzugreifen.:uff:
Aber R4 zeigt "schön" die Wirkung eines 50. Kaliber.
Gut das wir hier nur über die cut-Version von John Rambo sprechen.
Die uncut wurde nämlich indiziert.
Gut das wir hier nur über die cut-Version von John Rambo sprechen.
Die uncut wurde nämlich indiziert.
Sehr richtig. Hier geht es selbstverständlich in der Diskussion ausschließlich um die geschnittene Version. Wie übrigens auch bei allen anderen Filmen, die in eine derartige Rubrik fallen.
Aber schon sehr bald wird sich etwas ändern und wir können dann auch über die ungeschnittenen Versionen diskutieren. Mehr wird noch nicht verraten, obwohl ihr euch den Rest wohl schon denken könnt.
obwohl ihr euch den Rest wohl schon denken könnt....
...und ich mich jetzt schon darauf freue!:D
Trotzdem ist es lächerlich, das die Version des Filmes, über die wir hier nicht sprechen, indiziert wurde.
Wie albern ist das denn?
Mitlerweile dürfen wir ja wieder auch von der 87 min Fassung sprechen, die ich soeben gesehen habe
Sly Stallone gelang ein perfekter Actioner der 80er, mehr und auch nicht weniger.
Unterhaltung für Fans der Schwarzenegger & Stallone Zeit, Back to the Roots.
Wenn jemand glaub, Politische Botschaften drin zu finden ( Burma, atuelle Lage, Irakkrieg,.. ) soill er suchen, wenn er sie findet, darf er sie behalten.
Burm dient " perfekt " als Schauplatz, Dschungel und Milizen soweit das Auge reicht.
Die Härte des Films ist gemilde ausgedrückt, extrem hoch. Aber in Zeiten von Saw oder Hostel denk ich nicht, dass Actionstreifen abgemildert werden müssen, jeder weiss worauf er sich bei Rambo eionlässt, egal ob Teil 1,2 oder 4.
Sly ging mit der Zeit, und anscheinend wollen das die Leute sehen, sonst wärs kein Erfolg gewesen !
Zum Film : Tolles Thema, naja Umgesetzt !
Die Bekehrung war ein bischen zu schnell, dennoch vergingen die knapp ca. 75 min Film ( gerechnet ohne Abspann ) wie im Flug, die letzten 20 min sind mit das beste, was Actionkino in den letzten Jahren hervorgebrachthat.
John Rambo ist ein Männerfilm, hart brutal und ohne kompromiss.
man mag ihn oder nicht, etwas dazwischen gibt es meiner meinung nicht
ich mag ihn 9/10
Ich zähle zu den wenigen, die auch mit dem ersten Rambo absolut gar nichts anfangen können und den ganzen Kram erzreaktionär und kriegsverherrlichend finden. Einige halten den ersten Rambo für eine psychologisch tiefgründige Untersuchung des Einflusses von Vietnam auf die amerikanische Gesellschaft. Ich halte ihn für einen sentimentalen Film mit einem scheußlichen Ende.
ne du. ich bin auch kritisch was propaganda betrifft.
aber lediglich der zweite teil ist kriegsverherrlichend und der dritte teil wie, wenn man dem afghanischen volk ins gesicht rotzt, zumindest in der schlusspointe.
zwar sind es gute actioner und gewiss hat Stallone es in den 5min. beim drehbuchschreiben gut gemeint und dieses feierliche gefühl gespürt, mit seinen filmen ein gewisse veto an den tag zu legen für jene gefangenen und unterdrückten...
Rambo - First Blood 10/10
Die Geschichte ist simpel aber ehrlich.
Ein verdienter Kriegsveteran möchte seine ehemaligen Kameraden treffen. Auf diesem Weg trifft er auf den sturren, faschistoiden Scheriff Teasle. Teasle verkörpert den Amerikaner, der zu Hause sein kleines Reich hat von Zucht und Sauberkeit. Eben den normalen Amerikaner dem der Vietnam Krieg nie wirklich nahe ging. Entweder weil er Glück hatte in diesem Krieg nicht viel erlebt zu haben oder weil er nie daran teilgenommen hat, es aber trotzdem nie vergisst der amerikanischen Flagge und derren Geist treu zu dienen.
Rambo dagegen besitzt einen ruhelosen Geist. Er geht seinen Weg wie ein Pilger der auf der Suche nach seinem inneren Frieden ist. Er ist weder unsauber noch aggressiv dabei,- er ist einfach nur ein Wanderer der nunmal kein Badezimmer immer parat hat.
Für Teasle ist so ein Mensch ein Penner, ein "jemand" den er mit aller Gewalt in eine Schublade pressen muss. Teasle verkörpert den nicht gerade geringen Prozentsatz Mensch, der meint immer Recht zu haben mit der ersten Einschätzung.
Dabei geraten diese beiden Weltbilder aneinander und eine uralte Weisheit nimmt ihren Lauf,- den der erste Steinwurf war der Anfang der Gewalt. Und diese Gewalt eskaliert.
Denn beide Parteien versuchen ihr Recht durchzusetzen, wobei man in diesem Film die Rolle des Rambo innerlich anfeuert.
Dazu die geniale Komposition von Jerry Goldsmith der zu dem Film einen Soundtrack abliefert, derren Melodie man nicht vergisst. Diese Musik ist dramatisch wie traurig zugleich und selten so treffend auf den Charakter einer Filmfigur zugeschnitten wie in Rambo.
Stallone hat sich einer Figur angenommen die auf sein Leib geschneidert ist, jede Passage des Buches von David Morrel spürt man im Film mit,- wobei das Buch noch um einiges brutaler im empfinden ist.
Kurzum.
Kinolegenden und Giganten gab es mal vor über 20 Jahren als die letzten Klassiker im Actiongenre gedreht wurden, Klassiker welche die Zeit mitsamt ihren Darstellern überdauern. So ein Gigant des Filmes ist Rambo.
Es ist fast schon tragisch wie dümmlich man in der Nachfolgezeit, wenn auch effektiv, mit dieser Filmfigur umging und erst im vierten Teil einen ehrlichen Nachfoger drehte.
Denn bei Unterdrückung gibt es nur eine Faustregel,- das ist nunmal die Faust ;)
deadlyfriend
08.01.2009, 10:46
Ich zähle zu den wenigen, die auch mit dem ersten Rambo absolut gar nichts anfangen können und den ganzen Kram erzreaktionär und kriegsverherrlichend finden. Einige halten den ersten Rambo für eine psychologisch tiefgründige Untersuchung des Einflusses von Vietnam auf die amerikanische Gesellschaft. Ich halte ihn für einen sentimentalen Film mit einem scheußlichen Ende.
Rambo I kriegsverherrlichend? Hast du den auch wirklich gesehen? Der ist genau das Gegenteil. Das habe ich damals als junger Bub bei VÖ schon so empfunden. Es ist für mich der beste Actionfilm aller Zeiten. Warum? Weil er es geschafft hat in einem völlig stupiden Genre die wichtigen Bestandteile zu erhalten und mit einer Aussage zu verknüpfen, ohne dabei den Finger zu heben. Der Film ist einfach menschlich.
Ich halte ihn für einen sentimentalen Film mit einem scheußlichen Ende.
Und ich halte ihn für einen simplen, aber guten Actionsfilm.
Und mehr will und erwarte ich auch nicht von Rambo 1- 4.
Was da reininterpretiert wurde von psychologische Tiefgündigkeit, dem verabreiten des Vietnamtraumas, bis hin zu raktionären Tendenzen - alles Mumpitz.
Rambo ist pure Action und hat einem Genre seinen Stempel aufgedrückt.
Ob man ihn mag oder nicht ist Geschmackssache, aber Analysen sind bei diesem Film überflüssig.
Ich behaupte: Chuck Norris, Steven Seagal, Dolph Lundgren und Kosorten hätten ohne Rambo keine Existenzberechtigung, da es das Genre nicht geben würde.
Und ich halte ihn für einen simplen, aber guten Actionsfilm.
Und mehr will und erwarte ich auch nicht von Rambo 1- 4.
Was da reininterpretiert wurde von psychologische Tiefgündigkeit, dem verabreiten des Vietnamtraumas, bis hin zu raktionären Tendenzen - alles Mumpitz.
Rambo ist pure Action und hat einem Genre seinen Stempel aufgedrückt.
Ich finde schon, dass Teil 1 mehr Inhalt und Tiefe zu bieten hat als die platten Nachfolgefilme. Ist der einzige Rambo-Film, den ich sehr mag.
Ich behaupte: Chuck Norris, Steven Seagal, Dolph Lundgren und Kosorten hätten ohne Rambo keine Existenzberechtigung, da es das Genre nicht geben würde.
Wenn man sich die Streifen dieser Herren anschaut, hätte es Rambo wohl besser nie gegeben... :nice:
Und ich halte ihn für einen simplen, aber guten Actionsfilm.
Und mehr will und erwarte ich auch nicht von Rambo 1- 4.
Was da reininterpretiert wurde von psychologische Tiefgündigkeit, dem verabreiten des Vietnamtraumas, bis hin zu raktionären Tendenzen - alles Mumpitz.
Rambo ist pure Action und hat einem Genre seinen Stempel aufgedrückt.
Ob man ihn mag oder nicht ist Geschmackssache, aber Analysen sind bei diesem Film überflüssig.
Ich behaupte: Chuck Norris, Steven Seagal, Dolph Lundgren und Kosorten hätten ohne Rambo keine Existenzberechtigung, da es das Genre nicht geben würde.
ich seh das schon ein wenig anders.
mal davon abgesehen das Dolph Lundgren auch so keine wirkliche Berechtigung hat, so haben erstgenannte von dir selber dem Actionkino einen Stempel aufgedrückt. Sei es Seagal mit Brooklyn Massaker, Hard to Kill, Nico oder Norris mit einem Klassiker der Marke Mc Quade oder Cusack - der Schweigsame die heute noch Spass machen.
Rambo wurde erst ne Prollmarke nach dem zweiten Teil. Der erste Teil besitzt schon seine Tiefe
Also meiner Ansicht nach ist der erste Rambo auch absolut was ganz anderes als ein reiner Actionfilm sondern ein Film mit dem Ziel, "menschliche" Qualitäten zu haben. Klar sollte man bei Actionfilmen nicht ruminterpretieren, aber einen echten politischen Kontext gibt es doch.
Und im Falle des ersten wird sich konkret darauf bezogen. Die "menschlichen" Konflikte sind ausgearbeitet in Keltes Kritik und die gibt es so im Film. Dass man mir bei der Ablehnung des ersten Teils nicht zustimmen wird, war mir bewusst. Ich bin fair genug zu sagen, dass der erste Teil für den Mythos, der aus Rambo wurde, und den unzähligen Nachfolgefilmen, in denen Vietnam ziemlich falsch repräsentiert wird, nix kann und in seiner Grundstruktur komplexer angelegt ist. Z.B. ist der Sherriff ja die eigentliche reaktionäre Figur, der altmodische Cowboy mit den klassischen Werten, und die werden ja nicht gerade hochgehalten.
Was mir an diesem Film aber trotz allem missfällt ist seine Haltung zu diesem Thema, wenn sie auch sehr viel subtiler ist. Wenn wir am Ende einen heulenden Rambo sehen, ist die Subtilität aber weg und es wird für mich ziemlich deutlich gesagt, worum es geht: Eine Anklage gegen die Gesellschaft, die sich gegen den völlig unschuldigen Vietnamveteranen verschwört. Es gibt da nie irgendeine Ambivalenz in der Figur von Stallone, er hat immer schmierige Vietnamesen und seine toten Kameraden im Kopf und vieles spricht mir da eine etwas zu deutliche Sprache. Ich seh vor allem eine Attacke an die Gegenbewegung, als Action konnte ich den nie richtig genießen, da bin ich eher mit Stirb Langsam und Konsorten groß geworden. My opinion, no offense.
Zum Vergleich: Clint Eastwood "Firefox", ein auf den ersten Blick trashig wirkender Film über den kalten Krieg, ist eine vernichtende Kriegssatire und ein kompromissloser und unsentimentaler Film.
Rambo wurde erst ne Prollmarke nach dem zweiten Teil. Der erste Teil besitzt schon seine Tiefe
Da hast Du mich falsch verstanden, bzw. habe ich mich vielleicht auch unklar ausgedrückt.
Das ganze "Einzelkämpfergenre" hätte es ohne Rambo so nicht gegeben.
Vermutlich wäre niemand auf die Idee gekommen diese ganzen Filme mit Seagal, Lundgren und Co. zu drehen.
Diese teilweise minderwertigen Stilblüten sind sicherlich stark durch den Erfolg von Rambo begünstigt worden, bzw. ist die Idee zu vielen dieser Filme erst durch die "Einzelkämpferwelle" nach Rambo entstanden.
Das innerhalb solcher Wellen Filme von unterschiedlicher (guter aber auch billigster) Machart hervorgehen versteht sich für mich von selbst.
Rambo 1 ist für mich ein richtig guter Actionfilm. Gut produziert, spannend, aber großen Tiefgang finde ich da nicht.
Stallone versuchte ja auch bei Rocky immer Tiefgang einzubringen, aber mehr als möchtegern Weisheiten wie auf vielen Kalenderblättern wurde das da auch nicht.
Da hast Du mich falsch verstanden, bzw. habe ich mich vielleicht auch unklar ausgedrückt.
Das ganze "Einzelkämpfergenre" hätte es ohne Rambo so nicht gegeben.
Vermutlich wäre niemand auf die Idee gekommen diese ganzen Filme mit Seagal, Lundgren und Co. zu drehen.
ne. hab dich schon verstanden :) trotzdem war es ab dem zweiten Rambo, das ne ganze Welle das Kino überrannte. Ähnlich wie einst bei George A Romero kam der meiste Jux aus Italien. Ähnlich bei Millers erstem Mad Max,- der das Endzeitkino losließ.
Ich denke schon das man Filme mit Seagal gedreht hätte, da sein merkwürdiges Konzept gut ins damalige Zeitbild passte und sich schon von Rambo abhob.
Schwarzenegger und Stallone sind sicherlich der Pate für folgende inhaltslose B-Movie actioner die sich heut kaum noch einer anschauen mag.
Zum Vergleich: Clint Eastwood "Firefox", ein auf den ersten Blick trashig wirkender Film über den kalten Krieg, ist eine vernichtende Kriegssatire und ein kompromissloser und unsentimentaler Film.
So siehst Du den Film heute. Bei erscheinen hat Eastwood das schon ernst gemeint.
So siehst Du den Film heute. Bei erscheinen hat Eastwood das schon ernst gemeint.
Was ernst gemeint? Dass man die Russen bekämpfen sollte? Bestimmt hat er das ernst gemeint, war schließlich ein Amerikaner, ein Republikaner war er auch, warum sollte er für die Sowjetunion sein?
Der FILM ist aber ein Blick auf den kalten Krieg, der mit Verherrlichung und Heldentum nichts zu tun hat. Hast du ein Interview mit Eastwood gelesen, wo er sich dementsprechend geäussert hatte? Oder eher wie er damals von allen aufgefasst wurde? Es gibt Gründe, warum ihn als Regisseure ein Haufen französischer Kritiker und Orson Welles persönlich ernst genommen haben vor dem Oscar und alles, als ihn noch keiner ernst genommen hat. Ich rate jedem, sich Firefox genau anzusehen. Ich mag auch viele Eastwoods nicht und finde "Heartbreake Ridge" auch schrecklich. Aber er hat als Regisseur immer eine eigene, autonome Stimme man kann ihn ernstnehmen.
Um nicht offtopic zu bleiben: Klar zeigt das jetzt alles, auch im Falle von Rambo, dass es schon teilweise fast willkürliche Interpretationssache sein kann was jetzt alles reaktionär ist und was nicht und was man einfach als Action sehen sollte. Ist frustrierend, keine Frage. Aber das ganze hat auch sein positives. Man lernt damit persönlich besser umzugehen und kriegt irgendwann seine eigenen, unbestechlichen Augen. In meinem Falle habe ich diese Ideen weit genug für mich persönlich ausgebildet, um klar meine persönliche Grenze zwischen Firefox und Rambo zu ziehen, die für mich wie zwei Gegensätze sind, auch wenn es anderen vielleicht absurd vorkommt.
Der FILM ist aber ein Blick auf den kalten Krieg, der mit Verherrlichung und Heldentum nichts zu tun hat. Hast du ein Interview mit Eastwood gelesen, wo er sich dementsprechend geäussert hatte?
Ne, hab ich nicht gelesen. Ich kann mir aber auch nicht vorstellen das er den Film einen größeren Hintergrund verpassen wollte. So wirkte der Film jedenfalls nicht. Man darf nicht vergessen das Eastwood zu der Zeit auch nicht den Stellenwert als Regisseur hatte den er jetzt geniesst. Er war zu der Zeit schon sehr auf Dirty Harry gemeißelt, und solche Rollen wurden von ihn dann auch erwartet. Es ist allerdings auch etliche Jahre her das ich Firefox gesehen habe, deswegen will ich mich nicht zu weit aus den Fenster lehnen.
Oder eher wie er damals von allen aufgefasst wurde?
Wie der Film damals aufgenommen wurde? Furchtbar, durch den Trailer waren alle ganz heiß auf das Flugzeug, bzw. den Luftkampf. So wurde er auch beworben. Die Sequenz ist dann ja auch sehr kurz, wodurch viele dann enttäuscht waren und der Film bekam den Stempel "größtenteils Langweilig".
Ne, hab ich nicht gelesen. Ich kann mir aber auch nicht vorstellen das er den Film einen größeren Hintergrund verpassen wollte.
Jep, konnte ich auch nicht. Die hinterhältige Überraschung eines kleinen, scheinbar bedeutungslosen Kampfflieger-Films und diese scheinbar sehr paradoxe Angelegenheit, dass so ein Film mit Dirty Harry in der Hauptrolle eine kleine, unbestechliche Vision ist lässt mich Filme lieben.
Die Sequenz ist dann ja auch sehr kurz, wodurch viele dann enttäuscht waren und der Film bekam den Stempel "größtenteils Langweilig".Das ist der nr.1 Hinweis auf meine These. Achte mal genau darauf, wieviele Erwartungen der Film erfüllt und wie wenig er mit anderen Kampffliegerfilmen zu tun hat. Es lohnt sich, du könntest mich eventuell für verrückt erklären, aber ich stehe dazu ;)
Vielleicht folgt zu dem Film bald mal ne kleine Kritik.
Das ist der nr.1 Hinweis auf meine These. Achte mal genau darauf, wieviele Erwartungen der Film erfüllt und wie wenig er mit anderen Kampffliegerfilmen zu tun hat. Es lohnt sich, du könntest mich eventuell für verrückt erklären, aber ich stehe dazu ;)
Wenn der Film mir mal wieder über den Weg läuft, dann schaue ich den. Aber bestellen tue ich jetzt nicht.
Vielleicht folgt zu dem Film bald mal ne kleine Kritik.
Oh ja, mach mal! Würde mich freuen.
zu Firefox
Eastwood war zur Firefox Zeit eher in einer ruhigen Phase seines Lebens/Karriere und ich bezweifel arg das er damals einen tieferen Sinn bei Firefox hegte, hab sogar hier noch ne alte Cinema zu dem Thema irgendwo rumfliegen. Firefox war nix anderes als ne Modewelle,- aufgenommen unter anderem in Octopussy und der Gipfel kam mit Die Rote Flut...
so gut Eastwood heute ist,- der hatte damals andere interessen ansonsten wäre ich aber auch Neugierig7interessiert was dazu zu lernen :)
deadlyfriend
08.01.2009, 17:57
Was mir an diesem Film aber trotz allem missfällt ist seine Haltung zu diesem Thema, wenn sie auch sehr viel subtiler ist. Wenn wir am Ende einen heulenden Rambo sehen, ist die Subtilität aber weg und es wird für mich ziemlich deutlich gesagt, worum es geht: Eine Anklage gegen die Gesellschaft, die sich gegen den völlig unschuldigen Vietnamveteranen verschwört. Es gibt da nie irgendeine Ambivalenz in der Figur von Stallone, er hat immer schmierige Vietnamesen und seine toten Kameraden im Kopf und vieles spricht mir da eine etwas zu deutliche Sprache. Ich seh vor allem eine Attacke an die Gegenbewegung, als Action konnte ich den nie richtig genießen, da bin ich eher mit Stirb Langsam und Konsorten groß geworden.
Genau das ist aber doch der Kern des Ganzen. Der Film ist rein aus der möglicherweise naiven Sicht eines Vietnam Veteran gedreht, der eben die Politik im eignen Land nicht mitbekommen hat, weil er an der Front war anstatt mit Schildern bewaffnet zum weißen Haus zu laufen. Er versteht einfach nicht was die Leute gegen ihn haben weil er doch seiner Ansicht nach für sie gekämpft hat. Er kommt damit einfach nicht klar. Diesen inneren Kampf mit sich selbst und seiner Umwelt habe ich selten so eindringlich verfilmt gesehen. Deswegen ist ja genau dieser Actionfilm für mich so Besonders, da er gleichzeitig ein Drama ist. Die Filmbewertungsstelle Wiesbaden hat dem Film damals das Prädikat "Besonders wertvoll" verliehen. Falls jemanden interessiert wieso, habe ich hier mal den Bewertungstext eingefügt:
FBW-Gutachten von 1983
Das amerikanische Vietnam-Trauma ist in vielen Filmen abgehandelt worden. In diesem Film wird beschrieben, was der Krieg aus John Rambo gemacht hat: eine mit der Tapferkeitsmedaille dekorierte Kampfmachine. In Vietnam war ihm Kriegsmaterial für eine Million Dollar anvertraut, zuhause aber bekommt er nicht mal eine Stelle als Parkwächter; in Vietnam hat er sich für Amerika foltern lassen müssen, zuhause aber muss er sich als Baby-Mörder und Frauenschänder beschimpfen lassen. Er, der dort der Autorität seiner Vorgesetzten vertraut hat, erfährt nun im eigenen Land die sadistische Autorität eines selbstherrlichen Sherrifs. In den Erinnerungen und den Gefühlen von John Rambo lebt Vietnam und konfrontiert sich, realisiert sich gegenüber seinen Erfahrungen und Erlebnissen. Das ist die eine Seite des Films.
Die Handlung: John Rambo wird von einem Sherrif aus der Stadt abgeschoben, dann in Polizeigewahrsam ungerecht behandelt. Er wehrt sich dagegen, flieht, wird gejagt wie ein Verbrecher, zeigt gegenüber seinen immer zahlreicheren Verfolgern, dass er gelernt hat, zu überleben, tötet sie aber, obwohl er zum Töten seiner Gegner ausgebildet ist, nur aus Notwehr, macht endlich jenen Sherrif unschädlich, der ihn zu seinem Privatfeind gemacht hat und lässt sich - nach einer Orgie der Zerstörung - von seinem ehemaligen Vorgesetzten, der Figur eines Ersatzvaters, vom Schlachtfeld führen.
Dieser Amoklauf eines Michael Kohlhaas realisiert sich in einem Furioso von Action, Gewaltszenen und Sensationseffekten, das nur die handlungsnotwendigen Dialogfetzen erlaubt. Und diese Action-Bezogenheit ist die andere Seite des Films.
So liegt es am Betrachter, ob er den in Regie, typengerechter Besetzung, Ausstattung und Milieu, vor allem aber in der Titelfigur hervorragend gestalteten Film als Action-Spektakel interpretieren will, das sich nur ein Bedeutsamkeits-Mäntelchen umhängt, oder ob er die im Film durch Erinnerungsbilder und einen Schlussmonolog betonte psychologische Deutung ernst nimmt, dass hier ein Mensch zu erleben ist, der durch Krieg Schaden genommen hat.
zu Firefox
Eastwood war zur Firefox Zeit eher in einer ruhigen Phase seines Lebens/Karriere und ich bezweifel arg das er damals einen tieferen Sinn bei Firefox hegte
Kleine Exkursion: An den "tieferen Sinn" glaube ich nicht, weil ich nicht genau weiß, was das ist. Wie genau soll man den benennen? "Der tiefere Sinn des Ganzen ist, dass..." hört sich ja bereits unwirklich an und hat mit dem echten Leben ja auch nix zu tun.
Wenn man es so sieht, wo liegt der tiefere Sinn von "North by Northwest" von Alfred Hitchcock? Der Sinn liegt darin, eine neue Form zu finden, uns etwas erleben zu lassen. Die Geschichte und die Handlung sind geschlossen und bedeutungslos, die unglaubliche Kontrolle über die Ausdrucksform ergibt aber etwas offenes und macht jede Farbe zu einer Musiknote, und jede Verbindung von zwei Kameraeinstellungen zu einem Akkord. Ich kann nicht sagen, was der "tiefere" Sinn ist, ich weiß aber, man erlebt den kalten Krieg durch ihn ebenso anders wie Verhältnisse zwischen Mann und Frau. "Thelma and Louise" ist ein Film mit Feminismus als "Thema" (sozusagen als "tieferer Sinn"), "North by Northwest" IST feministisch, ohne darauf zu "verweisen".
Wenn Buster Keaton sich beim Angeln zeigt, dann auf eine Aufnahme von oben auf einen Fluss, dessen Damm gerade gesprengt wurde und der jetzt zu einem Wasserfall über dem kleinen See mit den Fischen wird, dann wieder auf sich selbst, wie er ein paar Tropfen spürt und daraufhin seinen Regenschirm aufmacht, bevor ihn der Wasserfall dann umhaut, was aber gleichzeitig zur Folge hat, dass ihn die gerade eintreffenden Drei Typen, die ihn ohne sein Wissen abknallen wollten, zu seinem Glück nicht mehr sehen, dann kann man das nicht mit "tieferem Sinn" zusammenfassen sondern man erlebt diesen Charakter und seine Welt um ihn herum, als sei es ein großes Wunder.
Die Geschichte von "Firefox" mit dem gedankengesteuerten Kampfflieger der Russen ist absichtlich völlig albern und reiht sich ironisch in James-Bond-Klischees ein. Ein tieferer Sinn ist dahinter kaum auszumachen. Aber was dieser Film mit diesen Klischees macht, ist etwas besonderes. Man sieht praktisch Clint Eastwood, den Dirty Harry, in einem Film wo er nicht ein einziges Mal weiß was er tut, wo er ein armes Würstchen ist und von einem nach dem anderen rumgeschubst wird, und man sieht meistens diese Mission aus seinem Blick. Du siehst Vorgesetzte auf beiden Seiten unter Russen und den Amis, die an Ausdruckslosigkeit nicht zu überbieten sind, und am Ende wissen wir nur, dass wir nichts wissen was wir durch andere Filme gelernt haben. (Eine Diskussion könnte infolge einer Kurzkritik mal folgen). Was Clint betrifft, es ist ein allgemein verbreiteter Irrtum zu glauben, dass er sich als Regisseur besonders verändert hätte. Er hat sich immer wieder neuartig ausgedrückt, aber von "Play Misty for Me" bis zu "Million Dollar Baby" ist jeder Film klar ein Eastwood-Film und es gibt mehr Kontinuitäten als Abzweigungen.
Um daran anzuschließen @deadlyfriend: Was du sagst ist sehr einleuchtend und anhand des Films ohne Zweifel belegbar. Wenn Rambo im Gefängnis plötzlich ausrastet und den Krieg in seine Heimat bringt, hat er was von einem Hund, den man zulange misshandelt hat, oder einem Kind, dass man zu lange geschlagen hat. Der Film ist manchmal eine Charakterstudie mit dem Anliegen, differenziert zu sein. Mir ist diese Ebene nie entgangen und ich gebe hiermit zu Erkennen, dass ich deine Sichtweise voll und ganz verstehen kann.
Ich weise aber darauf hin, dass es zwischen der Perspektive, die ein Film wählt, und zwar hier die Perspektive des Ausgestossenen und der Blick auf eine gleichgültige Gesellschaft, und die dieser Perspektive untergeordnete Aussage, die eine echte Gesellschaft und ein echtes Amerika und einen echten Soldaten meint, eine kleine Spannung bestehen kann. Auf mich wirkt, bspw. im Vergleich zu "Taxi Driver" und vor allem "The Searchers" (über den ich lieber keine Worte verliere, denn das würde zu lange dauern), die hier geäußerte Kritik vor allem gegen Ende wie eine sentimentale Rückbesinnung zu alten Werten. Wegen dieser Diskussion halte ich aber Ausschau auf die nächste Möglichkeit, den Film zu sehen und das ganze vielleicht nochmal zu differenzieren.
deadlyfriend
08.01.2009, 19:38
Ich weise aber darauf hin, dass es zwischen der Perspektive, die ein Film wählt, und zwar hier die Perspektive des Ausgestossenen und der Blick auf eine gleichgültige Gesellschaft, und die dieser Perspektive untergeordnete Aussage, die eine echte Gesellschaft und ein echtes Amerika und einen echten Soldaten meint, eine kleine Spannung bestehen kann.
Es tut mir echt leid aber ich werde aus diesem Satzkonstrukt einfach nicht schlau. ;)
Ich habe ihn jetzt mehrfach gelesen aber ich verstehe echt nicht auf was du hinweist.:confused:
Es tut mir echt leid aber ich werde aus diesem Satzkonstrukt einfach nicht schlau. ;)
Ich habe ihn jetzt mehrfach gelesen aber ich verstehe echt nicht auf was du hinweist.:confused:
Vielleicht sollte ich solche langen Sätze weglassen, der hier war auch echt misslungen.
Etwas einfacher: Dass ich die Geschichte eines ausgestossenen Veteranen erzähle und seine Sicht auf das Geschehen annehme heißt noch nicht, dass ich aus dieser Perspektive etwas heraushole, was sich konkret mit der Realität vereinbaren lässt. Das bleibt dabei noch offen. Bei "Taxi Driver" ist es nicht die Tatsache, dass er von einem Ausgestossenen erzählt, die ihn meiner Ansicht nach zu einem wichtigen Film macht, sondern dass er diese Perspektive benutzt um uns unzählige andere zwischendurch zu eröffnen.
JaredKimberlain
08.01.2009, 19:50
Ich weise aber darauf hin, dass es zwischen der Perspektive, die ein Film wählt, und zwar hier die Perspektive des Ausgestossenen und der Blick auf eine gleichgültige Gesellschaft, und die dieser Perspektive untergeordnete Aussage, die eine echte Gesellschaft und ein echtes Amerika und einen echten Soldaten meint, eine kleine Spannung bestehen kann. Auf mich wirkt, bspw. im Vergleich zu "Taxi Driver" und vor allem "The Searchers" (über den ich lieber keine Worte verliere, denn das würde zu lange dauern), die hier geäußerte Kritik vor allem gegen Ende wie eine sentimentale Rückbesinnung zu alten Werten. Wegen dieser Diskussion halte ich aber Ausschau auf die nächste Möglichkeit, den Film zu sehen und das ganze vielleicht nochmal zu differenzieren.
Lieber Farman,
ich war zwar kurz davor, dich wegen deiner Aussagen zu "Hotel Ruanda" "anzuspucken", bitte dich aber doch inständig genau das zu tun. Du solltest eindeutig mehr Kurzkritiken hier verfassen, das dürfte den Laden immens beleben.
Das sind ja unglaubliche Bereicherungen.
Im Übrigen sei gesagt, dass ich viele deiner Eindrücke zu "Firefox" teile (ebenfalls ein Eastwood, und zwar durch und durch) und um wieder zu "Rambo" zu kommen empfehle, dass du Ihn dir wirklich mal wieder anschaust (wenn du wirklich Rambo meintest). Gerade in deiner letzten Aussage finde ich doch, dass man genau das eindeutig in "Rambo" finden kann. Wenn man mal alleine den Soldaten John Rambo betrachtet, so wird (wie ich finde) zu Zeit der Filmentstehung eine fast einzigartige Zerrissenheit des Menschen und der ihm auferlegten Umstände (wenn auch selbst gewählt) dargestellt. Natürlich gibt es ein gewissen Grad Action und auch einige eher der Show dienende Bereiche, ich bin mir aber sicher, dass rein in einer Characterstudie J. Rambo er in weiten Teilen des Filmes seine Entscheidung zum Soldaten bei Möglichkeit rückgängig machen würde. Und gerade das ist eine fast revolutionäre Darstellung zu dieser Zeit. Von einer Verherrlichung (als Einzelfilm ohne Nachfolger) zumindest in meinen Augen meilenweit entfernt.
Gruß,
J.K.
crizzero
08.01.2009, 20:56
Es tut mir echt leid aber ich werde aus diesem Satzkonstrukt einfach nicht schlau. ;)
Also ganz ehrlich, ich komme auch nicht gleich dahinter. Manchmal glaube ich auch, dass mir 'ne Gehirnwindung fehlt, um Farmans Aussagen zu verstehen. Aber ich lese sie so furchtbar gerne und zerbreche mir liebend gern den Kopf über dieses Filmwissen, dass ich gar nicht alles sofort verstehen muss. Ich möchte an dieser Stelle mal Jared zustimmen und Farman dazu ermuntern, hier vielleicht noch etwas öfter Stellung zu Filmen zu beziehen und eventuell hier und da eine Kritik zu schreiben. Völlig egal, ob die aus dem Mainstream oder aus dem Nirvana der Filmwelt stammen.
Du bist eine echte Bereicherung für ein Filmforum, Farman. :hoch:
auf die Firefox Kritik bin ich gespannt,- denn für mich ist der Film nicht schlecht aber ich hab da nie was anderes erkannt als ne Form von James Bond ohne grosse Gimmicks
Lieber Farman,
ich war zwar kurz davor, dich wegen deiner Aussagen zu "Hotel Ruanda" "anzuspucken"
Oha, sooo schlimm?
bitte dich aber doch inständig genau das zu tun. Du solltest eindeutig mehr Kurzkritiken hier verfassen, das dürfte den Laden immens beleben.
Das sind ja unglaubliche Bereicherungen.
Tausend Dank für diese netten Worte. Eine Kritik zu "The Searchers"? Das wär ne gute Idee, aber schwer und frustrierend, da das einer meiner allerliebsten Filme auf dem Planeten ist und ich dafür einerseits erstmal die Worte finden müsste und andererseits immer befürchte, dass die Leute trotz allem nix mit dem Film anzufangen wissen werden und sich abwenden oder ihn mit kurzen und knappen Aussagen als etwas abtun, was er nicht ist (wie ich das aus anderer Leute Sicht sicher bei Rambo getan habe). Bei Lieblingsfilmen ist sowas immer leicht frustrierend, und diesem Film muss man mit einer Kritik erstmal gerecht werden.
Was Firefox betrifft, werd ich wohl eine Kritik schreiben müssen und hoffe natürlich (anders als bei "The Searchers") auf eine große Kontroverse. Ich mach mich am Wochenende denk ich ma ran.
Von einer Verherrlichung (als Einzelfilm ohne Nachfolger) zumindest in meinen Augen meilenweit entfernt.
Akzeptiert. Das Wort "Verherrlichung" ist sicher irritierend, weil man damit den ersten Rambo mit dem zweiten gleichsetzen würde und damit einen zumindest in seiner Ambition ganz andersartigen Film etwas vereinfacht und verfälscht. Dennoch: Es kann sein, dass jemand einem Film etwas vorwirft und sich seiner Ambitionen genau so bewusst ist und die Themen genau so verstanden hat wie der nächste. Es ist dann nur so, dass man ein allgemeines Verständnis angreift, auf dass sich viele Leute zusammen (in diesem Fall möglicherweise aus sehr guten Gründen) geeinigt haben, und das hat in Hinblick auf allgemeine Nettiquette-Regeln in etwa den selben Effekt als wenn jemand während eines eleganten Dinners einen fahren lässt. Aber da muss man locker bleiben: Wenn mir jemand bzgl. "Taxi Driver" von einem rassistischen und gewaltverherrlichenden Film sprechen würde, wäre ich nicht seiner Meinung, aber es kann gut sein, dass er die Ambitionen des Films verstanden hat.
Im Falle von Rambo fehlen mir da derzeit noch die wirklich schlagkräftigen Argumente und deswegen werde ich ihn nochmal sehen müssen.
@crizzo: thx. Schade, dass mein Gekritzel manchmal einen rätselhaften Eindruck macht, es ist auch nicht immer ganz einfach etwas schwieriges gut und elegant auf den Punkt zu bringen. Ich gebe weiterhin mein bestes ;)
JaredKimberlain
09.01.2009, 14:47
Oha, sooo schlimm?
Aber da muss man locker bleiben: Wenn mir jemand bzgl. "Taxi Driver" von einem rassistischen und gewaltverherrlichenden Film sprechen würde, wäre ich nicht seiner Meinung, aber es kann gut sein, dass er die Ambitionen des Films verstanden hat.
Im Falle von Rambo fehlen mir da derzeit noch die wirklich schlagkräftigen Argumente und deswegen werde ich ihn nochmal sehen müssen.
Deine bildliche Erklärung ist der Wahnsinn, geht in meine persönlichen Top Ten ein. ;)
Und locker bin ich in diesem Thema sowieso, schließlich reden wir hier über Spass und nicht über Geschäft.
Deiner Argumentation kann ich auch durchaus folgen. Allerdings muss ich dazu gerade bei unserem Thema "Rambo" oder auch deinem Thema "Taxi Driver" zumindest aus meiner Sicht unterstellen, dass jemand bei gewissen Aussagen zu einem Film eigentlich ausschließt, dass er die Ambitionen des Filmes verstanden hat. Denn wenn ich das höher gesteckte Ziel schon im voraus durch unterstellte Banalität verbaue, wird man ja nie mehr auch nur im Grundsatz Einigkeit erzielen können.
Wobei natürlich unserer Beispiel "Rambo" nicht unbedingt für eine solche Betrachtung heranzuziehen ist, er bleibt sich nämlich weder in der einen noch anderen Richtung treu (wobei man hier wieder den besonderen Faktor Soldat ausklammern muss, denn das Selbstverständnis von Soldaten wird für Nichtsoldaten niemals hundertprozentig nachvollziehbar sein - meine These :rolleyes:).
Aber ich bin schon jetzt gespannt auf die Diskussion zu "Firefox". :)
Gruß,
J.K.
Allerdings muss ich dazu gerade bei unserem Thema "Rambo" oder auch deinem Thema "Taxi Driver" zumindest aus meiner Sicht unterstellen, dass jemand bei gewissen Aussagen zu einem Film eigentlich ausschließt, dass er die Ambitionen des Filmes verstanden hat.
Das ist sehr gut möglich und sicherlich sehr oft der Fall. Aber die Ambitionen, jetzt im ganz oberflächlichen Sinne des Wortes, also das "Thema", das ist manchmal sehr leicht zu verstehen, der Streitpunkt wird dann der oder sollte der werden, ob der Film in seinen Ambitionen Erfolg hat. Diese Frage lässt nämlich wieder Raum für allerlei Behauptungen.
In meinem Fall muss hin und wieder auch mal eine einfache Behauptung her, bloß zum Herstellen eines Gegenpols, und in der folgenden Diskussionen werden die Pole sich automatisch annähern, aber möglicherweise wird man auch verschiedener Meinung bleiben.
Aber Ambitionen sind ja manchmal auch welche, die man nicht auf den ersten Blick sieht, und dann können, da stimme ich dir voll und ganz zu, einfache Banalitäten schon ne Menge anrichten. Wie wenn man z.B. "The Searchers" oder "The Wild Bunch" bloß in ihren Ambitionen nie als das Western-Genre übersteigend, oder "Es war einmal in Amerika" oder "Sonatine" nie als das Gangster-Genre übersteigend verkauft. Die wirklichen Ambitionen solcher Filme muss man auch erstmal erkennen.
wobei man hier wieder den besonderen Faktor Soldat ausklammern muss, denn das Selbstverständnis von Soldaten wird für Nichtsoldaten niemals hundertprozentig nachvollziehbar sein - meine These :rolleyes:).
Ein sehr gutes Stichwort für eine vielleicht bald folgende Kritik zu Firefox.
Aber ich bin schon jetzt gespannt auf die Diskussion zu "Firefox". :)
Wenn es denn eine geben wird. Ich werde versuchen, die Themen hier in die Kritik rüber zu transportieren, denn anhand der Diskussion über Rambo kann man viel aus Firefox rausholen.
Also dementsprechend sieht man sich hoffentlich nochmal in dem folgenden Thread, über Rambo hat sich meine Aussagekraft fürs Erste erschöpft.
Eclipsed
09.01.2009, 20:42
Tausend Dank für diese netten Worte. Eine Kritik zu "The Searchers"? Das wär ne gute Idee, aber schwer und frustrierend, da das einer meiner allerliebsten Filme auf dem Planeten ist und ich dafür einerseits erstmal die Worte finden müsste und andererseits immer befürchte, dass die Leute trotz allem nix mit dem Film anzufangen wissen werden und sich abwenden oder ihn mit kurzen und knappen Aussagen als etwas abtun, was er nicht ist (wie ich das aus anderer Leute Sicht sicher bei Rambo getan habe). Bei Lieblingsfilmen ist sowas immer leicht frustrierend, und diesem Film muss man mit einer Kritik erstmal gerecht werden.
Was Firefox betrifft, werd ich wohl eine Kritik schreiben müssen und hoffe natürlich (anders als bei "The Searchers") auf eine große Kontroverse. Ich mach mich am Wochenende denk ich ma ran.
OT: Warum willst uns denn so einen rassistischen, indianerfeindlichen, hurra-patriotischen Cowboyfilm schmackhaft machen? ;)
grunz
John Rambo vs. Hotel Ruanda. Ich denke ich war bei dem Thema ein wenig zuviel von der Prämisse abgekommen. Beide Filme behandeln auf veschiedene Art das Thema Völkermord. Nur wird man Hotel Ruanda mit anderen Augen sehen da der Film seine Brutalität anders verpackt. Mehr haben diese Filme auch nicht gemeinsam....ausser einen Völkermord der irgendwie dan und wann in den nachrichten auftaucht aber mehr auch nicht.
John Rambo
"Wenn man Dich zwingt, ist Töten so leicht wie Atmen"
Der Film beginnt mit schockierenden Bildern aus Birma, wo wiedermal eine Militärdiktatur es schaffte mit Drogengeldern ein Herz der Finsterniss zu bauen.
Und so wie es diese Seite gibt , gibt es immer wieder die andere Seite welche mit aufrichtigen Mitteln etwas Menschlichkeit in diese Gegend zu bringen versucht. Der Glaube an Gott spielt dabei eine zentrale Figur und fast schon blasphemisch wird dieser Gott so eierlos dargestellt das man einen Teufel entfachen musste um Gotteskinder aus dem Schoss der Finsterniss zu entreißen. Darum liebe ich den vierten Rambo fast genauso wie den ersten Teil. Man sieht im vierten Teil eine Rückblende und ein Satz ist mir dabei aufgefallen ,-> "ihr könnt nicht einfach aufhören"
Wie recht dieser Satz doch hat. Man bildet Killermaschinen aus, bringt das Töten bei und innerhalb eines kurzen Zeitraums katapultiert man diese Maschinen ins zivile Leben zurück. Der erste Teil gab schon Recht, als Rambo aufzeigte das ein Soldat im Krieg mehr Geld im Equipment mit sich trägt als er meist danach in einem zivilen Job als Arbeit bekommt. Der Staat hatte seine nützlichen Idioten, seine Semper Fis und kümmerte sich danach einen Scheiß darum. Natürlich wird dies nicht ausführlich behandelt,- denn Rambo ist in erster Linie ein reinrassiger Actionfilm der trotzdem das Kunststück schafft eine Moral unterzubringen, die mich als Zuschauer packt. Gewalt ist kein Mantel den man ablegen kann und wer einmal diesen Mantel getragen hat, der wird ihn immer wieder anziehen wenn man ihn zwingt.
Aber es gibt auch die Ruhe nach der Gewalt, man kann sich was aufbauen...aber letztlich bleibt man immer das, was man mal war.
Natürlich interpretiere ich etwas weitläufig denn eines schafft John Rambo auch...die Luft in einem Raum in pures Adrenalin zu verwandeln!
weiterhin 9,5/10 für den vierten Teil der zum ersten Teil für mich eine ideele Brücke schlägt.
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