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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : 8MM - Acht Millimeter


Despair
19.06.2008, 13:55
Gesamtübersicht aller Kritiken zu 8MM - Acht Millimeter:

#02 19.06.08 Despair (http://www.filmvisionaere.com/showpost.php?p=910&postcount=2)
#04 05.11.08 Tarantino1980 (http://www.filmvisionaere.com/showpost.php?p=30557&postcount=4)

Despair
19.06.2008, 13:56
8MM - Acht-Millimeter (http://www.ofdb.de/film/157,8MM---Acht-Millimeter)

Eine schwerreiche alte Dame hat im Tresor ihres kürzlich verstorbenen Mannes einen Film entdeckt, der die bestialische Ermordung eines Mädchens durch einen maskierten Mann zeigt. Privatdetektiv Tom Welles soll herausfinden, ob es sich um ein echtes Snuff-Movie handelt. Dazu begibt er sich tief in den Sumpf des Pornountergrunds und trifft auf finstere Gestalten, die vor nichts zurückschrecken...

Die Thematik um Snuff-Movies, Bondage und S/M ist wahrlich ungewöhnlich für einen Hollywood-Streifen. Dementsprechend gespannt war ich auf Joel Schumachers filmische Umsetzung dieses heiklen Stoffes. „8mm“ beginnt ruhig, aber verheissungsvoll – trotz einiger übertrieben kitschiger Familienszenen mit Babygeknuddel und „Ich liebe dich“-Phrasen. Nachdem auch der Letzte begriffen hat, dass Welles eine Bilderbuchehe führt (trotz ihm auferlegten Rauchverbots seitens seiner Herzensdame), wird die Szenerie zunehmend düsterer: schmuddelige Erotikläden, finstere Hinterhöfe, abgehalfterte Pornoproduzenten, kranke Typen – da bleibt kein Auge trocken, jedes Klischee wird bedient. Mithilfe eines weiteren Klischeecharakters (der erfolglose Musiker, der seinen Lebensunterhalt in einem Pornoladen verdienen muss) dringt Welles schliesslich bis zu einem in einschlägigen Kreisen hochgeschätzten Filmemacher vor, der wie eine Mischung aus David Lynch und Alice Cooper rüberkommt. Und spätestens ab diesem Zeitpunkt wird aus einem leidlich unterhaltsamen Film eine Gurke. Logiklöcher und völlig unglaubwürdige Wendungen münden in ein vorhersehbares, in meinen Augen sogar lächerliches Finale, zu dem ich hier nichts weiter schreiben werde, da ich nicht spoilern möchte. Mehr dazu in der hoffentlich folgenden Diskussion...

Zu den schauspielerischen Leistungen. Nicholas Cage erinnert mehr an das berühmte Kaninchen vor der Schlange als an einen harten Privatschnüffler. Auch wenn Welles' Karriere gerade erst begonnen hat – ein derartig heulsusiges Weichei wirkt als Detektiv schlicht unglaubwürdig. Joaquin Phoenix kann leider nicht viel zeigen, da seine Rolle als Pornoverkäufer/Musiker zu klein und daher zu eindimensional ausgefallen ist. Zu den restlichen Charakteren kann ich nur sagen: ein Klischee jagt das Nächste; das eine besser, das andere schlechter gespielt...

Was bleibt? Ein zu Anfang ganz unterhaltsamer Film, der später ins Bodenlose abstürzt. Mit einem Bonuspunkt für die nette düstere Kulisse komme ich auf

5/10 Punkte

Frankie
19.06.2008, 14:04
So schlecht fand ich den Film gar nicht. Ist zwar ein bisschen her das ich den gesehen habe, aber eine Szene bleibt mir für immer in Erinnerung. Das gruselige, blöde Overacting als Nic Cage sich das erste mal den Snuff Film anschaut. Hat ein bisschen was Daily Soap.

Tarantino1980
05.11.2008, 01:13
8MM - Acht Millimeter (http://www.ofdb.de/film/157,8MM---Acht-Millimeter)

Ich denke dieser Film zeigt ganz klar, das Geschmäcker verschieden sind. Ich kenne einige die Ihn nicht gut finden und manche die sogar sagen, dass er langweilig sei. Ich hingegen fand ihn interessant und packend. Zwar war es jetzt nicht die beste Rolle von Nicolas Cage aber zumindeste fühlte ich mich gut unterhalten bei dem Film. Die Storyelemante waren halt so herlich atypisch für einen Hollywood-Blockbuster und auch wenn man als Zuschauer angewiedert war von dem Thema Snuff, so hat es einen doch schon faziniert zu was diese Leute alles fähig sind, nur um einen Film zu produzieren, also einen Snuff-Film. Zwar würde ich jetzt 8MM nicht als großes Kino bezeichnen, dennoch ist es ein Film, der durch eine sehr düstere Atmosphäre eine sehr beklemmendes Gefühl vermittelt und einen damit in seinen Bann zieht. Aus meiner Sicht war hier leider der gute Joel Schumacher etwas überfordert mit dem Projekt, nicht auszumalen was das für ein Film hätte werden können wenn ein Genre Profi wie David Fincher oder vieleicht sogar David Lynch diesen Film hätten drehen dürfen, wobei ich hier eher Fincher favorisieren würde.

Abschließend finde ich das es ein Film ist den man durchaus mal gesehen haben sollte und gerade das Ende finde ich sehr beklemmend und das in zusammenhang mit der schauspielerischen Leistung von Nicolas Cage, ohne Ihn wäre es wahrscheinlich ein sehr schlechter Thriller, aber mit Ihm kann ich ihm immerhin 7,5/10 Punkten geben.

Evil_Gonzo
18.01.2009, 16:29
Ich find 8mm richtig klasse. Das liegt daran, das mich das Thema rund um snuff wirklich sehr interessiert. Der Film ist absolut spannend und Cage spielt (wie so oft) sehr gut.
Ein düsterer Film der zeigt, wie abartig die Menschen sein können. 8,5/10 Punkte

deadlyfriend
18.01.2009, 17:53
Ich fand ihn sehr gut, aber ich habe ihn länger nicht mehr gesehen. Ich glaube das ich die DVD sogar noch nie im Player hatte also ist es wirklich länger her. Aber an eine Szene werde ich mich immer erinnern können: Der drehende Plattenteller und "Come to daddy" von Aphex Twin. http://www.youtube.com/watch?v=5Az_7U0-cK0

dax
18.01.2009, 18:00
Ich mag den Film, auch wenn Cage in der Szene als er sich den Snuff anguckte ziemlich dick aufgetragen hat.
Ansonsten fand ich den Film richtig spannend und gelungen.

8,5/10

Farman
19.01.2009, 02:53
Wow, ich hab den Film vor ca. fünf Jahren gesehen und fand ihn damals wirklich sehr schlecht. Also schlecht in einem Sinne, wie man ihn nicht weiter erklären kann, einfach schlecht: Wenn er mich schockieren wollte, musste ich lachen, wenn er was "aufzeigen" wollte, war ich in etwa so angewidert wie Nicholas Cage beim sehen des Filmstreifens. Joel Schumacher ist für mich ohnehin die Krönung. Würde ich mir nie im Leben ein zweites Mal ansehen.

deadlyfriend
19.01.2009, 10:10
Wow, ich hab den Film vor ca. fünf Jahren gesehen und fand ihn damals wirklich sehr schlecht. Also schlecht in einem Sinne, wie man ihn nicht weiter erklären kann, einfach schlecht: Wenn er mich schockieren wollte, musste ich lachen, wenn er was "aufzeigen" wollte, war ich in etwa so angewidert wie Nicholas Cage beim sehen des Filmstreifens. Joel Schumacher ist für mich ohnehin die Krönung. Würde ich mir nie im Leben ein zweites Mal ansehen.


Warum kommt das für mich jetzt irgendwie nicht unerwartet?

Despair
19.01.2009, 12:15
Warum kommt das für mich jetzt irgendwie nicht unerwartet?

Weil's die Wahrheit ist! :D

Schau ihn dir einfach nochmal an - der Film hat außer ein paar stimmungsvollen Bildern wenig zu bieten.

Farman
19.01.2009, 13:19
Warum kommt das für mich jetzt irgendwie nicht unerwartet?

Es tut mir Leid.