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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Der letzte König von Schottland


SAB
20.06.2008, 08:56
Gesamtübersicht aller Kritiken zu Der letzte König von Schottland:

#02 20.06.08 SAB (http://www.filmvisionaere.com/showpost.php?p=1246&postcount=2)
#03 06.07.08 deadlyfriend (http://www.filmvisionaere.com/showpost.php?p=5421&postcount=3)
#08 08.07.08 Travis (http://www.filmvisionaere.com/showpost.php?p=5497&postcount=8)

SAB
20.06.2008, 08:57
Der letzte König von Schottland (http://www.ofdb.de/film/97807,Der-Letzte-K%C3%B6nig-von-Schottland)


Der von Kevin McDonald sehr spannend inszenierte Thriller ist eine fiktionale Geschichte mit geschichtlichem Hintergrund. Eindrucksvoll wird Diktator Idi Amin von Forest Whitaker gespielt. Sein zu Beginn des Films noch freundliches lustiges Auftreten in Gegenwart des fiktiven Arztes Nicholas (James McAvoy) wird fortwährend wahnsinniger und paranoider. Und genau dieses geniale Aufspielen von Whitaker hat ihm zurecht den Oscar eingebracht.
Aber nicht nur auf die Figuren bezogen wird der Film düsterer. Die gesamte Inszenierung ist zu Anfang noch sehr schön hell und es werden dem Zuschauer tolle Panorama-Blicke gewährt. Doch liefert Kameramann Mantle zunehmend dunklere und auch surrealere Bilder.
Die Neuentdeckung des Films ist James McAvoy, der den Film eigentlich auf seinen Schultern trägt, da die Kamera nicht Amin sondern ihm folgt. Er weiß sehr gut in seiner Rolle zu überzeugen und spielt sie sehr glaubhaft.
Für mich ist "Der letzte König von Schottland" ein sehr guter Thriller, der sowohl durch tolle Schauspielerleistungen als auch durch seine packende Geschichte zu fesseln weiß. Und im Fahrwasser der momentanen Afrika-Thriller-Welle (Blood Diamond, Der ewige Gärtner) kann er ebenfalls mithalten.

Von mir 8,5 / 10 Punkte!

(Habe den Film übrigens direkt im englischen Original angesehen, da er dadurch meiner Meinung nach nur besser als die Synchronfassung sein kann! Gerade wegen der Akzente von McAvoy und Whitaker)

deadlyfriend
06.07.2008, 13:08
Der letzte König von Schottland (http://www.ofdb.de/view.php?page=film&fid=97807)


Warum müssen geschichtsträchtige Ereignisse immer wieder mit fiktiven Personen und Geschichten ausgebaut werden? Reicht eine 8 Jahre andauernde Schreckensherrschaft, mit über 300000 Toten, nicht aus um einen realitätsnahen Film auf die Leinwand zu bringen? Bedarf es da wirklich an Zusatzmaterial? Ist es zwingend notwendig das der erfundene Freund eines real existierenden Diktators dessen Frau vögelt um das Kinopublikum zu begeistern?
Manchmal verstehe ich die Filmbranche wirklich nicht.
Aus der Sicht der reinen Unterhaltung ist "Der letzte König von Schottland" auf jeden Fall gelungen. Forest Whitaker spielt Idi Amin absolut fantastisch und überstrahlt das gesamte Ensemble. Der Spannungsbogen ist sehr durchdacht und es kommt nie Langeweile auf. Probleme gibt es allerdings im Zeitgefühl. Glaubt man als Zuschauer das sich die Ereignisse in wenigen Monaten abspielen, wird man durch reale eingestreute Geschehnisse (Operation Entebbe) daran erinnert das inzwischen 5 Jahre vergangen sein müßten. Das hat Regisseur Kevin Macdonald absolut nicht hinbekommen. Gerade diese Geiselnahme seitens der Palästinenser ist in den Film lieblos reingedrückt worden, ohne darauf näher einzugehen. Da wäre eine längere Spielzeit von Vorteil gewesen.

Fazit: Hätte man dem Diktator einen anderen Namen verpaßt und zuätzlich die Geiselnahme weggelassen, wäre das ein sehr interesssanter Spielfilm geworden. Mit der Nennung des Idi Amin und seinem Vorgänger Milton Obote ist ein völlig verkorkstes Biopic entstanden.

King-of-Leon
06.07.2008, 13:52
Ich fand ihn auch richtig stark. Dass da was fiktives mit eingebracht wird, hat mich gar nicht gestört. So war der Film unterhaltsam und hat gleichzeitig auch über die Zustände damals aufgeklärt.

Da ich das Thema sehr interessant fand, hab' ich mich auch nach dem Film weiter drüber informiert. Da konnte ich mir dann erlesen, was wirklich passiert ist und auch dass die Zeitunterschiede in Echt deutlich größer waren, wie im Film dargestellt.

Ohne den Film hätte ich das aber erst gar nicht gemacht, deswegen denke ich, hat der Film, zumindest bei mir, sein Ziel erreicht.

Deswegen gibts auch 9.0/10 Punkte.

deadlyfriend
06.07.2008, 13:56
Ohne den Film hätte ich das aber erst gar nicht gemacht, deswegen denke ich, hat der Film, zumindest bei mir, sein Ziel erreicht.

Deswegen gibts auch 9.0/10 Punkte.


Sein Ziel hätte er aber auch erreichen können indem er die Tatsachen gezeigt hätte. Dann muß man nicht erst nachlesen was eigentlich passiert ist;)

King-of-Leon
06.07.2008, 14:03
Sein Ziel hätte er aber auch erreichen können indem er die Tatsachen gezeigt hätte. Dann muß man nicht erst nachlesen was eigentlich passiert ist;)

Klar, hätte er machen können. ;)

Aber ich sag ja, ich hab' mich danach informiert, deswegen wusste ich dann alles ganz genau. Und richtige Falschaussagen bringt der Film ja auch nicht. Also wissen die Leute wenigstens ein bisschen was damals passiert ist.

Kann deine Meinung auch total nachvollziehen, nur wiegt sie bei mir eben nicht so schwer. Vielleichts liegst auch daran, dass ich vor dem Film nur wenig bis gar nichts drüber wusste. Das war bei dir wohl anders, da hast du dir wahrscheinlich schon unterm Film oft gedacht "häh, bei dem kleinen Schnitt lagen in Wirklichkeit 5 Jahre dazwischen", oder sö ähnlich. ;)

deadlyfriend
06.07.2008, 14:15
Da magst du widerum recht haben;) Ich habe schon während dem Film ein wenig mit dem Kopf geschüttelt. Weshalb mir die Flugzeugentführung am übelsten aufgestoßen ist. Ich stelle mir bei der Verfilmung von realen Ereignissen immer vor was die wirklichen Zeitzeugen dazu sagen. Jemand der in der Maschine saß muss sich doch wirklich fragen was das soll. Einen fiktiven Menschen zu erfinden um die Sache spannender zu machen. Ich denke mir die Leute die im Fluzeug waren, fanden das damals spannend genug. Da ging es immerhin um real existierendes Leben. Ich befinde sowas als mangelnde Wertschätzung gegenüber Menschen.

Mit Sicherheit kommt der Film, ohne die damaligen Vorkommnisse in Erinnerung zu haben, wesentlich besser rüber. Ich wußte aber auch nur noch Bruchstücke, was wohl reichte, um mir das Ganze ein wenig zu vermiesen.

Travis
06.07.2008, 19:14
Der letzte König von Schottland
(http://www.ofdb.de/film/97807,Der-Letzte-König-von-Schottland)
Ein äußerst zwiespältiger Film. Positiv herausragend ist mit Sicherheit die phantastische Leistung von Forest Whittaker, der die schizophrene Ambivalenz seines von ihm verkörperten Charakters nuancenreich herausarbeitet. Auch die Story bietet reichlich Spannungspotential und kann ein politisch nicht sonderlich interessiertes Publikum durchaus bei der Stange halten. Doch genau hier beginnen die Probleme des Films. Denn, wer den Film völlig unvoreingenommen betrachtet und nur über geringfügige Kenntnisse der tatsächlichen Monströsitäten des Idi Amin verfügt, wird diesen nach dem Film wesentlich milder betrachten, als es der "Schlächter von Uganda" tatsächlich verdient hat. Besser wäre es gewesen, den völlig unnötigen Subplot des Arztes völlig zu streichen und dafür ein gezielteres Augenmerk auf die tatsächliche Entwicklung des "Dr. Idi Amin Dada" zu werfen. Möglichkeiten hierzu hätte es genügend gegeben, auch was das Spannungsmoment des Films anbetrifft. Gezielt auf den Endpunkt Entebbe hinarbeitend und diesen Ereignissen zeitlich auch wesentlich mehr Screen-Präsenz zuzugestehen, da die Ereignisse rund um die Flugzeugentführung auch den endgültigen Wendepunkt in der "Karriere" Amins bewirkten, hätte aus einem relativ gutmütigen Bio-Pic einen wirklich brisanten Politfilm machen können. So wurde es lediglich ein leidlich unterhaltsamer Film mit geschichtlichem Hintergrund, der sein gewaltiges Real-Potential leichtfertig verschenkt.

6 / 10

crizzero
07.07.2008, 00:47
Hui, schon die dritte Kritik zu dem Film. Und meine kommt auch noch bald... :)

6 / 10

Das dürfte so ziemlich die schlechteste Wertung zu dem Film sein, die ich bisher gesehen habe.

Travis
07.07.2008, 12:02
Hui, schon die dritte Kritik zu dem Film.
Na ja, meine war ja im Prinzip nur ein Übertrag aus der Vergangenheit, da ich mit dem Dump so langsam nicht mehr rechne und mich zunehmend frage, ob wir den überhaupt noch brauchen. Aber das ist eine andere Baustelle und hat mit dem Thema nichts zu tun.

Das dürfte so ziemlich die schlechteste Wertung zu dem Film sein, die ich bisher gesehen habe.
Klar, ist ja auch von mit. ;)
Ist aber auch eigentlich mehr eine Frust, bzw. Protestwertung. Denn die Entebbe-Umsetzung, welche den damaligen Ereignissen nicht einmal im Ansatz gerecht wird, hat mich wahnsinnig verärgert. Da wird der Focus auf eine imaginäre Person gerichtet, während dort echte Menschen zutiefst gelitten haben. Gilt in ganz besonderen Maße für 75jährige Geisel Dora Bloch, die sich zum Zeitpunkt der Befreiung zur Behandlung in einem Krankenhaus in Entebbe befand und nie mehr nach Hause zurückkehrte. Über ihr Schicksal gibt es zahlreiche Theorien. Sicher ist nur, daß sie Amin zeitnah nach der Befreiung aus Rache ermorden ließ. Aus Respekt gegenüber Frau Bloch und all den anderen Geiseln hätte man diesen Teil aus meiner Sicht wesentlich intensiver, feinfühliger und geschichtsgenauer inszenieren müssen. Diese maßlose Verärgerung hierüber fließt dann auch ganz enorm in meine Bewertung ein. Bei einer einigermaßen adäquaten Umsetzung dieses Teils des Films, wofür er ruhig auch 'ne Viertelstunde länger hätte sein dürfen, wäre meine Wertung mit Sicherheit bei 9/10 gelegen.

crizzero
07.07.2008, 12:54
Klar, ist ja auch von mit. ;)

Yeah, Baby! ;)

Diese maßlose Verärgerung hierüber fließt dann auch ganz enorm in meine Bewertung ein.

Ja, leuchtet ein. Ich gehe eben mit weniger Hintergrundwissen an den Film heran, daher wird mir wahrscheinlich die bloße Performance von Forest Whitaker eine höhere Wertung abverlangen. Und außerdem spielt der Film ja in Afrika... :hoch:

Cable
07.07.2008, 18:44
Klar, ist ja auch von mit. ;)
Ist aber auch eigentlich mehr eine Frust, bzw. Protestwertung. Denn die Entebbe-Umsetzung, welche den damaligen Ereignissen nicht einmal im Ansatz gerecht wird, hat mich wahnsinnig verärgert. Da wird der Focus auf eine imaginäre Person gerichtet, während dort echte Menschen zutiefst gelitten haben. Gilt in ganz besonderen Maße für 75jährige Geisel Dora Bloch, die sich zum Zeitpunkt der Befreiung zur Behandlung in einem Krankenhaus in Entebbe befand und nie mehr nach Hause zurückkehrte. Über ihr Schicksal gibt es zahlreiche Theorien. Sicher ist nur, daß sie Amin zeitnah nach der Befreiung aus Rache ermorden ließ. Aus Respekt gegenüber Frau Bloch und all den anderen Geiseln hätte man diesen Teil aus meiner Sicht wesentlich intensiver, feinfühliger und geschichtsgenauer inszenieren müssen. Diese maßlose Verärgerung hierüber fließt dann auch ganz enorm in meine Bewertung ein. Bei einer einigermaßen adäquaten Umsetzung dieses Teils des Films, wofür er ruhig auch 'ne Viertelstunde länger hätte sein dürfen, wäre meine Wertung mit Sicherheit bei 9/10 gelegen.

Die Entführung und Geschichte der Geiseln rechtfertigt ohne Zweifel gleich einen ganzen, eigenen Film, mit der in diesem Film erzählten Geschichte hat sie aber eigentlich nur am Rande zu tun. Denn auch wenn die Sache damals den Anfang vom Ende des Idi Amin zur Folge hatte, war Amin an der Entführung selbst (so weit ich weiß) nicht aktiv beteiligt. Wie ich aber schon im alten Forum zu diesem Thema ausgeführt habe, wäre der Film wohl unter ferner liefen in der Statistik zu finden, wenn er sich als reine Filmdoku gezeigt hätte. Mit der Einführung der fiktiven Figur des Arztes hat man für den Seher eine Identifikationsfigur gegeben und gleichzeitig auch versucht, die menschliche Seite des Amin neben seiner bestialischen Seite zu zeigen. Denn jedes Monster ist am Ende doch auch ein Mensch, der irgendwann mal den falschen Weg eingeschlagen hat.

Travis
07.07.2008, 19:28
Die Entführung und Geschichte der Geiseln rechtfertigt ohne Zweifel gleich einen ganzen, eigenen Film,
Die gibt es schon. Sogar mehrfach. Aus US-Produktion von Holocaust-Regisseur Chomsky Unternehmen Entebbe (http://www.ofdb.de/film/27029,Unternehmen-Entebbe), ein Jahr später aus israelischer Produktion durch den späteren Anteilseigener an "Cannon-Films" Menahem Golan unter dem gleichen Titel Unternehmen Entebbe (http://www.ofdb.de/film/7010,Unternehmen-Entebbe) und ebenfalls auf dem Jahre 1977 die US-Produktion unter der Regie von Irvin Kershner Die keine Gnade kennen (http://www.ofdb.de/film/5282,die-keine-Gnade-kennen). Ob es noch mehr gibt, entzieht sich meiner Kenntnis.

Hat aber im Endeffekte meiner Meinung nach nchts damit zu tun, diesem Komplex auch in diesem Film die ihm nötige Sorgfalt angedeihen zu lassen. Ist natürlich meine persönliche Meinung. Doch gerade die Ereignisse rund um diese Flugzeugentführung sorgten dafür, Ami und seine Untaten im Bewußtsein der westlichen Welt in den Fokus zu ziehen und somit den Anfang von seinem Ende einzuleiten. Ist schon ein ganz eminent wichtiger Knackpunkt in der "Karriere" des Dr. Idi Amin Dada gewesen.

deadlyfriend
07.07.2008, 19:41
Es ist wirklich interessant zu sehen wie der Film auf 2 Parteien wirkt. Einmal die, die den Film unbelastet gesehen haben und zum anderen die, die zumindest zum Teil ein wenig vorab von der Geschichte wussten.
Vielleicht ist es einfach schwieriger einen Film als Film anzusehen wenn reale Ereignisse mit einfließen von denen man weiß. Bei "München" hatte ich mich nämlich ebenfalls äußerst schwer getan.

Ich finde einfach das den Opfern solcher Geschichten einfach zu wenig Respekt entgegengebracht wird.

Travis
07.07.2008, 19:55
Vielleicht ist es einfach schwieriger einen Film als Film anzusehen wenn reale Ereignisse mit einfließen von denen man weiß.

Ist mit Sicherheit so. Ob es nun ein Vorteil ist, von den realen Ereignissen Kenntnis zu haben, muß natürlicher jeder für sich entscheiden. Ich für meine Person ziehe es vor, bei tatsächlichen Ereignisse auch mit der realen Geschichte vertraut zu sein, auch wenn es mir dadurch das "Filmereignis" verhagelt. Wenn Leute durch einen Film angeregt werden, sich mit den realen Ereignissen zu beschäftigen, ist das eine feine Sache. Aber wieviele tun das schon? Die meisten nehmen den Film als gegebene Tatsache hin und "lernen" daraus Geschichte. In diesem Fall sind verzerrte oder ungenügende Umsetzungen umso ärgerlicher.

Ich finde einfach das den Opfern solcher Geschichten einfach zu wenig Respekt entgegengebracht wird.
Ergämzt durch den Zusatz "... und ihren Hinterbliebenen" kann ich das aus ganzem Herzen unterschreiben.

Cable
07.07.2008, 21:33
Aber wieviele tun das schon? Die meisten nehmen den Film als gegebene Tatsache hin und "lernen" daraus Geschichte. In diesem Fall sind verzerrte oder ungenügende Umsetzungen umso ärgerlicher.


Wenn ich denke, was wir in der Schule als Geschichte gelernt haben, ist dieser Film dafür ja noch Gold wert. WW2 wurde von unserem Lehrer in einer Stunde abgehandelt, da wir ja (O-Ton) ohnehin zu jung und zu dumm seien, um das zu verstehen. Und wenn ich dann erst denke, wie viel Schwachsinn im Internet steht und wie viele Kinder und Jugendliche das als Kanon ansehen, wird mir schlecht.

Wie gesagt habe ich mich vor diesem Film nur sehr begrenzt mit Amin auseinandergesetzt, danach habe ich dann doch einiges über das Thema gelesen. Und wenn das nur jeder 1000ste gemacht hat, hat der Film mehr erreicht, als es imo ein Doku-Pic geschafft hätte.

Man hätte die Entführung sicher näher beleuchten können, allerdings sah sich der Film ja auch als Zusammenfassung mehrerer Jahre von Amins Herrschaft und eine ausführliche Behandlung wäre unter 30 Minuten wohl nicht machbar gewesen. Und wie gesagt, wurde die Air France Maschine doch von islamischen Terroristen entführt, die nicht wirklich etwas mit Amin direkt zu tun hatten, auch wenn die Nachwirkungen dann eben zum Ende führten. Daher hatten die Filmmacher wohl auch davon abgesehen, dies zu weit auszuführen und im Buch, nach dem der Film gedreht wurde, kommt die Sache so weit ich weiß auch nicht größer vor.

Auf alle Fälle ist es wichtig, die Opfer solcher Sachen in Filmen würdig zu behandeln, dem kann auch ich nur zustimmen. Aber dass man von einem Film tatsächlich fehlerfreie Geschichte lernen kann, das sollte man nie annehmen. Vor allem, da die Geschichte ja immer der Sieger schreibt.

deadlyfriend
07.07.2008, 22:00
Jetzt wirfst du was durcheinander. Operation Entebbe und die Entführung der Landshut sind zwei völlig verschiedene Dinge;)

King-of-Leon
07.07.2008, 22:26
Wenn ich denke, was wir in der Schule als Geschichte gelernt haben, ist dieser Film dafür ja noch Gold wert. WW2 wurde von unserem Lehrer in einer Stunde abgehandelt, da wir ja (O-Ton) ohnehin zu jung und zu dumm seien, um das zu verstehen. Und wenn ich dann erst denke, wie viel Schwachsinn im Internet steht und wie viele Kinder und Jugendliche das als Kanon ansehen, wird mir schlecht.


Das hat sich aber geändert. In der 10. Klasse hatten wir ein Jahr nur 2. Weltkrieg.

Ansonsten stimme ich aber mit deinem Post überein. :) :hoch:

Cable
08.07.2008, 10:12
Jetzt wirfst du was durcheinander. Operation Entebbe und die Entführung der Landshut sind zwei völlig verschiedene Dinge;)

Upps, ja, da ist mir wirklich was durcheinandergekommen. Bei den vielen Terroranschlägen, Entführungen usw. seit Ende des WW2 ist es gar nicht mehr so leicht, alles korrekt auseinanderzuhalten.

Weiß gar nicht, wieso ich da jetzt auf die Landshut gekommen bin. :uff:

crazyachim
23.01.2009, 22:41
Ich bin auch ganz ohne Hintergrundwissen in diesen Film gegangen. Dafür hat der Film mich sehr gut unterhalten. Es wird sehr gut gezeigt was für ein Mensch dieser Diktator Idi Amin war, Klasse gespielt von Forest Whitaker.
Das einzige was ich wirklich bemängeln muss ist das Ende, warum wurde nicht länger auf diese Flugzeugentführung eingegangen?

Aber ansonsten ein ordentlichen Film!

8,5/10

Eclipsed
13.10.2010, 15:17
Bei diesem Film gibt es wieder die alte Debatte, wie man als westlicher Zuschauer in ein nicht-westliches Thema eingeführt werden sollte:
Der Letzte König Von Schottland etabliert einen weißen Doktor als Identifikationsfigur...mit dem Probem, dass dieser Arzt nur in Teilen auch so existierte! So wird der Zuschauer mit fremden, aber ihm gleichen Augen, in diese Welt Afrika versetzt. Dabei geht es weniger präjudiziell zu wie bei Lawrence Von Arabien oder Last Samurai...so geschickt wie bei Hotel Ruanda (schwarzer Charakter mit westlichen Zügen) wurde die Sache allerdings auch hier nicht gelöst!

Wozu diese Einführung?
Sie erklärt meiner Meinung nach die Fiktionalisierung des realen Stoffes! Um das Thema Uganda und Amin spielfilmtauglich zu machen bedarf es einer Figur wie Nicholas Garrigan...nicht alleine um westlichen Sehgewohnheiten zu entsprechen, sondern um das Thema allgemein in 2-3 Stunden abhandeln zu können! Nicht jeder geschichtliche Stoff bietet einen Schindler, durch den ohne große Fiktionalisierung der Konflikt der Zeit auf den Punkt gebracht werden kann...
Um diese hier nun zu erklären wurde natürlich gestreckt, gestaucht, gemodelt und gestrichen, was sich auf die historische Authentizität auswirkt! Ich wurde allerdings von diesem Pseudo-Realo-Polit-Drama gut unterhalten...vielleicht auch, weil mein Vorwissen eingeschränkt war! Ich bin allerdings auch nicht an dieses Film mit dem Wunsch nach geschichtlicher Illumination gegangen...

kelte
13.10.2010, 16:05
der Film bekam von mir auch ganz starke 8 Punkte dank der beiden Hauptdarsteller und wie gegen Ende nur noch der Hass und das Paranoide in Amin regierte.
sicherlich nicht der ganz grosse Wurf, dafür fehlen ein paar Minuten in der Ausarbeitung, jedoch ein menschlicher Politthriller der guten Sorte den man jedem Filmfreund empfehlen kann, der solche Themen gerne mal in einem Filmabend aufgreift. Historiker rümpfen gewiss die Nase, aber die haben eh bei fast jedem Film was auszusetzen.

stanleydobson
13.10.2010, 16:19
scheint ja doch ganz gut zu sein,vielen zu gefallen,da kann ich mich ja auf meinen blindkauf freuen :)

mr.bauer
13.10.2010, 16:26
scheint ja doch ganz gut zu sein,vielen zu gefallen,da kann ich mich ja auf meinen blindkauf freuen :)

Würd drauf wetten dass er dich nicht umhaut. Mehr wie max. 6/10 sollte da bei dir nicht rauskommen. ;)

kelte
13.10.2010, 19:09
Würd drauf wetten dass er dich nicht umhaut. Mehr wie max. 6/10 sollte da bei dir nicht rauskommen. ;)
sehe ich auch so. der film wird stan eher mässig unterhalten und ioch hab keine böcke das der anschließend...:) (u.a. mich im visier hat)

stanleydobson
13.10.2010, 19:33
also ihr steckt mich da in eine schublade, das ist einfach unglaublich :uff:

kelte
13.10.2010, 19:47
also ihr steckt mich da in eine schublade, das ist einfach unglaublich :uff:
warte...ich nagel das teil noch zu.
wundert dich doch nicht wirklich, oder?
du hast oft in letzter zeit fehlkäufe gehabt. und da mag man nicht dran schuld sein, einen weiteren zu tätigen.
das hat nichts damit zu tun das du für den film zu *irgendwas* bist,- aber man kennt ein wenig deinen geschmack und der film wird eher mittelmaß für dich sein :kiss:
aber kauf ihn mal. bei den ganzen mist den du sonst so kaufst (jaja...mit so sätzen macht man freunde*hehe) kannst du diesen kauf ruhig mal machen. dann sehen wir ja wer recht hatte :)
okäi captain? alles wieder shiny? :)

stanleydobson
13.10.2010, 20:06
der liegt doch schon längst hier rum :bart:

mir können durchaus auch anspruchsvolle filme gefallen wenn sie gut gemacht sind und sinn ergeben :)

deadlyfriend
13.10.2010, 20:52
der liegt doch schon längst hier rum :bart:

mir können durchaus auch anspruchsvolle filme gefallen wenn sie gut gemacht sind und sinn ergeben :)



Von Anspruch ist der ziemlich weit weg. Eher konventionelle Hollywood Ware. Wie gesagt, wenn man einen fiktiven Charakter braucht, damit er die Frau eines realen Diktators vögelt, dann stimmt was nicht. Ich bin aber trotzdem sehr gespannt wie du ihn findest. Der Film scheint die Zuschauer etwas zu spalten!

Despair
13.10.2010, 22:44
Historisch korrekt mag der Film nicht gerade sein, aber Forest Whitaker liefert als Idi Amin eine grandios-wahnsinnige Vorstellung ab. Allein deswegen sollte man den Film mal gesehen haben.

Johannesbk
13.10.2010, 23:35
Wenn man den Film ohne größere Vorkenntnis rein als Film betrachtet dann ist der schauspielerisch sehr gut geworden.Forest Whitaker spielt den schizofrenen Präsidenten mit einer unglaublichen Überzeugungskraft. Allerdings muss ich kritischer Weise auch anmerken, dass durch die Darstellung eines realen Diktators die Würde der Opfer meiner persönlichen Meinung nach mit Füßen getreten wurde. Bin jetzt erhlich gesagt etwas zwiegespalten was die Bewertung des Film angeht. Als Film sehr gut - mit der Verbundenheit der realen Geschehnisse misserabel.

mr.bauer
14.10.2010, 01:29
also ihr steckt mich da in eine schublade, das ist einfach unglaublich :uff:

Keine Angst, bist nicht der Einzige. Für mich war er auch nur Mittelmaß, hat mich nicht gerade mitgerissen die Story.

Cable
14.10.2010, 08:24
Allerdings muss ich kritischer Weise auch anmerken, dass durch die Darstellung eines realen Diktators die Würde der Opfer meiner persönlichen Meinung nach mit Füßen getreten wurde.

Wieso? Der Film zeigt zwar nicht die ganze Wahrheit aber es wird in keinster Weise verschwiegen, dass Amin ein grausamer Schlächter war. Ich denke nicht, dass da die Würde der Opfer getreten wurde. Dass wäre imo nur dann der Fall, wenn man Amin in einem guten Licht darstellen würde und seine Taten verschweigt.

kelte
14.10.2010, 20:41
der liegt doch schon längst hier rum :bart:

mir können durchaus auch anspruchsvolle filme gefallen wenn sie gut gemacht sind und sinn ergeben :)
deadly hat das schon gut auf den punkt gebracht. der film ist eigentlich alles andere als anspruchsvoll,- jedoch machen die darsteller diesen film mehr als ansehbar. zumindest für mich.
und das du mit "anspruchsvollen filmen" keine berührungsängste hast weiß ich eh,- zumal "anspruch" eine reine geschmacksache ist.
was für den einen zeitverschwendung ist, ist für den anderen eine offenbarung. gibt genug filme die ich selber langweilig finde, die aber anderen sehr gut gefällt. (nur um ein Beispiel zu nennen ,- Der ewige Gärtner war für mich pure Langeweile)

kelte
14.10.2010, 20:45
Wieso? Der Film zeigt zwar nicht die ganze Wahrheit aber es wird in keinster Weise verschwiegen, dass Amin ein grausamer Schlächter war. Ich denke nicht, dass da die Würde der Opfer getreten wurde. Dass wäre imo nur dann der Fall, wenn man Amin in einem guten Licht darstellen würde und seine Taten verschweigt.
das ist für mich ein überzeugendes Argument im letzten Satz :hoch:
jedoch kann ich jbk verstehen, das wenn ein Film mit einem realen Diktator aufwartet man keine Fantasystory einbauen sollte. Oder eben den Namen ändern. war ja mit ein Grund warum 300 mir nicht gefällt, wegen der Darstellung der Perser

Johannesbk
16.10.2010, 00:03
Wieso? Der Film zeigt zwar nicht die ganze Wahrheit aber es wird in keinster Weise verschwiegen, dass Amin ein grausamer Schlächter war. Ich denke nicht, dass da die Würde der Opfer getreten wurde. Dass wäre imo nur dann der Fall, wenn man Amin in einem guten Licht darstellen würde und seine Taten verschweigt.

Hätten sie dem General einfach den Namen Tantor gegeben, dann hätt ich den Film sicherlich als gut empfunden, denn dann hätt ich für mich Querverweise zu Amins Terrorherrschaft ziehen können. Wenn sie aber den aus meiner Sicht als Monster zu bezeichnenden Amin beim Namen nennen, dann bitte keine Lovestory mit heldenhaftem Schotten dazu, denn die Greultaten waren für mein Empfinden eher als Randhandlung dabei und wurden für mich damit bagatellisiert, was keinem der Opfer damit gerecht wird. Wenn ich ein Kind beim Namen nenn, dann muss ich auch zeigen was wirklich wahr und nicht nur einen "neidischen" Engländer ein paar Bilder hinlegen lassen:runter:. Und dann noch im Sekundentakt die Entführung abhandeln:motz:

stanleydobson
16.10.2010, 02:27
also der film war doch etwas anders als ich ihn mir vorgestellt hatte

ich hatte ihn mir "realistischer" vorgestellt,aber da waren doch viele hollywoodtypischen elemente vertreten,deshalb für mich letztendlich tatsächlich nur durchschnitt

6/10

deadlyfriend
16.10.2010, 11:35
Wie gesagt, der Film wird äußerst unterschiedlich aufgefaßt und ich kann beide Ansichten gut nachvollziehen. JBK hat es aber auch nochmal sehr gut auf den Punkt gebracht, was ich am Film kritisiere. Da sind mir einfach zu viele Spielfilmelemente dabei, die dem Thema nicht gerecht werden. Das wäre so als wenn man einen Film über Hitler dreht, in dem Eva Braun ein Verhältnis mit Goebbels hat und dies dann als großen Teil im Film verarbeitet. Mit dem Fokus ob Adolf hinter die Affaire kommt und nebenbei gibt es noch ein paar coole Kriegsszenen. :rolleyes:

Cable
16.10.2010, 15:13
Hätten sie dem General einfach den Namen Tantor gegeben, dann hätt ich den Film sicherlich als gut empfunden, denn dann hätt ich für mich Querverweise zu Amins Terrorherrschaft ziehen können. Wenn sie aber den aus meiner Sicht als Monster zu bezeichnenden Amin beim Namen nennen, dann bitte keine Lovestory mit heldenhaftem Schotten dazu, denn die Greultaten waren für mein Empfinden eher als Randhandlung dabei und wurden für mich damit bagatellisiert, was keinem der Opfer damit gerecht wird. Wenn ich ein Kind beim Namen nenn, dann muss ich auch zeigen was wirklich wahr und nicht nur einen "neidischen" Engländer ein paar Bilder hinlegen lassen:runter:.

Gut, das ist halt das typische Hollywood-Problem. Denn das was du haben willst ist eine Doku und die gibt es für solche Themen dann halt nur auf Discovery Channel und Co. Würde sich im Kino in den USA niemand ansehen und wäre damit nicht produzierbar. Aber immerhin wird man so auf Themen hingewiesen, von denen man sonst gar nichts wüsste. Ich habe mir nach dem Film im I-Net so einiges über Amins Terrorherrschaft durchgelesen, was ich ohne den Film nicht gemacht hätte.

Und dann noch im Sekundentakt die Entführung abhandeln:motz:

Wobei diese Sache eigentlich nicht wirklich was mit Amin zu tun hat, da wurde der ja auch nur reingezogen. Wurde wohl auch nur in den Film gepackt um den Engländer entkommen zu lassen.

Johannesbk
17.10.2010, 12:31
Gut, das ist halt das typische Hollywood-Problem. Denn das was du haben willst ist eine Doku und die gibt es für solche Themen dann halt nur auf Discovery Channel und Co.

Es gibt genug Filme die die Wirklichkeit oder Ausschnitte präsentieren ohne als Doku rüberzukommen und doch annähernd versuchen die Wahrheit wiederzugeben. Entweder will ich die Warheit und dann heißen die Herren Jesus, Stalin, Hitler oder die Frauen Merkel, von der Leyen und Königin Katharina, oder die Handlung ist fiktiv dann kann es Franz, Hans Johannesbk sein.
Der Soldat James Ryan war eine fiktive Geschichte, allerdings versuchte man am D-Day nicht viel zu beschönigen oder weichzuspülen, da wurde dann gezeigt mit welchem Wahnsinn so etwas durchgezogen wurde. Oder Flags of our Fathers/Letters von Iwo Jima wo beide Seiten betrachtet werden. Die wurden auch so von den Amis angenommen;).
Wobei ich die Dokus von Disc sehr mag:)

Cable
17.10.2010, 17:50
Der Soldat James Ryan war eine fiktive Geschichte, allerdings versuchte man am D-Day nicht viel zu beschönigen oder weichzuspülen, da wurde dann gezeigt mit welchem Wahnsinn so etwas durchgezogen wurde. Oder Flags of our Fathers/Letters von Iwo Jima wo beide Seiten betrachtet werden. Die wurden auch so von den Amis angenommen;).
Wobei ich die Dokus von Disc sehr mag:)

James Ryan ist imo aber nicht besser in der Wahrheitsdarstellung als der letzte König. beides mit nicht realen Geschichten erweitert.

Und Flags/Letters waren in den USA nicht unbedingt die großen Kinorenner. ;)

Und Völkermord ist halt kein "schönes" Hauptthema für einen Hollywoodfilm, da muss halt was anderes dazu. Leider.

Johannesbk
17.10.2010, 21:26
James Ryan ist imo aber nicht besser in der Wahrheitsdarstellung als der letzte König. beides mit nicht realen Geschichten erweitert.

Wobei bei James mit der Geschichte die geschichtliche Wahrheit nicht verunglimpft wird.

Und Flags/Letters waren in den USA nicht unbedingt die großen Kinorenner. ;)

Da halt ich es mit meinem Freund Obelix "die spinnen die Amerikaner":D
wobei die ja auch den Schuss, in Betreff lohnen sich Filmeinnahmen außerhalb des Milliardenbereichs überhaupt noch, für mich nicht gehört haben:rolleyes:. Meine Antipatie für Teile der amerikanischen Bevölkerung gehören aber nicht in diesen Thread, da müsste mann mal einen Freundschaftsthread eröffnen.
Da müssen dann auch so Sachen rein wie einen Top spanischen Film sofort 1:1 nachzudrehen nur damit der aus Amiland kommt:autsch:.

Und Völkermord ist halt kein "schönes" Hauptthema für einen Hollywoodfilm, da muss halt was anderes dazu. Leider.

Wenn sich Filme erst dadurch verkaufen - das ist ein Film auf meiner Verwichtelliste Liste von Filmen die ich nicht noch mal ansehen muss

Cable
18.10.2010, 09:36
Wobei bei James mit der Geschichte die geschichtliche Wahrheit nicht verunglimpft wird.

Ist halt Geschmackssache und Gefühlssache, ich finde nicht, dass die Wahrheit bei diesem Film verunglimpft wird. Es wird halt nicht alles im Detail gezeigt. Für mich ist das ein typischer Hollywoodfilm, der dem Publikum angepasst wurde und dafür einen Oscar erhalten hat. Wenn ich Realität will schaue ich mich halt bei Dokus um.

Als Umkehrschluss komme ich aber auch auf etwas anderes: Dir kann der Film "Mein Führer" mit Helge Schneider auf gar keinen Fall gefallen, weil der ja nicht die Wirklichkeit wiedergibt (unabhängig von der fragwürdigen Qualität des Filmes). ;)

Johannesbk
18.10.2010, 11:12
Für mich ist das ein typischer Hollywoodfilm, der dem Publikum angepasst wurde

und diese Anpassung kritisiere ich weil ich sie bei dem Thema nicht für angemessen erachte

und dafür einen Oscar erhalten hat.

das war wegen der tollen schauspielerischen Leistung von Forest Whitaker und nicht für den Film;)

Wenn ich Realität will schaue ich mich halt bei Dokus um.

Werd mir zur Beruhigung mal wieder Reise der Pinguine reinziehen:D



Als Umkehrschluss komme ich aber auch auf etwas anderes: Dir kann der Film "Mein Führer" mit Helge Schneider auf gar keinen Fall gefallen, weil der ja nicht die Wirklichkeit wiedergibt (unabhängig von der fragwürdigen Qualität des Filmes). ;)

Jemand der mit einem Song Katzeklo die Massen begeistert und mich zum mitsingen bringt, der kann nur die Wahrheit verkünden:D. Ich habe mir ehrlich gesagt noch keinen Film von Doc Snyder reingezogen. So gerne ich früher Helge und Feuerstein mochte, glaube ich kaum den länger als eine viertel Stunde am Stück zu vertragen, wobei da der Inhalt des Films, in die Schuhe geschissen, egal ist. Das sind Filme die ich auf meiner Wunschliste noch nicht mal angekreuzt habe - werd den aber trotzdem mal im Auge behalten, jetzt hast du mich schon neugierig gemacht:)

Cable
18.10.2010, 15:13
und diese Anpassung kritisiere ich weil ich sie bei dem Thema nicht für angemessen erachte

Da können wir uns ewig im Kreis drehen. :D

das war wegen der tollen schauspielerischen Leistung von Forest Whitaker und nicht für den Film;)

Auch ein guter Schauspieler kriegt aus einem schlechten Skript kein Oscar-Material raus.:p

So gerne ich früher Helge und Feuerstein mochte, glaube ich kaum den länger als eine viertel Stunde am Stück zu vertragen,

Normalerweise kann ich ihn auch nicht ab, aber in dem Film war er mal ausnahmsweise nicht so nervig.

Despair
18.10.2010, 15:52
So gerne ich früher Helge und Feuerstein mochte, glaube ich kaum den länger als eine viertel Stunde am Stück zu vertragen

Helge und Feuerstein? Meinst du vielleicht Harald und Feuerstein? Dann liegt da eine kleine Verwechslung vor. :D

Ist schon interessant, wie unterschiedlich die Meinungen zum Thema Geschichtsverfälschung in Spielfilmen sind. Wäre direkt mal was für die gute, alte Filmdiskussion. Mir ist es eigentlich ziemlich egal, solange nicht zu grober Unfug getrieben wird. Ein Spielfilm kann schon aus dramaturgischen Gründen nicht 100%ig wahr sein. Idi Amin einen schottischen "Sidekick" zu verpassen halte ich zwar für unnötig, aber so sehr gestört hat es mich dann auch nicht.

Cable
18.10.2010, 16:34
Ein Spielfilm kann schon aus dramaturgischen Gründen nicht 100%ig wahr sein.

Genau das ist es, was ich auch meine. Ein Spielfilm mit vernünftiger Handlung die sich über Jahre hinweg streckt. Da muss man halt ein paar Dinge anpassen, Figuren zusammenfassen usw. Das ist halt der Unterschied zwischen Film und Doku.

Johannesbk
20.10.2010, 07:37
Da können wir uns ewig im Kreis drehen. :D

So lange wir keinen Kreis bilden:D

Helge und Feuerstein? Meinst du vielleicht Harald und Feuerstein? Dann liegt da eine kleine Verwechslung vor. :D

So weit ich weiß haben Feuerstein und Helge auch mal zusammen gesungen, auf jeden Fall sind für mich beide Schräg - nur das Feuerstein leider keine Filme gedreht hat:(

Cable
20.10.2010, 09:52
So lange wir keinen Kreis bilden:D


Aber wieso denn nicht? :truppe: :ugly: