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ma(c)festus
10.05.2009, 08:43
Gesamtübersicht aller Kritiken zu Nordwand:

#02 10.05.2009 ma(c)festus (http://www.filmvisionaere.com/newreply.php?do=newreply&noquote=1&p=66554)

ma(c)festus
10.05.2009, 08:50
Nordwand (http://www.ofdb.de/film/152674,Nordwand)

Blöd wenn man das Ende schon kennt,zumal es kein glückliches ist.Leider gibt es hier kein Happyend.
Es handelt sich um eine grausamen Geschichte von den vier Bergsteigern die am 18.Juli 1936 losgezogen sind um als erste die Nordwand des Eiger im Berner Oberland zu besteigen.Vor den Augen der Nazis und der Welt,und scheitern auf tragische Art und Weise.Nordwand ist auch ein Liebesfilm.Die Journalistin Luise (Johanna Wokalek) stiftet Toni (Benno Fürmann) und Andreas (Florian Lukas) zum hinaufstieg auf dem Gipfel des Eiger über die Nordwand an,aber zeitgleich macht sich eine weitere Seilschaft aus Österreich auf den Weg zum Gipfel.Die Propaganda-Presse im Dritten Reich wartet im Olympiajahr 1936 auf neue Helden und verfolgt das Wettrennen zum Gipfel gespannt.
Alles anders wie bei Cliffhanger und Vertical Limit bietet Nordwand eine fast durchwegs realistische Darstellung des Bergsteigens.Diese gildet auch für die Charaktere genauso wie für Klettertechnik,und vor allem aber für die entfesselten Naturgewalten,als das Wetter während des Rückzugs umschlägt.Da heult der Sturm,rauschen die Lawinen und krachen die Steine herab.Der Film beeindruckt mit großartigen und äußerst realistischen Aufnahmen im Berg,er fesselt und schockiert zugleich durch die tragischen und dramatischen Momente des gescheiterten Unternehmung.
Einziger Schwachpunkt sind die Dialekte der Rettungsbergsteiger eine Art Wiener Schmäh,als Hochdeutscher versteht man die Dialoge nicht.

Wertung: 7,5 / 10 Punkten

crizzero
10.05.2009, 10:50
Gelungene Kritik, mac! :hoch:

Der Film hat schon eine miese, düstere und bedrohliche Atmosphäre. Schlimm auch die Erkenntnis, dass sie es ohne die Österreicher wohl geschafft hätten...
Schauspielerisch wirkt mir das Ganze allerdings viel zu platt und stellenweise stocksteif. Einzig Fürmann hat etwas Charisma zu bieten. Ein Totalausfall ist die eigentlich recht ansehnliche Johanna Wokalek, die in "Barfuß" noch deutlich besser gespielt hat.

Die Eiseskälte und Todesangst, die bei diesem Streifen mitschwingt, ist aber schon ziemlich gelungen. Von mir gibt's daher verdiente 5/10.

deadlyfriend
13.08.2009, 22:44
Den habe ich heute gesehen und er hat absolut gefallen. Er war sehr realistisch inszeniert und trotz bekanntem Ausgang war er absolut fesselnd. Der Schweizer Dialekt des Rettungsteams hat mich allerdings nicht gestört. Ich habe zwar auch nur die Hälfte verstanden, aber das langte. Für den realen Charakter des Films war das zudem völlig okay. Die Außenaufnahmen waren gigantisch, der Berg wunderschön und gleichzeitig bedrohlich. Ebenso die Musik die immer paßte. An den Darstellern hatte ich gar nichts auszusetzen, besonders Florian Lukas hat mich beeindruckt. Klasse Film der definitiv ins Regal wandern wird.

JaredKimberlain
14.08.2009, 10:41
Das ist wirklich ein großartiger Film.
Ich war schon im Kino begeistert und bin auch mit der DVD Umsetzung vollkommen einverstanden.
Inhaltlich kann man nur von einer extrem gelungenen Umsetzung sprechen, Atmosphäre erstklassig, Aufnahme grandios und Florian Lukas für mich in seiner bisher besten Rolle.
Nur das Ende ist vielleicht etwas dick aufgetragen und mir etwas negativ haften geblieben. Aber ansonsten wirklich mehr als gelungen und meinen höchsten respekt an Herrn Stölzl.
Vorläufig 7/10 mit starker Tendenz zur 8.

Gruß,
J.K.

deadlyfriend
14.08.2009, 14:16
Nur das Ende ist vielleicht etwas dick aufgetragen und mir etwas negativ haften geblieben.


Was meinst du denn genau damit?

Aber ansonsten wirklich mehr als gelungen und meinen höchsten respekt an Herrn Stölzl.
Vorläufig 7/10 mit starker Tendenz zur 8.




Dem Herrn Stölzl wurde wohl vorgeworfen nicht kritisch genug mit der "deutschen Haltung" im Film umgegangen zu sein. :autsch:
Zusätzlich wohl weil er mit der einschlägig bekannten Band Rammstein Videos drehte und dazu Material der Olympiade 1936 benutzte. Die spinnen die Deutschen:rolleyes:

JaredKimberlain
14.08.2009, 15:15
Was meinst du denn genau damit?

Dem Herrn Stölzl wurde wohl vorgeworfen nicht kritisch genug mit der "deutschen Haltung" im Film umgegangen zu sein. :autsch:
Zusätzlich wohl weil er mit der einschlägig bekannten Band Rammstein Videos drehte und dazu Material der Olympiade 1936 benutzte. Die spinnen die Deutschen:rolleyes:

Na ja, die Endszene an der Wand mit unmittelberem Einfuss seiner Freundin (ich mochte übrigens die Darstellung der Johanna Wokalek) und dem fast Zugriff seiner Retter ist in der sonst so realen Darstellung doch für mich ein kleiner Abfall in der Glaubwürdigkeit der gesamten Darstellung.
Denn natürlich konnten die sich nicht mehr verständigen (wie auch bei den Wetterverhältnissen) und diese Todeskampfszene vor dem "Balkon" entspricht auch nicht gerade den Tatsachen.
Für mich wäre in der wirklich guten Erzählung dort etwas mehr Realismus zu Lasten der Effektergiebigkeit wünschenswert gewesen. Trotzdem ein toller Film.

Die Kritik an Stölzl habe ich bisher nicht gekannt, kann aber deine Endaussage nur unterschreiben. So ein Blödsinn. Gerade eine relativ authentische Aufbereitung wird dann bei uns zum Fallstrick.... :spinner:

Gruß,
J.K.

deadlyfriend
14.08.2009, 16:21
Der soll aber wohl wirklich da gehangen haben und die Retter waren direkt unter ihm. Das Seil war wohl auch in Wirklichkeit zu kurz. Kommunikation soll ebenfalls stattgefunden habe. Die Endszene ist somit wohl nicht ganz falsch. Nur die Anwesenheit seiner Freundin stimmt nicht. Etwas was ich am Film auch nicht mochte, allerdings fand ich ihre darbietung ebenfalls gut.

JaredKimberlain
16.08.2009, 21:25
Der soll aber wohl wirklich da gehangen haben und die Retter waren direkt unter ihm. Das Seil war wohl auch in Wirklichkeit zu kurz. Kommunikation soll ebenfalls stattgefunden habe. Die Endszene ist somit wohl nicht ganz falsch. Nur die Anwesenheit seiner Freundin stimmt nicht. Etwas was ich am Film auch nicht mochte, allerdings fand ich ihre darbietung ebenfalls gut.

Direkt unter ihm bedeutet in der Wirklichkeit im besten Fall 150 Meter!
Habe mir die Story aus dem Bonushörbuch der DVD noch mal extra angehört.
Eine Kommunikation fand statt, allerdings nur zum Anfang (besseres Wetter).
Die Endszene ist nicht falsch, entzerrt meiner Ansicht nach aber unnötig die realen Vorgänge. Und gerade bei dieser Story hätte mir persönlich etwas mehr Realismus besonders gut gefallen. Und auf die Darstellung der Freundin hätte ich im Schluss auch gut verzichten können.
Wie gesagt, toller Film der für mich mit noch etwas mehr Realismus einfach noch grandioser werden würde.
Aber nur meine Meinung.

Gruß,
J.K.

deadlyfriend
16.08.2009, 22:14
Aus dem Wikipedia (http://de.wikipedia.org/wiki/Toni_Kurz) über Toni Kurz:

Als er sich endlich mit einem Karabinersitz (http://de.wikipedia.org/wiki/Karabinersitz) abseilen konnte, passte, nur noch wenige Meter über den Köpfen der Helfer, der Knoten nicht durch das Auge (http://de.wikipedia.org/wiki/Auge_%28Technik%29) des Karabinerhakens (http://de.wikipedia.org/wiki/Karabinerhaken). Ein von der Rettungsmannschaft an das untere Seilende angebundenes Messer konnte er nicht mehr zu sich hochziehen. [5] (http://de.wikipedia.org/wiki/Toni_Kurz#cite_note-4) Unfähig, sich nach oben oder unten bewegen zu können, starb Toni Kurz Minuten später um 11:30 Uhr. Seine letzten Worte waren: „Ich kann nicht mehr.“


Ich war natürlich nicht dabei um zu sagen ob das stimmt.


Hier noch was vom österreichichen "Der Standard" (http://derstandard.at/?url=/?id=1216917843693%26sap=2%26_pid=10195339):

Plötzlich, nur ein paar Meter über den Bergführern, hält der Erschöpfte inne. Der Verbindungsknoten der beiden Seile steckt fest, rutscht nicht mehr durch den Karabiner. Die Führer feuern ihn an, er zerrt verzweifelt am Knoten, sogar mit den Zähnen, aber es hilft alles nichts – um 11.30 am 22. Juli 1936 ist Toni Kurz tot.

JaredKimberlain
16.08.2009, 23:05
Aus dem Wikipedia (http://de.wikipedia.org/wiki/Toni_Kurz) über Toni Kurz:

.

Sehr spannend, das wird auf der DVD doch ziemlich anders dargestellt. Dann ziehe ich natürlich meinen Hut vor den Filmemachern.
Wobei der bittere Beigeschmack irgendwie bleibt, das wirkt einfach falsch im Film und gar nicht authentisch.
Bin mir nur nicht sicher, ob es dann an den Darstellern oder der Künstlichkeit der Freundin liegt. Wahrscheinlich letzteres.
Danke für die Info, leider muss ich dann feststellen, dass diese DVD Beilage für die Tonne ist. :(

Gruß,
J.K.

Travis
17.08.2009, 12:37
Danke für die Info, leider muss ich dann feststellen, dass diese DVD Beilage für die Tonne ist. :(Was ja immer häufiger für das komplette Bonusmaterial gilt. Sehe ich mir kaum mehr an., da Bonusmaterial bei mir bei gefühlten 90% aus Datenmüll besteht. :ugly:
Was "Nordwand" anbetrifft, habe ich den jetzt mal auf meine erweiterte Kaufliste gesetzt. Was wohl ganz besonders meinen tödlichen Freund freuen dürfte, der mir den Mund ganz schön wässerig gemacht hat. :)

JaredKimberlain
17.08.2009, 12:46
Was ja immer häufiger für das komplette Bonusmaterial gilt. Sehe ich mir kaum mehr an., da Bonusmaterial bei mir bei gefühlten 90% aus Datenmüll besteht. :ugly:
Was "Nordwand" anbetrifft, habe ich den jetzt mal auf meine erweiterte Kaufliste gesetzt. Was wohl ganz besonders meinen tödlichen Freund freuen dürfte, der mir den Mund ganz schön wässerig gemacht hat. :)

Zu recht, der wird auch dich nicht enttäuschen (denke ich).
Die Qualität des Bonusmaterial ist ja seit den Anfängen eher durchwachsen.
Wenn man aber ein Hörbuch zur DVD packt, das "Drama in der Norwand - Die wahren Ereignisse" heißt und dann soweit von den Tatsachen weg ist, finde ich das gelinde gesagt frevelhaft.
Aber man lernt nie aus und jetzt werde ich wirklich jeden Sachverhalt noch mal gegenprüfen (mache ich eigentlich eh, in diesem Fall habe ich davon abgesehen :().

Gruß,
J.K.

kelte
22.11.2009, 14:52
Aber man lernt nie aus und jetzt werde ich wirklich jeden Sachverhalt noch mal gegenprüfen (mache ich eigentlich eh, in diesem Fall habe ich davon abgesehen :().

Gruß,
J.K.
das hab ich nach dem Film auch getan, die Wahrheit werden nur die Personen kennen die dabei waren, aber was ich rausgelesen hatte spiegelt sich dem wieder, was Nordwand zeigt.
der Film wirkt noch Tage nach jeder Sichtung nach, das meiste ist hier schon gesagt worden und für mich ist der Film ganz grosses Kino. Das der Film aus Deutschland kommt merkt man nicht, denn er haut locker so manche Holly Produktion in die Tasche an Dramatik und Dynamik!
werde mich noch was länger mit dem Thema beschäftigen, der Film macht neugierig den Berge haben ne gewisse Magie die ich selber schon verflucht hab, aber wenn man auf nen Gipfel steht...das ist schon was besonderes

dax
25.12.2009, 17:50
Ich fand den Film fast unerträglich.
Seifenoper am Abhang.
Mehr wie 4/10 ist nicht drin, beim besten Willen nicht.

stanleydobson
25.12.2009, 19:41
Ich fand den Film fast unerträglich.
Seifenoper am Abhang.
Mehr wie 4/10 ist nicht drin, beim besten Willen nicht.

endlich mal jemand der meine wertung erreicht :D

kelte
30.12.2009, 09:45
warum mir der Film gefallen hatte und nicht in Seifenoper Richtung tendiert,->
der Film hält sich an die Vorlage, ich hatte direkt begonnen zu recherchieren denn mir kam das alles so unwirklich vor und derart hart, was die da mitmachten,- aber der Film hält sich straff an den Ereignissen und daher hat er mich um so mehr in den Sessel gedrückt. vorallem hatte er mein Interesse geweckt diese Menschen genauer zu betrachten.
Selbst wie er am Schluss, nur wenige Meter entfernt erfrieren musste weil er nicht mehr konnte. Klasse gespielt von Fürmann :hoch:
ich denke die Wokalek hat einigen eher den Spass versaut

dax
30.12.2009, 10:22
Selbst wie er am Schluss, nur wenige Meter entfernt erfrieren musste weil er nicht mehr konnte. Klasse gespielt von Fürmann

Das war auf Titanic-Niveau und hatte für mich den gleichen unerträgliche Beigeschmack wie das Abrutschen DiCaprios von der Tür im Meer.
Ich habe nur noch auf jemanden mit Trillerpfeife gewartet.
Gut das das erst am Schluss war und nicht schon nach 10 Minuten, sonst wäre der Film da schon aus meinem Player geflogen.

kelte
30.12.2009, 10:43
ok ok...ich fand auch Titanic am Ende traurig :rolleyes:
jedoch war Titanic mit Leo´s Geschichte ein fiktiver Nebenstrang zum realen Ereignis, der noch gut gedreht war.
Das mit Wokalek, wie sie in der Nacht da verharrt, das fand ich auch kitsch und unmachbar...jedoch hat mir die wahre Begebenheit samt der Tragödie des Toni´s einen gewissen Respekt abverlangt. Und Fürmann hat in meinen Augen dies sehr "mitfühlend" rübergebracht,- vorallem weil es wohl so abgelaufen ist. Da sind bei mir andere Dinge schnell vergessen,- wobei mir ja der gesamte Stil des Films gefallen hatte. Die Produktion muss sich nicht hinter Hollywood verstecken oder wo ein Stallone seine Hand noch verkitschter als Cliffhanger ausstreckte...da spürte ich in Nordwand mehr den Schmerz der Kälte :) (gut,-. Cliffhanger istn saugeiler Actioner...aber die Handszene fand ich damals eher beschissen)
bin ja mal gespannt wie der derzeitige Messner Film, der im Kino läuft, bei mir abschneiden wird :D

dax
30.12.2009, 10:49
Das mit Wokalek, wie sie in der Nacht da verharrt, das fand ich auch kitsch und unmachbar...

Eben, das erinnert mich an so manch grauenvolle TV-Produktion von RTL.
Die Flut, Dresden u.s.w.
Da wurden auch reale Ereignisse im Fahrwasser der Titanic durch unerträglichen Kitsch und Romanzen verhunzt.
Diese Empfindung hatte ich, bei allem Respekt für die schon fast spürbare Kälte im Film, hier leider auch.

kelte
30.12.2009, 10:54
ich denke auch, das genau dieser Plot den Film mehr geschadet hatte als genutzt.
wenn ich mich an den Film erinnere, sehe ich zwei gute Freunde, die sich einer unbarmherzigen natur gestellt hatten und diese die Freundschaft nicht schaden konnte. Auch wenn keiner überlebte. Dazu wirklich gelungene Aufnahmen,- den Firlefanz im Hotel hätte man straffen können und das mit Wokalek auch. Nur bei mir klappt es, das ich diesen Mumpitz noch Gut "übersehen" kann.
ich glaub so Naturgewalten, wie die an der Nordwand, faszinieren mich derart, das ich für andere Dinge taub bin :D
stell dir nur mal vor wie einzigartig die Angst sein muss, dort Gefangen zu sein. Jeder der auf Berge steigt kennt gewiss dieses mulmige Gefühl wenn das Wetter wirklich von jetzt auf gleich umschlägt :hoch::D:runter: ich finds zwar dann irgendwie Geil aber andererseits auch wieder nicht

dax
30.12.2009, 10:57
ich denke auch, das genau dieser Plot den Film mehr geschadet hatte als genutzt.

Leider ja.
Ohne diesen Quark wäre der Film deutlich besser gewesen.
Warum nur sind Drehbuchautoren immer so einfallslos, bzw. gleichgeschaltet.
Ständig reale Ereignisse durch Romanzen zu verkitschen finde ich mittlerweile wirklich unerträglich und absolut einfallslos.

kelte
30.12.2009, 11:00
Leider ja.
Ohne diesen Quark wäre der Film deutlich besser gewesen.
Warum nur sind Drehbuchautoren immer so einfallslos, bzw. gleichgeschaltet.
Ständig reale Ereignisse durch Romanzen zu verkitschen finde ich mittlerweile wirklich unerträglich und absolut einfallslos.
das unterschreib ich blind
auch in genrefremden themen, verkommen die in einem absolut unlogischen kitsch der auch noch ein triffendes happy end findet und darin gipfelt, das ein friedlicher zuschauer dem drehbuchautoren seinen bullshit in den rachen schieben möchte bis dieser bullshit aus dieser position raus, real dessen Herz berührt :kaffee:

deadlyfriend
30.12.2009, 11:17
Mir geht es da ähnlich wie Dir. Die Romanze hat mich nicht so gestört, das sie mir den Film hätte vermiesen können. Ich war so tief im Eis mit den Jungs gefangen das ich für nichts anderes mehr Gedanken hatte.

Die wilde 13
16.05.2010, 19:41
Mir geht es so wie euch.Grandiose Natur,tolle Bilder,detailgetreues 30er Jahre Flair und hervorragende Schauspieler. Ich war kurz davor,die Heizung anzuschmeißen,so hat es mich gefröstelt vor Spannung und gefühlter Kälte !
Bei der Darstellung der Luise hat mich weniger die (überflüssige) Romanze gestört,sondern eher,das sie am Ende in der Nordwand wie selbstverständlich rumkraxelt.Völlig unrealistisch in einem Film,der ansonsten solch einen Wert auf Authenzität legt.
Gute 7/10

crizzero
16.05.2010, 21:08
ich denke die Wokalek hat einigen eher den Spass versaut

Meine Rede. Fürmann gut, Wokalek zum Kotzen schlecht.

Eben, das erinnert mich an so manch grauenvolle TV-Produktion von RTL.

Ein Satz, der den Film perfekt trifft. Da gibt es ganz andere Katastrophenfilme, wo man auch viel mehr mitfiebert. Bis auf Fürmann und die gute Kälte-Atmosphäre war hier das Meiste stinklangweilig.

Despair
03.01.2011, 13:18
Endlich mal gesehen und für gut befunden. Die Szenen am Berg waren intensiv und glaubwürdig. Der Film hatte, was den meisten Blockbustern heute meist fehlt - das Gefühl der Bedrohung. Das Gefühl, dass tatsächlich jeden Moment etwas passieren kann. Da sind endlich mal keine unkapputtbaren Superhelden affengleich von Felsen zu Felsen gehüpft. Das ist in diesem Falle natürlich dem realen Hintergrund geschuldet, sollte aber auch in fiktiven Geschichten öfters so sein. "Cliffhanger" oder "Vertical Limit" sind nette Filme, nerven aber stellenweise durch Unglaubwürdigkeit.

Meine Rede. Fürmann gut, Wokalek zum Kotzen schlecht.

Kann ich nicht nachvollziehen, ich fand ihre Darbietung gut. Nur ihre völlig unpassende Kraxeleinlage mit nächtlicher Bergübernachtung ging gar nicht. Aber das sollte man wohl eher dem Drehbuchschreiber anlasten. Klar wäre der Film auch komplett ohne ihre Rolle ausgekommen, aber schauspielerisch kann ich nichts Negatives entdecken.

Willy Wonka
30.03.2012, 16:06
Ich habe den Film vor ein paar Tagen auch zum ersten Mal gesehen und auch mir hat er ganz gut gefallen. Da ich auch nicht genau den Ausgang der Geschichte wusste bzw. vergessen hatte, war ich auch sehr gespannt, wie der Film denn genau ausgehen wird.

Die Szenen am Berg waren intensiv und glaubwürdig. Der Film hatte, was den meisten Blockbustern heute meist fehlt - das Gefühl der Bedrohung. Das Gefühl, dass tatsächlich jeden Moment etwas passieren kann. Da sind endlich mal keine unkapputtbaren Superhelden affengleich von Felsen zu Felsen gehüpft. Das ist in diesem Falle natürlich dem realen Hintergrund geschuldet, sollte aber auch in fiktiven Geschichten öfters so sein. "Cliffhanger" oder "Vertical Limit" sind nette Filme, nerven aber stellenweise durch Unglaubwürdigkeit.

Das sehe ich auch so, wobei für mich „Cliffhanger" ein klarer Vertreter des Actionkinos ist und dort muss nicht immer alles glaubwürdig sein und an „Vertical Limit" kann ich mich so gut wie gar nicht mehr erinnern. Beide Filmen sind für mich nicht ganz mit „Nordwand“ vergleichbar.


Kann ich nicht nachvollziehen, ich fand ihre Darbietung gut. Nur ihre völlig unpassende Kraxeleinlage mit nächtlicher Bergübernachtung ging gar nicht. Aber das sollte man wohl eher dem Drehbuchschreiber anlasten. Klar wäre der Film auch komplett ohne ihre Rolle ausgekommen, aber schauspielerisch kann ich nichts Negatives entdecken.

Der Fehler liegt klar bei den Drehbuchautoren und Wokalek hat noch das beste aus ihrer Rolle rausgeholt.