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Count Dooku
27.05.2009, 12:44
Gesamtübersicht aller Kritiken zu Pearl Harbor:
#02 27.05.09 Count Dooku (http://www.filmvisionaere.com/showpost.php?p=70886&postcount=2)
Count Dooku
27.05.2009, 13:00
Pearl Harbor (http://www.ofdb.de/film/4877,Pearl-Harbor)
So weit ich weiß, ist dieser Film einer der umstrittensten Filme von Michael Bay. Und auch zurecht. Die Thematik ist für einen Regisseur wie Bay doch eine Nummer zu groß, er ist zwar einer der besten Action-Regisseure aber er ist kein James Cameron.
Die Story ist ziemlich kitschig und imo zu patriotisch und einseitig geraten. Die Japaner wirken im Film irgendwie wie reine Bad Guys. Die Charaktere sind auch aus der Klischee-Kiste genommen worden vom nervigen Stotterer bis hin zu den notgeil wirkenden Schwestern.
Aber:
Der Film ist trotzdem gut. Die Darsteller schaffen es, den Figuren Leben einzuhauchen, so dass sie trotz allem sympathisch bleiben. Und der Film ist auch kein reiner Liebesfilm, sondern auch ein Kriegsfilm und da darf Bay zeigen was er kann, nämlich Action zu inszenieren wie kein Anderer. Bay unterliegt zwar Cameron was Story und Charaktere angeht, zieht aber mit ihm gleich wenn es um den Krawall geht. Der Angriff ist mit einem ziemlich Wumms inszeniert worden und Gott sei Dank mit nur wenige Effekten, denn die sehen heute nicht mehr so frisch aus wie damals. Imo kann die Angriffsszene locker mit der Omaha-Beach-Stürmung aus "Der Soldat James Ryan" mithalten. Interessant ist auch, dass Bay in diesem Abschnitt ab und zu die Wackelkamera einsetzt, aber Gott sei Dank nur ab und zu, wodurch die Szene imo intensiver werden und nicht die ganze Zeit über, wodurch die Szenen nur unerträglich werden würden.
Der Score von Hans Zimmer ist auch sehr gut.
Insgesamt ein guter Film, mit einigen fragwürdigen Elementen aber doch unterhaltsam.
6,5 von 10
Der Directors Cut ist beim Angriff brutaler, dafür fehlen 2 Szenen aus der Kinofassung (eine mit Danny und Evelyn im Auto und eine in der Rafe Danny davon überzeugen will nicht bei dem Einsatz mitzumachen).
Der DC bekommt von mir 7 von 10, da das Kernstück des Films um einiges intensiver geworden ist.
PS: Das Story-Konzept von Pearl Harbor wurde von einer deutschen Filmfirma gleich 3 mal wiederverwendet: "Die Luftbrücke", "Die Sturmflut" und "Dresden" handeln alle von einer Frau zwischen zwei Männern zur Zeit eines historischen Ereignisses. Sehr originell.
Noch ein kleiner Tipp: Bei dem Film am Besten die 1. Szene überspringen. Man verzichtet zwar auf einen guten Auftritt von William Fitchner, dafür bleibt einem diese furchtbaren Kinder und Sprüche wie "Für die Freiheit. Für Amerika." erspart.
Die Story ist ziemlich kitschig und imo zu patriotisch und einseitig geraten. Die Japaner wirken im Film irgendwie wie reine Bad Guys. Die Charaktere sind auch aus der Klischee-Kiste genommen worden vom nervigen Stotterer bis hin zu den notgeil wirkenden Schwestern.
Für mich haben Bruckheimer/ Bay einfach nur versucht Titanic an die Wand zu blasen um den erfolgreichsten Film der Geschichte zu machen. Alles, aber auch alles deutet darauf hin. Darsteller, Story, Soundtrack, das passende Titelstück. Alles wirkt wohl kalkuliert, um Frauen und Männer gleichermaßen in den Film zu locken. Dann wird durch die Story noch das amerikanische Herz bedient, und dazu ein Ende was dann auch Balsam für den Nationalstolz ist. Gottseidank funktioniert das nicht so einfach. Am Ende bleibt für mich mehr ein Actionfilm, von einen Kriegsdrama mag man bei den Film gar nicht sprechen. Der Angriff ist allerdings überdurchschnittlich gut inszeniert, das hat Bay drauf.
BladeRunner2007
27.05.2009, 16:31
Die Liebesgeschichte finde ich gar nicht mal so störend. Mit der kann ich gut leben. Nur der Pathos ist oft einfach zu viel. Alleine schon die Szene, wo der US Präsident aus seinem Rollstuhl aufsteht und sagt: "Erzählen Sie mir nicht was möglich ist und was nicht!" Gaaaaanz schlimm. Und der Film ist voll davon. Der Angriff auf Pearl Harbor ist sehr geil gemacht. Der DC ist da noch ein bisschen besser. Imo ist der Film aber auch deutlich zu lang. Die ganze letzte Stunde ist recht überflüssig und sorgt nur dafür, dass die USA dann wieder als tolle Helden darstehen. Der Abwurf der beiden Atombomben wurde hier allerdings schön verschwiegen, und am Ende bekommen wir dann noch so eine Heldenpathosrede von Frau Beckinsale zu hören. Fürchterlich. Ich weiß nie so ganz was ich von dem Film halten soll. Die Action und die Lovestory können mich überzeugen, aber der Pathos und die enorme Laufzeit hinterlassen bei mir immer einen sehr faden Beigeschmack. Aber ich denke ich würde ihn wohl trotzdem mit 6-7 Punkten bewerten.
Count Dooku
27.05.2009, 16:55
Stimmt diese Kritikpunkte wollte ich auch noch anbringen, wusste aber nicht wie ich sie formulieren sollte.
Zum Thema "Pearl Harbor" sollte man sich "Tora Tora Tora" anschauen. Afaik ist das der beste Film zu dem Thema da er beide Seiten betrachtet. Dafür besitzt er keine Identifikationsfiguren denen man folgen kann, was aber aufgrund der hohen Qualität der Story nicht weiter schlimm ist.
Zum Thema "Pearl Harbor" sollte man sich "Tora Tora Tora" anschauen. Afaik ist das der beste Film zu dem Thema da er beide Seiten betrachtet.
Sehr interessant ist auch noch Schlacht um Midway (http://www.ofdb.de/film/7547,Schlacht-um-Midway), der den weiteren Verlauf des Pazifikkrieg zeigt.
Evil_Gonzo
27.05.2009, 19:16
Pearl Harbor habe ich bis heute immer noch nicht gesehen. Vor einigen Jahren wollten wir den mal bei nem Kumpel schauen. Aber nach ca. 45 Minuten haben wir ausgeschaltet, da wir ne kleine Party starten wolllten. :)
Und von da an hatte ich den Film immer im Hinterkopf, schaute ihn mir aber bislang nie komplett an. Das wird sich aber defenitiv irgendwann noch ändern.
Filmfan1972
27.05.2009, 20:19
Die Liebesgeschichte finde ich gar nicht mal so störend. Mit der kann ich gut leben. Nur der Pathos ist oft einfach zu viel. Alleine schon die Szene, wo der US Präsident aus seinem Rollstuhl aufsteht und sagt: "Erzählen Sie mir nicht was möglich ist und was nicht!" Gaaaaanz schlimm. Und der Film ist voll davon.
:D
Für einen US-Amerikaner geht doch das noch. Da sind die Deutschen Regisseure
wie Peterson (Air Force One) oder Emmerich (ID4) um einiges krasser :)
Pearl Harbor ist sicher kein schlechter Film. Aber auch ich tendiere zu der Meinung...
Wenn ein Film zu dem Thema dann kommt man an "Tora Tora Tora" nicht vorbei.
LivingDead
27.05.2009, 21:03
Boah, also das ist ein wirklich mieser Streifen, den ich mir damals im Kino angesehen hatte. Außer den Angriff auf "Pearl Harbor" bot mir der Film gar nichts und verkam immer mehr zum Ärgernis. Ist jetzt auch schon ein paar Jährchen her, aber sicherlich wüde der Quatsch von mir nicht mehr als 3/10 Punkte bekommen. Und das alleine für die teils wirklich spektakulären Szenen.
Tarantino1980
27.05.2009, 21:07
Pearl Harbor habe ich bis heute immer noch nicht gesehen. Vor einigen Jahren wollten wir den mal bei nem Kumpel schauen. Aber nach ca. 45 Minuten haben wir ausgeschaltet, da wir ne kleine Party starten wolllten. :)
Und von da an hatte ich den Film immer im Hinterkopf, schaute ihn mir aber bislang nie komplett an. Das wird sich aber defenitiv irgendwann noch ändern.
Dann solltest Du ihn umbedingt sehen. Ich finde ihn wirklich sehr gut. Ich mag die ganze Inzenierung des Films! Natürlich ist er an einigen Stellen sehr patriotisch, aber das ist nunmal bei fast allen US Filmen so! Irgendwo gibt es immer Aspekte die zeigen wie sehr die Ihr land lieben. Ich finde gerade der Angriff ist super in Szene gesetzt und mit dem Wissen das der Film natürlich auf wahren Ereignissen beruht hab ich immer ein beklemdes Gefühl beim anschauen, fesselt mich jedenfalls immer wieder aufs neue.
Ich mag halt auch Michael Bay als Director sehr ;). Ich denke das macht viel aus ob man den Stil eine Directors mag oder nicht. Mein Parade Beispiel ist dafür immer Woody Ellen! Manche sagen jeder Film ist super von ihm, andere sagen das er im Prinzip immer wieder den selben Film verfilmt nur mit anderen Hauptcharakteren und einer anderen Grundstory. Und das wird häufig auch Michael Bay vorgeworfen, aber genau sowas mag ich halt bei Regisseuren das man ihre Handschrift wiedererkennt. Am geilsten Find ich es sogar wenn man im Vorfeld garnicht wusste wer bei einem Film Regie geführt hat und aber so seine Vermutung hat und diese dann beim Abspann auch bestätigt wird. Das finde ich immer wieder aufs neue genial! Ich finde jedenfalls bei fast allen Michael Bay Filmen erkennt man es sofort an den Kamerafahrten und an diversen sehr gut aussehenden Actionszenen das es eigentlich nur ein Bay sein kann!
der Film steht bei mir auf 3/10 Punkten. Jeder Film der sich auf Geschichte beruft und dann so Banal vorgeht,- dann lieber The Rock, Bad Boys 1+2, Con Air in Dauerrotation, als diesen Unfug
Das erste Mal habe ich gedacht ich stehe den nicht bis zum Ende durch.
Ich war schon kurz vorm Würgen, dann kam ganz zum Schluss nochmal die Stimme aus dem Off mit dem nicht zu ertragenen patiotischem BlaBla, da hätte ich am Liebsten gleich noch den TV an die Wand geworfen.
Wenn ich heute sage ich gucke Pearl Harbor, dann meine ich nur und ausschließlich den Angriff.
Der Rest ist einfach nicht auszuhalten.
Und ja, Dresden, die Sturmflut, Die Luftbrücke und sicherlich noch folgende Kriegsschnulzen sind genauso blöd, allerdings eben nicht noch zusätzlich verseucht von reckenhaften, patriotischem Gefasel.
Film 2/10
Angriff 9/10
Prozentual durch Laufzeit, Uhrzeit und Mittagszeit geteilt =
3/10
deadlyfriend
28.05.2009, 19:21
Sehr gute Actionszenen und wenigstens hat man direkt zu Beginn gezeigt, das man weder Produzent noch Regisseur irgendwie ernst nehmen sollte. Wenn man unbedingt einen Film über Ereignisse des 2. Weltkriegs dreht, sollte man wenigstens versuchen sich an ein paar gröbere Details zu halten. Nach dem ich aber direkt zu Beginn einen amerikanischen Panzer in Köln gesehen hatte, bekam ich die richtige Einstellung zum Film. Eine ungewollte Actionkomödie die leider noch eine schmierige Lovestory ins Spiel brachte. Schade nur das man dafür ein geschichtliches Ereignis nimmt, bei dem man durch die Art der Inszenierung, mit Wonne auf die Gräber der Opfer pisst.
Noch ein paar mehr Filme dieser Art und die Amis denken wirklich das sie im Krieg alles richtig gemacht haben. Wer sich die Rache auf diesen Angriff mal näher betrachten möchte, sollte hier (http://www.amazon.de/Hiroshima-DigiPak/dp/B0009U51WI/ref=sr_1_2?ie=UTF8&s=dvd&qid=1243531484&sr=1-2) klicken und den Einkaufswagen füllen.
Johannesbk
27.08.2011, 04:15
Hab mir den jetzt auch endlich mal gegönnt. Hollywoodkino eben, vergleichbar mit Top Gun und anderen Armyverherrlichenden Filmen mit Pathos und echten Helden. Aber einen historisch korrekten Film hätte ich auch nicht erwartet und so fühlte ich mich wie gewünscht nett Unterhalten. Der Film hat mir allerdings auch aufgezeigt, dass ich eher eine Soundanlage denn einen besseren Bildschirm benötige. Denn nur mit den Fernsehlautsprechern kommt die gelungene Schlacht nicht mal ausreichend rüber,
Was natürlich bei so einem Hollywoodfilm fehlen musste war die fürchterliche Rache, wo die Militärs auch gleich noch ihre Studien zu den zwei verschiedenen Bomben durchführen konnten.
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