PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Musikalische Comebacks


Willy Wonka
09.08.2009, 19:33
Von vielen großen Stars dachte man, dass ihre Zeit längst vorbei ist und auf einmal sind sie wieder richtig durchgestartet und haben eine neue musikalische Richtung eingeschlagen oder blieben ihrem alten Stil treu.
Es gibt viele Gründe, dass Künstler ein Comeback machen. Vielleicht liegt es an ihrer jeweiligen finanziellen Situation, weil ihnen langweilig war oder weil sie ihren Fans etwas Gutes machen wollten.

Was sind eure persönlichen besten musikalischen Comebacks und welche Rückkehr hätte nicht unbedingt sein müssen oder welche hat gar nicht erst funktioniert?
Und viel wichtiger ist, aber wann handelt es sich um ein Comeback. Wie viele Jahre muss der Künstler oder Künstlerin eine Auszeit genommen haben, ob freiwillig oder unfreiwillig?
Denn der Begriff „Comeback“ wird in unserer Medienlandschaft sehr inflationär verwendet.

Ich bin sehr gespannt auf eure Meinungen.

Alexboy
09.08.2009, 22:47
Was sind eure persönlichen besten musikalischen Comebacks und welche Rückkehr hätte nicht unbedingt sein müssen oder welche hat gar nicht erst funktioniert?

Ich bin kein Freund dieser Comebacks. Musik gehört in ihre Entstehungszeit mit den Musikern die sie geprägt haben. Doch wenn bands aktuell mit den alten Namen touren aber nur der Freund-der-Frau-des-Vetters-des-Bassisten-Roadies o.ä. einmal die Namensrechte ergattern konnte, und sonst niemand der Musiker etwas mit der damaligen Musik zu tun hatte, finde ich das nicht so gut.
Gruppen die über viele Jahre hinweg ihre eigenen Stücke komponiert und präsentiert haben, Mitglieder zwangsweise ersetzen mussten und immer noch, auch mit neuen Stücken im Geschäft sind, finde ich in Ordnung.
Cover-bands die den originalgetreuen Sound der ehemaligen Musiker aktuell spielen gehen auch in Ordnung, da sie den Menschen die früher noch nicht in der Lage waren diese bands zu hören dazu Gelegenheit geben.

Musik nur zum abzocken der Fans finde ich nicht in Ordnung.

Despair
10.08.2009, 11:50
Was sind eure persönlichen besten musikalischen Comebacks und welche Rückkehr hätte nicht unbedingt sein müssen oder welche hat gar nicht erst funktioniert?

Ich finde, ein Comeback geht in Ordnung, wenn die Musiker noch mit Enthusiasmus bei der Sache sind (und größtenteils noch aus den Originalmusikern bestehen). Diese abgewrackten Mumienbands, die ihren Arsch nur noch zu Vollplayback auf die Bühne schleppen (bevorzugt bei Olli Geissen), brauche ich absolut nicht.

Ein Comeback, dass mich so richtig vom Hocker gehauen hätte, gab es bisher eigentlich nicht. Dass Alice Cooper mit "Trash" nochmal durchstarten konnte, fand ich sehr gut, aber eigentlich war er nie so richtig weg. Außerdem bevorzuge ich nach wie vor seine alten, abgefahreneren Alben. Dass Black Sabbath (zwar unter dem neuen Namen "Heaven And Hell") wieder mit Dio vereint losrocken, ist ebenfalls sehr nett. Oder die kurzzeitige Live-Reunion von Led Zeppelin. Aber ansonsten...

Wirklich wünschen würde ich mir ein Comeback der Prog-Götter Psychotic Waltz. Dann wäre ich rundherum glücklich. :D

Und viel wichtiger ist, aber wann handelt es sich um ein Comeback. Wie viele Jahre muss der Künstler oder Künstlerin eine Auszeit genommen haben, ob freiwillig oder unfreiwillig?
Denn der Begriff „Comeback“ wird in unserer Medienlandschaft sehr inflationär verwendet.

Im schnelllebigen Mainstream wird oftmals schon nach zweijährigem Abtauchen eines Künstlers von Comeback gesprochen, wenn er ein paar neue Takte raushaut. Ich sage nur Britney Spears, Robbie Williams...

Im Gegensatz dazu gibt es Künstler wie Kate Bush. Zwischen ihren letzten beiden Alben liegen ganze zwölf Jahre...

Willy Wonka
10.08.2009, 23:08
Im schnelllebigen Mainstream wird oftmals schon nach zweijährigem Abtauchen eines Künstlers von Comeback gesprochen, wenn er ein paar neue Takte raushaut. Ich sage nur Britney Spears, Robbie Williams...


So sehe ich das auch. Manche Künstler machen nur ein bisschen Pause zwischen zwei Alben und zack wird es von den Medien auf einmal als "Comeback" tituliert. Ich glaube manche Künstler wollen diesen Stempel nicht einmal.
Im Falle von Britney Spears kann ich das "Comeback" schon verstehen, weil sie eben ganz unten war - also wirklich ganz unten - und mit ihrem letzten beiden Alben hatte sie wieder einen großen Erfolg und vor allem das Album Circus hat mir auch sehr gefallen. Für mich eine sehr gute Partymusik.

Außerdem finde ich, dass zurzeit Michael Jackson ein Comeback feiert, auch wenn er nicht mehr lebt, aber seine Lieder laufen überall und die Charts sind damit voll. Viele sprechen immer noch von ihm und er hat meiner Meinung jetzt einen anderen Status als noch vor zwei Jahren.

Turrican
10.08.2009, 23:22
Also ein Comeback ist für mich wenn mehr als 4-5 Jahre dazwischen liegen.
Und das beste Comeback sind die Ärzte.

Firefly
11.08.2009, 08:36
Für mich ein sehr schönes Comeback war AHA.
Ich glaube die haben das wirklich aus Spass gemacht, nicht des Geldes wegen.

Ein absolutes No Comeback war Queen mit Paul Rogers.
Warum dies unbedingt sein musste entzeiht sich meiner Kenntnis.
Finde ich aber erstens nicht gut, zweitens wird ein Mythos zerstört !

Finde auch dass in der heutigen Zeit viel zu schnell von einem Comeback gesprochen wird.

wuppibuetti
11.08.2009, 13:08
Ein absolutes No Comeback war Queen mit Paul Rogers.
Warum dies unbedingt sein musste entzeiht sich meiner Kenntnis.
Finde ich aber erstens nicht gut, zweitens wird ein Mythos zerstört !

Das ist wirklich ein absolutes No-Go. 50 % Queen + Paul Rodgers, nein danke. Das hat nicht im Ansatz was mit Queen zu tun. Da wäre es besser gewesen einen neuen Namen für das "Projekt" zu suchen und damit zu starten. Da kann ich schon verstehen, dass John Deacon dankend abgewinkt hat und sich weiter auf Geld zählen und Tee trinken konzentriert.

Finde auch, dass für ein Comeback mehr Zeit wie 2-3 Jahre zwischen 2 Alben vergehen sollte. Auch wenn sich das mittlerweile als Marketinginstrument gut einsetzen lässt