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BladeRunner2007
17.07.2009, 03:42
Gesamtuebersicht aller Kritiken zu Public Enemies
#2 17.07.09 BladeRunner2007 (http://www.filmvisionaere.com/showpost.php?p=86839&postcount=2)
BladeRunner2007
17.07.2009, 03:45
Public Enemies (http://www.ofdb.de/film/166779,Public-Enemies)
Viele Kritiker und Kinogaenger wissen nicht so recht was sie zu diesem Film sagen sollen: Wir werden mit der Frage zurueckgelassen, wer John Dillinger *wirklich* war? Nun, die Antwort auf diese Frage ist nicht ganz so einfach und offensichtlich: Der Film ist nicht ueber John Dillinger, sondern ueber die Ikone John Dillinger's und wie wir auf diese reagieren. Es geht darum wie die Leute aus den 30ern darauf reagieren, wie Billie Frechette, John Dillinger selbst und wie WIR als Nation darauf reagieren. Der Kern des Film ist eine starke Love Story und Michael Mann hat diese mit Bravour umgesetzt. Public Enemies ist ohne Zweifel ein Stueck Kunst, wird aber mit Sicherheit von der breiten Masse unterschaetzt.
Wer sind die wahren "Public Enemies"? Das ist relativ einfach zu beantworten: Dillinger war ein Held der Nation für die Leute der 30er. Wir sehen es in Dillinger's beruechtigten Presse Konferenz, wo er das Sagen hat. Er leitet die Show. Die Leute auf den Straßen jubeln und winken ihm zu. Es ist die große Depression, er kommt vom Land und raubt Banken aus, und er ist cool und charismatisch. Aber wer ist er wirklich? Sie wissen es alle nicht und es ist auch egal – denn er ist eine Ikone.
Billie Frechette ist das Herz und die Seele des Films. Doch auch sie reagiert mehr auf die Ikone als auf den Mann dahinter: Dillinger zieht fuer sie eine Show ab und erzaehlt ihr nur die minimalistischsten Einzelheiten ueber ihn. Warum er nicht tanzen kann? Ganz einfach – Er hat gerade 9 Jahre abgesessen. Er ist wie ein Matador, der sein rotes Tuch hoch haelt und sie hat keine andere Wahl als darauf reinzufallen, obwohl es ihr Untergang ist. Jedes mal wenn sie versucht der Realitaet in die Augen zu blicken, leitet Dillinger sie in eine Illusion ueber: "Sag, dass du es weißt. Sas es einfach." Marion Cotillard's Schauspiel ist dem ganzen Film ueber aeußerst beeindruckend.
John Dillinger wird perfekt von Johnny Depp verkoerpert – einfach zu moegen, unauffaellig, der einfache Mann hinter der Ikone. Er ist jung und naiv, aber stellt sich selbstbewusst seiner unausweichlichen Mauer des Schicksals. Wir sehen nur einen kleinen Ausschnitt aus seinem Leben, denn mehr gibt es nicht. Alles was wir wissen ist, dass seine Mutter verstorben ist als er 3 Jahre alt war, sein Vater ihn verpruegelt hat, und das er zu 10 Jahren Haft verurteilt wurde (9 hat er abgesessen), weil er 50 Dollar gestohlen hat. Dort wurde er zudem was er nun ist: Ein Dieb, ein harter Krimineller, aber heiter und loyal seinen Freunden gegenueber. Nach seiner Entlassung wurde er schnell zu einem "larger-than-life icon". Er steht im Rampenlicht, laesst seinem Charme freien Lauf und winkt seinen Fans zu. Es geht schnell: Er raubt ein paar Banken aus, kostet es aus, kommt damit davon, aber all der Zauber ist in ein paar Monaten vorueber. Er hat im Grunde nur 1 Jahr lang "wirklich" gelebt: Vom Zeitpunkt seiner Entlassung aus bis zu dem Moment, in dem er erschossen wurde. Wer ist John Dillinger? Seine Klischeehaften Worte gegenueber Billie scheinen oft direkt von der Kinoleinwand eines alten 30er Jahre Films zu kommen. Aber als Billie von der Polizei abgefuehrt wird, sehen wir ploetzlich nicht mehr die Ikone, sondern den hilflosen jungen Mann. Letztendlich scheint es so, als wuerde er sich dieselbe Frage stellen: Wer ist John Dillinger? Er marschiert direkt ins Polizeidepartment um sich selbst zu sehen - er sieht sein Erbe in Form von Fotos am schwarzen Brett. Und in der unterschwelligen Biographie eines Kinofilms, erkennt er sich selbst in Clark Gable.
Purvis ist Dillinger's Gegenspieler. Dillinger tut das Falsche, ist aber erfolgreich. Purvis versucht das Richtige zu tun, versagt aber. Obwohl wir für Dillinger sind, soll Purvis der echte Held des Films sein. Aber wir wissen kaum etwas ueber ihn oder über die anderen Charakterer. Ihre Dialoge verraten uns nicht viel. Das ist viel mehr eine visuelle Geschichte, mit Ereignissen, Kostuemen, reich ausgestatteten Hintergruenden, Kameraeinstellungen und kleinen Gesten, die uns Informationen ueber die Charaktere liefert.
Mann schickt uns mitten ins Geschehen mit minimalen Erlaeuterungen. Ein bisschen mehr Handlung und Hintergrund waere nett gewesenen, aber wir befinden uns halt in dieser "in the moment" Phase von Dillinger's Leben. Und zwar in dem Moment, wo er beschließt dieses 1 Jahr seines Lebens zu leben. Viele Szenen wurden dort gedreht, wo die Ereignisse wirklich stattgefunden haben: Depp bricht aus Dillinger's echter Gefaengniszelle aus, schießt aus denselben Fenstern und rennt durch denselben Wald in Little Bohemia und stirbt auf demselben Buergersteig wie der echte John Dillinger. Wenn das Flugzeug mit Dillinger an Bord in Indiana landet, sehen wir fuer einen kurzen Augenblick echte S/W Aufnahmen. Die Kamera folgt dann den Charakteren so, dass der Eindruck ensteht, wir seien Reporter und mitten im Geschehen. Anstatt von alten, koernigen, sepia-farbigen Film sehen wir oft neue, scharfe, kalte und klare HD Bilder. Der Film spielt manchmal mit dem Selbstbewusstsein der Zuschauer, besonders in der Szene, in der wir Dillinger auf der großen Kinoleinwand sehen, und das Publikum nach rechts und links gucken soll, um eventuell Dillinger ausfindig zu machen. Und das ist nur ein Teaser für das eigentliche Kunststueck am Ende des Films- Die Selbsterkennung: WIR sehen einen Film mit einer Ikone (Depp), die eine Ikone spielt (Dillinger), die einen Film mit einer Ikone sieht (Gable), die einen ikonischen Kriminellen spielt. Wer ist John Dillinger? Das ist wahrlich ein schweres kleines Puzzle, das jeder Zuschauer für sich selbst loesen muss!
Michael Mann ist mit "Public Enemies" ein Meisterwerk gelungen!
10/10
JaredKimberlain
17.07.2009, 10:03
Super Kritik, mein eh fest eingeplanter Kinobesuch wurde dadurch nur noch einmal unterstrichen.
Dann melde ich mich gerne weiter zu Wort.
Gruß,
J.K.
Schimschi
17.07.2009, 14:17
Sehr schöner Text, BladeRunner! Freue mich nun umso mehr auf den Kinobesuch... das wird ein Fest! :)
tikiwuku
17.07.2009, 16:05
Also nach diesem Review freue ich mich umso mehr auf den Film. :)
Der müde Joe
17.07.2009, 19:54
Für mich eine ganz fürchterliche Kritik ;) ... jetzt steigt die sowieso schon vorhandene Ungeduld ins Unermessliche :o
crizzero
18.07.2009, 03:08
Hochinteressanter Text, BladeRunner! Ich bin zwar etwas skeptisch geworden, da er auf Filmstarts.de "nur" 7/10 bekommen hat, aber ich erwarte eben auch sehr viel von einem Mann-Film. Grundsätzlich liebe ich seinen Stil und kann mich an seinen Bildern nicht satt sehen. Aber ob der Film gut, klasse, grandios oder meisterhaft wird, kann ich natürlich noch nicht beurteilen. Ich muss ihn aber unbedingt sehen. Und deine Kritik verschärft die vorhandene Vorfreude nun noch gewaltig. :hoch:
BladeRunner2007
18.07.2009, 03:25
Also der Film ist definitiv anders als der typische Gangster Film. Er ist keinesfalls vergleichbar mit Casino, GoodFellas, Scarface etc. Diese Filme leben von ihren Charakteren und dessen enorme Entwicklung. Die Charaktere in diesen Filmen werden alle sehr ausfuehrlich vorgestellt und vollziehen einen langsamen, daber deutlich spuehrbaren Wandel. Das ist bei PE nicht der Fall. Man ist halt mitten drin ohne Erlaeuterungen und muss sich so halt in die Handlung einfinden. Deshalb koennen die Charaktere auch als ziemlich oberflaelich empfunden werden. Aber wie ich schon schrieb, ist das nicht so schlimm, da es kein Film ueber Dillinger direkt ist, sondern ueber die Ikone. Und das ist neu und Mann hat es super umgesetzt. Nur wird das halt nicht jedem schmecken.
Eclipsed
18.07.2009, 10:31
Klasse Kritik!
Nach deinem letzten Posting festigt sich meine Meinung, dass Mann hier einen ähnlichen Weg eingeschlagen hat wie Fincher mit Zodiac.
Ikonisierung, Momentaufnahmen, akribische Faktenwiedergabe...
Passend dazu auch deine Endfrage: Wer ist Dillinger/Zodiac?
Ich persönlich mag es, wenn Regisseure so an ein Thema rangehen, wie man es nicht von ihnen erwartet. (Wer hat nach Sieben ein Presse-/Psychodrama über das Thema Serienkiller von Fincher erwartet?)
LivingDead
18.07.2009, 11:49
Ich persönlich mag es, wenn Regisseure so an ein Thema rangehen, welches man jetzt nicht so von ihnen erwartet. (Wer hat nach Sieben ein Presse-/Psychodrama über das Thema Serienkiller von Fincher erwartet?)
Sehe ich ähnlich, bleibe aber skeptisch - vor allem nach "Miami Vice", den ich zwar besser sehe, als manch anderer, aber der Stoff von "Public Enemies" bietet eben mehr als nur optische Schauwerte, und da hoffe ich, dass Mann Prioritäten gesetzt hat; bestenfalls die goldene Mitte traf.
Es ist beinahe unheimlich wie perfekt Michael Mann diesen Film umgesetzt hat.
Dies war ihm nach Miami Vice ( den ich persönlich übrigens auch gut fand ) wohl von vielen Kritikern nicht zugetraut worden.
Wie in der wunderbaren Kritik von Blade Runner bereits beschrieben, gibt es keine Einführung in die Geschichte oder den Figuren, wir sind ab der ersten Minute mittendrin in einem Gefängnisausbruch.
Es werden nur die Jahre 1933 und 1934 beleuchtet, in welcher die Weltwirtschaftskrise starke Spuren hinterlassen hat.
Dies ist eigentlich mein Einziger Kritikpunkt an dem Film.
Man muss ein bestimmtes Mass an Vorwissen über diese Zeit haben, um die Motive des John Dillingers zu verstehen.
zb. dass es zur Hochzeit der Krise über 6 Mio Arbeitslose gab, bei ca. 12 Mio beschäftigten.
Es gibt dazu auch Infos bei Wikipedia, die wirklich gut aufbereitet sind.
Zurück zum Film.
Johhny Depp spielt wie immer genial, man nimmt ihm in jeder Minute des Filmes die Rolle ab.
Auch Christian Bale spielt perfekt, hat aber leider gegenüber Depp das Nachsehen.
Das kann aber auch am Charakter der Rolle liegen, da Dillinger ja als Ikone dargestellt wird, und Purvis als Jäger, der ebenso als Gentlemen verkörpert wird, wie Dillinger bei seinen Banküberfällen.
Michael Mann fängt Szenen ein, die einem lange im Gedächtnis bleiben werden.
Das Setting ist atemberaubend, Die Kostüme und die Musikuntermahlung genial.
Die Choreografie der Shootouts sind wie von mann gewöhnt einfach perfekt.
Klar, über das Stilmittel der Wackelkamera und des groben Bildrieseln werden sich wieder viele streuben ( Kann aber auch die schlechte Kopie im Kino gewesen sein ! ), aber es nimmt nicht Überhand.
Für mich in mehreren Kategorien ein Oscarfavorit für Mann, Depp, Kostüme, ...
Fazit : ein nahezu perfekter Film ( !! Das Nörgeln ist auf allerhöchstem Niveau ), mit welchem Michael Mann und Johnny Depp wieder mal ihre Weltklasse bewiesen haben.
Hoffe allerdings, dass es für die Zukunft auf BD oder DVD einen Directors Cut von Michael Mann geben wird, denke es wurden ca. 15-20 Minuten mehr Film mit Hintergrundinfos über die Situation nicht schaden sondern noch mehr aufwerten.
Dennoch von mir 10/10
Dwayne Hicks
06.08.2009, 11:53
wenn nix schief geht gibts heut nacht oder morgen mittag auch ne kleine kurzkritik von mir, freu mich schon :D
stanleydobson
06.08.2009, 18:31
dann biete ich jetzt mal das genaue gegenteil von firefly :D
hab mich heute dann auch kurz vor knapp für den film entschieden,bei der besetzung sollte nichts schiefgehen ....meint man(n)
die ersten 60 minuten waren noch einigermaßen interessant,dann war pause und nach der pause kam eigentlich nichts mehr,ausser laber laber laber...ich bin echt beinnahe wieder paarmal weggenickt...dann wurde die bildqualität im dunkeln auch noch schlecht wie nix..... das ende völlig emotionslos und abgehakt, wahre begebenheit hin oder her
fazit: depp spielt gewohnt gekonnt,wird aber in hälfte 2 nicht mehr wirklich gefordert...letzteres gilt für bale den ganzen film über,er geht total unter,da hätte man jeden x-beliebigen für die rolle nehmen können
sehr entäuschende 3/10 wegen den guten ersten 60 minuten
dann biete ich jetzt mal das genaue gegenteil von firefly :D
hab mich heute dann auch kurz vor knapp für den film entschieden,bei der besetzung sollte nichts schiefgehen ....meint man(n)
die ersten 60 minuten waren noch einigermaßen interessant,dann war pause und nach der pause kam eigentlich nichts mehr,ausser laber laber laber...ich bin echt beinnahe wieder paarmal weggenickt...dann wurde die bildqualität im dunkeln auch noch schlecht wie nix..... das ende völlig emotionslos und abgehakt, wahre begebenheit hin oder her
fazit: depp spielt gewohnt gekonnt,wird aber in hälfte 2 nicht mehr wirklich gefordert...letzteres gilt für bale den ganzen film über,er geht total unter,da hätte man jeden x-beliebigen für die rolle nehmen können
sehr entäuschende 3/10 wegen den guten ersten 60 minuten
So schlecht für dich, das hät ich nicht geglaubt.
Dachte der gefällt dir besser.
Denke das emotionslose ist gewollt von Michael Mann, den wie Blade Runner schrieb, es ist keine Bio über den Mann Dillinger sondern ein Porträt der Ikone Dillinger.
Denke er wollte es vermeiden, dass die Zuschauer Gefühle für einen Verbrecher ( und nichts anderes war John ja ) entwickeln, ebenso über das FBI, welches ja zu drastischen Mitteln wie Folter greift, um an Infos zu kommen.
Ich foinde die Verknüpfung zur Heutuigen Zeit toll, Wirtschaftskrise, Folter von gefangenen, sind wir wieder in den 30er Jahren angekommen ?
PS : jep, das miese Bild ist wirklich ein Kritikpunkt !
PPS : selbst bei 140 Min. Filmen gibt es bei euch Pause ? Zum Glück hab ich ihn in einem Stück durchgesehen.
Der müde Joe
07.08.2009, 07:44
Ich war gestern abend im Kino und ich war weder entäuscht noch begeistert.
Viel mehr kann ich gerade gar nicht dazu sagen (Bin müde, hatte Nachtschicht) und vergebe 7/10 Punkte.
Es war ein guter Film mit guten Schauspielern, aber auch nicht mehr in meinen Augen.
Dwayne Hicks
07.08.2009, 15:19
die ersten 60 minuten waren noch einigermaßen interessant,dann war pause und nach der pause kam eigentlich nichts mehr,ausser laber laber laber...ich bin echt beinnahe wieder paarmal weggenickt...
beinnahe??? du musst defintiv weggenickt sein......weil nach der (fucking) pause kam dann auch der waldshootout was neben dem yuma showdown mit das geilste in sachen schießerei ist was ich die letzten Jahre gesehen habe.....wenn du das als "laber laber laber" bezeichnist dann haben wir defintiv nicht denselben Film gesehen.
War gestern spät Abend drin und fande den Film großartig, hat im großen und ganzen meinen erwartungen entsprochen...wird gekauft. :)
9/10
Der müde Joe
07.08.2009, 17:39
pause kam dann auch der waldshootout
der war klasse, stimmt!
stanleydobson
07.08.2009, 21:04
ja da bin ich "wach" geworden,aber an dem shootout war jetzt auch nix besonderes..
Dwayne Hicks
08.08.2009, 11:17
ja da bin ich "wach" geworden,aber an dem shootout war jetzt auch nix besonderes..
:motz:nix besonderes...tzzz
Übrigens fand ich den Film für eine FSK 12 sehr heftig :D vorallem
vorallem wo Bale und noch so ein Typ den nicht tot zu kriegenden Baby Face Nelson bearbeiten.....böse :D:hoch:
Tarantino1980
09.08.2009, 23:39
Ich war gestern abend im Kino und ich war weder entäuscht noch begeistert.
Es war ein guter Film mit guten Schauspielern, aber auch nicht mehr in meinen Augen.
Der Meinung schließe ich mich an. Johnny Depp hat mir wieder extrem gut gefallen, Christian Bale hingegen war sehr blass, war wohl nicht seine Rolle. Das hätte echt jeder so spielen können. Was ich positiv fand war die gute Atmosphäre die Michael Mann geschaffen hatte und die Liebe zum Detail. Man kam sich wirklich vor wie in einem Film aus den 30igern, nur das er halt in Farbe war. Aber dennoch hätte ich etwas mehr Story erwartet, etwas mehr über den Mann und nicht über die Ikone. Dennoch kann ich gute 6.5/10 Punkte vergeben.
metalbeppi
10.08.2009, 08:48
Fand den Film auch sehr gut, aber ein Top Film wars nun auch nicht. Mir hat die Vorgeschichte, z.B wie Dillinger zu dem geworden ist was er ist, oder die Robin Hood verkörperung gefehlt. Dies wurde nur durch diesen kleinen Satz an den Kunden in der Bank dargestellt (Dillinger:"Stecken Sie ihr Geld wieder ein, wir wollen die Bank bestehlen!")
Der Miami Vice Look hat mir eigentlich sehr gut gefallen, nur in manchen Stellen wurde es dadurch zu dunkel. Vorallem am Anfang als Dillinger in einem Club ist, man hat nur noch die Gesichter erkannt.
Übrigens fand ich den Film für eine FSK 12 sehr heftig :D vorallem
Jup das fang ich auch, ich war gestern in der 14 Uhr Vorstellung drin, und dort waren auch ein paar Eltern mit ihren Kindern, die noch nicht 12 Jahre alt waren. Und hier liegt für mich das größte Problem. Bei der 12 Freigabe dürfen die Eltern ihr 6 jähriges!!! Kind mit in den Film nehmen. Es gab hier auch 2 Eltern die mit ihren Kindern vorzeitig den Saal verlassen haben. Hier muss man einfach sagen das die Bpjm versagt hat.
Willy Wonka
14.08.2009, 01:33
Bevor ich etwas zum Film schreibe, möchte ich BladeRunner für die großartige Kritik danken, welche den Film bei mir jetzt schon jetzt ein bisschen aufgewertet hat.
Der Film hat sehr gute Momente, welche mir sehr gefallen haben, aber der größte Kritikpunkt ist für mich die Inszenierung. Generell habe ich nichts gegen den Stil von Mann, aber an bestimmten Passagen war er dieses Mal einfach unpassend. Gewackel und wilde Schnitte wurde an manchen Stellen gesetzt, welche mich richtig ärgerten, denn sie hatten meiner Meinung nach keinen Effekt und eine ruhige statische Inszenierung hätte manche Szenen sehr stark gemacht und sie würden wahrscheinlich mehr in Erinnerung bleiben.
Christian Bale hingegen war sehr blass, war wohl nicht seine Rolle.
Das wird wohl daran liegen, dass seine Rolle kaum Persönlichkeit ausfüllte, wie BladeRunner schon schrieb, aber meiner Meinung nach, passte Bale sehr gut in die Rolle und hat das Beste daraus gemacht und durch seinen "leeren" Blick spürte man manchmal, wie es in ihm brodelte.
Wahrscheinlich wird mir der Film bei der zweiten Sichtung besser gefallen.
Hier muss man einfach sagen das die Bpjm versagt hat.
Die Eltern aber auch, denn die FSK sollte bei einem FSK 12 nicht darauf achten, dass ihn Kinder mit sechs Jahren auch im Kino sehen können, denn so könnten sie die FSK 12 gleich streichen und von FSK 6 sofort auf FSK 16 gehen. Die Eltern sind dafür verantwortlich und sollten einschätzen können, ob ihre Kinder diesen Film schon sehen dürfen.
ich geb dem film 8 punkte...die ich nicht erklären kann.
es gab Stellen, da dachte ich der Film verkommt zu ner Schnarchnase. Dann wieder ehr gelungene Szenen,- und ich fand Bale nicht wirklich Blass aber auch nicht Überragend. Gilt auch für Johnny Depp, es wirkt zwar aber irgendwie wusste ich nicht wirklich was über Dillinger.
Der Film ist so ein Miami Vice Ding,- soft und stylisch porträitiert aber nicht wirklich sättigent. Trotzdem ist danach ein angenehmer Appetit vorhanden
Count Dooku
07.12.2009, 22:00
Fand den Film solide. Die Kamera-Führung war teilweise furchtbar und die Optik erinnerte teilweise an Camcorder-Aufnahmen.
Die Charaktere waren ziemlich eindimensional. Über John Dillinger und Melvin Purvis erfährt man kaum etwas.
Wirklich bedauerlich ist, dass Mann die Gelegenheit mit Johnny Depp und Christian Bale ein 2. Heat zu schaffen, nicht ergreift. Dafür ist Bales Rolle zu dünn.
Die Musikauswahl war auch nicht immer passend.
Trotzdem hat mir der Film gut genug gefallen, um ihn mir mal auf Blu-Ray zuzulegen.
6 von 10
Fand den Film solide. Die Kamera-Führung war teilweise furchtbar und die Optik erinnerte teilweise an Camcorder-Aufnahmen.
Die Charaktere waren ziemlich eindimensional. Über John Dillinger und Melvin Purvis erfährt man kaum etwas.
Wirklich bedauerlich ist, dass Mann die Gelegenheit mit Johnny Depp und Christian Bale ein 2. Heat zu schaffen, nicht ergreift. Dafür ist Bales Rolle zu dünn.
Die Musikauswahl war auch nicht immer passend.
Trotzdem hat mir der Film gut genug gefallen, um ihn mir mal auf Blu-Ray zuzulegen.
6 von 10
ganz ehrlich
das was du da schreibst, kann ich ebeno unterschreiben. einerseits finde ich den film sehr gut (warum nur? Depp/Bale Bonus?) andererseits hatte der mich innerlich wütend gemacht
crizzero
08.12.2009, 07:31
Wirklich bedauerlich ist, dass Mann die Gelegenheit mit Johnny Depp und Christian Bale ein 2. Heat zu schaffen, nicht ergreift.
Nö, das finde ich gerade gut. "Heat" kann man nicht kopieren. Und Pacino und DeNiro sowieso nicht. Ich finde, "Public Enemies" ist ein starkes, authentisches Gangster-Epos mit einer bewusst geschaffenen Ungleichgewichtung von Protagonist und Antagonist. Welche Rolle man davon Bale und Depp zuteilt, ist nochmal eine andere Frage, die Mann auch nicht zwingend beantworten wollte. So, wie er es kreiert hat, war es mal wieder ein einzigartiges Filmerlebnis. Und dafür liebe ich Mann-Filme. Für mich ganz klar 8/10.
Count Dooku
08.12.2009, 17:58
Welche Rolle man davon Bale und Depp zuteilt, ist nochmal eine andere Frage, die Mann auch nicht zwingend beantworten wollte.
Imo war es schon eindeutig, dass die Sympathien bei John Dillinger liegen.
Er hat mehr Screentime als Melvin Purvis, wird im Film als Gentlemen dargestellt, der nur das Geld von Banken aber nicht von Zivilisten klauen will, niemand umbringen will, wenn es nicht sein muss usw.
Purvis wird dagegen kaum charakterisiert und besitzt anscheinend keinerlei Ecken und Kanten. Imo läuft Bale mit nur einem Gesichtsausdruck herum (was für eine Verschwendung).
crizzero
09.12.2009, 20:20
Imo war es schon eindeutig, dass die Sympathien bei John Dillinger liegen.
Sehe ich nicht so. Wenn man nur die Screentime nimmt, macht man es sich meiner Meinung nach zu einfach. Bale hat auch seine guten Seiten und wirkt nicht dauerhaft wie ein Bürokrat. Und Depp zeigt neben seinen Sprüchen und der coolen Ausstrahlung auch seine dunkle Seite. Die Vorschriften, die er seiner Lady macht, sind z.B. schon sehr krass und zeigen auch ein Stück weit die Arschlochseite des Gangsters. Auch das Rededuell in der Szene als sich beide begegnen, hat Depp nicht unbedingt "gewonnen", finde ich.
Ich finde, dass beide Charaktere ihre Vor- und Nachteile haben. Die Ungleichgewichtung der Screentime ist daher kein Argument für mich. Außerdem ist es ja die Dillinger-Story, von daher logisch, dass dieser auch mehr beleuchtet wird als andere Figuren. Trotzdem ist er für mich nicht eindeutig der Gute.
Dwayne Hicks
09.12.2009, 21:19
Für mich besteht der Film eigentlich nur aus Arschlöchern und Bale lässt ab und zu Sympathien durchblitzen vorallem wo er der Frau hilft nach dem sie zusammengeschlagen wurde.....war sicher nicht die ultimative Rettungsaktion aber hat ihn sympatisch rüber kommen lassen.
deadlyfriend
28.02.2010, 12:04
Erstmal großes Kompliment an BladeRunner der eine beeindruckende Rezension geschrieben hat:hoch:
Ich finde den Film absolut hervorragend. Da es ja eine Art Biopic ist, bin ich auch mit dem Wahrheitsgehalt absolut zufrieden! Wie sowas geht kann man sich dann mal hier anschauen, anstatt so einen Rotz wie "München" oder "Der letzte König von Schottland" abzuliefern. Michael Mann konnte es. Er hat sich mit der Geschichte wirklich beschäftigt und einen superben Film abgeliefert. Johnny Depp als Dillinger war perfekt! Der schmale Grat zwischen Symphatie und Antipathie für die Hauptcharaktere war meisterlich.
Evil_Gonzo
28.02.2010, 14:21
sowas liest man doch gerne, deadly. :hoch:
Den Film habe ich noch nicht gesehen, aber der wird ein Blindkauf werden. Und das obwohl ich seit Jahren nur noch ganz selten Blindkäufe tätige. Aber ich denke hier kann man nix falsch machen, zudem will ich eh jeden Film mit Depp im Regal stehen haben.
stanleydobson
28.02.2010, 14:52
ich fand den so langweilig......... wie schon geschrieben, ich fand im nachhinein den direkt konkurrenten mordinstinkt/todestrieb besser/realistischer/konsequenter
crizzero
28.02.2010, 15:33
Wie sowas geht kann man sich dann mal hier anschauen, anstatt so einen Rotz wie "München" oder "Der letzte König von Schottland" abzuliefern.
Naja, Rotz sind die Filme mit Sicherheit nicht. Aber "Public Enemies" vermittelt durch Manns unnachahmliche Art und Weise Filme zu drehen natürlich eine ganz andere Form der Authentizität.
Dwayne Hicks
28.02.2010, 15:46
ich fand den so langweilig......... wie schon geschrieben, ich fand im nachhinein den direkt konkurrenten mordinstinkt/todestrieb besser/realistischer/konsequenter
inwiefern war denn PE net konsequent?
stanleydobson
28.02.2010, 15:58
ich fand den zu soft für nen gangsterfilm......weiß nicht....wenn ich so ein genre sehe möchte ich entweder was ruhiges gut erzähltes wie good fellas oder sowas oder halt mehr harte action wie in scarface oder jetzt in public enemy
das genannte film, war irgendwo dazwischen als ob er nicht wüsste was er nun sein soll
Dwayne Hicks
28.02.2010, 16:03
:ugly: soft....ich muss echt anderen Film gesehen haben...
deadlyfriend
28.02.2010, 16:07
Naja, Rotz sind die Filme mit Sicherheit nicht. Aber "Public Enemies" vermittelt durch Manns unnachahmliche Art und Weise Filme zu drehen natürlich eine ganz andere Form der Authentizität.
Rein technisch oder darstellerisch sind sie natürlich kein Rotz, dafür inhaltlich umso mehr. Etwas was Mann vortrefflich hinbekommen hat. Ich finde ihn aus allen Perspektiven betrachtet sehr gut. Das kann ich bei den anderen beiden nun wirklich nicht behaupten.
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