Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : The Fall
deadlyfriend
20.09.2009, 14:13
Gesamtübersicht aller Kritiken zu The Fall:
#02 20.09.2009 deadlyfriend (http://www.filmvisionaere.com/showpost.php?p=106060&postcount=2)
#13 23.09.2009 Russel Faraday (http://www.filmvisionaere.com/showpost.php?p=107103&postcount=13)
#15 28.09.2009 crizzo (http://www.filmvisionaere.com/showpost.php?p=108919&postcount=15)
#22 01.10.2009 George Lucas (http://www.filmvisionaere.com/showpost.php?p=109562&postcount=22)
#24 03.10.2009 Alexboy (http://www.filmvisionaere.com/showpost.php?p=110276&postcount=24)
deadlyfriend
20.09.2009, 14:14
The Fall (http://www.ofdb.de/film/98324,The-Fall)
Roy Walker liegt nach einem Unfall im Krankenhaus. Er kann weder aufstehen, geschweige denn laufen. Die 5-jährige Alexandria befindet sich aufgrund eines gebrochenen Armes ebenfalls dort. Die beiden scheinen sich anzufreunden, weshalb Roy beginnt ihr eine Geschichte zu erzählen. Schon bald vermischt sich diese Geschichte mit der Realität. Aber eigentlich geht es um was ganz anderes.
Regisseur Tarsem Singh (The Cell) überwältigt uns mit einer opulenten Bilderflut die in die Geschichte des Independentfilms eingehen wird. Ohne Computersets überrascht er mit einer visionären Vielfalt, die es wohl in dieser Form noch nie zu sehen gab. In 18 verschiedenen Ländern präsentiert er die schönsten Plätze der Welt, die einfach unglaublich erscheinen. Mittendrin eine Farbenpracht, die einen mit offenem Mund nur noch staunen läßt.
Er verläßt sich aber nicht nur auf die visuellen Aspekte, sondern bettet das in eine wundervolle Erzählung über Leben und Freundschaft. Beide Seiten sind gleichermaßen interessant. Egal ob es um die Abenteuer der Fantasiegestalten geht oder um die außergewöhnliche Beziehung am Krankenbett. Ganz starke Momente zieht er aus den gleichzeitig gebotenen Fantasy-Einlagen und der Stimme des Mädchens aus dem Off, die dadurch die erzählte Geschichte im gleichen Augenblick abändert, bzw. den Erzähler auf Fehler hinweist, die er dann visuell sofort korrigiert. Auch die Übergänge zwischen Realität und Märchen sind phasenweise einfach nur brillant.
Oftmals wird er mit dem im gleichen Jahr entstandenen "Pans Labyrinth" verglichen, was allerdings nur in ganz wenigen Übereinstimmungen einen Sinn ergibt, da hier eine völlig andere Intension verfolgt wird. Trotzdem müßte er der gleichen Klientel gefallen.
Der Takt des Films ist immer ausgewogen. Niemals verharrt er zu lange auf einer Szenerie, immer im richtigen Augenblick schwenkt er wieder auf die andere Seite. Genauso wie beim perfekten Einsatz von Beethovens siebter Sinfonie. Sinfonie ist auch das richtige Wort dieses Gesamtwerks.
Wenn man sich die "Opening credits" anschaut, beginnt man zu staunen und dieses Gefühl hört erst nach dem Abspann wieder auf.
Allerdings dürfte "The Fall" nicht jedem den Atem rauben. Dafür ist er einfach nicht geschaffen, aber für mich ist hier ein Meisterwerk entstanden.
Eclipsed
20.09.2009, 14:35
Wie das Leben so spielt, habe ich den auch gestern abend geguckt. :)
Kann deine Kritik komplett unterschreiben:
Ein visuelles Meisterwerk! Erinnerte mich an das von mir hochgelobte Baraka...nur mit Story! Man ist irgendwann total in dieser Phantasiewelt versunken, wurde dann aber durch die "realen" Szenen wieder auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt...das ist für mich auch die Parallele zu Pans Labyrinth.
Nachdem ich zunächst style over substance erwartete (wie bei The Cell, ebenfalls von Tarsem Singh), wurde ich hier auch von der herzzereissenden Geschichte gepackt!
Kann den Film also ebenfalls jedem empfehlen und ans Herz legen...zumal die Mediabook-Edition echt schick ist und die Blu-Ray eine ausgezeichnete Bild- und Tonqualität aufweist!
Agent Orange
20.09.2009, 14:41
Ein Film den ich nach dem Trailer eigentlich gar nicht auf meiner Liste hatte. Evtl wage ich mich da in Form des schicken Mediabooks da ja doch mal ran. Neugierig habt ihr mich auf jeden Fall nun gemacht ;)
deadlyfriend
20.09.2009, 14:43
Kann deine Kritik komplett unterschreiben:
Das freut mich wirklich ungemein!
Ein visuelles Meisterwerk! Erinnerte mich an das von mir hochgelobte Baraka...nur mit Story!
Baraka wird bei mir noch folgen. Sofern auf HD umgestellt ist.
Man ist irgendwann total in dieser Phantasiewelt versunken, wurde dann aber durch die "realen" Szenen wieder auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt...das ist für mich auch die Parallele zu Pans Labyrinth.
Deswegen meinte ich ja auch das es nur in wenigen Übereinstimmungen zutrifft. Ich habe es allerdings absichtlich mit aufgenommen da ich mancherorts gelesen hatte, das man von Pan ein wenig abkupfert. Deshalb auch meine Erwähnung des Entstehungsjahres da dies völlig haltlos ist.
Nachdem ich zunächst style over substance erwartete (wie bei The Cell, ebenfalls von Tarsem Singh), wurde ich hier auch von der herzzereissenden Geschichte gepackt!
Genau das hatte ich auch erwartet und wurde dann absolut überrascht das beide Seiten gleich behandelt wurden. Ein Spagat der nicht oft gelingt.
Kann den Film also ebenfalls jedem empfehlen und ans Herz legen...zumal die Mediabook-Edition echt schick ist und die Blu-Ray eine ausgezeichnete Bild- und Tonqualität aufweist!
Allerdings, das Mediabook ist der Hammer und ich hatte mich wegen der bevorstehenden Umstellung auf HD auch absichtlich dafür entschieden. Ich freue mich auch schon darauf den Film von der BD aus zu sehen. Das Booklet ist ebenfalls unglaublich informativ und hochwertig.
deadlyfriend
20.09.2009, 14:46
Ein Film den ich nach dem Trailer eigentlich gar nicht auf meiner Liste hatte. Evtl wage ich mich da in Form des schicken Mediabooks da ja doch mal ran. Neugierig habt ihr mich auf jeden Fall nun gemacht ;)
Der Trailer wird dem Film in keinster Weise gerecht. Ich glaube nicht das du dieses "Wagnis" bereuen wirst.
Agent Orange
20.09.2009, 14:57
Der Trailer wird dem Film in keinster Weise gerecht. Ich glaube nicht das du dieses "Wagnis" bereuen wirst.
Das hört sich gut an, der Trailer sah mir nämlich nach inhaltslosem Maskenball aus. Da scheine ich aber total falsch gelegen zu haben, den muss ich demnächst mal in meinen Einkaufswagen packen :uff:
deadlyfriend
20.09.2009, 15:40
Das hört sich gut an, der Trailer sah mir nämlich nach inhaltslosem Maskenball aus.
Genau das Gegenteil ist der Fall bzw. The Fall;) Wie Eclipsed richtig geschrieben hat, findet kein "style over substance" statt. Das hat alles seine volle Berechtigung.
crizzero
21.09.2009, 09:21
Sehr schöne Kritik, deadly, die mir den Film auf den Schirm gezaubert hat. Wird in naher Zukunft bestellt und angeschaut. Nachdem mich bereits Filme wie "Pans Labyrinth" oder "Big Fish" total verzaubert haben und ich für solche Geschichten sowieso sehr empfänglich bin, muss ich nach deinen Worten zu diesem Film einfach die LE kaufen. Geht nicht anders. :)
Die wilde 13
21.09.2009, 15:58
Der Takt des Films ist immer ausgewogen. Niemals verharrt er zu lange auf einer Szenerie, immer im richtigen Augenblick schwenkt er wieder auf die andere Seite. Genauso wie beim perfekten Einsatz von Beethovens siebter Sinfonie. Sinfonie ist auch das richtige Wort dieses Gesamtwerks.
Wenn man sich die "Opening credits" anschaut, beginnt man zu staunen und dieses Gefühl hört erst nach dem Abspann wieder auf.
Wenn The Fall nur halb so gut ist wie deine fantastisch geschriebene Kritik,wird er mir garantiert gefallen ! Alleine der zitierte Absatz lässt mich vor Neugier und Erwartung brennen.Wirklich ganz toll geschrieben,lieber deadly :hoch::hoch:
Auch die Vergleiche mit Pan's Labyrinth und Big Fish zeugen von einem Meisterwerk,der unbedingt in meine Sammlung muss! Eigentlich wollte ich ja erst bei der Saturneröffnung Ende Oktober wieder zuschlagen,aber ob ich so lange warten kann.....:rolleyes:
deadlyfriend
21.09.2009, 20:04
Wenn The Fall nur halb so gut ist wie deine fantastisch geschriebene Kritik,wird er mir garantiert gefallen ! Alleine der zitierte Absatz lässt mich vor Neugier und Erwartung brennen.Wirklich ganz toll geschrieben,lieber deadly :hoch::hoch:
Vielen Dank, euer Lob freut mich wirklich! Allerdings kann das auch ganz schnell nach hinten losgehen, da ich scheinbar die Erwartungshaltung ziemlich nach oben geschraubt habe. Ich hatte den Vorteil über den Film absolut nichts zu wissen. Weder Inhalt, noch Meinungen und auch den Trailer kannte ich vorher nicht. Ich bin aber sehr gespannt auf eure Eindrücke!
Wir hatten den Film während dem Essen gestartet. Nach 60 Sekunden drückte ich die Pausentaste und meinte zu meiner Freundin, das der Beginn absolut ungewöhnlich gefilmt wäre und ich erst nach dem Essen schauen werde, weil es den Eindruck machte das da was sehr interessantes auf mich zukommen wird.
Als ich die Kritik gelesen habe, musste ich auch sofort an Big Fish denken. Und da ich diesen Film liebe, habe ich sofort beschlossen, mir The fall auf jeden Fall anzuschauen. Ich hatte den Trailer auch schon mal irgendwo gesehen und gedacht, na ja da, wird wieder hauptsächlich die Optik was wert sein...aber jetzt. Mal sehen. Ich bin schon richtig gespannt...
Russel Faraday
23.09.2009, 10:04
The Fall (http://www.ofdb.de/film/98324,The-Fall)
Der film an sich hat mir gut gefallen, aber mit "Big Fish" würde ich ihn nun wirklich nicht vergleichen, da "the fall" dessen märchenhaftigkeit und zauber leider völlig fehlt.
Tarsem tut das, was er am besten kann: unbeschreibliche filmbilder auf die leinwand zaubern, bei denen jeder frame ein gemälde ist. die handlung bleibt hierbei leider komplett auf der strecke, zumindest was die erzählte geschichte innerhalb des films betrifft, denn die ist eigentlich komplett zu vernachlässigen, und wenn man mal genau drüber nachdenkt, dürfte dieses minimum an inhalt ein mädchen dieses alters kaum bei der stange halten, denn Roys geschichte hat eigentlich rein gar nichts fesselndes zu bieten. sie ist nicht abenteuerlich, lustig oder spannend, sondern einfach nur mittel zum zweck, damit sich Tarsem ordentlich austoben kann.
inhaltlich weitaus interessanter ist da der film in der "realität", besonders wenn man sich das kleine büchlein dieser tollen VÖ durchliest und erfährt, daß alle beteiligten (mit wenigen ausnahmen) dachten, der damals noch nahezu unbekannte Lee Pace sei tatsächlich gelähmt, was erst am ende der dreharbeiten richtig gestellt wurde.
fazit: optisch herausragender form-über-inhalt-film, den man am besten auf leinwand genießen sollte, denn was Tarsem hier an bildern gezaubert hat, ist wahrlich unglaublich/einmalig. daß die handlung dabei etwas zu kurz kommt, kann man verschmerzen. den märchenhaften charme eines "big fish" erreicht "the fall" aber zu keinem zeitpunkt auch nur annähernd, dafür ist der fantasy-teil zu nüchtern und kalt erzählt und dient einzig dem zweck, daß sich Tarsem mal richtig austoben kann. deshalb ließ mich persönlich der film emotional auch komplett kalt.
trotzdem hat mich der film beeindruckt und gut unterhalten ==> 8/10
deadlyfriend
23.09.2009, 11:43
die handlung bleibt hierbei leider komplett auf der strecke, zumindest was die erzählte geschichte innerhalb des films betrifft, denn die ist eigentlich komplett zu vernachlässigen,
Das sehe ich absolut anders. Die Geschichte ist eine Metapher seiner eigenen Wunschvorstellung. Ein Tagtraum von dem was er gerne hätte, nur eben in einer wunderschönen Bildersprache bzw. als Märchenerzählung verpackt. Die Prinzessin die es in der Realität gibt, sowie auch den bösen Gouverneur und was er damit am liebsten machen würde. Durch Dinge die in der Realität passieren ändert er ja sogar deren Handlungsweisen ab. Zum Beispiel wenn das Mädchen ihm von ihrem Treffen mit dem "Star" erzählt, bekommt er erst ein Gesicht. Seine Mitstreiter sind Kollegen von ihm. Ich finde schon das beide Teile des Films unmittelbar zusammengehören und er durch die Erzählung sein Innenleben offenbart. Deshalb fand ich diesen Teil des Films nicht nur wegen den Bildern interessant.
crizzero
28.09.2009, 22:30
The Fall (http://www.ofdb.de/film/98324,The-Fall)
Wer kennt das nicht aus seiner Kindheit? Abends setzt sich ein Elternteil ans Bett, streicht einem durchs Haar und erzählt noch eine hübsche Gute-Nacht-Geschichte. Da man währenddessen einschlafen soll, schließt man die Augen und kuschelt sich unter die Decke. Dabei malt man sich die gehörten Dinge genau so aus, wie man sie haben will. Prächtige Kostüme, bekannte Gesichter und nach kleineren Einwänden vom Erzähler modifizierte Beschreibungen von den Akteuren. Man malt sich diese Fantasiewelt so, wie sie einem gefällt. Und genauso kunterbunt kommt "The Fall" von Regisseur Tarsem daher. Der Unterschied hierbei ist nur, dass die kleine Alexandria mit ihrem gebrochenen Arm auf das Bett des verletzten Stuntmans Roy klettert, welcher im gleichen Krankenhaus liegt, und sich von ihm in eine solche Welt hineinversetzen lässt. Und zwar soweit, dass man Roys unfreiwilliger Parabel dank Alexandrias Vorstellungen beim Eintauchen in die reale Umgebung förmlich zuschauen kann.
Neben farbenfrohen Kleidern und Landschaften erdenkt sich das traumhaft süße Mädchen eine unglaubliche Welt. Alles wirkt wie ein riesiges Kunstwerk. Erzählt von Roy, ersponnen von Alexandria und für den Cineasten umgesetzt von Tarsem. Großartige Aufnahmen von skurrilen Charakteren, wunderschöne Blickwinkel auf pompöse Sets. "The Fall" kann den Zuschauer allein mit seinen Schauwerten erschlagen. Nur ist das längst nicht alles, denn auch inhaltlich besticht der Film durch eine geniale Grundidee. Fantasie und Realität werden immer mehr miteinander verbunden bis sie sich letztlich wechselseitig bedingen. Dabei trifft Rührseligkeit auf Verachtenswertes, Euphorie küsst Dramatik und Nächstenliebe plagt sich mit Menschlichkeit herum. Der Film präsentiert eine so sanft eingewobene Metaebene, dass man sofort mit dem Philosophieren und Nachdenken anfängt. Hier das Krankenhaus mit Roy und Alexandria, dort die Fantasiegeschichte mit den Kriegern und ihrer Suche nach dem Erzfeind und dazwischen spinnt der Zuschauer aus einer Vielzahl an Metaphern, Allegorien und anderen Andeutungen der Protagonisten seine persönliche Quintessenz zusammen. Das ist wie der Zuckerguss auf einer kalorienreichen Kirschtorte, die nicht nur wie gemalt aussieht, sondern auch noch göttlich schmeckt.
Tarsem gelingt mit "The Fall" ein großartiger Märchenfilm für Erwachsene, der herzzerreißend erzählt, fantastisch inszeniert und von vorne bis hinten durchdacht ist. Hier erzählt jemand eine einzigartige Geschichte, die ebenso unterhaltsam wie ernst ist, welche dann vom kreativen Geist eines bezaubernden Mädchens erdacht wird und schlussendlich nur noch vom Zuschauer aufgesogen und interpretiert werden muss. Dabei lehnt man sich fasziniert zurück und genießt es, der Dritte im Bunde sein zu dürfen.
9/10
Eclipsed
28.09.2009, 23:29
Freut mich sehr, crizzo, dass wir endlich mal wieder bei einem Film "d'accord" sind! :)
Mal eine Frage an euch: habt ihr den Film auf deutsch geguckt? Falls ja, kommt in der Synchro rüber, dass Roy sich den "Indian" als Native American vorstellt, während Alexandria einen Menschen aus Indien phantasiert?
Diese Details machen den Film so großartig!
deadlyfriend
28.09.2009, 23:29
Freut mich das er bei dir ebenso viele fantastische Eindrücke hinterlassen hat. Diese hast du auch in eine wirklich schön formulierte Kritik eingewebt. Ich bin schon sehr gespannt wie er beim zweiten Mal wirkt.
An den Sets konnte ich mich kaum satt sehen und fand das Mischverhältnis wirklich einmalig. Hast du dir das Booklet durchgelesen?
deadlyfriend
28.09.2009, 23:31
Mal eine Frage an euch: habt ihr den Film auf deutsch geguckt? Falls ja, kommt in der Synchro rüber, dass Roy sich den "Indian" als Native American vorstellt, während Alexandria einen Menschen aus Indien phantasiert?
Diese Details machen den Film so großartig!
Das ist mir jetzt gar nicht aufgefallen. Da bin dann umso mehr auf die Zweitsichtung gespannt. Wer weiß was es noch zu entdecken gibt wenn man die Handlung ein wenig vernachlässigen kann.
Eclipsed
28.09.2009, 23:36
Das ist mir jetzt gar nicht aufgefallen. Da bin dann umso mehr auf die Zweitsichtung gespannt. Wer weiß was es noch zu entdecken gibt wenn man die Handlung ein wenig vernachlässigen kann.
Ich habe den Film vorgestern bereits zum zweiten Mal gesehen! :)
Mir war bei der Erstsichtung auch nicht aufgefallen, dass Oto Benga der Eisverkäufer ist...habe mich aber geärgert, dass erst so spät erkannt zu haben! ;)
crizzero
28.09.2009, 23:59
Freut mich sehr, crizzo, dass wir endlich mal wieder bei einem Film "d'accord" sind! :)
Freut mich auch! Im filmischen Geiste sind wir sowieso nicht so weit auseinander. Deine Filmliste für 2009 konnte ich fast am Stück für mich übernehmen und dann ist da noch dein Faible für Filmstarts.de... so extrem unähnlich sind wir uns filmtechnisch gesehen dann doch nicht. :)
Mal eine Frage an euch: habt ihr den Film auf deutsch geguckt?
Japp, die Erstsichtung erfolgt bei mir eigentlich immer auf Deutsch.
Falls ja, kommt in der Synchro rüber, dass Roy sich den "Indian" als Native American vorstellt, während Alexandria einen Menschen aus Indien phantasiert?
Diese Details machen den Film so großartig!
Das ist wirklich klasse, wenn man da noch etwas linguistische Finesse wie z.B. mit diesem Homophon einfließen lässt. Sehr fein! Freue mich schon auf die zweite Sichtung auf Englisch, dann spitze ich die Ohren.
Hast du dir das Booklet durchgelesen?
Nee, noch nicht. Erst musste der Film genossen werden. Aber das Booklet schaue ich mir noch genauer an.
Eine Bilderflut, die fast in Reizüberflutung mündet. Der ganze Look ist grandios. Leider wurde ich mit der kleinen Hauptdarstellerin nicht ganz warm. Lee Pace find ich dagegen grandios. Ein echtes kleines Juwel.Ich fand schon The Cell klasse und mich würde mal interessieren was der Typ mit einem etwas größeren Budget anstellen würde. Manche Szenen sind einfach einzigartig. Ich steh aber vor allem auf kleine handwerkliche Kniffe. Mir haben vor allem die Einschusslöcher und die Szene mit den Pfeilen hervorragend gefallen. Dicke Empfehlung! Sehr gute 8/10.
George Lucas
01.10.2009, 01:31
The Fall (http://www.ofdb.de/film/98324,The-Fall)
Story:
Los Angeles, 1915. Nach einem missglückten Eisenbahnstunt liegt der Stuntman Roy Walker (Lee Pace) im Krankenhaus und trifft dort auf die kleine Alexandria.
Da er fortan nicht an den Rollstuhl gefesselt sein möchte, entschließt er sich, seinem Leben ein Ende zu bereiten und überredet das kleine Mädchen, ihm die Morphium-Tabletten aus einem Arztschrank zu stehlen. Als Gegenleistung erzählt er ihr eine phantastische Geschichte über mythische 5 Helden, die am Ende alle sterben sollen. Doch je weiter die Geschichte voranschreitet, desto mehr vermischen sich Fiktion und Realität...
Kritik:
15 Jahre nach THE CELL gelingt Regisseur Tarsem mit seinem 2. Kinofilm eine der aufwändigsten Produktionen der Filmgeschichte. In 18 Ländern wurde THE FALL gedreht und berauscht mit atemberaubend schönen und stilistischen Bildern. Die Schauspieler wissen durchweg zu gefallen. Allen voran Lee Pace als vom Leben enttäuschter Stuntman, Justine Waddell als Krankenschwester und vor allem Catinca Untaru als kleines Mädchen, dass für ihre Mutter auf den Orangenplantagen arbeitet, gehen in ihren Rollen richtig auf. Sicherlich kein Film für Zwischendurch. Das etwas "weinerliche" Ende war kurz davor, mir auf die Nerven zu gehen und trübte etwas den ansonsten guten Gesamteindruck.
8,5/10
crizzero
01.10.2009, 07:44
Ist meiner Meinung nach ein bißchen viel Filminhalt für so wenig Meinung. Diese "Kritik" wird dem Film nicht mal im Ansatz gerecht...
Und das Mädchen ist Catinca Untaru! Justine Waddell ist die Krankenschwester. :rolleyes:
The Fall (http://www.ofdb.de/film/98324,The-Fall)
Ein Film der aus vielen einzelnen Gemälden zusammengesetzt ist.
Eine Geschichte die in eine Geschichte übergeht und die Personen der einen Geschichte als andere Personen der zweiten Geschichte verwendet.
Phantastisches Märchen sich abwechselnd mit einem Drama über Abhängigkeit und Freundschaft.
Sehr viel von beidem, Bilderflut und intensive Erzählung.
Nach The Cell hatte ich mich auf einiges eingestellt, aber meine Erwartungen wurden in jeder Hinsicht übertroffen.
Mit offenem Mund bewunderte ich diese Farben, Kostüme und Orte der sehr eigenartigen Phantasiewelt. Die realistische Darstellung des alten Amerikas mit den vielen verschiedenen Völkern und die Verweise auf die Geburt des Kinos mit gewagten Stunts und erschreckenden Tricks verwandelte die Farborgie in eine Geschichtslektion erster Güte.
Mir fehlt zu diesem Werk jeglicher Vergleich.
Einzigartig - sehr empfehlenswert für Augenmenschen und Liebhaber anspruchsvoller Musik. Denn das ganze erinnerte mich an ProgRock der Güteklasse A in Bilder umgesetzt.:hoch:
10/10
deadlyfriend
04.10.2009, 01:43
Ich habe deine Worte mal direkt als Kritik in den ersten Beitrag verlinkt. Es freut mich ungemein das der Film inzwischen soviele Freund findet. Eine Schande das der all die Zeit nicht entsprechend gewürdigt wurde.
Ich habe deine Worte mal direkt als Kritik in den ersten Beitrag verlinkt. Es freut mich ungemein das der Film inzwischen soviele Freund findet. Eine Schande das der all die Zeit nicht entsprechend gewürdigt wurde.
Danke für die Mühe die du dir gemacht hast. :)
Meine Güte so viele gute Kritiken?
Jetzt habt ihr mich auch schon wieder soweit.
Der Film steht auf dem Einkaufszettel...:ugly:
deadlyfriend
04.10.2009, 15:09
Meine Güte so viele gute Kritiken?
Jetzt habt ihr mich auch schon wieder soweit.
Der Film steht auf dem Einkaufszettel...:ugly:
Ja, hier herrscht bislang eine seltsame Einigkeit. Bin gespannt wann die ersten negativen Eindrücke kommen. Apropos, hat Louis den etwa noch nicht gesehen?;)
George Lucas
04.10.2009, 15:23
Ja, hier herrscht bislang eine seltsame Einigkeit. Bin gespannt wann die ersten negativen Eindrücke kommen. Apropos, hat Louis den etwa noch nicht gesehen?;)
Louis Cypher hat ihn sich letzte Woche von mir ausgeliehen. Da wird bestimmt was von ihm kommen...
crizzero
04.10.2009, 21:30
Phantastisches Märchen sich abwechselnd mit einem Drama über Abhängigkeit und Freundschaft.
Eine tolle Kritik, Alexboy, der ich mich nur anschließen kann. :hoch:
Gerade obiger Satz trifft voll ins Schwarze. Schön, dass er dir gefallen hat!
Eine tolle Kritik, Alexbox, der mich nur anschließen kann. :hoch:
Gerade obiger Satz trifft voll ins Schwarze. Schön, dass er dir gefallen hat!
Danke - das Kompliment geht zurück an alle anderen KK-Schreiber! :hoch:
Louis Cypher
18.10.2009, 01:45
Nagut,die Bilder waren schon ganz gut,die Musik auch,aber die Story hat mich nicht mitgerissen und das kleine Mädchen wurde immer nerviger.
Da kommen dann nich mehr als
7/10
So, vor ein paar Tagen habe ich The Fall endlich auch gesehen. Und wie man sieht habe ich ein paar Tage gebraucht, um mir eine Meinung zu bilden.
Mein erster Eindruck war: wow, was für ein visuelles Meisterwerk!!! Die Bilder sind unglaublich und es entsteht eine ganz wunderbare Fantasiewelt, in die man eintauchen kann. Und die Geschichte? Hm...weiß nicht.
Big fish kam mir in den Sinn und dass dort ebenfalls jemand eine fantastische Geschichte erzählt und jemand mit viel Vorstellungskraft sich die schönen Bilder dazu ausdenkt - und ich fand die Geschichte in Big fish besser - aber nur am Anfang. Denn eigentlich haben die beiden Filme nur die Vermischung von Realität und Fantasie gemein, sonst nichts.
Je länger ich über The Fall nachdenke, um so mehr fesselt mich der Film und zwar nicht die Fantasiegeschichte darin, sondern die reale Seite der Erzählung. Der Punkt war meine plötzliche Erkenntnis, dass Roy dem kleinen Mädchen nur eine Geschichte erzählt, um sie als Gegenleistung für seine Zwecke einzuspannen. Das merkt man, als er antestet, was Alexandria mag und seine Geschichte entsprechend anpasst (keine Piraten, denn die mag sie nicht). Sie soll ihm Morphium beschaffen, damit er sich umbringen kann. Und ich dachte: "das ist so was von mies! Der benutzt die Kleine nur...!" Aber warum? Und da wurde das Ganze für mich interessant, denn in der Erzählung tauchten dann Menschen aus der realen Welt auf, die Roy oder Alexandria kannten und Ereignisse, die beide irgendwie verarbeiten mussten. Alles vermischte sich und der Zuschauer erfährt so, worum es überhaupt geht. Roy verwebt darin seinen Liebeskummer, seinen Zorn und seine Todessehnsucht, Alexandria den Tod des Vaters und den Wert von Freundschaft. Und während Roy alles sterben lassen will, findet das Mädchen einen neuen Freund, den es zu retten gilt. In dem Selbstmitleid, in dem er zu ertrinken droht, lässt Roy seinen Helden unter gehen. Aber Alexandria zwingt ihn aufzustehen. Und am Ende weiter zu leben, das ist die Wiedergutmachung, die Roy leisten will/muss, dafür dass Alexandria den Unfall beim Beschaffen der Tabletten erlitten hat.
Und plötzlich weiß ich, was mir passiert ist: die wundervollen Bilder haben mich abgelenkt von der eigentlichen Geschichte. Für die brauchte ich ein paar Tage. Das ist die Gefahr bei diesem Film. Bilder um ihrer selbst willen, auch wenn sie noch so schön sind, können oberflächlich betrachtet Eindruck entstehen lassen, dass das schon alles war, es da sonst nichts gibt. Wenn man der eigentlichen Geschichte (und das ist NICHT die Fantasiegeschichte) dann keine zweite Chance gibt, versinkt der Film in der Kategorie "ganz nett". Man ist als Zuschauer gefordert, sich nicht zu sehr in den Bildern zu verlieren und immer wieder den Zusammenhang zu Realität herzustellen. Man muss folgendes bedenken: die von Roy erzählte Geschichte ist improvisiert. Er will das Mädchen damit ködern und denkt sich irgend etwas aus. Dass das keine bis ins kleinste Detail durchdachte Geschichte sein kann, ist klar. Und so beginnt sie mit Rachedurst und Zorn, denn so fühlt sich der Held momentan. Aber beim erzählen wird sie verändert durch das Mädchen, denn sie will sich damit nicht abfinden.
Davon abgesehen sind die Bilder aber eine ganz außergewöhnliche Umsetzung der blühenden Fantasie eines Kindes. Und da ich die Kurve ja noch gekriegt habe, weil der Film auch grade so im rechten Moment wieder in der Realität ankommt, gibt es 8/10
King-of-Leon
18.11.2009, 15:26
The Fall
Nach den ganzen KKs hier, habe ich großes erwartet und wurde leider etwas enttäuscht. Die erste halbe Stunde war ich überwältigt von den Bildern, dann wurde es aber ein bisschen ruhiger und der Film plätscherte so vor sich hin. Die Szenen in der Märchenwelt sind auf jeden Fall genial und diese verdienen auch 10 Punkte, aber die Story an sich hätte man etwas besser und spannender gestalten können.
So gibts von mir "nur" 7/10 Punkten.
stanleydobson
18.11.2009, 16:46
The Fall
Nach den ganzen KKs hier, habe ich großes erwartet und wurde leider etwas enttäuscht. Die erste halbe Stunde war ich überwältigt von den Bildern, dann wurde es aber ein bisschen ruhiger und der Film plätscherte so vor sich hin. Die Szenen in der Märchenwelt sind auf jeden Fall genial und diese verdienen auch 10 Punkte, aber die Story an sich hätte man etwas besser und spannender gestalten können.
So gibts von mir "nur" 7/10 Punkten.
sehe ich eigentlich genauso...war etwas überhypt an den film herangegangen und naja...ist dann vor sich hingeplätschert,aber letztendlich nur ne feine optik der rest war dann eher lauwarm
crizzero
18.11.2009, 18:19
Wenn 7/10 die bislang schlechteste Bewertung bei unserem breiten Geschmack hier darstellt, dann sagt das aber schon was über den Film aus... :hoch:
2moulins
09.01.2010, 19:52
Endlich gesehen, und total überwältigt. Der Film ist wirklich grandios !! Die Bilder suchen ihresgleichen und die Erzählweise der Story ist hervorragend umgesetzt. Man muss sich dieses Meisterwerk auf der Leinwand ansehen, damit sich die volle Wirkung entfaltet.
Mehrmals hatte ich ein "Deja vu" hinsichtlich Szenarien und auch Personen, die man in "Baraka" sieht. Ganz sicher hat Tarsem diesen Film vorher gesehen! Auch die Sequenz der Lauenstein-Brüder konnte man sofort den beiden Deutschen zuordnen (ohne vorher zu wissen, dass die 'was zum Film beigetragen haben).
Weniger als 10/10 geht nicht !!
deadlyfriend
09.01.2010, 20:25
Wenn ich bei jemandem von dieser Wertung überzeugt war, dann bei Dir:D
2moulins
09.01.2010, 20:34
Wenn ich bei jemandem von dieser Wertung überzeugt war, dann bei Dir:D
Hab' vorhin Deine hervorragend geschriebene Kritik gelesen (wie immer: erst 'nach der Filmsichtung - um nicht zuviel zu wissen...) --> trifft's zu 100 % !
crizzero
10.01.2010, 19:38
In Kritiken darf doch gar nicht gespoilert werden, nur in der Diskussion. Von daher kannst du ruhig auch die Kritiken vor einem Film lesen. Sind ja über den ersten Thread-Beitrag leicht aufzusuchen.
Zum Film ist eigentlich alles gesagt. Der ist tatsächlich überragend und einzigartig. Aber mal sehen, welche Meinungen hier noch dazukommen.
Zum Film ist eigentlich alles gesagt. Der ist tatsächlich überragend und einzigartig. Aber mal sehen, welche Meinungen hier noch dazukommen.
Meine Meinung kommt spät, aber sie fällt nicht weiter aus dem Rahmen: ein im wahrsten Sinne fantastischer Film, den ich vom "The Cell"-Regisseur so nicht erwartet hätte. Ungewöhnlich ist auch, dass - neben den imposanten Bildern - der Film zu einem nicht unwesentlichen Teil von der fünfjährigen Alexandria mitgetragen wird (ok, die Darstellerin war bereits etwas älter ;)). Trotzdem für mich kein Zehner, da mir der Stil der Fantasy-Einlagen nicht so ganz zugesagt hat - da hat mir das düstere Flair von "Pans Labyrinth" einen Tick besser gefallen.
9/10 Punkte
TheBjoern
07.11.2011, 00:59
Das ein so großes Thema zu Film bereits existiert wusste ich gar nicht. Da spare ich mir einfach eine offizielle Kritik zu verfassen. Ich wüsste auch nicht was ich an den Film kritisieren könnte.
Ohne gehypt zu werden oder gar zu wissen, was mich jetzt eigentlich erwartet, bin ich an den FIlm heran gegangen. Meine einzige Info zu dem Film war, als er als Vorschau auf einer anderen Blu-ray erschien und mein Bruder mich darauf hinwies diese sofort weiter zu skippen, weil es sich lohnt nicht zuviel vom Film vorab zu sehen. So hielt ich es auch.
Heute habe ich ihn mir angesehen und ich wurde überwältigt. Als erstes müsste ich wohl die Bilder und die Musik erwähnen. Diese großartige Overture mit Beethovens 7.. Schlagartig fühlte ich mich an Größen wie Melancholia oder Antichrist erinnert und ich dachte Trier sei hier am Werk.
Die überwätigenden Bilder brachen auch nicht ab, doch sind es nicht sie alleine die mich fesselten. Wie "miriQ" bereits schrieb ist es vorallem die rührselige und auch dramtische Geschichte im Hintergrund, die das Fundament bildet. Diese Geschichte und ihre perfekte, optische und akkustische Metapher in all ihrer Pracht ist der Kanal der sie großartig transportiert.
Das Schauspiel von dem kleinen spanischen Mädchen, dessen Namen mir jetzt leider nicht einfiel, ist so rührend und hat mich wahrlich getroffen. Ich kann an dieser Stelle nur jedem empfehlen sich den Film im O-Ton anzusehen, denn sie transportiert die Emotionen viel über ihre Stimme. Ich kann mir vorstellen, dass das in deutschen Syncro untergeht, weil gerade Kinder in FIlmen so künstlich von Erwachsenen nachgesprochen werden.
An dieser Stelle kann ich mich all meinen Vorrednern und Kritk-Verfassern anschließen, die mindestens eine 8/10 vergeben haben und an "deadly", der es vorzieht keine Punkte zu vergeben und ich ihn dabei nicht ausschließen wollte. Auch Crizzeros Kritik hat mir besonders gefallen, da du sehr geschickt mit Worten jonglierst und dabei ausdrückst, was ich auch empfinde.
Jetzt fehlt noch Willy, dem ich den Film in naher Zukunft an Herz legen werde, damit er hier auch seine Lobesergüsse niederschreiben kann.
Von mir gibts auf jeden Fall 10/10
Leatherface
07.11.2011, 01:24
Tarsem Singh hat ja schon durch The Cell bewiesen, daß er ein Meister des "Bildes" ist. Auch The Fall ist hierbei einfach nur grandios. Die Story konnte mich aber nicht überzeugen. Hab den Film bisher auch nur einmal gesehen. Glaub, daß er damals ne 3,5/5 von mir bekommen hat
TheBjoern
07.11.2011, 13:03
Ist mit "The Cell" eigentlich der Film mit Jennifer Lopez gemeint? Denn den fand ich eher mau. Es ist aber lange her, als ich den gesehen habe. Mit dem Regisseur Tarsem Singh verband ich noch nicht allzu viel, aber dafür ist er jetzt definitiv auf meiner Liste. Vieleicht sollte ich mir noch einmal "The Cell" anschauen, aber den hatte ich eher als Mainstreamfilm in erinnerung.
Vieleicht sollte ich mir noch einmal "The Cell" anschauen, aber den hatte ich eher als Mainstreamfilm in erinnerung.
Das ist er auch, aber die Optik war nicht schlecht. Ich habe irgendwie noch viele bunte Farben in Erinnerung... sonst allerdings nichts. ;)
Leatherface
07.11.2011, 15:37
The Cell fand ich im Vergleich zu The Fall absolut großartig. Ich glaub man hat noch nie die Psyche eines Killers so traumhaft schön zu sehen bekommen. Einfach nur toll:D
The Fall ist ja leider erst der 2. Film von Singh. Zuvor hat er divese Video-/Musik-Clips gedreht. Er kommt am 11.11.11 mit Krieg der Götter (http://www.moviepilot.de/movies/krieg-der-goetter-3d) mit seinem 3. Film in die Kinos
TheBjoern
07.11.2011, 18:02
The Fall ist ja leider erst der 2. Film von Singh. Zuvor hat er divese Video-/Musik-Clips gedreht. Er kommt am 11.11.11 mit Krieg der Götter (http://www.moviepilot.de/movies/krieg-der-goetter-3d) mit seinem 3. Film in die Kinos
Oh mein Gott! Als ich den Trailer im Kino sah, dachte ich nur: Was für ein Rotz! Das dieser Film vom selben Regisseur stammen soll, kann ich kaum glauben. Der Mann macht mir wirklich einen großen Spagat zwischen Arthouse, wie Melancholia und Mainstream-Mist, wie Sucker Punch.
Ich kann zurecht verstehen, wenn man zum ersten Mal an "The Fall" skeptisch heran geht, wenn man "The Cell" im Hinterkopf hat, oder jetzt halt "Krieg der Götter". Ohne den Film wirklich schon zu kennen, so erahne ich bereits eine billige "300"-Kopie.
Louis Cyphre
07.11.2011, 18:26
Oh mein Gott! Als ich den Trailer im Kino sah, dachte ich nur: Was für ein Rotz! Das dieser Film vom selben Regisseur stammen soll, kann ich kaum glauben. Der Mann macht mir wirklich einen großen Spagat zwischen Arthouse, wie Melancholia und Mainstream-Mist, wie Sucker Punch.
ÄÄh Sucker Punch ist von Zack Snyder.
Und The Fall ist langweilig und das Mädel nervt völlig.Hätte man es weggelassen und sich auf die Geschichte konzentriert,wäre der Film viel besser geworden.
crizzero
07.11.2011, 18:38
Er kommt am 11.11.11 mit Krieg der Götter (http://www.moviepilot.de/movies/krieg-der-goetter-3d) mit seinem 3. Film in die Kinos
DER WIRD SO EPISCH... :hoch:
Das Schauspiel von dem kleinen spanischen Mädchen, dessen Namen mir jetzt leider nicht einfiel, ist so rührend und hat mich wahrlich getroffen.
Die heißt Catinca Untaru. Muss man sich echt mal merken!
Auch Crizzeros Kritik hat mir besonders gefallen, da du sehr geschickt mit Worten jonglierst und dabei ausdrückst, was ich auch empfinde.
Danke, Björn! :kiss:
Und The Fall ist langweilig und das Mädel nervt völlig.Hätte man es weggelassen und sich auf die Geschichte konzentriert,wäre der Film viel besser geworden.
Ähm, ja... genau. Weißt du was? Nein!
Louis Cyphre
07.11.2011, 19:06
Ähm, ja... genau. Weißt du was? Nein!
Doch und zwar ne Menge
TheBjoern
07.11.2011, 19:13
ÄÄh Sucker Punch ist von Zack Snyder.
Ja, weis ich. Ich wollte nur ein Gleichnis aufstellen, in welchen beiden Kategorien sich der Herr bewegt, ohne dabei natürlich nicht seine eigenen Filme heran zu ziehen.
Und The Fall ist langweilig und das Mädel nervt völlig.Hätte man es weggelassen und sich auf die Geschichte konzentriert,wäre der Film viel besser geworden.
Ich habe vieleicht gerade Sucker Punch zu hart bewertet. Ich wollte nicht, dass es hier in ein "der Film ist doof und der ist noch viel doofer"-Disskussion endet. Ich wollte nur damit sagen, dass mir Sucker Punch nicht sonderlich gefallen hat, obwohl er von Snyder kommt.
Was ich damit sagen will ist, dass man imposante und imposante Bilder in Filmen haben kann. Wie sie nun auf mich wirken und welches Fundament dahinter steckt, so können sie mich zum einem völlig faszinieren und zum anderen aber auch total anöden. Da muss jeder für sich selbst entscheiden, was ihm besser gefällt.
Louis Cyphre
07.11.2011, 19:27
Ich habe vieleicht gerade Sucker Punch zu hart bewertet. Ich wollte nicht, dass es hier in ein "der Film ist doof und der ist noch viel doofer"-Disskussion endet. .
Das habe ich auch nicht so verstanden.Ich habe ja nicht wie jemand anders hier,den Anspruch auf Allgemeingültigkeit meiner Meinung.
Was ich damit sagen will ist, dass man imposante und imposante Bilder in Filmen haben kann. Wie sie nun auf mich wirken und welches Fundament dahinter steckt, so können sie mich zum einem völlig faszinieren und zum anderen aber auch total anöden. Da muss jeder für sich selbst entscheiden, was ihm besser gefällt.
So sehe ich das auch.
crizzero
07.11.2011, 19:30
Das habe ich auch nicht so verstanden.Ich habe ja nicht wie jemand anders hier,den Anspruch auf Allgemeingültigkeit meiner Meinung.
Hahaa!! :D
Die Allgemeingültigkeit - wenn es denn deiner Meinung nach eine gibt - erschaffen hier höchstens die etlichen Meinungen, die den Film mit mindestens 7/10 gegeben haben. ;)
Louis Cyphre
07.11.2011, 19:34
Hahaa!! :D
Die Allgemeingültigkeit - wenn es denn deiner Meinung nach eine gibt - erschaffen hier höchstens die etlichen Meinungen, die den Film mit mindestens 7/10 gegeben haben. ;)
Ich habe trotzdem eine eigene Meinung und bewerte einen Film nicht danach ,wie ihn andere bewertet haben.
Eclipsed
07.11.2011, 20:42
Ich habe trotzdem eine eigene Meinung und bewerte einen Film nicht danach ,wie ihn andere bewertet haben.
Was ja auch absolut richtig ist bzw. auch normal sein sollte! :hoch:
The Fall ist langweilig ...
Dem kann ich nur zustimmen! Mitunter empfand ich die Charaktere einfach nur als lächerlich, da halfen auch keine bildgewaltigen Landschaften. An die Handlung (gab es überhaupt eine nennenswerte?) kann ich mich schon gar nicht mehr erinnern. Da fand ich The Cell schon interessanter und selbst bei diesem Film empfinde ich es als sinnlose Zeitverschwendung ihn ein zweitesmal anzusehen.
crizzero
08.11.2011, 15:44
Ich habe trotzdem eine eigene Meinung und bewerte einen Film nicht danach ,wie ihn andere bewertet haben.
Die will dir auch niemand absprechen! Du bist es doch, der hier mit Stichworten wie "Allgemeingültigkeit" um sich wirft... :rolleyes:
Außerdem hattest du dich mit deiner Meinung auf der positiven Seite einst nahtlos eingereiht (http://www.filmvisionaere.com/showpost.php?p=114465&postcount=32).
Louis Cyphre
08.11.2011, 17:01
Die will dir auch niemand absprechen! Du bist es doch, der hier mit Stichworten wie "Allgemeingültigkeit" um sich wirft... :rolleyes:
Außerdem hattest du dich mit deiner Meinung auf der positiven Seite einst nahtlos eingereiht (http://www.filmvisionaere.com/showpost.php?p=114465&postcount=32).
Das war noch aus der Zeit,als ich noch viel zu Hoch bewertet habe.Die Grundkritik ist ja die Gleiche.
Heute würde ic nicht mehr als 4/10 geben.
ich hatte den vor 2 oder 3 Monaten nochmal versucht, jedoch nach 20min. abgebrochen. Sicherlich ist der Film sowas wie ein Märchen für Erwachsene. Er ist Bunt, das kann man als Stilmittel durchgehen lassen aberrr...während z.B. ein Zack Snyder einem bunten Arthaus/Mainstream Bonbon ala Sucker Punch noch Spannung einhauchen kann (sowie einen sehr guten Endpunkt dabei setzt) so vermag The Fall einfach nur ein kopienhaftes buntes Drops zu sein das man einmal nuckelt und anschließend ausrotzt. Einfach weil der Geschmack nicht passt oder andere Firmen bessere Produkte abliefern (mal zu Pan rüberschiele).
Ich verstehe es aber das der Film sein Publikum gefunden hat, was der Regisseur wirklich draufhat beweißt er grade im Kino...The Fall war eher ein Glückstreffer wenn man auf billige Kopien steht :D
hab euch aber alle lieb :kiss:
Willy Wonka
25.11.2011, 17:57
Ich will kurz meinen ersten Eindruck vom Film schildern bevor ich die vorherigen Meinungen und Diskussionen durchlese, damit ich meine ersten Impressionen des Films unverfälscht darlegen kann.
Der Prolog des Films ist von seiner Ästhetik grandios und ich fühlte mich an „The Tree of Life“ oder „Melancholia“ erinnert, welche natürlich beide von einem neueren Datum stammen. Verheißungsvoll habe ich die weitere Geschichte und Entwicklung erwartet und nach der ersten halben Stunde wurde mir schon bewusst, dass mich die Intensität des Films nicht so sehr berühren wird. Die elegante Inszenierung und die opulenten Bildern sind großartig komponiert und auch die Darstellung von der jungen Catinca Untaru ist authentisch und intensiv gespielt, aber zusammen wirkte die Geschichte für mich zu ziellos und Regisseur Tarsem war anscheinend doch mehr auf die visuelle Präsentation fokussiert. Zu diesem Zeitpunkt habe ich mich auch ein wenig an Spike Jonzes „Wo die wilden Kerle wohnen“ erinnert, wozu ich damals auch keinen richtigen Zugang gefunden habe.
Die Handlung von „The Fall“ plätscherte dann weiter vor sich hin und wirklich interessant wurde für mich dann die Meta-Ebene des Films. Die Faszination des Geschichtenerzählens und das eine Geschichte nur durch Verbindungen zwischen der Fantasie eines Künstlers und des Rezipienten entstehen kann. So ist im kreativen Prozess der Zuhörer von der gleichen Bedeutung wie der Ideengeber und Erschaffer der Geschichte, denn ohne Zuhörer/Leser hat eine Geschichte keine Wirkung. An dieser Stelle kann man das berühmte Gleichnis benennen von dem Umfallen eines Baumes in einem leeren Wald, denn wenn keiner dieses hört oder sieht, ist der Baum dann wirklich umgefallen? Denn nach der Definition eines Ereignisses muss sich etwas verändert haben und wenn keiner dieser Veränderung wahrgenommen hat, hat sich dann überhaupt etwas verändert?
Der Film behandelt die Frage des Geschichtenerzähelns sehr fantasievoll, indem der Zuhörer (Alexandra) und Erzähler (Roy) öfters in die Geschichte eingreifen und sie an vielen Stellen verändern und durch extreme Zeitsprünge ist die Erzählung auch nicht mehr stringent, was den authentischen Charakter einer Erzählung aus dem Stegreif unterstreicht. Auch wird im Film deutlich, dass die eigentliche Intention dieser erzählten Geschichte nicht die Unterhaltung oder einen höheren Zweck wie der Kunst dient, sondern Roy erzählt sie, um Alexandra zu beeinflussen bzw. unbewusst dazu verleiten etwas für ihn zu tun. Hier kann die Brücke auch zum Medium Film geschlagen werden, denn Roy ist Schauspieler und spielt in vielen Stummfilmen der 1920er Jahre mit. Bis heute ist das Medium des Films immer noch stark in der Diskussion, inwiefern dieses Medium eine Kunstform, eine Unterhaltungsform oder vielleicht doch nur ein Mittel ist, um den Konsumenten Geld aus der Tasche zu ziehen (vgl. Roy will nur Tabletten), ist.
Dieser Subtext des Films ist für mich sehr interessant und auch die Deutung der fiktiven Erzählung könnte bei einer weiteren Sichtung weitere Details offenbaren, aber von der emotionalen Seite hat mich der Film nicht berührt, denn dafür war der Film in meinen Augen zu sehr auf die Bilder und seinen interpretatorischen Anteil konzentriert.
Der Epilog des Films war dann wieder großartig und schloss den äußeren Rahmen des Films perfekt.
Es kann sein, dass ich jetzt irgendwelche Aspekte wiederholt habe, aber das werde ich jetzt nachprüfen, indem ich von vorne das Thema durchlese und später noch einmal auf einzelne Aspekte eingehen werde.
Willy Wonka
26.11.2011, 17:59
Ich habe mich jetzt mal durchgelesen und die Kritiken sind ja wirklich grandios geschrieben. :hoch:
Tarsem tut das, was er am besten kann: unbeschreibliche filmbilder auf die leinwand zaubern, bei denen jeder frame ein gemälde ist. die handlung bleibt hierbei leider komplett auf der strecke, zumindest was die erzählte geschichte innerhalb des films betrifft, denn die ist eigentlich komplett zu vernachlässigen, und wenn man mal genau drüber nachdenkt, dürfte dieses minimum an inhalt ein mädchen dieses alters kaum bei der stange halten, denn Roys geschichte hat eigentlich rein gar nichts fesselndes zu bieten. sie ist nicht abenteuerlich, lustig oder spannend, sondern einfach nur mittel zum zweck, damit sich Tarsem ordentlich austoben kann.
Das trifft den Nagel auf den Kopf.
Die Geschichte ist eine Metapher seiner eigenen Wunschvorstellung. Ein Tagtraum von dem was er gerne hätte, nur eben in einer wunderschönen Bildersprache bzw. als Märchenerzählung verpackt. Die Prinzessin die es in der Realität gibt, sowie auch den bösen Gouverneur und was er damit am liebsten machen würde. Durch Dinge die in der Realität passieren ändert er ja sogar deren Handlungsweisen ab. Zum Beispiel wenn das Mädchen ihm von ihrem Treffen mit dem "Star" erzählt, bekommt er erst ein Gesicht. Seine Mitstreiter sind Kollegen von ihm. Ich finde schon das beide Teile des Films unmittelbar zusammengehören und er durch die Erzählung sein Innenleben offenbart. Deshalb fand ich diesen Teil des Films nicht nur wegen den Bildern interessant.
Für mich sind diese Metaphern und Verweise zwischen Fiktion und Realität viel zu plakativ, offensichtlich und vor allem konstruiert! Tarsem hat den Zuschauer mit seiner Geschichte in der gleiche Weise betrogen wie Roy es mit Alexandria macht. Mit dem kleinen Unterschied, dass wir keine Tabletten auftreiben müssen, sondern für diesen Film Geld ausgeben sollen.
Harte Worte, aber vielleicht war auch genau das vom Film intendiert - der Verweis auf die Ausbeutung von Geschichten in Hollywood. Für diese These kann man im Film viele Gleichnisse finden, welche auf die Hollywood-Welt übertragbar sind.
In dieses Bild passt vermutlich sogar „Krieg der Götter", denn der Film wirkt wie eine Erzählung von Roy. Nur dieses Mal zeigt Tarsem nicht den Erzähler der Geschichte.
Jetzt fehlt noch Willy, dem ich den Film in naher Zukunft an Herz legen werde, damit er hier auch seine Lobesergüsse niederschreiben kann.
Also Lobeshymnen sind bei auf jeden Fall nicht entstanden, aber man kann ja nicht immer einer Meinung sein. ;)
crizzero
26.11.2011, 18:40
Ich muss mich mal selbst zitieren, denn meiner Ansicht nach sind das nicht Roys Gedanken, die da visualisiert werden...
Alles wirkt wie ein riesiges Kunstwerk. Erzählt von Roy, ersponnen von Alexandria und für den Cineasten umgesetzt von Tarsem.
Er erzählt nur die Geschichte, die Bilder entstammen Alexandrias Fantasie und Tarsem präsentiert sie letztlich. Es ist doch die Kleine, die sich die Figuren ausmalt, nicht Roy!
Willy Wonka
26.11.2011, 19:12
Es ist doch die Kleine, die sich die Figuren ausmalt, nicht Roy!
Ja, so verstehe ich es auch. Für mich ist der Prozess des Erzählens eine Wechselwirkung zwischen Erzähler und Zuhörer.
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