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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : A Nightmare on Elm Street


Travis
04.12.2008, 11:47
Gesamtübersicht aller Kritiken zu Nightmare - Mörderische Träume:

#05 23.02.09 deadlyfriend (http://www.filmvisionaere.com/showpost.php?p=51932&postcount=5)
#18 24.02.09 BladeRunner2007 (http://www.filmvisionaere.com/showpost.php?p=52072&postcount=18)
#54 02.03.09 SAB (http://www.filmvisionaere.com/showpost.php?p=53198&postcount=54)
#92 02.11.10 Leatherface (http://www.filmvisionaere.com/showpost.php?p=202205&postcount=92)

Gesamtübersicht aller Kritiken zu Nightmare 2 - Die Rache:

#20 25.02.09 deadlyfriend (http://www.filmvisionaere.com/showpost.php?p=52201&postcount=20)
#26 25.02.09 BladeRunner2007 (http://www.filmvisionaere.com/showpost.php?p=52305&postcount=26)
#68 17.03.09 SAB (http://www.filmvisionaere.com/showpost.php?p=55524&postcount=68)

Gesamtübersicht aller Kritiken zu Nightmare 3 - Freddy Krueger lebt:

#35 26.02.09 deadlyfriend (http://www.filmvisionaere.com/showpost.php?p=52592&postcount=35)
#50 01.03.09 BladeRunner2007 (http://www.filmvisionaere.com/showpost.php?p=52992&postcount=50)
#71 17.03.09 SAB (http://www.filmvisionaere.com/showpost.php?p=55554&postcount=71)


Gesamtübersicht aller Kritiken zu Nightmare on Elm Street 4:

#38 28.02.09 deadlyfriend (http://www.filmvisionaere.com/showpost.php?p=52763&postcount=38)
#72 22.03.09 SAB (http://www.filmvisionaere.com/showpost.php?p=56629&postcount=72)
#79 28.07.09 BladeRunner2007 (http://www.filmvisionaere.com/showpost.php?p=90411&postcount=79)

Gesamtübersicht aller Kritiken zu Nightmare 5 - Das Trauma:

#41 01.03.09 deadlyfriend (http://www.filmvisionaere.com/showpost.php?p=52955&postcount=41)
#75 27.03.09 SAB (http://www.filmvisionaere.com/showpost.php?p=57604&postcount=75)

Gesamtübersicht aller Kritiken zu Freddy's Finale - Nightmare on Elm Street 6:

#52 01.03.09 deadlyfriend (http://www.filmvisionaere.com/showpost.php?p=53097&postcount=52)

Gesamtübersicht aller Kritiken zu Freddy's New Nightmare:

#55 03.03.09 deadlyfriend (http://www.filmvisionaere.com/showpost.php?p=53334&postcount=55)
#78 08.04.09 BladeRunner2007
(http://www.filmvisionaere.com/showpost.php?p=59802&postcount=78)

Gesamtübersicht aller Kritiken zu Freddy vs. Jason:

#02 04.12.08 SAB (http://www.filmvisionaere.com/showpost.php?p=36073&postcount=2)
#03 04.12.08 hb (http://www.filmvisionaere.com/showpost.php?p=36075&postcount=3)
#64 08.03.09 deadlyfriend (http://www.filmvisionaere.com/showpost.php?p=54075&postcount=64)
#77 02.04.09 BladeRunner2007 (http://www.filmvisionaere.com/showpost.php?p=58577&postcount=77)

Gesamtübersicht aller Kritiken zu A Nightmare on Elmstreet (2010)

#80 21.05.10 SAB (http://www.filmvisionaere.com/showpost.php?p=172317&postcount=80)
#93 03.02.11 Bad Mojo (http://www.filmvisionaere.com/showpost.php?p=219716&postcount=93)

Travis
04.12.2008, 11:48
Kritik von SAB

Freddy vs. Jason (http://www.ofdb.de/view.php?page=film&fid=34999)

Dem Horror-Franchise ebnete bereits das Ende des neunten Jason-Films den Weg, indem die im Sand liegende Hockeymaske von Jason, vom Messerhandschuh von Freddy hinunter gezogen wurde. Seitdem warteten Fans beider Filmserien auf ein Zusammentreffen von Freddy und Jason. Nach langen Jahren hatte man dann endlich ein Erbarmen mit den Fans. Und nun liegt das fertige Machwerk vor.
Alles was die zwei Horrorserien damals zum Erfolg führte, ist auch in diesem Film (zum Glück) vorhanden. Freddy glänzt mit markigen Sprüchen, Jason lässt einfach nur die Machete sprechen! Es gibt einige barbusige Mädchen und was vielleicht am meisten zählt: Viele brutale und blutige Einlagen!
Wenn die beiden dann im Finale des Films endlich aufeinander treffen, sind Freddy und Jason nicht mehr zu halten. Wie sie in Wrestling-Manier aufeinander einschlagen, ist nicht mehr zu toppen! Versuchen sie doch mit allem, was die umherliegende Umwelt hergibt, den jeweils anderen zu vernichten!
Zur Besetzung bleibt noch zu sagen, das neben Robert Englund, der seine Rolle mit allergrößter Freude zu spielen scheint, eine ansehnliche Darstellerriege aufgetrieben wurde. So ist der Film mit Monica Keena (Dawson´s Creek), Jason Ritter (Chuckys Baby), Katherine Isabelle (Ginger Snaps) und Christoher Marquette (The girl next door) mit einigen bekannten Gesichtern ausgestattet.

Fans der "Nightmare on Elm Street"- und "Freitag, der 13."-Serie werden dieses Crossover wirklich genießen, bietet es doch ehrlich alles, was die bisherigen Filme so "attraktiv" machte. Allein für den erstklassigen Showdown, sollte der Film unter Fans zu Kultstatus führen!

Bewertung: 9 / 10 Punkten

Travis
04.12.2008, 11:50
Kritik von hb


Gott, wie sehnsüchtig hatte damals ich auf die deutsche DVD-Veröffentlichung gewartet, die sich gezogen und gezogen und gezogen... (3 Packungen Kaugummis später) und äh, nun ja, unerträglich lange auf sich hatte warten lassen. Wollte den Film nur noch rauf- und runtergucken können. Klares Indiz dafür, daß vieles richtig gemacht wurde und dieses Aufeinandertreffer zweier Slasher-Ikonen meinen Nerv voll getroffen hat. Ich bin seit jeher von der "A Nightmare on Elm Street"-Reihe begeistert, Freddy ist der Schlitzerkönig. Die Mischung aus markanten Sprüchen, Horror (zumindest in den ersten Teilen) und ausreichend Splatter hat mich in den Bann gezogen.

Vor dem Hintergrund mußte das Aufeinandertreffen einfach groß werden, als Crossover der Serie neue Züge verleihen. Die Rechnung ist für mich vollkommen aufgegangen. Die Atmosphäre ist grandios, selbst bei dem gemixten Introton während des New Line Openers läuft mir erwartungsfroh ein leichter Schauer den Rücken runter. Nicht weil die da viel Grusel auf einen zukommt, vielmehr weil das Verknüpfen der Hauptbestandteile beider Reihen richtig exzellent umgesetzt wurde. Der smarte Schlitzer von nebenan und der grobschlächtige Machetenhausierer, zwei unterschiedliche wie tödliche Vertreter der Horrorzunft. Wer mit den Reihen vertraut ist und darauf abfährt, erwartet eh keine besonders plausiblen Storyzusammenhänge im Fantasy-Horror-Konstrukt - obwohl man sich hier merklich Mühe gegeben hat, das Duell halbwegs logisch erscheinen zu lassen. Zerhacken mit Stil, darum geht's. Und auf dem Gebiet ist "Freddy vs. Jason" ein absoluter Knüller, was nicht zuletzt dank der guten Spezialeffekte weniger trashiger als früher in Szene gesetzt wirkt. Eine feuchtfröhliche Schlachtparade, an der ich voll auf meine Kosten komme. Einzig das genretypische Gekreische kann schon auf den Zunder gehen - genau wie der doch etwas umfangreich gestaltete Part mit den pubertierenden Opfer. Hier hätten die beiden Bestatter noch mehr in den Fokus rücken können. Ein paar heimtückische Schleicherpassagen hätte nicht geschadet, um den Gruselfaktor anzuheben. Ansonsten ist alles vertreten, dunkle und eher beblemmende Passagen, in denen Mr. Voorhees sein Unwesen treibt, und buntere, zu denen Mr. Krueger lockere Sprüche vom Stapel läßt. Der Mix macht's, stilistische Abwechslung ist Trumpf. Steht bei mit ganz hoch im Kurs, fürs Protokoll: 10/10

Travis
04.12.2008, 11:51
Der Film war ein nettes Häppchen zwischendurch, von dem ich mir im Vorfeld allerdings etwas mehr erhofft hatte. Für meinen Geschmack hat man den Fehler begangen, einzig die Stereotypen der beiden Charaktere widerzukäuen und deren "Stärken" notdürftig in eine Story zusammenzumontieren. Bei näherer Überlegung hätte man bestimmt den einen oder anderen Plottwist einbauen können, der zumindest den Geruch von Innovation mit sich gebracht hätte. Diese Chance wurde leider verpaßt. Als neutraler Zuseher würde ich sagen, daß der Schiedsrichter (Regisseur, Drehbuchautor) über weite Strecken Jason eindeutig bevorzugt hat. Alles in allem aber ein gelungener Filmspaß für Fans beider Reihen, dem auch ich eine knappe 7/10 nicht verwehre.

deadlyfriend
24.02.2009, 00:50
Nightmare - Mörderische Träume
(http://www.ofdb.de/film/93,Nightmare---M%C3%B6rderische-Tr%C3%A4ume)
Im Jahr 1972 erschufen zwei Freunde einen bis heute umstrittenen Film namens "Last house on the left". Das sie eine Dekade später, unabhängig von einander, zwei der drei größten Horrorfiguren der Neuzeit erschufen, hätten sie sich damals wahrscheinlich nicht mal träumen lassen. Sean S. Cunningham gab den Startschuß für die "Freitag der 13.te" Reihe und Wes Craven brachte zum ersten mal Freddy Krueger auf die Leinwand. Beide Serien gehören heute zu den ganz großen und bekannten Slasherreihen, obwohl sie doch unterschiedlicher nicht sein konnten. Freddy Krueger ist ein Kindermörder der mangels staatlicher Verurteilung von den Einwohnern der Elm Street gelyncht wurde.
Trotzdem ist er nicht ganz tot. In den Träumen der ansässigen Teenager versucht er sein Lebenselexier zu erhalten: Angst! Davon verbreitet er eine Menge.
Die Idee einen Killer zu präsentieren der im Schlaf tötet, war damals wahrscheinlich völlig neu. Aber genau das ist die Zutat die auch dem Zuschauer das kalte Grausen beibrachte. Im Schlaf ist man wehrlos. Völlig schutzlos ist man dem Mörder ausgeliefert. Zudem wurde die Hauptfigur extrem unheimlich gezeichnet, was einfach Angst einflößte. Leider wurde er in späteren Teilen als Sprücheklopfer überzeichnet, weshalb er den Schrecken mit der Zeit verlor. Als man damals seinen Humor noch nicht kannte wirkte er in jedem Fall wesentlich bedrohlicher. Obwohl es nur 4 Opfer gibt (Freitag der 13.te hatte in der Eröffnung 10), ist er doch wesentlich spannender als sein Pendant am Crystal Lake. Das macht die Angst vor dem Schlaf und keine ersichtliche Möglichkeit wie man ihn bekämpfen könnte. Doch dazu läßt man sich einiges einfallen. Gerade die Traumsequenzen sind fantastisch und spielen äußerst phantasiereich mit den Möglichkeiten des Unterbewußtseins. Das Drehbuch ist einfach klasse und auch die Mordszenen sind völlig anders, als alle die man bislang gesehen hat. Aber nicht nur die. Wenn Heather aus einem Traum den Filzhut von Freddy in die Realität rüber bringt, kommt mir auch heute noch eine Gänsehaut. Zu diesem hohen Niveau braucht man aber auch zumindest passable Darsteller. Dumpfbackige Titten-Teenies reichen diesmal nicht aus. Mit Heather Langenkamp hat man eine wunderbare Nancy gefunden die der absolute Symphatieträger ist. Sie ist auf keinen Fall häßlich, aber eben auch keine Cheerleader-Tante die den Film versaut. Zudem hat man den späteren Superstar Johnny Depp in seinem ersten Film, was ebenfalls eine seltsame Parallele zu Freitag der 13.te beinhaltet. Dort spielte der spätere Superstar Kevin Bacon mit. Mit John Saxon fand man dann noch ein bekanntes Gesicht. Die wichtigste Rolle hatte aber Robert Englund angenommen, der den Freddy Krueger wie kein zweiter spielt. Die ausgezeichnete Filmmusik, mit hohem Wiedererkennungswert von Charles Bernstein, verleiht dem Film dann noch den Rest an unheimlicher Atmosphäre.
Für schäbige 1,8 Millionen Dollar hat man einen der besten Horrorfilme aller Zeiten produziert. Ich ziehe hier 10 Filzhüte!

kelte
24.02.2009, 08:50
klasse Kritik Deadly,- wird schwierig da noch andere Aspekte anzuführen wenn ich mir den Teil anschauen werde, was sicherlich bald passieren wird. Die Nightmare Box besitze ich seit der Veröffentlichung, denn einerseits ist es der erste Teil der Reihe, der ein völlig neues Horrorkino erschaffen hatte und mit dem dritten Teil Freddy zur Kultfigur manifestierte. Andererseits verkommen andere Teile zur Effekte Show die sicherlich beim einmaligen sehen noch Cool waren zu ihrer Zeit, aber auch ermüdent wirken können in der heutigen Zeit. Ebenso gut könnte der Schuss aber auch nach vorne losgehen, wie bei der Freitag Reihe. Denn früher gab es irgendwie die besser Horrorfiguren.Vorallem wenn Wes Craven seine Finger im Spiel hatte.
Ich werde sicherlich in der nächsten Zeit auch mal in die Elm Street reinschauen, dank deiner Kritik die mich wieder darüber nachdenken ließ :)

dax
24.02.2009, 09:11
Tolle Kritik deadly, der ich in allen Punkten komplett zustimme.
Ich kann mich noch gut erinnern als ich den Film damals das erste mal gesehen habe.
Blut und Wasser haben wir (meine damalige Freundin und ich) geschwitzt und mochten uns echt nicht mehr schlafen legen.
Und genau diese Nacht nach dem Film, werde ich nie vergessen, löste sich doch die Glastür meines Phonoschrankes mitten in der Nacht aus der Halterung und zerbrach laut klirrend in tausen Teilen auf dem Fußboden.
Damals war für mich klar: Freddy ist da! :ugly:
An Einschlafen war nicht mehr zu denken.
Dieses "erste Erlebnis" mit diesem Film hat sich für immer in mein Gedächtnis eingebrannt.
Ich liebe die Nightmare Reihe.
Teil 1 war sicherlich der Beste und damals so komplett anders wie alles was man vorher gesehen hat.
Freddy ist und bleibt eine der Horrorikonen schlechthin.

Despair
24.02.2009, 12:13
Damals war für mich klar: Freddy ist da! :ugly:
An Einschlafen war nicht mehr zu denken.

Dann ist doch alles Bestens! :D

Mir gefällt die Nightmare-Reihe immer noch sehr gut, im Vergleich zur Friday-Reihe bietet sie einfach die originelleren Ideen. Was natürlich mit der genialen Traum-Idee zusammenhängt - die ist quasi ein Freibrief für die abstrusesten Horroreinlagen. Der erste Teil ist ein Klassiker mit diesem typischen 80er-Feeling, dass ich bei Horrorfilmen so mag. Aber ich muss auch zugeben, dass mir einige spätere Teile besser gefallen, da ich ein Freund ausgefallener Ideen und des sprücheklopfenden Freddys bin.

dax
24.02.2009, 12:18
Dann ist doch alles Bestens! :Dda ich ein Freund ausgefallener Ideen und des sprücheklopfenden Freddys bin.

Das bin ich auch!
Meine Reihenfolge:
1. Nightmare 1 = 10/10
2. Nightmare 3 = 9,5/10
3. Nightmare 4 = 9/10
4. Nightmare 5 = 7 /10
5. Nightmare 2 = 5/10
6. Nightmare 6 = 4/10
7. Freddy`s New Nightmare (fand ich ganz schlecht) = 3/10

deadlyfriend
24.02.2009, 12:32
Das läßt sich ja mal ganz spannend an.

@kelte

Ich bin auch sehr gespannt ob die Reihe auf mich ermüdend wirken wird oder wie du sagst nach vorne geht. Mit den besseren Horrorfiguren gebe ich dir zu 100% recht. Was ist Jigsaw gegen Myers,Krueger,Jason ? Oder die ganzen Hinterwäldler zu denen man keinen Bezug hat.

@dax

Dieses Erlebnis war bestimmt der Hammer. Es ist aber wirklich so. Bei einigen beeindruckenden Filmen kann ich heute noch sagen wo und mit wem ich sie zum ersten mal gesehen habe. Bei Nightmare hatte ich mitten in der Nacht noch einen unangenehmen Fußmarsch bei völliger Dunkelheit. Die Straßenbeleuchtung war auch schon aus................
Ich bin übrigens "entsetzt" über deine Bewertung von Teil 7. Ich siedle den verdammt weit oben an. Aber nach der Reihe werde ich klarer sehen.

@Despair

Welcher Teil ist denn dein Favorit?

stanleydobson
24.02.2009, 12:41
also ich finde den ersten teil auch den besten und von dem trio halloween/friday/nightmare auch den ersten besten teil.....vor dem hatte ich damals auch am meisten angst^^

Despair
24.02.2009, 12:54
@Despair

Welcher Teil ist denn dein Favorit?

Mein Favorit ist Teil 3, gefolgt von Teil 4. Danach kommt der erste Freddy. Mir gefällt allerdings auch der völlig trashige 6. Teil.

"Freddy's New Nightmare" war von der Idee her gut, die Umsetzung fand ich weniger gelungen. Mich hat der Teil ziemlich genervt.

deadlyfriend
24.02.2009, 12:56
Zwischen Nightmare und Halloween mag ich mich irgendwie nicht so richtig entscheiden.Die finde ich beide ganz groß und auch in ihrer Zeit bahnbrechend.

Nochwas zur DVD von Warner: Die ist eine Unverschämtheit. Das Bild ist okay, keine Frage, aber was sie beim Ton für Fehler eingebaut haben ist schon heftig. Das dann nichtmal zu bemerken und trotzdem zu pressen ist schon heiß. Vielleicht war es ihnen aber auch einfach scheißegal. Zusätzlich ist die DVD dann auch noch geschnitten gegenüber der deutschen VHS Fassung. Nicht viel, aber nerven tut es trotzdem.

deadlyfriend
24.02.2009, 12:59
"Freddy's New Nightmare" war von der Idee her gut, die Umsetzung fand ich weniger gelungen. Mich hat der Teil ziemlich genervt.

Jetzt schon der zweite. Überschätze ich den in meiner Erinnerung? Ich weiß das ich den bärenstark fand und ihn sogar als zweit-oder drittbesten der Reihe angesehen habe. Jetzt bin ich echt gespannt aber vorher kommen ja noch 5 Teile.;)

BladeRunner2007
24.02.2009, 15:26
Nightmare - Mörderische Träume
(http://www.ofdb.de/film/93,Nightmare---M%C3%B6rderische-Tr%C3%A4ume)
Im Jahr 1972 erschufen zwei Freunde einen bis heute umstrittenen Film namens "Last house on the left". Das sie eine Dekade später, unabhängig von einander, zwei der drei größten Horrorfiguren der Neuzeit erschufen, hätten sie sich damals wahrscheinlich nicht mal träumen lassen. Sean S. Cunningham gab den Startschuß für die "Freitag der 13.te" Reihe und Wes Craven brachte zum ersten mal Freddy Krueger auf die Leinwand. Beide Serien gehören heute zu den ganz großen und bekannten Slasherreihen, obwohl sie doch unterschiedlicher nicht sein konnten. Freddy Krueger ist ein Kindermörder der mangels staatlicher Verurteilung von den Einwohnern der Elm Street gelyncht wurde.
Trotzdem ist er nicht ganz tot. In den Träumen der ansässigen Teenager versucht er sein Lebenselexier zu erhalten: Angst! Davon verbreitet er eine Menge.
Die Idee einen Killer zu präsentieren der im Schlaf tötet, war damals wahrscheinlich völlig neu. Aber genau das ist die Zutat die auch dem Zuschauer das kalte Grausen beibrachte. Im Schlaf ist man wehrlos. Völlig schutzlos ist man dem Mörder ausgeliefert. Zudem wurde die Hauptfigur extrem unheimlich gezeichnet, was einfach Angst einflößte. Leider wurde er in späteren Teilen als Sprücheklopfer überzeichnet, weshalb er den Schrecken mit der Zeit verlor. Als man damals seinen Humor noch nicht kannte wirkte er in jedem Fall wesentlich bedrohlicher. Obwohl es nur 4 Opfer gibt (Freitag der 13.te hatte in der Eröffnung 10), ist er doch wesentlich spannender als sein Pendant am Crystal Lake. Das macht die Angst vor dem Schlaf und keine ersichtliche Möglichkeit wie man ihn bekämpfen könnte. Doch dazu läßt man sich einiges einfallen. Gerade die Traumsequenzen sind einfach fantastisch und spielen äußerst phantasiereich mit den Möglichkeiten des Unterbewußtseins. Das Drehbuch ist einfach klasse und auch die Mordszenen sind völlig anders, als alle die man bislang gesehen hat. Aber nicht nur die. Wenn Heather aus einem Traum den Filzhut von Freddy in die Realität rüber bringt, kommt mir auch heute noch eine Gänsehaut. Zu diesem hohen Niveau braucht man aber auch zumindest passable Darsteller. Dumpfbackige Titten-Teenies reichen diesmal nicht aus. Mit Heather Langenkamp hat man eine wunderbare Nancy gefunden die der absolute Symphatieträger ist. Sie ist auf keinen Fall häßlich, aber eben auch keine Cheerleader-Tante die den Film versaut. Zudem hat man den späteren Superstar Johnny Depp in seinem ersten Film, was ebenfalls eine seltsame Parallele zu Freitag der 13.te beinhaltet. Dort spielte der spätere Superstar Kevin Bacon mit. Mit John Saxon fand man dann noch ein bekanntes Gesicht. Die wichtigste Rolle hatte aber Robert Englund angenommen, der den Freddy Krueger wie kein zweiter spielt. Die ausgezeichnete Filmmusik, mit hohem Wiedererkennungswert von Charles Bernstein, verleiht dem Film dann noch den Rest an unheimlicher Atmosphäre.
Für schäbige 1,8 Millionen Dollar hat man einen der besten Horrorfilme aller Zeiten produziert. Ich ziehe hier 10 Filzhüte!

Eine wirklich ausgezeichnete Kiritik! Werde mir den Film heute auf jeden Fall nochmal anschauen und dann meine Meinung dazu hier schreiben. Auch wenn sich eventuell vieles wiederholen wird :D

dax
24.02.2009, 16:03
ich bin übrigens "entsetzt" über deine Bewertung von Teil 7. Ich siedle den verdammt weit oben an. Aber nach der Reihe werde ich klarer sehen.

Ich habe den Film jetzt mindestens 3 Mal gesehen und werde einfach nicht warm damit.
Ich fand den sonderbarer Weise extrem unglaubwürdig.
Eigentlich, logisch betrachtet, müßte das ja für alle Teile gelten
(für alle Horrorfilme) aber hier hatte ich das gleiche Extrem wie bei Scream 3:
Ich kann mit dem Film einfach nichts anfangen, so sehr ich das als Fan der Reihe will, bzw. mir wünsche.

mr.bauer
24.02.2009, 16:03
Habe mir die Nightmare vor nicht allzulanger Zeit auch nochmal gegönnt. Bei Teil 6 verging mir dann aber die Lust. Er wurde echt von Teil zu Teil immer schlechter. Schade nach solch einem starken Auftakt. Freddy verkam echt immer mehr zu einer Witzfigur, das hat mir Horror nicht mehr viel zu tun. Teil 2, 3 und 7 sind noch ganz gut aber dazwischen muss man schon enorm viel aushalten.
Ich bevorzuge da doch ganz klar die Halloween Reihe. :hoch:

Teil 1 würde ich übrigens wahrscheinlich Note 2 verpassen.

BladeRunner2007
24.02.2009, 17:25
Nightmare - Mörderische Träume (http://www.ofdb.de/film/93,Nightmare---Mörderische-Träume)

Zur Story brauche ich nichts mehr zu sagen, die dürfte bereits allen bekannt sein. Also komme ich gleich zum Film selbst.

Wes Craven hat den mutigen Schritt gewagt den Terror und die Angst auf eine neue Ebene zu bringen. Diesmal gibt es kein verfluchtes Camp, eine einsame Waldhütte, oder eine Einöde in Texas, wo es nur so von Kannibalen wimmelt. Nein, Wes Craven spielt mit unseren Urängsten und unserem Unterbewusstsein. Und darauf haben wir einfach keinen Einfluss, egal was wir auch tun. Deshalb spielt sein Film in der Traumwelt. In unseren Träumen sind wir verwundbar und hilflos ausgesetzt. Wir können unser Handeln nicht bestimmen. Jeder Schritt den wir machen, ist der falsche. Man kann einfach nicht logisch nachvollziehbar handeln in seinen (Alb)träumen. Und Wes Craven nutzt diese Tatsache gnadenlos aus.

Sein Killer erscheint nur wenn seine Opfer träumen. Nun könnte man sagen: ist doch egal, da er nicht real ist. Aber genau hier liegt der Knackpunkt. Denn wenn du im Schlaf stirbst, stirbst du auch in der realen Welt. Und man MUSS schlafen. Man kann sich dem Killer also nicht entziehen, wie in der realen Welt. Dazu kommt noch, dass Wes Cravens Traumwelt äußerst surreal und dadurch auch gleichzeit real erscheint. Wenn Nancy z.B. im Heizungskeller von der Treppe fällt und dann plötzlich in ihren Garten landet, kann ich mich damit sehr gut identifizieren. In meinen Träumen wechselt der Ort auch manchmal schlagartig, obwohl es dafür eigentlich keinen rationalen Grund gibt. Ich habe es auch oft, dass ich plötzlich Personen oder andere Sachen sehe, die vorher definitiv nicht da waren bzw. gar nicht da sein konnten.
Dafür hat Craven auch ein Beispiel und zwar schon gleich in der Eröffnungsszene. Was zum Teufel macht ein Schaf (oder war es eine Ziege?) bitte in einem Heizungskeller??? Daher finde ich es auch gleichzeitig realistisch dargestellt von Wes Craven. Er hat sich offensichtlich mit dem Thema "Träume" sehr beschäftigt.

Craven macht gleich zu Beginn klar, dass der Killer Freddy Krueger, sadistisch und brutal ist. Tinas Mordszene ist anders als alles zuvor gesehene (damals jedenfalls). Sie wirkt unglaublich verstörend, hecktisch, brutal und schonungslos. Spätestens ab dieser Stelle ist man komplett im Film und weiß, dass es noch schlimmer kommen wird und das man den Film auf jeden Fall ernst nehmen sollte.

Sehr effektiv ist auch, dass man Freddy kaum zu Gesicht bekommt. Man sieht ihn nicht gerade oft und wenn doch, dann ist er entweder im Schatten oder man sieht nur einen Teil von ihm. Wenn Freddy z.B. vor Nancy im Heizungskeller steht (in einer Totalen) ist das Licht so sehr gedämmt, dass man den Eindruck bekommt, nur einen Schatten von Freddy zu sehen. Hier lässt Craven wieder einmal unserer Fantasie freien Lauf. Wir sehen nicht wirklich etwas, malen uns aber die schlimmsten Bilder aus. Dieser Effekt wird auch in der Szene genutzt, in der Nancy von ihrer Mutter erfährt wer Freddy Krueger in Wirklichkeit war/ist. Man bekommt keine Flashbacks zu sehen, sondern malt sich die Bilder selbst aus. Daher ist Freddys ganzes Erscheinungsbild auch viel unheimlicher und mystischer, da man eigentlich nichts von ihm weiß, aber trotzdem das Gefühl hat ständig seine Präsenz zu spüren. Wenn man mal sein verbranntes Gesicht sieht, so ist es immer nur von Schatten oder der Dunkelheit bedeckt. Man kann keine genaueren Details erkennen.

Auch hier wieder eine Parallele zu unseren eigenen Träumen. Oftmals ist es so, dass man Details nur schlecht erkennen kann, da sie entweder verzerrt, verschwommen oder zu dunkel sind.

Ganz toll finde ich auch, dass Freddy einen rot/grün gestreiften Pullover trägt, denn diese Farbkombination ist für das menschliche Auge am schwersten zu ertragen! Ein weiterer psychologischer Aspekt, den der Zuschauer nicht wirklich aktiv wahrnimmt und wohl gerade deshalb so effektiv wirkt!

Wes Craven hat auch bei der Wahl der Schauspieler ein glückliches Händchen bewiesen. Nancy ist die Protagonisten und ganz klar der Sympathieträger des Films. Sie ist keine typische 08/15 Tussi mit dicken Hupen und einer nervigen Stimme und auch nicht das nette Mädchen von nebenan. Nein, sie ist viel mehr! Heather Langenkamp (die ich übrigens sehr mag) verleiht ihrer Figur einfach ein gewisses Etwas. Sie ist nicht besonders hübsch, aber auch nicht das typische Mauerblümlichen. Sie ist eine Person, die es im realen Leben geben könnte. Ihr Charakter ist so angelegt, dass man sie nicht einfach in eine Schublade stecken kann. Das gibt es wirklich nur ganz selten. Sie ist eine der wenigen, bei denen ich wirklich mitgefiebert habe, wenn sie vom Killer verfolgt wird.
Bei den meisten anderen Horrorfilmen sind mir die Protagonisten eigentlich ziemlich egal. Das ist hier aber zum Glück anders. Auch Johnny Depp macht hier eine recht ordentliche Figur. Da ich ihn sehr gerne mag bekommt er nochmal einen kleinen extra Bonus. John Saxon ist ein bekanntes Gesicht und gefällt mir in seiner Rolle auch ganz gut. Er hat zwar etwas wenig Screentime, aber er ist ja auch nur eine Nebenfigur, die erst am Ende etwas relevant wird. Von daher ist das schon zu verkraften.

Der Score zum Film ist phänomenal! Ich habe selten so einen unheimlichen Score gehört. Er untermalt die Szenen perfekt und sorgt für eine einmalige Atmosphäre. Da kann man wirklich richtig Angst bekommen. Und das passiert mir bei Horrorfilmen doch recht selten. Wenn ich einen Film das zweite mal gucke, ist er meisten ganz und gar nicht mehr unheimlich oder spannend. Hier sieht das aber anders aus. Ich habe den Film das erste mal mit 10 Jahren oder so im TV gesehen und werde nie vergessen wie viel Angst ich hatte. Ich konnte echt nicht einschlafen. Auch nachdem ich den Film später das 3. oder 4. Mal gesehen hatte, hatte ich immer noch Angst. Das muss ein Film erstmal schaffen!

Erwähnen möchte ich an dieser Stelle auch die mehr als gelungene Kameraführung. Der ganze Look des Films wirkt einfach nur (alb)traumhaft und deshalb fühlt man sich die ganze Zeit über wie in einem dunklen Sog, aus dem man nicht mehr rauskommt. Die ein oder andere Einstellung sorgt bei mir echt für Gänsehaut und lässt mir einen kalten Schauer über den Rücken laufen.

Im ganzen Film sterben nur 4 Leute. Das sind doch recht wenig. Doch irgendwie stört mich das kein bisschen. In anderen Horrorfilmen warte ich immer nur geradzu zu darauf, dass der Killer endlich auftaucht und die Leute niedermetztelt. Doch hier fürchte ich mich so sehr vor dem Killer, dass ich wirklich froh bin, wenn er mal nicht da ist! Das zeigt doch ganz deutlich, dass der Film auch ohne einen hohen Bodycount auskommt.

Zum Glück gibt es auch überraschend wenig Nacktszenen. Hier wird nicht unnötig rumgepimpert wie in den späteren Fortsetzungen wie z.B. von Friday the 13th. Das lässt den Film realer wirken, obwohl es um einen Traumkiller geht. Diese Tatsache finde ich doch sehr faszinierend.

Eine Szene möchte ich besonders hervorheben. Sie kommt ohne jeglichen Gore aus und setzt bloß auf die typischen Symptome eines Albtraums. Freddy springt aus einem Busch und verfolgt Nancy. Sie kann sich noch gerade eben ins Haus retten und die Tür abschließen. Doch dann kommt das, was wohl jeder schonmal in seinen Albträumen erlebt hat. Nancy will die Treppe hochlaufen doch plötzlich tritt sie nur noch in eigenartige Löcher, die ihr es nicht erlauben weiterzulaufen, da ihre Füße darin feststecken. Es sieht so aus als seien ihre Füße festgeklebt. Man kann in seinen Albträumen oftmals einfach nicht schnell genug weglaufen und bekommt Panik. Man hat das Gefühl als seien die Beine unendlich schwer. Dieses Gefühl wurde absolut authentisch und perfekt in dieser Szene wiedergespiegelt und löst bei mir ein sehr unangenehmes und beklemmendes Gefühl aus. Respekt, Herr Craven!

Somit gibt es eigentlich auch keinen wirklich herausragenden Kritikpunkt meinerseits, lediglich eine kleine Sache, die mir immer wieder etwas sauer aufstößt. Und zwar das Ende. Es ist zwar sehr spannend gemacht und fällt nicht wirklich ab im Vergleich zum Rest des Films, doch trotzdem stört mich jedes Mal wieder diese "MacGyver Szene", in der Nancy unzählige Fallen aufstellt, ihrer Mutter gute Nacht sagt und sich dann ins Bett legt um einzuschlafen. Als diese Montage beginnt hat sie noch 20 Minuten Zeit, doch als sie sich dann ins Bett legt, hat sie immer noch 10 Minuten übrig! Das passt einfach überhaupt nicht. Man hat als Zuschauer (ich jedenfalls) das Gefühl als sei viel mehr Zeit dazwischen vergangen. Daher wirkt das leider etwas künstlich und reingequetscht. Ich denke aber, dass Wes Craven diese Szene aus einem bestimmten Grund in den Film gesteckt hat. Nancy baut die Fallen mit solch einer Präzision und Geduld auf, dass man diese Szene eigentlich nur als extrem starken Kontrast zum vorherigen Geschehen sehen kann. Wie ich schon sagte, ist man in der Traumwelt ausgesetzt und kann nicht logisch handeln bzw. man hat keine Kontrolle. Doch nun will Nancy Freddy in die reale Welt bringen und dort hat sie endlich Kontrolle und nur so kann sie Freddy die Stirn bieten. Deshalb hat Craven diese Szene wohl ins Drehbuch geschrieben, um beide auf eine Ebene zu setzten. Erst hatte Freddy die Oberhand, doch nun kann Nancy die Kontrolle an sich reißen. Imo ein cleverer Gedanke, der leider nur etwas nachlässig behandelt/umgesetzt wurde. Aber noch was zum Ende selber: Es ist eigentlich recht unspektakulär aber zugleich Nancy's schwerste Entscheidung. Sie vertraut auf Glenn's Worte und kehrt Freddy einfach den Rücken zu als er sie aufschlitzen will. Ich habe das oft in Albträumen versucht und es ist mir nie gelungen! Also um das zu tun muss Nancy wirklich einen riesen Schritt wagen und sich komplett fallen lassen (und das in so einer Situation)! Das finde ich wirklich sehr clever von Craven und es wurde super umgesetzt.

Insgesamt ist "Nightmare" ohne Zweifel einer der besten Horrorfilme aller Zeiten und genießt zu Recht solch einen hohen Kultstatus. Die Klamotten und Frisuren mögen zwar stark nach den 80ern aussehen und daher veraltet wirken, aber der Film hat bis heute nichts von seiner Intensität verloren und steckt die meisten neueren Horrorfilme immer noch locker in die Tasche! Von mir gibt es für dieses geniale Meisterwerk 10/10 Punkte!

deadlyfriend
24.02.2009, 17:40
Genial! Du hast da wirklich eine supertolle Rezension geschrieben bei der man merkt das da ganz viel Herzblut drin steckt. Besonders im letzten Satz ist das deutlich zu erkennen.
Du hast viel zu den Träumen geschrieben wodurch man merkt das du solche Träume schon hattest. Nur ohne Freddy sonst könntest du hier nicht mehr schreiben. :-)) Mit 10 muß der doch barbarisch gewirkt haben.
Der zeitliche Aspekt ist mir gestern auch wieder aufgefallen weil sie ja ihre Uhr deutlich in die Kamera hält. Aber auch da habe ich einfach durchgewunken. Der Film ist dermaßen gut das er eigentlich über der 10 liegt und solche Dinge locker ausgleicht.
Als du den Ortswechsel innerhalb des Traums beschrieben hast mußte ich grinsen. In der Schule hatte ich mal einen Aufsatz geschrieben der auch irgendwie "Traum" als Thema hatte. Ich habe dann so einen mir bekannten Ortswechsel eingebaut, was mir die Alte dann als Fehler im Stil wertete. Das aber nur am Rande.

deadlyfriend
25.02.2009, 00:44
Nightmare 2 - Die Rache (http://www.ofdb.de/film/94,Nightmare-2---Die-Rache)

Nur ein Jahr nach dem durchschlagenden Erfolg von Teil 1 kam Teil 2 in die Kinos. Dieser ist 5 Jahre danach angesiedelt, was wieder eine merkwürdige Parallele zu Freitag der 13.te ist. Auch hier sind zwischen den ersten beiden Teilen genau 5 Jahre vergangen. Richtig viel Sinn macht das in beiden Fällen allerdings nicht.
In der Elm Street 1428 sind neue Bewohner eingezogen. Eine vierköpfige Familie wohnt jetzt im Gitterhaus der Thompsons.
Der Sohn hat heftige Schlafprobleme, die er absolut nicht deuten kann und findet schon bald ein Tagebuch der Vorbesitzerin...........

Die ersten 30 Minuten des Films sind klasse. Die Eröffnung mit dem Bus ist äußerst sehenswert und man freut sich richtig auf den phantasievollen Traummörder. Anfänglich ist der Film richtig spannend, obwohl nicht viel passiert. Die Träume sind unheimlich und sehr bedrohlich. Vor allem die Wechsel zwischen Traum und Außenaufnahme des Hauses wirken hervorragend. Danach beginnt der Film ein wenig zu verwässern. Jesse ist der einzige der schaurige Träume hat und wird deshalb von seiner Umwelt nicht ganz ernst genommen. Das war schonmal in Teil 1 viel besser, als die Jugendlichen merken das sie alle von demselben Kerl träumen. Aber die Motive von Freddy sind auch diesmal völlig andere. Er will durch Jesse in die Realität gelangen was ihm auch wirklich gelingt. Dadurch verliert er meines Erachtens aber an Spannung, da gerade die Angst vor dem Schlaf die beklemmende Wirkung verursachte. So mordet Freddy etwas uninspiriert auf einer Party einfach den nächstbesten. Das hätten andere Serienkiller auch geschafft. Warum man etwas Einzigartigem die Faszination entzieht, bleibt mir ein Rätsel. Trotzdem ist das Gesehene nicht schlecht. Es gibt einige sehr gute Effekte und auch die Konfrontationen mit Freddy sind gelungen. Die Darsteller machen ihre Sache auch alle ganz passabel, wobei man die meisten auch in anderen Filmen immer mal wieder gesehen hat, ohne sie groß in Erinnerung zu behalten. Zumindest wirken sie symphatisch und sind nicht nur Schlachtvieh. Leider hat man den Originalscore nicht übernommen und eine völlig andere musikalische Untermalung gewählt. Die ist aber ganz okay, nur den Walgesang im Hintergrund fand ich extrem gewöhnungsbedürftig. Zusätzlich nervte mich die sinnlose Information das Nancy aus Teil 1 nicht mehr leben würde, ohne näher darauf einzugehen. Dann hätte man das einfach komplett streichen sollen, da es für diesen Teil absolut uninteressant ist und man sich damit selbst eine Rückkehr von Heather Langenkamp verbaute. Glücklicherweise haben die Macher von Teil 3 das ignoriert.
Insgesamt ist "Die Rache" kein schlechter Vertreter der Reihe aber auch nicht gerade ein Glanzlicht! Fans sollten ihn aber in jedem Fall gesehen haben.

Darkknight666
25.02.2009, 06:23
Nightmare - Mörderische Träume

Habe ihn mir gestern auch nach längerer Zeit mal wieder angeschaut und muss sagen er gefällt, mir immer noch so gut, wie vor 5 oder 6 Jahren wo ich ihn mir das letzte mal angesehen haben.

Aber was will ich jetzt noch großartig dazu schreiben was nicht schon in den bein super Kritiken von Bladerunner und deadlyfriend vorgekommen ist ich kann ihnen in allen Punkten wirklich nur zustimmen. Der Film ist einer der Wegbereiter des modernen Horrorfilms gewesen, und damit wie Halloween von John Carpenter oder eben Freitag der 13, von dem ich leider nur den ersten Teil habe das Genre neu geschrieben.

Der Film hat von mir auch noch locker eine 10er Noter verdient also auch von mir lockere 10/10

Amras
25.02.2009, 07:47
Halloween von Wes Craven
Blasphemie! Auf den Poden :D!

SAB
25.02.2009, 07:53
Blasphemie! Auf den Poden :D!

Nieder mit dem pösen Puben!:D

Darkknight666
25.02.2009, 09:05
Stimmt ich habe mich getäuscht sry nochmal. Hab es geändert, sry total verwechselt, sollte nichts schreiben bevor ich nicht etwas gegessen habe.

deadlyfriend
25.02.2009, 10:43
"Du redest ja schon, als seist du aus einem Wes Carpenter Film entsprungen."

BladeRunner2007
25.02.2009, 16:15
Nightmare 2 - Die Rache (http://www.ofdb.de/film/94,Nightmare-2---Die-Rache) 2/10

Aufgrund des Erfolges von Teil 1 war schnell klar, dass eine Fortsetzung her musste. Doch Wes Craven wollte die Regie nicht übernehmen. Also suchte man sich einen neuen Regisseur und schon konnte man Freddy wieder auf unschuldige Kids hetzen. Leider macht diese Fortsetzung so ziemlich alles falsc,h was man nur falsch machen konnte. Der Film baut zu keinem Zeitpunkt Spannung auf, die Schauspieler sind mir alle vollkommen egal und unsympatisch und die typische Nightmare Musik fehlt hier auch. Auch Freddys Motive wurden einfach verändert. Er will durch Jesse in die reale Welt gelangen. Hallo??? Hat Nancy ihm nicht klar gemacht, dass er in der realen Welt absolut nichts drauf hat? Eine imo sehr blöde Entscheidung im Drehbuch. Und warum ist Nancy bitte verstorben? Das wird noch nicht einmal weiterbehandelt. Man hätte die Sache doch so auslegen können, dass sie lediglich umgezogen ist um alles zu vergessen. Jesse findet ihr Tagebuch und wird von Freddy geplagt. Nun will er sie suchen um mit ihr gemeinsam Freddy zu bezwingen. Wäre imo jedenfalls besser gewesen als die jetzige Handlung. Denn diese ist total belanglos und uninteressant für mich. Auch ist mir der Film irgendwie zu bunt. Das passt nicht in diesem Film. Die Effekte können zwar überzeugen, doch Freddys Auftauchen bei der Party dafür leider überhaupt nicht. Ich hatte die ganze Zeit über so ein Gefühl als sollte der Film eigentlich ein ganz anderer sein. Nur dann hat man einfach ein paar kleine Dinge geändert und Freddy durch einen anderen Killer oder so ersetzt. Lediglich der Anfang ist ganz gut gelungen. Da war ich noch guter Dinge. Doch sobald die eigentliche Handlung beginnt flacht der Film immer mehr ab und ist schon ab der Hälfte nicht mehr zu retten. Daher hat er trotz seiner recht geringen Laufzeit doch arg viele Längen. Zudem scheint sich immer wieder alles zu wiederholen. Jesse hat einen Alptraum und niemand glaubt ihn. Wie oft kam das bitte im Film vor? Das hat einfach nur noch genervt. Das hätte man besser machen können (siehe Teil 1). Insgesamt ist Teil 2 für mich ganz klar der schlechteste Teil der ganzen Reihe und ich wünschte er wäre niemals verfilmt worden! Von mir gibt es deshalb auch nur 2/10 Punkte! Ich bin nur heilfroh, dass der 3. Teil dafür wieder extrem stark geworden ist und Nancy wieder mit dabei ist!

Amras
25.02.2009, 16:48
Insgesamt ist Teil 2 für mich ganz klar der schlechteste Teil der ganzen Reihe und ich wünschte er wäre niemals verfilmt worden! Von mir gibt es deshalb auch nur 2/10 Punkte!
Hier sind wir (wie übrigens auch beim ersten Teil) einer Meinung. Deinen beiden hervorragenden Kritiken kann ich, da ich nichts wiederholen will, nur zustimmen. Und beim dritten Teil werden wir wertungstechnisch wahrscheinlich auch nur Millimeter auseinanderliegen :).

deadlyfriend
25.02.2009, 16:52
Ich sehe ihn auf keinen Fall ganz so schlecht wie du, aber wir haben einige Gemeinsamkeiten entdeckt. Wir waren von den gleichen Dingen genervt, wohl auch von der Party. Wenn ich eine Punktzahl vergeben müßte würde ich wahrscheinlich wesentlich höher als 2 Punkte liegen. Ich würde ihn in drei Teile aufsplitten. Der erste Teil bekommt 8 Punkte weil ich die ersten 30 Minuten wirklich gut fand. Die Mitte liegt im Schnitt und gibt somit 5. Das Ende ist am schwächsten und bekommt 3. Also wäre ich bei knapp über 5 Punkten.

SAB
25.02.2009, 19:32
@deadlyfriend & BladeRunner...

Keine Sorge, habe euch nicht vergessen! Habe momentan nur etwas weniger Zeit hier zu posten! Mit "Nightmare" werde ich spätestens nächste Woche beginnen und dann mit den Kritiken loslegen! Aber meine letzte "Friday-Kritik" fehlt ja auch noch!:)

Darkknight666
25.02.2009, 19:44
Hab mir auch gerade Teil 2 angeschaut und ich bin sehr zwiegespalten, was den Film angeht, man merkt zum einem sehr den Regisseurwechsel zum anderen das die Story vom ersten Teil nicht wirklich zu ende gespielt wird. Mir gefällt diese Bessesenheitsding überhaupt nicht. Wenn ich jetzt mal so eine Bewertung abgeben müsse, würde ich sagen er liegt bei mir zwischen Blade Runner und Deadlyfriend liegen, so 3,5 - 4 Punkte je nach Laune die ich beim schauen gerade habe.

deadlyfriend
25.02.2009, 20:01
Genau! Die Besessenheit ist etwas was man vorher schon oft gesehen hat, und deswegen nicht in einem Nightmare braucht. Als ob es den Vorgänger nicht gegeben hat. Fanatsie für die Träume kann ja nicht gefehlt haben, da der Opener doch klasse war. Keine Ahnung warum die bei dem Teil vom optimalen Weg weg sind.

Darkknight666
26.02.2009, 06:38
Ich glaube fast das der Regisseur sich einfach nicht mit dem ersten Teil messen wollte, er wollte zwar einen Nightmare Film machen, aber eben einen anderen Weg bestreiten, was aber dummerweise leider völlig daneben ging, und zwar ein guter Film für sich ist aber leider die Reihe etwas runterzieht vom Gesamtgefühl.

Travis
26.02.2009, 12:07
Ich sehe den 2. Teil auch für den Tiefpunkt der Reihe an - und das mit weitem Abstand. Ist aber schon einige Zeit her, als ich ihn das letzte Mal gesehen habe. Das war nach dem Kauf der Box. Da hatte ich aus (geschnittenen) Videozeiten noch im Hinterkopf, daß mir der Film überhaupt nicht gefallen hatte und war gespannt, wie ich ihn nun einordnen würde. Sämtliche Vorurteile, bis hin zum extrem schwachen Finale wurden erneut bestätigt, Ein Sequal, daß dem Original in keinster Weise ebenbürtig war und mich damals befürchten ließ, daß die Reihe damit an die Wand gefahren sei. Doch dann kam zum Glück der wirklich starke 3. Teil, der die Reihe und vor allem die Figur des F. K. völlig neu definierte. aber dazu mehr, wenn wir an diesem Punkt angekommen sind.

Was den ersten Teil anbetrifft, ist der natürlich über jeden Zweifel erhaben. Kann mich noch gut erinnern, als ich den bei seinem Kinostart im Kino erlebte und nur mit äußerst geringer Erwartungshaltung reinging. Denn was hat ein Wes Craven im Vorfeld schon veröffentlicht, daß einen derartigen Quantensprung in seiner Entwicklung erwarten ließ? Da waren im Vorfeld unter anderem die "Highlights" vom Kaliber "Last House on the Left" und der von vielen seinerzeit noch maßlos überschätzte "The Hills Have Eyes" seine Höhepunkte. Auch der direkte Vorgänger, der trashige Monsterspaß "Das Ding aus dem Sumpf" ließ im Vorfeld nicht im geringsten erahnen, was da für ein Kaliber mit "Nightmare" auf einen zurollte. Kann mich noch gut erinnern, daß sich mir sofort die Assoziation zu dem zwei Jahre zuvor erschienenen "Poltergeist" und dem damit verbundenen Quantensprung eines Tobe Hopper aufdrängte. Da sind ja bis heute die Gerüchte nicht verstummt, daß der Regisseur hinter Hooper eigentlich der Produzent Spielberg war. Eine These, die ich auch heute noch favorisiere. Weshalb ich damals auch gleich die Produzentenliste von "Nightmare" durchging, wer wohl im Endeffekt hinter dem Film steckte, da ich Craven diesen Quantensprung eben nicht zutraute. Da ich aber dort keinerlei nützliche Hinweise entdecken konnte, rieb ich mir höchst verwundert die Augen. in späteren Jahren hat Craven dann ja noch desöftern bestätigt, daß er mit "Nightmare" tatsächlich seinen ersten wirklichen Hammerfilm vorgelegt hat. Nur mal "Die Schlange im Regenbogen", "Das Haus der Vergessenen" und "Scream" exemplarisch genannt. Ganz im Gegensatz zu Tobe Hooper, der niemals wieder auch nur annähernd in Reichweite von "Poltergeist" gelangte. Dennoch sorgte Craven auch nach "Nightmare" für weitere Rückfälle in seine Anfangszeiten. Das Sequal zu "The Hills Have Eyes", "Shocker" und "Vampire in Brooklyn" exemplarisch genannt.

In Cravens Schaffen wird aber der erste Nightmare-Teil wohl für immer sein Highlight bleiben, in dem er zahlreiche gängige Klischees des Horrorfilms ad absurdum führte und dafür völlig neue Sichtweise und Handlungsstränge ins Genre einbrachte. Aber darüber habt ihr in euren sehr gelungenen Kritiken schon so ausführlich referiert, daß ich mir weitere Bestätigungen eraren und es bei dieser retrospektiven Erinnerung von mir belassen kann. Ein gigantischer Horrorfilm, der bis heute nichts von seiner Faszination verloren hat. Ganz großes (Horror)Kino.

deadlyfriend
27.02.2009, 00:11
Ich sehe den 2. Teil auch für den Tiefpunkt der Reihe an - und das mit weitem Abstand. Ist aber schon einige Zeit her, als ich ihn das letzte Mal gesehen habe. Das war nach dem Kauf der Box. Da hatte ich aus (geschnittenen) Videozeiten noch im Hinterkopf, daß mir der Film überhaupt nicht gefallen hatte und war gespannt, wie ich ihn nun einordnen würde. Sämtliche Vorurteile, bis hin zum extrem schwachen Finale wurden erneut bestätigt, Ein Sequal, daß dem Original in keinster Weise ebenbürtig war und mich damals befürchten ließ, daß die Reihe damit an die Wand gefahren sei.

Das ging mir ähnlich. Als Teil 2 auf Video rauskam war ich eher entsetzt. Als die Box rauskam sah ich ihn erneut und befand ihn immer noch schlecht. Ich hatte mir sogar jetzt überlegt den Teil zu überspringen. Da ich ihn vor dem dritten Versuch schon als Müll abstempelte und mehr wiederwillig hinsah, war ich überrascht das er mich die ersten 30 Minuten doch so gut unterhielt. Danach ging es aber auch im dritten Versuch rapide bergab.

Doch dann kam zum Glück der wirklich starke 3. Teil, der die Reihe und vor allem die Figur des F. K. völlig neu definierte. aber dazu mehr, wenn wir an diesem Punkt angekommen sind.

An diesem Punkt sind wir gleich angekommen:D

Was den ersten Teil anbetrifft, ist der natürlich über jeden Zweifel erhaben. Kann mich noch gut erinnern, als ich den bei seinem Kinostart im Kino erlebte und nur mit äußerst geringer Erwartungshaltung reinging. Denn was hat ein Wes Craven im Vorfeld schon veröffentlicht, daß einen derartigen Quantensprung in seiner Entwicklung erwarten ließ?

Glücklicherweise kannte ich bei VÖ die Vorgänger nicht. Weder die von Craven noch die von Hooper. Die habe ich erst wesentlich später kennengelernt. Von "Last house on the left" weiß ich heute noch nicht was ich davon halten soll.

Nur mal "Die Schlange im Regenbogen", "Das Haus der Vergessenen" und "Scream" exemplarisch genannt. Ganz im Gegensatz zu Tobe Hooper, der niemals wieder auch nur annähernd in Reichweite von "Poltergeist" gelangte. Dennoch sorgte Craven auch nach "Nightmare" für weitere Rückfälle in seine Anfangszeiten. Das Sequal zu "The Hills Have Eyes", "Shocker" und "Vampire in Brooklyn" exemplarisch genannt.

Deadlyfriend natürlich nicht zu vergessen:D Allerdings gefiel mir auch Shocker gut!
Tobe Hooper hatte aber wohl wirklich seinen Höhepunkt mit Poltergeist wobei ich den Ur-TCM immer noch für fantastisch halte. Auch Lifeforce gefiel mir gut.

deadlyfriend
27.02.2009, 00:56
Nightmare 3 - Freddy Krueger lebt
(http://www.ofdb.de/film/180,Nightmare-3---Freddy-Krueger-lebt)

Im Jahre 1987 kam der dritte Teil der Nightmare Reihe an den Start und brachte altbekannte Gesichter mit. Wes Craven ist wieder mit an Bord, obwohl er nicht die Regie führt und Heather Langenkamp ist auch wieder mit von der Partie. Gleich ihr erster Auftritt verursachte mir Gänsehaut, als sie den Kinderreim zu Ende spricht.
Glücklicherweise ignorierte man den Vorgänger völlig, weshalb Nancy wieder unter den Lebenden weilt. Auch Freddy ist wieder der alte und greift die Elm Street Kinder im Schlaf an und nicht auf Pool-Partys. Trotzdem ist er anders angelegt. Die Träume sind zwar wieder im Mittelpunkt, aber deutlich fantasievoller als zuvor. Deshalb ist er auch eher dem Fantasy-Horror zuzuordnen. Die tollste Neuerung ist die Fähigkeit von Kristen, die die Gabe besitzt andere Menschen in ihre Träume zu holen. Deshalb können sie in einer Gruppe gegen den Kindermörder antreten. Jeder hat in seinen Träumen andere Fähigkeiten die sie im Kampf nutzen können. Gerade der Punkt Gemeinsamkeit ist ein großes Plus. Anstelle des üblichen Gegeneinanders ist hier das Miteinander im Fokus. Zudem bezieht der Film auch gerade dadurch seine Spannung, weil man mit allen mitfiebert und keine typischen Opfer serviert bekommt.
Auf dem Schlachtfeld "Traumwelt" zieht man dann auch alle Register. Die Kulissen sind einfach toll, die Effekte sehr schön ausgearbeitet. Nur das Skelett vor der Leinwand, was man sehr deutlich sieht, bekommt da Abzüge. Ansonsten jagt ein brillanter Einfall den nächsten. Ob das die Autos auf dem Schrottplatz sind oder der Spiegelsaal, alles sitzt perfekt. Selbst kleinere Details wurden prächtig ausgearbeitet, sowie beispielsweise die Blutspur vom Dreirad oder das Licht in einem gebastelten Haus.
Aber auch die Darsteller sind prima ausgewählt. Neben Heather Langenkamp ist auch wieder John Saxon als ihr Vater an Bord. Zudem Patricia Arquette, Laurence Fishburne und Zsa Zsa Gabor. Robert Englund spielt natürlich den verbrannten Traummörder einmal mehr perfekt. Für den Score hat man sich keinen geringeren als Angelo Badalamenti an Bord geholt. Der Haus und Hof Komponist von David Lynch, hat auch wieder das Thema vom ersten Teil mit eingebracht und in verschiedenen Variationen angelegt. Klasse! Ein Nachteil an Teil 3 sind die ersten Sprüche von Freddy die zwar äußerst böse und zynisch sind, aber trotzdem den Weg zur Karikatur ebneten. Nicht das sie schlecht oder unpassend sind. Im Gegenteil, die sind richtig gut aber in den Nachfolgern baut man einfach zu sehr darauf auf. Aber dazu demnächst mehr.
Leider läßt sich Nancy am Ende ein wenig zu einfach übertölpeln. Das paßte irgendwie nicht zu ihrem Charakter und gefiel mir schon bei der ersten Sichtung nicht. Schade, da hat man soviel umwerfende Dinge innerhalb des Films entworfen und leitet dann das Ende ziemlich einfallslos ein. Ärgerlich!
Trotzdem ist der dritte Teil eines der besten Sequels die es im Horrorbereich gibt. Er erreicht zwar nicht mehr die extrem hohe Spannung wie Teil 1, aber es kann durch andere Schauwerte absolut überzeugen.

Auf der DVD lohnt sich übrigens der Blick in den Trailer und auch das Musikvideo von Dokken. Egal wie das Stück ist, das sollte man unbedingt bis zu Ende gesehen haben. Es lohnt sich wirklich!

Darkknight666
27.02.2009, 06:47
Da stimme ich dir wirklich zu es ist wieder ein Freddy wie er sein sollte habe ihn mir gestern auch angeschaut und bin wieder richtig in Stimmung damit weiterzumachen, ja die Träume und das ganze drum herum waren klasse gemacht diesmal, auch die Puppenspielerszene war irgendwie toll inszeniert, man merkt einfach die Hand von Wes Craven die eindeutig beim 2 Teil gefehlt hat um ihn zu einem guten Film zu machen.

deadlyfriend
28.02.2009, 00:51
Die Puppenspielerszene ist wirklich ein Highlight des Films. Insgesamt fand ich gut wie er auf die einzelnen Hobbys oder Probleme der Teens eingegangen ist und sie dann in den Träumen verwurstelt hat. Da wurde wirklich viel nachgedacht bevor man ihn inszeniert hat. Die Ideen von Wes Craven merkt man in diesem Teil wirklich an jeder Ecke!

deadlyfriend
28.02.2009, 00:52
Nightmare on Elm Street 4
(http://www.ofdb.de/film/707,Nightmare-on-Elm-Street-4)
Für den 4.ten Teil nahm der damals noch recht unbekannte Renny Harlin auf dem Regiestuhl Platz, der im gleichen Jahr mit "Prison" einen sehr düsteren und auch guten Horrorfilm ablieferte. Vielleicht war ihm der aber zu düster, weswegen er wohl ein wenig Auflockerung benötigte.
Die Überlebenden von Teil 3 sind direkt zu Beginn des Films an Bord, wodurch ein direkter Anschluß an den Vorgänger gelang. Leider stand Patricia Arquette wohl für die Rolle von Kristen nicht mehr zur Verfügung, weshalb man Tuesday Knight dafür engagierte. Ein Fehlgriff war es nicht, aber die gleiche Kategorie auch nicht. Insgesamt haben Joey, Kincaid und eben Kristen auch nicht ganz so viel Spielzeit, da Freddy großes Interesse hat die letzten Elm Street Kinder zu erledigen. Allerdings hätte er dann auch keine Opfer mehr, weshalb er die Fähigkeit von Kristen benutzt um neue Teenies zu finden.Die kann, wie wir aus Teil 3 wissen, andere Leute in ihre Träume reinziehen.

An der Background-Story von Mr. Krueger wurde nicht mehr weiter gearbeitet. Somit lag ein größeres Augenmerk auf der Teenagerjagd und die ist durchaus gelungen. Die Effekte sind einfach atemberaubend und in großer Anzahl vorhanden. Leider wird dadurch die Spannung in den Hintergrund gedrängt, denn jetzt ist Popcorn-Freddy am Werk. Mit dummen Sprüchen metztelt er einen nach dem anderen nieder. Unheimlich wirkt das allerdings jetzt auf keinen Fall mehr, wenn er Leute am sonnigen Strand killt, oder in Kakerlaken verwandelt. Das sieht eher nach MTV-Horror aus als nach gepflegtem Nervenkitzel. Auch die Darsteller wirken zum großen Teil wie Friday-Teenies und man freut sich eher auf den nächsten Mord, anstatt mit ihnen zu leiden. Nur Lisa Wilcox als Alice vermag Symphatie zu erzeugen. Diese hat leider in der deutschen Fassung die Synchronstimme von Nancy (Heather Langenkamp). Keine Ahnung wer auf so eine Idee kommt, aber irritierend ist das in jedem Fall. Der Score ist ebenfalls gewöhnungsbedürftig. Man hört zwar zwischendurch noch die bekannte Nightmare Melodie, aber der Film ist ansonsten mit einer Menge Pop und Rocksongs durchzogen, was ebenfalls eher auf die MTV Generation abzielt, als auf den Gruselfan. Freddy mutiert also zur Pop-Ikone. Unter diesem Gesichtspunkt ist der Film auf jeden Fall sehr gut geworden. Die völlig übertriebenen Effekte sitzen perfekt und auch seine Sprüche sind immer wieder für einen Lacher gut. Die Frage ist nur ob man das als Zuschauer dieser Reihe will. Das muß sich aber jeder selbst beantworten.

Darkknight666
28.02.2009, 19:18
Hab mir gestern auch den Film angeschaut und muss dir echt völlig zustimmen, die ersten 3 Kills von den letzten übelebenden des 3 Films waren noch spannend und gut inszeniert, aber nachdem Kristen so hieß sie glaube ich ihre Kräfte auf Alice eine ihrer Freundinnen übertragen hat ging es irgendwie eine sehr komische Richtung, vor allem die Szene am Strand fand ich sehr bescheiden, sonst kann man ihn wirklich sehen auch wenn die Sterbeszenne der Teenage irgendwie nicht so schön waren wie die des ersten bzw dritten Teils, aber noch besser als die des für mich unsäglichen 2 Teils. Das mit der MTV Gerneration kann ich dir zustimmen ist der Film nicht sogar in der Zeit gedreht worden als MTV ans Netz ging bin ich mir jetzt nicht so sicher. Aber sonst gebe ich ihm eine gute 6 / 10 Punkten und bin heute mal gespannt auf Teil 5

deadlyfriend
01.03.2009, 11:58
MTV startete schon 1981. Es war aber die Blütezeit der Musikvideos. Apropos, hast du dir das Video im Bonusmaterial bei Teil 3 angeschaut?
Die Strandszene ist repräsentativ für den ganzen Film. Man kann sie von mehreren Seiten betrachten. Einmal als Horrorfan, der sie lächerlich finden wird, oder aber als Zuschauer der einfach bespaßt werden will. Freddy mit Sonnenbrille ist einfach ein Lacher. Ein wirklich guter Joke, aber das meinte ich mit meinem letzten Satz im Review: "Die Frage ist nur ob man das als Zuschauer dieser Reihe will. Das muß sich aber jeder selbst beantworten."

deadlyfriend
01.03.2009, 12:01
Nightmare 5 - Das Trauma
(http://www.ofdb.de/film/506,Nightmare-5---Das-Trauma)
Teil 5 schließt wieder direkt an seinen Vorgänger an. Alice und Dan sind noch zusammen und Freddy scheint Geschichte zu sein. Zumindest kann sie ihn blockieren, aber er hat jetzt einen anderen Weg gefunden. Ihr ungeborenes Baby dient als Einstieg und somit erwischt er Alice jetzt auch im Wachzustand.
Der Einstieg in den Film ist fulminant. Es beginnt direkt mit einem sehr düsteren Alptraum, der darauf hoffen läßt das die Reihe wieder "Back to the roots" geht. Man versucht die Geschichte von Freddy Krueger wieder weiter zu ergründen und läßt sich da auch einiges einfallen. Das die Schwachpunkte des Films aber ausgerechnet in den Auftritten des verbrannten Schlitzers liegen, ist bei einem Horrorfilm unverzeihlich. Versucht man in der Realität wirklich noch Spannung zu erzeugen, verfällt man in den Alpträumen zu einem quietschbunten Vergnügen aus dem Legoland. Nichts hat hier jetzt noch mit Angstzuständen zu tun, sondern eher mit einem surrealen Jahrmarkt für Abstrusitäten. Die Kulissen sind schwach und wirken keineswegs mehr düster, sondern einfach nur noch dämlich. Schade, dabei hatte er doch wirklich Potenzial. Die Darsteller sind leider auch nicht zwingend wichtig. Nur Lisa Wilcox, die wieder Alice darstellt, ist absolut spitze und trägt den ganzen Film. Wenn sie nicht wäre könnte man den Film komplett vergessen. Somit macht er dennoch zuweilen Spaß, solange Freddy keinen von seinen fast lächerlichen Auftritten hat. Der Nebenplot mit Amanda Krueger ist ebenfalls gut geworden und verschafft in den alten Gemäuern wenigstens zwischenzeitlich die gewünschte Atmosphäre.
Der Score ist kaum beachtenswert und auch da vermißt man wieder das Originalthema. Glücklicherweise hat man aber die Pop/Rock Songs aus Teil 4 jetzt wieder bei MTV gelassen. Aber retten kann das auch nicht. Echt schade, da war man partiell auf dem Weg ein gutes Sequel zu kreieren und zerstört alles mit den Auftritten der Hauptfigur. Wenn man sich da was vernünftiges einfallen lassen hätte, wäre "Das Trauma" richtig gut geworden.

Darkknight666
01.03.2009, 12:02
Das wusste ich jetzt nicht so genau, ich schaue eh nur noch sehr selten mal Fernsehen, daher war mir das jetzt nicht so ganz klar, aber du hast recht die Szene war als Horrorfan lächerlich, aber so im Gesamtfilm hat sie wiederum richtig reingepasst und ich fand sie auch zum lachen.

deadlyfriend
01.03.2009, 12:09
Ja, ich habe damals gesehen wie die Teile 4-6 auf Jugendliche von 14-16 Jahren gewirkt haben. Die fanden die lustig und kannten Teil 1 gar nicht, weil der sich natürlich nicht mehr in jeder Videothek befand. Wenn sie ihn dann durch Zufall gesehen hatten war der blöd, weil er nicht so lustig war. Nur Angst und Schrecken hat er nicht mehr verbreitet weil er als Blödelfigur gesehen wurde. Das fand ich unendlich schade.

Darkknight666
01.03.2009, 12:13
Das erste Mal habe ich Nightmare on Elm Street 1 Anfang der 90er so ungefahr 94 rum gesehen, mehr durch Zufall als gewollt und fand ihn schon sehr hart, wusste gar nicht das es bis dahin eine Reihe gibt, und als dann die Box erschien hab ich sie mir zum Startpunkt gekauft, aber lange nicht gesehen weil ich zu der Zeit keinen eigenen Fernseher hatte, und jetzt schaue ich sie mir halt so an.

deadlyfriend
01.03.2009, 12:19
Da warst du dann aber auch noch ein wenig jünger :-)) Nicht ganz den FSK Freigaben entsprechend..........

Darkknight666
01.03.2009, 12:21
Ne mit 12 war es ungefähr, ja ich weiß, darf man nicht aber wie gesagt war ein Zufalle auf der Videokasette war was ganz anderes gestanden, ich glaub das ich die sogar noch irgendwo liegen habe, es hieß den könnten wir anschauen, alles andere nicht und das haben wir halt dann getan.

deadlyfriend
01.03.2009, 12:31
LOL, Umgehung der FSK Vorschriften auf Befehl. Auch nicht schlecht. Ist mir in ähnlicher Form mit "New York Ripper" passiert. Alle Cassetten bei uns waren beschriftet. Nur die nicht, also war sie interessant :-))

Despair
01.03.2009, 12:44
Ja, ich habe damals gesehen wie die Teile 4-6 auf Jugendliche von 14-16 Jahren gewirkt haben. Die fanden die lustig und kannten Teil 1 gar nicht, weil der sich natürlich nicht mehr in jeder Videothek befand. Wenn sie ihn dann durch Zufall gesehen hatten war der blöd, weil er nicht so lustig war. Nur Angst und Schrecken hat er nicht mehr verbreitet weil er als Blödelfigur gesehen wurde. Das fand ich unendlich schade.

Mein erster Nightmare-Film war Teil 3 oder 4, also schon der Spaß-Freddy. Teil 1 habe ich erst verhältnismäßig spät gesehen und war erstaunt über den eher wortkargen Freddy. Den Härtegrad empfand ich als nicht besonders heftig, da war man inzwischen Deftigeres gewohnt. Gruselstimmung kam allerdings schon auf - und blöd fand ich ihn nie. ;)

Wahrscheinlich wieder ein Fall von anderer Wahrnehmung aufgrund falscher Erwartungshaltung meinerseits...

Despair
01.03.2009, 12:46
LOL, Umgehung der FSK Vorschriften auf Befehl.

Damals waren die FSK-Vorschriften doch nicht bindend, waren doch nur Altersempfehlungen. Wir haben also nichts Böses gemacht... :D

BladeRunner2007
01.03.2009, 14:16
Nightmare 3 - Freddy Krueger lebt (http://www.ofdb.de/film/180,Nightmare-3---Freddy-Krueger-lebt) 8/10

Nach dem doch sehr enttäuschenden 2. Teil kommt nun ein würdiger Nachfolger. Freddy ist wieder furchteinflößend und richtig schön fies. Die Träume wirken wieder einmal surreal und düster. Zudem ist Freddy wieder der Traumkiller aus Teil 1 und kein Party-Knilch. In diesem Teil finden sich sogar einige Stars wieder wie z.B. Patricia Arquette & Laurence Fishburne. Nancy (Heather Langenkamp) & John Saxon sind auch wieder mit dabei. Ein sehr großer Pluspunkt imo. Damit hätte man schon mal ein tolles Ensemble an Schauspielern und die restlichen Kids tun ihr übriges. Die Effekte können auf jeden Fall überzeugen. Okay, das Skelett wirkt schon etwas arg angstaubt, aber immerhin hat man sich für Stop Motion entschieden und nicht auf billiges CGI zurückgegriffen. Das finde ich viel lobenswerter! Der Film ist auch deutlich spannender als sein mauer Vorgänger, kommt aber niemals ganz an die Intensität des Originals heran. Doch das war auch abzusehen. Toll finde ich auch, dass es hier diesmal ein "Miteinander" und kein "Gegeneinander" gibt wie im 2. Teil. Natürlich muss es eine Schwester geben, die alles ganz rational erklären will und den Kids kein Wort glaubt deshalb geht sie mir auch aufn Sack. Aber genau das sollte ihr Charakter wohl beim Zuschauer bewirken. Als Nancy dann das erste Mal zu sehen ist und den Reim zuende bringt, bekam ich schon etwas Gänsehaut. Ich habe mich gefreut, dass sie wieder da ist und gleichzeitig hatte ich das Gefühl als sei mit ihr auch etwas Mystisches zurückgekehrt. Sie war immerhin diejenige, die Freddy besiegt hatte. Und nun weiß man, dass sie sich früher oder später noch einmal mit ihm auseinander setzen muss. Und deshalb ist das Finale auch eine leichte Enttäuschung. Freddy bringt Nancy imo zu einfach um. Ich meine sie ist diese starke Frau, die schon so vieles durchgestanden hat und die Kids beschützt hat etc. und dann lässt sie sich so einfach von Freddy täuschen und er sticht sie einfach nur so nebenbei ab. Wirkt nicht sehr überzeugend auf mich. Vielleicht geht es nur mir so, aber ich habe das Gefühl, als seien sich Freddy und Nancy irgendwie näher. Also mehr als nur Opfer und Täter. Es kommt mir so vor als hätte Freddy einen gewissen Respekt vor ihr. Er weiß wie stark sie ist und sie hat ihn schon einmal besiegt. Sie hingegen sucht auf gewisse Art und Weise seine Nähe. Ich meine sie schläft ein und will ihn unbedingt finden und überwältigen in ihren Träumen. Das klingt alles ziemlich doof, ich weiß, aber irgendwie kommt es mir so vor als verbindet die beiden etwas. So nach dem Motto: Die Schöne und das Biest. Beide brennen darauf wieder aufeinander zu treffen. Und genau deshalb hätte das Finale besser sein müssen. Etwas übertrieben finde ich auch diese Zaubersachen in den Träumen am Ende etc. aber da es nunmal ein Film über Träume ist, kann ich darüber hinwegsehen. Aber nun genug von Nancy. Kristen finde ich sehr sympatisch und stellt eine gute Heldin da. Doch in der Mitte hat sie leider etwas wenig Screentime. Ich hätte da gerne mehr von ihr gesehen. Aber dann hätten die anderen wohl zu wenig Screentime gehabt. Aber all das ändert nichts daran, dass "Nightmare 3" trotzdem eine sehr starke Fortsetzung ist. Für mich ist er nach dem 1. Teil ganz klar der beste Teil der Reihe! Und was ich noch erwähnen möchte ist Angelo Badalamenti's Score. Er sorgt definitiv für Atmo und Spannung. Seine Variantionen des Original Scores sind fantastisch. Und Dokken sorgt sowieso für ordentlich Stimmung mit "Into the Fire" und "Dream Warriors". Super 80s Feeling. Ich kann gar nicht oft genug sagen wie sehr ich diese 80er Stimmung liebe in Filmen. Von mir gibt es sehr gute 8/10 Krallenhandschuhe!

Darkknight666
01.03.2009, 18:25
Nightmare on Elm Street 5 - Das Traume

Hm ich weiß nicht ich fande den Film wirklich klasse der Einstieg und die ersten Morde waren klasse, aber dann als herauskam das Alice Baby für die Träume und damit die Rückkehr von Freddy verantwortlich waren fande ich den Film nicht mehr ganz so gut, sie haben zwar wieder etwas von seiner Geschichte verraten, also wie es dazu kam das er überhaupt gezeugt und geboren wurde, also das seine Mutter von diese wahnsinnigen und völlig verrückten Männern zigfach vergewaltigt wurde und dadurch Freddy überhaupt ins Leben kam, und das er so wurde wie er war.

Dann aber fande ich seine Auftritte diesmal nicht so gute wie in Teil 3 und Teil 4 auch wenn dieser etwas zu abgedreht war. Der Music Score haben sie wieder normalisiert zu dem MTV Teil Nr 4.

Wenn ich ihm eine Bewertung geben müsste würde ich ihm eine gute 7 /10 verpassen.

deadlyfriend
01.03.2009, 23:40
Freddy's Finale - Nightmare on Elm Street 6 (http://www.ofdb.de/film/294,Freddy%27s-Finale---Nightmare-on-Elm-Street-6)


Im letzten Teil der eigentlichen Saga werden die Vorgänger ignoriert. Was aus den Helden des "Traumas" wurde bleibt völlig unbekannt. Stattdessen ist Springwood inzwischen (10 Jahre nach der Nummer 5) fast eine Geisterstadt in der keine Kinder mehr leben. Nur noch gestörte Erwachsene und von denen gibt es auch nicht viele. Warum der Zustand so ist, wird allerdings kaum erwähnt. Nur 2 Meilen weiter befindet sich eine Anstalt für schwer erziehbare Jugendliche. Dort wird ein Typ aufgenommen der sich an nichts erinnern kann, nicht schlafen will und nur über sich weiß, das er von irgendwo der letzte ist.

In Freddy`s Finale kümmert man sich erfreulicher Weise wieder um die Vergangenheit des Kindermörders, was in jedem Fall gelungen ist. Man erfährt interessante Dinge die parallel auch gut eingefangen wurde. Ja, das waren dann die positiven Erscheinungen. Ansonsten ist das nur noch albern. Freddy als Hexe auf einem Besen reitend, Freddy als Busfahrer und als Zocker der sein Opfer in einer Art Super Mario Spiel umbringt. Dabei hüpft der Träumer im Haus die ganze Zeit auf und ab. Johnny Depp in einer wirklich deppernden Nebenrolle bringt auch nur zusätzlichen Klamauk in dieses Machwerk. Wenn man ihn sich in der Videothek ausleihen möchte sollte man besser unter Komödie suchen. Die Opferbank ist einem herzlich egal und auch die Morde sind fast alle einem Slapstick Film entsprungen. Für einen Horrorfan ist dieser Teil wirklich der reinste Horror. Wer auf Albernheiten und flachen Humor steht sitzt hier allerdings in der ersten Reihe. So hatte ich mir das Ende einer Kultfigur wahrlich nicht vorgestellt. Wenn man ihn aber wirklich unter dem Aspekt Horror-Komödie anschaut könnte er sogar ganz gut funktionieren. Da stören dann zwar wieder die Einblicke in die Vergangenheit von Freddy, aber der nächste Scherz kommt bestimmt. Fans von Teil 1 werden aber wahrscheinlich nur noch angewidert den Kopf schütteln.

Darkknight666
02.03.2009, 17:34
Wie du schon geschrieben hast, schließt der 6 Teil nicht direkt am 5 an, sondern hat praktisch eine völlig andere Geschichte was mir nicht wirklich gefallen hat, vor allem warum sind plötzlich alle Kinder aus Springwood verschwunden, es müssten doch eigentlich noch welche da sein er hat sie doch nicht alle getötet.

Es gab ein paar lustige Stellen vor allem wie du schon gesagt hast mit dem Videospielteil wo er den jungen da komplett durch Haus lenkt ob das wirklich in einem Freddy Film zu suchen hat weiß ich wirklich nicht, oder dieses Psychedelic Zeug von dem Drogensüchtigen.

Ich weiß nicht ich hätte mir ein viel besseres Ende für eine sehr gute Horrorfilmreihe, und einen der besten Schlitzer den es jemals gab.
Mir hat schon gefallen, das man endlich mehr von seiner Vergangenheit erfährt.

Aber wenn ich ihn als Extra Film sehe würde ich ihm eine 6/10 geben. in der Reihe 5/10

SAB
02.03.2009, 20:41
Nightmare on Elm Street (http://www.ofdb.de/film/93,Nightmare---M%C3%B6rderische-Tr%C3%A4ume)


Mit “Nightmare on Elm Street“ ist Wes Craven ein wahrer Horrorklassiker gelungen. Allein schon die Ausgangssituation eines sadistischen Kinder-Mörders der in Träumen töten kann jagt mir jedes Mal wieder einen kalten Schauer über den Rücken. Die Traum-Sequenzen sind alle meisterlich inszeniert und warten mit einem immensen Ideen-Reichtum auf. Craven spielt auch mit den typischen Symptomen eines Albtraums wie z.B. das man nicht weglaufen kann und praktisch auf der Stelle tritt oder auch der völlig irrationelle Ortswechsel. Der Mord an Tina ist für mich immer wieder ein unheimlich brutaler. Auch wenn man heutzutage einiges mehr gewohnt ist, erscheint mir das Schweben und das Hochziehen an der Wand von Tina als der pure Albtraum (im wahrsten Sinne des Wortes).
Freddy Krueger ist natürlich über jeden Zweifel erhaben und Robert Englund hat hier die Rolle seines Lebens gefunden. Heather Langenkamp, wie meine Vorredner auch schon allesamt betonten, ist nicht die typische Schönheit sondern wartet viel lieber mit Initiative und klugem Kopf auf. Sie passt und spielt ihre Rolle ebenfalls sehr gut. Johnny Depp konnte auch in seiner ersten Rolle schon überzeugen und spielt scheinbar absichtlich den etwas dümmlichen Teeny. Als Nancys Vater spielt hier John Saxon auf, der seine Rolle als ernster und besorgter Vater gut ausfüllt.
Wo „Freitag, der 13.“ Fortwährend wie ein B-Horrorfilm anmutet spielt „Nightmare“ absolut in der höchsten A-Liga des modernen Horrorfilms. Diese extrem intensive Atmosphäre ist leider sehr selten und es ist auch einer der wenigen Horrorfilme überhaupt, die mich wirklich ängstigen können!

Von mir jetzt auch locker rausgehauene 10 / 10 Klingenhandschuhe!

deadlyfriend
03.03.2009, 19:28
Freddy's New Nightmare (http://www.ofdb.de/film/276,Freddy%27s-New-Nightmare)


Popcorn-Freddy ist tot, es lebe der Alptraum Krueger. Vielleicht kam Wes Craven nach Sichtung des unsäglichen 6.ten Teils zu der Erkenntnis, das seine mittlerweile weltbekannte Horrorfigur, zu einer Pappnase degradiert wurde. Dies durfte man natürlich keinesfalls auf sich beruhen lassen. Deshalb beschloß man wohl den Traummörder aus dem bunten Sandkasten zurück zu holen und aus ihm wieder das zu machen, als was er anfänglich konzipiert wurde: Ein spannender Alptraum!
Mit einer Anschlußstory wäre das natürlich kaum möglich. Auch nicht mit einem völlig neuen Cast. Deshalb machte man das einzig Richtige. Man holte viele Darsteller aus dem ersten Teil an Bord und konstruierte eine glänzende Idee: Freddy Krueger hat es nie gegeben. Er ist nur eine Kultfigur innerhalb des Horrorgenres und man plant einen neuen Teil zu drehen. Somit spielt Heather Langenkamp nicht Nancy, sondern eben Heather Langenkamp. John Saxon eben nicht Ihren Vater sondern John Saxon. Robert Englund darf sich selbst und Freddy spielen und auch Regisseur Wes Craven und Produzent Robert Shaye sind jeweils als sie selbst zu sehen. Dadurch beginnt der Film etwas gemächlicher, weil man eben kein Sequel drehte, sondern einen eigenen Film, dessen Story man dem Zuschauer erstmal näher bringen muß. Das macht man allerdings perfekt und baut immer wieder kleine Sequenzen ein, die die Spannung von Mal zu Mal anheben. In den letzten 40 Minuten startet er dann gnadenlos durch und präsentiert uns ein fulminantes Finale. Okay, die Special Effects sind nicht so stark wie bei den Vorgängern, aber dafür steht hier wieder das Wichtigste im Vordergrund: Spannung! Die Auftritte von Freddy Krueger sind nicht wie in den Vorgängern die reinste Überdosis, sondern eher wohl proportiniert. Immer im richtigen Augenblick ist er zur Stelle und er sieht noch teuflischer aus als früher. Die Mischung machts und die beherrscht Wes Craven perfekt. Endlich ist Freddy wieder düster und ein wahrhaftiger Alptraum. Im Film selbst befinden sich dann einige sehr feine Anspielungen an Teil 1. Der Mord an Tina ist beispielsweise verarbeitet worden und bei einer Beerdigung stehen ein paar Opfer aus früheren Teilen am Grab eines verblichenen Kollegen. Auch das Original Thema der Filmusik des Erstlings ist wieder dabei und wenn John Saxon zu Heather Langenkamp plötzlich "Nancy" sagt ist das einfach Gänsehaut pur.
Niemals hätte ich geglaubt nochmal einen dermaßen guten Film der Nightmare Reihe zu sehen, aber wenn die richtigen Leute am Werk sind, kann es manchmal auch ein kleines Wunder geben.

Despair
04.03.2009, 23:13
Freddy's Finale - Nightmare on Elm Street 6 (http://www.ofdb.de/film/294,Freddy%27s-Finale---Nightmare-on-Elm-Street-6)

[...]

Wenn man ihn aber wirklich unter dem Aspekt Horror-Komödie anschaut könnte er sogar ganz gut funktionieren. Da stören dann zwar wieder die Einblicke in die Vergangenheit von Freddy, aber der nächste Scherz kommt bestimmt. Fans von Teil 1 werden aber wahrscheinlich nur noch angewidert den Kopf schütteln.


Ich habe mir den Film nach langer Zeit jetzt auch mal wieder zu Gemüte geführt und muss zugeben: ich hatte ihn besser in Erinnerung. Die erste Hälfte ist nicht wirklich gelungen und teilweise sehr albern, den ein oder anderen Schmunzler kann ich mir trotzdem nicht verkneifen. Ab den Rückblenden in Freddys Vergangenheit wird es aber etwas besser. Dass neben Alice Cooper als Freddys "Adoptiv-Vater" auch Roseanne und Tom Arnold einen Kurzauftritt hinlegen, ist mir bisher noch nie aufgefallen. Was mir weniger angenehm aufgefallen ist: die Tricks wirken inzwischen arg angestaubt, selbst für einen fast zwanzig Jahre alten Film.

Fazit: echter Grusel? Nein. Gelungene Komödie? Nicht unbedingt. Eher Horrortheater im Stil einer Alice Cooper-Bühnenshow (wie passend ;) ). Dank Robert Englund und einigen abgefahrenen Ideen komme ich immerhin auf

6,5/10 Punkte.

Darkknight666
07.03.2009, 18:35
So habe mir nun auch den 7 und letzten Teil der Nightmare Serie angeschaut und bin wieder glücklich so wie diesen Film häte ich mir alle gewünscht, nach dem unsäglichen 2 und den zum Teil abstrusen 6 Teil ist der mal wieder richtig erfrischen, aber wie deadlyfriend schon sagt, wenn die richtigen Leute am Ruder sitzen kann nichts falsch gemacht werden. Ich glaube du hast Recht mit der Behauptung das Wes Craven wahrscheinlich Alpträume bekommen hat als er den 6 Teil gesehen hat und sich sagt so wolle er seine Figur nicht sterben lassen, so ist es kein würdiger Abgang für sie.

Diese Vermischung aus Real und Alptraumwelt fand ich sehr stark und ich wusste irgendwann nicht mehr wirklich ob es jetzt Traum oder Realität ist und das passt im großen und ganzen sehr gut.

Nur das Ende hätte ich mir persönlich schöner machen können, aber es war ein wirklich würdiger Abschluss der Serie die keine weiteren Fortsetzungen benötigt mehr.

Despair
08.03.2009, 01:42
So habe mir nun auch den 7 und letzten Teil der Nightmare Serie angeschaut und bin wieder glücklich so wie diesen Film häte ich mir alle gewünscht, nach dem unsäglichen 2 und den zum Teil abstrusen 6 Teil ist der mal wieder richtig erfrischen, aber wie deadlyfriend schon sagt, wenn die richtigen Leute am Ruder sitzen kann nichts falsch gemacht werden.

An Freddys neuem Alptraum stört mich vor allem der unglaublich nervige Filmsohn von Heather Langenkamp. Ein paar heftigere Splatterszenen und bessere Tricks hätten dem ansonsten soliden Film ebenfalls gut zu Gesicht gestanden.

Darkknight666
08.03.2009, 05:59
Ein paar kleine Punkte gibt es ja immer, wobei die Splatterpunkte schon besser waren als bei Teil 6 oder Teil 2.

deadlyfriend
08.03.2009, 12:01
An Freddys neuem Alptraum stört mich vor allem der unglaublich nervige Filmsohn von Heather Langenkamp. Ein paar heftigere Splatterszenen und bessere Tricks hätten dem ansonsten soliden Film ebenfalls gut zu Gesicht gestanden.


Den Sohn fand ich seltsamerweise überhaupt nicht schlimm wobei mich sonst Kinder schnell nerven können. Auch Splatter habe ich ehrlicherweise gar nicht vermißt, da ich den Rest als komplett gelungen ansehe. Klar, die Tricks und die Aufbauten am Ende waren jetzt nicht gerade das Nonplusultra. Aber bei mir geht Inhalt eh immer vor Tricks, weshalb ich damit gut leben konnte.

Darkknight666
08.03.2009, 12:20
Das sehe ich auch so, irgendwie war der Sohn eigentlich recht passend für die ganze Sache, und ich finde es muss nicht immer tricküberladen sein,

Despair
08.03.2009, 12:24
... und ich finde es muss nicht immer tricküberladen sein,

Ich auch nicht. Ich bin kein Freund von übertriebenen Trickorgien, aber ein gewisses Niveau sollte schon erreicht werden, sonst drückt es auf die Atmosphäre. An mangelndem Budget kann's ja nicht gelegen haben - wir sprechen über Freddy Teil 7 und nicht über irgendeinen Low Budget-Splatterstreifen...

Darkknight666
08.03.2009, 12:26
Das ist klar, aber ich glaube auch, er wollte es nur ein Ende finde das seiner Figur würdig ist und ich glaube das hat er erreicht mit dem Film, ich hoffe nur nicht das jetzt mit dieser wohl anhaltenden Remakewelle plötzlich eine komplettes Remake aller Filme geplant ist, wie es ja im moment bei Halloween ansteht.

deadlyfriend
08.03.2009, 13:24
Freddy vs. Jason (http://www.ofdb.de/film/34999,Freddy-vs-Jason)


Dem Crossover zwischen zwei der größten Horrorlegenden stand ich vorab äußerst skeptisch gegenüber. Auch wenn das Projekt 15 Jahre lang in der Schublade lag und es auch am Ende von Teil 9 bereits einen Hinweis darauf gab, konnte ich mir nicht vorstellen das das funktionieren würde. Aber das tat es.
Direkt zu Beginn des Films läuft einem ein wohliger Schauer über den Rücken. Das New Line Cinema Logo in rot und der gleichzeitige Einsatz des Nightmare Themas und des "Ki-Ma" Echos von Friday, brachte einen sofort in Stimmung. Die Geschichte war gut durchdacht. Freddy kann nicht mehr in die Träume der Elm Street Bewohner, da man ihn inzwischen vergessen hat. Das Örtchen Springwood hat auch alles mögliche dafür getan und selbst Todesanzeigen in den Archiven der Zeitungen geschwärzt, um ihm eine Rückkehr unmöglich zu machen. Deshalb sucht er Jason um ihn in dorthin zu schicken. Seine Morde sollen die Angst vor Freddy wiederbeleben. Er beginnt in der Elm Street 1428..........
Viele Dinge der Vorgeschichte unserer jeweiligen Heroen wurden vernachlässigt, andere wurden weiterentwickelt. Wie beispielsweise das Mittel Hypnocil, das man in Teil 3 schon vorgestellt bekommen hat. Zu großen Teilen des Films werden wieder Angst einflößende Möglichkeiten genutzt und der Humor nur sporadisch eingesetzt. Jason ist in Top-Form und fabriziert einige feine Morde in der Kulisse der Nightmare-Saga. Die Verbindung der beiden klappt hevorragend. Die alteingesessenen Bewohner denken sofort wieder an Krueger, während Jason ein Feuerwerk abliefert. Die Träume sind wieder Alpträume und verzichten weitestgehend auf Slapstick-Fantasy. Nur Freddy als Insekt war völlig überflüssig und erinnerte wieder an Teil 6. Ansonsten waren sie hervorragend inszeniert, besonders der erste Traum auf der Polizeistation war klasse.
Die Opfer und auch die Überlebenden waren zum Teil sehr symphatisch, was den Spannungsgehalt nach vorne trieb. Die ging natürlich bei dem unausweichlichen Endkampf zwischen Jason und Freddy flöten. Erstens konnte man sich natürlich nicht auf eine Seite schlagen und zweitens war es klar das das Endergebins nur Remis lauten kann. Trotzdem hat man sich dort alle Mühe gemacht und ein sehenswertes Spektakel abgeliefert, das trotz spannungsarmut niemals langweilig ist.
Schade, das einige der vorgeschlagenen Enden nie realisiert wurden. Eines davon hätte sogar einen Gastauftritt von Pinhead beinhaltet der die beiden in der Hölle begrüßt. Das wäre sicherlich spaßig gewesen. Egal, das Crossover ist in meinen Augen wirklich gelungen.

deadlyfriend
08.03.2009, 13:33
So,
die Nightmare Reihe habe ich jetzt mal wieder komplett durch und kann ein Fazit ziehen.
Mit Teil 1 hat man einen der besten Horrorfilme aller Zeiten abgeliefert und gleichzeitig eine Horrorfigur installiert die es so noch nie gegeben hatte. Leider hat man durch die Entdeckung des Mainstream viele der Nachfolger für das Popcorn Kino inszeniert und der Figur den Schrecken genommen. Eben genau das was Freddy in den Filmen verhindern wollte hat man in der Realität geschafft.
Trotzdem eine durchgehend unterhaltsame Horrorreihe mit einigen grandiosen Höhepunkten. 3 Filme sind grandios, 2 recht gut bis mittelmäßig und zwei schwache Vertreter. Das kann sich absolut sehen lassen.

Meine Rangliste:

1.) Teil 1
2.) Teil 7 und Teil 3
4.) Teil 4
5.) Teil 5
6.) Teil 2
7.) Teil 6

Freddy vs. Jason laß ich als Spin-Off der Reihe mal außen vor.

deadlyfriend
08.03.2009, 17:28
Das ist klar, aber ich glaube auch, er wollte es nur ein Ende finde das seiner Figur würdig ist und ich glaube das hat er erreicht mit dem Film, ich hoffe nur nicht das jetzt mit dieser wohl anhaltenden Remakewelle plötzlich eine komplettes Remake aller Filme geplant ist, wie es ja im moment bei Halloween ansteht.


Nur wenn Craven selbst alles macht. Dann würde ich da sogar mal einen Blick riskieren.

Darkknight666
08.03.2009, 17:30
Ja aber das glaube ich nicht, es ist doch glaube ich mittlerweile vom 1 Teil ein Remake angekündigt, aber mal gespannt wie das wird, einen blick riskieren ich denke an das Meisterwerk von Wes Craven kommt es sicherlich nicht ran. Ist das gleiche bei Halloween obwohl mir da das Remake sogar richtig gefällt aber auch da reicht mir die Kinofassung

SAB
17.03.2009, 19:48
Nightmare 2 - Die Rache (http://www.ofdb.de/film/94,Nightmare-2---Die-Rache)


Teil 2 ist zu Beginn noch recht ansprechend zumal die Eröffnungsszene mit dem Schulbus zu gefallen weiß. Doch der Film blendet sämtliche vom Original aufgestellten „Gesetze“ einfach aus. Das Freddy durch Jesse in die reale Welt kommen will, wirkt absolut nicht überzeugend. Gerade das in Teil 1 kongenial in Szene gesetzte Gefühl, ob man jetzt tatsächlich wach ist oder noch träumt fehlt hier völlig. Zum Beispiel die Szene in der Dusche mit Jesses Trainer: Das Problem ist einfach, das das alles real geschieht, obwohl niemand der Beteiligten schläft geschweige denn träumt. Als es Freddy dann später gelingt aus Jesse auszubrechen und in die reale Welt kommt, sieht das zwar Make-Up-technisch gut aus, doch was sollen vor Beginn des Showdowns in der alten Fabrik die beiden „Höllenhunde“ oder die mutierte Katze bzw. Ratte? Selbst wenn man sich auf die Thematik des Films einlassen kann, führt spätestens das sämtliches ad acta. Hat Freddy die Kreaturen (wie auch immer) einfach mal mitgebracht?:spinner:
Wie auch immer ist „Die Rache“ nach dem überwältigenden ersten Teil einfach nur lahm und mit Abstand der schwächste Teil der Reihe. Schade eigentlich, denn die Rolle von Jesse kommt sympathisch rüber (mal abgesehen vom mädchenhaften Gekreische) und hält den Zuschauer zumindest bei der Stange. Wenigstens schließt die amüsante Schlussszene den Kreis dann wieder…

Von mir 3,5 / 10 Punkte!

deadlyfriend
17.03.2009, 20:04
Teil 2 kommt also auch bei dir nicht sonderlich gut weg. Ich finde ihn aber wie gesagt am Anfang wirklich gut was sich mit zunehmender Spieldauer dann erledigt. Aber du hast genau die gleichen Kritikpunkte wie ich auch. Es scheint also wirklich hauptsächlich an der Story zu liegen.

SAB
17.03.2009, 20:13
Es scheint also wirklich hauptsächlich an der Story zu liegen.

Genau richtig! Es ist einfach die Sache, das Freddy in die reale Welt will! Scheint mir halt suspekt, da er in den Träumen viel mehr "anstellen" kann!
Erinnert dich Jesses Freundin eigentlich auch immer wieder an Faye Dunaway?
Lächerlich fand ich zum Beispiel die Szene mit beiden auf der Party, wo sie sich zurückziehen und Jesse dann plötzlich wieder von Krämpfen geschüttelt wird und seine Freundin einfach mal locker sagt: "Fight him, Jesse, Fight him!":lol:

SAB
17.03.2009, 21:06
Nightmare 3 - Freddy Krueger lebt (http://www.ofdb.de/film/180,Nightmare-3---Freddy-Krueger-lebt)


Mit „Dream Warriors“ wird es nach dem enttäuschenden zweiten Teil wieder wesentlich stärker und man besinnt sich wieder auf das Muster des Originals. Heather Langenkamp kehrt als Nancy zurück und auch John Saxon ist wieder mit von der Partie. Ansonsten ist der Film aber auch mit Patricia Arquette und Laurence Fishburne prominent besetzt. Es sind wieder sehr einfallsreiche Traumsequenzen enthalten, die zum Teil sehr gruselig sind. Ich denke da vor allem an die Marionetten-Szene! Das die Akteure sich nun auch gemeinsam gegen Freddy stellen ist interessant zumal jeder eine gute Eigenschaft aus seinen Träumen gegen Freddy einsetzen kann. Das hat mir alles wirklich gut gefallen und auch durch das tolle Setting mehr als unterhalten. Über das Skelett am Ende lässt sich natürlich streiten (passt auch irgendwie nicht zum Rest des Films) aber da will ich mal großzügig drüber hinweg sehen. Nancys Tod hingegen überzeugt überhaupt nicht. Da stellt sie sich so oft erfolgreich gegen Freddy und wird dann mal ganz schnell überrumpelt. Wirkte irgendwie so als wollte Langenkamp ihren Charakter unbedingt sterben lassen damit man sie ja nicht zu einem weiteren Teil überreden kann.
Insgesamt hat mir aber das ganze Thema mit den Jugendlichen in der Anstalt sehr zugesagt und deshalb vergebe ich verdiente…

7,5 / 10 Punkte!

SAB
22.03.2009, 18:41
Nightmare on Elm Street 4 (http://www.ofdb.de/film/707,Nightmare-on-Elm-Street-4)


Der vom bis dato unbekannten Regisseur Renny Harlin inszenierten 4. Teil macht nach dem starken Vorgänger leider einen großen Schritt zurück. Zwar geht die Geschichte nahtlos mit den Überlebenden weiter, doch sowohl Joey als auch Kincaid müssen schon baldigst dran glauben. Einzig Kristen (ehemals Patricia Arquette; jetzt Tuesday Knight) weiß Freddy, zumindest vorerst, wieder einiges entgegen zu setzen. Die neue Hauptfigur Alice (Lisa Wilcox) gefällt sehr gut und sagt mir wieder wesentlich mehr zu als die nervig kreischende Kristen. Auch an Ausstattung und Setting gibt es nichts zu meckern, da wieder einige Register an Einfallsreichtum gezogen werden. Wobei wir allerdings auch am gleichzeitigen großen Minuspunkt des Filmes sind. Szenen in denen ein Mädchen langsam in eine Kakerlake verwandelt wird und schließlich von Freddy in einer Box zerquetscht wird, hätten nicht sein müssen, da sie nur auf einen Ekel-Faktor setzen, den die Nightmare-Reihe nicht haben sollte. Vorallem ist dieser Teil auch zu keinem Zeitpunkt mehr gruselig. Alles scheint, wie deadlyfriend schon richtig anmerkte, als Spektakel angelegt worden zu sein und es wird durch satten `80er Pop-/Rock-Sound und durch markige Sprüche auf Spaß gesetzt. Man merkt förmlich das Aufkommen der so genannten MTV-Generation!
Insgesamt wurde einfach alles etwas zu übertrieben und deshalb gibt es von mir auch nur enttäuschte…

4,5 / 10 Punkte!

deadlyfriend
22.03.2009, 19:30
Auf deine Meinung von Teil 4 war ich jetzt sehr gespannt, weil ich unbedingt wissen wollte wie du mit dem "MTV Look" klarkommst. Leider hast du dich nicht zu den Sprüchen geäußert, was mich ebenfalls noch interessieren würde.

SAB
23.03.2009, 08:49
Leider hast du dich nicht zu den Sprüchen geäußert, was mich ebenfalls noch interessieren würde.

Freddys Sprüche sind zwar cool und sorgen für einige Lacher, doch muss man sich darauf einstellen, das die Nightmare-Reihe ab jetzt keine wirkliche "Horror-Reihe" mehr ist sondern wie du auch schon richtig geschrieben hast, das Freddy zur Pop-Ikone wird und jetzt eindeutig der "Held" der Geschichte ist! Deshalb bin ich bei Teil 4 und 5 immer so zwiegespalten! Aber du kannst dich ebenfalls schon auf meine Kritik zu Teil 6 freuen, den ich ja wieder richtig gut finde! Warum, wirst du dann erfahren!:D

SAB
27.03.2009, 19:31
Nightmare 5 - Das Trauma (http://www.ofdb.de/film/506,Nightmare-5---Das-Trauma)


In „The Dream Child“ (so der viel treffendere Originaltitel) geht es nahtlos mit den beiden Überlebenden des Vorgängers Alice und Dan weiter. Da Alice wirklich sympathisch ist, macht das auch Sinn sie wiederkommen zu lassen. Ein weiterer Vorteil des Films ist, das Kruegers Vergangenheit etwas mehr beleuchtet wird und seine vermeintliche Mutter wieder auftaucht. Was den Film aber beinahe gänzlich kaputt macht, sind die mittlerweile viel zu bunt gemachten Traum- bzw. Mordszenen, die zu lächerlich inszeniert wurden. Alles ist nur noch auf schrill und krampfhaft morbid-komisch (oder wie auch immer ich das nennen soll) ausgelegt. Die Spitze ist Freddys Füttern des Möchtegern-Models. Diese Szene hat mir persönlich den Film versaut.
Das Alice’ ungeborenes Kind eine zunehmend wichtigere Rolle in ihren Träumen spielt, ist ganz interessant und das Finale ist ebenfalls sehenswert (auch gerade wegen der Special-Effects).
Insgesamt kann das den Gesamteindruck aber nicht mehr retten und so bleibt es bei einem stark unterdurchschnittlichen Teil der Reihe.

Von mir 4 / 10 Punkte!

deadlyfriend
27.03.2009, 20:14
Auch den sehen wir sehr ähnlich. Aus der Story hätten sich tolle Möglichkeiten ergeben, die aber fürchterlich umgesetzt wurden.

BladeRunner2007
02.04.2009, 07:31
Freddy vs. Jason (http://www.ofdb.de/film/34999,Freddy-vs-Jason)

Zwei Horrorikonen treffen aufeinander und das im großen Stil. Die Story ist an sich recht einfach gestrickt, kann aber trotzdem mit der ein oder anderen Wendung aufwarten. Wie es sich für solch einen Film gehört gibt es auch reichlich blutige Szenen. Freddy und Jason sind wie immer in Topform und verstehen ihr Handwerk^^ Ich bin überrasch wie gut der Film wegkommt (hatte ihn irgendwie ziemlich schlecht in Erinnerung). Vielleicht lag es damals auch an der Synchro oder an meinem Alter? Egal, der Film rockt jedenfalls! Die ersten 45 Minuten sind sehr stark und für mich auch besser als die zweite Hälfte des Films. Das liegt zum einen daran, dass man das Gefühl hat die ganze Zeit einen tollen Mix aus Nightmare und Friday zu sehen. Die Balance ist einfach gut gelungen. Und Katharine Isabelle lebt dort auch noch. Schade das sie so früh sterben musste. Ich hätte es lieber gesehen, wenn Kia gestorben wäre, da ich sie weniger sympatisch finde. Aber insgesamt fühlt sich die erste Hälfte einfach toll an und hat einen schön ausgewogenen Aufbau. Die zweite Hälfte krankt leider etwas mehr. Ich kann mich einfach nicht mit diesen" Kiff-Freddy-Vieh" anfreunden und das es dann auch noch in Freeburg reinschlüpft. Überhaupt gibt es mir in der zweiten Hälfte zu viele kleine nervige Sachen. So auch die Szene, in der Jason das erste Mal mit Freddy in der Traumwelt kämpft. Klar, kann Freddy so ziemlich alles machen, aber ich finde es sehr lächerlich, wenn er Jason wie einen Flummi durch die Gegend wirft und einen Spruch nach dem anderen reißt. Schlimm sind auch die paar Sekunden in denen Lori in Slow-Motion mit brennenden Fackeln auf den Steg rennt. Argh! Geht gar nicht. Oder als Kia Freddy verarscht (you're not scary). Gut, diese Sachen dauern nicht lange, aber trotzdem nerven sie mich. Doch es gibt auch wirklich tolle Szenen wie z.B. Jason's Kindheit. Technisch ist der Film aber gut gemacht und hat einen hohen Unterhaltungs- und Funfaktor. Der eigentliche Kampf am Ende ist sehr gut geworden und schön blutig ausgefallen. Der rockige Soundtrack hat für ordentliche Stimmung gesorgt. Für die erste Hälfte gibt es von mir 7 Punkte. Die Zweite bekommt 5. Insgesamt also gute 6/10 Punkte!

BladeRunner2007
08.04.2009, 22:54
Freddy's New Nightmare (http://www.ofdb.de/film/276,Freddy's-New-Nightmare)

Die Grundidee finde ich sehr interessant und zum Großteil sehr gut umgesetzt. Heather Langenkamp und co. sind alle wieder mit dabei und als alter Nightmare Fan geht mir da richtig das Herz auf. Wes Craven hat da einen mutigen, aber doch recht guten Schachzug gewagt um der Serie ein Ende zu bereiten. Der Film fühlt sich selten wie ein echter Nightmare Film an. Die meiste Zeit über kommt mir der Film eher vor wie ein Horrordrama mit vielen kleinen Insidern und Anspielungen. Das ist auch echt gut gelungen, und Freddy sieht man vielleicht höchstens 10 Minuten im ganzen Film. Ich glaube er taucht zum ersten mal nach ca. 60 Minuten auf. Wirklich sehr effektiv so wenig von Freddy zu zeigen und seinen Auftritt so lange hinauszuzögern. Man wartet die ganze Zeit gespannt auf ihn und man denkt auch immer, das er gleich auftaucht, wenn etwas Seltsames im Film passiert, aber es kommt nichts. Und dann auf einmal BAM! Freddy springt dem Zuschauer wortwörtlich ins Gesicht und seine ersten Worte könnten nicht besser gewählt sein: "Miss me?"
Wie in so vielen Horrorfilmen hasse ich kleine Kinder. Hier sieht es ein wenig anders aus. Der Bängel nevt mich manchmal und manchmal auch nicht. Ist von Szene zu Szene unterschiedlich. Allerdings sind die Szenen mit Heather und ihm wirklich gut geschrieben imo.
Einige CGI Effekte sind wirklich unnötig. Da hätte ich mir mehr Old School Style von Wes gewünscht. Richtig schön ist aber wieder das Finale, wenn Heather ein letztes Mal die Nancy spielt. Da kommt wieder recht ordentliche Nightmare Stimmung auf. Vieles ist dann wieder wie im ersten Teil ("screw your pass" oder "don't fall asleep"). Auch John ist plötzlich wieder ein Cop und sagt das selbe wie in Nightmare 1. Verdammt, Nancy trägt sogar das selbe Nachtgewand am Ende. Echt tolle Details von Craven.
Insgesamt ist der Film wirklich gut gelungen. Craven baut die Story schön langsam auf, das Unbehagen breitet sich langsam auf dem Zuschauer aus, die Spannungskurve nimmt langsam aber kontinuierlich zu, wir haben endlich wieder einen fiesen, unheimlichen und mysteriösen Freddy und das Ende ist wieder ganz im Stile von Craven's Original. Zusammen mit Teil 1 und 3 der beste Nightmare Film (und imo auch eine tolle "Trilogie")!

8/10

BladeRunner2007
28.07.2009, 19:00
Nightmare on Elm Street 4 (http://www.ofdb.de/film/707,Nightmare-on-Elm-Street-4)

"Nightmare 4" ist die Fortsetzung, die gleichzeit die MTV Ära einleitet. Der Film ist zum Teil knallbunt, voll mit Rock- und Popsongs, die Teenies haben sich auch geändert, es werden Serien wie "Der Denver Clan" zitiert und man sieht sogar den Musiksender MTV! Alleine schon die Opening Credits sind davon geprägt. Imo ist diese Eröffnungssequenz sehr gelungen und der Song Nightmare von Tuesday Knight ist einfach hervorragend.
Freddy wird in diesem Film zum Sprücheklopfer und von Spannung ist kaum noch was zu spüren. Patricia Arquette wurde von Tuesday Knight ersetzt und die Träume sind noch wilder und abgedrehter als bisher. Aber dieses gesamte Konzept geht zum Großteil sehr gut auf.
Protagonistin Kristen geht ungefähr nach der ersten Filmhälfte drauf und Alice übernimmt ihren Part. Zum Glück wurde Alice schon von Anfang an ordentlich in die Handlung mit eingebunden und somit ist der Übergang tadellos geglückt. Insgesamt mag ich hier Kristen lieber als in Teil 3 und Alice finde ich als neue Heldin auch sehr gut. Die Teenies sind hier auch alle sympatisch und die Kills sehr ausgeschmückt.
In jedem anderen Film würde es total lächerlich wirken, wenn sich Alice für den Kampf mit Freddy rüstet, doch diese kleine Montage ist hier einfach kultig und macht richtig viel Spaß. Das kann man die meiste Zeit über von dem Film behaupten.
Ein paar kleinere Kritikpunkte wie z.B. etwas hölzernde Akteure, ein paar Logiklöcher und der ein oder andere schlechte Dialog, trüben den Gesamteindruck wirklich nur minimal und stören mich nicht wirklich. Dafür weiß der Film über die gesamte Laufzeit einfach zu gut zu unterhalten.
Imo einer der besten Nightmare Filme!

7/10

SAB
21.05.2010, 07:20
A Nightmare on Elm Street (2010) (http://www.ofdb.de/film/191899,A-Nightmare-on-Elm-Street)

Achtung: Kritik enthält Spoiler!

Direkt am Tag vor Kinostart in der Preview hatte ich vor den neuen alten „Nightmare“ so richtig abzufeiern. Das war aber leider nur bedingt möglich...
„A Nightmare on Elm Street“ beginnt verheißungsvoll mit sehr düsteren Bildern. Auch der Übergang von der ersten „realen“ Szene in eine Traumsequenz, gipfelnt natürlich mit dem obligatorischen und auch sehr harten Eröffnungskill, ist gelungen. Sobald Freddy zu sehen war, fühlte ich mich im positiven Sinn unwohl. Jackie Earle Haley trifft es mit seiner Darstellung schon gut. Er ist zu Beginn weitestgehend noch gar nicht wirklich erkennbar und im Dunkel gehalten (Das ändert sich mit zunehmender Spielzeit selbsterklärend. Man will das Pizzagesicht ja sehen dürfen).
Überraschend fand ich, daß die Geschichte, nach kurzer Einführung von Nancy (Rooney Mara), erstmal gar nicht mehr ihr folgte sondern Kris (Katie Cassidy). Als sie dann den ersten Alptraum hat und versucht wird das Original zu würdigen, scheitert dies leider kläglich. Es geht um die Szene in der Freddy über dem Bett aus der Wand zu kommen scheint. Genau das sah im Originalfilm so gespenstisch aus und im Remake erschreckend (diesmal im negativen Sinn) schlimm aus, da hier billig aussehende CGI genutzt werden. Nach etwa einer halben Stunde segnet aber auch Kris das Zeitliche (es stellt sich für einige Momente ein „Psycho“- bzw. „Scream-Effekt“ ein) und Nancy wird endlich zum Hauptcharakter.
Der Film hat einige ordentlich gemachte Traumsequenzen mit gut sitzenden Schocks, mehr oder weniger bekannte Teeny-Darsteller, die ihre Aufgabe aber glaubhaft erfüllen und einen neuen ultra-fiesen Freddy-Darsteller mit Potential für Fortsetzungen zu bieten.
Da viele Szenen aus dem Original kopiert werden ist an Originalität natürlich nicht viel zu erwarten, doch war mein Abend dennoch unterhaltsam. Auch wenn meiner Meinung nach zu viele CGIs angewandt wurden, wird man, neben Neu-Freddy J.E.H., aber auch schon durch die Atmosphäre in den super gelungenen Kulissen entschädigt. Es darf also gerne weitergehen…

Meine Wertung: 7 / 10 Punkte

Firefly
01.07.2010, 11:18
Die Kritik von SAB zu NoES Remake kann ich fast genauso unterschreiben.
Fand auch die Grundstimmung düster und sehr gut gemacht.
Auch die Traumsequenzen waren sehr gut umgesetzt, die Kills treilweise sehr hart.
Trotzdem wollte der Funke bei nicht so ganz rüberspringen.
Es war nichts aussergewöhnliches zus ehen, alles hat man schon mal gesehen ( klar ist Remake, aber auch in anderen Filmen ).
Für einen netten Filmabend dennoch von mit 7,5/10 und den Vorsatz, das Original nochmal demnächst zu sehen ;)

Pretender
24.10.2010, 18:25
Hat denn eigentlich das Remake des Films noch viel mit den alten teilen gemein, oder ist es auch wieder nur auf Splatter ausgelegt, wo eine ekelhafte Szene die andere jagt?

deadlyfriend
24.10.2010, 18:40
Hat denn eigentlich das Remake des Films noch viel mit den alten teilen gemein, oder ist es auch wieder nur auf Splatter ausgelegt, wo eine ekelhafte Szene die andere jagt?


Das Original war nie auf Splatter ausgelegt. Das Remake auch nicht. Es ist nur langweilig und ziemlich dumm. Fade Horrorkost für Jedermann. Das Remake versucht düsterer und ernsthafter zu erscheinen als die Sequels, was schonmal ein Pluspunkt ist. Leider gelingt das nicht so richtig, weil alles irgendwie konventionell und ohne Überraschung wirkt. Kann man sich ansehen, muss man nicht.

deadlyfriend
24.10.2010, 18:44
Aber du kannst dich ebenfalls schon auf meine Kritik zu Teil 6 freuen, den ich ja wieder richtig gut finde! Warum, wirst du dann erfahren!:D

Ich sehe gerade, dass ich das dann doch nie erfahren habe:D

kelte
24.10.2010, 20:01
Hat denn eigentlich das Remake des Films noch viel mit den alten teilen gemein, oder ist es auch wieder nur auf Splatter ausgelegt, wo eine ekelhafte Szene die andere jagt?
deadly hat es auf den punkt gebracht.
allerdings sage ich noch, das man als Fan des Genres den Film ansehen sollte. er ist um Welten besser als das unsägliche Freitag Remake, jedoch keine 25,- wert als Limited Blu-ray Edition auf Amazon.
da könnte sich gewiss der ein oder andere ärgern soviel Geld ausgegeben zu haben :)

Pretender
24.10.2010, 22:27
Das Original war nie auf Splatter ausgelegt. Das Remake auch nicht. Es ist nur langweilig und ziemlich dumm. Fade Horrorkost für Jedermann. Das Remake versucht düsterer und ernsthafter zu erscheinen als die Sequels, was schonmal ein Pluspunkt ist. Leider gelingt das nicht so richtig, weil alles irgendwie konventionell und ohne Überraschung wirkt. Kann man sich ansehen, muss man nicht.Das das original nicht auf Splatte ausgelegt ist, weis ich ja;) meinte damit ja nur, das die meisten Remakes und Horrorfilme oder solche die sich so nennen mögen in der heutigen Zeit meist auf ordentlich Splatter und nicht viel dahinter ausgelegt sind.
Da es wie du schreibst versucht düsterer daher zu kommen, macht es das ganze schon interessanter für mich, denke da muss ich mich dann selbst davon überzeugen, ob er das schafft oder nicht...

deadly hat es auf den punkt gebracht.
allerdings sage ich noch, das man als Fan des Genres den Film ansehen sollte. er ist um Welten besser als das unsägliche Freitag Remake, jedoch keine 25,- wert als Limited Blu-ray Edition auf Amazon.
da könnte sich gewiss der ein oder andere ärgern soviel Geld ausgegeben zu haben :)Mhh... denke mal das ich ihn dann doch erstmal bei Amazon, bzw. MM liegen lassen werde und hier erstmal zur Vidi gehen werde um ihn zu leihen, danach kann ich dann immer noch entscheiden...

deadlyfriend
24.10.2010, 22:41
Mhh... denke mal das ich ihn dann doch erstmal bei Amazon, bzw. MM liegen lassen werde und hier erstmal zur Vidi gehen werde um ihn zu leihen, danach kann ich dann immer noch entscheiden...


Gute Idee! Ein Blindkauf wäre recht gefährlich. Ich war im Kino drin:rolleyes:

metalbeppi
24.10.2010, 22:57
Mhh... denke mal das ich ihn dann doch erstmal bei Amazon, bzw. MM liegen lassen werde und hier erstmal zur Vidi gehen werde um ihn zu leihen, danach kann ich dann immer noch entscheiden...

Ich vermute mal sobald du ihn aus der Vidi hast wirst du ihn nur noch zu nem Nice Price von 5 Euro nehmen ;)

Pretender
24.10.2010, 23:11
Gute Idee! Ein Blindkauf wäre recht gefährlich. Ich war im Kino drin:rolleyes:

Ich vermute mal sobald du ihn aus der Vidi hast wirst du ihn nur noch zu nem Nice Price von 5 Euro nehmen ;)Ohoh, ich ahne schlimmes;) Aber passt mal auf, nachher gefällt der mir noch... und dann!?

deadlyfriend
24.10.2010, 23:42
Ohoh, ich ahne schlimmes;) Aber passt mal auf, nachher gefällt der mir noch... und dann!?


Dann zahlst du definitiv zuviel:lol:

SAB
29.10.2010, 10:42
Ich sehe gerade, dass ich das dann doch nie erfahren habe:D

Als ich den Thread vor Wochen nochmal durchschaute, habe ich auch daran gedacht!:(

Leatherface
02.11.2010, 22:24
A Nightmare on Elm Street (Craven) (http://www.ofdb.de/film/93,Nightmare---Mörderische-Träume)

sorry für den langen Text:D


Träume


Der Traum ist eine psychische Aktivität des Schlafes. Er wird als eine besondere Form des Erlebens im Schlaf charakterisiert. Häufig mit lebhaften Bildern begleitet und mit intensiven Emotionen verbunden. Nach dem Traum ist dieser aber meist schon vergessen oder nur noch in Bruchstücken in Erinnerung.


Die meisten Träume, etwa 20 – 25 % bei Erwachsenen finden in der REM-Phase statt, die zum Ende der Nacht hin am größten wird.


Bei Entzug dieser Phase zeigen viele Personen ein gesteigertes Triebverhalten (vermehrtes Hungergefühl, vermehrte sexuelle und aggressive Impulse, Lern- und Konzentrationsschwierigkeiten und Gedächtnisprobleme)


Fantasievorstellungen und Imaginationen, die im wachen Zustand erlebt werden und teils bewußt steuerbar sind, werden als Tagträume bezeichnet.


Der Schlafforscher Professor Robert Stickgold bezeichnet Träume als „bizarre oder halluzinatorische mentale Aktivität, die während eines Kontinuums an Schlaf- und Wachphasen einsetzt.“


Funktionen des Traums:


-nach Freud haben sie psychische Funktionen: jeder Traum ist eine Wunscherfüllung und Hüter des Schlafs um Es-Impulse zu kontrollieren (Es ist einer der drei Teile der menschlichen Psyche, die für den unbewußten und triebhaften Teil eines Individums zuständig ist, insbesondere im Bereich der sexuellen Begierde oder aggressive Impulse)


-um zu vergessen
-Verarbeitung und Lösen von Problemen aus dem Wachleben
-emotionale Erlebnisse verarbeiten und Stimmungen glätten
-Entspannungszustand zur Verarbeitung von angstbesetzten Inhalten
-Schaffung von kreativeren Lösungsansätzen als im Wachen


Quer durch die Geschichte hatten Träume schon immer etwas bedeutsames:


In der mesopotamischen Kultur z. B. dienten Traumhauch-Hütten neben den Tempeln als Traumfänger-Orte zur Zukunftsvorausschau und Omendeutung.


Erschreckende und angstauslösende Träume werden als Albträume bezeichnet.


1984 ließ der Regisseur Wes Craven dann seine Vorstellung von Träume auf die Menschheit los: "A nighmare on elm street“ war geboren und mit diesem Film zugleich eine der größten Horror-Ikonen; die des durch Brandnarben verunstalteten Freddy Krueger´s. Sein Markenzeichen: Hut, rot/grün-gestreifter Pulli, stehts ein flotter Spruch auf den Lippen und ein mit 4 Klingen versehener Handschuh an der rechten Hand. Es folgten sechs weitere Filme und ein Crossover, in dem Freddy auf eine weitere Horror-Ikone stieß, Jason Vorhess, der Schlitzer aus der Freitag, der 13. Reihe sowie das Remake aus dem Jahre 2010, in der Jackie Earle Haley eine für Fortsetzungen vielversprechende Vorstellung abgibt, auch wenn die Klasse von Robert Englund nicht erreicht wird, damit hatte aber eh keiner gerechnet!


Vordergründig ist es ein Horror-Streifen, der sich aber tiefenpsycholgische Element bedient.


Es geht um junge Teenager, die alle unter Albträume leiden. Doch das, was in diesen Träume passiert, passiert den Teenager auch im realen Leben. Tötet Freddy sein Opfer im Traum stirbt es auch in der Realität. Immer mehr Teenager fallen dem mysteriösen Mann zum Opfer, bis sie schließlich hinter das durch die Eltern der Kinder gehütete Geheimnis kommen.


Wes Craven versteht es im Vergleich zu anderen Killern, wie etwa Jason Vorhees oder auch dem Schlitzer aus der Halloween-Reihe Michael Meyers, uns auf einen surrealen Trip mitzunehmen, in der Realität und Traum verschmelzen. Ständig befindet man sich in der Realität um sich nur unmittelbar später wieder in einem Traum zu befinden. Oder ist gar der Traum Realität? Ist man wach oder doch am schlafen? Plötzliche Wechsel der Locations steigern dieses Verwirrspiel noch um so mehr. Man weiß nie wirklich, in welcher Bewußtseinsebene oder an welchem Ort man sich grade befindet. Das ganze wird durch einen überragenden Robert Englund, der den Freddy spielt, mit tollen Sprüchen und Effektarbeit in Szene gesetzt. Man fürchtet sich, hat aber im gleichen Maße einen Mordsspaß, Freddy bei seiner Arbeit zuzuschauen.


Craven versteht es, aus dieser Idee eine fantastische Atmosphäre aufzubauen, die aufgrund der Tatsache, daß man sich mit seinen eigenen Ängsten konfrontiert sieht, um ein vielfaches gesteigert wird. Denn wer hatte noch nicht einen Traum, der so angsteinflössend war, daß man mit rasenden Puls aufwachte und erst mal benommen nach einschaltung des Lichts im Bett saß? Wer hatte noch nicht einen Traum, in dem man z. B. ertrunken ist und dieses Gefühl so verdammt real erschien, daß es einem regelrecht die Kehle zu schnürrte und man das Gefühl hatte, man bekomme keine Luft mehr? Und wer hat noch nicht im wachen Zustand, Dinge gesehen, Emotionen erlebt, die gar nicht stattgefunden haben?


Fazit: ganz große Horrorkost mit psychologischen Einschlag, die einen verdammt gut unterhält, aber dennoch ein Gefühl der Ohnmacht hinterläßt, denn...
...der nächste (Alb-) Traum kommt bestimmt...


Quelle: Wikipedia und andere

Bad Mojo
03.02.2011, 22:27
A Nightmare On Elm Street (2010) (http://www.ofdb.de/film/191899,A-Nightmare-on-Elm-Street)

Es war einmal 1984... da erschuf Wes Craven ein echtes Filmmonster namens Freddy Krüger. Ein vom Feuer verbrannter Kinderschänder, der von den erzürnten Eltern der Kinder in einem Akt der Selbstjustiz einst vermeintlich vernichtet wurde, kehrt zurück, um die Jugendlichen der Elm Street in ihren Träumen heimzusuchen und zu töten.
Schauspieler wie Heather Langenkamp, Johnny Depp (seine allererste Rolle) und Robert Englund sind noch heute Kultfiguren nicht nur des Horror-Kinos.

Der alte Film überzeugte mit echtem Thrill und einer netten Story. Der neue Film tut das nicht.

Das liegt gar nicht mal an den Schauspielern, die allesamt redlich Mühe geben, sie können die platt umgesetzte Story aber nicht retten. Der Regisseur versucht verzweifelt, den alten Schnitter ins neue Jahrtausend zu transportieren, was zum einen gar nicht nötig war, und zum anderen einfach nicht gut gemacht ist.

Schon bei den ersten Szenen dent man sich knapp: "Hä? Ja, klar..."
Szene 2: Die blonde Freundin des eben im Schlaf Geschlachteten sitzt bei der Beerdigung und heult. Und schläft dabei ein...
Später: Freundin Nummer 2 setzt sich aufs Bett, nippt am Wasser und schläft ein...
Was soll das?
Niemand erwartet bei solch einem Film eine durchgehende Logik oder dergleichen, aber so strunzdoof braucht es dann auch nicht gleich zu sein.

Dazu noch die "Sterbeszenen"; man weiß immer sofort, was passieren wird, und auch wie. Besonders einfallsreich ist man dabei auch nicht wirklich zu Werke gegangen. Der letzte Rettungsanker scheint ein Ausflug in die Vergangenheit zu sein, wenn als Traumsequenz erzählt wird, was Freddy damals von den Eltern angetan wurde.
Allerdings ist der krampfhafte Versuch, eine pseudomäßige überraschende Wendung einzuflechten, massiv fehlgeschlagen. Da wird doch tatsächlich zwischendurch die Mär gestreut, Freddy könnte gar nicht der Böse sein, sondern die Eltern... und am Ende, oh hoppa! Ist er es doch, wär hätte es gedacht... und dann erinnern sich die Kinder plötzlich: Wir sind ja doch mißbraucht worden... stimmt ja. Was für ein Schund!

Die Bilder sind noch das wirkungsvollste und man kann der Photographie noch einen gewissen Reiz abgewinnen; der Rest aber ist einfach nur langweilig, öde, träge und überflüssig. Eines muß man
Schade, daß sich Jackie Earle Haley so etwas nach seinem, wie ich finde, triumphalen Auftritt in Watchmen, angetan hat.

Am Ende bleibt die Erkenntnis, daß man der blödsinnigen Remake-Welle einfach nicht entkommen kann. Man kann aber eines tun: diesen Schrott nicht kaufen und sich stattdessen die alten Filme ansehen. Denn so etwas wie diese Neuverstümmelung braucht kein Mensch. Aber in Zeiten, in denen einfach alles zigmal neu verwurstet werden muß, bis es auch den letzten Geschmack der Zeit trifft, muß man wohl mit allem rechnen.

Fazit:
Ein weiterer zweidimensionaler Würgreiz aus der Produktionsstätte des Filmmörders Michael Bay. Auch Regisseur Samuel Bayer sollte lieber wieder stumpfsinnige Musikvideos drehen und das Kino künftig mit solch einem Müll verschonen.
Den meisten Schauspielern kann man nur wünschen, daß ihnen mit diesem Käse nicht gleich alle Türen verschlossen wurden.

Tarantino1980
08.12.2011, 02:33
Genauso wie bei der Halloween Reihe ist auch die Nightmare Reihe einfach längst überfällig bei mir gewesen! Da es hier zu der Reihe Kritiken und Diskussionen gibt freue ich mich umsomehr, das ich endlich diese Reihe auch einmal komplett sichten werde und ich mir somit eure leidenschaftlichen Beiträge hier in diesem Thread nach der entsprchenden Sichtung des dazugehörigen Filmes durchlesen werde. Darauf freue ich mich schon genauso wie auf die Sichtung der einzelnen Filme :hoch:

Hier kenne ich zwar schon ein paar Filme mehr, allerdings ist die Erinnerung doch sehr verblast, was ich heute bei der Sichtung von Teil 1 deutlich gespürt habe! Damals war dieser Film für mich der Horror pur, ich muss so 12 oder 13 gewesen sein als ich ihn das erste mal gesehen habe. Heute war der Film natürlich auch noch ein sehr guter Genre Vertreter, aber erst heute konnte ich Ihn das erste mal als das genießen was er ist, ein Horror-Meisterwerk! Ich könnte jetzt nicht sagen welcher Film mir besser gefallen hat, John Carpenters Halloween oder Wes Carvens A Nightmare on Elm Street. Beide Filme haben eine unblaubliche Atmospähre, man sitzt einfach gefesselt von den gesehen Bildern vor dem TV und taucht komplett in die Filmwelt ab. Immer ein gutes Zeichen dafür das ein Film gut ist. In diesem Fall hat Wes Craven einen Film erschaffen, der wirklich genial ist und das auf vielen Ebenen! Zum einen funktioniert er als Slasher Film mit seinen Schockmomenten, aber was für mich viel entscheidender ist, er funktioniert auch auch aus der Filmkunst Sicht! Es gibt soviele geniale Szenen, Kamerawinkel und Szenen, die einfach mein Filmherz höher schlagen ließen!


Die Idee einen Killer zu präsentieren der im Schlaf tötet, war damals wahrscheinlich völlig neu. Aber genau das ist die Zutat die auch dem Zuschauer das kalte Grausen beibrachte. Im Schlaf ist man wehrlos. Völlig schutzlos ist man dem Mörder ausgeliefert. Zudem wurde die Hauptfigur extrem unheimlich gezeichnet, was einfach Angst einflößte.


Diese Idee ist eine wenn nicht sogar die ganz große Stärke des Filmes. Dadurch das man die Horror-Parts in die Traumwelt verlagert standen Wes Craven Tür und Tor offen uns eine wirklich phantastische und surreale Welt zu zeigen. Da dies alles in der Traumwelt passiert, hat Freddy Krueger einen ganz klaren Vorteil, dem Opfer kann niemand zur Hilfe kommen. Ich denke jeder hat beim Zusehen solcher Filme immer die Frage im Hinterkopft ob dem Opfer nicht doch noch jemand in letzer Minute zur Hilfe kommt oder ob es sich seinem Schicksal ergeben muss. Diese Frage habe ich mir bei der heutigen Sichtung von A Nightmare on Elm Street nie gestellt. Für mich war klar das sowohl Tina als auch später Nancy niemand zur Hilfe kommen kann, da es sich in ihrer Traumwelt abspielt! Die einzige Person der sie retten könnte waren sie selbst! Diesen Aspekt fand ich heute wirklich sehr stark und verlieh natürlich Freddy Krueger nochmal eine Portion mehr Macht, obwohl ich zugeben muss das ein Michael Myers (Zumindest in Teil 1, 2 und H20 :D) mir noch etwas mehr Furcht einflösst wenn er aufeinmal irgendwo auftaucht, mit seiner Maske, ohne ein Wort zu sagen und wie eine Tötungsmaschine auf sein Opfer zukommt. Freddy Krueger ist da einfach etwas redseeliger, was ich aber keines Weges jetzt als Kritikpunkt ansehe. Es gehört einfach dazu. Wenn er z.B. seine Opfer ruft empfindet ich das auch als sehr furchteinflösend!


Gerade die Traumsequenzen sind fantastisch und spielen äußerst phantasiereich mit den Möglichkeiten des Unterbewußtseins. Das Drehbuch ist einfach klasse und auch die Mordszenen sind völlig anders, als alle die man bislang gesehen hat. Aber nicht nur die. Wenn Heather aus einem Traum den Filzhut von Freddy in die Realität rüber bringt, kommt mir auch heute noch eine Gänsehaut.


Und genau deshalb funktionierte bei mir der Film auch heute noch so gut. Dadurch das er in einer Traumwelt spielt konnte man sich sehr gut auf das gesehene einlassen und auch das gesehene wirkte auf mich sehr künstlerisch!


Dazu kommt noch, dass Wes Cravens Traumwelt äußerst surreal und dadurch auch gleichzeit real erscheint. Wenn Nancy z.B. im Heizungskeller von der Treppe fällt und dann plötzlich in ihren Garten landet, kann ich mich damit sehr gut identifizieren. In meinen Träumen wechselt der Ort auch manchmal schlagartig, obwohl es dafür eigentlich keinen rationalen Grund gibt. Ich habe es auch oft, dass ich plötzlich Personen oder andere Sachen sehe, die vorher definitiv nicht da waren bzw. gar nicht da sein konnten.
Dafür hat Craven auch ein Beispiel und zwar schon gleich in der Eröffnungsszene. Was zum Teufel macht ein Schaf (oder war es eine Ziege?) bitte in einem Heizungskeller??? Daher finde ich es auch gleichzeitig realistisch dargestellt von Wes Craven. Er hat sich offensichtlich mit dem Thema "Träume" sehr beschäftigt.


Hiermit hast Du einige sehr wichtige Aspekte aufgezählt. Diese Szenen sind mir auch sehr aufgefallen. Wie Du so schön herrausgefiltert hast muss sich Craven einfach sehr mit dem Thema Traum und Unterbewusstsein beschäftigt haben, weil der Film trotz der surrealen Traumszenen sehr real wirkt! Die Träume sind ein sehr schönes Stilmittel von Craven um Dinge zu zeigen, die in der realen Welt einfach nur lächerlich gewirkt hätten. Ich denke da z.B. wirklich an die Szene im Heizungskeller und der Landung im Garten. In der Traumsequenz einfach grandios und realistisch, wäre es so in der realen Welt passiert hätte Craven damit bei jedem Zuschauer ein großes Fragezeichen hinterlassen. Und durch die eigenen Erfahrungen, weil man weiß das sowas in Träumen passiert, kann man sich damit auch so gut identivizieren!


Craven macht gleich zu Beginn klar, dass der Killer Freddy Krueger, sadistisch und brutal ist. Tinas Mordszene ist anders als alles zuvor gesehene (damals jedenfalls). Sie wirkt unglaublich verstörend, hecktisch, brutal und schonungslos. Spätestens ab dieser Stelle ist man komplett im Film und weiß, dass es noch schlimmer kommen wird und das man den Film auf jeden Fall ernst nehmen sollte.


Diese Szene fand ich wirklich bärenstark! Alleine die Tatsache das Tinas Freund Rod hilflos mit ansehen musste wie seine Freundin brutal abgeschlachtet wird, ohne das er auch nur versuchen konnte ihr zu helfen war einfach phänomenal. Wie häufig hat man als Horror-Fan solche Szenen schon gesehen, aber das man quasi sieht wie das Opfer abgeschlachtet wird, ohne den Täter dabei zu sehen war, wie ich finde, revolutionär. Rod stand daneben, schokiert von dem was er sah, aber auch fassungslos weil das Gesehene rational nicht erklärbar ist!


Hier lässt Craven wieder einmal unserer Fantasie freien Lauf. Wir sehen nicht wirklich etwas, malen uns aber die schlimmsten Bilder aus. Dieser Effekt wird auch in der Szene genutzt, in der Nancy von ihrer Mutter erfährt wer Freddy Krueger in Wirklichkeit war/ist. Man bekommt keine Flashbacks zu sehen, sondern malt sich die Bilder selbst aus.

Ich bin mir ziemlich sicher das diese Szene, wäre der Film erst heute gedreht worden, komplett anders gewesen wäre. Man hätte in einem Flashback gesehen wie Fred Krueger zumindestens ein Kind getötet hat und man hätte auch detaliert gesehen wie er von den aufgebrachten Eltern angezündet worden wäre. Aber wäre der Film dadurch besser geworden! Von mir ein ganz klares Nein! Craven spielt hier mit der Vorstellungskraft des Zuschauers. Die Bilder die man sich dann bei sowas vorstellt sind ohnehin grausamer als ein gezeigtes Bild je sein kann. Alleine die Vorstellung das irgendein kranker Kerl Kinder umbringt und nur weil es seine Leidenschaft ist, ist einfach nur krank und grausam. Daher hat Craven definitiv gut daran getan soetwas nicht zu zeigen, sondern es der Vorstellungskraft des Zuschauers zu überlassen!



Ganz toll finde ich auch, dass Freddy einen rot/grün gestreiften Pullover trägt, denn diese Farbkombination ist für das menschliche Auge am schwersten zu ertragen! Ein weiterer psychologischer Aspekt, den der Zuschauer nicht wirklich aktiv wahrnimmt und wohl gerade deshalb so effektiv wirkt!


Ein sehr interessanter Aspekt über den ich mir so noch nie gedanken gemacht habe. Weder zuvor noch heute bei der Sichtung! Aber da ist definitiv etwas dran, sehr gut beobachtet bzw. analysiert! :hoch:


Der Score zum Film ist phänomenal! Ich habe selten so einen unheimlichen Score gehört. Er untermalt die Szenen perfekt und sorgt für eine einmalige Atmosphäre. Da kann man wirklich richtig Angst bekommen.


Für mich ist ein guter Score bei einem Horrorfilm unerlässlich! Daher wirken Horrofilme mit einem guten Score, wie es auch bei diesem Film der Fall ist, 1000x intensiver als ein Horrorfilm bei dem man keinen stimmigen Score verwendet hat. Es verstärkt einfach das gesehene Bild und kann einer recht harmlosen Szene eine nervenzerreisende Spannungsbogen verleihen! Natürlich reicht nicht nur ein guter Score, auch die Szene als solches muss passend und gut inzeniert sein. Für mich ist das eine ganz wichtige Symbiose die einfach nicht bei einem guten Horrorfilm fehlen darf!


Erwähnen möchte ich an dieser Stelle auch die mehr als gelungene Kameraführung. Der ganze Look des Films wirkt einfach nur (alb)traumhaft und deshalb fühlt man sich die ganze Zeit über wie in einem dunklen Sog, aus dem man nicht mehr rauskommt. Die ein oder andere Einstellung sorgt bei mir echt für Gänsehaut und lässt mir einen kalten Schauer über den Rücken laufen.

Mit diesem Film hat Wes Craven der Filmwelt definitiv bewiesen das er im Horror Genre zu den ganz großen gehört! Es gibt allerdings eine Szene die alles andere als furchteinflösend ist, bzw. eigentlich komplett nicht zum Film passt, aber bei genauerer Betrachtung einfach nur ein stilistisches Meisterwerkt ist. Die Rede ist von der Szene in der Nancy und Glen auf dieser Brücke stehen, unter ihnen ein kleiner Bach fließt und man sogar Enten (oder Schwäne?) erkennen kann. Diese Szene wirkt so idyllisch und total harmlos. Aber interessanter Weise ist das genau die Szene in der Glen Nancy den alles entscheidenden Tip gibt, wie sie Freddy im Traum seine Macht nehmen kann, indem sie ihm den Rücken zukehrt und ihm so zeigt das sie keine Angst vor ihm hat. Durch diese Tatsache nimmt sie ihm seine Macht und wir gelangen in die Ebene des Filmes in der sich plötzlich die Kräfteverhältnisse ändern!

Die letzte Szene des Filmes ist wieder sehr surreal. Ich weiß noch nicht so ganz wie ich das deuten soll. War es vieleicht der Qualm des Feuers der Nancy bewusstlos werden lies und sie dadurch wieder in die Traumwelt gezogen wurde. Jedenfalls regt das Ende zum nachdenken an und es ist ein passendes Ende für einen genialen Film.

Wertung: 9/10



Ich kann mich noch gut erinnern als ich den Film damals das erste mal gesehen habe.
Blut und Wasser haben wir (meine damalige Freundin und ich) geschwitzt und mochten uns echt nicht mehr schlafen legen.
Und genau diese Nacht nach dem Film, werde ich nie vergessen, löste sich doch die Glastür meines Phonoschrankes mitten in der Nacht aus der Halterung und zerbrach laut klirrend in tausen Teilen auf dem Fußboden.
Damals war für mich klar: Freddy ist da! :ugly:
An Einschlafen war nicht mehr zu denken.
Dieses "erste Erlebnis" mit diesem Film hat sich für immer in mein Gedächtnis eingebrannt.


Das ist übringens eine sehr geile Geschichte dax! Ich kann mir regelrecht vorstellen wie extrem und intensiv dieses Erlebnis für euch beide sein musste!

Tarantino1980
09.12.2011, 08:57
Auch den zweiten Teil der Nightmare Reihe habe ich nun hinter mich gebracht. An diesen Film hatte ich noch recht gute Erinnerungen, nicht aus Qualitätssicht sondern vielmehr aus Handlungssicht ;). Meine Letzte Sichtung war wohl vor ca. 5 Jahren im TV, aber in einer geschnittenen Version natürlich! Daher musste auch hier eine erneute Sichtung her!

Ganz so schlecht wie bei BladeRunner und SAB kommt der Film jetzt bei mir nicht weg, aber ich teile eure Kritikpunkte. Zum einen merkt man dem Film einfach zu deutlich an das es nicht Wes Craven war der hier im Regiestuhl saß und zum anderen kann ich genausowenig wie Ihr verstehen warum man die Story dahingehend entwickelt hat das aus der Traumgestalt Freddy Krueger plötzlich ein Mörder in der realen Welt geworden ist. Ein paar Ansätze waren vieleicht ganz nett, aber vieles wirkte einfach deplatziert bzw. nicht so bedrohlich wie es in Teil 1 der Fall war.


Die ersten 30 Minuten des Films sind klasse. Die Eröffnung mit dem Bus ist äußerst sehenswert und man freut sich richtig auf den phantasievollen Traummörder. Anfänglich ist der Film richtig spannend, obwohl nicht viel passiert. Die Träume sind unheimlich und sehr bedrohlich. Vor allem die Wechsel zwischen Traum und Außenaufnahme des Hauses wirken hervorragend.


Der erste Teil des Filmes ist in der Tat mit der Hauptgrund warum man sich den Film unbedingt ansehen sollte. Zwar kann Jack Sholder hier auch nicht mit Wes Craven mithalten, aber das war ja ohnehin fast unmöglich gewesen. Vieleicht hätte ein gewisser John Carpenter der Reihe noch seinen Stempel aufdrücken können :nice:, aber ein Jack Sholder war definitiv kein Kandidat der es mit Craven aufnehmen konnte. Dennoch waren die ersten Szenen des Filmes recht gelungen. Generell, wenn man den Film losgelöst vom Original sieht, bekommt man einen schönen 80ziger Jahre Streifen mit Horror Elementen geboten. Alleine aus diesem Grund kann man einen Blick riskieren!


Danach beginnt der Film ein wenig zu verwässern. Jesse ist der einzige der schaurige Träume hat und wird deshalb von seiner Umwelt nicht ganz ernst genommen. Das war schonmal in Teil 1 viel besser, als die Jugendlichen merken das sie alle von demselben Kerl träumen. Aber die Motive von Freddy sind auch diesmal völlig andere. Er will durch Jesse in die Realität gelangen was ihm auch wirklich gelingt. Dadurch verliert er meines Erachtens aber an Spannung, da gerade die Angst vor dem Schlaf die beklemmende Wirkung verursachte.

Wie bereits anfangs schon erwähnt ist das somit der größte Kritikpunkt bei diesem Film. Das Thema "Nightmare" wurde einfach zu wenig in den Fokus gesetzt, was alleine schon die Tatsache mit sich bringt das Freddy dieses mal in der realen Welt mordet. Es passt einfach nicht zu dem was Craven mit dem ersten Teil geschaffen hatte. Hinzukommt noch, das Teil 1 einfach kunstvoller und surrealer wirkt. Im zweiten Teil bekommt man im Prinzip nur einen Slasher vorgesetzt, welcher allerdings ein paar nette Schauwerte hat!


So mordet Freddy etwas uninspiriert auf einer Party einfach den nächstbesten. Das hätten andere Serienkiller auch geschafft. Warum man etwas Einzigartigem die Faszination entzieht, bleibt mir ein Rätsel. Trotzdem ist das Gesehene nicht schlecht. Es gibt einige sehr gute Effekte und auch die Konfrontationen mit Freddy sind gelungen. Die Darsteller machen ihre Sache auch alle ganz passabel, wobei man die meisten auch in anderen Filmen immer mal wieder gesehen hat, ohne sie groß in Erinnerung zu behalten. Zumindest wirken sie symphatisch und sind nicht nur Schlachtvieh. Leider hat man den Originalscore nicht übernommen und eine völlig andere musikalische Untermalung gewählt. Die ist aber ganz okay, nur den Walgesang im Hintergrund fand ich extrem gewöhnungsbedürftig. Zusätzlich nervte mich die sinnlose Information das Nancy aus Teil 1 nicht mehr leben würde, ohne näher darauf einzugehen. Dann hätte man das einfach komplett streichen sollen, da es für diesen Teil absolut uninteressant ist und man sich damit selbst eine Rückkehr von Heather Langenkamp verbaute. Glücklicherweise haben die Macher von Teil 3 das ignoriert.
Insgesamt ist "Die Rache" kein schlechter Vertreter der Reihe aber auch nicht gerade ein Glanzlicht! Fans sollten ihn aber in jedem Fall gesehen haben.

Im zweiten Teil bekommt man im Prinzip nur einen Slasher vorgesetzt, welcher allerdings ein paar nette Schauwerte hat! Der Score hat mich zu keinem Zeitpunkt abgeholt, jedoch fand ich auch die Darsteller recht solide, also passte irgendwie zum Film. Keine Glanzleistung, aber auch kein Totalausfall! Ich denke die Effekte waren für damalige Verhältnisse schon sehr hoch angesiedelt, also wirkten nicht billig. Wie bereits erwähnt als Horrorfilm/Slasher hat der zweite Teil der Nightmare Reihe durchaus potential, aus Sicht der Reihe hat er ihr denke ich mal keinen gefallen getan, aber es gibt ja noch andere Filme in dieser Reihe :D.

Wertung: 4/10

Tarantino1980
10.12.2011, 02:52
Ich kann mich dem O-Ton der Leute hier bzgl. des dritten Teiles nur anschließen. Er ist wieder deutlich stärker und man merkt einfach das Wes Craven wieder mit an Bord war. Weiß jemand warum er nicht hier schon wieder im Regie-Stuhl platz nehmen wollte. Das Drehbuch war ja immerhin schon von ihm! Aber auch Chuck Russel hat seine Arbeit wirklich gut gemacht. Besonders die Tatsache das Freddy Krueger wieder nur in den Träumen real wird und mordet fand ich sehr erfreulich. Das war eifnach der größte Kritikpunkt von Teil 2 das Freddy in der realen Welt gemordet hat und die Traumwelt nebensächlich wurde. Im dritten Teil wurde das zum Glück wieder geändert und vorallem konsequent weiter entwickelt!


(http://www.ofdb.de/film/180,Nightmare-3---Freddy-Krueger-lebt)Heather Langenkamp ist auch wieder mit von der Partie. Gleich ihr erster Auftritt verursachte mir Gänsehaut, als sie den Kinderreim zu Ende spricht.
Glücklicherweise ignorierte man den Vorgänger völlig, weshalb Nancy wieder unter den Lebenden weilt.


Das ist ein weiterer großer Pluspunkt des Filmes. Ich mochte die Idee von Anfang an das man eine gereiftere Nancy zu gesicht bekommt, die aus ihrem Trauma eine Berufswahl machte um anderen Opfern zu helfen. Es hatte schon wirklich etwas sehr mystisches als sie den Raum betrat. Man bekam eine Gänsehaut und was noch viel entscheidender war, als Zuschauer wusste man das sie den armen Seelen in dieser Anstalt am ehesten helfen kann!



(http://www.ofdb.de/film/180,Nightmare-3---Freddy-Krueger-lebt)Auch Freddy ist wieder der alte und greift die Elm Street Kinder im Schlaf an und nicht auf Pool-Partys. Trotzdem ist er anders angelegt. Die Träume sind zwar wieder im Mittelpunkt, aber deutlich fantasievoller als zuvor. Deshalb ist er auch eher dem Fantasy-Horror zuzuordnen.


Sehr schön umschrieben! Die stärksten Szenen hat der Film in der Traumwelt und diese Szenen sind einfach nur perfekt in Szene gesetzt und sehen wundervoll aus!



(http://www.ofdb.de/film/180,Nightmare-3---Freddy-Krueger-lebt)Auf dem Schlachtfeld "Traumwelt" zieht man dann auch alle Register. Die Kulissen sind einfach toll, die Effekte sehr schön ausgearbeitet. Nur das Skelett vor der Leinwand, was man sehr deutlich sieht, bekommt da Abzüge. Ansonsten jagt ein brillanter Einfall den nächsten. Ob das die Autos auf dem Schrottplatz sind oder der Spiegelsaal, alles sitzt perfekt. Selbst kleinere Details wurden prächtig ausgearbeitet, sowie beispielsweise die Blutspur vom Dreirad oder das Licht in einem gebastelten Haus.


Die Szene im Spiegelsaal hat mir auch super gefallen! Die Kullisen und Sets sind einfach nur passend. Die Szene mit dem Skelett, genauso wie jeder andere hier, finde ich auch einfach nur unpassend. Darauf hätte man verzichten können. Alleine durch die anspringenden Autos auf dem Schrottplatz wusste der Zuschauer das Freddys Geist anwesend war, da brauchte man nicht noch ein sich bewegendes Skelett. Selbst aus heutiger Sicht, hätte man diese Szene mit der besten CGI gedreht, hätte es mir nicht gefallen, weil es einfach nicht zum Rest passte. Aber wie SAB so schön sagte in seiner Kritik, darüber kann auch ich großzügig hinwegsehen, da es dafür viele andere stimmige Szenen gibt. Auch die Sequenz in der Kristen zum erstenmal das Haus in der Elm Street betritt ist einfach nur göttlich inzeniert. Herrlich!


(http://www.ofdb.de/film/180,Nightmare-3---Freddy-Krueger-lebt)Die tollste Neuerung ist die Fähigkeit von Kristen, die die Gabe besitzt andere Menschen in ihre Träume zu holen. Deshalb können sie in einer Gruppe gegen den Kindermörder antreten. Jeder hat in seinen Träumen andere Fähigkeiten die sie im Kampf nutzen können. Gerade der Punkt Gemeinsamkeit ist ein großes Plus. Anstelle des üblichen Gegeneinanders ist hier das Miteinander im Fokus. Zudem bezieht der Film auch gerade dadurch seine Spannung, weil man mit allen mitfiebert und keine typischen Opfer serviert bekommt.


Diese Weiterentwicklung fand ich wirklich grandios. Dadurch wurden aus Opfern Leute die sich in der Traumwelt durchaus behaupten können. Lustiger Weise musste ich bei dem Zusammenhang Traumwelt und "Selbstsicht in dieser Traumwelt" etwas an die Matrix Reihe denken, da dort ja auch erwähnt wird das man sich in der Matrix sein Restich so vorstellt wie man sich gerne sieht. Ob sich da eventuell ein gewisser Laurence Fishburne an diesen Nightmare Film erinnert hat und mal einen netten Plausch mit den Wachowski Geschwistern hatte. Ich will jetzt nicht Matrix mit der Nightmare Reihe vergleichen, aber gerade dieser Aspekt das in diesem Teil die Kids in der Traumwelt Fähigkeiten hatten die sie in der realen Welt logischer Weise nicht hatten, erinnert vieleicht ein wenig an Matrix, wenn man sich dann noch einige Sprungeinlagen von Kristen in Erinnerung ruft :D. Vieleicht waren es ja sogar die Wachowski Geschwister selber die sich von diesem Film haben inspierieren lassen, aber die Möglichkeit das ein gewisser Mr. Fishburne hier sich einfach an einen früheren Film von sich erinnert hat, ist natürlich nicht ganz abwegig :D. Aber da Nightmare Teil 3 deutlich vor Matrix das Licht der Welt erblickt hat, muss man hier einfach nur den Hut vor Wes Craven ziehen der hier wirklich eine geniale Idee hatte und die Reihe damit einfach erweitert wurde. Es war keine billige Kopie seines damaligen genialen ersten Teils, sondern es war eine Fortsetzung die sich wirklcih sehen lassen kann!

...auch die Puppenspielerszene war irgendwie toll inszeniert, man merkt einfach die Hand von Wes Craven die eindeutig beim 2 Teil gefehlt hat um ihn zu einem guten Film zu machen.

Diese Szene ist wirklich ganz großes Kino. Mal davon abgesehen das der Effekt damals wohl den Zuschauer sehr schockiert hat, war und ist die Idee einfach super und perfekt umgesetzt worden. Auch der Wechsel zwischen Traumsicht und realer Sicht war einfach super. In der einen Einstellung sieht man das es nicht sein freier Wille war und in der anderen Szene sieht es so aus als ob er Schlafwandelnd einfach durch den Flur geht.


(http://www.ofdb.de/film/180,Nightmare-3---Freddy-Krueger-lebt)Der Haus und Hof Komponist von David Lynch, hat auch wieder das Thema vom ersten Teil mit eingebracht und in verschiedenen Variationen angelegt. Klasse!


Anders wie in Teil 2 hat mich hier auch wieder der Score in seinen Bann gezogen. Wie bereits zuvor bei Teil 1 erwähnt gehört das für mich bei einem guten Film, gerade im Horror bzw. Thriller Bereich, dazu das der Score und das Bild perfekt aufeinander abgestimmt ist, weil man damit einfach eine unglaublich intensive Atmosphäre erzeugen kann. Die selbe Szene mit einem komplett unpassenden Score und schon wirkt sie nicht mehr so wie wenn man es richtig macht. Und das in diesem Film der Score perfekt sitzt ist definitv ein Fakt!

Auch muss ich natürlich noch, wie alle anderen auch, den hervorragenden Cast erwähnen. Alle haben durch die Bank überzeugt, die Charaktere waren deutlich interessanter als die aus Teil 2 und obwohl es nur eine kleine Rolle war, fand ich Laurence Fishburne als Pfleger Max wirklich spitze. Er hatte diesen typischen 80ziger Jahre Look und erinnerte mich irgendwie an Einer flog über Kuckucksnest. Auch daort hätte er vom Look sehr gut reingepasst. Aber auch die Rückkehr von Heather Langenkamp war wirklich eine Bereicherung für den Film. Natürlich wäre es auch schön gewesen wenn sie in Teil 2 mit gespielt hätte, aber da Teil 2 einfach zu kurz nach Teil 1 gedreht wurde, hätte sie natürlich nicht diese Charakterentwicklung verkörpern können wie bei Teil 3 der immerhin drei Jahre nach dem ersten gedreht wurde. Wurde eigentlich in Teil 3 erwähnt wieviele Jahr in der Filmwelt vergangen sind? In Teil 2 sind ja 5 Jahre vergangen, aber da der dritte Teil der Reihe den zweiten komplett ignoriert kann es ja durchaus sein das es eine andere Zeitrechnung ist. Entweder habe ich es nicht mitbekommen oder es wurde nicht erwähnt.

Was ich auch noch sehr interessant fand war die Hintergrund Information über Fred Krueger. Anders wie z.B. bei den Halloween Filmen macht es bei der Nightmare Reihe durchaus Sinn, etwas mehr über den Hintergrund bzw. die Vorgeschichte zu erfahren, ohne es in nervigen Flashbacks vorgesetzt zu bekommen. Die Szenen mit der Nonne fand ich ebenfalls sehr mystisch und interessant!

Zwar hat Wes Craven auch im dritten Teil leider nicht die Regie geführt, aber man bemerkte indem Film doch seine Handschrift und das war wohl ein wichtiger Faktor für den Erfolg des Filmes und den Weitergang der Reihe. Ich glaube wenn Teil 3 nicht so stimmig gewesen wäre, hätte die Reihe Schwierigkeiten bekommen fortgesetzt zu werden. Aber nach so einem genialen dritten Teil konnte man ja nicht anders als eine weitere Fortsetzung drehen!

Wertung: 8.5/10

Tarantino1980
10.12.2011, 23:41
Warum Renny Harlin :autsch:. Diese Frage hatte ich mir sofort gestellt als ich die DVDs in meine Sammlungs Excel Liste eingetragen hatte. Mir gefällt sein Regie-Stil garnicht und er hat aus einem Horror Film einen 80ziger Jahre Feelgood Movie gemacht, jedenfalls was die musikalische Untermalung und einige Szenen angeht. Natürlich sieht man weiterhin einen mordenden Freddy Krueger aber es war all das was in Teil 1 und 3 so genial in Szene gesetzt wurde, war hier nicht mehr vorhanden. Freddy Krueger am Meer, unter Palmen an einem Sandstrand mit einer Sonnenbrille :eek::confused:. Die Szene hätten die Wayans Brothers in einem Scary Movie Film übernehmen können. Ich fand es einfach nur albern. Die Idee fand ich super das Kristen den Tip von Alice annimmt und sich kurz vor dem Einschlafen an einen Wohlfühlort träumt, aber in so eine Traumwelt passt einfach kein Freddy hinein. Ich hätte es viel besser gefunden wenn sich auf einmal das Wasser rot verfärbt hätte und es schlagartig Nacht geworden wäre und damit Freddy den Traum wieder in seine Traumwelt gezogen hätte, aber das naja war definitiv lächerlich. Nicht mein Fall!


An der Background-Story von Mr. Krueger wurde nicht mehr weiter gearbeitet.


Das fand ich auch sehr schade! Man erfährt in Teil 3 soviele keine aber feine Details über Fred Kruegers Vergangenheit und in Teil 4 nichts mehr. Das ist einfach nur enttäuschend gewesen.

Von dem Teil der Reihe bin ich absolut entäuscht. Da fand ich Teil 2 sogar noch etwas besser von der Atmosphäre her. Vieleicht liegt es an meiner Antipathie gegen Harlin, ich weiß es nicht, aber mehr als eine 3/10 kann ich für diesen Film nicht vergeben.


MTV startete schon 1981. Es war aber die Blütezeit der Musikvideos. Apropos, hast du dir das Video im Bonusmaterial bei Teil 3 angeschaut?

Nachdem ich mir die Kritiken und Diskussionen zu Teil 3 durchgelesen hatte habe ich mir natürlich auch nochmal heute das Musikvideo angesehen. Das war dann wiederum etwas was mein Humorzentrum getroffen hatte. Freddy mit einer Puppe in der Hand der einen "Nightmare" hat :lol:. Für ein Musikvideo als Gag super, im Film hätte die Szene natürlich nichts zu suchen gehabt.

Tarantino1980
11.12.2011, 02:09
Was man nicht alles als Filmfan so über sich ergehen lässt :D, das könnte zusammenfassend mein bisheriger Untertitel meines heutigen Filmabends sein. Teil 4 der Reihe war sehr nah am Komplettausfall, Teil 5 hatte zumindest ein paar schöne Schauwerte, auch wenn der gesamte Film auch nicht wirklcih eine Perle des Genres ist!




Der Einstieg in den Film ist fulminant. Es beginnt direkt mit einem sehr düsteren Alptraum, der darauf hoffen läßt das die Reihe wieder "Back to the roots" geht.


Als ich die Eröffnungsszene sah hatte ich wirklich Hoffnung das der Film wieder richtig gut wird. Die Szene war super, die Atmosphäre war super und es kam das Nightmare-Feeling auf. Also diese Szene ist auf jeden Fall sehenswert :hoch:


Man versucht die Geschichte von Freddy Krueger wieder weiter zu ergründen und läßt sich da auch einiges einfallen.


Das muss man wirklich lobend erwähnen das man sich bemüht hat wieder etwas mehr in der Vergangenheit von Fred Krueger zu stöbern. Die Szene in der Mark mit einer Akte zu Alice kam und sie etwas mehr über die Vergangenheit von Krueger herausgefunden haben war recht interessant, davon hätte man allerdings mehr in den Film einbauen müssen!



Das die Schwachpunkte des Films aber ausgerechnet in den Auftritten des verbrannten Schlitzers liegen, ist bei einem Horrorfilm unverzeihlich.


Manche Einfälle waren einfach nur absurd und lächerlich. Die Szene mit dem Motorad und Dan fand ich ganz grausig. Aber definitiv die schlechteste Szene des Filmes war ....

Die Spitze ist Freddys Füttern des Möchtegern-Models. Diese Szene hat mir persönlich den Film versaut.


.... diese von Dir beschreibene Szene SAB! Den Master of Nightmare als verkleideten Kellner/Koch zu sehen und ihn so morden zu sehen war einfach lächerlich. Mir hat die Szene zwar nicht den gesamten Film versaut, aber sie war definitiv der Tiefpunkt des Filmes!



Versucht man in der Realität wirklich noch Spannung zu erzeugen, verfällt man in den Alpträumen zu einem quietschbunten Vergnügen aus dem Legoland. Nichts hat hier jetzt noch mit Angstzuständen zu tun, sondern eher mit einem surrealen Jahrmarkt für Abstrusitäten. Die Kulissen sind schwach und wirken keineswegs mehr düster, sondern einfach nur noch dämlich. Schade, dabei hatte er doch wirklich Potenzial.


Das war wirklich noch ein kleiner Lichtblick in diesem Film, das die Szenen in der Realität ganz passabel waren. Von den Traumsequenzen haben mir auch nur ganz wenig gefallen. Eine fand ich von der Idee ganz nett, allerdings war hier auch keine Albtraumatmosphäre zu spüren. Ich meine die "Comic-Szene" Ich fand das inzenatorisch recht gelungen, aber es war natürlich super lächerlich als "Super-Freddy vs. den anderen Superhelden (also die Comicfigur von Mark) zu sehen war. Da kann man als Horror-Fan nur mit dem Kopf schütteln!


Die Darsteller sind leider auch nicht zwingend wichtig. Nur Lisa Wilcox, die wieder Alice darstellt, ist absolut spitze und trägt den ganzen Film. Wenn sie nicht wäre könnte man den Film komplett vergessen. Somit macht er dennoch zuweilen Spaß, solange Freddy keinen von seinen fast lächerlichen Auftritten hat.


Das sehe ich ganz genau so. Lisa Wilcox spielt die Alice, genauso wie in Teil 4, wirklich gut und trägt somit den ganzen Film. Sie ist der einzige Charakter der einen interessiert und der den Film vorantreibt. Die "Freddy-Szenen" wären in einer Nightmare on Elm Street Parodie sehr gut aufgehoben, aber in einem ernsten Horrofilm haben diese einfach nichts zu suchen.


Der Score ist kaum beachtenswert und auch da vermißt man wieder das Originalthema. Glücklicherweise hat man aber die Pop/Rock Songs aus Teil 4 jetzt wieder bei MTV gelassen.


Das der Score des Filmes schwach war, darüber braucht mans ich nicht zu streiten, aber ich fand es richtig gut das sie weg von der furchtbaren musikalischen Untermahlung von Teil 4 gegangen sind. Ich mag zwar Filme aus den 80zigern und natürlich auch die Musik, aber das passte einfach nicht zu einem Horrorfilm. Durch die Musik in Teil 4 fühlte ich mich wie bereits zuvor geschrieben, eher in einem Feelgood Movie aus den 80zigern. Wäre da Michael J. Fox um die Ecke spaziert hätte es mich auch nicht gewundert :D


Aber retten kann das auch nicht. Echt schade, da war man partiell auf dem Weg ein gutes Sequel zu kreieren und zerstört alles mit den Auftritten der Hauptfigur. Wenn man sich da was vernünftiges einfallen lassen hätte, wäre "Das Trauma" richtig gut geworden.

Das ist leider das furchteinflösenste am ganzen Film! Hätte man den kompletten Film so gedreht wie die erste Sequenz wäre es ein sehr guter Nightmare Teil geworden, aber leider ist auch der Versuch von Stephen Hopkins nicht geglückt, wobei ich ihn etwas stärker empfand als Teil 3, aber auch nur minimal ;).

Wertung: 4/10

Tarantino1980
11.12.2011, 14:22
Es ist wirklich eine Schande was ab Teil 3 mit der Horror-Figur Freddy Krueger passiert ist. Es ist einfach nur noch albern und lächerlich, von Furcht keine Spur. Das wird besonders in der Szene sehr deutlich als man ihn in seinem Stuhl sitzen sieht, wie er mit Spencer Super Mario spielt und Tracy ihn entdeckt. Weder sie noch der Zuschauer hat in dieser Szene Angst, zuschweige den Respekt vor Freddy Krueger! Tracy verdeutlicht dies auch indem sie einfach die Türe aufmacht und zu ihm in den Raum geht. Weder Nandy noch Alice, die beide weitaus mehr "Macht" in der Traumwelt hatten, hätten sich das so in der Form getraut. Aber in diesem Film ist alles Möglich weil Freddy Krueger komplett zur Witzfigur degratiert wurde, jedenfalls in den meisten Szenen!



Im letzten Teil der eigentlichen Saga werden die Vorgänger ignoriert. Was aus den Helden des "Traumas" wurde bleibt völlig unbekannt.


Das fand ich auch sehr schade. Was ist aus Alice und ihrem Sohn Jakob geworden? Ich fand zwar die Idee das Fred Krueger eine Tochter hat recht gelungen und auch die Tatsache das sie es war die ihn besiegen konnte, aber dennoch hätte ich mir gewünscht man hätte Teil 4 und 5 hier nicht ignoriert und hätte Alice irgendwie in die Story mit eingebaut.



In Freddy`s Finale kümmert man sich erfreulicher Weise wieder um die Vergangenheit des Kindermörders, was in jedem Fall gelungen ist. Man erfährt interessante Dinge die parallel auch gut eingefangen wurde.


Es waren zwar nur wenige Szenen die waren aber überraschender Weise dann gut. Alice Cooper als Fred Kruegers Stiefvater war einfach nur super :hoch:. Zwar wurden hier Flashbacks genutzt um die Vergangenheit von Fred Krueger zu erzählen, aber bei dem rest des Filmes und vorallem nach den beiden schlechten Vorgängern gibt man sich ja auch mit kleinen Lichtblicken zufrieden :D


Johnny Depp in einer wirklich deppernden Nebenrolle bringt auch nur zusätzlichen Klamauk in dieses Machwerk.


Als ich gelesen hatte das Johnny Depp wieder in dem Film mitspielt hatte ich die kleine Hoffnung das er vieleicht in der Traumwelt seinen alten Charakter aus Teil 1 spielt. Man hätte da einiges draus machen können, aber so war sein Auftritt einfach nur albern und total überflüssig! Warum er sich dafür hergegeben hat wird mir wohl immer ein Rätsel bleiben. Vieleicht hat er eine Wette verloren? :D


Die Opferbank ist einem herzlich egal und auch die Morde sind fast alle einem Slapstick Film entsprungen. Für einen Horrorfan ist dieser Teil wirklich der reinste Horror. Wer auf Albernheiten und flachen Humor steht sitzt hier allerdings in der ersten Reihe. So hatte ich mir das Ende einer Kultfigur wahrlich nicht vorgestellt. Wenn man ihn aber wirklich unter dem Aspekt Horror-Komödie anschaut könnte er sogar ganz gut funktionieren. Da stören dann zwar wieder die Einblicke in die Vergangenheit von Freddy, aber der nächste Scherz kommt bestimmt. Fans von Teil 1 werden aber wahrscheinlich nur noch angewidert den Kopf schütteln.


Nun weiß ich auch was Du in einem Kommentar damit meintest was wohl in den Köpfen damaliger Jugendliche vorgehen musste die nur Teil 4 bis 6 kennen und sich dann doch Teil 1 mal angesehen haben. Die Frage ist halt welcher Aspekt der Reihe Freddy Krueger zum Kult gemacht hat. Für den Horror-Fan, wozu ich mich defintiv zähle, waren es wohl Teil 1-3 (ja selbst in Teil 2 war Freddy Krueger furchteinflösender als in Teil 4-6) die Freddy Krueger perfekt dargestellt haben. Aber ich befürchte die breite Masse hat eher den Freddy Krueger aus Teil 4-6 in Erinnerung, der immer einen "coolen" Spruch auf den Lippen hatte und der die Kids mit einer großen Portion Humor umgebracht hat. Solche einlagen haben aber für mich in einem Horrorfilm nichts zu suchen. Wahrscheinlich habe ich Teil 4-6 auch einfach nur zu ernst genommen, nachdem ich die Reihe halt einfach anders sehe als eine Horror-Komödien-Reihe. Ich denke aber das es für beide Lager Highlights in dieser Reihe gibt. Ich kann mit Teil 4-6 nur bedingt was anfangen, es sind einige Szenen die mir gut gefallen haben und die ich mir gerne angesehen habe, aber im großen und ganzen waren es alles Filme die nicht meinen Filmgeschmack entsprechen. Aber ich kann mir wie gesagt sehr gut vorstellen das es genügend Fans der Reihe gibt, die genau diese Teile lieben und denen die Teile 1-3 einfach zu düster, zu ernst und zu "furchteinflösend" sind.

Teil 6 bekommt von mir wieder eine 3/10, weil ich Teil 5 von den Ansätzen stärker empfunden habe, auch wenn er nciht wirklich viel besser war, Zumindestens war die Anwesenheit von Alice in Teil 5 ein Pluspunkt!

Jetzt bin ich auf Teil 7 gespannt. Ich habe mir absichtlich noch nichts über den Film durchgelesen. Das einzige was ich weiß und was mich hoffen lässt ist die Tatsache das Wes Craven wieder persönlich im Regie-Stuhl platz genommen hat!

mr.bauer
11.12.2011, 16:14
Es ist wirklich eine Schande was ab Teil 3 mit der Horror-Figur Freddy Krueger passiert ist. Es ist einfach nur noch albern und lächerlich, von Furcht keine Spur. Das wird besonders in der Szene sehr deutlich als man ihn in seinem Stuhl sitzen sieht, wie er mit Spencer Super Mario spielt und Tracy ihn entdeckt. Weder sie noch der Zuschauer hat in dieser Szene Angst, zuschweige den Respekt vor Freddy Krueger! Tracy verdeutlicht dies auch indem sie einfach die Türe aufmacht und zu ihm in den Raum geht. Weder Nandy noch Alice, die beide weitaus mehr "Macht" in der Traumwelt hatten, hätten sich das so in der Form getraut. Aber in diesem Film ist alles Möglich weil Freddy Krueger komplett zur Witzfigur degratiert wurde, jedenfalls in den meisten Szenen!

So schauts aus deshalb war ich auch mehr als froh als ich die Reihe beendet hatte, nach Teil 3 gehts böse abwärts, einfach nur noch lächerlich und trashig das Ganze, hab die Teile bis auf Teil 1 danach alle verbannt.

Tarantino1980
11.12.2011, 19:13
So schauts aus deshalb war ich auch mehr als froh als ich die Reihe beendet hatte, nach Teil 3 gehts böse abwärts, einfach nur noch lächerlich und trashig das Ganze, hab die Teile bis auf Teil 1 danach alle verbannt.

Also Teil 3 und Teil 7 ist definitiv mehr als sehenswert. Der siebte lief dann heute auch noch beim mir und was soll ich sagen, so muss ein Nightmare Film aussehen!

Popcorn-Freddy ist tot, es lebe der Alptraum Krueger. Vielleicht kam Wes Craven nach Sichtung des unsäglichen 6.ten Teils zu der Erkenntnis, das seine mittlerweile weltbekannte Horrorfigur, zu einer Pappnase degradiert wurde. Dies durfte man natürlich keinesfalls auf sich beruhen lassen. Deshalb beschloß man wohl den Traummörder aus dem bunten Sandkasten zurück zu holen und aus ihm wieder das zu machen, als was er anfänglich konzipiert wurde: Ein spannender Alptraum!


Anders kann ich es mir auch nicht erklären das Craven erst Teil 4-6 über sich ergehen hat lassen hat um endlich wieder selbst sich dem Projekt zu widmen! Und obwohl Teil 7 "nur" FSK 16 ist, wirkt er definitiv düstere, bedrohlicher und realer was einer der größte Pluspunkt des Filmes ist! Wes Craven hat bei diesem Film wieder alles richtig gemacht!


Mit einer Anschlußstory wäre das natürlich kaum möglich. Auch nicht mit einem völlig neuen Cast. Deshalb machte man das einzig Richtige. Man holte viele Darsteller aus dem ersten Teil an Bord und konstruierte eine glänzende Idee: Freddy Krueger hat es nie gegeben. Er ist nur eine Kultfigur innerhalb des Horrorgenres und man plant einen neuen Teil zu drehen. Somit spielt Heather Langenkamp nicht Nancy, sondern eben Heather Langenkamp. John Saxon eben nicht Ihren Vater sondern John Saxon. Robert Englund darf sich selbst und Freddy spielen und auch Regisseur Wes Craven und Produzent Robert Shaye sind jeweils als sie selbst zu sehen. Dadurch beginnt der Film etwas gemächlicher, weil man eben kein Sequel drehte, sondern einen eigenen Film, dessen Story man dem Zuschauer erstmal näher bringen muß. Das macht man allerdings perfekt und baut immer wieder kleine Sequenzen ein, die die Spannung von Mal zu Mal anheben.


Diese Idee von Craven empfand ich als genial. Die Vermischung aus realer Hollywood Welt und fiktiver Nightmare Welt war einfach nur grandios! Als man dann im Laufe des Filmes nicht mehr wusste was Traumwelt und was die reale Welt war, war das Nightmare Feeling in Perfektion vorhanden! Die erste Hälfte des Filmes wirkt auch ohne Freddy Krüger sehr bedrohlich und ist sehr atmosphärisch inzeniert. Man befindet sich als Zuschauer wieder in einem sehr guten atmosphärischen Horrorfilm. Solch eine Spannung aufzubauen ohne 100 Leute sterben zu lassen und ohne unmengen von Blut und Gore-Effekten zu zeigen, das schaffen nicht viele Regisseure!

In den letzten 40 Minuten startet er dann gnadenlos durch und präsentiert uns ein fulminantes Finale.

Das Finale war einfach zu 100% Nightmare! Es war spannend, sehr gut inzenisert und man bekommt als Zuschauer und als Nightmare on Elm Street Fan wirklich wieder das zu sehen was man bei Teil 4-6 vermisst hat, einen furchteinflösenden Freddy Krueger der nicht mit irgendwelchen blöden Sprüchen oder in irgendwelchen unpassenden Schauplätzen auftaucht. Zwar fand ich das Make-up nicht so gut wie in Teil 1, aber ich denke das war absicht weil Craven klar trennen wollte zwischen Freddy Krueger als Kultfigur und Freddy Krueger als realgewordener Albtraum.


Richtig schön ist aber wieder das Finale, wenn Heather ein letztes Mal die Nancy spielt. Da kommt wieder recht ordentliche Nightmare Stimmung auf. Vieles ist dann wieder wie im ersten Teil ("screw your pass" oder "don't fall asleep"). Auch John ist plötzlich wieder ein Cop und sagt das selbe wie in Nightmare 1. Verdammt, Nancy trägt sogar das selbe Nachtgewand am Ende. Echt tolle Details von Craven.
Insgesamt ist der Film wirklich gut gelungen. Craven baut die Story schön langsam auf, das Unbehagen breitet sich langsam auf dem Zuschauer aus, die Spannungskurve nimmt langsam aber kontinuierlich zu, wir haben endlich wieder einen fiesen, unheimlichen und mysteriösen Freddy und das Ende ist wieder ganz im Stile von Craven's Original. Zusammen mit Teil 1 und 3 der beste Nightmare Film (und imo auch eine tolle "Trilogie")!


Genau diese Punkte haben mein Filmherz zum Schluss auch wieder sehr hoch schlagen lassen. Als ich John Saxton auf einmal hörte wie er Heather mit Nancy ansprach dachte ich zunächst wirklich es wäre ein Fehler in der Synchro oder ich hätte mich verhört, aber es wurde ja dann sehr schnell klar worauf es hinauslief. Und das war dann in der Tat genial! Wirklich ein würdiger Abschluss für ein Meisterwerk im Horror Genre. Man muss halt nur Teil 4-6 auf einige wenige gute Szenen komprimieren und sich lieber an Teil 1, 3 und 7 erfreuen! Also vielen dank Wes Craven das Du uns nicht nur diesen genialen ersten Teil geschenkt hast, sondern das Du auch mit Teil 7 ein würdiges Ende dieser Reihe erschaffen hast. Wenn nach Teil 6 wirklich schluss gewesen wäre, es wäre definitiv eine schande gewesen!

Für Teil 7 gibt es von mir verdiente 8/10 Punkte!

Tarantino1980
11.12.2011, 22:40
Als ich den Thread vor Wochen nochmal durchschaute, habe ich auch daran gedacht!:(

Übrigens würde auch mich interessieren was Du an Teil 6 gut findest :D.

Cable
19.12.2011, 14:27
Nachdem ich mit meiner Sichtung der Filme nun auch durch bin muss ich sagen, dass für mich eigentlich nur Teil 1 und Teil 7 für eine häufigere Sichtung in Frage kommen.

Teil 4 und 3 haben mir zwar auch gefallen, aber selbst die zwei Teile fallen gegen 1 und 7 doch stark ab. Über den Rest hüllen wir einfach mal den Mantel des Schweigens.

Generell hat mir Teil 7 am besten gefallen, der einzige Nightmare, bei dem ich etwas Horror verspüren konnte. Mag aber auch daran liegen, dass ich Vater bin. :ugly: Das schöne ist aber auch, dass Teil 7 perfekt funktioniert, wenn man nur Teil 1 kennen würde, von daher ein perfekter Abschluss für die Serie und mein Tipp an Neueinsteiger, vergesst Teil 2 bis 6 und schaut auch nur die Teile 1 und 7 an, dann werdet ihr Perfekt unterhalten und müsst den Abstieg nicht miterleben. ;)

Tarantino1980
19.12.2011, 19:20
Mit anderen Worten die beiden Craven Filme aus der Reihe ;). Die Finde ich auch am stärksten, mal abgesehen das mir Teil 3 noch sehr gut gefallen hat!

Aber warum Wes Craven erst bei Teil 7 wieder Platz im Regie Stuhl genommen hat weiß keiner. Ich denke hätte er alle bzw. wenigstens mehr als 2 Teile der Reihe selber gedreht wäre das ganze definitiv besser geworden. Aber immerhin hat er der Filmwelt zwei bärenstarke Horrorfilme dadurch geschenkt und eine Filmfigur die definitiv sehr bekannt ist :D

Cable
19.12.2011, 20:25
Mit anderen Worten die beiden Craven Filme aus der Reihe ;). Die Finde ich auch am stärksten, mal abgesehen das mir Teil 3 noch sehr gut gefallen hat!

Aber warum Wes Craven erst bei Teil 7 wieder Platz im Regie Stuhl genommen hat weiß keiner. Ich denke hätte er alle bzw. wenigstens mehr als 2 Teile der Reihe selber gedreht wäre das ganze definitiv besser geworden. Aber immerhin hat er der Filmwelt zwei bärenstarke Horrorfilme dadurch geschenkt und eine Filmfigur die definitiv sehr bekannt ist :D

Ich habe nur ein bisschen ins Bonusmaterial geschaut, aber soweit ich dass dort raushören konnte wollte er nach Nightmare 3 eigentlich keinen Nightmarefilm mehr drehen. Dann kam ihm aber irgendwann die Idee für Teil 7 der Serie, die er einfach aus seinem System rausbringen musste.

Teil 3 ist für mich am 4 Platz (nach 7, 1 und 4), muss aber imo wie gesagt nicht unbedingt sein. Der ist mir in etlichen Szenen dann auch schon zu doof (Zauberer....).

Bei Scream hat es zu Teil 4 jetzt ja auch etliche Jahre gedauert, nur dass sich an der Serie zum Glück niemand vergehen durfte. :D

SAB
26.12.2011, 18:07
Übrigens würde auch mich interessieren was Du an Teil 6 gut findest :D.

Ok, hiermit versprochen! Die Kritik zu Teil 6 folgt in 2012!:):hoch:

Tarantino1980
26.12.2011, 19:07
Ok, hiermit versprochen! Die Kritik zu Teil 6 folgt in 2012!:):hoch:

Vielen Dank! Also schon ein Grund sich auf das kommende Jahr zu freuen :kiss:.

BloodyAngel
19.02.2012, 19:09
Nightmare on Elm Street 10/10

Ein super gut gemachter Horrorfilm der besser nicht sein könnte.Er zieht einen beim anschauen in seinen Bann und vermittelt dabei das Gefühl das man sich mitten in dem Film befindet.Auch wenn ich eigentlich nicht schreckhaft bin bei sowas bin ich doch einige male zusammen gezuckt während des Films.:hoch:
Ein echter Horrorschocker eben den man sich immer wieder gerne ansieht

Leatherface
19.02.2012, 19:15
hab heute Nacht schöne Träume:D