Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Der seltsame Fall des Benjamin Button
crizzero
01.02.2009, 23:44
Gesamtübersicht aller Kritiken zu Der seltsame Fall des Benjamin Button:
#02 01.02.09 crizzo (http://www.filmvisionaere.com/showpost.php?p=48105&postcount=2)
crizzero
01.02.2009, 23:45
Der seltsame Fall des Benjamin Button (http://www.ofdb.de/film/155720,Der-Seltsame-Fall-des-Benjamin-Button)
Es gibt wenige Filme, die einem so viel mit auf den weiteren Lebensweg geben wie der neuste Streich von Regisseur David Fincher. Dieser Streifen steckt voller Liebe zum Menschen, verleiht Zuversicht für das Älterwerden und bietet bezaubernde, fast surreale Momente, die das Cineastenherz höherschlagen lassen. Urkomische, in Schwarzweiß gehaltene Rückblicke in Stummfilmzeiten, traumhafte Sonnenaufgänge an einem Bootssteg und düstere Stürme auf einem Dampfer im Atlantik. Diese Momente erinnern fast an das Werk von Tim Burton, sind in ihrer romantischen Wirkung aber absolut einzigartig.
Mittendrin ist Benjamin Button, gespielt vom grandiosen Brad Pitt. Ein Kind, körperlich alt geboren, was heranwächst und reift, um sukzessive jünger zu werden. Dieser paradoxe Lebensweg ist mit dem titelgebenden Adjektiv "seltsam" wirklich am besten zu beschreiben. Man muss einfach hinsehen und wird verzaubert, obwohl man keine Erklärung für diese unrealistische Geschichte parat hat. Man wird von einem Märchen für Erwachsene in den Bann gezogen und lässt sich knappe drei Stunden berieseln. Und zurück bleibt das pure Glück darüber, einen Film für die Ewigkeit gesehen zu haben.
David Fincher schafft mit "Der seltsame Fall des Benjamin Button" einen weiteren Meilenstein seiner herausragenden Filmographie, glänzt mit einer wahrlich perfekten Regie und beglückt den Zuschauer mit einem Meisterwerk, welches er nicht mehr vergessen wird. Die Vielzahl an Denkanstößen über das Leben und seine Wendungen sind kaum fassbar und hinterlassen den finalen Eindruck, jedes Alter in vollem Bewusstsein genießen zu können, wenn man nur geliebt wird. Ein bescheidener und gut gemeinter Rat, jedoch verpackt in einem gewaltigen Filmerlebnis.
10/10
Tarantino1980
02.02.2009, 00:53
Sehr schöne Kritik crizzo! Beschreibt den Film wirklich sehr gut. Ich habe ihn diesen Samstag auch gesehen und war auch in seinem Bann. Zwar bekommt er von mir nur eine 8/10, aber ist ja auch keine schlechte Wertung :D. Ich war vorallem Überrascht von der Regie Arbeit von David Fincher da ich von ihm bisher nur gute Thriller kannte und war halt positiv Überrascht das er auch einmal so einen Film drehen kann. Ich fand ihn sehr bildgewaltig und vor allem war er zu keinem Punkt langweilig. Ich freue mich jetzt schon auf die DVD! Cate Blanchett hat mir in dem Film auch sehr gut gefallen und natürlich hat auch Bratt Pitt die Rolle gut gespielt!
crizzero
02.02.2009, 00:59
Sehr schöne Kritik crizzo! Beschreibt den Film wirklich sehr gut.
Danke. :)
Ich war vorallem Überrascht von der Regie Arbeit von David Fincher da ich von ihm bisher nur gute Thriller kannte und war halt positiv Überrascht das er auch einmal so einen Film drehen kann. Ich fand ihn sehr bildgewaltig und vor allem war er zu keinem Punkt langweilig.
Japp, einfach nur toll. Ich war begeistert, wie schnell 2 Stunden und 45 Minuten vergehen können.
Cate Blanchett hat mir in dem Film auch sehr gut gefallen und natürlich hat auch Bratt Pitt die Rolle gut gespielt!
Ganz klar, Cate Blanchett war wie eigentlich immer überragend. Genauso Pitt. Sind zwei Ausnahmedarsteller, die auch perfekt zusammen passen.
King-of-Leon
02.02.2009, 07:32
Da freu' ich mich auch schon wahnsinnig drauf. Von Fincher wurde ich fast noch nie enttäuscht und alle seine Filme rangieren irgendwo bei 9-10 Punkten. Werd' mir den auch auf jeden Fall noch im Kino anschauen.
das liest sich verdammt gut und ich freu mich für Fincher, so einen film gezaubert zu haben!
mal sehen ob ich abwarten kann oder nach der kritik doch ins kino gehe. so filme sollten eigentlich dort auch als erstes gesehen werden :) aber wie auch immer...ich freu mich jetzt noch mehr auf den film!
Danke crizzo.
Wollte nicht ins Kino gehen, aber nach deiner Kritik fällt mir das wirklich schwer.:ugly:
crizzero
02.02.2009, 21:50
Wollte nicht ins Kino gehen, aber nach deiner Kritik fällt mir das wirklich schwer.:ugly:
Also den mitten im Leben stehenden Benjamin solltest du dir nicht auf der großen Leinwand entgehen lassen. Im besten Alter erinnert Brad Pitt stark an James Dean und die verliebten Szenen mit der grazilen Cate Blanchett sind mit das Romantischste, was ich seit langem gesehen habe. Gab's in dieser Vollendung wahrscheinlich das letzte Mal in "She's having a baby" mit Kevin Bacon...
King-of-Leon
02.02.2009, 22:50
Also den mitten im Leben stehenden Benjamin solltest du dir nicht auf der großen Leinwand entgehen lassen. Im besten Alter erinnert Brad Pitt stark an James Dean und die verliebten Szenen mit der grazilen Cate Blanchett sind mit das Romantischste, was ich seit langem gesehen habe. Gab's in dieser Vollendung wahrscheinlich das letzte Mal in "She's having a baby" mit Kevin Bacon...
Man, du Sack. Morgen geh ich rein. :)
George Lucas
04.02.2009, 13:42
Wollte nicht ins Kino gehen, aber nach deiner Kritik fällt mir das wirklich schwer.
Dann werde ich mal etwas Wasser in dein Freudenfeuer gießen...:D
Gestern Abend war ich im CinemaxX und konnte mich mit "Benjamin Button" gegen "Walküre" durchsetzen - ein Fehler!
Der Film fängt sehr gut erzählt an und endet bewegend. Ich hab mir sogar eine Träne aus dem Gesicht wischen müssen - und das war keine Freudenträne, weil der Film endlich zu Ende war.
In dem Film passiert praktisch nichts... langweilige Dialoge mit wenigen Gags, die fast allesamt im Trailer zu sehen sind.
Benjamin wird als alter Mann geboren, wächst auf, fährt zu See und verlässt sein Liebe als er die ersten Pubertätspickeln bekommt. Das zieht sich über 2,5 Stunden hin! Dann beginnt das grandios erzählte Ende.
Aufgrund der Überlänge wurde der Film nach 90 Minuten unterbrochen. Pause! Bis dahin war ich dermaßen gelangweilt, dass ich sogar überlegt habe, draußen zu bleiben und mir nem Kumpel zu telefonieren.
Die Szenen in den Brad Pitt mitspielte als junger Mann waren nicht schlecht. Er besucht New York, findet seine Liebe wieder, die aber hat nen Anderen. Dann kommt sie nach einem Unfall zurück ins Dort und er ist immer noch in sie verliebt - diesmal sie auch in ihn... bäh! War dat langweilig.
Da fand ich sogar Jugend ohne Jugend besser...
crizzero
04.02.2009, 21:14
In dem Film passiert praktisch nichts...
Ähm... öhh, naja. :huh:
Ich weiß eigentlich nicht, was ich darauf antworten soll. Deshalb bin ich einfach mal still und lese lieber nochmal meine Kritik zum Film durch... :D
George Lucas
05.02.2009, 01:37
Ähm... öhh, naja. :huh:
Ich weiß eigentlich nicht, was ich darauf antworten soll. Deshalb bin ich einfach mal still und lese lieber nochmal meine Kritik zum Film durch... :D
Hab ich mir schon gedacht, dass dir meine Kritik nicht gefällt. Aber so ist das manchmal. Nicht jeder Film gefällt jedem. Ist halt immer ein "wenig" Geschmacksache dabei...:)
Deine Kritik kann ich absolut nachvollziehen. Die Punkte, die du bezüglich der zuversichtlichen Lebensansichten und dem Blick aufs Alter einbringst, sind vollkommen richtig. All das hat mir übrigens auch gefallen. Ansonsten hätte ich mir den Film nicht zu Ende angesehen.
Schau dir diesbezüglich mal den Film "The Secret - Das Geheimnis" an. Der dürfte dir richtig gut gefallen, und weil einige der positiven Lebensweisheiten zu Ende gedacht werden, eine Veränderung von einigen deiner Ansprüche und Handlungen bewirken, da du dich offensichtlich mit diesem Thema eingehender beschäftigen tust.
Meine Kritik geht bei "Benjamin Button" eher in Richtung der Länge des Filmes. Die Vorstellung im Kino begann mit dem Start der Werbung um 20:30 Uhr und der Film war um 0:00 Uhr zu Ende...
Für das nicht unbedingt neue Thema und die Verfilmung der Kurzgeschichte fand ich das einfach zu lang. Würde die Laufzeit des Filmes nur 90 Minuten betragen, hätte er mir sicherlich besser gefallen.
... wie schon eingangs erwähnt, ist das alles natürlich Geschmacksache.
Die Special Effects fand ich allerdings sehr gelungen.... und der Typ, der 7 mal vom Blitz getroffen wurde, war herrlich erfrischend... allerdings hab ich nur 6 Blitzschläge gezählt... vielleicht kommt da ja eine "Langfassung" auf DVD raus, he, he...
crizzero
05.02.2009, 08:15
Hab ich mir schon gedacht, dass dir meine Kritik nicht gefällt.
Natürlich nicht. Zu sagen, dass in dem Film nichts passiert, ist auch schlichtweg übertrieben. Aber ich respektiere natürlich auch diese Meinung.
Meine Kritik geht bei "Benjamin Button" eher in Richtung der Länge des Filmes. Die Vorstellung im Kino begann mit dem Start der Werbung um 20:30 Uhr und der Film war um 0:00 Uhr zu Ende...
Tja, bei uns ging er um 19.30 Uhr los, drei Trailer gab's vorneweg und dann ging's ohne Pause bis zum Ende durch. Und ich musste nicht einmal auf die Uhr schauen, weil die knappen drei Stunden eigentlich verflogen sind. Es ist wohl die Erzählweise, die mich total fasziniert hat. Das war aber auch schon bei "Forrest Gump" so.
Willy Wonka
09.02.2009, 17:52
Es ist wohl die Erzählweise, die mich total fasziniert hat. Das war aber auch schon bei "Forrest Gump" so.
An diesen Film fühlte ich mich auch erinnert, denn es gibt auch einige Parallelen. Beide Filme werden größtenteils in einer Rückblende erzählt, beide Hauptcharaktere hatten ein sehr besonders und "seltsames" Leben und sowohl Gump als auch Button haben ihre Kindheit in einem Haus verbracht, welches immer von neuen Gästen besucht worden ist.
Die Laufzeit von 166 Minuten ist für mich defintiv nicht zu lang, sondern vielmehr zu kurz, denn schließlich werden in den 166 Minuten ein ganzes Leben erzählt und dieses Leben war auch sehr bewegend.
Ich kann mich vollkommen crizzo anschließen, denn dieser Film ist für mich ein Meisterwerk. Die Idee ist für mich schon sehr innovativ und ich frage mich warum diese Geschichte nicht schon eher verfilmt worden ist.
Doch auch die Inszenierung des Films hat mir sehr gefallen und vor allem die Erzählung wie es zu dem Unfall von Daisy kam, ist schlichweg genial und extrem fesselnd.
Zusammen mit den letzten Szenen des Films zeigen diese kurze Sequenzen schon die Genialität Finchers.
Einzig die Montage des Films hätte meiner Meinung nach ein wenig mehr Abwechslung benötigt, denn die Überblendungen wirkten nicht sehr innovativ und befanden sich an manchen Stellen schon fast auf Fernseh-Niveau.
Zuletzt seien die beiden grandiosen Darstellungen von Brad Pitt und Cate Blanchett erwähnt. Auch wenn Brad Pitt meiner Meinung nach nicht wie James Dean wirkte, zeigte er eine enorme Bandbreite und die Rolle war auch anspruchsvoll, denn er musste kindlich wirken bei dem Außen eines alten Greises und erwachsen wirken, als er ein Kind war.
Cate Blanchett verzauberte das Publikum und vor allem auch mich, durch die graziöse Darstellung während des Tanzens und jede Szene bekam durch ihre Präsenz einen gewissen Glanz.
Für mich ist sie schon jetzt die neue Greta Gabor.
Die wilde 13
11.02.2009, 18:58
Der seltsame Fall des Benjamin Button ist für einen Fincher Film ungewohnte Kost aber nichtsdestotrotz ein Meilenstein seines Schaffens.
Das er zuweilen an Forrest Gump erinnert liegt wohl neben dem ungewöhnlichen Leben der Protagonisten auch an den gleichen Drehbuchautor: Eli Roth.
Der Aufbau des Films erinnerte in den Krankenhausszenen auch an Titanic. Hier wie dort erzählt eine alte Dame ihre Lebensgeschichte....
Ansonsten kann ich mich crizzos und Willy Wonkas Kritiken im großen und Ganzen anschließen. Die knapp drei Stunden vergehen wie im Flug ( wenn die blöde Pause nicht gewesen wäre ! Kann man keine Extravorstellung für inkontinente anbieten ?? ) und die Darstellerleistungen sind über jeden Zweifel erhaben,doch für einen Oscar wird es wohl nicht reichen,Mr Jolie,ääh Pitt.
Beeindruckend die Szenen,in denen Pitt jünger ist als je zuvor ! Man könnte meinen,gleich kommt Lucy Ewing um die Ecke...
Die Szenenfolge,die Willy angesprochen hat (die zum Unfall führt) ist grandios umgesetzt und wird wohl noch in 50 Jahren zitiert werden !
Das Ende ist in gewisser Hinsicht nicht so gelungen. Benjamin Button wird als ca. 80 jähriger Säugling geboren, also wäre es doch konsequent gewesen,ihn als erwachsenen Greis sterben zu lassen mit dem Antlitz und der Haut eines Babys. Das er zum Ende auf die Größe eines Kleinkindes und Babys schrumpft,fand ich persönlich nicht so gelungen. Da hätte man mehr raus machen können !
Aber alles in allem aber ein sehr schöner Film,der einem zeigt,wie schön das Leben an sich doch ist und man jeden Tag nutzen sollte,bevor das Schicksal in welcher Form auch immer zuschlägt.
9/10
JaredKimberlain
12.02.2009, 09:47
Habe ich mir natürlich auch angeschaut (ist ja bald Oscarnacht), ein großartiger Film. Die Erinnerung an "Forrest Gump" schlich sich auch bei mir sofort in den Kopf.
Bewerten möchte ich den noch nicht, wird aber im Bereich 8-10 liegen. Dazu muss ich den aber erst noch einmal schauen (DVD ist eindeutig gekauft).
Gerade das Ende muss ich auch noch mal in einer ruhigen Minute auf dem Sofa betrachten, da weiss ich auch noch nicht genau, wie ich das finde. Wobei es eindeutig sehr konsequent ist.
Gruß,
J.K.
crizzero
14.02.2009, 13:44
Das Ende ist in gewisser Hinsicht nicht so gelungen. Benjamin Button wird als ca. 80 jähriger Säugling geboren, also wäre es doch konsequent gewesen,ihn als erwachsenen Greis sterben zu lassen mit dem Antlitz und der Haut eines Babys. Das er zum Ende auf die Größe eines Kleinkindes und Babys schrumpft,fand ich persönlich nicht so gelungen.
Naja, ich fand's passend. Schließlich war der Knochenbau alt als er geboren wurde, demzufolge müssen die Knochen ja auch immer jünger werden und demnach auch schrumpfen. War für mich schlüssig.
Krass war auch zu sehen, wie gegen Ende ein Kind senil wird. Dieses medizinische und anthropologische Paradoxon ist einfach faszinierend.
Ich habe den Film nun auch endlich gesehen und war restlos begeistert.
Die fast drei Stunden sind im Flug vergangen und der Film hat mich komplett in seinen Bann gezogen. Zu keinem Zeitpunkt der Story kam langeweile auf und man fühlte mit BB mit und war gespannt darauf wie sein Leben weiter verläuft.
10/10
Es gibt wenige Filme, die einem so viel mit auf den weiteren Lebensweg geben wie der neuste Streich von Regisseur David Fincher. Dieser Streifen steckt voller Liebe zum Menschen, verleiht Zuversicht für das Älterwerden und bietet bezaubernde, fast surreale Momente, die das Cineastenherz höherschlagen lassen. Urkomische, in Schwarzweiß gehaltene Rückblicke in Stummfilmzeiten, traumhafte Sonnenaufgänge an einem Bootssteg und düstere Stürme auf einem Dampfer im Atlantik.
Stellvertretend für die crizzos komplette, und sehr gelungene, Kritik zitiere ich nur diese Textpassage. Der Text trifft den Nagel auf den Kopf. Herrliches Kino mit viel Herz und einzigartigen Bildern. Viel mehr gibt es dazu nicht zu sagen. Da ich eigentlich nie die 10/10 beim ersten mal zücke gibt es von mir eine starke
9/10
Count Dooku
08.06.2009, 18:02
Ich hab nur eine Stunde von dem Film gesehen. Nicht schlecht gemacht, aber es konnte mich einfach nicht begeistern.
crizzero
08.06.2009, 19:52
Stellvertretend für die crizzos komplette, und sehr gelungene, Kritik zitiere ich nur diese Textpassage. Der Text trifft den Nagel auf den Kopf.
Dankeschön, freut mich sehr! :kiss:
Herrliches Kino mit viel Herz und einzigartigen Bildern. Viel mehr gibt es dazu nicht zu sagen. Da ich eigentlich nie die 10/10 beim ersten mal zücke gibt es von mir eine starke
9/10
Schön, dass er dir auch so sehr gefallen hat! Mal sehen, ob sich da noch was entwickelt.
Ich muss aber zugeben, dass ich auch auf meine Zweitsichtung (sobald die DVD mal günstiger wird) gespannt bin, da ich mal sehen will, ob sich diese Emotionen auch beim zweiten Durchlauf so freisetzen, wie damals im Kino. Innerlich befürchte ich fast eine Abwertung auf 9/10 (oder gar 8/10?), kann das gar nicht richtig beschreiben. Die erste Sichtung war ein absolutes Erlebnis, ganz fantastisch war das. Nur weiß ich nicht, ob er diese maximale Stärke nur beim ersten Mal entfesselt oder aber wie z.B. "I Heart Huckabees" nach dem fünften Mal noch perfekt ist. Aber selbst wenn er etwas verlieren sollte, bewegt er sich dann ja immer noch in extrem positiven Wertungsregionen bei mir. Und das wird sich auch niemals ändern.
Schön, dass er dir auch so sehr gefallen hat! Mal sehen, ob sich da noch was entwickelt.
Bei Gelegenheit werde ich den nochmal schauen, mal sehen wie ich den dann sehe.
Die erste Sichtung war ein absolutes Erlebnis, ganz fantastisch war das. Nur weiß ich nicht, ob er diese maximale Stärke nur beim ersten Mal entfesselt.
Das kann natürlich passieren, allerdings mag ich die Art der Erzählweise, was den Film für mich schon extrem stark macht. Was mich gestört hat, und das ist mir erst am Ende wieder aufgefallen. Die Uhr, die rückwärts läuft, die hätte eine größere Rolle haben können. Da wird die erst groß und stark in die Handlung gebracht, und wird dann komplett "vergessen". Schade, die Uhr hätte man viel mehr einbinden können, das wäre ein toller Bezug zu Benjamin gewesen.
2moulins
09.06.2009, 07:55
Es gibt wenige Filme, die einem so viel mit auf den weiteren Lebensweg geben wie der neuste Streich von Regisseur David Fincher. Dieser Streifen steckt voller Liebe zum Menschen, verleiht Zuversicht für das Älterwerden und bietet bezaubernde, fast surreale Momente, die das Cineastenherz höherschlagen lassen......... 10/10
Die Kritik trifft's (mal wieder) auf den Punkt. Schöne Zusammenfassung der Pluspunkte dieses Meisterwerkes, der ich mich voll anschließen kann.
Wenn man das liest, muss man sich gar keine passenden Formulierungen ausdenken, weil alles schon perfekt da steht :D.
..........Doch auch die Inszenierung des Films hat mir sehr gefallen und vor allem die Erzählung wie es zu dem Unfall von Daisy kam, ist schlichweg genial und extrem fesselnd...........
Ging mir genauso - fand ich super (hat mich sogar ein wenig an "Amélie" erinnert, wie manch' anderer Moment auch - z.B. der Mann, der von seinen Blitzschlägen erzählt).
Willy Wonka
09.06.2009, 12:06
Schade, die Uhr hätte man viel mehr einbinden können, das wäre ein toller Bezug zu Benjamin gewesen.
Stimmt wenn ich jetzt darüber so nachdenke, hätte man sie wirklich mehr einbinden können.
Ging mir genauso - fand ich super (hat mich sogar ein wenig an "Amélie" erinnert, wie manch' anderer Moment auch - z.B. der Mann, der von seinen Blitzschlägen erzählt).
Dem kann ich nur beipflichten. Das grandiose an "Amélie" ist einfach, dass der Film komplett diesen Stil verfolgt und in jedem Detail mehr Liebe steckt als bei manchen Filmen die komplette Inszenierung.
BladeRunner2007
09.06.2009, 12:16
Ein echt toller Film. Habe ihn erst einmal gesehen und zwar im Kino. Der Film war einfach ein Erlebnis und hat mich total gefesselt. Ich liebe diesen ruhigen und lansamen Erzählstil. Emotionen kamen hoch und der Film hat mich berührt. Die "Episode" mit Tilda Swinton finden viele Leute unnötig. Ich mochte diese Passage hingegen ungemein. Nach der ersten Sichtung ein ganz klarer 10er Kandidat. Der Film blieb mir auch noch lange im Gedächtnis. Einfach wunderschönes Kino von David Fincher. Freue mich schon auf eine erneute Sichtung auf DVD, und hoffe das mir der Film genauso gut gefällt wie beim ersten mal.
crizzero
09.06.2009, 19:38
Schade, die Uhr hätte man viel mehr einbinden können, das wäre ein toller Bezug zu Benjamin gewesen.
Das stimmt. Sie war letztlich "nur" Anfang und Ende des Films. Fincher wollte sie wohl bewusst als einrahmendes Moment benutzen...
Wenn man das liest, muss man sich gar keine passenden Formulierungen ausdenken, weil alles schon perfekt da steht :D.
Vielen Dank! Ein tolles Kompliment. :kiss:
Das grandiose an "Amélie" ist einfach, dass der Film komplett diesen Stil verfolgt und in jedem Detail mehr Liebe steckt als bei manchen Filmen die komplette Inszenierung.
Absolutes Dito! Wenn ich euch hier so lese, dann muss ich mir über eine mögliche 8/10 bei der Zweitsichtung schonmal gar keine Sorgen machen. Allein über diesen Film zu lesen ist ja schon ein Genuss. Da kommt nochmal alles wieder hoch und die Begeisterung, die mich damals im Kino überkam, wird wieder entfacht.
Ich bin wirklich gespannt auf mein zweites Mal mit Benjamin Button. Und ich bin mir mittlerweile auch sicher, dass der gar nicht tiefer als auf 9/10 fallen kann. Ein wirklich unglaublich guter Film. Muss man mal erlebt haben, denke ich.
deadlyfriend
29.06.2009, 18:28
Bin jetzt auch gerade damit durch und restlos begeistert. Da hat wirklich alles gestimmt. Jedes kleine Detail war gelungen. Zu lang fand ich ihn ebenfalls nicht da es doch wirklich eine Menge zu erzählen gab. Der wandert in jedem Fall ins Regal.
Bin jetzt auch gerade damit durch und restlos begeistert. Da hat wirklich alles gestimmt. Jedes kleine Detail war gelungen. Zu lang fand ich ihn ebenfalls nicht da es doch wirklich eine Menge zu erzählen gab. Der wandert in jedem Fall ins Regal.
und gegen ende wird der sowas von traurig...ich hab fast fassungslos vor dem tv gehangen, so eiskalt lief mir die geschichte runter. und wie das kleine baby...seine äuglein schloss
deadlyfriend
29.06.2009, 18:34
und gegen ende wird der sowas von traurig...ich hab fast fassungslos vor dem tv gehangen, so eiskalt lief mir die geschichte runter. und wie das kleine baby...seine äuglein schloss
und das obwohl das ja alles komplett absehbar war. Die Inszenierung war aber gerade in diesen Sequenzen absolut hervorragend, wodurch man trotz Vorhersehbarkeit mächtig tief in den Sitz gedrückt wurde.
und das obwohl das ja alles komplett absehbar war. Die Inszenierung war aber gerade in diesen Sequenzen absolut hervorragend, wodurch man trotz Vorhersehbarkeit mächtig tief in den Sitz gedrückt wurde.
eben weil es so konsequent durchgezogen wurde!
eines der schönsten Filmmärchen die es gibt. so hatte mich zuletzt nur Burton fasziniert mit seinem Edward!
LivingDead
18.07.2009, 12:02
Hab ihn mir jetzt auch angesehen, und würde sagen: Ein hübscher Film. Und das im wahrsten Sinne des Wortes. Denn außer einer famosen Optik und schlicht atemberaubenden Effekten, wüsste ich jetzt nicht, was mir der Film so Außergewöhnliches mitzuteilen hätte. Gut, Benjamin Button altert rückwärts, und daraus ergeben sich so einige philosophisch metaphorisch angehauchte Paradoxa, die aber keinen nennenswerten Beitrag leisten. Denn die Aussage des Filmes bleibt stets die gleiche, da könnte Benjamin Button auch ein wenig zurück geblieben und eine Gehbehinderung haben...
Zudem drängt sich die Liebesgeschichte im letzten Akt ein wenig zu sehr in den Vordergrund, und das Außergewöhnliche weicht schnell dem Gewöhnlichen, zumal uns hier wieder nur eine 08/15-Liebesgeschichte mit - zugegebenermaßen tollen Schauspielern - aber vorhersehbaren Wendungen geboten wird. Eine Liebe, die durch ungewöhnliche Umstände zum Scheitern verurteilt ist, ist alles andere als neu.
Viele eingesträute Einzelszenen, z.B. die kuriosen "7 Blitzschläge" oder die Montage der Ereignisse, die zu dem Autounfall führen, sorgen für angenehme Abwechslung, doch leider bleibt es nur bei diesen Momenten, und ich wurde das Gefühl nicht los, dass hier ein Film auf fast drei Stunden aufgebläht wurde, der einfach nicht allzu viel zu sagen hat.
6/10
crizzero
18.07.2009, 12:10
Hätte nicht gedacht, dass du ihn derart schlecht bewertest. Und auch wenn eine 6/10 freilich überdurchschnittlich ist, empfinde ich so eine Bewertung bei so einem Film als durchaus schlecht.
Zudem drängt sich die Liebesgeschichte im letzten Akt ein wenig zu sehr in den Vordergrund, und das Außergewöhnliche weicht schnell dem Gewöhnlichen
Ich finde die Liebesgeschichte durchaus außergewöhnlich. Erstens wird sie sanfter als alles andere erzählt, was ich bisher gesehen habe, und zweitens ist das Moment des Aneinandervorbeialterns allgegenwärtig und wirkt bereits von dem Punkt an belastend, als die Liebe endlich entflammen kann. Man merkt, wie sehr beide versuchen, die gemeinsame Zeit zu genießen, da sie noch schneller abläuft als bei gewöhnlichen Paaren. Ich finde, dass ist schon grandios erzählt.
LivingDead
18.07.2009, 12:16
Hätte nicht gedacht, dass du ihn derart schlecht bewertest. Und auch wenn eine 6/10 freilich überdurchschnittlich ist, empfinde ich so eine Bewertung bei so einem Film als durchaus schlecht.
Gestern Abend hätte ich dem Film sicherlich noch einen Punkt mehr gegeben, aber irgendwie ist der Funke da nicht so ganz übergesprungen. Das ist mir heute klar(er) geworden.
Man merkt, wie sehr beide versuchen, die gemeinsame Zeit zu genießen, da sie noch schneller abläuft als bei gewöhnlichen Paaren. Ich finde, dass ist schon grandios erzählt.
Klar, Fincher würde sich hüten ein schlecht erzählten Film in die Kinos zu bringen. Und dennoch finde ich an dem Film nichts wirklich erwähnenswert Neues oder Außergewöhnliches, was mich reizen würde, eine höhere Bewertung rauszuhauen. Zwar ist handwerkliche Perfektion durchaus reizvoll, doch gerade bei dieser Geschichte wäre mir etwas rauheres oder vielleicht auch etwas mutigeres lieber gewesen. Und vielleicht war David Fincher auch einfach nur der falsche Regisseur für den Film...
Achja, und "Forrest Gump" ist imo auch nicht der Überbringer. ;)
crizzero
18.07.2009, 12:21
Achja, und "Forrest Gump" ist imo auch nicht der Überbringer. ;)
Ah, ok. Das erklärt Einiges. Der gute Forrest Gump spielt für mich nämlich in der gleichen liebenswerten Lebensgeschichtsliga wie Benjamin Button... :)
Und dennoch finde ich an dem Film nichts wirklich erwähnenswert Neues oder Außergewöhnliches, was mich reizen würde, eine höhere Bewertung rauszuhauen.
Das ist ja auch nicht der springende Punkt. Der Film ist so vorhersehbar, das man eigentlich das Ende ja schon vorher kennt. Die Art der Erzählung ist das was den Film für mich so außergewöhnlich macht. Das er dich nun nicht packt lässt sich nicht ändern..
Achja, und "Forrest Gump" ist imo auch nicht der Überbringer. ;)
Er hat Jehova gesagt!
LivingDead
18.07.2009, 12:41
Das ist ja auch nicht der springende Punkt. Der Film ist so vorhersehbar, das man eigentlich das Ende ja schon vorher kennt. Die Art der Erzählung ist das was den Film für mich so außergewöhnlich macht. Das er dich nun nicht packt lässt sich nicht ändern..
Ist schon richtig. Nicht umsonst habe ich den Film ja auch alles andere als "schlecht" bewertet. Und trotzdem fand ich den Film insgesamt einfach zu simpel. Da nützt auch Alexandre Desplats toller Score und die wunderhübsche Optik nicht viel, wenn sich dahinter nichts weiter verbirgt.
Er hat Jehova gesagt!
Naja, als Satire auf den American Dream find ich den schon gelungen, aber ernst zu nehmen ist der Film imo nicht. Aber das können wir im "Forrest Gump"-Thread weiter diskutieren...
Oh! Den gibt's ja noch gar nicht... ;)
Und trotzdem fand ich den Film insgesamt einfach zu simpel.
Naja, simpel und simpel sind IMO zwei verschiedene Schuhe. Es gibt so viele Filme die leicht zu durchschauen sind, aber die Story ist mit viel Herz und Liebe erzählt. Es ist eben ein schmaler Grad zwischen Kitsch & Schmalz und einen herausragenden Meisterwerk. Als Gegenstück fällt mir jetzt mal Titanic ein, der ist für mich nur mittlerer durchschnitt, kommt aber bei vielen sehr gut weg.
Das gleiche bei Forrest Gump. Die Story ist in allen Facetten genial erzählt und die Darsteller über jeden zweifel erhaben. Für mich ein Meisterwerk.
Willy Wonka
18.07.2009, 13:20
Ich bin bei den beiden Wertungen der beiden Filme ein bisschen entrüstet. Aber schließlich muss man eben einen Zugang zu dem Film und seiner Geschichte bekommen und wenn man diesen nicht so recht bekommt, dann ist es selbstverständlich das der Film einem nicht so sehr gefällt.
Und dennoch finde ich an dem Film nichts wirklich erwähnenswert Neues oder Außergewöhnliches, was mich reizen würde, eine höhere Bewertung rauszuhauen.
Innovation? Muss ein Film Innovation besitzen, um gut zu sein? Für mich ein ganz klares "Nein", denn zum einem liegt die Innovation zum Teil im Auge des Betrachters und für ein geschultes Auge gibt es sowieso keine Innovation mehr. Das hatte schon der Kritiker in Shyamalans "Lady in the Water" sehr gut erläutert.
deadlyfriend
18.07.2009, 13:22
Ich finde ebenfalls das die Geschichte etwas außergewöhnliches ist. Beziehungsdramen zwischen einem älteren Mann und einer jüngeren Frau wird immer gerne mit einem sexuellen Unterton versehen. Im umgekehrten Fall ebenfalls. Hier haben wir beides bei den gleichen Personen, ohne das da was anrüchiges hinein transportiert wird. Das ist richtiger Liebeszauber in Märchenoptik innerhalb einer wirklich seltsamen Handlung. Klar kann man das natürlich auch völlig nüchtern betrachten: "Ein Liebesdrama mit tragischem Ende. Nichts Neues, das gab es sogar schon vor Shakespeare".
Ich finde aber das es ein schönes Plädoyer für ungewöhnliche Beziehungen ist und man sich nicht von den gesellschaftlichen Gesetzen abhalten lassen sollte.
LivingDead
18.07.2009, 15:46
Ich bin bei den beiden Wertungen der beiden Filme ein bisschen entrüstet.
Das brauchste nicht sein, Willy. ;)
"Forrest Gump" werde ich mir demnächst auch mal wieder ansehen und eine Kritik schreiben. Aber unter 6 Punkte wird der von mir auch nicht bekommen - so viel sei schon mal gesagt. ;)
Innovation? Muss ein Film Innovation besitzen, um gut zu sein? Für mich ein ganz klares "Nein", denn zum einem liegt die Innovation zum Teil im Auge des Betrachters und für ein geschultes Auge gibt es sowieso keine Innovation mehr. Das hatte schon der Kritiker in Shyamalans "Lady in the Water" sehr gut erläutert.
Von Innovationen habe ich auch nicht gesprochen. Viel mehr ist es die Idee des Filmes, die zum einen außergewöhnlich erscheinen soll, doch andererseits so absurd und eigennützig ist, dass sich Fincher in dieser Idee verliert und weitestgehend alles Menschliche ausblendet, zugunsten der Oscar prämierten Effekte und Masken. Dazu passt auch die Optik, die bei aller Schönheit irgendwann nur noch artifiziell wirkt (man kann auch vordergründig behaupten, dies sei "märchenhaft"). Doch das Argument verpufft ebenfalls, da die Bezüge zu realen Ereignissen wie der Hurrikane Katrina oder der erste Weltkrieg dem gegenüber stehen. Zudem erscheinen mir diese Bezüge als historische Leitmarken ebenfalls etwas merkwürdig; aber da scheint sich der Drehbuchautor wohl wieder etwas in seiner Forrest Gump-Geschichte verloren zu haben.
Punkt ist jedenfalls, dass der Film imo schlichtweg berechnendes, darbietendes Starkino ist. Leider der mainstreamigen Sorte, ohne an irgendwelchen Punkten eine echte Gefühlsregung in mir auszulösen. Da können die Effekte noch so schön sein.
Willy Wonka
18.07.2009, 17:09
Viel mehr ist es die Idee des Filmes, die zum einen außergewöhnlich erscheinen soll, doch andererseits so absurd und eigennützig ist, dass sich Fincher in dieser Idee verliert und weitestgehend alles Menschliche ausblendet, zugunsten der Oscar prämierten Effekte und Masken.
Ich habe während des Films eigentlich sehr wenig auf die Effekte geachtet, sondern mehr auf die Charaktere und wie sie sich im Laufe des Filmes verändern und vor allem Benjamin Button ist eben eine sehr spezielle Figur, welche sich anders entwickelt und meiner Meinung nach, hat Fincher dieses sehr feinfühlig inszeniert und die Effekte und Masken unterstreichen nur die Veränderungen des Charakters, denn das interessanteste ist der Unterschied zwischen Geist und dem Aussehen. Und dieses "mainstreamartige" hat mich auch kein bisschen gestört, weil es für mich bei diesem Epos eher klassisch wirkte, wie bei den großen Filmepen aus der alten Zeit und ich wüsste auch nicht, welche Änderungen Fincher hätte vornehmen müsste, damit der Film noch besser wird.
vBulletin® v3.8.7, Copyright ©2000-2012, vBulletin Solutions, Inc.